Die umstrittene Theologin Uta Ranke-Heinemann hat den Besuch von Benedikt XVI. in Deutschland positiv bewertet. Mit dem Papst seien revolutionäre Veränderungen in der Kirche möglich.
(kreuz.net) Die ehemalige katholische Theologin Uta Ranke-Heinemann (77) hat den Deutschlandbesuch von
Papst Benedikt XVI. in einem Interview mit dem Deutschlandfunk positiv bewertet.
Der erste Auslandsbesuch
von Papst Benedikt XVI. stehe im starken Kontrast zu den Auftritten des verstorbenen Papstes Johannes
Paul II.
Mit dem neuen Papst sei eine revolutionäre Veränderung in der Katholischen Kirche möglich.
Frau Ranke-Heinemann wörtlich:
„Ich halte es für möglich, daß dieser erste deutsche Papst 500 Jahre
nach Luther im Lande Luthers den Zölibat aufhebt. Ratzinger ist einer, der sich belehren läßt – er
ist ein Gelehrter. Das unterscheidet ihn total von Johannes Paul II.“
Eine Aufhebung des Zölibats würde
nach Ansicht von Frau Ranke-Heinemann auch die Rolle der Frauen innerhalb der katholischen Kirche verändern.
Die katholische Theologin ist davon überzeugt, daß dann auch Frauen Priester werden könnten:
„Alle
Hirten sind Männer, alle Frauen Schafe – das bleibt zwar immer noch so, aber wenn jetzt die Hirten anfangen
zu heiraten, dann sieht man Frauen schon mal nicht nur mit dem Staubsauger.“
„Bisher kommt sie in der
katholischen Kirche ja nur mit dem Staubsauger nach oben. Das wäre dann schon etwas besser.“
Uta Ranke-Heinemann
ist die Tochter des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann. Sie war 1970 die erste Frau der Welt,
die eine Professur für katholische Theologie erhielt.
Der Bischof von Essen, Franz Kardinal Hengsbach
(† 1991), entzog ihr 1987 den Lehrstuhl für katholische Theologie an der Universität Essen, nachdem
sie öffentlich ihren Zweifel an der Jungfrauengeburt Marias kundgab.
Ihr Hauptwerk „Eunuchen für das
Himmelreich – Katholische Kirche und Sexualität“ wurde weltweit zum Bestseller und erscheint mittlerweile
in der 25. Auflage.
1999 war sie Kandidatin der PDS – die aus der Einheitspartei des ehemaligen DDR-Regimes
hervorging – für das Amt des Deutschen Bundespräsidenten.
In der überarbeiteten Ausgabe ihres Werkes
‘Nein und Amen’ formuliert Frau Ranke-Heinemann ihren „Abschied vom traditionellen Christentum“.
Sie
widersagt darin dem christlichen Erlösungsmythos, der für sie einer „Menschenopferreligion nach religiösem
Steinzeitmuster“ entspricht.
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16 Lesermeinungen
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@ Gotthard: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß oder wie? Hier zwei Beispiele: Das erste betrifft
einen Bericht über weibliche Imame in Nürnberg www.nuernberg.de/…ute_71/nh_70_06.html; der zweite
Bericht betrifft eine islamische Vorbeterin in New York www.qantara.de/…6/_nr-24/_p-1/i.html Wie Gotthard
auch sonst laufend Behauptungen aufstellt, ohne eine Ahnung zu haben.
Es gibt immer wieder Nachrichten von islam. Imaminnen. Ich denke, das dürfte auch etwas mit der rigiden
Geschlechtertrennung zu tun haben. Für strenggläubige Muslime wäre es schlechthin undenkbar, dass man
sich als Frau (z. B. bei Exerzitien) mit dem betreuenden Priester bespricht. In Indien (den Hinduismus
gibt es ja nicht) gibt es verschiedene indische Religionen, die weibliche Geistliche kennen. Sie haben
ja auch Göttinnen.
#13 Gotthard 23:58:34 | Dienstag, 6. September 2005
Frage Es gibt ja diverse Religionen mit verheirateten Geistlichen (Islam, Hinduismus, altheidnische Religionen),
auch weiblichen Geistlichen Wo bitte schön gibt es im Islam und im Hinduismus weibliche Geistliche?
Ist sie eigentlich noch Christin? Sie lehnt den Erlösungsglauben ab, glaubt nicht an die Jungfrauengeburt
etc. etc. Was will sie überhaupt in der Kirche? Ihr Argument, dass ein verheirateter Klerus Frauenpriesterweihen
und mit den Frauenpriesterweihen dann Frauenrechte bringen wird, ist – religionsvergleichend betrachtet –
ein Schwachsinn. Es gibt ja diverse Religionen mit verheirateten Geistlichen (Islam, Hinduismus, altheidnische
Religionen), auch weiblichen Geistlichen – von Frauenrechten ist mir dort noch nichts aufgefallen. Das
Zölibat und der Opfergedanke ist außerdem nicht etwas Männliches. Scheinbar hat Frau R.-H. noch nichts
von geweihten Jungfrauen gehört. Wenn man Mutter von Kindern ist, versteht man sehr gut, was ein Opfer
ist. Ranke-H. glaubt scheinbar, dass das Paradies kommt, wenn Frauen mindestens zu 50% in allen öffentlichen
Bereichen des Lebens beteiligt sind, weil Frauen scheinbar reine engelhafte Übermenschen sind und alles
richtig machen, reine Pazifistinnen seien.
Köstlich, aber wahr! Köstlich ist es, daß Ranke-Heinemann im Artikel als ehemalige Theologin und nicht
als ehemalige Theologieprofessorin bezeichnet wird. Das mag zwar nach dem Hochschulrecht usw. nicht korrekt
sein, aber es besitzt eine Aussage, die mir eine Menge bedeutet: Theologe ist keine Berufsbezeichnung
allein, sondern auch eine Art Auszeichnung, eine Art Qualitätsbezeichnung. Bravo! Edf, 5.IX.
@ Pelagius Hatte die alte Dame teutonischer Theologie übrigens ihre Mitarbeiterinnen in Portugals Marienheiligtum
im Sinn, als sie von Staubsaugern sprach? Hrhr… einfach köstlich… danke für einen geschenkten Lacher
an einem stressigen Tag. (off-topic muss auch mal sein…)
die „gute“, „alte“ Frau Heinemann Frau Ranke-Heinemann wörtlich: „Ich halte es für möglich, daß dieser
erste deutsche Papst 500 Jahre nach Luther im Lande Luthers den Zölibat aufhebt. Ratzinger ist einer,
der sich belehren läßt – er ist ein Gelehrter. Das unterscheidet ihn total von Johannes Paul II.“ Tja,
unsere liebe Frau Heinemann möchte offensichtlich Punkte sammeln – die Frage ist nur bei wem? – bei Gott,
bei dem jetzigen Papst, oder bei den Medien, um wieder ins „Licht“ der Aufmerksamkeit zurückzukehren???
Fast 30 Jahre lang hat sie innerhalb der Kirche nur Schwachsinn verkündet. Solange sich die Medien für
sie interessierten, solange konnte sie sich „leisten“ den Papst – JPII – zu hassen. Jetzt, nachdem die
Jugendliebe gestorben ist und niemand mehr sich ernsthaft für sie interessiert, möchte sie ohne Aufgabe
ihrer Häresien und Lügen in das Leben der heiligen Kirche offensichtlich zurückzukehren.
@mimi natürlich haben Sie vollkommen recht. Es ist nur ein Argument der Abschreckung für die, die immer
noch nicht begriffen haben, warum das Priestertum an den Mann als Repräsentant des Erlösers gebunden
ist. Wobei natürlich die persönliche Heiligkeit mehr als nur eine Empfehlung ist. Trotzdem hatte der
hl. Augustinus gegen die Donatisten recht, dass zur gültigen Sakramentenspendung diese Heiligkeit nicht
gefordert (wohl aber gewünscht!) ist.
– Das bekannte Buch von ihr hatte ich mir als Neu-Katholik damals auch ganz ahnungslos gekauft… Asche
über mein Haupt… und dann völlig verwirrt meinen Pfarrer dazu befragt… Selbst er, der es nun wirklich
nicht mit Tradition hat und alles „vorkonziliare“ ablehnt, hat für diese Frau nur ein Lachen übrig…
Und für mich ist es unfehlbar sicher, dass unser Herr nur Männer zum Priestertum berufen hat… wobei –
@Konrad – sie da für mich keine Rolle spielt, weil es heute generell leider viele Priester gibt, die
kein gutes Beispiel geben.
Ranke-Heinemann Ist doch herrlich, wie diese Frau auch mit ihren 77 Jahren noch so zu Späßen aufgelegt
sein kann und anderen damit eine Freude macht. Aber Gott sei Dank sind es und werden es wohl auch Späße
bleiben.
Wenn Frau Ranke-Heinemann so weitermacht mit der verlogenen Belobigung des Hl. Vaters wird sie endgültig
ihr ewiges Heil verspielen. Es gibt kaum ein besseres Argument gegen eine mögliche Weihe von Frauen zu
Priestern als ebendiese Person.
Staubsauger-Theologie „Ratzinger ist einer, der sich belehren läßt – er ist ein Gelehrter. Das unterscheidet
ihn total von Johannes Paul II.“ Dieser Satz der Unbelehrbaren scheint mir der köstlichste zu sein. Hatte
die alte Dame teutonischer Theologie übrigens ihre Mitarbeiterinnen in Portugals Marienheiligtum im Sinn,
als sie von Staubsaugern sprach? Dann hätte sie noch hinzufügen sollen, Frauen könnten auch mit Gesang
einiges in der Kirche bewegen – bereits ein Fortschritt gegenüber dem paulinischen „Mulier tacet in Ecclesia“,
nicht wahr? Ach, es ist herzzerreißend dumm!
Zölibat Den Zölibat abschaffen, Frauenrechte in der Kirche stärken, verheiratete Priester zulassen-
abgesehen davon, dass ich all diese unsinnigen Forderungen nicht mehr hören kann nur eins: Diese Forderungen
sehen die Kritiker in der evangelischen Kirche erfüllt. Dass die Besucherzahlen in der evangelischen
Kirche noch geringer sind als in der katholischen verschweigen sie. Dies beweist: Eine Anpassung an die
von der Arroganz des eigenen individuellen Geistes geprägten Zeit füllt die Kirche nicht. Hat die evangelische
Kirche aufgrund dieser Punkte mehr Besucher?Liegt die Scheidungsrate nicht gerade bei verheirateten Priestern
besonders hoch? Priester müssen, um mit Paulus zu sprechen, Gott von ganzem Herzen dienen. Ihr Herz darf
nicht geteilt sein. Die sogenannten Bewegungen „Wir sind Kirche“ und „Kirche von unten“ kann man mit einer
Verschwörung der Apostel gegen JESUS CHRISTUS gleichsetzen. Diese Ketzer sollten von Rom besonders beobachtet
werden. Sie reden dem Zeitgeist nach dem Munde und kommen deswegen so gut an. Dagegen heisst es in Zukunft
verstärkt anzugehen.
#1 philosophus 12:20:50 | Montag, 5. September 2005
Die Frau R.-H. Was will Frau Ranke-Heinemann eigentlich? Sie ist als Revolutionärin bekannt. – Und nun
überträgt sie ihr „Weltbild“ auf Papst Benedikt XVI.? Nein, danke.