kreuzmeldungen
Stimmrechte Benedikt XVI. + Gelähmte Kirche Schweiz + Weibliche Muftis + Homo- Konkubinat eingeführt + Indianerüberfall + Glück
Stimmrechte Benedikt XVI.

Vatikan. Radio Vatikan hat die Rechte an allen Aufnahmen der Stimme von Benedikt XVI. – auch vor seiner Wahl zum Papst – erhalten. Das gab das Staatssekretariat gestern Freitag bekannt. Damit kümmert sich das Radio in bezug auf Stimmaufnahmen um die Autorenrechte sowie die Rechte des geistigen Eigentums. Ausgenommen sind jene Rechte, die bereits durch Dritte erworben wurden.

Gelähmte Kirche Schweiz

Schweiz. Die Schweizerische Bischofskonferenz fragt sich in ihrem gestern Freitag veröffentlichten Bettagshirtenbrief, ob sie nicht mitschuldig ist an der gelähmten Situation der Kirche in der Schweiz:
„In einer Zeit, die auf unser Zeugnis in besonderer Weise wartet, verlieren wir sehr viel an Glaubwürdigkeit mit internen Schwierigkeiten und der Weise, wie wir mit diesen umgehen.“ Wie viel Energie und Einsatz sei nötig, um gegeneinander zu kämpfen oder interne Angriffe abzuwehren: „Daß unsere eigentliche Aufgabe und der Auftrag, den wir durch die Taufe erhalten haben, darunter leiden, müssen wir beschämt feststellen.“ weiterlesen: „Gott ist anders“

Weibliche Muftis

Türkei. In zwei türkischen Städten wurden Frauen vom staatlichen Religionsamt zu stellvertretenden Muftis ernannt. Es sei der erste derartige Schritt in der islamischen Welt, kommentierte die türkische Tageszeitung ‘Sabah’ am Freitag. Es gelte, den Islam von „Legenden über die Rolle der Frau“ zu befreien, sagte die eine der Frauen. Ihre Kollegin sprach von einem längst „überfälligen Schritt“. Das Religionsamt, dem alle Moscheen in der Türkei unterstehen, kündigte an, auch in weiteren Provinzen Frauen zu stellvertretenden Muftis zu ernennen.

Homo-Konkubinat eingeführt

USA. Der kalifornische Senat hat ein Gesetz zur staatlichen Anerkennung des Homo-Konkubinates angenommen. Kalifornien liegt an der Westküste der Vereinigen Staaten. Die Senatoren billigten am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz mit 21 gegen 15 Stimmen. Das Homo-Konkubinat war noch im Juni diesen Jahres vom Abgeordnetenhaus abgelehnt worden. Die Homo-Lobby bezeichnete den Senatsbeschluß im Gespräch mit der ‘San Francisco Chronicle’ als „historisch“. Kalifornien gilt als der liberalste Staat der USA, die kalifornische Stadt San Francisco als die nationale Hauptstadt der sexuellen Verirrungen.

Indianerüberfall

Deutschland. Die St. Michaelskirche in Schweinfurt besitzt seit kurzem eine Gebetsecke für indianische Spiritualität. Schweinfurt befindet sich im Nordwesten von Bayern und gehört zur Diözese Würzburg. Anstelle von zwei „überflüssigen Beichtstühlen“ besitzt die Kirche jetzt eine „Klagemauer“, deren Mitte ein tanzendes Kreuz bildet. Dies berichteten die Initiativkreis-Nachrichten in ihrer August-Ausgabe. Das Beichtstuhl-Novum dient als „spiritueller Ort, um sich von den verschiedensten Abschieden – von Scheidung bis zu Tod – zu lösen“. Die für das Werk verantwortliche Künstlerin hat im Rahmen ihrer Ausbildung das Naturgefühl der Indianer kennengelernt. In diesem Sinn hat sie dem „tanzenden Kreuz“ symbolisch die vier Elemente zugeordnet: „Die Energie von Erde, Feuer, Wasser und Luft zielte hin zur Mitte, zum Zentrum des Ganzen.“

Glück

Auf des Glückes großer Waage
Steht die Zunge selten ein;
Du mußt steigen oder sinken,
Du mußt herrschen und gewinnen,
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein.
Johann Wolfgang von Goethe
      
6 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#6   astragigi   17:33:32 | Sonntag, 4. September 2005
Indianisches Kreuz – super!
Na vielleicht tanzt der Priester vor der Wandlung dann noch einen Wein – Wasser – Blut – Regentanz.
Dannn fühlen sich die defekten Katholiken in Deutschland erst richtig wohl und Kirche ist dann plötzlich wieder richtig in.
Dann legitimieren wir noch die Scheidungen und Abtreibungen und können sogar für eine indianische Hostie noch Eintritt verlangen…
Traurig neue Welt…
Redaktion benachrichtigen
#5   Elendester Sünder   14:30:12 | Samstag, 3. September 2005
Larmoyanz hilft nicht weiter
Gratulation, Andreas! Gäbe es in jeder Gemeinde nur einen Eifrigen, wäre dieses Forum überflüssig.
Lieber PietroParente, Larmoyanz hilft nicht weiter. Ich habe in meiner Gemeinde ähnliche Probleme. Man darf nicht locker lassen. In Deinem Fall ist vielleicht die folgende Adresse hilfreich:
Palazzo delle Congregazioni
Piazza Pio XII, 10
00120 CITTÀ DEL VATICANO
Redaktion benachrichtigen
#4   Romulus   13:57:48 | Samstag, 3. September 2005
Tanzende Kreuze
Mensch, Leute, habt ihr ein kurzes Gedächtnis. Selbst das offizielle WJT Logo beinhaltete eine Art tanzendes Kreuz. Da hat sich kein Mensch drüber aufgeregt von den Offiziellen der Kirche, also wundert euch nicht, wenn andere sich daran ein Beispiel nehmen.
Redaktion benachrichtigen
#3   Andreas   13:57:46 | Samstag, 3. September 2005
@ Kirchenumbau und Abhilfe
Falls irgendwas Denkmalwertes in der Kirche ist, sofort intervenieren.
Ansonsten sehe ich schwarz!
Die Bischöfl. Bauämter und die zuständigen Architekten bilden oft eine unschlagbare Einheit.
Die Denkmalämter sehen das anders!
Unsere zuständige Diözesankonservatorin beklagte sich bei mir einmal, daß die Herrn Pfarrer ja soviel Gehör bekämen, weil sie eine „austerbende Spezies in der nachkonziliaren Kirche seien“! Wortlaut!
Wenn Sie die Verunstaltungen historischer Räume mit den Mahltischen sehe, dann werde ihr schlecht!
Allerdings kann das Denkmalamt nur bei denkmalgeschützten Dingen eingreifen, sonst obliegt alles dem Bauamt.
Und wenn Euer Pfarrer etwas einfach so herausreißt, dann anzeigen.
Unserer hatte morgens einfach die Kommunionbank zerlegt.
Ich habe beim Denkmalamt interveniert,
Erfolg: sie steht wieder!
Also, kämpfen, kämpfen, kämpfen!
Auch wenn man sich zuerst einen schlechten Namen macht, die Nachkommen danken es einem!
Gruß,
Andreas
Redaktion benachrichtigen
#2   PietroParente   10:08:39 | Samstag, 3. September 2005
Frevel am Gotteshaus
Auch in meiner Kirche soll es einschneidende Veränderungen geben. Die Kirche wird grundlegend umgestaltet. Man soll sich um den „Mahltisch“ versammeln können, man soll möglichst nah am Geschehen sein. Der Priester soll mitten unter den Leuten sitzen, mit Ihnen auf gleicher Höhe. Das Bistum muss aus finanziellen 100 Kindertagestätten schließen, aber 1,2 Mio Euro für einen sinnlosen Kirchenumbau scheint man noch übrig zu haben. Liturgische Missbräuche des Pfarrers sind dem Bischof bekannt und doch werden irrige Ideologien geduldet und mit einem Kirchenumbau unterstützt! Ich habe damit meine Heimat verloren!
Redaktion benachrichtigen
#1   Andreas   08:44:12 | Samstag, 3. September 2005
@ tanzendes Kreuz…
Ach ja, die Architekten und Künstler…
in meiner Heimatkirche, eine Barockkirche, die vollständig erhalten ist, mit allerdings etlichen 1956 übermalten Fresken, und nun aufwendig restauriert wurde, sollten ähnliche Dinge geschehen.
Einer der vier Beichtstühle sollte entkernt werden (Umbau zum „Beichtzimmer“, man hätte sonst keine Gelegenheit, die Beichte zu hören, sagte man!!),
Kommunionbank weg für den Kindersingkreis, drei neue hypermoderne Chorfenster, wobei man dann eine Tafel hätte anbringen müssen, um zu erklären, was dargestellt sei.
Für mich waren die Entwürfe: Vanillepudding mit Streifen.
Nur mein permanentes Intervenieren beim Denkmalamt hat alles verhindert.
Ich habe jetzt einen riesigen Streit mit dem Pfarrer und bin aus dem Pfarrgemeinderat draußen.
Soweit ist die Kluft zwischen katholischem Glauben, den manifestiert unsere Kirche einzigartig, und dem nachkonziliaren Glauben schon gediehen!
Mittlerweile habe ich versucht, in einem 15seitigen Schreiben dem Pfarrer zu verstehen zu geben, wie katholisch unsere Kirche ist. Ob meine theologischen Bemühungen fruchten, muß man abwarten.
Allerdings habe ich festgestellt, daß das Gespann „Pfarrer und Architekt“ eine unschlagbare Einheit bildet, wenn beide ein Ziel haben.
es grüßt Euch ein bemitleidenswerter
Andreas
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenKondolenz + … kreuzmeldungenIm Stand der Gnade + … kreuzmeldungenGeburtshaus des Papstes verkauft + … kreuzmeldungenNeubesetzungen? + … kreuzmeldungenDer immer neue Gott + … kreuzmeldungenPatron von Krakau? + … kreuzmeldungenEin echter Märtyrerpapst + … kreuzmeldungenPapst in Polen + … kreuzmeldungenEine neue Epoche + … kreuzmeldungenEin bewegtes Herz + … kreuzmeldungenGöttliche Spiele + … kreuzmeldungenBenediktus-Hymne + … kreuzmeldungenChinesisch-katholischer Durchbruch + … kreuzmeldungenEnttäuschung verflogen + … kreuzmeldungenNichts als die Wahrheit + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net