In den Vereinigten Staaten bahnt sich eine christliche Revolution von unten an. Schon 700 Menschen sind bereit, dafür nach Südkarolina aufzubrechen. Dieser Bundesstaat soll als erster umgekrempelt werden.
(kreuz.net) Sie nennen sich ‘ChristianExodus.org’ und haben von den amerikanischen Gesetzen, die das Land
in den moralischen Verfall führen, die Nase voll.
Schon seit dreißig Jahren versuchten Christen erfolglos
die moralische Auflösung der Vereinigten Staaten aufzuhalten, heißt es auf der Homepage der Auszugswilligen:
„Wir besitzten gegenwärtig einen bekennenden christlichen Präsidenten, einen Republikanischen Kongreß
und ein Republikanisches Oberstes Gericht.“
Dennoch entwickelten sich die Dinge vom Schlechten zum Schlimmeren.
Die Homepage erwähnt unter anderem die Kinderabtreibung, das Homo-Konkubinat, das Verbot des Schulgebetes,
die in den Schulen unterrichtete darwinistische Evolutionstheorie, die Legalisierung der Sodomie.
Dagegen
macht „Christian Exodus“ einen präzisen Vorschlag. Die USA müssen zurückerobert werden und zwar Bundesstaat
um Bundesstaat. Millionen von Christen wären – weil über die ganzen USA verstreut – einflußlos. Man
müsse sich zunächst auf einen einzigen Bundesstaat konzentrieren.
Der erste anvisierte Teilstaat ist
Südkarolina. Südkarolina befindet sich im Südosten der Vereinigten Staaten.
Die ersten Familien haben
sich schon auf die Reise gemacht.
„Noch vor einem Jahr war das ein Projekt am grünen Tisch“, erklärt
der Präsident des christlichen Exodus, Cory Burnell: „Jetzt tut sich etwas.“
Die staatliche Anerkennung
des Homo-Konkubinats im US-Bundesstaat Massachusetts habe das Faß zum Überlaufen gebracht.
Die Initative
sieht es als ihr Anliegen, ähnlich denkende Christen in einem bestimmten Gebiet in Südkarolina anzusiedeln.
Zuerst soll die örtliche, später die Gesetzgebung des Bundesstaates beeinflußt werden. Vom Bundesstaat
will man den Sprung in die nationale Politik wagen.
Wenn der nicht gelingen sollte, erwägt die Gruppe
sogar eine Sezession von den Vereinigten Staaten von Amerika.
„Wir nehmen zur Kenntnis, daß die politische
Situation in den USA der letzten vierzig Jahre von linken Kräften dominiert wurde – unabhängig davon,
ob die Linken nun konkret an der Macht waren oder nicht“, erklärt ein Auszugsbereiter.
Diese Entwicklung
könne nur aufgehalten werden, wenn sich eine Gruppe in einem Bundesstaat zusammenschließt.
Die Teilnehmer
des Projektes sind aufgerufen, sich am neuen Ort in der Politik auf lokaler und bundesstaatlicher Ebene
zu engagieren. Viele von ihnen sind bereit, gewählte Ämter zu übernehmen.
Die Bewegung ist jung:
„Die meisten unserer führenden Mitglieder sind zwischen 20 und 40 Jahre alte. Wir sind ein Projekt, daß
von jungen Menschen vorangebracht wird.“
Es gibt keinen eigentlichen Test, um die Einstellung der Mitglieder
zu überprüfen.
Doch auf der Homepage sind einige verbindliche Glaubenssätze festgehalten: die Trinität,
die zwei Naturen Christi, die Erbsünde, die Erlösung durch den Glauben in Christus, die Auferstehung,
die Wiederkunft Christi und die Irrtumslosigkeit und Autorität der Heiligen Schrift.
Katholiken, Mormonen,
sogar Juden sind Mitglieder.
Sie alle wollen eine verfassungsgemäße US-Regierung wiederherstellen,
die auf christlichen Prinzipien ruht.
Es gibt auch Einwände:
„Ein unabhängiger ‘christlicher Staat’ –
während die große Mehrheit der ‘christlichen’ Bevölkerung nicht mehr betet und von TV-Unterhaltungsshows
abhängig ist –, ist alles andere als die Lösung“, erklärt ein Kritiker.
Der Gründer der neuen christlichen
Gemeinschaft ist um eine Antwort nicht verlegen: „Diese Kritiker unternehmen alles, um sich von der Lösung
des Problems fernzuhalten. Ich gebe nicht viel auf Leute, die selber nichts tun.“
Mitte Oktober will
die Gruppe eine Pressekonferenz in der Stadt Greenville in Südkarolina veranstalten. Dabei werden auch
Immobilienmakler anwesend sein, um Leute, die sich für einen Grundstückkauf interessieren, zu beraten.
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11 Lesermeinungen
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Etwas widersprüchlich Ich finde es etwas seltsam, wenn „einige verbindliche Glaubenssätze [gelten]:
die Trinität, die zwei Naturen Christi, die Erbsünde, die Erlösung durch den Glauben in Christus, die
Auferstehung, „ Aber dann heißt es „… sogar Juden sind Mitglieder.“ Mir ist das ganz neu, daß die
Juden die Trinität und die Gottessohnschaft Christi bekennen. Und das Jesus uns erlöst hat ist jetzt
neuerdings jüdisches Glaubensgut???
#8 Benedikt 22:46:36 | Donnerstag, 1. September 2005
Verfassung Offenbar kennt diese Truppe ihre eigene Bundes-Verfassung nicht. Für viele Kritikpunkte kann
der US-Präsident gar nichts, weil sie allein Sache der Staaten sind.
Nichts neues unter der Sonne Schon bereits Ende der 80er gab es ähnliche Massenkundgebungen in Europa:
man ging von Stadt zur Stadt, um dem „spontanen Willen des Volkes“ durch Massenkundgebungen Ausdruck zu
verleihen. Es handelte sich damals um das „christliche, serbische Volk“ – das jede Nation im damaligen
Jugoslawien über die Richtigkeit seiner Meinung betreffend „Kosovo“ überzeugen wollte. Die Folgen kennen
wir alle.
#5 Marcel 16:49:20 | Donnerstag, 1. September 2005
Hervorragende Idee, aber … … nur mit, unter und durch die katholische Kirche zu bewältigen! Nicht
mit Luther, so gutgläubig viele US-Protestanten auch sein mögen. Europa „schaffte“ es ja bereits: durch
das heilige römische Kaiserreich im goldenen Mittelalter! Das ärgerte Satan so sehr, daß er sich die –
für Menschen – undenkbarsten Gemeinheiten ausdachte, um alles in Schutt in Asche zu legen, „bombastischer“
denn jemals zuvor. 1517 (Luther), 1717 (Freimaurer), 1917 (Kommunismus). Heute sehen wir seinen immensen
Erfolg. Die letzte Jahreszahl (1917) zeigt jedoch gleich die Lösung des satanischen Problems: Das Eingreifen
des Himmels durch Fatima. Wenn wir der Muttergottes folgen, ist die Welt gerettet. Es liegt in der Hand
des Papsts, mit allen Bischöfen des Erdkreises dem Wunsch Mariens zu entsprechen: die expliezte Weihe
Rußlands an Maria vorzunehmen. Beten wir dafür! (Der Papst könnte auch das „stillgelegte“ katholische
Kaiserreich wieder ausrufen und einen Kaiser krönen. Da kommt man doch ins Schwärmen…) Sehr empfehlen
möchte ich an dieser Stelle das Kapitel „Jesus Christus, König der Republiken“ des Buches „Sie haben
Ihn entthront“ von Erzbischof Lefebvre, der darin die Lehre der Kirche darlegt, die immer die demokratische
Ideologie verurteilt (a), jedoch die nicht-liberale demokratische Regierungsform akzeptieren kann (b).
Der Unterschied? Bei a) gibt es eine Teilnahme des Volkes an der Macht unter dem höchsten Souverän Christus,
bei b) dagegen wird das Volk an die Stelle Gottes gesetzt.
@Catholicus Könnte nicht eine einzige „Stimme der Vernunft“ auch so manches Gute bewirken? Schon, aber
hier auf dieser Website muss ich dabei zunehmend an Matthäus 7, 6 denken…
wow! Schon 700 Menschen! Wow! Dann brauchen sie ja nur noch 4.146.453 weitere um dort die Mehrheit zu
haben und den Staat „umzukrempeln“! DWir dürfen gespannt sein auf das Jahr 7213, wenn das ungefähr der
Fall sein wird!