08:14:24 | Montag, 5. September 2005
„Wir leiden alle“ + Geboren – nach sieben Jahren + Willkür + Oberster US-Richter gestorben + Nicht vergleichbar
„Wir leiden alle“Italien. „In diesen Tagen leiden wir alle unter der Katastrophe, die der Hurrikan in
den USA verursacht hat.“ Das erklärte Papst Benedikt XVI. zum gestrigen Angelusgebet in seiner Sommerresidenz
Castelgandolfo südlich von Rom: „Ich bete für die Toten und ihre Angehörigen, für die Verletzten ohne
Dach über dem Kopf, für die Kranken, die Kinder, die Alten und ich segne diejenigen, die mit dem schwierigen
Rettungs- und Wiederaufbaueinsatz beschäftigt sind.“ Der Heilige Vater betete auch für die Opfer der
Massenpanik im Irak: „Der Allmächtige möge die Herzen aller anrühren, damit in diesem geplagten Land
endlich ein Klima der Versöhnung einkehre und Vertrauen wachsen kann.“ In Bagdad waren während einer
schiitischen Pilgerprozession am Mittwoch fast 1000 Menschen ums Leben gekommen.
Geboren – nach sieben
JahrenSpanien. Am Freitag wurde in Barcelona das erste Baby, das als eingefrorener Embryo adoptiert
wurde, geboren. Dies berichteten mehrere spanische Medien. Barcelona liegt im Nordosten von Spanien. Der
kleine Gerard Monfort Tarridas lebte nach seiner Zeugung im Reagenzglas sieben Jahre lang auf Eis. Mit
dem Einverständnis der leiblichen Eltern durfte ihn Eva Tarridas (41) adoptieren.
WillkürDeutschland.
Eines Tages werde es den gewünschten „Ersatzteilkasten“ aus Kinderzellen geben. Davon ist der Vizepräsident
der Max-Planck-Gesellschaft, Professor Herbert Jäckle, überzeugt: „Ich bin absolut optimistisch, daß
es funktioniert. Aber ich bin absolut pessimistisch, daß es schon in fünf oder zehn Jahren so weit sein
kann.“ Jäckle sprach mit der Nachrichtenagentur ‘dpa’. Zurzeit wisse niemand, was mit den Kinderzellen
wirklich passiert, während sie wochen- oder monatelang in einer Kultur gehalten werden. Und selbst wenn
es gelänge, Kinderzellen zu Insulinproduzenten umzufunktionieren: „Wie wollen wir prüfen, daß diese
Zellen genau das tun, was wir möchten? Bei wie vielen der vielen hundert Gene einer solchen Zelle wollen
wir prüfen, ob sie korrekt funktionieren? Bei 5, bei 10 oder bei 15?“ Es sei irgendwann eine „willkürliche
Entscheidung“ – so der Biotechnologe –, wann es den Medizinern mit dem Prüfen reicht.
Oberster US-Richter
gestorbenUSA. Der Vorsitzende des Obersten Gerichtshofs der USA, William Rehnquist (80), ist am Samstag
abend gestorben. Rehnquist erlag einem schweren Schilddrüsenkrebsleiden. Der konservative Präsident
des Obersten Verfassungsgerichtes gehörte dem Gericht seit 33 Jahren an. Er sprach sich unter anderem
für die Einschränkung der Kinderabtreibung und die Beibehaltung der Todesstrafe aus. US-Präsident George
W. Bush muß nun zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit einen Posten am Obersetn Gericht besetzen. Erst
Ende Juli hatte Bush
den Juristen John Roberts zum Nachfolger von Sandra Day O’Connor ernannt. O’Connor
war kurz zuvor zurückgetreten. Die neun Richter des Obersten Gerichtshofes werden vom Präsidenten auf
Lebenszeit eingesetzt.
Nicht vergleichbar„Kein gesunder und nicht durch Vorurteile verschrobener Christ
wird je von sich sagen, daß er aufgrund einer göttlichen Wahl den Ehestand gewählt habe, einer Wahl,
die mit der Wahl und dem Ruf vergleichbar wäre, die der zum Priester und zur persönlichen Nachfolge
im Rätestand Berufene in sich erkennt oder verspürt. Der die Ehe Wählende wird einfach jene besondere
Erwählung in seiner Seele nicht vorgefunden haben und mit dem besten Gewissen der Welt, ohne sich einer
Unvollkommenheit bewußt zu sein, aber auch ohne sich deswegen eines besonders erwählten Weges Gottes
zu rühmen, den Ehestand wählen. Er wird schlicht dem allgemeinen Willen Gottes mit seinem Geschöpf
gehorchen: ‘Mein Sohn… suche im ganzen Gefild einen fruchtbaren Acker dir aus und säe getrost deinen
Samen’ (Sir 26,20).“
Aus dem Buch „Theologie der christlichen Stände“ des Schweizer Theologen Hans Urs
von Balthasar (+1988) S. 343.
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Konrad 23:14:00 | Montag, 5. September 2005
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Romulus 22:05:14 | Montag, 5. September 2005
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Pelagius 08:54:42 | Montag, 5. September 2005