13:34:40 | Freitag, 2. September 2005
Es ist schwierig, an Schöpfung, Sündenfall, Erbsünde und Erlösung zu glauben und gleichzeitig anzunehmen, daß Theorien zur Evolution des Kosmos richtig sind. Von Dipl.Ing. Horst Obereder, Linz.
(kreuz.net) Wer Schöpfung und Evolution miteinander vereinbaren will, stolpert über viele Steine. Der
größte Brocken: Gott hat die Welt ohne Tod erschaffen.
In der Evolution aber ist der Tod das eigentliche
Schöpfungsprinzip.
Niedrigeres Leben muß sterben, um höherem Leben Platz zu machen. Ohne Tod gibt
es keine Höherentwicklung.
Außerdem stellt sich die wichtige Frage: Welchen Platz haben Schöpfung,
Sündenfall und Erlösung in einer durch Evolution entstandenen Welt?
Der bekannte Wiener Priester Dr.
Herbert Madinger hat die Spannung zwischen dem Schöpfungsbericht und dem Evolutionsglauben so formuliert:
„Die Genesis ist die Visitenkarte der Heiligen Schrift. Wer glaubt jemandem, dessen Visitenkarte gefälscht
ist?“
Diese Widersprüche haben ein österreichisches Ehepaar ermutigt, sich Gedanken über die Entstehung
des Kosmos zu machen.
Das Resultat war ein Weltmodell, das mit der Heiligen Schrift im Einklang steht.
Hier das Modell im Grundriß.
Materie, Raum und Leben erfüllen den Kosmos. Im Kosmos ist das ‘Sein’.
Außerhalb des Kosmos gibt es keine Materie, keinen Raum und kein Leben. Außerhalb des Kosmos ist das
‘Nichts’.
Nach überwiegender Meinung der Experten dehnt sich der Kosmos an seinen Grenzen mit Lichtgeschwindigkeit
aus.
Wie aber ist das möglich, wenn außerhalb des Kosmos das ‘Nichts’ ist? Es gibt dann folglich auch
keinen Raum, in den hinein sich etwas ausdehnen kann.
Hier setzt der Grundgedanke des neuen Weltmodells
an.
Der für die Ausdehnung des Kosmos erforderliche Raum kann nicht aus dem ‘Nichts’ kommen. Denn im
‘Nichts’ gibt es ja keinen Raum.
Dieser Raum muß daher in irgendeiner Form vom ‘Sein’ selber stammen.
Wie kann man das erklären?
Hierzu ist ein klein wenig Relativitätstheorie erforderlich.
Die Relativitätstheorie
besagt, daß ein Meterstab – wenn er sich von uns weg bewegt – mit wachsender Geschwindigkeit immer kürzer
wird.
Bei der höchsten, von ihm erreichbaren Geschwindigkeit – der Lichtgeschwindigkeit – ist die Länge
des Meterstabes gleich Null.
Die sich im Kosmos befindenden Massen – zum Beispiel Himmelskörper – bewegen
sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in unterschiedliche Richtungen. Die mittlere Geschwindigkeit
dieser Massen wird [bei diesem Weltmodell] als „Allgeschwindigkeit“ definiert.
Das ist die eigentliche
Annahme des neuen Weltmodell.
Man kann sagen, daß die ‘Allgeschwindigkeit’ eine Geschwindigkeit bezeichnet,
mit der sich das All ‘in sich’ bewegt. Diese Allgeschwindigkeit bestimmt – ähnlich wie beim erwähnten
Meterstab –, die momentane Größe des Kosmos.
Nimmt die ‘Allgeschwindigkeit’ ab, dann wächst der Kosmos,
nimmt sie zu, dann schrumpft er.
Mit diesem Ansatz kann man erklären, woher der Raum stammt, der für
die Ausdehnung des Kosmos erforderlich ist:
Diesen Raum schafft sich der Kosmos selbst, indem die Allgeschwindigkeit
abnimmt und der Kosmos deswegen größer wird.
Der einfache Ansatz – daß sich der Kosmos ins ‘Nichts’
ausdehnt, wobei der erforderliche Raum durch eine Abnahme der inneren Bewegung des Kosmos entsteht – führt
zu sehr interessanten Rechenergebnissen, die hier nur ansatzweise wiedergegeben werden können:
1. Wir
leben in einem ‘gebremsten’ Kosmos. Das heißt: Die innere Geschwindigkeit des Kosmos nimmt beständig
ab.
2. Der Kosmos war am Anfang nach dem Zeugnis der Genesis „im Licht“. Das bedeutet: Die innere Bewegung
des Kosmos erfolgte am Anfang mit Lichtgeschwindigkeit. Das Volumen des Kosmos war dabei – nach besagter
Relativitätstheorie – Null.
3. Durch ein einmaliges Ereignis – dem Sündenfall – ist der Kosmos „aus
dem Licht“ gefallen. Seither nimmt seine Geschwindigkeit ab und in der Folge bläht er sich – man erinnere
sich an den Meterstab – auf. Zugleich verliert sich der Kosmos durch den Energierückgang ins ‘Nichts’.
4. Die meisten von der Physik angenommenen ‘Naturkonstanten’ – welche die Grundlage aller physikalischen
Berechnungen bilden – sind nach diesem Modell nicht konstant, sondern von der jeweiligen ‘Allgeschwindigkeit’
abhängig. Ein Beispiel: Die ‘Gravitationskonstante’, die für die Größe der Erdanziehung zuständig
ist, war, als sich der Kosmos „im Licht“ befand, Null.
5. Die Abhängigkeit der ‘Naturkonstanten’ von
der ‘Allgeschwindigkeit’ bedeutet außerdem, daß fast alle physikalischen Berechnungen fehlerhaft sind,
wenn diese Abhängigkeit nicht berücksichtigt wird. Das betrifft auch Zeitberechnungen. Es könnte darum
ein Fossil, das x- Millionen Jahre alt zu sein scheint, in Wirklichkeit vor wenigen Tausend Jahren gelebt
haben.
In theologischer Sicht ergeben sich folgende Ergebnisse:
1. Der Kosmos wurde von Gott „im Licht“
erschaffen. Die Unordnung – ‘Entropie’ sagt die Wissenschaft – war dabei Null. Alle Schöpfungsprozesse
der Genesis fanden in diesem perfekten Zustand des Kosmos statt. Es gab weder Leiden noch Tod.
2. Durch
ein einmaliges Ereignis fiel der Kosmos „aus dem Licht“. Dieses Ereignis war die Erbsünde. Der Kosmos
begann sich auszudehnen. Dadurch entstand Unordnung im Kosmos. Die ‘Allgeschwindigkeit’ begann abzunehmen.
Dadurch kamen Leid und Tod in den Kosmos.
3. Die Erbsünde betrifft den ganzen Kosmos und wirkt sich
bis zum Ende der Zeiten aus. Die Folgen trägt jeder an sich, weil er in den gefallenen Kosmos hineingeboren
wird. Auch die Schöpfung leidet unter diesem Fall.
4. Der Kosmos fällt ins Nichts, indem er an Geschwindigkeit
verliert, sich darum aufbläht und in den ewigen Tod fällt. „Fallen wir nicht unaufhörlich?“, fragte
der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche.
5. Dieses Weltmodell zeigt auch die Notwendigkeit eines Erlösers,
der alle „an sich zieht“. Um eine Masse auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen, benötigt man – nach
der Relativitätstheorie – eine unendliche Energie. Darum kann niemand aus eigener Kraft in den Zustand
„des Lichts“ zurückkehren. Jeder Einzelne – und der Kosmos – bedürfen eines Erlösers, der ihm diese
Energie schenkt. Nur Gott kann den Kosmos wieder zu sich ins Licht ziehen.
Dies ist nur ein kurzer Abriß
des Weltmodells, das mit dem Zeugnis der Heiligen Schrift übereinstimmt.
Den Autoren des Modells ging
es darum, zu zeigen, daß auch ein Weltmodell gedacht werden kann, das mit der Heiligen Schrift im Einklang
steht.
Den Gegnern und Befürwortern dieses Modells antworten die Autoren mit einem Ausspruch des russischen
Astrophysikers V. Ambarzumian, der 1952 bei einer internationalen Konferenz erklärte:
„Wir werden uns
wohl kaum einigen können. Denn zwischen uns steht die Weltanschauung“.
Für Christen sind Schöpfung,
Sündenfall und Erlösung die Eckpunkte ihres Glaubens. Daran sollen sie unbeirrt daran festhalten.
Ich
habe das Modell auch
ausführlicher beschrieben Dort kann auch die Broschüre „Fall aus dem Licht“ bestellt
werden.
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