Sr. Pasqualina hat für Pius XII. den Haushalt geführt und nach seinem Tod ihre Erinnerungen niedergeschrieben. Auch wenn die genannten Zahlen nicht exakt sein sollten, ist der Kern des Berichtes vertrauenswürdig. Von Sr. Pasqualina Lehnert.
(kreuz.net) „Mit Grauen erinnert man sich an jenen Morgen im August 1942, als die Zeitungen in großen
Schlagzeilen die Schreckensnachricht brachten, daß der öffentliche Protest der holländischen Bischöfe
gegen die unmenschliche Verfolgung der Juden, Hitler dazu veranlaßt hätte, in der Nacht 40.000 Juden
verhaften und vergasen zu lassen.
Unter diesen befand sich auch die bekannte Philosophin und Karmeliterin
Edith Stein, deren Lebensweg Pius XII. mit starker Anteilnahme verfolgt hatte.
Man brachte die Morgenzeitungen
in das Arbeitszimmer des Heiligen Vaters, der sich anschickte, zu den Audienzen zu gehen.
Er las nur
die Überschrift und wurde kreidebleich.
Zurückgekehrt von den Audienzen – es war schon 13.00 Uhr und
Zeit zum Mittagessen – kam der Heilige Vater, ehe er ins Speisezimmer ging, mit zwei großen, eng beschriebenen
Bogen in der Hand in die Küche, wo die einzige Möglichkeit war, am offenen Feuer etwas zu verbrennen,
und sagte:
„Ich möchte diese Bogen verbrennen, es ist mein Protest gegen die grauenhafte Judenverfolgung.
Heute abend sollte er im Osservatore Romano erscheinen. Aber wenn der Brief der holländischen Bischöfe
40.000 Menschenleben kostete, so würde mein Protest vielleicht 200.000 kosten. Das darf und kann ich
nicht verantworten. So ist es besser, in der Öffentlichkeit zu schweigen und für diese armen Menschen,
wie bisher, in der Stille alles zu tun, was menschenmöglich ist.«
„Heiliger Vater“, erlaubte ich mir
einzuwenden, „ist es nicht schade, zu verbrennen, was Sie hier vorbereitet haben? Man könnte es vielleicht
einmal brauchen.“
– „Auch ich habe daran gedacht“, antwortete Pius XII., „aber wenn man, wie es immer
heißt, auch hier eindringt und diese Blätter findet – und mein Protest hat einen viel schärferen Ton
als der holländische –, was wird dann aus den Katholiken und Juden im deutschen Machtbereich? Nein, es
ist besser, ihn zu vernichten.“
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20 Lesermeinungen
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#20 josefmaria † 23:52:47 | Dienstag, 30. August 2005
@ gotthard: nicht so weiteres von sich auf andere schließen und mehr braucht wohl der jetzige hl. Vater
auch nicht. Ich habe bisher nur Eucharistiefeiern von ihm gesehen, die diesem AEM folgen. der heilige
vater ist keineswegs derart theologisch minimalistisch (ich könnte auch sagen: anspruchslos), wie sie
sich hier darstellen. dieses urteil wäre ihnen auch nicht so locker aus der „feder“ geschossen, wenn
sie neben ihrem aem auch mal in seine schriften (gott und die welt, geist der liturgie) blickten, in denen
er eindeutig und ausdrücklich gewichtige lateinische elemente in der messe fordert. dies wurde auch in
köln deutlich, wo er trotz der regie des sehr (nennen wir ihn mal) kreativen zeremonienmeisters erzbischof
marini einige lateinische texte einbrachte, darunter an stellen, an denen man es gar nicht gewohnt ist
(z.b. embolismus des vaterunser). grade der römische pontifex pflegt das lateinische traditionell sehr,
weil ein andere sprache dem universalitätsdenken des amtes nicht entspräche.
#19 christfidel † 23:44:49 | Dienstag, 30. August 2005
@ gotthard: ok das respektiere ich selbstverständlich, wenn sie kein interesse am fundus der theologischen
inhalte haben! ich halte es dann aber für bedenklich, wenn sie sich in diskussionen einmischen, über
deren inhalt sie nicht völlig auf dem laufenden sind und es -das entnehme ich dem jüngsten posting-
auch nicht sein wollen… allen anderen, die glauben, latein gehöre nicht in die messe, kann ich nur
die konzilskonstitution sacrosanctum concilium ans herz legen (u.a. artikel 36).
Konzilstexte Ach weißt Du, ich fröhne keinem Konziliarismus. Mit liegt eine Einführung in die Messe
vor (AEM) und das Messbuch – beides vom Heiligen Vater Paul VI. promulgiert. Mehr brauch ich nicht …
und mehr braucht wohl der jetzige hl. Vater auch nicht. Ich habe bisher nur Eucharistiefeiern von ihm
gesehen, die diesem AEM folgen.
@ MilesChristi Haßtiraden und wüste Beschimpfungen und Beleidigungen Dies wirst du mir aber nur ganz
schwer nachweisen können. Ja, ich lehne die Pius-Sekte strengst ab! Die haben die Tradition usurpiert …
und eine schismatische Gemeinschaft gegründet. Ich sage auch Pius-Sekte – ähnlich wie diese Sektenmitglieder
V2-Kirche sagen … DASS ist eine Beleidigung …
Was Katholiken wissen müssen Weils hier ebenfalls paßt, der von Marcel ausgesuchte Aufsatz von Bischof
Fellay „Was Katholiken wissen müssen“ aus The Angelus vom November 2004 www.sspx.ca/…cs_Need_Know_pg2.htm –
wirklich lesenswert und aufschlußreich – wenn auch auf Englisch… Der Gatte der Evelin
#14 MilesChristi 22:36:22 | Dienstag, 30. August 2005
Über Gotthard Leute, ignoriert Gotthard einfach ! Verliert keine Zeit damit, auf seine Haßtiraden und
wüste Beschimpfungen und Beleidigungen zu reagieren. Diejenigen, die Kinder haben, wissen was ich meine:
wenn das Kind trotzig und agressiv ist und überall nur rumschreit,, will es nur Aufmerksamkeit auf sich
lenken – der beste Weg um es zu beruhigen: Ignorieren !!
#13 christfidel † 22:27:41 | Dienstag, 30. August 2005
gotthard: falsch, falsch, falsch sondern allein im Sinne der Selbstdarstellung derer, die sich den NOM
zueigen machen, um eine eigene Liturgie zusammenbasteln. Diese Beschimpfungen der 98% der Priester der
katholischen Kirche, die Tag für Tag, Sonntag für Sonntag nach dem aktuellen Messbuch die Eucharistie
mit ihren Gemeinden feiern, ist unerträglich. … unerträglich ist, wie schlecht viele ihren dienst
tun. die kritik stammt ja übrigens nicht von mir, sondern von papst benedikt XVI. Deine Sicht der Dinge
interessiert mich überhaupt nicht. … seit wann duzen wir uns? wenn sie meine sicht nicht interessieren
würde, wäre es glaubwürdiger in keine diskussion einzusteigen… Meine Sicht stimmt mit der des Papstes,
mit der Bischöfe und der gesamten Kirche überein. … das mag in ihr weltbild passen, stimmt nur eben
nicht. sie ignorieren u.a. -wie bereits von mir dargelegt- SC 36 usf. nachlesen tut not!!!! Die Pius-Sekte
und andere Tradis sind irrelevant. … ich bin auch ein kritiker der fsspx. ich lege ferner wert auf die
feststellung, daß die von mir vertretenen ansichten sofern sie nicht als solche gekennzeichnet sind der
lehre der kirche entnommen sind. das können sie von sich nicht behaupten. ihre lateinkritik jedenfalls
stützen sie auf die lehrwidrige praxis (vgl. konzil und lehramt) oder auf eigenes ermessen. ein wenig
dünn…
@ christfidel sondern allein im Sinne der Selbstdarstellung derer, die sich den NOM zueigen machen, um
eine eigene Liturgie zusammenbasteln. Diese Beschimpfungen der 98% der Priester der katholischen Kirche,
die Tag für Tag, Sonntag für Sonntag nach dem aktuellen Messbuch die Eucharistie mit ihren Gemeinden
feiern, ist unerträglich. Deine Sicht der Dinge interessiert mich überhaupt nicht. Meine Sicht stimmt
mit der des Papstes, mit der Bischöfe und der gesamten Kirche überein. Die Pius-Sekte und andere Tradis
sind irrelevant.
#11 christfidel † 21:59:35 | Dienstag, 30. August 2005
Lieber Gotthard: Studieren geht über probieren… Ihr Liturgieverständnis ist insofern nicht durch die
Lehre abgedeckt, als die Sprache der Messe nicht unerheblich ist und Sie da im Widerspruch stehen zu Tradition
und Lehramt der Kirche. Vor dem II. Vat. war es wie wir wissen noch eindeutiger, aber wenn die die Liturgiekonstitution
Sacrosanctum Concilium studierten, erübrigte sich diese meine Antwort, eben weil das Lateinische Eingang
in die Messfeier finden SOLL und die gottesdienstliche Praxis heute weder im Sinne der Tradition, noch
des Konzils, noch des Papstes ist, sondern allein im Sinne der Selbstdarstellung derer, die sich den NOM
zueigen machen, um eine eigene Liturgie zusammenbasteln. Ihre Gegenposition zu Tradition und Lehramt bzw.
(schwächer formuliert) Ihre Unkenntnis der Konzilstexte läßt Sie zum Unterstützer dieser Liturgie
werden…
@christfidel Warum mein Liturgieverständnis nicht von der Kirche gedeckt sein soll, haben sie mir aber
noch nicht verraten… ich habe nicht mein komplettes Verständnis dargelegt, sondern nur im Blick auf
ihre Latein-Vorliebe. Ich habe kein Wort über irgendwelche Sonderbemühungen in der Liturgie verloren …
ihr Tradis habt ja nichts anderes gegenüber uns Katholiken im Sinn. Jede Eucharistiefeier ist die Gegenwärtigsetzung
von Tod und Auferstehung Jesu Christi in unsere Zeit und in die konkrete Gemeinde … die Sprache ist
unerheblich. Sie ist ein Mittel zum Mitvollzug der Feier durch die anwesenden Gläubigen…
#9 christfidel † 21:22:51 | Dienstag, 30. August 2005
@ gotthard: ihr liturgieverständnis ist durch die lehre der kirche nicht abgedeckt und dieses hier und
jetzt lebt vom vergangenen, vom bereits angebrochenen reich gottes und vom in der vergangenheit liegenden
opfertod jesu christi, der in jeder hl. messe in die gegenwart transferiert wird. sicher ist liturgie
kein museum, aber auch keine spielwiese für die kreativen geister der jeweiligen epoche. von daher ist
es geboten, das wort gottes für die menschen der jeweiligen zeit verständlich weiterzugeben (daher bin
ich für muttersprachlichen wortgottesdienst) und daher ist es gleichsam geboten, mit dem tradierten behutsam
umzugehen. die heiligkeit der messe hat vorrang vor show und zeitgeistlicher anbiederung. latein an angemessenen
stellen (euchar. hochgeb. u.a.) ist im übrigen auch im sinne des 2. vatikanischen konzils.
Liturgie Liturgie ist immer eine Feier im Hier und Jetzt … von Menschen im Heute… mit ihrem heutigen
Denken und Fühlen und Glauben … Liturgie ist kein Museum …sondern lebendige Wirklichkeit …
Latein Ein weiterer Punkt wäre hier vielleicht interessant. Die „Volkssprachen“ sind einem ständigen
Wandel unterworfen. Liest man einen Text aus z.B. den 50er Jahren oder hört man eine Tonbandaufnahme
aus dieser Zeit, klingt die Sprache schon ein wenig seltsam, was daran liegt, daß bestimmte Ausdrucksweisen
nicht mehr gebraucht werden, eine andere Bedeutung haben oder, daß bestimmte Sachverhalte heute anders
ausgedrückt werden. Um also diese bestimmten Sachverhalte ins heutige Verständnis zu transportieren,
müssten sprachlichen Angleichungen vorgenommen werden, doch dann geht aber auch Bedeutung verloren oder
wird interpretiert (übersetzen ist immer interpretieren). Im Lateinischen sind diese Bedeutungen aber
„fixiert,“ hier ist keine Notwendigkeit, die Sprache der Liturgie ins „Heute“ zu bringen (und sie so dem
„Zeitgeist“ zu unterwerfen). In Wirklichkeit ist Latein als Litirgiesprache auch ein Schutz gegen das
Diktat des Zeitgeistes.
Latein Ich sehe schon eienen Zusammenhang zwischen Abkehr vom Latein und Abkehr vom überlieferten Glauben:
Schließlich gehörten die landessprachlichen Gottesdienste zu den Forderungen bereits der vorreformatorischen
Bewegungen; wahrscheinlich sollte damit u.a. der einzelne, alles verstehende Gläubige zum Maßstab des
Glaubens gemacht werden.
@ latein die forderung nach einem reichen schatz an lateinischen texten in der liturgie ist keine forderung,
die in der piusbruderschaft ihren ursprung hat, sondern im zweiten vatikanum! von daher möchte ich all
jenen vorweggreifen, die die begonnene diskussion vielleicht noch nutzen wollen, um das v2 wieder einmal
anzuprangern. zu kritisieren ist die ausufernde praxis mit ihren häretikern sitzend in den priesterseminaren,
konvikten, universitäten und daher auch in der pfarr- und bischofshäusern. die lateinkrise ist ein problem
des geistes, nicht der tradition oder lehre…
Radio Vatikan und Treffen FSSPX Das Problem, liebes Radio Vatican, ist nicht das Latein. Das Problem ist
u.a. „Nostra aetate“. Auf die offiziellen Pressemitteilungen des Hl. Stuhles, kannst du pfeifen, denn
die taugen eh kaum der Wahrheitsfindung. Warten wir einmal ab. Et audeatur altera pars.
Radio Vatikan hat nichts begriffen: „Benedikt war den Wünschen der Priesterbruderschaft bereits vor Monaten
entgegengekommen, indem er die Rückkehr zu mehr Latein in der Kirche gefordert hatte.“ Geht es nur um
Latein??? Ach so…
Neues aus Castel Gandofo DICHIARAZIONE DEL DIRETTORE DELLA SALA STAMPA DELLA SANTA SEDE, DR. JOAQUÍN
NAVARRO-VALLS , 29.08.2005 DICHIARAZIONE DEL DIRETTORE DELLA SALA STAMPA DELLA SANTA SEDE, DR. JOAQUÍN
NAVARRO-VALLS Il Direttore della Sala Stampa della Santa Sede, Dr. Joaquín Navarro-Valls, ha rilasciato
questa mattina ai giornalisti la seguente dichiarazione: Il Santo Padre Benedetto XVI ha ricevuto questa
mattina, nel Palazzo Apostolico di Castel Gandolfo, il Superiore Generale della „Fraternità San Pio X“,
Mons. Bernard Fellay, che ne aveva fatto richiesta. Il Papa era accompagnato dall’Em.mo Cardinale Darío
Castrillón Hoyos, Presidente della Pontificia Commissione „Ecclesia Dei“. L’incontro si è svolto in
un clima di amore per la Chiesa e di desiderio di arrivare alla perfetta comunione. Sebbene consapevoli
delle difficoltà, si è manifestata la volontà di procedere per gradi e in tempi ragionevoli. [01036-01.01]
[B0443-XX.01]
Jetzt aber Schnell! Zu Pius XII. bleibt doch nur noch zu sagen: SANTO SUBITO! Wo bleibt die Seligsprechung
für diesen Großen Papst? Wann endlich wird er zur Ehre der Altäre erhoben? Warum keine Ausnahme Regelung
nach über 60 Jahren für Pius XII. aber nach einigen Wochen eine für Johannes Paul II. ?