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Montag, 29. August 2005 08:29
kreuzmeldungen
Der immer neue Gott + Navarro-Valls war es nicht + Das Lachen der Kinder + Freiheit für den Bischof! + „Und wer sind Sie?“ + Vor die Hunde
Der immer neue Gott

Vatikan. Beim „Engel des Herrn“ am gestrigen Sonntag in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo erinnerte Papst Benedikt XVI. erneut an die größte Messe, die in Deutschland je zelebriert wurde – die Abschlußmesse des XX. Weltjugendtages. Der Heilige Vater bezeichnete das Jugendtreffen als Ereignis der göttlichen Vorsehung für die gesamte Kirche. Die deutschen Bischöfe habe er vor seiner Rückkehr in den Vatikan daran erinnert, daß die Anbetung kein Luxus sondern eine Priorität sei. Die Suche nach Christus müsse gestärkt, unterstützt und geführt werden. Der Glaube – so der Papst – sei nicht einfach die Zustimmung zu einem in sich vollständigen Komplex von Dogmen, welcher den Gotteshunger auslöschen würde. Im Gegenteil – der Glaube richte den Menschen auf dem Weg in der Zeit zu einem Gott hin aus, der in seiner Unendlichkeit immer neu ist. Das mache die Kirche jung, offen für die Zukunft, reich an Hoffnung für die gesamte Menschheit.

Navarro-Valls war es nicht

Vatikan. Vatikansprecher Joaquín Navarro-Valls weist jegliche Verantwortung im jüngsten Streit zwischen dem Heiligen Stuhl und Israel von sich. Gegenüber der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ sagte er, die Erklärung aus dem vatikanischen Pressesaal habe er nicht selbst geschrieben. Ende Juli produzierte das israelische Außenministerium einen schweren diplomatischen Eklat, indem es behauptete, Papst Benedikt XVI. sowie sein Vorgänger, Papst Johannes Paul II, hätten israelische Terroropfer ignoriert. Der Vatikan wies diese üblen Verleumdungen in ungewohnter Schärfe zurück. Das Schreiben stammte – so der Vatikansprecher – aus dem Staatssekretariat. Die Krise zwischen Israel und dem Vatikan ist mittlerweile beigelegt. Beide Seiten meinten, zu heftig reagiert zu haben.

Das Lachen der Kinder

Deutschland. Weil Anwohner über den Lärm aus einem Hamburger Kindergarten geklagt hatten, ordnete das Hamburger Landgericht am 23. August die Schließung der Kindertagesstätte „Marienkäfer e. V.“ an. Die deutsche Bundesfamilienministerin, Renate Schmidt, bezeichnete das Urteil wörtlich als „Skandal“. Es zeige, „wie kinderentwöhnt unser Land ist“, so die SPD-Politikerin: „Wie kann man den ganzen Tag den Lärm einer vierspurigen Straße ertragen, aber nicht für ein paar Stunden das Lachen von Kindern?“ Es sei allerhöchste Zeit, daß Kinder Vorfahrt hätten und nicht Autos.

Freiheit für den Bischof!

Ex-Jugoslawien. Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. forderte den mazedonischen Regierungschef auf, für die „sofortige Freilassung“ des inhaftierten Erzbischof von Ohrid zu sorgen. Der orthodoxe Erzbischof Jovan trat Ende Juli in Skopje eine 18monatige Haftstrafe wegen angeblicher „Verbreitung von Haß auf religiöser und ethnischer Grundlage“ an. Hintergrund für die Gefängnisstrafe ist der seit Jahrzehnten andauernde Streit über die Selbständigkeit der mazedonischen orthodoxen Kirche. Diese wurde 1967 mit Hilfe der Titokommunisten errichtet, von der Weltorthodoxie allerdings nie anerkannt. Ebenso wie Bartholomaios I. stellte sich laut einem Bericht des ‘ORF’ die gesamte Weltorthodoxie hinter den Erzbischof.

„Und wer sind Sie?“

Deutschland. Laut einem Bericht der „Irish Independent“ traf Papst Benedikt XVI. in Köln mit der Fußballegende Pelé zusammen. Als der Brasilianer dem Heiligen Vater vorgestellt wurde, fragte dieser: „Und Sie sind Brasilianer …?“ Erst die Auskunft eines Nebenstehenden offenbarte Papst Benedikt, daß er soeben mit dem besten Fußballer der Welt sprach. Der heute 65jährige Pelé gewann mit Brasilien drei Weltmeistertitel und wurde 1999 vom Internationalen Olympischen Komitee zum Sportler des Jahrhunderts gewählt. Er bezeichnet sich selbst als gläubigen Katholiken.

Vor die Hunde

„Zumindest fünf Mal – mit den Arianern, den Albigensern, der humanistischen Skepsis, nach Voltaire und nach Darwin – ist der Glaube allem Anschein nach vor die Hunde gegangen. In jedem dieser fünf Fälle war es der Hund, der schließlich gestorben ist.“

Aus ‘The Everlasting Man’ von Gilbert Keith Chesterton († 1936), englischer Autor und Konvertit.
4 Lesermeinungen:
Dienstag, 30. August 2005 09:58
Stimme aus dem Tradiland: @ Methusalix: Sie haben keine Ahnung von der Hl. Tradition,
also lassen Sie lieber ihre dilletantischen Dichtungen!

Grüß Gott und noch einen schönen Tag!
Dienstag, 30. August 2005 00:42
methusalix: @Tradiland
Was soll der Unsinn? Ich habe NIE behauptet, dass der Glaube vor die Hunde gehen kann. Der Glaube kommt von Gott und kann gar nicht vor die Hunde gehen. Was allerdings vor die Hunde gehen kann, ist die Kirche und einige in diesem Forum sind ganz begeistert dabei, sie dorthin zu bugsieren. Wobei ich mir, angesichts dieses Forums, gar nicht mehr sicher bin, ob es denn nun eine einzige UNA SANCTA ECCLESIA gibt, oder zwei oder drei, vor dem zweiten vatikanischen Konzil und danach und vor Quanta Cura und danach und vor der französichen Revolution und danach und vor Luther und danach und vor dem Tridentinum und danach und… und …
Eines aber ist sicher: modern, d. h. in der Jetztzeit lebend, sind wir alle, auch die, die meinen alles und jeden um einige hundert Jahre in die Vergangenheit zurückzerren zu müssen. Aber auch hier bin ich so sicher, wie beim Glauben: das geht nicht.
Montag, 29. August 2005 11:28
Benedikt: Kinderlärm
Es sei allerhöchste Zeit, daß Kinder Vorfahrt hätten und nicht Autos.
Von jemandem, der in den letzten Jahren Regierungsverantwortung getragen hat und NICHT dafür gesorgt hat, dass solchen Urteilen die gesetzliche Grundlage entzogen wird, möchte ich solche lächerlichen Lippenbekenntnisse nicht mehr hören. Machen – nicht schwätzen.
Montag, 29. August 2005 09:24
Weil es so schön war, nochmals die Wiederholung für die Modernistenfreunde Methusalix, Gotthard usw.:

„Zumindest fünf Mal – mit den Arianern, den Albigensern, der humanistischen Skepsis, nach Voltaire und nach Darwin – ist der Glaube allem Anschein nach vor die Hunde gegangen. In jedem dieser fünf Fälle war es der Hund, der schließlich gestorben ist.“

Aus ‘The Everlasting Man’ von Gilbert Keith Chesterton († 1936), englischer Autor und Konvertit

Störungsaktionen der V2-Kirche bei einer Fatima-Wallfahrt Hier nochmals der interessante Link über die Internationale Wallfahrt der Priesterbruderschaft St. Pius X. nach Fatima

Absperrungen, Staubsaugen, „Dagegensingen“, Überdröhnen – wirklich „entzückend“…

Dass die zwei „geistlichen Schwestern“, der involvierte Priester und der Rektor des Heiligtums, Msgr. Guerra, irgendeinen christlichen Glauben haben, kann man getrost bezweifeln… [mehr…]
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