Papst Benedikt XVI. empfing heute den Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Audienz. Die Bruderschaft wollte ein positives Signal für die Tradition erwirken.
(kreuz.net, Castelgandolfo) Der Heilige Vater hat heute Montag vormittag Bischof Bernard Fellay, den Generaloberen
der von Erzbischof Marcel Lefèbvre († 1991) gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X., empfangen.
Dies gab Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls bekannt. Die Audienz fand in der päpstlichen Sommerresidenz
Castelgandolfo statt.
In der Mitteilung des Vatikansprechers heißt es, daß das Treffen „von einem Klima
der Liebe zur Kirche und dem Wunsch, zur vollständigen Einheit zu gelangen“ geprägt war:
„Obwohl man
sich der Schwierigkeiten bewußt ist, zeigte sich der Wille, schrittweise und in angemessenen Zeiträumen
voranzuschreiten.“
Papst Benedikt XVI. wurde vom Präsidenten der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“,
Darío Kardinal Castrillón Hoyos, begleitet.
Mons. Bernard Fellay kam mit seinem Stellvertreter, Pater
Franz Schmidberger.
P. Schmidberger ist der Regens des deutschsprachigen Priesterseminars der Bruderschaft
im bayerischen Zaitzkofen.
Pater Niklaus Pfluger, der Distriktsobere von Deutschland, erklärte, daß
die Priesterbruderschaft St. Pius X. das Treffen gewünscht habe, um Einfluß auf Rom auszuüben und eventuell
ein positives Signal für die Tradition zu erwirken. Pater Pfluger äußerte sich in einem Interview auf
der Homepage der Priesterbruderschaft St. Pius X.
Der Distiktsobere von Deutschland erklärte sich in
bezug auf eine Annäherung mit Rom skeptisch:
„Die verantwortlichen Autoritäten in der Kirche selber
sind zu sehr in der modernistischen Haltung festgefahren.“
Der Papst strebe offensichtlich keine Rückkehr
zur alten und überlieferten Messe an: „Die Haltung des Papstes in bezug auf die Messe ist eher so geartet,
daß er eine ‘Reform der Reform’ beabsichtigt.“
Das erschwere die Sache ungemein.
Warum die Priesterbruderschaft
St. Pius X. angesichts ihrer Skepsis dennoch das Gespräch suche?
Man habe Sorge um die römisch katholische
Kirche, erklärte der Distriktsobere:
„Niemand soll sagen können, die Priesterbruderschaft hätte nicht
alles in ihrer Macht stehende versucht, um den überlieferten Glauben an alle weiterzugeben, auch an diejenigen,
die ihn einst über Bord geworfen haben.“
Man könnte die Bruderschaft mit einem Rettungsboot vergleichen,
das noch viele Rettungsringe hat, während im Hintergrund die Titanic versinkt:
„Wir werfen diese Rettungsringe
denjenigen zu, die sie wollen.“
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Enten und Schwäne Ein US-Artikel vom 2.9.2005 für National Catholic Reporter. Drei Abschnitte behandeln
die Audienz: Benedict and the Lefebvrites; Speaking with Fr. Franz Schmidberger and the Vatican; The skittishness
was palpable …ionalcatholicreporter.org/word/word090205.htm Das übliche. Man kann aber herauslesen,
daß es größte Differenzen zwischen der FSSPX und einigen römischen Kurienmitarbeitern gibt. Die Frage
ist, wie viel die letzteren zu „melden“ haben. P. Schmidberger wird im Interview zitiert, wie er sagt,
daß wichtige V.II-Dokumente mit der vorkonziliaren päpstlichen Lehre unvereinbar und daher für die
FSSPX _inakzeptabel_ sind. Er fährt mit dem – ich denke viel zu optimistischen – Hinweis fort, daß deswegen
aber eine Einigung mit Rom noch nicht grundsätzlich ausgeschlossen ist: Schmidberger said, it’s not that
Rome must renounce chunks of Vatican II before „normalization“ can occur. It’s rather that, from the Lefebvrite
point of view, a right to challenge the council’s teaching must be guaranteed. Diese Möglichkeit der
Einigung unter völliger Beibehaltung der FSSPX-Haltung, große Teile des V.II abzulehnen, gibt es gemäß
gewissen Vatikan-Mitarbeitern jedoch keineswegs, z.B. Cardinal Pompedda, der im Artikel zitiert wird,
daß für Leute wie ihn eine Einigung mit der FSSPX nur dann eintreten kann, wenn die FSSPX sich völlig
unter die V.II-Dekrete unterwirft. Dies jedoch kommt auch nach Aussage der FSSPX-Bischöfe wiederum nicht
in Frage.
#64 Agiafortuni 10:44:54 | Samstag, 3. September 2005
Dr.Otterbeks liebe Historiker Montini’s Pontifikat als eines der segensreichsten zu bezeichnen heisst
der Blindheit im Sinne des Aischylos verfallen zu sein. Montini war sein Langzeitgedächtnis abhanden
gekommen, ansonsten hätte er sich an seine eigenen Freveltaten als Substitut im Vatikan und Erzbischof
von Mailand erinnert. Daher war sein Vorgehen gegen Erzbischof Lefebvre, einen im Vergleich zu ihm unbescholtenen
Kirchenmann, schlechthin unverschämt.
#63 Dr. Otterbeck 10:38:36 | Samstag, 3. September 2005
4. Oktober 1966 Na schön, gebe ich also mein Geburtsdatum bekannt. Wer weiß, was damals –- taggenau
–- in der kath. Weltkirche „geschah“, bekommt von mir ein Foto mit Montini drauf (bei Angabe der Anschrift
an meine, die „online“ leicht zu finden ist). „Simple comme un enfant, gravis la côte!“
#62 Athanasius 22:55:09 | Freitag, 2. September 2005
___ Otterbeck, Bist ein Konzilslyriker. Und vergötzt in der Tat die nachkonziliaren Päpste. Und wenn
Du die neuen Hochgebete glorifiziert, belästerst Du zugleich Pius XII. und Mediator Dei. Das solltest
mal lesen. Aber leb’ ruhig weiter in Deiner Illusionswelt. die durch seine Endredaktion gingen, Glaubst
des, Otterbeck? Das war doch Msgr. Bugnini mit seiner Kommission. Da dran hat Paul VI. nicht mitgearbeitet.
___________ Wie naiv und dumm können Leute sein. Otterbeck ist sicherlich der Konzilsgeneration (nato
1925-40), kein Spezialist, niemals Jugendlicher.
#61 Dr. Otterbeck 12:34:27 | Freitag, 2. September 2005
Liebe Historiker, zunächst einmal Dank an Marcel, dass er offenbar erstmals präzise ausspricht, dass
er den lebendigen Gott mit dem Augenblick des gegenwärtiggesetzten Messopfers „totalidentifiziert“; an
dem Punkt wäre weiter zu räsonnieren. Als erste Hilfeempfehle ich die Predigt BXVI vom 21.08. Vielleicht
neige ich momentan ein bisschen zur Montini-Vergötzung, zugegeben, aber doch als bewusstes Gegengewicht
gegen die Verfemung eines der mutigsten, klügsten und –- on the long run –- segensreichsten Pontifikate
seit Leo IX. On verra! Wer des Italienischen mächtig ist, sollte am besten täglich unter www.vatican.va
etwas von Paul VI lesen; seine präzise Sprache hat Wojtyla quantitativ und poetisch übertroffen, aber
nicht qualitiativ. Und wer die vier Hochgebete von 1967/69 bewusst betet, die durch seine Endredaktion
gingen, kann nur danken, dass damals keine Schwätzer amtierten, die uns –- zum Glück bislang noch kaum
auf römischer Ebene –- ihre Poesiealben öffnen, und die Elaborate daraus dann als „Gebete“ verwerten.
Gegen solche Kreativität wehrt sich die Tradition mit vollem Recht.
#60 Marcel 21:32:11 | Donnerstag, 1. September 2005
Enten Vermutlich eine Ente der weltlichen Presse im Ökumenismus-Taumel? Oder ist mit den genannten „Vatican
sources“ der Vatikangärtner gemeint? Verweis gefunden auf „The Remnant“ www.remnantnewspaper.com/…
Times Online, UK : www.timesonline.co.uk/…09-1754891_1,00.html August 29, 2005 Pope opens talks with
Latin Mass renegades From Richard Owen in Rome POPE BENEDICT XVI, who reached out to Muslims and Jews
last week on his first trip to his native Germany since his election, is preparing to mend an enduring
schism within the Roman Catholic Church. Vatican sources say that the Pope is planning to lift the excommunication
of a group of renegade ultra-traditionalists by his predecessor, John Paul II, 17 years ago. {…}
#59 Pelagius 21:04:48 | Donnerstag, 1. September 2005
@ Stimme Werte Stimme, warum denn gleich so gereizt? Fragen wird man doch dürfen. Und was spricht denn
dagegen, in die Werbung auch die Priesterbruderschaft St. Pius X. aufzunehmen? Ich verstehe Ihre Probleme
damit nicht ganz. Vielleicht deshalb, weil ich selbst keine damit habe?
@ Pelagius: Warum beschränken Sie sich nicht auf die offiziellen V2-Kirchen-Seiten? Dort bleibt auf Kirchensteuer-finanzierten
Webseiten die FSSPX sicherlich außen vor oder gibt es nur Desinformation à la „Schisma der FSSPX“. Wenn
Ihnen das lieber ist, können Sie ja kreuz.net zukünftig meiden und sich mit den mehr oder weniger „glaubenstreuen“
offiziellen V2-Kircheninformationen befassen…
#57 Pelagius 16:52:13 | Donnerstag, 1. September 2005
Warum eigentlich… … bietet kreuz.net der Priesterbruderschaft St. Pius X. keinen Platz in der Werbespalte.
Wäre doch passend. Oder ist man der Meinung, unzähligen Verweise auf Seiten der Bruderschaft in Artikeln
und Lesermeinungen seien der Werbung schon genug?
#56 Marcel 16:04:52 | Donnerstag, 1. September 2005
Einheit in Wahrheit Gotthard schrieb: dieser Herr soll sich um seinen Laden kümmern… was kümmert ihn
die Kurie? Mit der will er doch nichts zu tun haben… Falls Sie schon volljährig sind, bitte ich Sie
herzlich, einmal folgenden beiden offenen Briefe des Brief Erzbischof Lefebvre an den Papst zu lesen:
1.) diesen von 1974 www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=211 2.) diesen von 1983 www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=186
Sie müssen dem Inhalt nicht zustimmen, aber zur Kenntnis nehmen. Falls Sie den Inhalt verstandesmäßig
erfassen, werden Sie endlich verstehen, was das Anliegen der Priesterbruderschaft St. Pius X. ist: Der
katholischen FSSPX liegt alles an der vollen Einheit mit Rom in der Wahrheit, aber nicht auf Kosten der
Wahrheit. (Leider zu schwer erkennbar für die liberalen V.II-Katholiken.) In der Beurteilung des Artikels
der Tagespost (TP) stimme ich ganz mit der Traditionsstimme überein: kein großer Wurf und arg dotiert
mit unzähligen Unwahrheiten, wie üblich in der nachkonziliaren Kirchenzeit. In Anbetracht der vielen
miesen Kommentare in völlig weltlichen Medien muß man aber wohl schon froh sein, daß einem in der TP
die Gehässigkeiten nicht „nur so um die Ohren“ flogen. Glücklicherweise liegt die Lösung der Kirchenkrise
in Gottes Hand: er bestimmt, wann Rom zum ganzen katholischen Glauben zurückkehrt. Dann ist das „Problem“
mit der FSSPX ebenfalls gelöst, weil nicht sie das Problem ist.
@ Ignatius: Cobra übernimmt! Hier noch der Link direkt zum Artikel in der Tagespost: „Stufenweise und
in vernünftigen Zeiten“Papst Benedikt XVI. und der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X.
sprachen über die Einheit der Lefèbvrianer mit Rom www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=16956
So positiv finde ich den Artikel allerdings nicht. Es werden einige Irrtümer verbreitet, so über den
Begriff der Tradition, den Zweck der Comission Ecclesia Dei, sowieso die Wiedergabe des problematischen
motu proprio, die Bezeichnung der Gespräche als in gewisser Weise „ökumenisch“, die Behauptung von dem
„vollzogenen Schisma.“ Unverfroren überhaupt die Bezeichnung von Anhängern oder Mitgliedern der FSSPX
als „Lefèbvrianer“. Mit größerem Recht der gleichen Berechtigung könnte man die V2-Anhänger als „Assisianer“
bezeichnen. Diese setzt begrifflich keinen (nicht existierenden) Personenkult wie „Lefèbvrianer“ voraus
und weist auf die in der V2-Kirche herrschenden Irrlehren hin. Interessant immerhin die Wiedergabe folgenden
Zitates S.Ex. Bischof Fellay: „Der moderne Mensch lebt, ohne sich darum zu kümmern, was die Wahrheit
oder das Gute ist“, so Fellay. „Was wird der Papst tun können? Was wird er tun wollen? Die Ernennung
von Msgr. Levada, Erzbischof von San Francisco, zum Präfekten der Glaubenskongregation, lässt ein Desaster
vorhersehen.“ Ich teile die Einschätzung von Bischof Fellay.
#52 Pelagius 15:05:29 | Donnerstag, 1. September 2005
@ Dr. Otterbeck „M.L. steht Foucault näher als Foucauld.“ Aber Herr Dr. Otterbeck! Das ist dann doch
ein wenig weit hergeholt: Martin Luther mit Foucault zu vergleichen…
#51 Ignatius 14:26:39 | Donnerstag, 1. September 2005
Tagepost : Fsspx eine nicht zu vernachlässigende Realität Lest doch bitte mal das da auch noch (warum
muss ich das jetzt machen, liebe Traditionalistenfreunde?? „Cobra, übernehmen Sie!“) „In ihrer heutigen
Ausgabe (Donnerstag, 1. Sept.) bezeichnet die Deutsche Tagespost die Priesterbruderschaft als eine „nicht
zu vernachlässigende Realität“. Der halbseitige Artikel mit drei Farbbildern gilt der Berichterstattung
über die augenblicklichen Gespräche mit Rom.“ … hier auf der Fsspx-Seite www.fsspx.info/news/news.php?show=190
Netter Schluss der Tagespost: „Die Bruderschaft und die von ihr betreuten Gläubigen stellen somit eine
nicht zu vernachlässigende Realität dar, deren Besorgnissen Gehör geleistet wird.“ Dass wir real sind,
wusste ich zwar schon. Dass unseren Besorgnissen nicht nur Gehör geschenkt sondern geleistet wird, tja,
das wusste ich noch nicht: mal sehen, gelle. (Wer leistet Gehör? Doch hoffentlich der Papst, und nicht
irgendein Fuzzy?)
#50 Marcel 09:59:37 | Donnerstag, 1. September 2005
Wo sind sie geblieben, die Früchtchen? Otterbeck schrieb: In diesem Rahmen wäre ein angemessener Raum
für die Tradition möglich, aber eben nicht für das kaputte Tradi-Weltbild, das einen postmodernen Flickenteppich
von Zitaten aus der Tradition versammelt, aber eben keine Fühlungnahme mit dem Wort des lebendigen Gottes
wünscht. Imponiert evtl. den Geschichts- und Traditionslosen, die sich mit der Luther-„Messe“ Pauls VI.
abspeisen lassen (müssen) im wörtlichen Sinn. Woche für Woche dürfen wir Traditionskatholiken in der
hl. Messe aller Zeiten auf geheimnisvolle Weise auf engeste denkbare „Fühlungnahme“ mit dem Wort des
lebendigen Gottes „gehen“: wenn der Herr unter unser Dach eingeht. Genügte Ihnen das nicht? Deswegen
die Luther-„Messe“? Deswegen die Anbiederung an die Welt, die des Satan ist? Damit man Ihre Rede nachvollziehen
kann: erzählen Sie uns mehr über die schönen neuen Kleider der V.II-Kirche seit dem „neuen geistlichen
Pfingsten“. Wo, wann und wie gehen denn heute die säkularisierten Katholiken oder die Ungläubigen auf
stärkere „Fühlungnahme“ mit dem Wort des lebendigen Gottes? Wie hat die V.II-Kirche durch ihre Anpassung
an die Welt und mit ihrem Neuen Evangelium die Welt christlicher gemacht als die alte Kirche ohne Anpassung
an die Welt mit dem „alten“ und ewigen Evangelium? In Taizé? In Asissi? In Moskau? Wo sind die Früchte?
Wo ist der Glauben der V.II-Kirche? Wo ist die Bekehrung der Völker, wo die Mission? Erzählen Sie bitte,
ich lausche gespannt.
Dr. Otterbeck: Typisch dialektisch! Zitat: dass jede Regelung in der Liturgie auf einer gesunden Überlieferung
beruhen müsse. In Wirklichkeit hat der NOM weder mit der Überlieferung noch gar mit einer „gesunden
Überlieferung“ zu tun. Am allerwenigsten „jede Regelung“ des NOM! Lachhaft! Mit Ihrer Paul VI.-Vergötzung
tun Sie weder der Hl. Kirche noch sich selbst etwas Gutes!
#48 Dr. Otterbeck 09:10:39 | Donnerstag, 1. September 2005
Antikriegstag Wäre ein Friedensschluss mit den Tradi möglich gewesen, wenn nicht ein Konzil, sondern
Montini als Papst Pius XIII. (der er geworden wäre, hätte ihn Pacelli zum Kardinal erhoben) die Liturgiereform
im Alleingang verfügt hätte? Er hätte sie durchgeführt, genau in den Grenzen, die seine Ansprache
an das liturg. Consilium vom 13.10.1966 umreißt; unter www.vatican.va, Paul VI, Ansprachen. Einheit der
lex credendi und der lex orandi; und auch de Saventhem formulierte schon 1968, dass Gehorsam gegenüber
dem Papst erforderlich sei. Im Ap. Schreiben zur Eröffnung des Glaubensjahres am 22.02.1967 verlangte
dieser, dass jede Regelung in der Liturgie auf einer gesunden Überlieferung beruhen müsse. Also kein
Vorrang für die „Kreativität“. In diesem Rahmen wäre ein angemessener Raum für die Tradition möglich,
aber eben nicht für das kaputte Tradi-Weltbild, das einen postmodernen Flickenteppich von Zitaten aus
der Tradition versammelt, aber eben keine Fühlungnahme mit dem Wort des lebendigen Gottes wünscht. M.L.
steht Foucault näher als Foucauld.
@ Ignatius Die Tatsache, dass es auch noch andere „nicht schöne“ Sachen gibt, ändert nichts. Ich glaube,
es wäre falsch verstandene Tradition, wenn man das Vokabular lang vergangener Zeiten wieder auspackn
würde *gg*. Manchmal gings schon deftig zu im deutschen Sprachraum…heute wärs ein Fall für den Staatsanwalt.
Benedikt: Ich kann Ihr Wehklagen nicht nachvollziehen! Sie sollten sich lieber über Falschübersetzungen,
Irrtümer und Lügen der offiziellen V2-Kirche beklagen, zum Beispiel die Lüge im Hochgebet, das Blut
Christi wäre „für alle“ vergossen worden. Die Falschübersetzung der Bibel (Einheizübersetzung – mit
„z“), des KKK (deswegen jetzt eine Korrekturausgabe erschienen), die Fehler in päpstlichen Dokumenten
vor allem unter JoPaII (teilw. sogar offiziell zugestanden – durch Veröffentlichung einer anderen Fassung
in der AAS), die Kasperliaden der V2-Kirche vor, am und nach dem WJT in Köln; die katastrophale Personalauswahl
(bis heute: siehe Erzbischof Levada als Präfekt der Glaubenskongregation); den irrsinnigen Partikelverlust
bei V2-Messen und und und. Und da regen Sie sich über die Forderung nach der Demission Bischof Lehmanns
als Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, die sowieso schon sogar von Roma aus beschlossene Sache
ist. Dies, obwohl ein Rücktritt seit Jahrzehnten fällig wäre und das nicht nur von Lehmann, sondern
auch allen anderen deutschen Bischöfen! P. Pfluger hat nicht einmal den Rücktritt Lehmanns als Bischof
von Mainz gefordert! Was haben Sie für Prioritäten? Leben Sie am Mond? Oder leben Sie nur wieder Ihre
Anti-FSSPX-Ideologie aus unter irgendwelchen Vorwänden?
Oje Auch wenn es keine schöne Sache ist, so über einen Kardinal herzuziehen Ich sage dir nun mal, was
„keine schöne Sache“ ist: dass dieser … „Kardinal“ … zigtausende von Seelen in den Abgrund führt!
Seit Jahrzehnten. Ungehindert von den Kirchenoberen! Ach was ungehindert, sogar noch zum Bischof und Kardinal
erhoben hamm’ se ihn, damit er ja noch mehr Seelen in die Hölle stürzen kann. Die Seelen müssen in
den Vordergrund rücken, es hat in der Kirche einzig um die Seelen zu gehen! Du bist doch auch ein Anhänger
der Tradition, tu mir doch bitteschön mal den Gefallen und krame die guten mittelalterlichen Heiligen
heraus, die ihre veirrten Kirchenfürsten mit Worten bedachten, wogegen sich meine (oder des Paters) Worte
wie eine Lobhudelei ausmalen. Wir Weicheicher in den Spassgesellschaften sind leider nicht mehr gewohnt,
ein klares Ja und Nein zu reden, nur noch Blabla. Hm! Hätten wir nur unsere Hl. Inquisition behalten,
dann wäre die Lehre rein geblieben und somit unsere Seelen und somit unsere Gesellschaft.
@ Irenäus, Ignatius Ich sagte ja bereits, dass es hier nicht um eine Bewertung des Kardinals geht. Im
übrigen wusste ich bisher nicht, dass er exkommunziert wurde… vielleicht hat Ignatius dafür ja einen
Link . Ich finde einfach, dass sich so ein Verhalten unter Amtsträgern in der Öffentlichkeit einfach
nicht gehört, vor allem nicht, wenn der eine ein Priester und der andere Kardinal ist. Pater Pfluger
kann Lehmann ja einen Brief schreiben. Ich würde es bedauern, wenn eine Rückkehr der FSSPX in die Kirche
damit einhergehen würde, dass man sich von da an jeder – einschließlich des Episkopats – erzählen lassen
muss, was man ihrer Meinung nach für ein lausiger Christenmensch ist. Es ist einfach unhöflich, wenn
man derart selbstgerecht und ad hominem argumentiert. Eine deutliche Botschaft was die Missstände angeht –
das ist gut! Jeder, der betroffen ist, wird sich angesprochen fühlen. Alles andere führt nur zu einer
zänkischen Kirche, wie man sie aus Österreich kennt. Sinnlos, mutlos, hoffnungslos
Ergänzung Auch wenn es keine schöne Sache ist, so über einen Kardinal herzuziehen, stellt sich die
Frage, was ihm das Recht gibt, öffentlich (!) ein lehramtliches Dokument als Betriebsunfall zu bezeichnen
und öffentlich de facto Dogmen zu leugen (Absage an eine Rückkehrökumene). Im Vergleich dazu ist Pflugers
Aussage nur eine Lappalie.
@ Bene Ein Priester einer Bruderschaft hat nicht darüber zu fabulieren, was wäre wenn etwas mit einem
KARDINAL der römischen Kirche passiert. Wieso, weil du dem Priester der Bruderschaft weisungsbefugt bist?
:) Wie man eine Demission auch immer beurteilt – solche Wünsche sollte man aus der Öffentlichkeit fernhalten,
da sie einem einfachen Priester gegenüber einem Kardinal nicht zustehen. Nun ja der Kardinal ist ja ein
Häretiker, Atheist oder beides, und dadurch selber exkommuniziert. Er hat also weder dir noch mir was
zu sagen geschweige denn einem Pater der Bruderschaft, die ihm sowieso nicht untersteht. Wenn die Synodenkirche
funktionieren würde, wäre Lehmann Pfarrei-Haushälter auf einer schottischen Schafsinsel. Überhaupt
sollte man solche Dinge den zuständigen Stellen überlassen. Du meinst den römischen Stellen? Guter
Witz, denn die tun ja nix mehr seit der Räubersynode! Vielmehr handelt es sich hier um eine gezielte
Provokation. Nene, das was Lehmann schon immer von sich gab, das ist Provokation. Ich weiss jetzt nicht,
ob du da auch immer aufgeschrien hast wie hier, aber ich denke mal eher nicht. Würde Lehmann zB die Demission
Meisners fordern, dann möchte ich gar nicht wissen, was sich hier für ein Sturm entwickeln würde. Wenn
der Pater Pfluger die Demission eines seiner Bischöfe fordern würde, dann dürftest du dich zurecht
aufregen. Aber als Katholik ist er ja gehorsam.
@ Ignatius Ein Priester einer Bruderschaft hat nicht darüber zu fabulieren, was wäre wenn etwas mit
einem KARDINAL der römischen Kirche passiert. Wie man eine Demission auch immer beurteilt – solche Wünsche
sollte man aus der Öffentlichkeit fernhalten, da sie einem einfachen Priester gegenüber einem Kardinal
nicht zustehen. Überhaupt sollte man solche Dinge den zuständigen Stellen überlassen. Es ist egal,
was der Pater in privater Umgebung denkt und sagt, in einer öffentlichen Stellungnahme, noch dazu zu
diesem weit beachteten Thema wie der Audienz, hat das nichts zu suchen. Vielmehr handelt es sich hier
um eine gezielte Provokation. Würde Lehmann zB die Demission Meisners fordern, dann möchte ich gar nicht
wissen, was sich hier für ein Sturm entwickeln würde.
Der Spruch geht runter wie Öl Offenbar weiß die FSSPX-Leitung mal wieder mehr als der Rest der Welt.
Wo steht etwas von einer Demission Lehmanns? Na horch mal, werter Bene, der Pater Pfluger wird doch wohl
noch anmerken dürfen, dass es ein guter Tag sein wird, wenn der linke Lehmann endlich geht! Irgendwann
kommt der Tag sicher, hihi. Warum muss der gute Pater Pfluger dauernd Öl ins Feuer gießen? Öl? Der
spricht doch nur aus, was sowieso alle gläubigen Katholiken denken. Mit oder ohne Fsspx. Der Laurentius
hat da sogar ein Sprüchlein drüber gedichtet… ein bisserl ein Schüttelreim, aber egal. Feuer ins
Öl ist es trotzdem nicht. Er soll sich um sein Problem mit Rom kümmern, da hat er weiß Gott genug zu
tun. Eigentlich glaube ich ja eher, dass Rom ein Problem mit der Fsspx hat, nicht die Fsspx mit Rom…
aber da werden wir zwei jetzt hier nicht so richtig einig, was ja auch egal ist eigentlich. Hauptsache
die Kirche kommt wieder in Ordnung!
– Grandios der Schluss des guten Pater Pflugers: „Daß die Verhandlungspartner heute beschlossen haben,
sich von ihrem Weg nicht abbringen zu lassen, ist eine schlechte Botschaft für diejenigen, die ‘vorkonziliar’
als ein Schimpfwort betrachten. Für den lieben Gott und Seine Kirche war es heute hingegen ein guter
Tag. Der nächste gute Tag wird dann die Demission Lehmanns als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz
sein.“ Offenbar weiß die FSSPX-Leitung mal wieder mehr als der Rest der Welt. Wo steht etwas von einer
Demission Lehmanns? Warum muss der gute Pater Pfluger dauernd Öl ins Feuer gießen? Er soll sich um sein
Problem mit Rom kümmern, da hat er weiß Gott genug zu tun.
Ein schlechter Tag für Lehmann – ein guter für die Kirche“ Bevor ihr euch im anderen Thread weiter die
virtuellen Köpfe einschlagt, lest doch bitte mal das da: „Presseerklärung des Deutschen Distrikts zum
Gespräch zwischen dem Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X., Bischof Fellay, mit dem Heiligen
Vater, Papst Benedikt XVI., in Castel Gandolfo am 29. August 2005“ … hier auf der Fsspx-Seite www.fsspx.info/news/news.php?show=189
Grandios der Schluss des guten Pater Pflugers: „Daß die Verhandlungspartner heute beschlossen haben,
sich von ihrem Weg nicht abbringen zu lassen, ist eine schlechte Botschaft für diejenigen, die ‘vorkonziliar’
als ein Schimpfwort betrachten. Für den lieben Gott und Seine Kirche war es heute hingegen ein guter
Tag. Der nächste gute Tag wird dann die Demission Lehmanns als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz
sein.“ Und wie. ) PS: „Stimme aus dem Tradiland“, du hast recht mit dem, was du mir weiter unten über
Hauke, Meju, … geschrieben hast.
Noch einmal „The Angelus“ Treffend zum Thema Balthasar ist auch noch ein kurzer Artikel in der Februar-Ausgabe
2005 von „The Angelus“: The Root of the Matter www.sspx.ca/…uary/Root_Matter.htm. Es wird anhand Balthasars
häretischem Buch „Schleifung der Bastionen: Von der Kirche in Dieser Zeit“ der Umstand behandelt, daß
Balthasar ein entscheidender Wegbereiter des V.II war, auf dem die kirchenzerstörende Revolution bekanntlich
mit der Kirche vermählt wurde. Daß die falsche Privatoffenbarung Adriennes von Speyr, der Balthasar
erlag, dazu beitrag, daß er sich immer stärker von der ewigen Kirche löste, legt Bischof Williamson
in diesem Brief aus dem Jahre 1993 www.sspx.ca/…amson/June4-1993.htm (sehr) kurz dar.
@ Ignatius: Haukes Aufsatz zu Ende lesen! Natürlich drückt sich Prof. Hauke zunächst vorsichtig aus,
er gehört ja zum V2-Establishment. Gegen Ende kommt es aber knüppeldick. In Wirklichkeit führt Prof.
Hauke Hans Urs v. Balthasar als schweren Häretiker und als Hörigen einer falschen „Mystikerin“, Adrienne
v. Speyer vor! Außer Johannes Rothkranz, der bekanntlich einer anderen Richtung (in -oder außerhalb
der Kirche?) angehört, kenne ich keine andere derartige fundamentale Kritik an diesem „Säulenheiligen“
von V2 und Post-V2. Was kath.net betrifft, so sind die Beiträge höchst unterschiedlich. Sehr gute Beiträge
findet man dort z.B. von Don Reto Nay, dem geistl. Betreuer der Amici de Deo. Obwohl fundamental gegen
die falschen „Erscheinungen“ von Medjugorje finde ich auch diese Beiträge – nicht in ihrer conclusio,
sondern in ihrem Inhalt – teilweise sehr interessant. So konnte man von der unverzüglichen „Heiligsprechung“
P. Slavko Barbaric’ nach dessen Tod durch die „Gospa“ ebenso erfahren, wie von den – angeblichen – „Erscheinungen“
der „Gospa“ am 25. Juni 2001 vor hunderten Gläubigen in der Kirche von Medjugorje und überdies davon,
dass bald nach JoPaII. Ableben dieser – angeblich – dem „Sehers“ Ivan „erschienen“ ist. Als Informationsquelle
scheint mir kath.net nicht generell zu verwerfen zu sein. Der Artikel von Prof Hauke ist tatsächlich
ausgezeichnet.
Den Gag kapier’ ich nicht… @Evelin: „hier der ausgezeichnete Aufsatz Auf den Spuren des Origenes – Über
die Größe und Grenze Hans Urs von Balthasars. Ein Beitrag von Professor Manfred Hauke von der Theologischen
Fakultät in Lugano (Schweiz)“ Habe ich die Pointe verpasst oder was ist an diesem Beitrag jetzt nochmal
so ausgezeichnet? Dass Hauke den Balthasar mit Samthandschuhen anfasst, finde ich nicht OK, weil Balthasar
eben neben einzelnen Lichblicken ein Häretiker war, der bis zum bitteren Ende die All-Erlösungs-Irrlehre
verteidigt hat, und das muss man ja schon dazusagen. Du meintest doch gleichzeitig mit dem Link auch,
dass Balthasar auf den guten alten Index gekommen wäre, wenns den noch geben würde… Oder meint Hauke
dies mit den „Grenzen“ des Balthasar und dem nötigen „Antivirusprogramm“? Aber warum redet der Mann nicht
Klartext? Hm…! Aber vielleicht ist das auch der Gag, weil der Artikel auf der Privatoffenbarungsschwipps-Seite
kath.net veröffentlicht wird und Baltasar von den „Amsterdam“- und „Mejdu“-Fans ja nun ständig zitiert
wird. Da darf man auch nicht Klartext reden…
Danke … an Evelin für den WWW-Verweis und die Korrektur meines URLs zum exzellenten Text Bischof Fellays!
Auch ich schätze „The Angelus“ sehr. (Ein langer Text, in der Tat, aber beim Lesen denke ich dann immer,
er könnte noch fünf Mal länger sein, so gut sind die Worte des treuen Apostelnachfolgers. Seltenheitswert
unter Bischöfen in der heutigen Zeit.) Warum der (2. Korrekturverweise) des URL übrigens nicht funktionierte,
lag offenbar daran, daß ich den Verweis in kursive Formatierung setzen wollte, was aber offenbar der
Kreuznet-„Parser“ nicht mochte. Mir gingen HTML- oder meinetwegen BBCode-Steuerkommandos wesentlich leichter
von der Hand. Oder vielleicht brächte ein Vorschau-Knopf schon Abhilfe? Egal, Hauptsache daß… :)
@ Evelin Danke für die Links! Sind beides hervorragende Abhandlungen. Gleichzeitig ist damit die Spannweite
dessen abgesteckt, was noch oder besonders katholisch ist. Vom glaubenstreuen – innerhalb der V2-Strukturen
tätigen – Theologieprofessor bis zum Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X.!
Wie schon ausgeführt: @ Gotthard: Zuerst lesen, dann denken, dann posten – in dieser Reihenfolge. Der
Index wäre gut. Auf diesen kämen die Schriften vieler V2-Periti, von Karl Rahner, von Hans Urs v. Balthasar –
hier der ausgezeichnete Aufsatz Auf den Spuren des Origenes – Über die Größe und Grenze Hans Urs von
Balthasars. Ein Beitrag von Professor Manfred Hauke von der Theologischen Fakultät in Lugano (Schweiz)
kath.net/detail.php?id=11355 von kath.net – Hans Küng und wohl auch das eine oder andere von Joseph Ratzinger –
mindestens müßte er die eine oder andere These im Sinne der katholischen Lehre klarstellen oder widerrufen.
wissen müssen? Warum müssen Katholilken etwas wissen, was ein exkommunizierter Mann geschrieben hat?
In früheren Zeiten kamen solche Schriften auf den Index und das Lesen war streng verboten. Gäbe es doch
diese gute alte Tradition noch!!!!!!!!
Jetzt aber der funktionierende Link zum Aufsatz aus The Angelus! Beim Link muß man im zweiten Schritt
das als Muster angegebene www.kreuz.net weglöschen, weil sonst die hineinkopierte Adresse des Links mit
kreuz.net zusammen ein nicht abrufbare Kombination ergibt. Der Aufsatz von Bischof Fellay vom November
2004 „Was Katholiken wissen müssen“ in The Angelus www.sspx.ca/…cs_Need_Know_pg2.htm ist wirklich sehr
lesenswert. Er ist aber auch ziemlich lange und auf Englisch und sollte man sich dafür Zeit nehmen. Viel
Spaß beim Lesen und Dank an Marcel!
Die „freundlichen“ Exkommunikations-Vorreiter Pardon, URL und Beschreibung waren in meinem Beitrag von
15:35h vertauscht. Der richtige Text Bischof Fellays ist dieser hier: [link]What Catholics need to know[link]www.sspx.ca/…ed_Know_pg2.htm[link]
(The Angelus, November 2004) : {…} There is one more event which I cite to show you what is going on.
A little less than two months ago, five entities under the Ecclesia Dei Commission made a move towards
Rome, towards Cardinal Castrillon Hoyos, and put pressure on him to get Rome to excommunicate us. Of these
five groups, I know four: the Priestly Union of St. John Baptist Mary Vianney [Campos], the Benedictine
Monastery of St. Madeleine of Le Barroux [France], the Fraternity of St. Peter, and the Institute of Christ
the King. They asked Rome to excommunicate us. I know already the answer from Rome, from the Pope, from
his Secretary of State, and from Cardinal Castrillon Hoyos: All of them say, „No, it is not the time.
We want to come to a peaceful situation, so we don’t want to excommunicate the Society of Saint Pius X.“
It is very interesting to see that the Society of St. Peter wants us to be excommunicated. You may wonder
why. I’ll give you some examples. {…} (Hervorhebung durch mich.)
Frühling im Spätsommer Das Treffen des Heiligen Vaters, mit den Oberen der Piusbruderschaft könnte
ein erstes zartes Frühlingspflänzchens für eine Wende in der Kirche sein. Pater Franz Schmidberger
hat sich in vielen seiner Ansprachen, in Zaitzkofen, sehr positiv über Papst Benedikt XVI. geäußert.
Er brachte oft seine Freude über die Wahl Kardinal Ratzingers zum Papst, gegenüber uns Gläubigen, zum
Ausdruck. Unentwegt rief er zum Gebet für den neuen Heiligen Vater auf. Das Bild auf dieser Webseite,
auf dem der Papst und Pater Schmidberger sich die Hände geben, hat mich persönlich sehr gefreut.
#26 MilesChristi 16:53:09 | Dienstag, 30. August 2005
P. Bissig Weiß jemand, was Pater Bissig zur Zeit tut bzw. wo er ist ? Auch wenn ich denke, daß es gute
Priester in der Petrusbruderschaft gibt kann ich die Hetze die von vielen gegen die FSSPX betrieben wird
nur mit Erstaunen und Traurigkeit beobachten. Solche Töne hört man zB vom Institut Christus König weniger,
obwohl Msgr. Walch bereits die Neue Messe konzelebriert hat. Weiß jemand über die Beziehungen zw. dem
Institut Philip Neri und der älteren Indult-Gemeinde in Berlin ?
@Bonaventura: FSSPX, FSSP, Tradition, V.II, … Aber ich denke das auch die Gläubigen die Beweggründe
verstehen sollten warum Pater Bisig und andere sich damals von der FSSPX getrennt haben. Als ehemaliger
FSSP-Unterstützer verstehe ich diese subjektiven Beweggründe. Dennoch bleiben sie objektiv falsch. Erzbischof
Lefebvre lag richtig und P. Bisig falsch: ohne Traditions-Bischöfe keine Tradition. Heute ist das alles
etwas anders als damals, man begegnet heute einander mit mehr Respekt und Verständnis ohne auch nur ein
Jota von seiner Überzeugung abzuweichen. Noch 2004 übte die FSSP Druck auf Rom aus, endlich die FSSPX
zu exkommunizieren. Nachzulesen bei Bischof Fellay: [link]www.sspx.ca/…ow_pg2.htm[link]What Chatolics
need to know[link]. Auf die Gründe des Ansinnens und die FSSP geht der FSSPX-Generalobere in dem Interview
ein. Man kann nicht zugleich der Tradition dienen und sich dem häretischen V.II und allen daraus entsprungenen
Reformen unterwerfen. Diese Zerreißprobe kann auf Dauer nicht funktionieren ohne Selbstbetrug. Generalkapitel
der FSSP ein guter Generaloberer gewählt wird und das Treiben von Pater Devillers endlich ein Ende hat.
Es ist diese Illusion, die ich bemängelte. Wenn der neue Generalobere dem liberalistischen Rom mißfällt,
wird er gespitzt. P. Bisig wurde rechtmäßig gewählt und trotzdem von Rom abgeschossen. In Brüderlicher
Liebe, Bonaventura Danke. In Christus verbunden, Marcel
#24 Bonaventura 13:27:26 | Dienstag, 30. August 2005
Eine kruze Frage @GOTTHARD Können Sie noch etwas anderes als Verleumden und Modernistischen Unfug verzapfen?
Mir scheint diese Frage gerechtfertigt wenn ich Ihre Einträge verfolge. Machen Sie sich doch nicht lächerlich,
und spielen Sie nicht mit Ihrem Seelenheil.
Goesche Dieser Pfarrer Goesche ist eine zwielichtige Person. Während er seinem Heimatbistum gegenüber
offiziell „krank“ war (und bezahlt wurde), hat er als Pius-Bruder in Berlin gewirkt. Anschließend hat
er sich selbständig gemacht mit diesem „Institut“. Ähnlich entstehen in den USA Freikirchen…
Priorate, nicht Seminare (diesmal mit – hoffentlich – korrigierter Formatierung) Kurz, weil 1500: Eifer
{…} Wahrheit {…} Menschenverstand Konsequentes Denken und Handeln beinhaltet keine Preisgabe von Wahrheit
oder Verstand. Ich lasse mich lediglich nicht – mehr – von der Illusion der FSSP täuschen. Die FSSP hat
überhaupt keine Seminare in Frankreich Pardon! Mein Fehler, von Seminaren gesprochen zu haben, wenn P.
Pfluger drei Priorate in Frankreich gesagt hat. Schadenfreude Keine; es ist der Hinweis auf die logische
Entwicklung der FSSP, die Mgr. Lefebvre voraussah: daß die FSSP geschleift werden wird vom modernistischen
Rom. Man sieht es jedes Jahr deutlicher. Ich war derjenige, der es zu spät merkte: erst, als P. Bisig,
den ich übrigens sehr schätzte, von Rom abgeschossen wurde. Die Tradition sollte an einem Strang ziehen.
Sicher! Man sollte sich aber nicht der Illusion hingeben, daß die FSSP als Gesamtwerk die Tradition verteidigt;
sie mußte sie verraten, als sie sich den Häresien des V.II unterwarf. Die Haltung der FSSPX www.sspx.org/articles_index.htm
zur FSSP: „… They are therefore Conciliar Catholics and not traditional Catholics…“ Evtl. unangenehm
zu hören, aber logisch. dass gerade P. N. Pfluger in der eigenen Bruderschaft als sehr Extrem und „scharf“
verschriehen ist. Sagte dies der Bischof oder der Meßdiener? Es zählt P. Pflugers absolute Treue zu
Christus: zur hl. Überlieferung und zum Werk Mgr. Lefebvres.
#21 Bonaventura 12:49:37 | Dienstag, 30. August 2005
@Marcel Ich hoffe Sie verstehen, dass dies kein Angriff auf Sie oder die FSSPX war, nichts würde mir
ferner liegen, zumal ich die FSSPX sehr schätze. Aber ich denke das auch die Gläubigen die Beweggründe
verstehen sollten warum Pater Bisig und andere sich damals von der FSSPX getrennt haben. Heute ist das
alles etwas anders als damals, man begegnet heute einander mit mehr Respekt und Verständnis ohne auch
nur ein Jota von seiner Überzeugung abzuweichen. Manch einem bei der FSSPX wünschte ich das er wüßte
wie treu viele Priester der FSSP dem wahren Glauben sind. Und glauben sie mir, die Spaltungen die es in
der FSSP gibt, gibt es auch in der FSSPX. Beten wir lieber gemeinsam dafür das auf dem nächsten Generalkapitel
der FSSP ein guter Generaloberer gewählt wird und das Treiben von Pater Devillers endlich ein Ende hat.
Ich glaube fest das es auch durch die Hinwendung der FSSP zu Rom bald zu Einigungen und einem Umdenken
in Rom kommen wird. Aber tun wir nicht so als wäre das alleiniger Verdienst der FSSPX. In Brüderlicher
Liebe, Bonaventura
Priorate, nicht Seminare Kurz, weil 1500: Eifer {…} Wahrheit {…} Menschenverstand Konsequentes Denken
und Handeln beinhaltet keine Preisgabe von Wahrheit und Verstand. Ich lasse mich lediglich nicht – mehr –
von der Illusion der FSSP täuschen. Die FSSP hat überhaupt keine Seminare in FrankreichPardon! Mein
Fehler, von Seminaren gesprochen zu haben, wenn P. Pfluger drei Priorate in Frankreich gesagt hat. Schadenfreude
Keine; es ist der Hinweis auf die logische Entwicklung der FSSP, die Mgr. Lefebvre voraussah: daß die
FSSP geschleift werden wird vom modernistischen Rom. Man sieht es jedes Jahr deutlicher. Ich war derjenige,
der es zu spät merkte: erst, als P. Bisig, den ich übrigens sehr schätzte, von Rom abgeschossen wurde.Die
Tradition sollte an einem Strang ziehen.Sicher! Man sollte sich aber nicht der Illusion hingeben, daß
die FSSP als Gesamtwerk die Tradition verteidigt; sie mußte sie verraten, als sie sich den Häresien
des V.II unterwarf. Die Haltung der FSSPX www.sspx.org/articles_index.htm zur FSSP: „… They are therefore
Conciliar Catholics and not traditional Catholics…“ Evtl. unangenehm zu hören, aber logisch.dass gerade
P. N. Pfluger in der eigenen Bruderschaft als sehr Extrem und „scharf“ verschriehen ist. Sagte dies der
Bischof oder der Meßdiener? Es zählt P. Pflugers absolute Treue zu Christus: zur hl. Überlieferung
und zum Werk Mgr. Lefebvres.
#19 Bonaventura 11:42:26 | Dienstag, 30. August 2005
Übernahme von FSSP Seminaren in Frankreich!? @Marcel: Ihren Eifer für die Kirche und auch für die Piusbruderschaft
in allen Ehren, aber man darf dabei weder Wahrheit noch gesunden Menschenverstand preisgeben. Die FSSP
hat überhaupt keine Seminare in Frankreich, auch geht es nicht um Übernahme im Sinne einer Kaperung
durch die Diözese, sondern um Einigungen im Sinne von Traditionalistisch geführten Personalpfarreien.
Auch finde ich die Schadenfreude dich ich glaube bei Ihnen Herauslesen zu können sehr unangebracht. Die
Tradition sollte an einem Strang ziehen. So habe ich es bis jetzt bei den Priestern der FSSP und der FSSPX
kennengelernt. Bitte bedenken Sie auch, dass gerade P. N. Pfluger in der eigenen Bruderschaft als sehr
Extrem und „scharf“ verschriehen ist. (was nichts daran ändert das er ein äusserst sympathischer Mensch
ist) @ GOTTHARD: Was für eine Be- und Verschränkte Sicht der Dinge haben sie eigentlich? Ihre Modernistischen
Verbalergüsse sind ja nicht auszuhalten! Wenn IHNEN an der UNA SANCTA CATHOLICA ET APOSTOLICA ECCLESIA
etwas liegen würde, wie Sie uns hier glauben machen wollen, würden Sie anders reden, dass versichere
ich Ihnen.
@ Toby Sehr interessant das zu lesen. Kannst du ein paar konkrete, damals geäußerte Kritikpunkte an
der neuen Perikopenordnung nennen? (Oder natürlich auch ein anderer, der davon weiß) Danke.
#17 MilesChristi 10:06:56 | Dienstag, 30. August 2005
Institut Philip Neri Danke für die Infos wegen der Situation um P. Göschel. Die Errichtung dieses Instituts
war ja äußerst merkwürdig; gerade ein Institut päpstlichen Rechts für 2,3 Priester ? Das Vorhaben
war klar vom Anfang an, es ging nur darum, der FSSPX Schäden zuzufügen. Es handelt sich also um ein
ein reines Indult für die hauseigene Kapelle des Instituts.
@ palestrina Zum Institut Philip Neri in Berlin: Dieses wurde mit Unterstützung des Ortsbischofs, Cardinal
Sterczinski – oder wie sich der schreibt – gegründet und verfügt über einen „Indult“ für die alte
Messe (dürfte auch eine Ecclesia Dei Gemeinschaft sein) und zwar für die gesamte Erzdiözese Berlin.
Auf Bitten des – schon zu DDR-Zeiten höchst aktiven und verdienstvollen – Vereins „Die Arche“ in Potsdam
wurden seitens des Instituts auch in Potsdam Hl. Messen im überlieferten Ritus angeboten. In kürzester
Zeit untersagte der falsche Ortsbischof diese Hl. Messen. Damit ist klar erwiesen, dass seine Unterstützung
für die Institutsgründung nur der Beschädigung der Priesterbruderschaft St. Pius X. galt. Ansonsten
ist dieser falsche Bankrotteur, der sich Bischof nennt, höchst interessiert, die alte Messe in seiner
Diözese zu unterdrücken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Vorgang nicht zu schweren Verwerfungen
und insbesondere der moralischen Demontage des Institutsleiters, Pfr. Goesche, geführt hat. Denn „durch
die Blume“ heißt das, dass sich das Institut nicht ausbreiten darf. Wozu dann ein Institut und mehrere
Priester? Nur für eine Kapelle in Berlin?
#15 Dr. Otterbeck 09:08:03 | Dienstag, 30. August 2005
Die „Titanic“ ist unsinkbar! Gerade der Glaube an Unfehlbarkeit und Unsinkbarkeit der petrinischen Kirche
befähigt diese zur Reform ohne Preisgabe des depositum fidei. Den Vatikan kurzerhand zur „Titanic“ zu
erklären ist genauso wüst wie in früherer Zeit von der Weltverschwörung gesprochen wurde. Das Hl.
Messopfer würde heute nur noch im Museum besichtigt, anstatt weltweit gefeiert, wenn der Mut zur Liturgiereform
gefehlt hätte. Das aber wäre doch nur im Interesse der „Verschwörer“ gewesen; in nomine Domini musste
die Liturgie neue Horizonte erreichen. Und sie tut es, realpräsent.
Zeit Hier wird versucht, die bekannte Masche von „außerhalb der FSSPX kein Heil“ am Köcheln zu halten
Es gibt Ihre „Masche“ nicht in der FSSPX, wohl aber gibt es die klare Kritik an jenen, die sich aus scheinheiligen
Gründen von der FSSPX gelöst haben: Die Träger des Berliner Institutes nahmen die Gespräche zwischen
der Bruderschaft und Rom {2000/2001} zum Anlaß, sich zu trennen. Sie waren aber nicht die Ursache. Die
Ursache für die Trennung war eine ganz andere. Sie lag in zwischenmenschlichen Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen
mit den Oberen. Da paßte es gut ins Konzept, die Gespräche, in denen die Bruderschaft nicht eine Handbreit
von ihrer Position abgewichen ist, als Vorwand zu nehmen und zu behaupten, es gäbe gar keine Krise mehr.
Das war aber nicht der Grund zur Trennung. Hätte es die obengenannten Schwierigkeiten nicht gegeben,
hätten sich die jetzt von uns Getrennten gar nicht nach Rom gewandt. Die Zeit wird alles in Kürze sowieso
zeigen. Auf P. Pfluger ist allemal Verlaß (was jene, denen er den Kopf waschen mußte, natürlich nicht
so sehen). Arbeiten Sie übrigens für das Institut? Viel interessanter als das Institut, das genug mit
der „Rückendeckung“ des faszinierenden Ortsbischof zu tun hat, ist übrigens die potentielle Übernahme
der FSSP-Seminare in Frankreich durch die modernistische Ortskirche. Also: abwarten, und Tee trinken.
Die Tradition hat alle Zeit der Welt.
#13 palestrina 07:53:59 | Dienstag, 30. August 2005
Institut St. Philipp Neri Es ist falsch, daß in P. Pflugers Interview etwas von der „Selbstauflösung
des Institutes“ steht. Da ist die Rede von dem Institut, „das vor dem baldigen Aus steht“. Beides ist
schlicht Unsinn. Hier wird versucht, die bekannte Masche von „außerhalb der FSSPX kein Heil“ am Köcheln
zu halten, außerdem potentielle Spender für eine, als Konkurrenz empfundene, Gemeinschaft von ihrem
Vorhaben abzubringen. Desweiteren ein Beweis für einen recht freien Umgang mit der Wahrheit, der für
eine traditionalistische Bruderschaft seltsam anmutet. Man brauche sich nur mal vorzustellen, man würde
als Priester in Diensten so einer Bruderschaft beobachten, daß von den Oberen eine Einigung mit Rom mittels
genau derselben Verlogenheit und Desinformation verhindert wird, und das, obwohl man sich danach sehnt,
die Tradition in Einheit mit dem Heiligen Vater leben zu können – da würde ich auch über die Gründung
von etwas Neuem nachdenken. Die Piusbruderschaft ist auf dem besten Weg, den Segen, der auf ihrer historischen
Mission lag, zu verspielen.
#12 Agiafortuni 00:27:24 | Dienstag, 30. August 2005
una sancta catholica et apostolica Wer glaubt, die Konzilskirche sei die una, sancta, catholica et apostolica
irrt sich gewaltig. Anstelle der Konzilsdekrete wäre es klüger die Schriften eines Bellarmins, Cajetans
oder Melchior Canos zu lesen. Dort erfaährt man weitaus mehr über das Katholischsein als in Gaudium
et Spes
Weite Es zeugt von der Weite und der großherzigen Gesinnung und ökumenischen Einstellung unseres Papstes,
diese Abordnung der Pius-Sekte mit dem angeblichen (exkommunizierten) Bischof empfangen zu haben. Diese
Mini-Truppe stellt – laut Interview – schon erstaunliche Forderungen auf. Ich gönne ihnen ihr sektireriesches
Sonderleben … sie sollen nur unsere una, sancta, catholica et apostilica ecclesia in Frienden lassen.
SIE wird durch die Pforten der Unterwelt nicht zerstört werden!!!!!!!!!!!!
Website des Bundes für Liturgie und Gregorianik Die Website des Bundes für Liturgie und Gregorianik,
also der Bonner Indult, ist momentan offline, wird aber wohl in den nächsten Tagen, und somit auch das
Missale Romanum von 1954, wieder erreichbar sein.
Liturgiereformen seit 1951 @ Bonaventura: Was genau meinen Sie, wenn Sie von den Änderungen nach 1954
sprechen? Eine kurze Übersicht über die Liturgieentwicklung seit 1878 erschien als Bericht über einen
Vortrag des traditionalistischen Priester DDr. Gregor Hesse auf kreuz.net www.kreuz.net/article.554.html
Dort findet sich auch die Bestelladresse für Tonkassetten und CDs für den gesamten Vortrag. Die von
mir gemeinten Änderungen der Karwochen- und Osterliturgie fanden schon 1951 statt, waren aber im Misale
von 1954 noch nicht verpflichtend. Die Una Voce D. begründet die Zurverfügungstellung eines Missales
1954 des Bundes für Liturgie und Gregorianik www.nocturnale.de/…iturgie/missale.html damit, dass dieses
noch die frühere Karwochenliturgie (einschließlichder 12 Prophetien des Karsamstags) enthalte. Die Abänderungen
der Karwochen- und Osterliturgie von 1951 enthielten einige – nach Quo Primum eigentlich verbotene – Signifikanzänderungen,
darunter die Ersetzung der Missa Praesanctificatorum (Messe der vorgeheiligten Gaben) durch einen Wortgottesdienst
mit Kommunionspendung am Karfreitag. Eine Übersicht über alle von Papst Pius XII. von 1951 – 1958 genehmigten
Liturgieänderungen ist mir nicht bekannt. Vor allem sind einige davon in Dekretform nach dem Tode Papst
Pius XII. von Papst Johannes XXIII. vorgefunden worden und dann mitsamt weiteren Änderungen des zuletzt
genannten Papstes im Meßbuch 1962 herausgebracht worden.
@ Benedikt Ich halte die neue Perikopenordnung allerdings für durchaus kritikwürdig. Bedenken hat auch
ein gewisser Joseph Ratzinger angemeldet, wenn ich mich recht erinnere, in seinem Buch „Das Fest des Glauben“,
erste Auflage 1981. Ansonsten wieder vollste Zustimmung!
Situation in den Seminaren Ich gebe Benedikt vollkommen recht, man achtet nicht darauf was in den Seminaren
los ist. Ich spreche aus eigener Erfahrung, ich habe ein Diözesanes Seminar verlassen nachdem mir klar
wurde was los ist und das ich nur für die Tradition weitermachen kann. Ich war in Wigratzbad und in Zaitzkofen,
von beiden Seminaren kann ich nur sagen: Wer wirklich ein Priester Jesu Christi werden will, soll in eines
dieser Seminare gehen! (ich möchte jetzt hier keine Bewertung der Unterschiede zwischen FSSPX und FSSP
vornehmen, die einen sorgen sich um die andren habe ich erlebt, mir geht es bei dieser Empfehlung um den
Katholischen Geist in den Priesterseminaren)
Reform der Reform Hielt ich vor nicht ganz so langer Zeit für keine schlechte Idee. Mittlerweile bin
ich skeptischer. Eine Ref. d. Ref. birgt nur die Gefahr der Schaffung eines dritten Ritus’. Wenn schon
Reform, dann sollte man das Missale von 1962 wieder einführen und die Leseordnung aus dem Missale von
1970 integrieren. Das wäre auch mit d. Konzil leicht zu vereinbaren. Man darf gespannt sein…aber auf
kurze Zeit wird sich nichts ändern. Eines darf man nicht vergessen: Die liturg. Probleme, die hier auf
dieser Seite und anderen aufgegriffen werden, sind Probleme, die geschätzt 80 – 90% der Katholiken nicht
bewusst sind. Soll heißen: Es gibt – wie immer man das findet – mE keinen breiten Wunsch in der Kirche,
irgendetwas in der Hinsicht zu ändern. Das war vor dem Konzil anders. Allein die Bekanntgabe wurde damals
weltweit begrüsst, der „Volksaltar“ war da schon in etlichen Kirchen eingeführt. Dieser Enthusiasmus
ist heute nicht auf breiter Ebene vorhanden. Im Gegenteil: Die vom ominösen „Geist des Konzils“ Beseelten
würden die Einführung der alten Messe einfach ablehnen. Wer glaubt von euch, dass ein Priester, der
sich seine eigenen Hochgebete schreibt, sich eine Rückkehr zur Alten Messe vorschreiben lässt? Er kümmert
sich ja nicht mal um die bestehenden Vorschriften! Eine Rückkehr kann daher nur die Frucht einer jahrzehntelangen
Arbeit in der Kirche und insbesondere in den Seminarien sein. Grundsätzlich wird ja viel zu wenig beachtet,
was in den Seminarien geschieht.
Pater Pfluger @ Marcel:Ganz richtig, das Interview ist hervorragend. Interessant die Information über
den Verlust von 3 FSSP-Prioraten in Frankreich und die angeblich bevorstehende Selbstauflösung des Institus
Philip Neri. Wir werden sehen, ob es eintrifft; ich bin da überhaupt nicht schadenfroh, aber der Berliner
Bischof ist dem Institut in den Rücken gefallen, als Pfr. Goesche mit seinen Priestern auf Ersuchen der
Laiengruppe „Die Arche“ Hl. Messen im überlieferten Ritus anbieten wollte, was aber durch Cardinal Sterczinski –
oder wie sich der schreibt – verboten wurde. All das zeigt Bischof Fellay ganz klar, daß es hier nicht
mehr um halbkonservative Schönheitsoperationen geht und daß wir nicht nach Rom gehen, um irgendeine
Prälatur päpstlichen Rechts zu werden, um dann in dem ökumenischen Chor der vielen Religionen mitsingen
zu dürfen. Hervorragend, zugleich sogar witzig ausgedrückt! Es muß nicht jeder Katholik die ultimative
Lösung der Krise aus dem Zylinder seiner eigenen Vorstellungen ziehen, wie dies insbesondere die Sedevakantisten
tun. Auch richtig, könnte allenfalls ein Hinweis darauf sein, das P. Pfluger die Sedisvakantisten als
Katholiken sieht, was man m.A. von Fall zu Fall untersuchen müßte. Sollte Kardinal Ratzinger jedoch
auch als Papst den modernistischen Weg einschlagen (was nach den Akzenten des Weltjugendtages zu befürchten
ist), dann ist unser Weg so klar wie zuvor. Ganz richtig, weiterer Kommentar entbehrlich!
Bitte um Erläuterung @stimme aus dem Tradiland: Was genau meinen Sie wenn Sie von den Änderungen nach
1954 sprechen? Was erachten Sie an den Änderungen die zum Missale von 1962 geführt haben für schlecht ?
Als Freund der Tradition interessiert es mich brennend mich auch in diesen feinen verästelungen weiter
zu bilden. PS: Habe ihnen eine Nachricht zu kommen lassen, freue mich auf Antwort
Father Brown Auch an dieser Stelle mein Dank an die Kreuznet-Redaktion für den wohlwollende Hinweis auf
den Antrittsbesuch des FSSPX-Generaloberen Bischof Fellay mit seinem Assistenten P. Schmidberger bei unserem
Papst Benedikt XVI. Diesesmal war Kreuznet sehr schnell; das im Artikel referenzierte Kurzinterview mit
dem deutschen Distriktoberen P. Plfuger kannte ich noch nicht. Ich halte es für exzellent. Ein weiser
Streiter Gottes – und doch sehr umgänglich. Noch 2004 hätte ich nicht gedacht, daß man einmal so viele
gute Priester „auf einem Haufen“ erleben kann (sicher haben sie auch ihre Fehler, dennoch erstaunlich,
dieser Geist). Wenn unsere Altvorderen uns erzählen (aus der jüngeren Vergangenheit oder über Schriften
aus der älteren), daß das früher, vor der großen Kirchenkrise, sehr häufig so war, kommen wir Jüngeren
doch sehr ins Staunen… Wo leben wir denn! Es wäre gut, in drei von vier Dorfkirchen einen Father Brown
[1] zu haben oder einen Pater Plower… [1] Den Originalen von Chesterton, nicht den Rühmann-Verschnitt.
Wenn schon Reform der Reform, dann gleich Rückkehr zum Missale von 1954 – vor den Bugnini-Reformen Papst
Pius XII. (z.B. Palmsonntag, Karfreitag – Abschaffung der Missa praesanctificatorum, Karsamstag, Osternacht,
mit den ersten Signifikanzänderungen der Hl. Messe entgegen Quo Primum Papst Pius V.). Im übrigen wird
es interessant sein, was die Führung der Priesterbruderschaft St. Pius X. über die Gespräche mit dem
Hl. Vater verlautbaren wird.
Rom nicht reif für die FSSPX? „Die verantwortlichen Autoritäten in der Kirche selber sind zu sehr in
der modernistischen Haltung festgefahren.“ Es war ja zu erwarten… Es liegt jetzt erst einmal an der
Priesterbruderschaft, die Gräben zu schließen. Rom wird nicht und kann auch nicht komplett zum Vetus
Ordo Missae zurückkehren ohne, daß noch mehr Porzellan zerschlagen wird. Es wird folglich auch nur dann
eine Einheit geben, wenn beide Seiten, d.h. auch (und vor allem die Piusbruderschaft) sich zu Kompromissen
bereit zeigt. Der oben zitierte Kommentar Pater N. Pflugers ist in dieser Hinsicht wohl er eine der üblichen
Parolen und zeigt die erforderiche Kompromissbereitschaft nicht. Eine Reform, der Reform? Auch die Piusbruderschaft
weiß, daß das Missale Romanum von 1962 nicht die Messe ist, wie sie immer war. Auch das Missale der
heiligen Papstes Pius V. ist eine revidierte Version eines Messritus (stadtrömisch? römische Kurie?
Sowas in der Art). Eine Reform der Reform auf der Basis des Missale von 1962 wäre zu begrüßen und wenn
im Endeffekt ein Ordo Missale dabei herauskommt, das die wesentlichen Probleme des Missale Pauls VI. aus
der Welt räumt, wäre das zu begrüßen. Ein Generalindult, von dem allerdings auch schon die Rede ist,
wäre da sicherlich das beste. Eine komplette Rückkehr zum vetus Ordo allerdings ist wohl ebenso utopisch
wie eine Rückkehr hinter das Konzil. Inwieweit Rom zu einer Gemeinschaft mit der FSSPX ist, wird sich
also zeigen