Warum orthodoxe Katholiken über die Legionäre Christi verärgert sind
Das Buch ‘Schweigegelübde’ wäre eigentlich für konservative Katholiken eines der wichtigsten Werke der vergangenen zehn Jahre. Doch leider stellen sich die Autoren selber ein Bein. Von Michael Rose, Web-Herausgeber der ‘New Oxford Revue’.
(kreuz.net) Jason Berry und Gerald Renner sind zwei erfahrene Journalisten. In ihrem Buch ‘Schweigegelübde’
untergraben sie allerdings ihr Anliegen durch ihre kaum versteckten linkskatholischen Ideologismen.
Außerdem
gibt der Untertitel ihres Buches – „Der Machtmißbrauch während des Pontifikats von Johannes Paul II.“ –
einen unübersehbaren Hinweis auf die kirchenpolitische Voreingenommenheit der Autoren.
In Wirklichkeit
beschäftigt sich das Buch kaum mit Papst Johannes Paul II. Es ist auch kein Werk über das Papsttum oder
die vatikanische Politik.
Das Buch erzählt vom Priester Thomas Doyle, der sich über zwei Jahrzehnte
heldenhaft für die Opfer klerikaler Mißbräuche in den USA eingesetzt hat.
‘Schweigegelübde’ behandelt
ferner den Fall von Pater Marcial Maciel – den Gründer der Legionäre Christi – der von verschiedener
Seite der sexuellen Unzucht angeklagt wird.
Das Buch spricht außerdem über die ‘Legionäre Christi’
und über die an sie angeschlossene Laienbewegung ‘Regnum Christi’.
Der Zusammenhang zwischen Johannes
Paul II. und den Legionären besteht darin, daß der verstorbene Papst seine Autorität verschiedentlich
hinter die Legion gestellt hat. Darauf weisen die Legionäre gerne hin.
Sie nützten zudem zusammen mit
ihren Freunden die kirchenpolitische Parteilichkeit der Autoren aus, um deren sorgfältige Recherchen
zu diskreditieren.
Die Leser des Buches, vor allem konservative Katholiken, die von der offensichtlichen
Rechtgläubigkeit der Legionäre Christi angezogen werden, finden somit einen guten Grund, die Untersuchungen
von Berry und Renner in Bausch und Bogen zu verwerfen.
Doch es lohnt sich die zusammengetragenen Fakten
trotz der kirchenpolitischen Stoßrichtung der Autoren genauer unter die Lupe zu nehmen.
Als einige Inhalte
des Buches, in denen es um die dem Gründer der Legion vorgeworfenen sexuellen Vergehen geht, zuerst in
der US-amerikanischen Tageszeitung ‘Hartford Courant’ publiziert wurden, beeilten sich neokonservative,
wohlhabende Katholiken, Pater Maciel zu verteidigen.
Mit wenigen oder gar keinen direkten Kenntnissen
der Situation verurteilten prominente US-Katholiken die Artikelserie.
Unter ihnen befanden sich der bekannte
Konvertit und Priester Richard John Neuhaus von der Zeitschrift ‘First Things’, William Donohue von der
‘Katholischen Liga’, die Harvard-Professorin Mary Ann Glendon, und Deal Hudson vom ‘Crisis-Magazin’.
Doch keiner der Verteidiger von Pater Maciel traf sich mit den Anklägern. Denn die Legion und die Neokonservativen,
denen beiden ein Interesse für Geld und Macht nachgesagt wird, sind Verbündete.
In diesen Kreisen gilt:
Du kratzt meinen Rücken, und ich kratze den deinen.
Aber diese Neonkonservativen könnten ihr schnelles
Urteil eines Tages noch bereuen.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Warum orthodoxe Katholiken über die Legionäre Christi verärgert sind
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#6 Ignatius 20:52:54 | Dienstag, 6. September 2005
The French Kreuznet-Sspx-Connection –- Brennpunkt Legion Condor … staring Grebert Hackmann, Flegmatius
Scheider, and many more… @Grebert Nun sieht wieder die ganze Welt, daß es außer den Pius-Brüdern
keine wahren Katholiken mehr gibt. Was soll denn schon wieder dieser „Die Fsspx hockt hinter jedem Stein
im Internet“-Verschwörungsmist!? Habt ihr was an der Klatsche? Weil hier mal ein paar halbswegs objektive
Artikelchen über die Fsspx kommen (aber immerhin doch der Begriff „Lefèbvristen“ fällt, immer noch
tausendmal besser als „Pius-Brüder“) und dann ein paar schlechte über neuere Orden, dann verschwört
also die böse Fsspx mit der bösen Kreuz.net-Mannschaft gegen die vielen guten oder doch nicht so guten
oder weiss-der-kuckuck Orden? Soll mir noch einer sagen die von der Fsspx seien paranoid weil ihr Gründer
Lefebvre es wagte, die hl. Päpste über die Freimaurerei zu zitieren… Wenn eine priesterliche Schwuchtel
oder ein Phädophiler sich gegen seine ANVERTRAUTEN vergangen hat dann MUSS das auf den Tisch und die
Schuldigen bestraft werden! Da gibts doch gar nicht lange zu überlegen, sondern zu handeln, bevor noch
schlimmeres passiert.
@ Grebert Zitat: Welchen Zweck hat das Ganze? Die Legion und das angegliederte Regnum Christi zeigen,
daß „selbst die Novus Ordo Kirche“ noch wirklich katholisches zu bieten hat. Und da das nicht sein darf,
diskreditiert man so einfach diesen Beweis. Nun sieht wieder die ganze Welt, daß es außer den Pius-Brüdern
keine wahren Katholiken mehr gibt. Reine Unterstellung – was hat das mit der Priesterbruderschaft St.
Pius X. zu tun? Von denen stammt der Bericht nicht; kreuz.net gehört ihnen nicht und steht auch nicht
in ihrem Einflußbereich! Alles nur, weil Ihnen der Bericht nicht paßt? Ich muß Sie außerdem darauf
hinweisen, dass die Anschuldigungen gegen den Gründer der Legionäre Christi nicht prototypisch für
Angriffe gegen die Gründer von „Movimenti“ sind. Die Anschuldigungen gegen José Maria Escrivar waren
anderer Natur, wenn auch ebenfalls hart. Gegen die meisten Movimenti-Gründer habe ich nur sachliche Vorbehalte
gehört wie z.B. Ökumenismus und darüber hinaus jeweils eine Art Führerkult. Gegen Erzbischof Lefebvre
z.B. habe ich nicht einmal von seinen schärfsten Gegnern jemals solche Vorwürfe gehört!
Warum? Die Berichterstattung von Kreuz.Net über die Legion Christi läßt staunen: Statt einen jungen
Orden, der die Lehre der Kirche so kompromißlos verteidigt, und der die neue Liturgie so würdig wie
sonst kaum ein anderer feiert, journalistisch zu unterstützen, freut sich kreuz.net über diesen „Skandal“
und schlachtet ihn aus. Welchen Zweck hat das Ganze? Die Legion und das angegliederte Regnum Christi zeigen,
daß „selbst die Novus Ordo Kirche“ noch wirklich katholisches zu bieten hat. Und da das nicht sein darf,
diskreditiert man so einfach diesen Beweis. Nun sieht wieder die ganze Welt, daß es außer den Pius-Brüdern
keine wahren Katholiken mehr gibt. Das Kreuz.Net-Team sollte sich mal ernsthaft überlegen, ob sie durch
solche Aktionen der Kirche schaden oder nutzen. Ob kreuz.net sich der Wahrhaftigkeit verschrieben hatt,
oder bloß irgendwelchen kleingeistigen Grabenkämpfen.
#3 MilesChristi 01:10:43 | Dienstag, 6. September 2005
Legionäre Kreuzfidel (christfidel?), ich habe mich vor einigen Monaten ziemlich intensiv mit den Vorwürfen
an Pater Maciel beschäftigt, und es ist doch irgendwas da. Wenn es so nicht wäre, hätte Rom die Untersuchungen
nicht wieder aufgenommen. Warum nimmst du eigentlich ALLES als Anlaß, die FSSPX mit deinen Haßtiraden
anzugreifen ? Die New Oxford Review hat nichts mit der FSSPX zu tun , und die Autoren dieses Buches umsoweniger
!
#2 Kreuzfidel 00:32:22 | Dienstag, 6. September 2005
Kreuz net geißelt? Warum dieser offensichtliche Haß gegen die Legionäre? Hier wird ja auch nur behauptet,
das ist in keiner Weise ein objektiver Bericht. Die Empfehlung, daß die Feinde der Kirche gute Argumente
auf Lager haben scheint Kreuz net nur für Ausgewählte „Gegner“ Parat zu haben. Was z.B.: alles gegen
die Pisus Brüder geschnattert wird, wird natürlich nicht erwähnt. Schade, daß Kreuz net auf so ein
schmuddliges unfaires und diletantisches journalistisches Niveau begibt – anscheinend auch von den „Feinden“
übernommen?
Legionäre Christi es ist tragisch, was sich da an Erkenntnissen zusammenbraut. Habsburger-Sprösslinge
gehören zu den LC, viel Gutes wurde begonnen. Nun scheint das Ganze doch auf Sand gebaut worden zu sein.
Eine Art geistiger Hurrikan Katrina.