Bis vor wenigen Jahren blühte die Kirche in Irland noch. Aufgrund mangelhafter Bischofsernennungen in den letzten Jahrzehnten steckt auch sie jetzt in einer schweren Krise. Ein Gespräch mit dem Erzbischof von Dublin.
(kreuz.net, Dublin) Die irische Onlinezeitung ‘ThePost’ sprach Mitte August mit dem Erzbischof von Dublin,
Mons. Diarmuid Martin (60). Erzbischof Martin ist seit fast zwei Jahren im Amt.
Die Ernennung nach Dublin
war für den früheren vatikanischen Diplomaten – er war zuletzt der Vertreter des Heiligen Stuhls bei
der UNO in Genf – eine große Umstellung.
Die Erzdiözese Dublin umfaßt nominell eine Million Katholiken.
Doch die Zahl derer, die ihren Glauben praktizieren, ist stark im Rückgang begriffen.
Noch vor wenigen
Jahren herrschten in Irland ‘polnische’ Verhältnisse: volle Priesterseminarien und volle Kirchen.
„Heute
gibt es in unserer Erzdiözese Pfarreien, wo 70% der Gläubigen und mehr am Sonntag zur Kirche gehen.
Doch in Außengebieten von Dublin kann die Zahl der praktizierenden Katholiken auf 1% fallen“, erklärt
der Erzbischof.
Die Leute würden sich nach und nach von der Kirche entfernen. Das Problem werde sich
in der Zukunft noch verschärfen.
„Heute berichten Lehrer, daß Kinder in die katholischen Schulen eintreten,
ohne imstande zu sein, das Kreuzzeichen zu machen. Mich beunruhigt die Tatsache, daß die Jugendlichen
manchmal die Schule nach einem intensiven Religionsunterricht verlassen, ohne die Ausbildung bekommen
zu haben, die es ihnen erlaubt, ihren Glauben in einer sich stark verändernden Welt zu leben.“
35% der
Kinder in der Erzdiözese würden gegenwärtig unehelich geboren.
Der Erzbischof sorgt sich auch um die
Qualität der Liturgie.
„Ich würde es mir wünschen, daß man sich mehr um die Qualität der Kirchenmusik
bemüht“, erklärt er:
„Nachdem ich viele Jahre in Italien und in der deutschen Kultur verbracht habe“ –
Erzbischof Martin war Vizerektor des Teutonischen Kollegs in Rom – „bin ich an solide und qualitätsvolle
Musik gewöhnt. Hier liegt diesbezüglich vieles im Argen.“
Es sei auch notwendig, die Qualität der
Predigten zu verbessern.
Verschiedene Kirchen der Erzdiözese werden Immigraten zur Verfügung gestellt.
In Dublin gibt es jeden Sonntag zwei polnische Messen, die beide sehr gut besucht sind. Es gibt auch
eine litauische Gemeinschaft.
Die Ukrainer versammeln sich in der Pro-Kathedrale.
Ausländer seien auch
erfolgreich in das katholische Schulsystem integriert worden.
„In den Schulen von Norddublin gibt es
Kinder aus 104 verschiedenen Ländern und 20 verschiedenen religiösen Bekenntnissen. In einer bestimmten
Schule sind 45% der Kinder keine Iren.“
Nichtkatholische Kinder würden nicht gezwungen, am Religionsunterricht
teilzunehmen.
Auch mit Moslems seien die Kontakte gut:
„Ich habe keine Probleme mit dem muslimischen
Kopftuch in einer katholischen Schule – wie ich auch keine Schwierigkeit mit dem Schleier der Schwestern
oder dem Kleid der Priester habe.“
In der Erzdiözese Dublin gab es – nach Angaben von Erzbischof Martin –
67 Anschuldigungen von sexuellen Mißbräuchen durch Priester. Das betrifft ein Total von 1.500 Priestern,
die seit dem Jahr 1954 in Dublin gewirkt haben.
„Ich werde dafür kritisiert, diese Zahl anzugeben, denn
einige dieser Beschuldigungen sind umstritten, zweifelhaft, oder eindeutig falsch.“
Seit 1996 habe es
keine neuen Anklagen gegeben.
Die Erzdiözese habe sich dem Schutz der Kinder verpflichtet. Ein neuralgischer
Punkt seien die Beichtzimmer. Man sei gegenwärtig damit beschäftigt, dort schallundurchlässige Glastüren
einzubauen.
Diese Maßnahme würde nicht nur die Kinder, sondern auch die Priester schützen.
Die ausbezahlten
Schmerzensgelder für Mißbrauchsopfer dürfte ungefähr 10 Millionen Euro betragen. Eine Million habe
die Erzdiözese alleine für die Einrichtung eines Kinderschutzdienstes ausgegeben.
Das Hauptproblem
der Erzdiözese sei aber der Priestermangel:
„Ich habe genau einen Priester unter 30 und sein dreißigster
Geburtstag naht. Die Mehrheit der Priester ist über 60 Jahre alt.“
Noch vor wenigen Jahren gab es in
Dublin so viele Berufungen, daß die Stadt ein eigenes Missionsseminar besaß. Die dort geweihten Weltpriester
wurden für den Auslandeinsatz vorbereitet.
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92 Lesermeinungen
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kreuz net weiß schon warum es seine server in texas unterstellt in einem land in dem verhetzung strafbar
ist, ist so ein forum nicht zu hosten. schöne Ostergeschichte… … oh herr, wirf hirn vom himmel…
#101 Ignatius 17:14:42 | Mittwoch, 14. September 2005
Nope @Antifatante Yersina Ignatius, Du schreibst Unsinn, lassen wir es dabei bewenden, ok? Nö, tue ich
nicht und tue ich nicht. Wenn du beurteilen wollen würdest, dass ich Unsinn schreiben täte, würdest
du sinniger sein müssen als ich, und das biste nicht, selbst wenn du dir das per Spieglein, Spieglein,
an der Wand, jeden Tag einreden tätest. Falls du mir folgen kannst… Nein? Dann: setzen, sechs. Nächster
Backfisch.
#99 Ignatius 07:45:47 | Samstag, 10. September 2005
@Antifa-Yersina … www.idgr.de … – generell kann es manchmal nur verwundern, welche Geister auf kreuz.net
unterwegs sind Mit dir so Polit-Tanten, die geistig überfordert sind, die „Kurze Erzählung vom Antichtrist“
aus dem Jahr 1900 von Wladimir Solowjew auf die heurige Zeit zu übertragen. Euer Niveau erschöpft sich
darin, die geliebte Faschismuskeule zu schwingen… (Hitler = Ersatz für den Teufel, an den man nicht
glaubt) Jeder Katholik wird von euch Kirchenfeinden früher oder später als Nazi denunziert und dass
Romig für Msgr. Krenn arbeitete, macht ihn zudem noch sehr verdächtig. Unser guter Papst Pius XII. ging
uns diesen Leidensweg voraus. www.catholicleague.org/pius/framemain.htm Verstehst nicht, dass Katholiken
im Gegensatz zu dir nicht (menschen-) obrigkeitshörig sind. Vielleicht fallen deine Antifa-Kaffee-Tanten
beim Nennen einer linksextremen Hetz-Seite auf die Knie, aber wir Katholiken nur vor Christus. IDGR wird
herausgegeben von der altbekannten Zionismus-Tante Margret Chatwin, deren Deutschenhass ins Guiness Buch
der Rekorde gehört und die den Nazi-Bogen vom linken Flügel der CDU bis zu den braunsten NPD-Genossen
überspannt, dass jeder Antifa-Kindergärtler glaubt, wir würden uns im Vierten Reich befinden. Kürzer
heisst ihr „Urteil“: Alle Deutschsprachigen rechts der rotgrünen Kommunisten sind Rechtsextremisten.
Nochmal an die Freunde von der Fsspx: euer Engagement und Missionsdrang in Ehren, aber das hier ist Perlen
vor die Säue schmeissen!
#97 Brandenburgis 21:25:28 | Dienstag, 6. September 2005
Senator Auguste Pinochet @Evelin Nun, das ist sonnenklar. Allende hatte Chile in den Staatsnotstand hineingeführt
und den Versuch unternommen, aus einem blühenden Land eine menschenverachtende kommunistische Diktatur
zu machen und die (relative) Freiheit zu beseitigen. Dies ist nicht nur eine objektive Tatsache, dies
hat auch das chilenische Parlament selbst festgestellt. Pinochet handelte also nicht nur als Nothelfer
im Staatsnotstand, er handelte auch beauftragt durch den chilenischen Souverän, letztlich im Auftrag
des chilenischen Volkes, das sich in einer furchtbaren Gefahrensituation befand. Allende war es bereits
gelungen, die meisten Hemmnisse zum vollen Machterwerb zu beseitigen, das Handeln der Armee war die tatsächlich
letztmögliche rettende Tat, die den Bestand von Freiheit und Gerechtigkeit für Chile gewährleistete
und den Staat rettete. Ich darf noch anmerken, daß Deutschland, Österreich und die ganze Welt sehr glücklich
gewesen wäre, hätte es 1933 in Deutschland einen Mann wie Pinochet gegeben, der Freiheit und Staat gegen
die sich etablierende NS-Diktatur gerettet hätte. Hier weigerten sich leider gerade die linken parlamentarischen
Kräfte wie die SPD die extremistischen Parteien durch die Reichswehr ausschalten zu lassen.
Wladimir Solowjew, „Kurze Erzählung vom Antichtrist“, 1900 Diesen prophetisch anmutenden Roman über
die zukünftigen „Vereinigten Staaten von Europa“ unter dem Banner des Antichrist faßte Univ.-Dozent
Dr. Friedrich Romig 2004 in einem kurzen Artikel zusammen und deutete in sehr kenntnisreich auf die heutige
Situation um. Sein Artikel heißt „Mit dem Teufel im Bunde“ und ist hier im Internet verfügbar www.jf-archiv.de/archiv04/164yy33.htm.
Dr. Romig lehrte Politische Ökonomie in Wien, Graz und Aachen. Er war Mitglied der Europakommission der
Österreichen Bischofskonferenz und Europaberater von Bischof Krenn (St. Pölten). Er veröffentlicht
regelmäßig fundierte Artikel in verscheidenen Zeitungen und Magazinen, vor allem zu wirtschaftlichen
und politischen Themenbereichen, in Einheit mit der katholischen Lehre.
Pro Fide Catholica @ hcr, Dr. Peter Enderfers, Sünder: Die Literatur von Manfred Adler kann man sicherlich
empfehlen. Es ist ja schon bezeichnend, dass ein Mann wie Hw. Manfred Adler, der kürzlich verstorben
ist (ein sehr interessanter Bericht ist auch auf kreuz.net erschienen), der nicht einmal ein Traditionalist
im hier gebrauchten Sinne war (er dürfte bis zum Ende seiner Tage die NOM-Messe gelesen haben), seine
Anti-Freimaurerliteratur in einem sedisvakantistischen Verlag, dem Anton A. Schmid Verlag, Durrach, publizieren
mußte. In offiziellen katholischen Verlagen hätte er keine Chance gehabt. Ob man Literatur von Johannes
Rothkranz in gleicher Weise empfehlen kann, würde ich mich selbst nicht getrauen zu sagen. Wenn hcr die
Bücher gelesen hat, dann wird es schon einigermaßen passen. „Pro Fide catholica“: Hier das Urteil des
deutschen Bundesgerichtshofes I ZR 92/02 vom 2. Dezember 2004 …ww.rechtsanwaltmoebius.de/…l/bgh_katholisch.htm,
in welchem der deutsche Bundesgerichtshof ausführt, dass der Begriff „katholisch“ oder „catholica“ nicht
gesetzlich geschützt sei. Geschützt sei der Begriff „Katholische Kirche“. Zur AIDS-Geschichte: M.A.
nach kann man nicht bestreiten, dass es ein Krankheitsbild der Immunschwäche gibt, an welcher Krankheit
Millionen Menschen erkrankt sind. Allenfalls ist aber die Ursache der Erkrankung nicht klar.
@_______ Über das und die Freimaurer muß ich einfach mehr erfahren. Ich empfehle: von Manfred Adler
1. Die antichristliche Revolution 2. Kirche und Loge 3. Die Söhne der Finsternis / 2. Teil / Weltmacht
Zionismus 4. Die Söhne der Finsternis / 3. Teil / Theologische Finsternis – erschienen im Miriam Verlag !
–-------------------------------------------------- von Johannes Rothkranz „ Die kommende Diktatur der
Humanität „ oder „Die Herrschaft des Antichristen“ Band 1: Die geplante Weltdiktatur in der „City of
Man“ Band 2: Die Weltherrscher der Finsternis in Aktion Band 3: Die vereinten Religionen der Welt im antichristlichen
Weltstaat – erschienen im Pro Fide Catholica Verlag ! Ob die sich noch so nennen dürfen, weiss ich nicht.
Es gab da einen Rechtsstreit mit der römisch katholischen Kirche Deutschlands ) ! –--------------------------------------------------
Passend auch „Kurze Erzählung vom Antichrist „ / von Wladimir Solowjew – erschienen im Erich Wewel Verlag
„ Der Antichrist „ / von Prof. Franz Spirago – erschienen im Pro Fide Catholica Verlag !
An „Elendester Sünder“ (Tiefen Respekt für diese demütige Selbstbezeichnung!!!)) Ach du liebe Güte!
Was heißt das denn konkret? Gibt es diese Seuche gar nicht oder benutzt man irgendeine Seuche um sozusagen
Politik pro Verhütung usw. zu machen? Das klänge plausibel. Herrlich! Sie machen alle aus mir noch einen
Verschwörungstheoretiker, aber Spaß beiseite: Über das und die Freimaurer muß ich einfach mehr erfahren.
Ich kenne auch eine Männer, denen man nachsagt, sie engagierten sich im Lions-Club. Die Frage ist, wer
noch alles und mit welchem Ziel und was bedeutet es, wie ich in einem anderen Artikel auf Kreuz.Net lesen
konnte, daß Joseph Ratzinger ein Rotarier ist
@Evelin Der eine mit der Macht wird schon noch kommen: Der Antichrist, ein Mensch, den man als Stellvertreter
Satans ansprechen kann. Also die Menschwerdung Satans, ähnlich wie es der Konvertit Robert Hugh Benson
in seinem Buch „Der Herr der Welt „ beschrieben hat.
An Evelin und Eld. Sünder Ich bin empört! Davon habe ich noch nicht gehört, aber ich hielte das keineswegs
für abwegig. Daß die Europäische Union nicht katholisch ist, haben wir ja im Fall Buttiglione sehen
müssen. Wo kann man mehr über solche offenbar unter Verschluß gehaltenen Skandale erfahren? Ich finde
es mutig, daß Sie sowas ansprechen. Was ist mit HIV-Lüge genau gemeint? MFG, PE, 4.IX.
zur „Abwechslung“ über die Freimaurer und die UNO @ Gotthard, hcr: Der eine mit der Macht wird schon
noch kommen: Der Antichrist, ein Mensch, den man als Stellvertreter Satans ansprechen kann. @ Dr. Peter
Enderfers: Rotary, Lions Club, Kiwanis, Schlaraffia: Alles Vorfeldorganisationen und Keilboden für die
Freimaurer. Die Freimaurer und die UNO: Dauerthema von Kofi Annan abwärts: Wie kann man allen Staaten
Verhütung und Abtreibung aufs Aug’ drücken. In Mexiko haben die UNO-Leute (WHO, UNESCO) Mädchen mit
präparierten Impfungen unfruchtbar gemacht. Auf den Philippinen haben die selben Leute bei angeblich
„gynäkologischen Untersuchungen“ den Frauen Kupferspiralen – ohne deren Kenntnis – eingesetzt: Manche
hatten dann schwere Unterleibsentzündungen, einige sind gestorben, andere unfruchtbar geworden. Die Ein-Kind-Politik
Chinas mit Zwangsabtreibungen ab dem dritten Kind wird von der UNO unterstützt. An den Früchten werdet
Ihr sie erkennen! Wer glaubt, die UNO sei eine Friedensoganisation, der verwechselt vermutlich Frieden
mit Friedhof! Denn nur wenige Organisationen führen einen so massiven Kampf gegen die ungeborenen Kinder.
Die UNO ist treibende Kraft im größten Massenmord und Krieg der Geschichte: Die Abtreibung fordert weltweit
60 Millionen Opfer jährlich! Alle abgetriebenen Kinder sterben ungetauft!
Liebe Diskutanten, ich habe den Verweis auf die UNO und die Freimaurer nicht verstanden. Ich kenne jemanden,
der in seiner Jugend eine zeitlang Kontakt zu einer Freimaurer-„Loge“ hatte und wollte mich selbst einmal
vor einigen Jahren über die Freimaurer informieren, aber die Quellen sackten sehr ins Esoterische ab…
Wohl aber sind mir zwei Dinge in Erinnerung geblieben: 1) daß Freimaurerei früher mit Exkommunikation
geahndet wurde, heute eher nicht mehr, dennoch nicht völlig freigegeben (durch die Glaubenskongr.) 2)
daß Freimaurer durchaus religiös motiviert sind, wobei eine gewisse Gleichwertigkeit der Religionen
und ihrer hl. Bücher besteht, was mich aber ein wenig befremdet. Wie sind Ihre Erfahrungen/Kenntnisse
über Freimaurer? Geht es wirklich um Humanistisches und Karitatives oder um eine Machtbastion? Welche
Rolle spielen Gruppen wie Rotary (hoffentlich richtig von mir geschrieben), die kürzlich mit Verweis
auf Gebhard Fürst angesprochen wurden. Was ist mit dem Lions-Club usw…? Ich hoffe, daß diese Fragen
auf Ihr Interesse stoßen! Auf einen interessanten Austausch freut sich Ihr Peter Enderfers
@Gotthard Die UNO muss gestärkt werden für den Weltfrieden und die umfassende Gerechtigkeit zwischen
allen Völkern! Richtig, nur sollte es dann auch Einen geben, der die Macht hat diese Gerechtigkeit und
den Frieden unter den Völkern durchzusetzen. Aus einer gestärkten UNO sollte dann auch der gestärkte
Friedensbringer hervorgehen.
#85 Gotthard 22:59:27 | Samstag, 3. September 2005
Gatten der Evelin’s Alpträume Du musst doch schon Alpträume haben von den Freimaurern, die Dich überall
umstellen und belagern und umlauern … Die UNO muss gestärkt werden für den Weltfrieden und die umfassende
Gerechtigkeit zwischen allen Völkern!
@ Dr. Otterbeck & @ Brandenburgis Zitat: die Vereinten Nationen sind inhaltlich nichts anderes als der
Immerwährende Reichstag zu Regensburg, wenn auch, wie schon dieser für das „Reich“, stets angefochten.
Äusserliche Ähnlichkeiten können nicht zu einer Gleichsetzung von Gegensätzlichem führen. Zwischen
einem Organ des Hl. Röm. Reich und der Freimaurer-Organsation UNO sind gravierende Unterschiede! Auch
nach 1517 hatten die geistlichen Fürstentümer, die Verbindung des katholischen Kaisers mit Rom noch
ihre positive Bedeutung für die kath. Kirche. @ Brandenburgis: Gut, aber inwiefern ist es angemessen,
Pinochet zu loben? Im streitauslösenden Insert auf monarchiliga.de heißt es: Senator Auguste Pinochet –
Retter Chiles und würdiger Nachfolger der Vizekönige Südamerikas Ist das nicht zumindest übertrieben?
Der Gatte der Evelin
#83 Brandenburgis 21:49:28 | Samstag, 3. September 2005
Geschichtsrevisionismus Ich möchte als Historiker bescheiden darauf hinweisen, daß Geschichtsrevisionismus
eine völlig normale und notwendige wissenschaftliche Methode ist. Es fällt auch auf, daß z.B. in der
Pinochet-Diskussion niemand auch nur über halbwegs verlässliches Datenmaterial verfügt, sich jedoch
für befugt hält ehrabschneiderische und grotesk wahnhafte Behauptungen aufzustellen. Man kann Pinochet
wohl vehement ablehnen, doch ihn in eine Linie mit Mao, Hitler und Stalin zu stellen ist nicht nur Spinnerei,
sondern gehört in den Bereich des Irren und Absurden hinein. Dies solte man in einem katholischen Forum
wohl vermeiden können.
@ Evelin: Verzeihung übrigens! Ich schrieb Ihren Namen mehrfach falsch! Ich stimmte Ihnen auch zu, vor
allem darin, daß das sehr sehr schwer zu klären ist. Sehr froh bin ich, daß wohl doch eine gewisse
Einigkeit bzgl. des Unrechtsverständnisses besteht. Es ist wirkich schwer, Grenzen für die einzelnen
Verbrechen festzusetzen. Daher kann ich mich nun zum Artikel äußern: Kann mir jemand sagen, wer genau
mit den „unzureichenden Bischofsernennungen“ gemeint ist? Ich kenne mich in der irischen Kirche kein bißchen
aus und wüßte z. B. auch gern, wie die Bischöfe dort berufen werden. In Deutschland gibt es ja z. B.
u. a. die Wahl des Domkapitels aus einem römischen Dreiervorschlag. Anderswo sieht es wieder anders aus…???
Massenmörder versus Diktator @ Dr. Peter Enderfers: Ein Massenmord kann schon bei einigen Hunderten in
Unterscheidung zum Serienmord vorliegen (vgl. z. B. Terroranschläge). Einverstanden, unter der Voraussetzung,
dass diese auf einmal (in wenigen Stunden, an einem Tag) getötet (gemordet werden). In diesem Sinne wäre
der Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. 9. 2001 mit mehr als 3.000 Toten als
Massenmord zu bezeichnen, ebenso das Massaker an bosnischen Muslimen in Srebrenica in Bosnien-Hercegowina
1995 mit mehr 3.200 Toten. Ebenfalls noch einen Massenmord könnte man nennen den Terroranschlag vom 21.
12. 1988 bei Lockerbie über Schottland. Bei diesem Anschlag auf eine Pan-Am-Maschine kamen alle 259 Passagiere
und Besatzungsmitglieder, und auch elf Einwohner der schottischen Ortschaft Lockerbie, ums Leben, zusammen
also 270 Personen. Irgendwo darunter muß aber dann die Grenze sein: Ist ein typischer Selbstmordanschlag
in Israel mit z.B. 15 Toten ein Massenmord? Im Falle Pinochets verteilen sich die mehr als 4.000 Opfer
(Ermordete und Vermißte) auf einen Zeitraum von 17 Jahren. Im Durchschnitt ist das weniger als ein Fall
pro Tag. Ich finde daher, dass der Ausdruck „Massenmörder“ auf Pinochet nicht paßt und eher der Kategorie
Polemik angehört. Außerdem müßte noch untersucht werden, ob welche von den Toten Opfer von Todesurteilen
geworden sind. Der Vollzug der Todesstrafe kann auch in einer Diktatur nicht generell als Mord bezeichnet
werden.
an Evelinn Ich möchte Sie noch einmal darauf hinweisen, daß Sie Massenmord mit Völkermord verwechseln.
Letztgenanntes trifft zu auf Ruanda und die Armenier, auf die Juden ohnehin. Das wurde doch aber meines
Erachtens nicht diskutiert. Ging es nicht um die Bestreitung der wahren Behauptung, daß Pinochet ein
Massenmörder sei. Ich habe den Eindruck, daß nun durch Verweise auf Völkermorde die Morde an Massen
(nämlich Tausende) zu weniger entsetzlichen Geschehen herabsenken wollen. Die Bezeichnung Pinochets als
Massenmörder geht durchaus in Ordnung, die „eines der gr. Verbrecher des Jhd.“ ist zu unwissenschaftlich
und emotional beladen als daß man darüber lange diskutieren müßte.
@ Romano 2. September 2005, 23:07, 3. September, 8.45 Uhr + 9.47 Uhr Zitat: Daher noch einmal meine Frage:
warum verurteilen und kritisieren sie anderes, z.B. Fehler der „V2-Kirche“ (in Ihrer Terminologie), Kondombenutzung,
Homosexualität zugleich absolut – ohne darauf hinzuweisen, dass z.B. der Mord an einem Kind ungleich
schwerer wiegt? Ich habe nicht vergessen, zuerst mußte ich mich mit dem unmöglichen Verhalten von christfidel
und josefmaria (möglicher Weise ohnedies die gleiche Person) befassen und deren Irrtümer korrigieren.
Ihre Frage hat mehrere Aspekte: Dort, wo von bestimmten Taten bestritten wird, dass sie Sünde bzw. Sünde
seien (z.B. prakt. Homosexualität) muß man sich mit dieser Frage befassen. Im Falle Pinochet ist von
niemanden bestritten worden, dass Mord, Folter usw. Verbrechen sind. Es ging aber um die apodiktische
Behauptung, dass Pinochet einer der größten Verbrecher sei. Da in seiner „Liga“ zigtausende Personen
spielen (z.B. Abtreibungsärzte mit z.Teil mehr als 100.000 Abtreibungen), war dies zurückzuweisen. Dieser
Ausdruck bedeutete eine Relativierung der großen Massenmorde des 20. Jahrhunderts von den Armeniern bis
zu Ruanda und den allergrößten: Die Abtreibung. Sollten Sie bestreiten wollen, dass die weltweite Abtreibung
das größte Verbrechen der Geschichte ist, werde ich darauf zurückkommen. Der von Ihnen vermutete Widerspruch
besteht nicht. Der Gatte der Evelin
Sehr geehrte Frau Evelinn, ich möchte auf Ihren Beitrag antworten. Ich finde es richtig, daß Sie Verbrechen
aufführen, die heutzutage gerne unterschlagen werden, nämlich z. B. den Völkermord an den Armeniern.
Aber ich möchte mir auch eine kleine Korrektur erlauben. Massenmord ist nicht an Zahlen festzumachen.
Ein Massenmord kann schon bei einigen Hunderten in Unterscheidung zum Serienmord vorliegen (vgl. z. B.
Terroranschläge). Die Zahlenordung, die Sie nennen (ab 1 Mio.), ist eher als Genozid oder genozidös
zu bezeichnen. Die Frage, ob Augusto Pinochet ein Jahrhundertverbrecher ist – oder wie es formuliert wurde,
ist eine subjektive und keine qualitative, i.e. das ist nicht an der Zahl der Morde festzumachen, sondern
eher an der Art seiner Herrschaft. In jedem Fall führen solche Diskussionen nicht weiter. Ich wäre bei
solchen Kategorisierungen lieber auch vorsichtig. Der Umstand, daß braune Herrscher die Kirche dulden,
während rote sie bekämpfen, läßt keine unterschiedlichen Wertigkeiten der Morde zu, wie ich sie in
dieser Diskussion leider oftmals offen oder zwischen den Zeilen lesen konnte. Den Protest gegen den „Geschichtsrevisionismus“
(ich würde es eher weniger wissenschaftlich ausführen) ist nachvollziehbar. Mit freundlichen Grüßen
3.IX.05, Enderfers
@ christfidel & josefmaria: Völlig indiskutable Diskussionskultur! und zwar ohne jegliche Rechtfertigung.
Vor allem kann keine gerechtfertigte Empörung geltend gemacht werden, weil in der Sache eine Serie von
Irrtümern festzustellen ist. Zum Thema „Massenmord“ sei hier das von Ihnen unlängst mißbräuchlich
verwendete Internetlexikon Wikipedia herangezogen. Wikipedia definiert „Massenmord“ als Ermordung einer
großen Anzahl von Personen. Unter der Überschrift „Massenmord durch Staat oder Kirche“ de.wikipedia.org/wiki/Massenmord
erwähnt Wikipedia Beispiele, darunter den Völkermord an den Armeniern, die stalinistischen Verbrechen,
die Naziverbrechen und als einziges Beispiel seit dem 2. Weltkrieg die Verbrechen der Roten Khmeer. Damit
ist der Dimensionsvergleich klar – es geht also um eine Dimension von mehr als 1 Million Ermordeter. Ein
Gegenbeispiel ist auch angeführt: Die Bartholomäusnacht von 1572, bei der in einer Nacht 3.000 bis 10.000
Hugenotten ermordet wurden. Dabei muß man den Zeitraum beachten. Das ganze Jahr fortgesetzt, würde sich
eine Opferanzahl von 1 Million bis fast 4 Millionen Opfer ergeben. Es ist also gerechtfertigt, wenn MilesChristi
bestreitet, dass Pinochet ein „Massenmörder“ war (ich würde es bei einer solchen Diskussion allenfalls
aus atmosphärischen Gründen unterlassen, das zu sagen). Hingegen ist es nicht gerechtfertigt, Pinochet
als einen der größten Verbrecher des 20. Jahrhunderts zu bezeichnen. Der Gatte der Evelin
#76 christfidel † 15:53:38 | Samstag, 3. September 2005
@ redaktion: sie lügen! niemand wurde von mir als „neonazi beschimpft“. ihre hetzermentalität läßt
eine differenzierte betrachtung wohl nicht zu. die methode des geschichtsrevisionismus ist neonazistisch.
das können sie in jedem verfassungsschutzbericht nachlesen. eine persönliche, nichtkomparative titulierung
als neonazi hielte ich auch für bedenklich, dies liegt aber nicht vor. also löschen sie bitte meinen
account. gottes segen!
#75 josefmaria † 15:48:33 | Samstag, 3. September 2005
ekelhaft! man kann wirklich nachvollziehen, wie card. meisner es gehen muß, wenn er gegen festgefahrene
halbwahrheiten vorgehen muß. er wird auch oft ähnlichen beschimpfungen ausgesetzt. peinlich, daß sich
seperatisten sowas erlauben. ich bitte darum, meinen account zu löschen. @ redaktion: die methoden des
neonazismus zu benennen, nämlich den geschichtsrevisionismus, ist wichtig und richtig. aber sie ziehen
es vor, staats- und menschenfeindliche ideologien zu verteidigen und stattdessen ein wenig hetze gegen
minderheiten zu unterstützen. adieu!
#74 christfidel † 15:44:00 | Samstag, 3. September 2005
@ miles christi: man kommt sich vor wie card. meisner den vorwurf der direkten gleichsetzung und beleidung
als nazi, die sie mir vorwerfen, weise ich entschieden zurück. legen sie beweise vor! eine zensur von
seiten der redaktion fand diesbezüglich nicht statt! ihre konstuierte verbindung zu antifa und. dgl.
entbehrt jeglicher realität. im übrigen amüsiere ich mich köstlich über ihre „nazi-vorwürfe“, die
im lichte dieser diskussion wie die billige und hilflosem projektion eines kindes wirken!
#73 josefmaria † 15:39:29 | Samstag, 3. September 2005
@ miles christi: eben! aber juristisch is kaum was zu machen du sagst es! verleumdung ist ein personalbezogener
tatbestand. selbst wenn ein teilnehmer hier verleumdet worden wäre, was nicht der fall ist, wäre dies
unerheblich, da keine person in ihrem ansehen verletzt wird angesichts der anonymen accounts! der tatsächliche
tatbestand ist die volksverhetzende leugnung des massenmordes. aber da es sich um ausländische politik
handelt, würde ein solche verfahren eher eingestellt. insofern, christfidel, kann in diesem forum leider
niemand für irgendwas belangt werden, höchtens die redaktion für die publikation solchen gedankengutes.
das wäre zu prüfen.
#72 MilesChristi 15:39:19 | Samstag, 3. September 2005
@ Romano, Josefmaria (Christfidel) Ich schreibe seit einigen Jahren auf verschiedenen Foren; die Art,
wie ich gestern von Euch 3 „Lichtgestalten“ beschimpft wurde, kannte ich noch nicht. VirOblationis schreibt
es richtig: Eure Methoden erinnern zu sehr an die Antifa-Aktionen. Paßt einem eine anderslautende Meinung
nicht, wird er sofort als „Nazi“ beschimpft – entweder direkt, wie von Christfidel gemacht (Beitrag von
der Redaktion entfernt), oder werden seine Ansichten in die Nähe des Nationalsozialismus gebracht (wie
von Josefmaria und Romano). Da ich noch dazu als traditionsverbundener Katholik, der ich zu den Messen
der FSSPX gehe, zum Feindbild in eurer beschränkten Geisteswelt hervorragend passe, läßt ihr Eure Frust
und Euer proletenhaftes, beleidigendes Verhalten freien Lauf. Zweck ist es, wie bei jeder Form von Political
Correctness, dieser von den Linken so beliebten Art der Zensur, den Kontrahenten mundtot zu machen und
ihn zu somit zu diskreditieren – schon mehrfach in der Geschichte benutzt. Übrigens auch von den Nationalsozialisten,
die Verleumdung war eine ihrer besten Waffen gegen unliebsame Gegner. Wie ihr seht, unterscheiden sich
Eure Methoden nicht viel von denen der Nazis. Macht weiter so – ich werde mich nicht mehr ärgern, sondern
diese Schmähungen und Beleidigungen an die Jungfrau Maria aufopfern, für die Beleidigungen, die IHR
Unbeflecktes Herz täglich empängt.
@MilesChristi Unanständig war das, was ich hier gestern Abend lesen musste, bestimmt aber nicht das,
was ich geschrieben habe. Im übrigen verbitte ich mir diese verzweifelten Versuche, von sich auf andere
abzulenken.
#68 virOblationis 15:13:54 | Samstag, 3. September 2005
Versuch einer Lösung Warum erhitzen sich die Gemüter so sehr im Falle von Pinochet? Warum werden Vergleiche
als Relativierung abgewiesen? Warum ist sogleich von Faschismus die Rede? Ich denke, daß Pinochet mit
Utopien des links-liberalen Zeitgeistes verknüpft ist, und zwar in negativer Weise: Er hat die sozialistische
Allende-Regierung beseitigt, den Träger der Hoffnung darauf, daß sich der Marxismus durch freie Wahlen
durchsetzt. Noch mit einer weiteren Utopie ist die Gestalt Pinochet verknüpft: Als er in England festgesetzt
wurde, da schien der Wunsch Wirklichkeit zu werden, alle Regierungen könnten durch Furcht vor Strafe
dazu gebracht werden, internationales Recht zu respektieren. – Es ist aber zu fragen, wie weit dieses
Recht noch deckungsgleich mit dem Naturrecht. Denken wir noch einmal daran, wer Pinochet bei seinem Umsturz
unterstützte: Waren es nicht die USA? – Kann man jede (nicht-kommunistische) Diktatur sogleich als „faschistisch“
charakterisieren? Wenn hier die Antifa-Keule geschwungen wird, geraten man schon in die Nähe von Parolen,
die ich noch aus dem Beginn der siebziger Jahre kenne: USA – SA – SS. Aber daran sieht man eben, wie weit
der Zeitgeist nach links abgedriftet ist. ps.: Bitte Unterscheidung von Sozial- und Individualethik!
#67 MilesChristi 15:06:08 | Samstag, 3. September 2005
Keulen Es wäre doch interessant von einem Gericht prüfen zu lassen, ob einen ungerechtfertigen Vorwurf
der Nähe zum Nationalsozialismus den Tatbestand der üblen Nachrede und Verleumdung erfüllt; Es wäre
auch interessant von einem Gericht prüfen zu lassen, was die allgemeingültige Definition von Massenmord
eigentlich ist. Die Hysteriker (Christfidel, Romano, Josefmaria) bezeugen einfach geschichtliche Ignoranz
und geistige Verdorbenheit. Wie ich schon geschrieben habe: fehlen einem die Argumente, wollen sie schnell
die Polizei holen… Ich zumindest lasse von mich von pubertierenden Proleten nicht einschüchtern – aber
wenn ich hier schon meine Zeit verbringen, dann zumindest um niveauvolle Diskussionen zu führen, und
diese ist bekanntermaßen nur mit Menschen möglich, die ein Mininum an Anstand besitzen: was der Fall
bei den 3 oben genannten Hysterikern nicht ist.
#64 Dr. Otterbeck 10:26:41 | Samstag, 3. September 2005
Die Krone hat der Kirche seit 1517 mehr geschadet als genützt; realpräsent ist die Reichsidee heute
als Menschenrechtsgedanke; „intellektueller Spagat“?? Ja, aber auf den Inhalt kommt es an, nicht auf das
Etikett; die Vereinten Nationen sind inhaltlich nichts anderes als der Immerwährende Reichstag zu Regensburg,
wenn auch, wie schon dieser für das „Reich“, stets angefochten. Wäre schön, wenn die UNO-Hauptverwaltiung
nach Wien umziehen würde; Festakte kann man im Saal zu New York ja trotzdem feiern. Ich denke übrigens
durchaus, dass Exz. Lefebvre nicht in der „Hölle“ schmort, aber falls er der Interzession fähig sein
sollte, verzehrt er sich jetzt wohl für das Vatikanum 2 und das Menschenrecht; denn „dort“ ist Wahrheit,
was wir hier rätselhaft ahnen. Noch eine „halbironische“ Bemerkung: Im übrigen ist seit dem Ap. Schreiben
Pius XII. über das wirkliche Königtum Mariens 1954 aus röm.-kath. Sicht „weltanschaulich“ kein Platz
mehr für eine Restauration der alten Krone. Man sollte den Kaiserstuhl im Kölner Hochchor offiziell
der Gottesmutter umwidmen, dann sitzen sich Petrus und Maria gegenüber.
#63 Ignatius 10:17:22 | Samstag, 3. September 2005
– Fest steht jedenfalls, dass eine Reihe von Diskutanten, die zumindest mit der FSSPX sympathisieren,
auf einem Auge blind zu sein scheinen. Reihe = zwei. Wer auf welchem Auge blind ist, mag jeder Leser selbst
entscheiden. wenn das auch für die FSSPX gilt, was ich nicht hoffe, aber befürchte Jetzt verrat ich
dir was: Msgr. Lefebvre wurde schon früh als Nazi denunziert, deswegen ist deine nicht hoffende aber
doch ständige verkündete „Befürchtung“ nicht neu. Weil er gegen den Kommunismus war (die Räubersynode
versäumte das) und heute praktisch jeder in EU, der Anti-Kommunist ist, gleich ein Quasimodo-Nazi ist
(zB Löwenthal). Der gute Herr Lefebvre senior wurde von den National-Sozialisten im KZ erschossen. Soviel
dazu. Im übrigen habe ich auch von Ihnen keine Antwort auf meinen eigentlichen „Punkt“ bekommen. Ich
kann nicht auf alle Fragen anworten die hier gestellt werden. im Gegensatz zu den Verbrechen in Chile …
ohne darauf hinzuweisen, dass z.B. der Mord an einem Kind ungleich schwerer wiegt? Ich bin nicht die.
Aber zB MilesChristi hat die Verbrechen genannt und verurteilt. In Glaubensfragen wiegt jede Todstünde
gleich schwer, mal unabhängig von den zeitlichen Sündenstrafen. Deswegen kommt ein Massenmörder (zB
Höss), der sich auf dem Schafott bekehrt, nach „oben“, aber ein Gottesleugner, der nie jemanden unmbrachte,
nach „unten“. Gott ist eben unergründlich. Bin nun wech.
@Ignatius da drauf hast du lang gewartet: die Faschismus-Keule gegen deine ungeliebte Fsspx zu zücken.
Als ob hier die Fsspx mitschreiben täte. So nicht. Argumentiere du als Privatleut gegen die Privatleute
hier, denen du argumentativ nicht das Wasser reichst, aber lass deine gehässigen Kurzschlüsse gegen
die Fsspx. Wer hier „argumentativ“ wem (nicht) das Wasser reichen kann, mag jeder Leser selbst entscheiden.
Fest steht jedenfalls, dass eine Reihe von Diskutanten, die zumindest mit der FSSPX sympathisieren, auf
einem Auge blind zu sein scheinen. Ich habe deutlich gesagt: wenn das auch für die FSSPX gilt, was ich
nicht hoffe, aber befürchte, dann: Finger weg! Im übrigen habe ich auch von Ihnen keine Antwort auf
meinen eigentlichen „Punkt“ bekommen. Daher wiederhole ich ihn: Warum verurteilen und kritisieren sie –
im Gegensatz zu den Verbrechen in Chile – anderes, z.B. Fehler der „V2-Kirche“ (in Ihrer Terminologie),
Kondombenutzung, Homosexualität in der Regel absolut – ohne darauf hinzuweisen, dass z.B. der Mord an
einem Kind ungleich schwerer wiegt? Das „Pinochet-Argumentationsmuster“ findet sich hingegen, wenn es
um unerlaubte Bischofsweihen geht: die können durchaus gerechtfertigt oder entschuldigt sein – aber nur
wenn sie der „richtige“ vorgenommen hat. So geht es nicht.
#61 Ignatius 09:30:58 | Samstag, 3. September 2005
Rauchende Colts & dampfende Sümpfe wenn sich die Katholische Kirche mit einer Annäherung an die FSSPX
dieses Gedankengut ins Haus holt, dann … Finger weg! @Romano: da drauf hast du lang gewartet: die Faschismus-Keule
gegen deine ungeliebte Fsspx zu zücken. Als ob hier die Fsspx mitschreiben täte. So nicht. Argumentiere
du als Privatleut gegen die Privatleute hier, denen du argumentativ nicht das Wasser reichst, aber lass
deine gehässigen Kurzschlüsse gegen die Fsspx. @Christfidel: du liest und gebärdest dich wie ein Antifa-Extremist.
Flipp’ doch nicht gleich aus wie im Orthografie-Thread, nur weil du was nicht verstehst. Jedes zweit Wort
faschistoid, faschistisch, Nazi, blabla… und dann noch eine Anzeige beim Staatsschutz, weil du nicht
weiterkommst. Pfui! Und wie ihr mit dem aus Südamerika kommenden MilesChristi umgeht, ihr sesselfurzenden
Maulhelden der „Gnade der späten Geburt“ (Kohl), spottet jeder Beschreibung. DAS sind „faschistoide“
Methoden! (Nu, die Antifa ist genauso faschistisch wie die echten Faschisten.) Ich hoffe ihr verabschiedet
euch vom Forum, das ihr als pro-faschistisch denunziert habt. Dass die Admins euch nicht schon gesperrt
haben, beweist, dass sie nicht eure „faschistoiden“ Methoden anwenden. (Jetzt seh ich, dass die Hälfte
eurer Artikel mit den Denunziationen GRAD EBEN gelöscht wurden. Gut!) Disclaimer. Ich mag die Fsspx.
Ich spreche nicht FÜR DIE Fsspx! Und ich halte Stalin, Hitler, und noch viele mehr für vom Teufel besessene
Verbrecher. So.
@Evelin Ich habe die ganze Zeit betont, dass mich die Zahlen nicht interessieren. Das in Chile geschehene
Leid ist unermesslich www.welt.de/…04/12/02/368470.html, egal ob tausende oder zehntausende gefoltert
und ermordet wurden. Mich bedrückt etwas anderes, und darauf haben Sie (wohlweislich?) nicht geantwortet.
Warum ist Ihr ganzes Sinnen und Trachten bei Pinochet darauf gerichtet, noch größere Verbrecher zu finden
(um Pinochet zu einem „kleinen“ Verbrecher zu machen), während sie sich sonst häufig nicht auf solche
Relativierungen einlassen? Daher noch einmal meine Frage: warum verurteilen und kritisieren sie anderes,
z.B. Fehler der „V2-Kirche“ (in Ihrer Terminologie), Kondombenutzung, Homosexualität zugleich absolut –
ohne darauf hinzuweisen, dass z.B. der Mord an einem Kind ungleich schwerer wiegt? Das „Pinochet-Argumentationsmuster“
findet sich hingegen, wenn es um unerlaubte Bischofsweihen geht: die können durchaus gerechtfertigt oder
entschuldigt sein – aber nur wenn sie der „richtige“ vorgenommen hat. Das alles ist nicht hinnehmbar und
sprengt, offengestanden, mein Vorstellungsvermögen. Solche Einäugigkeit, gepaart mit fehlender Bereitschaft,
sich klar von Unmenschlichkeiten abzugrenzen, nimmt auch Ihren anderen Argumenten die Glaubwürdigkeit.
Ich bleibe dabei: solches Gedankengut braucht die römische Kirche nicht. Sollte dies „die FSSPX“ sein
(was ich nicht hoffe, aber befürchte), dann: Finger weg!
#58 MilesChristi 00:54:16 | Samstag, 3. September 2005
Die Hysterie der Gehirnlosen – Abschließend Als mein persönlicher Abschluß zu den hysterischen Ausfällen
von Christfidel, Romano, Josefmaria etc. : Ja, ich bleibe dabei, daß das Wort „Massenmörder“ in Bezug
auf den chilenischen Ex-Präsidenten General Augusto Pinochet eine große Übertreibung ist. Ja, ich bleibe
dabei, daß es während des Kampfes gegen die von Kuba und der damaligen Sowjetunion, DDR etc. finanzierten
und bewaffneten Kommunisten zu Exzessen und zu Verbrechen AUCH von Seiten der chilenischen Regierung gekommen
ist. Ich bleibe auch dabei, daß ich hier von einem der gehirnlosen Diskussionsteilnehmern als Nazi verleumdet
wurde (in Deutschland justitiabel) , obwohl ich diese anti-christliche und anti-deutsche Ideologie verabscheue.
Im Gegenteil zu Euch kenne ich persönlich Chilenen aus beiden damaligen Lagern die heute eine ganz andere
Sicht der Dinger haben. Wenn ihr dazu in der Lage wärt, würdet ihr Eure Informationen (zB über „80.000“
Tote und Verschwundenen) nicht aus nicht immer zuverläßigen Quellen wie Wikipedia beziehen, sondern
aus seriösen Quellen (die auch „links“ sein können), oder vor allem nicht aus dem Mund von ehemaligen
Kommunisten, friedensbewegten und auch UdSSR/DDR-finanzierten Pax-Christi-Anhängern. Ihr seid mir wirklich
einer weiteren Diskussion nicht wert. Eure künstliche Hysterie ist einfach zum Lachen.
#57 christfidel † 00:10:17 | Samstag, 3. September 2005
@ miles christi: wer lesen kann, ist klar im vorteil! wenn du intellektuell noch nichtmal in der lage
bist, deine eigenen postings nachzuvollziehen (josefmaria hat dir dieses leugner-zitat im übrigen mehrfach
nachgehalten. also schreie nun nicht so künstlich. wer lesen kann ist nunmal im vorteil…), wenn sie
dazu nicht in der lage sind, wäre die ignorierung einiger teilnehmer sicherlich eine sauberere variante
als blamagen wie diese hier.
#56 josefmaria † 00:07:01 | Samstag, 3. September 2005
@ miles christi: „pinochet ist kein massenmörder“ das waren ihre worte lesen sie doch nach! wenn das
keine leugnung ist, was dann? aber wenn sie ihre eigenen postings ignorieren, gibt das abgesehen von einem
gewissen grad an schizophrenie durchaus auch irgendwie grund zur hoffnung…
#55 MilesChristi 00:04:01 | Samstag, 3. September 2005
@ Josefmaria Bist du blind ? Kannst du nicht lesen ? WAS leugne ich ? Wie oft muß ich die Frage wiederholen
bzw. wie oft muß ich auf mein Posting hinweisen ? Gute Nacht. Zu Gotthardt muß ich hier wohl dich, Christfidel
und Romano addieren, also zu denjenigen, die konsequent ignoriert werden.
#54 josefmaria † 23:54:36 | Freitag, 2. September 2005
@ evelin: ich fasse es nicht! die machen haß und terror an zahlen fest! die zahl 80.000 ist wikipedia
entnommen (evtl. kritik an dieser quelle lasse ich zu!). denn allein von den mordzahlen her wäre pinochet
„harmloser“ als viele andere verbrecher des 20. jh. was ihn zu einem der größten verbrecher macht, ist
die perverse geißelung seines volkes, die ausdruck fand in zigtausendfachen folterungen, deportationen,
in mord und diskriminierung und unterdrückung. es ist nicht die numerische hülle die ihn auch in der
öffentlichen meinung zu einem der größten verbecher macht sondern die systematik des terrors, die in
lateinamerika ihres gleichen sucht und bis heute wie ein schleier über chile liegt. im übrigen sehe
ich keinen weiteren anlaß mit ihnen zu diskutieren. wenn sie mord und terror nur an zahlen festmachen
und relativieren, ist das zu verschmerzen. inakzeptabel war mir vor allem die leugnung, v.a. durch miles
christi, der bezeichnenderweise schweigt. auch bezeichnend die zensur von kreuz.net, die die redaktion
entlarvt hat als ideologisch durchsetzt, da die verteidigung von mord über die benennung der wahrheit
gestellt wurde.
#53 christfidel † 23:47:21 | Freitag, 2. September 2005
@ evelin: sie sind ein fälscher! Wenn herauskommt, dass bei Bush & Co mehr Tote bisher schon waren, dann
müssen sie begründen, warum Sie diese nicht, Pinochet aber schon als „größten Verbrecher“ bezeichnen
der einzige der ständig verbrechen leugnet oder relativiert ist der pro-faschismus-block in diesem forum.
die kriegsverbrechen von bush, scharon u.a. wurden nicht thematisiert, wenn sie das von sich aus tun,
ist mir das recht. gibt ja sogar eine spur hoffnung. aber eines, mein liebe, ist eine grobe und unverschämte
fälschung. die rede -und da fordere ich sie auf die beiden stellen mal genau nachzlesen- war nie vom
größten verbrecher, sondern (zum letzten mal jetzt auch für sie) von EINEM der GRÖßTEN VERBECHER
DES 20. JH. und das war sein mord-, terror- und folterregime zweifelsohne. allein diese systematik ist
in der nachkriegszeit außerhalb des kommunismus so kaum irgendwo vorzufinden. es geht nicht um eine kategorisierung
und hierarchisierung von mödern. darum ging es nie. damit fingen hier die relativisten und leugner an.
mir und anderen ging es lediglich um die benennung von massenmord als massenmord, was der kollege miles
christi ja erwiesenermaßen abstreitet.
Josefmaria: Auch mit Verschwundenen geht es sich nicht aus! Hier noch eine ziemlich genaue Quelle, die
sich auf einen offiziellen Regierungsbericht bezieht: Trial Watch: Augusto José Ramon Pinochet Ugarte
mit Stand 5. 4. 2005 www.trial-ch.org/…es/de/facts/p90.html Es heißt dort: Die Zivilregierung, welche
auf die Diktatur folgte, veröffentlichte am 4. März 1991 einen offiziellen Bericht, welcher für die
Amtszeit Pinochets 3’197 Tote und 967 Verschwundene zählte. Tote und Vermißte zusammen daher 4.164.
Übrigens habe ich mich sogar geiirt. Die „Junge Welt“ ist lt. Impressum sogar eine linke Zeitung im Eigentum
von mehr als 500 Genossen (nennen sich selbst so)… Sie haben – geradezu blindwütig – die Behauptung
von christfidel unterstützt, Pinochet sei einer der größten Verbrecher gewesen. Anhand der offiziellen
Zahlen – siehe oben – müssen Sie das jetzt beweisen! Der Gatte der Evelin
#51 josefmaria † 23:34:14 | Freitag, 2. September 2005
und der relativismus geht weiter die rede war von 80.000 toten und „verschwundenen“. ich bin gern bereit
diese herauszunehmen, wenn sie mir sagen, wo sie sind! fühlen sie sich im übrigen nicht schmutzig, hier
über die zahl von morden zu diskutieren, als ob ein toter weniger das terrorregime pinochets auch nur
irgendwie besser machen würde. miles christi sprach vorhin noch davon, daß es keinen massenmord gegeben
habe. nun gestehen sie anhand der austriapresse schon tausende ein. was wollen sie eigentlich? geht es
doch darum zu sagen, daß pinochet nicht so schlimm ist, weil er kein schwuler konzilfreimauer war?
Josefmaria: Wo haben Sie die gefälschten Zahlen her? Wenn Sie schon keine Beweise bringen, ich liefer
jetzt zwei: 1. Eine linksliberale Quelle, die österr. Tageszeitung Der Standard, Artikel mit dem Titel
„Portrait: Augusto Pinochet drückte Chile seinen Stempel auf“ derstandard.at/?url=/?id=17749… vom 27.
August 2004; 2. Die zweite Quelle ist liberal-konservativ, die Zeitung „Junge Welt“, Artikel mit dem Titel
„Pinochet hat seine Verbrechen vergessen“ vom 28. Oktober 2004 www.jungewelt.de/2004/10-28/009.php Beide
sehr unterschiedliche Quellen kommen zur Zahl „mehr als 3.000 Tote“ oder „weit mehr als 3.000 Tote“. Kann
man sagen: Um 3.000 zu viel. Schlimmer ist noch die Zahl der angegebenen Folteropfer: ca. 35.000. Ihre
Zahl von 80.000 Toten ist ja um Dimensionen falsch (stammt die aus einem AntiFa-Handbuch der Stasi?)!!
Jetzt müssen Sie beweisen, wieviele Tote es unter den Palästinensern unter der Verantwortlichkeit von
Ariel Sharon und wieviele Tote es unter den Irakern und anderen Völkern es unter Bush und Blair gegeben
hat (in allen diesen Fällen ist die Sache noch nicht beendet!). Wenn herauskommt, dass bei Bush & Co
mehr Tote bisher schon waren, dann müssen sie begründen, warum Sie diese nicht, Pinochet aber schon
als „größten Verbrecher“ bezeichnen
#49 christfidel † 23:20:03 | Freitag, 2. September 2005
Kreuz.net gibt der Verteidung von Mördern Vorrang vor der Wahrheit genial: jetzt wird zensiert. die kreuz.net-redaktion
macht sich zum anwalt der geschichtsrevisionistischen pinichet-faschisten und zensiert diejenigen, die
den mordrelativismus anprangern. was für eine widerliche perversion!!! es wäre zum lachen, wenn es nicht
in wahrheit zum weinen wäre…
@Evelin Zahlen sind mir egal. Wenn Sie aber der Auffassung sind, Pinochet habe keine Verbrechen begangen,
dann ist eine Diskussion natürlich sinnlos. Denn dann können wir gleich anfangen, über (angebliche)
andere „Lügen“ zu fabulieren. Aber, unterstellt, wir gehen beide davon aus, Pinochet habe Verbrechen
in erheblichem Umfang begangen und sei für den Tod mehrerer 10.000 Menschen verantwortlich: Dann ist
mein Vorwurf, dass Sie hier nichts anderes tun, als „noch größere“ Verbrecher aufzufahren (um damit
die Verbrechen Pinochets kleiner zu machen). Und ich frage mich: warum tun Sie das nicht genauso, wenn
es um Homosexuelle, Paare ohne Trauschein, Paare, die Kondome benutzen, geht. Wer auf einem Auge blind
ist, mit dem ist „Dialog“ weder möglich noch auf die Dauer erstrebenswert. Und ich bleibe dabei: sollte
das das Gedankengut sein, das sich die Katholische Kirche mit der FSSPX „ins Haus“ zurückholen würde,
dann: Finger weg!
christfidel, josefmaria, Gotthard & Romano: Können Sie auch einmal Beweise erbringen? Oder sind sie nur
Menschen gewordene Seifenblasen des Zeitgeistes? Das erste von Ihnen selbst gestellte Beweisthema lautet:
Pinochet ist einer der größten Verbrecher des 20. Jahrhunderts! Das zweite von Ihnen selbst gestellte
Beweisthema ist der Vorwurf der Naziideologie bei Mitdiskutanten! Linke und liberale Medien und „Google-Treffer“
als Beweise nicht zugelassen. Der Gatte der Evelin
Nein, Evelin Sie relativieren – in einem wohl nur als schizoid zu bezeichnenden Akt – die Verbrechen Pinochets,
indem Sie nichts anderes tun als andere (nebenbei bemerkt: immerhin demokratisch legitimierte) Politiker
als „noch schlimmer“ bezeichnen. Wraum tun Sie das? Wenn es um Empfängnisverhütung oder um Schwule geht,
machen Sie das doch auch nicht. Aber ist nicht ein Kindermord viel „schlimmer“ als der Geschlechtsakt
zweier Männer? Warum sagen Sie das bei „Homo-Diskussionen“ nicht auch immer dazu? Das ist genau das unsägliche
Relativieren, das Sie auch bei angeblichen „Fehlern“ in der „Konzilskirche“ niemals vornehmen. Oder sagen
sie, wenn Sie gerade einmal wieder Papst Paul VI kritisieren, immer dazu: da hat es viel, viel schlimmere,
viel weniger fromme Päpste mit Frauen, Nebenfrauen, Kindern gegeben? Das tun Sie natürlich nicht. Aber
bei Herrn Pinochet, der das sicherlich nur zu einem Bruchteil verdient hätte, benennen Sie nicht die
Verbrechen, sondern sagen, andere seien (noch?) schlimmer gewesen. Das ist – leider – brauner Morast.
Wenn das die FSSPX ist, dann, wie gesagt: Finger weg!
#43 josefmaria † 22:52:45 | Freitag, 2. September 2005
@ evelin: sie ergreifen partei für mord, terror und unterdrückung und reden sich aus @ christfidel:
Da allein hunderttausende schlimmere Verbrecher im 20. Jahrhundert gelebt haben und leben, ist Ihre Behauptung
eine Relativierung: Sie stellen Pinochet verbal mit Stalin und Hitler auf eine Ebene und begehen damit
eine Geschichtslüge. relativierung ist ist nicht die beiordung zu anderen mördern, sondern erhöhung
oder erniedrigung. pinochet gehört genau wie die anderen mörder des 20. jahrhunderts (mao, ) die abtreibungen,
stalin und hitler bilden zweifelsohne eine andere qualität. das wurde nie bestritten. pinochet bleibt
mit 80.000 morden einer der GRÖßTEN VERBECHER DES 20. JAHRHUNDERTS. und sie alle male leugnen oder revidieren
die verbrechen dieses massenmordes und verhöhnen alle opfer und gott, der sich am kreuz für uns hingegeben
hat.
#42 MilesChristi 22:50:39 | Freitag, 2. September 2005
@ Romano, Josefmaria etc. Ja, ihr habt jetzt doch Euren neuen Feind gefunden oder ?? Die große FSSPX-Faschisteh-Anti-Modernisten
Verschwörung. Ihr bringt mich zum Lachen. Josefmaria und Christfidel, ich könnte euch wegen Verleumdung
anklagen, weil ihr mir nachsagt, ich hätte eine gewisse Nähe zum Nationalsozialismus. Darüberhinaus
habe ich bei meinem ersten Posting zum Thema „Pinochet“ klar gesagt, daß es zu Verbrechen und Exzessen
gekommen ist. Wenn Argumente nicht helfen, dann her mit der Polizei ! So typisch, so typisch.
Relativieren tut derjenige, der Pinochet einen der größten Verbrecher nennt! @ christfidel: Da allein
hunderttausende schlimmere Verbrecher im 20. Jahrhundert gelebt haben und leben, ist Ihre Behauptung eine
Relativierung: Sie stellen Pinochet verbal mit Stalin und Hitler auf eine Ebene und begehen damit eine
Geschichtslüge. Sie dürfen halt nicht alles so ernst nehmen, was Ihnen in Ihrem Zeitgeistgeschichts
und -politikunterricht alles so eingetrichtert wurde, dass es jetzt noch als Geschichtslüge aus Ihnen
herausbricht! Sie klicken täglich Seiten an, auf denen aktive Politiker wie George Walker Busch, Ariel
Sharon und Tony Blair nicht als größte Verbrecher bezeichnet werden, obwohl sie alle drei (und noch
einige andere) größere Verbrecher sind als Pinochet. In Wirklichkeit geht es Ihnen und den Geschichtslügnern
nur um die Dogmatisierung der Demokratie als das wesentlichste bewahrenswerte Gut in der Weltgeschichte;
somit um der Freimaurer liebste Staatsform, in der jene am unauffälligsten und effektivsten die Marionetten
tanzen lassen können…! PS.: Und nicht böse Dinge wie Klatsche sagen, sonst nimmt Ihnen Ihre Mama den
Computer weg…!
Bedrückend Die Äußerungen – insbesondere die Relativierungen und Entschuldigung – über Pinochet sind
wirklich bedrückend. Hier zeigen die Leute, die sich Tag für Tag über die Päpste seit Johannes XXIII.,
die „V2-Kirche“, Homosexuelle und Abtreibungen aufregen und gegenüber den von ihnen kritisierten Fehlern
jegliches Verständnis vermissen lassen, wes Geistes Kinder sie sind. Wie soll ich jemandes Argumente
ernst nehmen, der offenbar so einseitig und blind ist. Pinochets Verbrechen sollen „nicht so schlimm“
wie die anderer Massenmörder sein, weil er den Kommunismus bekämpft hat. Aber „Entschuldigungs-Gründe“
für eine Abtreibung oder die Benutzung eines Kondoms gibt es nicht; denn diese Taten sind ja „in sich
schlecht“. So bringt das Gespräch leider nichts; und wenn sich die Katholische Kirche mit einer Annäherung
an die FSSPX dieses Gedankengut ins Haus holt, dann würde ich – Liturgie hin oder her – sagen: Finger
weg! Wenn nach „rechts außen“ nicht ebenso klare Grenzen wie gegenüber „Relativismus“, „Liberalismus“
etc. gezogen werden, dann versinkt die Kirche in reaktionärem Morast.
#38 MilesChristi 22:41:53 | Freitag, 2. September 2005
@ Christfidel Du schreibst: „das problem ist, daß ihr neben dem, was richtigerweise bemerkt wurde (die
anderen verbrechen) DAS MÖRDERISCHE TERRORSYSTEM PINOCHETS leugnet. nun relativiert ihr mord und terror
und versündigt euch damit am ganz großen.“ Ich kann nur meine Frage wiederholen: wo habe ich die Verbrechen
geleugnet ? Wo habe ich Mord und Terror relativiert ‘? Ich habe vielmehr zugegeben, daß es zu Verbrechen
auch von der Seite der Antikommunisten gekommen ist !!!! Lies, bevor du Leute hier verleumdest !
#37 josefmaria † 22:40:46 | Freitag, 2. September 2005
Relevanz des Kreuz.net-Forums für den Staatsschutz Ich halte diese Diskussion ausgehend von der Monarchieliga-Homepage
für extrem bedenklich. Ich werde aus diesem Grund der Landesbehörde für Verfassungsschutz den Link
www.kreuz.net/remark.1787.html zusenden, um eine Prüfung vornehmen zu lassen. Die Autoren sind rein juristisch
wahrscheinlich fein raus, aber die Kreuz.net-Redaktion könnte sich fragen lassen, warum sie braune Ideologie
publiziert. Ich hoffe, daß diese perversen Ergüsse verschwinden – so oder so. Aber das wird kommen,
da seid sicher!
#36 Gotthard 22:39:44 | Freitag, 2. September 2005
Koalition auf dieser Seite wird eine große Koalitin sichtbar zwischen Faschisten und militanten Anti-Kommunisten
und Pius-Leuten bzw katholischen Traditionalisten. Gut dass die Pius-Oberen durch den Seiteneingang vorgelassen
wurden … wer Leute wir hier hinter sich weiß, hat sich wahrhaft zu verstecken
#35 christfidel † 22:31:20 | Freitag, 2. September 2005
ihr geschichtsrevisionisten habt doch alle male einen an der klatsche ihr relativiert wie ihr lustig seid.
ihr ordnet kommunisten über, fangt an über hitler zu reden. darum geht es nicht. das sind andere mörder
und verbrecher. ihr fangt auch an, an den nicknames (josefmaria) und deren originalen rumzunörgeln. das
problem ist, daß ihr neben dem, was richtigerweise bemerkt wurde (die anderen verbrechen) DAS MÖRDERISCHE
TERRORSYSTEM PINOCHETS leugnet. ihr präsentiert auch wie schmutzige nazis. das traurige ist, daß ihr
in all dem diskussionen zuvor dafür viel zu viel intelligenz und auch charakter gezeigt habt. nun relativiert
ihr mord und terror und versündigt euch damit am ganz großen. das widert mich an, beschämt mich und
ist erstmals ein grund, diese seite nie wieder aufzurufen. diese diskussion werde ich aber kopieren und
vorlegen, wo ich nur kann… gottes segen!
#34 Gotthard 22:24:18 | Freitag, 2. September 2005
Pinochet Niemand hat andere Diktatoren oder Massenmörder ausgeschlossen … Pinochet war auf dieser obskuren
page glorifiziert worden … und DU hast Dich dieser angeschlossen… Pinochet war ein Massenmörder…
#33 MilesChristi 22:20:24 | Freitag, 2. September 2005
Josefmaria Hm, du machst wohl deinem namengebenden „Heiligen im Schnellverfahren“ eine Ehre, schließlich
hat er alle seine Kritiker als Lügner oder schlimmeres beschimpft – gutes Beispiel für einen Heiligen,
oder ?? Du bezeichnest mich als Lügner, weil ich es wage, die Wahrheit zu sagen: daß Pinochet kein Massenmörder
ist.
Pinochet einer der größten Verbrecher? Kann nur ein Irrtum sein! @ christfidel: Sie scheinen die Augen
vor der Wirklichkeit zu verschließen! Zuerst einmal kommen vorher einige Nazis und Kommunisten. Dann
die ganze Abtreibungs-Mafia (60 Mill. Abtreibungen jährlich weltweit): Die Parlamentarier, die sie straffreigestellt
haben (de facto, wenn auch nicht de iure, erlaubt haben), die Regierungspolitiker, die FeministInnen,
die das betrieben haben, die Journalisten, die Frauen, die sich als AbtreiberInnen deklariert haben (Stern-Aktion),
die Freimaurer, die das weltweit wie national in Szene gesetzt haben, die mutwilligen Verfassungsrichter,
dies es nicht aufgehoben haben usw. Das ganze aber nicht nur hist., sondern der selbe Personenkreis bis
heute (weil sie ja nichts daran geändert haben, also den Massenmord aufrecht erhalten). Das Gleiche bei
den „Verhütern“, bei den Euthanasie-Freunden, bei den Propagandisten der In-vitro-Fertilisation usw.
Nicht zu vergessen: Die ganzen Völkermörder: Im 20. Jahrh. : Atatürk und seine Helfershelfer (Armenier
u. andere Christen), Benesch und seine Helfershelfer (Sudetendeutsche), die Machthaber von Nigeria (Biafra-Völkermord),
die Machthaber vom Sudan (Christen- u.a. Völkermord), Churchill, Truman und Roosevelt (Flächenbombardements –
1. Stufe des Morgenthau-Plans) und ihre Helfershelfer usw. Sollten Sie mit diesen Personenkreisen noch
nicht zufrieden sein – die Verantwortlichen zählen zusammengen. ja nach hunderttausenden, dann können
sie Leute wie Pinochet prüfen. Der Gatte der Evelin
#31 Ignatius 22:04:15 | Freitag, 2. September 2005
Zwei Übel Zuerst muss man wissen, mit oder ohne Kommunistisches Schwarzbuch, dass der Kommunismus weltweit
die Ideologie ist, die am meisten Todesopfer forderte. Es geht da um Quantitäten, dass einem das Zählen
völlig vergeht. Und: der Kommunismus ist nicht tot, sondern fideler denn je zuvor. Die Kirche wusste,
bis zur letzten Räubersynode, darüber völlig Bescheid, obwohl noch keine so exakten Zahlen vorlagen
wie heut. Sie hat den Kommunismus immer als das verurteilt, was es ist: eine diabolische Ideologie. Wenn
man das alles weiss, dann kann man sich über kleinere und viel größere Übel unterhalten. Dann sieht
man, dass es nicht so einfach ist. Das versuchte MilesChrist um 20:23h anzudeuten, aber man hörte nicht
auf ihn. Die ihm widersprachen sollen doch nennen, was die Alternative zu Pinochet gewesen wäre! Aber
Sesselfurzen ist viel einfacher, um mal ausnahmsweise einen Volksfrontler zu zitieren. Die meisten Deutschen
sind so dermassen gehirngewaschen, dass sie einfach blind für die Teufelsfratze des real existierenden
Sozialismus sind. Deswegen treten nun die blutigen Mauermörder von gestern ausgerechnet als Retter Ostdeutschlands
zur Wahl an – massiv unterstützt von den antikirchlichen Medien und allerlei Tricks der etablierten Machthaber.
Und die deutschen Eloys werden sie wählen, die Morlocken.
#30 Gotthard 22:03:19 | Freitag, 2. September 2005
Pinochet Niemand hat andere Diktatoren oder Massenmörder ausgeschlossen … Pinochet war auf dieser obskuren
page glorifiziert worden … und DU hast Dich dieser angeschlossen… Pinochet war ein Massenmörder…
#29 MilesChristi 21:59:42 | Freitag, 2. September 2005
Christfidel Du schreibst: „es ist unerträglich, wie die verbrechen pinochets und seiner junta hier geleugnet
oder relativiert werden.“ Ich habe weder das eine noch das andere getan, wie du in meinem Posting lesen
kannst. Aber es ist einfach eine Lüge zu sagen, daß er ein „Massenmörder“ war. Wenn es so ist, dann
haben wir noch andere Massenmörder, mit welchen man sich die Ehre noch gibt (Fidel Castro, zum Beispiel,
und die kommunistische Führung Chinas).
#28 Gotthard 21:52:40 | Freitag, 2. September 2005
Blinde Hühner Es gibt immer wieder Fundis, die auf die fromm geneigten Häupter sehen, doch die blutverschmierten
Hände und die dreckige Seele nicht sehen wollen …
#27 christfidel † 21:51:10 | Freitag, 2. September 2005
@ kommunisten – faschisten es ist wahr, daß die kommunistische ideologie besonders kirchenfeindlich ist
und das größte problem des 20. jahrhunderts darstellte, aber es ist unerträglich, wie die verbrechen
pinochets und seiner junta hier geleugnet oder relativiert werden. er war kein retter, sondern nur ein
anderer hetzer und verbrecher. korruption, unterdrückung und mord sind quasi nur in andere hände gekommen.
das macht es aber nicht besser und rechtfertigt gar nichts.
#24 christfidel † 21:44:17 | Freitag, 2. September 2005
@ relativisten von unmoral und sünde schwarz-weiß-denken führt in der politik und dem verständnis
für diese nicht weit, aber es gibt fragen, die einer eindeutigen klärung bedürfen: menschenrechtsverhöhnender
unterdrücker ja oder nein? massenmörder ja oder nein? wahrscheinlich kommt der bewertung der verbrechen
pinochets in diesem forum der umstand zu gute, daß er kein gottloser modernistischer rosenkreutz-lutheranisch
verpesteter pseudo-katholischer homo-freimaurer ist, wie ich es wahrscheinlich bin…?! oder auch nicht…
#22 Ignatius 20:47:44 | Freitag, 2. September 2005
@MilesChristi Pinochet ist tatsächlich der Retter des chilenischen Volkes vor dem Kommunismus. Ich will
damit die Verbrechen nicht leugnen, die tatsächlich passiert sind und die Exzesse; aber die Geschichte,
gerade Südamerikas, ist viel mehr als diese „schwarz-weiße“ Malerei der Kommunisten und ihrer Freunde.
Jetzt überforderst du unsere Board-Sozialisten aber völlig. Für die ist Jesus ein Politpriester-Revolutionär
gewesen und basta.
#20 MilesChristi 20:23:25 | Freitag, 2. September 2005
Pinochet Pinochet ist tatsächlich der Retter des chilenischen Volkes vor dem Kommunismus. Ich will damit
die Verbrechen nicht leugnen, die tatsächlich passiert sind und die Exzesse; aber die Geschichte, gerade
Südamerikas, ist viel mehr als diese „schwarz-weiße“ Malerei der Kommunisten und ihrer Freunde.
#19 christfidel † 19:17:48 | Freitag, 2. September 2005
@ gotthard auf unsere freiheitlich-demokratische grundordung, die auch der kirche ein hohes gut ist, bezogen,
ist das, was auf dieser hp publiziert wird, eindeutig verfassungswidrig (vgl. z.b. art. 1 & 20 gg).
#17 christfidel † 18:51:56 | Freitag, 2. September 2005
@ tradistimme: monarchieliga ich habe die website der monarchieliga aufgerufen und schon fällt mir die
glorifizierung eines der größten verbrecher des 20. jahrhunderts ins auge: augusto pinochet, der dort
als „retter chiles“ und potentieller monarch bezeichnet wird. das von ihm „gerettete“ volk ist jedenfalls
heilfroh, daß es diesen mörderischen diktator vom hals hat. ich verstehe nicht, warum das hier verherrlicht
wird. hoffentlich ein mißverständnis…
Gehorsam gegenüber der Obrigkeit @ Irenäus: Gehorsam mit den erforderlichen Einschränkungen auch gegenüber
der an sich illegitimen Obrigkeit: Ja. Sollte allerdings der Papst wieder einen römischen Kaiser einsetzen,
dann würde diesem vorrangig der Gehorsam gebühren, da Christus der König des Universums ist und seinem
Stellvertreter prinzipiell (auch wenn es lange nicht mehr praktiziert wird) die Einsetzung der weltlichen
Gewalt zusteht. Über diesen leider höchst theoretischen Fall (kürzlich habe ich aber mit einem an sich
durchaus realistischen Traditionalisten gesprochen, der diesen Fall – die Neubestellung eines Kaisers
des Hl. Röm. Reiches – erwartet, auch wenn er keinen Zeithorizont angeben kann) im Detail zu diskutieren
(allenfalls widerstreitende Gehorsamspflichten), ist derzeit nicht sinnvoll. Wir dürfen aber um einen
Kaiser beten und noch in der Zwischenkriegszeit (ich weiß nicht genau, bis wann) wurde für den Kaiser
(es gab nur noch nach legitimistischer Auffassung einen solchen) auch in der Meßliturgie gebetet. Da
ich einen Bericht aus dem Bayern der Zwischenkriegszeit habe, könnte auch der deutsche Kaiser des usurpatorischen
preußischen Kaiserreichs von 1870 – 1918 gemeint sein (als theoretischer „Landesherr“), doch interpretiere
ich dies mit Blickrichtung auf den Kaiser des Hl. Römischen Reiches. Das Gegenteil wird möglicher Weise
allerdings beweisbar sein bzw. wird dies vielleicht strittig bleiben…
@Traditionsstimme Ich denke allerdings, daß der Gehorsam im paulinischen Sinne der jeweiligen Obrigkeit
gilt, auch wenn diese unrechtmäßig zustandegekommen ist.
Himmlisch Traditionsstimme schreib: Nein, man kann es aber witziger Weise so hineininterpretieren. Dass
der Siegeszug der Aufklärung nicht mit V2 beginnt (und auch nicht endet), ist dabei klar. Ich hatte mir
schon halb gedacht, daß Sie seine Äußerung witzigerweise als Aufhängung für eine kleinen Exkurs in
die spannende Reichslehre verwandten. Nur weiter so, der Nachholbedarf ist bei vielen vorhanden. Wenn
Dr. Otterbeck schreibt, dass „Erzbischof Lefebvre“ (heute) Irland nicht retten werde, dann eröffnet dies
allerdings schon eschatologische und hagiographische Dimensionen… Absolut! Wer hätte es gedacht, daß
ausgerechnet Otterbeck zu unserer Fraktion stößt, die den guten Erzbischof Lefebvre als einen Heiligen
einstuft, der vom Himmel aus wirkt.
Der römische Kaiser @ Marcel: Eine spannende Ausführung, Traditionsstimme, aber hatten Sie wirklich
den Eindruck, daß Otterbeck ein Anhänger des katholischen Reichsgedanken sei? Nein, man kann es aber
witziger Weise so hineininterpretieren. Dass der Siegeszug der Aufklärung nicht mit V2 beginnt (und auch
nicht endet), ist dabei klar. Wenn Dr. Otterbeck schreibt, dass „Erzbischof Lefebvre“ (heute) Irland nicht
retten werde, dann eröffnet dies allerdings schon eschatologische und hagiographische Dimensionen…
#12 Yersinia 15:27:48 | Freitag, 2. September 2005
nun,da mache ich mir weniger Sorgen KatholikInnen sind zu so vielem verpflichtet – und halten sich nach
eigenem Gutdunken daran; dies ware bei einem Kaiser – dem dann ja nur die katholische Seite eines Staates
verpflichtet ware – auch nicht anders;
Christkönigstum im Reich versus V.II-Laizismus Eine spannende Ausführung, Traditionsstimme, aber hatten
Sie wirklich den Eindruck, daß Otterbeck ein Anhänger des katholischen Reichsgedanken sei? Als grundsätzlicher
Gegner der universellen Christkönigsherrschaft glaubt er doch vielmehr irrtümlicherweise, daß erst
durch die totale Säkularisierung des Staates Gott „irgendwie“ besser die Menschen erreichen könne und
zwar, weil mit der der frz. Revolution „das Erwachen in den Seelen“ eingetreten sei – die Dummerchen davor
müßten dementsprechend 1789 Jahre lang schlafende Seelen gehabt haben… Diese Irrmeinung, die ein völliger
Bruch mit der beständigen Lehre der Kirche ist (welche besagt, daß staatlicher Laizismus staatlichen
Atheismus bedeutet) darstellt, wurde mit dem V.II weltweit von der Konzilskirche proklamiert und in die
traurige Praxis umgesetzt. Leider hat Otterbeck mir bisher nicht erzählen wollen von den vermehrten Früchten
und dem neuen Pfingsten, der stärkeren Evangelisierung der Menschen, uam., die doch angeblich mit dem
V.II eingeleitet wurden. Diese Frage stellte bekanntlich der Erzbischof Lefebvre alle paar Jahre die Konzilsbischöfe,
aber niemand konnte ihm jemals eine Frucht nennen. Vielleicht findet Otterbeck etwas in den Archiven –
oder in der Utopie der schönen neuen Welt?
#10 Gotthard 15:12:23 | Freitag, 2. September 2005
ich fass es nicht! Papst Benedikt XVI. müßte also nur einen neuen Kaiser (da die Reichsverfassung erloschen
ist – völkerrechtlich und innerstaatlich) einsetzen. Diesem gegenüber wären die Katholiken zu Gehorsam
verpflichtet. Gut dass solche zeiten vorbei sind…
Interessanter Ansatz, Herr Doktor Otterbeck! Ich sehe, Sie lernen dazu. Denn um in der derzeitigen Lage
helfen zu können, muß S. Ex. Erzbischof Lefebvre in den Himmel gekommen sein! Denn im Fegefeuer könnte
er nicht einmal für sich selbst beten und in der Hölle gar nicht. Im übrigen gebe ich Ihnen Recht:
Der größte Sieg der französichen Revolution der Freimaurer war die Beseitigung des Hl. Römischen Reiches.
Weder dessen angebliche Abschaffung (durch die Niederlegung der Krone durch Kaiser Franz I.) 1806 noch
dessen unterlassene Wiedererrichtung 1815 ff. weist irgendeine Rechtfertigung auf. Weder wurde ein Reichtstag
zur Abänderung der Reichsverfassung im Sinne der Abschaffung des Hl. Römischen Reiches durchgeführt,
noch hat der Papst, damals Pius VII., der Abschaffung des Hl. Römischen Reiches zugestimmt (die Kirche
hat aber durch die Salbung des Hl. Karls des Großen das Hl. Reich begründet). Die Tradition in der Hl.
Kirche beträgt sowieso mindestens 200 Jahre (siehe die Einführung des Missale Romanum durch den Hl.
Papst Pius V.) oder 300 Jahre (Möglichkeit der Wiederbelebung eines Ordens 300 Jahre nach dem Tod des
letzten Ordensangehörigen). Papst Benedikt XVI. müßte also nur einen neuen Kaiser (da die Reichsverfassung
erloschen ist – völkerrechtlich und innerstaatlich) einsetzen. Diesem gegenüber wären die Katholiken
zu Gehorsam verpflichtet. Für viele interessante Details siehe näher die Webseite der Monarchieliga
www.monarchieliga.de/
#8 Dr. Otterbeck 12:46:55 | Freitag, 2. September 2005
M. L. Marcel Lefebvre wird auch Irland nicht retten. Um 1800 konnte der Katholizismus als Internationalismus
fast nur noch in Irland, Kroatien und Polen gelebt werden, wo sich mit dem ultramontanen Herzen eine „nationale“
Identifikation verknüpfte (gegen England, Serbien/Türkei, Russland); die „Kulturnationen“ litten unter
der Verquickung von Staat und Religion (span. Sonderrechte, Gallikanismus, Reichskirche); 1789 ff. hat
die Kirche zwar in die Defensive gedrängt, das Erwachen in den Seelen bereitet aber die „Rückkehr zu
Gott“ vor (die bereits Kardinal Montini 1962 als Konzilsziel definierte); das in den „katholischen Staaten“
mit einer Phasenverzögerung noch der „Feuerbach“ zu durchschreiten ist, könnte aufgefangen werden durch
die neuen spirituellen Frühlingszeichen, die, den Tradi zum Trotz, bereits da sind. Die Kirche lebt und
ist jung.
#6 Marcel 17:17:21 | Donnerstag, 1. September 2005
St. Patrick, bitte für uns! Irland war ein wunderschönes katholisches Land, dem Europa in katholischer
Hinsicht so viel zu danken hat! Im Gegensatz zu den liberaleren Rhein-Staaten hielten Kirche und Bevölkerung
dort viel länger stand. Sie überlebten das imperiale Empire, Hungerskatastrophen, und vieles mehr…
Doch die kombinierte Attacke V.II und EU-Wohlstandsgesellschaft (Mammon statt Christus) ist zuviel. Der
irische Staatspräsident de Valera (1882-1975) war wiederholt Meßdiener in hl. Messen, die von Erzbischof
Lefebvre zelebriert wurden. Sehr segensreich, wenn ein Staatsoberhaupt in der katholischen Kirche ruht.
Viel besser als sozialistische Staatsoberhäupter, die unzählige Male geschieden sind und als erklärtes
Ziel haben, die Kirche „überflüssig“ zu machen. Also lieber: Instaurare omnia in Christo.
#5 Rosa von Lima 16:58:05 | Donnerstag, 1. September 2005
Irland – schade! Ich war im 1976 einige Zeit in Irland. Da waren die Kirchen auch bei den Werktagsmessen
voll. Die Leute gingen noch vor Arbeitsbeginn zur hl. Messe und begannen so den Tag mit Gott. Ich habe
diese Leute damals so bewundert. Schade, dass der Zeitgeist auch hier Einzug hielt.
#4 Yersinia 16:15:31 | Donnerstag, 1. September 2005
der Herr Erzbischof hätte auch den „irischen Tiger“ anführen können Irland, in früheren Zeiten eines
der ärmeren Länder der Europäischen Union, machte eine starke, beinahe sprunghafte wirtschaftliche
Entwicklung durch, die selbstverständlich auch zu einer Änderung des Lebensstils führte; höherer Wohlstand,
ein gestiegenes Bildungsniveau, damit verbunden eine höhere Reflexionsbereitschaft und umgekehrt eine
geringere Abhängigkeit von Autoritäten führen demgemäß auch zu einem veränderten religiösen Verhalten –
die zugleich massiv steigenden Anforderungen der Arbeitswelt tun das ihre dazu – alles Dinge, die von
der Soziologie recht gut dargestellt und erklärt werden können;
#3 Gotthard 14:38:09 | Donnerstag, 1. September 2005
@stimme nur weil irgendein Prof solch einen satz mal sagt, muss er nicht stimmen. In einer Zusammenfassung
eines Artikels hat er nun überhaupt nicht zu suchen, wenn der darin nicht vorkommt. Merk dir das bitte
mal.
@ Gotthard Das ist natürlich vorausgesetzt. Denn die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe. Der
Auspruch stammt von Univ.Prof. Dr. Georg May und wurde auf kreuz.net schon des öfteren von Marcel zitiert.
Langsam könnten Sie sich das merken!
#1 Gotthard 12:43:36 | Donnerstag, 1. September 2005
Bischofsernennungen Aufgrund mangelhafter Bischofsernennungen in den letzten Jahrzehnten steckt auch sie
jetzt in einer schweren Krise. Von schlechten Bischofsernennungen ist in dem Gespräch nichts zu lesen.
Die Zusammenfassung ist also absolut daneben… ungenügend!