08:20:43 | Sonntag, 4. September 2005
Ältester Kardinal hat Geburtstag + Eine Frage der Zeit? + Christenverfolgung + Geteert und gefedert + Holocaust-Mahnmal in Finanznot
Ältester Kardinal hat GeburtstagNiederlande. Der emeritierte Kurienkardinal Johannes Willebrands –
der älteste Kirchenfürst im Kardinalskollegium –, vollendet heute, am 4. September, sein 96. Lebensjahr.
Der aus den Niederlanden stammende Kardinal war langjähriger Präsident des Päpstlichen Rates für die
Einheit der Christen. Der zweitälteste im Kardinalskollegium ist der Österreichische Kirchenfürst Alfons
Maria Stickler. Er wurde
kürzlich 95. Sieben weitere Kardinäle sind älter als 90 Jahre. Einer von ihnen,
der Erzbischof der weißrussischen Hauptstadt Minsk ist noch im Amt. Kazimierz Kardinal Swiatek von Minsk-Mohilev
wird im Oktober 91.
Eine Frage der Zeit?Schweiz. Der in Zürich erscheinende ‘Tages-Anzeiger’ fragte
den Generalsekretär der Schweizerischen Bischofskonferenz, Agnell Rickenmann, zum am Freitag veröffentlichten
Bettagshirtenbrief. In dem Hirtenbrief
beklagen die Oberhirten, daß viel Energie nötig sei, um „gegeneinander
zu kämpfen oder interne Angriffe abzuwehren“. Es gehe im Hirtenbrief – so die Erklärung von Rickenmann –
um
den Konflikt zwischen dem Röschenzer Pfarradministrator und seinem Bischof Kurt Koch von Basel. Gemeint
seien auch die immer gleichen Klagen über das Verbot der künstlichen Kinderverhütung oder die Forderungen
der Frauenordination und der Priesterehe. Es sei frustrierend, wenn die Progressisten so täten, als sei
alles bloß eine Frage der Zeit: „So wie es jetzt aussieht, ist es nicht eine Frage der Zeit“, meinte
Rickenmann.
ChristenverfolgungIndien. Drei protestantische Sonntagsschullehrerinnen sind in Indien
zu je drei Jahren Haft verurteilt worden, weil sie auch muslimische Kinder unterrichtet hatten. Dies berichtete
die evangelische Nachrichtenagentur ‘idea’. Laut Gerichtsurteil versuchten die Pastorin und zwei Mitarbeiterinnen,
die Kinder zum Christentum zu bekehren.
Geteert und gefedertÖsterreich. Der in Österreich als „Pornojäger“
bekannte Martin Humer (80) hat mit einem zweiten Oberösterreicher (66) am Mittwoch nachmittag in der
Stadt Salzburg eine umstrittene Mozart-Statue mit roter und grüner Ölfarbe bemalt und mit weißen Hühnerfedern
beklebt. Als Motiv führten die beiden Männer an, daß die Statue – sie steht direkt vor einer Kirche –
viele Salzburger ärgere. Die Statue sei „auch eine Art der Pornografie“, begründete Humer vor Journalisten:
„Denn am Ende Mozart so darzustellen ist eine Abscheulichkeit. Das kann nur ein Psychopath machen.“ Was
Mozart herabwürdige, habe mit Kunst nichts zu tun. Die Reinigung des sogenannten Kunstwerkes hat am Donnerstag
begonnen. Humer muß mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung rechnen.
Holocaust-Mahnmal in Finanznot
Deutschland. Die Stiftung ‘Denkmal für die ermordeten Juden Europas’, die
das Holocaust-Mahnmal im Zentrum
von Berlin betreibt, ist unerwartet in finanzielle Probleme geraten. Dies berichtete das Hamburger Boulevardmagazin
‘Der Spiegel’. Die Geschäftsführung entdeckte im laufenden Haushalt ein Defizit von rund 550.000 Euro.
Das Jahresbudget beträgt rund 2 Millionen Euro. Die Stiftung wird zur Gänze vom Bund finanziert. Grund
für die finanzielle Schieflage sind höhere Kosten für die Eröffnungsveranstaltung im Mai und der große
Besucheransturm, der Mehrausgaben für das Informationsmaterial und die Sicherung des Denkmalkomplexes
bedingte.
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#3
Joseph von Eichendorff 20:58:12 | Mittwoch, 2. Januar 2008
#2
Athanasius 18:59:14 | Sonntag, 4. September 2005
#1
Sulpicius 10:52:58 | Sonntag, 4. September 2005