Am letzten Montag empfing Benedikt XVI. den Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Audienz. Mittlerweile hatte der deutsche Distriktsobere der Bruderschaft, Pater Niklaus Pfluger, Gelegenheit, ihn zu treffen. kreuz.net sprach mit Pater Pfluger.
Bischof Bernard Fellay, der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., traf am letzten Montag
Benedikt XVI. in der päpstlichen Sommerresidenz Castelgandolfo. Er betrat das Gebäude durch Seiteneingänge.
Warum?
Pater Niklaus Pfluger: Da müßte man die römischen Geflogenheiten kennen… Tatsache ist, daß
es in der römischen Kurie – Staatssekretariat, Walter Kardinal Kasper usw. – und ganz besonders in den
mächtigen Bischofskonferenzen – Deutschland, Frankreich, Amerika – sehr viele Elemente gibt, die alles
versuchten, diese Audienz zu verhindern. Sie sind posthum – man verzeihe mir den Ausdruck – stocksauer,
daß Papst Benedikt XVI. die Bitte Msr. Fellays angenommen hat.
Wir wußten von Anfang an um die Schwierigkeit,
eine Audienz zu bekommen – nicht wegen des Papstes, sondern wegen der Progressisten im Vatikan. So haben
uns römische Prälaten geraten, die Audienz nicht über das Staatssekretariat zu organisieren – wie es
üblich wäre –, sondern auf anderen Wegen. Aus all diesen Gründen ist es verständlich, daß auch der
Papst Rücksicht nehmen muß und seine Mitarbeiter nicht allzusehr vor den Kopf stoßen will. Darum wurde
ja auch in allen Meldungen betont, die Bruderschaft habe um die Audienz gebeten.
Bischof Fellay erklärte
nach dem 35minütigen Zusammentreffen, daß die Audienz in einem „gutem Klima“ verlaufen sei. Können
Sie etwas zu den Inhalten des Gesprächs bekanntgeben?
Pater Niklaus Pfluger: Der Ausdruck „gutes Klima“
muß auch im Kontext gelesen werden. Vor allem nördlich der Alpen – man denke nur an die jüngsten Unterstellungen
des Bamberger Generalvikars Alois Albrecht – wird überall – in den Meldungen, in der Presse, in den Verlautbarungen –
von „schismatisch“ und von „Exkommunikation“ gesprochen. Wenn nun das Gespräch in einem „guten Klima“
verlaufen ist, heißt das ja auch, daß wir weder für den Papst, noch für den Präsidenten der Päpstlichen
Kommission ‘Ecclesia Dei’, Darío Kardinal Castrillón Hoyos – und übrigens für sehr viele römische
Würdenträger – eine schismatische Bewegung sind. Sie wissen, wir sind katholisch und wir wollen es bleiben.
Sie bezeichneten das Gespräch mit dem Heiligen Vater in einer jüngsten Pressemitteilung als „guten
Tag für den lieben Gott und die Kirche“. Aus welchem Grund?
Pater Niklaus Pfluger: Genau aus dem dargelegten
Grund. Wenn der Papst mit uns spricht und weiter mit uns sprechen will, dann weil wir ein ernstes Anliegen
haben. Dann machen sich Ortsbischöfe lächerlich, wenn sie sich hinter der Schismakeule verstecken, nur
um nicht auf unsere Kritik eingehen zu müssen. Bischof Fellay geht nach Rom, damit die Stimme der Tradition
auch – und vor allem – in Rom gehört wird. An den Pressereaktionen sehen Sie, daß man von uns spricht –
und dies ist erfreulich – nicht wegen uns, sondern wegen unserem Anliegen: Der Erhalt des Glaubens in
der Kirche.
Letzte Woche war ich in Frankreich. In der Samstagsausgabe des Figaro stehen wir auf der
ersten Seite. Das ist doch für die ganze Kirche erfreulich.
Einige Zeitungen behaupten, daß das Treffen
auf Kritik innerhalb der Traditionalisten gestoßen sei. Gibt es einen legitimen Grund für eine derartige
Berichterstattung?
Pater Niklaus Pfluger: Da muß man unterscheiden. Diese „Traditionalisten“ sind Leute,
die sich von uns getrennt haben, wie z. B. in Frankreich Abbé Aulagnier oder Abbé de Tanouarne. Letzterer
kritisiert die Leitung der Bruderschaft und wirft ihr vor, mit Rom zu liebäugeln. Dies geschieht aber
nicht aus Sorge um die Kirche, sondern um sich und ihren Ungehorsam zu rechtfertigen.
Was die Sorge innerhalb
der Bruderschaft betrifft, z.B. auch von Gläubigen, so muß man wiederum unterscheiden. Ich kenne alle
30 Oberen. Jeder kennt die Anliegen des Generalrates und unterstützt diese auch. Zudem kann der Generalobere
nicht einfach in so wichtigen Fragen entscheiden, wenn er nicht um die Meinung der Bruderschaft wüßte.
Aber er will Rom nicht unter Druck setzen, die Presse würde dies sofort ausschlachten. Und so ist die
Kommunikation nicht immer leicht.
Die Berichterstattung, von der Sie reden, ist hausgemacht. Man versucht,
einen Keil zwischen „Basis“ und „Leitung“ zu treiben. Aber die Gläubigen und auch die Priester der Bruderschaft
haben Vertrauen in die Leitung. So hat das Generalhaus die Mitglieder unmittelbar nach dem offiziellen
Pressekommuniqué in einem eigenen Schreiben über Details der Audienz informiert. Bei der kommenden Großveranstaltung
in Fulda an diesem Wochenende wird der Generalobere auch vor den Gläubigen erklären, warum diese Audienz
wichtig war – wegen der Kirche.
Der Pressesprecher des Vatikan, Joaquin Navarro-Valls, erklärte nach
der Audienz, daß man „schrittweise und in angemessenen Zeiträumen zur vollständigen Einheit“ gelangen
wolle. Welche Schritte sind konkret geplant?
Pater Niklaus Pfluger: Das Vorgehen entspricht unserem Konzept,
das Bischof Fellay Rom schon seit 2002 vorlegt. Rom muß unbedingt ein Zeichen setzen, um zu zeigen, daß
es die Tradition ernst nimmt und uns nicht einfach – so wie früher so oft – hinterrücks „konzilsfähig“
macht. Das wird mit uns nicht zu machen sein.
Ein solches Zeichen – wir haben um zwei gebeten – ist die
Erlaubnis der weltweiten Zelebration der alten Messe für jeden Priester – ohne Bedingungen und Schikanen.
Darüber hinaus soll Rom die in unseren Augen ungültige Exkommunikation von 1988 „aufheben“. Selbst hinter
vorgehaltener Hand sagt man uns in Rom – auch von Seiten des ehemaligen Kardinal Ratzinger –, daß diese
sogenannte Exkommunikation vorschnell gefällt wurde – und dies gegen einen so verdienstvollen Prälaten
des 20. Jahrhunderts. Oder könnte so ein junger Ortsbischof spontan einen Bischof nennen, der für die
Kirche des 20. Jahrhunderts mehr geleistet und aufgebaut hätte als Erzbischof Lefebvre!
Nach diesen
sogenannten Vorleistungen muß und wird über die Neue Theologie gesprochen werden, über das Vatikanum
II, den Ökumenismus, die Religionsfreiheit, das Selbstverständnis der Kirche usw. Das wird ein langer
Weg.
Eine letzte Frage: Die katholische Zeitung ‘Tagespost’ bezeichnete Ihre Bruderschaft im Zuge der
Berichterstattung um die Audienz am Montag als „eine nicht zu vernachlässigende Realität, deren Besorgnissen
Gehör geleistet wird“. Wie würden Sie das Echo der kirchlichen Medien über die Priesterbruderschaft
St. Pius X. generell bewerten?
Pater Niklaus Pfluger: Wenn die Tagespost dies – endlich – zur Kenntnis
nimmt, sie, die nicht einmal bereit ist, eine Anzeige unserer Glaubensveranstaltung in Fulda aufzunehmen –
Ökumene, sei herzlich gegrüßt! –, dann heißt das doch, daß etwas in Bewegung gekommen ist. Selbst
biedere örtliche Tageszeitungen berichten von uns. Allein diese Aufmerksamkeit ist wertvoll und zeigt,
daß man uns nicht mehr übergehen kann – auch wenn das einige deutsche Bischöfe, allen voran Kardinal
Lehmann, nicht wahr haben wollen.
Einer ihrer französischen Kollegen hat es kürzlich auf den Punkt
gebracht: „Vor zehn Jahren haben wir geglaubt, das Problem um Ecône wird sich von selbst (biologisch)
lösen. Heute müssen wir die Piusbruderschaft in unsere Überlegungen mit einbeziehen und können sie
nicht übersehen.“
Das Wort Michail Gorbatschows an Erich Honecker möchte ich auch den deutschen Bischöfen
zurufen: „Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte.“ Die Bischöfe würden gut daran tun, uns ernst
zu nehmen und uns nicht (mehr) zu ignorieren. Die Medien scheinen einen Anfang zu machen. Sie sprechen
wieder von uns – und stellen Sie sich vor – selbst ein so antikirchliches Blatt wie ‘Publik-forum’ schweigt
nicht! Es tut sich also was.
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45 Lesermeinungen
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#45 Agiafortuni 12:54:41 | Freitag, 4. November 2005
Zum Sedesvakantismus Der Ausdruck ist ungeïgnet und entspricht in keiner Weise dem Tatberstand, welcher
dem Problem zu Grunde liegt. Der Stuhl ist nämlich besetzt und jedermann kann es feststellen. Wer behauptet,
derjenige der ihn zur Zeit besetzt, sei nicht der Papst, trägt die Beweislast zu erklären, wie es denn
dazu kommen konnte, dass keiner der am Konklave beteiligten Kardinäle – mit Ausnahme vielleicht von möglicherweise
Kardinal Siri – jemals eine Wahl angefochten hat. Leider hat bis dahin kein Sedesvakantist eine Erklärung
dafür aufgebracht. Daher ist der Sedesvakantismus eine vertretbare Hypothese jedoch keine Glaubensgewissheit.
Sedisvacantismus Malachias schrieb: Vielleicht sind Sie aber auch schon sehr linientreu Linientreu zu
Christus als Leitlinie allen Tuns. In der Kirchenkrise hilft die FSSPX mit ihrer großen Liebe zur Kirche
und ihrer sehr logischen Argumentation. Wenn Sie wirklich gerne und viel denken, wird der (Heilige) Geist
sie wahrscheinlich nicht lange dort behalten. Bei mir waren es gerade mal 10 Wochen… Nach zehn Wochen
wurde ich erst so langsam „warm“ mit dem Neuen – in Wirklichkeit: Alten –, das mir die FSSPX vorführte,
eingebettet in die hl. Messe aller Zeiten. Was hat denn Sedisvakantismus mit Hoffnungslosigkeit zu tun?
Erzbischof Lefebvre hat mich schnell überzeugt, daß die Haltung, es gäbe keinen Papst mehr, logisch
nicht haltbar ist: wenn man Rom nicht mehr beachtet, die vom Papst ernannten Kardinäle nicht mehr anerkennt,
alle Entscheidungen, die der Papst trifft – selbst dogmatische – , als nichtig deklariert, wer ernennt
dann Kardinäle und wählt den Papst? Man muß ein eigenes Konklave bilden, eine Parallelhierarchie aufbauen:
ein tatsächliches Schisma. Mgr. Lefebvre war es daher wichtig, sich nur von den Fakten zu distanzieren,
jedoch den Kontakt mit Rom aufrechtzuerhalten. Ihm war bewußt, daß in Rom nach wie vor der Nachfolger
Petri sitzt: ein schlechter Nachfolger, dem man nicht folgen darf, wo er liberale und modernistische Auffassungen
vertritt. Gott kann den Papst allerdings jederzeit bekehren. Darauf wartet die FSSPX.
#42 Malachias † 22:37:56 | Montag, 5. September 2005
@Marcel(lino) 1 „Nur Gott kennt den ‘letzten Papst’“ Als Titel des betreffenden Malachi-Martin-Romans
verstanden, ist die Aussage so sicher falsch. (Ich kann die Lektüre nur auf Wärmste empfehlen.) Was
das andere – von Ihnen vermutlich intendierte – Verständnis angeht, müsste der Satz sicher erweitert
werden: „… und der, dem Er es offenbart.“ „…dann bin ich also auf dem richtigen Pfad beim Einlernen. „
Vielleicht sind Sie aber auch schon sehr linientreu; was nicht immer ein Zeichen von Tugend und Charakter
ist…! „Schade, daß Sie nicht wissen, daß ich gerne und viel denke; weswegen ich bei der FSSPX ‘landete’.“
Wenn Sie wirklich gerne und viel denken, wird der (Heilige) Geist sie wahrscheinlich nicht lange dort
behalten. Bei mir waren es gerade mal 10 Wochen… „Übrigens wäre ich ohne den Athanasius des 20. Jahrhunderts,
den Mgr. Lefebvre, wahrscheinlich ein hoffnungsloser Sedisvacantist geworden, wie Sie, oder noch schlimmer.“
Das müssen Sie mir erklären: Was hat denn Sedisvakantismus mit Hoffnungslosigkeit zu tun? Gerade wir
haben die meiste Hoffnung, da wir ja – trotz der Sedisvakanz seit der kanonisch unmöglichen „Papst“-Ernennung
des Rosenkreuzers Roncalli durch seine Logennrüder – den Glauben an das Papsttum als einer bis zum Weltende
fortdauernden göttlichen Einrichtung nicht aufgegeben haben!
Nur Gott kennt „Den letzten Papst“ Ihre Angabe, Sie seien ein „ganz normaler Laie“ kaufe ich Ihnen nicht
ab! Das freut mich, denn wenn ich schon nur ein ganz normaler Laie bin – und das bin ich, sogar noch ein
ganz frischer, gerade ein halbes Jahr dabei –, was werden Sie dann erst sagen, wenn Sie unsere außergewöhnlichen
Laien kennenlernen, die schon seit langem bei der FSSPX sind, oder gar unsere guten Bischöfe, Priester
und Ordensleute? Ihre Antwort entspricht im Übrigen inhaltlich zu 100% den von der Leitung der PB ausgegebenen
Danke für das Kompliment, dann bin ich also auf dem richtigen Pfad beim Einlernen. Vielleicht schlage
ich mich dann in ein, zwei Jahren nicht mehr ganz so lausig wie jetzt. (für jeden Denkenden vollkommen
unplausibel erscheinenden Durchhalte-)Parolen… Schade, daß Sie nicht wissen, daß ich gerne und viel
denke; weswegen ich bei der FSSPX „landete“. Übrigens wäre ich ohne den Athanasius des 20. Jahrhunderts,
den Mgr. Lefebvre, wahrscheinlich ein hoffnungsloser Sedisvacantist geworden, wie Sie, oder noch schlimmer.
Es ist also nicht so, daß ich Ihre Hoffnungslosigkeit nicht kennte. Im Gegenteil! Doch warum nicht den
Rettungsanker ergreifen, den unser Herr uns Gläubigen geworfen hat durch Seinen treuen Diener Mgr. Lefebvre?
Beschäftigen Sie sich ruhig einmal mit seinen Ausführungen: er ist ein guter Apostelnachfolger und wird
Ihnen gerne und schlüssig sagen, daß der Weg zwischen Sedisvacantismus und Liberalismus golden ist.
#40 Malachias † 21:37:40 | Montag, 5. September 2005
@Marcel Ihre Angabe, Sie seien ein „ganz normaler Laie“ kaufe ich Ihnen nicht ab! Ihre Antwort entspricht
im Übrigen inhaltich zu 100% den von der Leitung der PB ausgegebenen (für jeden Denkenden vollkommen
unplausibel erscheinenden Durchhalte-)Parolen…
@…hard Ich trete als Missionar für unseren katholischen Glauben ein! Wem das nicht passt, darf gerne
offline bleiben. Sie sind eine der vielen geistigen Abrissbirnen, die sich katholisch nennt.
werte Evelin Was hat Dich denn solchermaßen aus der Fassung gebracht? Wo und wie ich meine engbemessene
Zeit einsetze, überlasse doch bitte mir … Da ich Katholik bin und diese Seite sich „Katholische Nachrichten“
nennt, bin ich hier ganz richtig. Ich trete als Missionar für unseren katholischen Glauben ein! Wem das
nicht passt, darf gerne offline bleiben.
@ Gotthard: Was machen Sie eigentlich auf dieser Seite? wenn Sie hier nur sinn- und hirnlos V2 und den
Modernismus verherrlichen, die Freimaurerei verharmlosen und die traditionelle (= ewig geltende) Lehre
der Kirche ablehnen? Wenn Sie nur provozieren und sich gar nicht informieren wollen, schalten Sie lieber
Ihre Kiste ein (da lachen Ihnen dann die Daemonen entgegen, die Sie ja so sehr schätzen…) oder lesen
Sie ein Buch. Was Sie hier tun (Traditionsphobie?), ist nur sinnlose Zeitverschwendung!
@ evelin Deine Aufzählung der „Schandtaten“ unseres Papstes zeigt, dass er bisher alles richtig gemacht
hat … ich hoffe, er hat den „Bischof“ der Piusbrüder aufgefordert, in den Schoss der Mutter Kirche
zurückzukehren in Einheit mit dem Papst und in Anerkennung der Beschlüsse des II: Vatikanums.
Überraschung Konrad schrieb: Das ist sehr schön, wenn es der Hl.Vater so gesagt hat. Es ist eine falsche
Perspektive mancher Katholiken, wenn sie sich selbst und VII als „Mitte“, FSSPX als „rechte“ und Küng-WSK-etc.
als „linke“ Abweichung von dieser Mitte ansehen. Die Dinge sind viel komplizierter als solche Schablonen.
Die Mitte ist immer der reale Christus {…} Und diesem Christus und Seiner Kirche wollte Erzbischof Lefebvre
sicher dienen. Sein von vielen als extrem und „ungehorsam“ bewerteter Schritt vom 20.Juni 1988 (Biischofsweihe
in Econe) stellt sich im nachhinein als providentiell heraus. Danke Konrad für Ihre Worte, die mich auf
gute Weise überraschen. Wir Freunde der FSSPX betrachten den Erzbischof Lefebvre ebenfalls als „ehrwürdigen
großen Mann der gesamten Kirche“ und seine Bischofsweihen von 1988 als von der Vorsehung bestimmt. Gut,
daß wir verschiedenen Katholiken, die wir die eine katholische Kirche lieben, durch diese Ansicht über
den Erzbischof verbunden sind. Malachias, für eine Antwort auf Ihre Frage sollten Sie die offiziellen
Äußerungen der FSSPX-Repräsentaten studieren; hier im Forum sind sie nicht aktiv. Als normaler Laienfreund
der FSSPX meine ich, daß man von _diesem_ Papst nicht unbedingt ein Entgegenkommen _erwartet_, aber darauf
_hofft_: Erstens liegen besondere Gnaden auf dem Papstamt, zumal der Kurs durch die kurze Dauer noch nicht
so fest „eingefahren“ ist. Zweitens betet die FSSPX für den neuen Papst. Auf Wunder hoffen darf man immer.
Ohne ein „Herr der Piusbruderschaft zu sein“ @ Malachias: Ich glaube, dass Sie in negativem Sinne Recht
behalten werden. Ich war schon bei der raschen Wahl Papst Benedikts XVI. skeptisch und habe – zusätzlich
zu den Fehlern Cardinal Ratzigers als Präfekt der Glaubenskongreation (es sind in Wirklichkeit viele,
dazu kommen noch Fehler aufgrund von Untätigkeit, letzteres u.a. bei falschen „Theologen“, insb. den
Periti von V2) – seither – neg. Bestätigung erhalten: Hiezu zählen die Wiederbestellung sämtlicher
Amtsträger aus der Zeit von JoPaII., darunter die Cardinäle Sodano, Ré, Pompedda und Kasper, ebenso
Zeremonienmeister Marini; die Neubestellung von Erzbischof Levada zum Präfekten der Glaubenskongregation;
der WJT zu Köln einschl. der Predigt des Hl. Vaters, einige Amtshandlungen von Papst Benedikt XVI., darunter
insb. die so bevorzugten Treffen mit Persönlichkeiten des Talmud- und des Freimaurerjudentums (Bnai Brith),
der fortgesetzte Interreligiosismus (insb. gegenüber Islam und Judentum) und der fortgesetzte Ökumenismus
(Verzicht auf die Rückkehrökumene); die unangebrachte Glorifizierung von V2. Die FSSPX ist sich der
Problematik sicher bewußt. Sie wollte aber nichts unversucht lassen, wenigstens zu Beginn des Pontifikates
von Papst Benedikt XVI. einen kleinen Versuch der Einflußnahme zu starten. Die 35minütige Dauer der
Audienz ist ein Hinweis darauf, dass der Papst in Wirklichkeit nur sehr mäßig an der Argumentation Bischof
Fellays und P. Schmidbergers interessiert war.
#33 Malachias † 20:14:12 | Montag, 5. September 2005
„Benedikt XVI.“ Kann mir denn einer der Herren von der Piusbruderschaft bitteschön erklären, warum sie
gerade von diesem“Papst“ ein Entgegenkommen in den genannten Punkten (Freigabe des alten Meßritus für
alle kath. Priester, Rehabilitierung von Marcel Lefebvre und der von ihm geweihten Bischöfe, Korrektur
von Konzilsaussagen im Lichte der Tradition etc.) erwarten? Selbst ein Blinder erkennt doch, dass der
neue Amtsinhaber zu 100% die Linie seines Vorgängers fortsetzt, der für die genannten „Exkommunikationen“
verantwortlich zeichnet und den er so sehr verehrt, dass er meint, ihn (in vollkommener Analogie zur Selig-
und Heiligsprechung des Sektengründers Escriba) ganz schnell seligsprechen zu müssen…
Äusserung vom 29.08 Das ist sehr schön, wenn es der Hl.Vater so gesagt hat. Es ist eine falsche Perspektive
mancher Katholiken, wenn sie sich selbst und VII als „Mitte“, FSSPX als „rechte“ und Küng-WSK-etc. als
„linke“ Abweichung von dieser Mitte ansehen. Die Dinge sind viel komplizierter als solche Schablonen.
Die Mitte ist immer der reale Christus, den erst „Dominus Jesus“ wieder aufgezeigt hat. Und diesem Christus
und Seiner Kirche wollte Erzbischof Lefebvre sicher dienen. Sein von vielen als extrem und „ungehorsam“
bewerteter Schritt vom 20.Juni 1988 (Biischofsweihe in Econe) stellt sich im nachhinein als providentiell
heraus.
Eine gute Sache Mimi schrieb: das erste Mal, dass ich an einer Veranstaltung der FSSPX teilgenommen habe
(da ich ja eigentlich zur FSSP gehe), insofern bin ich hier auch nicht wirklich „repräsentativ“ Danke
für Ihre unvoreingenommene Schilderung. Es gab am Sonntag einen ca. 80minütigen ausgezeichneten Vortrag
von P. Schmidberger zum Thema Papsttum ? der Erzbischof und die Konzilspäpste ? Sind die Konzilspäpste
wahre Päpste (hier SEHR schöne klare Verurteilung der Sedisvakantisten). Die Fulda-Vorträge der Oberen
auf CD/Kasette/Mp3 wären wirklich interessant… P. Schmidbergers Vorträge und Predigen fand ich bisher
gut. Er ist auch ein weiser Beichtvater. Er erwähnte außerdem, dass Papst Benedikt in dem Gespräch
mit Bischof Fellay den Erzbischof zweimal in „rühmlicher“ Weise erwähnt habe nämlich als „diesen ehrwürdigen
großen Mann der gesamten Kirche(!)“ Ein gutes Wort unseres Papstes. Vermutlich wird dies so nicht auf
offiziellen V.II-Puplikationen erscheinen – dürfen –, doch Mgr. Fellays zählt. Ich bin jedenfalls sehr
froh und dankbar, dass ich dabeigewesen bin… Gott hat mir sehr viel geschenkt… Das freut mich immens.
Wie hieß es in dem Vortrag noch: „nicht modernistisch, nicht liberal, aber auch nicht schismatisch sondern
KATHOLISCH“… genau, und DAS will ich auch sein… einfach nur KATHOLISCH!!! Eben, nichts anderes wollen
wir sein – und sind es auch. Instaurare omnia in Christo!
@Marcel Ich war dabei… weiß aber kaum, was ich erzählen soll… für mich war das ja das erste Mal,
dass ich an einer Veranstaltung der FSSPX teilgenommen habe (da ich ja eigentlich zur FSSP gehe), insofern
bin ich hier auch nicht wirklich „repräsentativ“… umso schöner aber war es, dass ich mich gut aufgenommen
gefühlt habe… Nur kurz: Es gab am Sonntag einen ca. 80minütigen ausgezeichneten Vortrag von P. Schmidberger
zum Thema Papsttum – der Erzbischof und die Konzilspäpste – Sind die Konzilspäpste wahre Päpste (hier
SEHR schöne klare Verurteilung der Sedisvakantisten). Er erwähnte außerdem, dass Papst Benedikt in
dem Gespräch mit Bischof Fellay den Erzbischof zweimal in „rühmlicher“ Weise erwähnt habe nämlich
als „diesen ehrwürdigen großen Mann der gesamten Kirche(!)“… so habe ich es mir zumindest notiert.
Sowohl er als auch Bischof Fellay später in seiner Predigt sagten aber klar, dass wir uns keine Illusionen
machen dürfen, es seien noch große Schwierigkeiten zu überwinden, und das könne noch Jahre dauern…
Wir sollen halt für den Papst ohne Unterlass beten… Ich bin jedenfalls sehr froh und dankbar, dass
ich dabeigewesen bin… Gott hat mir sehr viel geschenkt… und ich will echt nichts mehr von „Schisma“
und dergleichen hören… Wie hieß es in dem Vortrag noch: „nicht modernistisch, nicht liberal, aber
auch nicht schismatisch sondern KATHOLISCH“… genau, und DAS will ich auch sein… einfach nur KATHOLISCH!!!
Weihe Deutschlands an Maria durch die FSSPX Weihe Deutschlands an Maria (5. September 2005, 05:13 MEZ)
www.fsspx.info/news/ „Die Weihe Deutschlands an Maria am vergangenen Sonntag war ein großer Erfolg. 1500
Gläubige aus ganz Deutschland waren anwesend um gemeinsam mit dem Generaloberen, S.E. Bischof Bernard
Fellay, dem Distriktsoberen und allen Priestern der Priesterbruderschaft Deutschland der Muttergottes
anzuvertrauen – eine Wiederholung der Weihe, wie sie 1954 vom deutschen Episkopat vollzogen wurde. Zuvor
hatte die Katholische Jugendbewegung, welche die Wallfahrt organisiert, sich dem Unbefleckten Herzen Mariens
geweiht und die Sühneanbetung während der Nacht organisiert.“ Ob auch diesesmal, wie in Fatima vor einigen
Tagen, Diözesan-Staubsauger und andere Gebets-„Verhinderungsmethoden“ zum Einsatz kamen, ist mir nicht
bekannt… (Humorvoll gemeint, weil das war ja zum Lachen.) Vielleicht möchten jene Glücklichen, die
selber dabei sein konnten, ein paar Zeilen erzählen? Vermutlich werden demnächst auch Bilder auf oben
referenzierte Internet-Seite der FSSPX auftauchen. P.S. Ich hätte diesen Kommentar gerne unter den Staubsauger-Artikel
geschrieben, aber da stand schon als letztes ein Kommentar von mir, und man kann nicht zweimal hintereinander
kommentieren.
@____ Haben Sie Informationen zu Father Martin Malachis Tod? On the heels of Father’s initial stroke,
a disgruntled, housewife and Medjugorje sympathizer, Denise Zuppe, his then „assistant“ hired solely to
help answer mail, joined forces with Mrs. Kakia Livanos, a woman the New York Times has sorely labeled
Father Martin’s „companion“(2). While Father Martin laid in a New York hospital incapacitated from his
August assault, united in purpose, intent, and concerted effort, these two subversive(3) women conspired,
and ultimately collaborated, to deliberately rifle Father’s apartment of his business effects, personal
computer, telephone, fax machine, stationary and yes, even his pens, pencils and stamps. In one of Father’s
few private phone conversations with a close friend, he revealed that, his „handlers“ had „taken away
everything I had to write with.“ www.unitypublishing.com/…Malachi%20Martin.htm
@Athanasius Don Gregor Hesse ist kein Sedisvakantist, wir haben ihn diesbezüglich befragt. Haben Sie
Informationen zu Father Martin Malachis Tod? @ FSSPX-Kritiker Kritik sei unbenommen, wenn es um sachliche
Inhalte geht. Nur das Katholischsein kann man halt nicht absprechen. „Nicht einmal die Protestanten arbeiten
in der Weise gegen den Papst.“ ist eine der dümmsten Aussagen, die ich gelesen haben. 1. „Die“ Protestanten
gibt es nicht. 2. Als Ex-Protestantin kann ich nur sagen, dass es gewisse protestantische Gruppen und/oder
Einzelne gibt, die äußerst gehässig gegen die Katholische Kirche und auch gegen den Papst vorgehen.
3. Die FSSPX arbeitet nicht gegen den Papst und die Kirche.
#25 Athanasius 05:14:47 | Samstag, 3. September 2005
____ Wer die arroganten Auftritte seines Gründers, Kardinal Bea traurigen Gedenkens am Konzil mitverfolgt
hat, kann nur hoffen, es möge einst der Tag kommen, wo dieses troianische Pferd aus der Statt Gottes
herausgeworfen wird. Das jene Kongregation für die Einheit der Christen in facto auf eine Eine-Weltreligion
ansteuert, war so deutlich, daß der ehemalige Sekretär des Kardinal Augustin Bea, Father Malachi Martin
SJ, sich von seiner Arbeit als Beas Privatsekretär únd Jesuit únd Seelsorger ausschreiben ließ durch
Paul VI. Seit einigen Jahren vor seinem Tode war Malachi Martin – Schreiber von vielen interessanten Büchern –
sogar Sedisvakantist und völlig von der tiefsten Kirchenkrise je (er kannte die völlige Infiltrierung
der Hierarchie durch Modernisten) erschüttert, nahm er sogar Teil in Bischofskonsekrationen der sogenannten
Thuc-Linie. Das gleiche – aber doch nicht alles – kann gesagt werden von Dom Gregor Hesse. Der ist wohl
kein Sedisvakantist (denke ich), aber hat sich als ehemaliger Vatikanmitarbeiter, völlig vom Vatikan
und dem modernistischen Treiben, distanziert. Und vor lauter der Hetze und der „tirade intellectuelle“
des Dr. Otterbeck, würde man sich auch noch wirklich ausgetrieben fühlen. Doch müsste doch Paul VI.-Vergötzer
Otterbeck JEDEM Menschen als Zentrum der Welt sehen. Vielleicht ist Bischof Bernard Fellay FSSPX kein
Mensch in Otterbecks Augen?
#24 Agiafortuni 00:41:20 | Samstag, 3. September 2005
Zur Hintertür Dieser Fall ist für mich konkludent. Man will damit bezeugen, dass man für die Würde
eines Bischofs der FSSPX nicht viel übrig hat. Niemals hätte man sich gestattet einem Rabbiner, Imam
oder Freimaurer eine solche Geringschätzung zu erweisen. Dass man es aus Rücksicht auf Kardinal Kasper
tun musste glaube ich kaum. Kurzum: In der Aeneis lässt Virgil den Laokoon beim Anblick des troianischen
Pferdes die Warnung aussprechen: ich fürchte die Griechen selbst wenn sie Geschenke bringen. Ein solches
troianisches Pferd ist das Sekretariat für die Einheit der Christen selbst wenn behauptet wird, es diene
einer guten Sache. Wer die arroganten Auftritte seines Gründers, Kardinal Bea traurigen Gedenkens am
Konzil mitverfolgt hat, kann nur hoffen, es möge einst der Tag kommen, wo dieses troianische Pferd aus
der Statt Gottes herausgeworfen wird.
#23 Athanasius 22:50:20 | Freitag, 2. September 2005
–- @Gotthard: Du bist sauer, sauer, weil Deine Hetze gegen die Piusbruderschaft und Deine Abkehr von ihnen
jetzt nicht vom Papst geteilt wird. Du bist typisch ein Konzilskatholik. Leute die einfach glauben was
die Kirche etwa 1958 glaubte und immer geglaubt hat, sind Dir „nicht-katholisch“. Pius XII. würde von
Dir beschimpft werden. Und nur die Traditionalisten sind schlecht. Alle andere sind ja in der Kirche drin.
Jedenfalls braucht kein Traditionalist sich zu bekehren zu Deinem Irrglauben. Denn für Dich kann jeder,
egal ob katholisch oder Heiden, gerettet werden durch seinen eigenen Glauben. Was sollten sich denn die
FSSPX-Priester denken? Die sind dann auch automatisch gerettet. Du „liebst“ jedes Irrtum, aber hässt
die Kirche wie sie immer war. Denn beweis’ mir mal was die FSSPX anders tut als die Kirche aller Zeiten.
Du bist ein Hetzer und ein Lügner.
#22 Gotthard 21:49:43 | Freitag, 2. September 2005
Hintertür Diese Herren durch die Vordertüre zu empfangen wäre ja wohl ein Skandal. So, wie sie dauernd
gegen die Kirche und die Päpste und das Konzil schimpfen und arbeiten und handeln… so sind nicht einmal
die Protestanten …
#21 Ignatius 21:38:25 | Freitag, 2. September 2005
– Das ist ein schönes Interview. Dankeschön. Liebe Leute (ihr wisst schon wer), bleibt doch bitteschön
beim Thema. Das bietet doch genug Stoff. Dass die Bruderschaftsoberen zB zum Seiteneingang hineinmussten,
das wusste ich gar nicht. Was man nicht alles tut, um mit dem Papst plaudern zu können. Da scheinen einige
hochrangingen Herrschaften sehr dagegen zu sein und die werden jetzt sicher nicht aufgeben. Da kann man
nur allen Beteiligten der Gespräche viel Durchhaltevermögen wünschen und den Beistand des Herrn. Und
keine faulen Kompromisse bitteschön. Ob die Zeit schon reif ist, bezweifle ich. Obwohl man es natürlich
von Herzen hofft. Also: Nicht vorschnell euphorisch werden. Wie im Text gesagt, ist es noch ein ganz langer
Weg. Vorsichtig abwarten und beobachten.
Tatsächlich – ein exklusives Interview! Obwohl die Traditionsstimme schon eine „Werbeeinschaltung“ tätigte,
sei noch folgender Hinweis vergönnt: Auf der [link]Internet-Seite des deutschen Distriktes der FSSPX[link]
ist heute zu lesen: === Audienz beim Papst : Interview für Kreuz.net ( 02.09.2005, 10:10 MEZ ) Gestern
abend hat der Distriktsobere von Deutschland, Pater Niklaus Pfluger, ein exklusiv-Interview für den katholischen
Nachrichtendienst im Internet – Kreuz.net – gegeben. Sie finden das Interview unter folgendem Link: www.kreuz.net
=== Es ist also tatsächlich ein Exklusiv-Interview. P.S. Leider – ich strapaziere die Geduld der Mitleser –
muß ich Christfidel noch einmal auf einen Irrtum seinerseits hinweisen: Seiner Verwendung der Fundamentalismus-Keule
(„Ayatollahisierung“) hielt ich entgegen, daß Freunde der FSSPX gegen diese Keule generell immun seien,
weil sie ständig mit ihr „bedacht“ würden. Den „abwegigen Rückschluß auf die FSSPX“ hat er indes selber
konstruiert, wie so einiges in diesem Scharmützelchen, ich hatte keinen inhaltlichen erklärt. Seine
Anmerkung schließlich als „ein wenig bescheuert {und ernsthaft} krank“ darf er gerne für sich behalten.
#17 christfidel † 15:25:03 | Freitag, 2. September 2005
@ marcel mit verweis auf das von mir zuvor gesagte hätte ich auf eine antwort eigentlich verzichtet,
aber ich halte es für ein wenig bescheuert, von verschiedenen formalen stilen und dem hinweis daß die
übermäßige diskussion einen gewissen eingriff in persönliche ermessenssache darstellt zu irgendwelchen
abwegigen rückschlüssen auf die fsspx zu kommen! das empfinde ich allen ernstes als krank!
Ein letzter Abstecher zum Nebenschauplatz kleinschreibung genießt im bereich des internets so eine art
gewohnheitsrecht Nein. Kleinschreiber gehören seit Beginn des Internet zu einer Minderheit. Selbst wenn
es umgekehrt wäre: warum ein Gewohnheitsrecht auf einen Regelbruch. insofern kann von verletzung der
orthographie (!) keine rede sein Natürlich ist die Groß- und Kleinschreibung Teil der Rechtschreibung.
eine ayatollahisierung halte ich da für unnötig Wenn die Argumente ausgehen, wird die Fundamentalismus-Keule
gezückt… Sie sollten wissen, daß wir Freunde der FSSPX dagegen immun sind. bei linguistischen fehlern
die der gemeinten bedeutung nicht rechung tragen (wie im artikel) besteht ein qualitativer unterschied
„in moskau habe ich liebe genossen.“ Bei linguistischen Fehlern, die der gemeinten Bedeutung nicht Rechnung
tragen (wie eben bewiesen), besteht ein qualitatives Problem. Der lustige Satz ist übrigens kein Zufall.
Er brachte Mitte der fünfziger Jahre das Ansinnen des SED-Chefideologen, in der DDR die Kleinschreibung
einzuführen, zu Fall. Die großen lesetechnischen Einbußen, durch einerseits den Verlust der Lesegewohnheiten
der Mehrheit der Kenner der korrekten Rechtschreibung und anderseits durch Ihre Entropie-Verringerung,
füllten ein eigenes Kapitel. Damit belasse ich dieses Nebenthema hier. Zurück ins Studio: Thema Papstbesuch
des FSSPX-Generaloberen. P.S. Nächstes Mal wähle ich erwärmen ohne h und Gekritzel mit k.
Verdienste des Erzbischofs @ Gotthard: Dann wird es Zeit für Sie, sich intensiver mit der Person von
Erzbischof Lefebvre zu befassen! Für den Anfang (aber sogar fortführend) können Sie mit dem Studium
S.Ex. auf der Webseite des deutschen Distrikts der Priesterbruderschaft St. Pius X. www.fsspx.info/news/
beginnen. P.t. Pelagius verzeihe mir diese neuerliche „Werbeeinschaltung“, die durch Gotthards Einwurf
erforderlich wurde…
#14 Gotthard 13:54:49 | Freitag, 2. September 2005
überragende Verdienste Oder könnte so ein junger Ortsbischof spontan einen Bischof nennen, der für
die Kirche des 20. Jahrhunderts mehr geleistet und aufgebaut hätte als Erzbischof Lefebvre! Ich kann
keine überragenden Verdienste erkennen – außer die bisher jüngste Kirchen-Spaltung …
#13 christfidel † 13:40:02 | Freitag, 2. September 2005
@ jean: ganz genau vielen dank für den kommentar! ich stimme zu, daß es wesentlicheres gibt und daß
solche nebendiskussionen sinnlos sind. meine abschließende anmerkung (s.u.) wollte ja auch grade einen
austausch verhindern/eindämmen. zum artikel: die dialogbereitschaft beider seiten finde ich ausgesprochen
angemessen und richtungweisend. ich hoffe sehr, daß der streit um den ritus/ die riten eine gewisse kanalisierung
erfährt, soll heißen: die hetze gegen den neuen sollte nach seiner reformierung aufhören und die diskriminierung
des alten (durch dispenspflicht und solchen unfug) ebenfalls hin zu einem legitimen ritenpluralismus wie
es ihn immer gegeben hat, wie das zweite vatikanum ihn aber sehr beschnitten hat UND wie manche -sagen
wir- besonders leidenschaftliche anhänger der missa tridentina ihn auch ablehnen…
kleine äpfel, GROßE BIRNEN Bin auch über „posthum“ gestolpert. Aber bitte: linguistische Nebenkämpfe
ebensolche sein lassen… und sich lieber besinnen auf die denkwürdigen Ereignisse, von denen im Interview
die Rede ist. Beste Grüße, Jean
#11 christfidel † 13:02:13 | Freitag, 2. September 2005
@ marcel: äpfel ungleich birnen kleinschreibung genießt im bereich des internets so eine art gewohnheitsrecht
wenn sie damit nicht zurecht kommen sollten sie vielleicht besser leserbriefe an zeitungen schreiben und
diese foren nutzen insofern kann von verletzung der orthographie (!) keine rede sein es handelt sich um
eine formale frage und keine die die rechtschreibung betrifft (vgl. auch fehlende interpunktion) da kann
es jeder halten wie er will eine ayatollahisierung halte ich da für unnötig bei linguistischen fehlern
die der gemeinten bedeutung nicht rechung tragen (wie im artikel) besteht ein qualitativer unterschied
Sprache hat mit dem thema nichts zu tun, aber ein kleiner verweis auf die sprache muß sein Danke für
den Exkurs. Ich hätte niemals gedacht, daß jemand, der die Orthographie der deutschen Sprache so penetrant
durch grausame Kleinschreibung verletzt – grausam vor allem uns Lesern gegenüber –, sich so sehr für
die Sprache erwährmen kann… Natürlich paßt das nicht zusammen, deswegen mein konstruktiv gemeinter
Appell an Sie: verpacken Sie doch bitte Ihre – meistens gut katholischen – Inhalte mit dem passenden Rahmen,
indem Sie eine korrekte Groß- und Kleinschreibung verwenden. Wenn nicht aus innerer Überzeugung, dann
bitte aus Liebe zu uns Lesern, die sich sonst mühsam durch Ihr Gegritzel quälen müssen. Das haben Ihre
Inhalte doch nicht verdient. Hat mit dem Thema nichts zu tun, aber ein kleiner Verweis auf die Sprache
muß sein. Herzlichen Dank und Gottes Segen.
#9 christfidel † 12:45:55 | Freitag, 2. September 2005
hat mit dem thema nichts zu tun, aber ein kleiner verweis auf die sprache muß sein Sie sind posthum –
man verzeihe mir den Ausdruck – stocksauer, daß Papst Benedikt XVI. die Bitte Msr. Fellays angenommen
hat. auch wenn man -wie oft zu lesen ist- diesen fehler nun schon in habilitationsschriften und dgl. findet,
muß einmal festgehalten werden, daß das wort „posthum“ nicht existiert! „postum(us)“ als superlative
form von „posterus“ (~nachfolgend) weist keinerlei linguistische verbindung mit „posthum“ auf, welches
ein wortspiel ist und die oft postmortale bedeutung des originals auszudrücken versucht. die laienexperten
von wikipedia deklarieren es als „nebenform“ (als sei es zulässig), maßgeblich hingegen ist der Brockhauseintrag,
der auf „postum“ verweist und „posthum“ als „fälschlich“ bezeichnet. anm.: kleiner exkurs, der weder
als spitze gegen kreuz.net noch leser noch obigen artikel zu verstehen ist.
Erde an Dr.iur.utr. LL.M. oetcer obwohl ich –- als Verehrer des wirklichen Pius X. –- der frz. Bruderschaft
weit „gehässiger“ gegenübertrete als Sie, stimme ich Ihrer Wertung diesmal ausdrücklich zu. Die selbst
ernannte „Tradition“ wäre gut beraten, ernsthaftere historisch-ekklesiologische Studien zu betreiben,
Die internationale Piusbruderschaft betreibt sehr ernste historisch-ekklesiologische Studien, auch unter
Mithilfe externer Kirchenhistoriker und -rechtler. Insgesamt deutlich seriöser als das, was Sie zu Ihren
seltsamen Schlüssen kommen läßt und was man in den Ortskirchen vorgesetzt bekommt. Unter anderem wegen
dieser vielen guten katholischen „Köpfen“ in der Priesterbruderschaft wäre es für die Kirche wahrlich
belebend, wenn erstere ganz offen innerhalb der Kirche weltweit wirken dürfte und nicht nur im Seitenschiffchen
wie jetzt. Übrigens verehren wir durchaus den wirklichen hl. Pius X. und keinen virtuellen. Als Patron
steht er uns bei, wie man an den Früchten sieht. (_Vermutlich_ zusammen mit dem heiligmäßigen Erzbischof
Lefebvre und anderen Heiligen… vielleicht vom Johannesbund des großen H.U. Balthasar? Groß waren
vor allem die Grenzen des Balthasar und seine Neigung zur Häresie; aber wie ich sehe, haben Sie den hier
kürzlich von Evlin referenzierten Text des Dogmatikers Hauke, den „unser“ Dr. Barth schätzt, leider
nicht gelesen. Damit genug des Unerfreulichen; den Platz möchte ich dem Interview mit dem Hochwürdigen
Herrn Pater Pfluger „überlassen“.
#7 Dr. Otterbeck 12:16:44 | Freitag, 2. September 2005
Hallo, Konrad, obwohl ich –- als Verehrer des wirklichen Pius X. –- der frz. Bruderschaft weit „gehässiger“
gegenübertrete als Sie, stimme ich Ihrer Wertung diesmal ausdrücklich zu. Die selbst ernannte „Tradition“
wäre gut beraten, ernsthaftere historisch-ekklesiologische Studien zu betreiben, schon um das drohende
Abgleiten in ein Religions-Imitat hermetischer Provenienz (siehe die weiteren Abspaltungen von M.L.) zu
vermeiden. Ich habe aber auch Verständnis für die Sorge im Vatikan, die „Brüder“ zu zügig aufzuwerten.
Für eine profunde Pflege der Tradition (Wandlungsworte aber gem. Missale 1969!!) –- als neues Charisma,
nicht „reaktionär“ –- müsste, über die Petrusbruderschaft hinaus, mehr getan werden; vielleicht vom
Johannesbund des großen H.U. Balthasar?
Ein Guter Weg wurde begonnen am 29.08. Die Sorge mancher Traditionalisten, es würde einen Verrat geben,
ist anhgesichts der klaren Sicht von Msgr. Fellay und P. Schmidberger unbegründet. Es muss ein prophetisches
Zeichen erlaubt sein, das gegen die im Folge des II. Vatikanums ausgebrochene Kirchenkrise gerichtet war.
Es muß nicht nur zur Aufhebung der Exkommunikation, sondern auch zu einer gewissen Rehabilitation kommen.
Aber auch in der FSSPX muß manch ein ungerechtes Urteil – etwa über Johannes Paul II. – zurückgestellt
werden. U.i.o.g.D.
Interview mit Pater Pfluger Hallo! Vielen Dank für dieses gute Interview, woraus man noch etwas mehr
entnehmen kann als aus den kurzen Pressemeldungen der letzten Tage. Die stattgefundene Audienz in Castelgandolfo
ist ein Hoffnungszeichen und bestärkt uns darin, weiter für die Einheit zu beten. Es ist etwas in Bewegung
gekommen und die Verantwortlichen in Rom haben begriffen, dass die Anliegen der FSSPX ernst zu nehmen
sind. Sarah
Das Salz der Erde Vergelts’ Gott für dieses interessante Interview. (Ein exklusives, wie es scheint?
Sehr gut!) Mein großer Dank auch an unseren Distriktoberen Pater Pfluger für seine – wie immer – sehr
guten Worte und die gute Leitung. Wie er richtig sagte: den erwähnten Keil zwischen den Oberen und der
„Basis“ sollte sich kein Freund der FSSPX von den Modernisten einreden lassen. Wir stehen hinter unseren
Bischöfen Oberen, Hochwürden. Gebe unser barmherziger Gott, daß die zwei Bitten der FSSPX an unseren
Papst erfüllt werden können. Welche Gnadenströme die weltweite Freigabe der hl. Messe aller Zeiten
für die Kirche bedeuten würde, wurde schon an anderer Stelle vom Generaloberen Bischof Fellay exzellent
erörtert – abgesehen davon kann sie sich jeder gläubige Katholik leicht selber ausmalen. Daß durch
die Aufhebung der (nichtigen) Exkommunikation endlich eine prinzipielle Chancen-Gleichheit gegeben wäre
unter den Fraktionen in der Kirche – weil die Hauptwaffe der Modernisten wegfiele, die Schismakeule –,
würde viel Gutes bewirken und gläubige Katholiken mobilisieren, die bisher aus Angst vor dieser Keule
untätig blieben. Nun, wir werden sehen. Zuletzt noch mein Dank an alle Katholiken, die die FSSPX eher
beobachten, aber dennoch dieses Treffen und seine Entwicklung durch ihr Gebet begleiten. Instaurare omnia
in Christo!