Ich war zum ersten Mal bei einer größeren Wallfahrt dabei. Was mich am meisten freute: Es herrschte dort eine wirklich fröhliche Atmosphäre. Von den Traditionalisten erwartet man eher dunkle und verbitterte Gesichter. Ein Pilger berichtet.
(kreuz.net, Fulda) Am letzten Wochenende erneuerte die von Erzbischof Marcel Lefèbvre († 1991) gegründete
Priesterbruderschaft St. Pius X. die Weihe Deutschlands an das Unbefleckte Herz Mariens. Die Weihe war
1954 von den deutschen Bistümern vollzogen worden.
Nach der erfolgreichen Wallfahrt der Priesterbruderschaft
St. Pius X. im Jahr 2004 wurde sie in diesem Jahr wiederholt. Sie stand – im Jahr des 100. Geburtstages
des Gründers der Priesterbruderschaft – unter dem Gebetsanliegen „Der Sieg der Tradition über die Glaubenskrise“.
Wir versammelten uns ab 13.00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein in Fulda an der Ochsenwiese. Fulda liegt
in Osthessen im Zentrum von Deutschland.
Etwas verspätet begann dann mit circa 500 Gläubigen – darunter
rund 50 Priester und zahlreiche Jugendliche der Katholischen Jugendbewegung – die Wallfahrt. Die Jugendbewegung
hatte die Wallfahrt organisiert.
Zunächst ging es zum Petersberg am nordöstlichen Stadtrand Fuldas.
Interessierte Blicke aus Häusern, Vorgärten und den Fahrzeugen – sie wurden in ihrer Fahrt etwas ausgebremst –
begleiteten uns.
Da die Grabeskirche der Hl. Lioba wegen Renovierungsarbeiten leider geschlossen war,
erreichten wir mit Gebet, melodischen alten Marienliedern und einem gesungenen Rosenkranz einen der Grabeskirche
nahegelegenen Hügel.
Nach einer kurzen Stärkung ging es dann weiter zum Frauenberg, zu der dortigen
Franziskanerkirche, wo sich das Gnadenbild Unserer Lieben Frau befindet. Vor diesem Bild wurde 1954 die
Weihe Deutschlands vollzogen.
Offiziell durften wir als Wallfahrer nicht in die Kirche einziehen, um
hier die Weihe zu erneuern. Die Diözese hatte uns dies untersagt.
Deshalb wurde die Prozession kurzfristig
aufgelöst, damit die Gläubigen – gewissermaßen als Einzelpersonen – die Kirche aufsuchen konnten. Da
sich inzwischen weitere Gläubige der Prozession angeschlossen hatten, war die große Hallenkirche zum
Bersten voll.
Nach einiger Zeit der Stille begann ein Priester in den vorderen Reihen dann doch noch
mit einigen gemeinsamen Gebeten.
Von dort ging es dann, nun mit etwa 800 Personen, vom Frauenberg herunter
in den barocken Festsaal der Organgerie am Schloßgarten. Er gehört zum Hotel Maritim.
Wie gerne wären
wir in den nur 50 Meter entfernten Dom eingezogen – an das Grab des Hl. Bonifatius – doch dies wurde vom
Bischof verboten.
Wie ich später erfuhr, sollte sogar zunächst noch verhindert werden, daß wir den
Festsaal des Hotels bekommen. Erst kurz vor Beginn der Veranstaltung hat das Bistum seinen Widerstand
aufgegeben und der Priesterbruderschaft die Anmietung dieser sehr teuren Räume gestattet.
Als ich den
Festsaal betrat – er faßt vermutlich mehr als 1500 Personen –, war ich sehr überrascht: Der Bühnenraum
war so umgebaut, daß die gesamte Bühne als Altarraum gestaltet worden war.
Es sah alles so aus, als
wenn sich dort immer ein Altar befinden würde: Ein herrlicher Altar mit Tabernakel und einem großen
Bild darüber, das den gekrönten Jesus Christus neben seiner gekrönten Mutter zeigt.
Hier wurde nun
von Pater Niklaus Pfluger, dem Distriktoberen der Priesterbruderschaft St. Pius X., gegen 19.00 Uhr das
Heilige Amt zu Ehren des Unbefleckten Herzens Mariens zelebriert.
Trotz des vierstündigen Marsches,
der schmerzenden Füße, dem Sonnenbrand, den Hungergefühlen und anderen kleinen Beschwernissen, waren
die Gläubigen mit tiefer Andacht und großer Freude bei der Messe im klassischen Ritus der Katholischen
Kirche dabei.
Um 21.00 Uhr – die Messe war gerade zuende – fühlte ich mich dann allerdings so erschöpft,
daß ich am weiteren Programm nicht mehr teilnehmen konnte.
Wie mir gesagt wurde, haben sich vor allem
viele Jugendliche und Priester an der anschließenden Erneuerung der Weihe der Katholischen Jugendbewegung
an das Unbefleckte Herz Mariens beteiligt und die ganze Nacht in Gebet, Anbetung und Betrachtung verbracht.
Am nächsten Morgen war ich dann wieder um 8.00 Uhr im Festsaal, um den Vortrag des ersten Assistenten
der Priesterbruderschaft, Pater Franz Schmidberger, zu hören. Er sprach über „Erzbischof Marcel Lefèbvre
und die Konzilspäpste“.
Mich erstaunte besonders mit welcher großen Liebe und Treue der Erzbischof –
so der Bericht des Referenten – den Primat des römischen Papstes und die Rechtmäßigkeit der Konzilspäpste
gegen die Sedisvakantisten verteidigte. Diese haben sich inzwischen in zahlreiche Sekten zerstreut: Es
gibt derzeit bereits dreizehn Gegenpäpste. Mons. Lefèbvre hat trotz aller Kritik an den Konzilspäpsten
nicht einen Augenblick daran gezweifelt, daß diese Päpste rechtmäßige Nachfolger des Hl. Petrus sind.
Um 9.30 Uhr begann der Höhepunkt der ganzen Wallfahrt, das feierliche Pontifikalamt zu Ehren des Hl.
Papstes Pius X. mit Seiner Exzellenz Weihbischof Bernard Fellay. Mons. Fellay ist der Generalobere der
Priesterbruderschaft St. Pius X.
Ich muß gestehen, daß ich eine derartig feierliche und würdige Hl.
Messe noch nie in meinem Leben erlebt habe. An der Messe nahmen nahezu 1500 Gläubige teil.
Begleitet
von Orgelmusik und gregorianischem Choralgesang zog der Bischof mit weit über fünfzig Priestern, Seminaristen,
Ordensleuten und jungen Ministranten in den barocken Festsaal ein.
In seiner Predigt stellte er unter
anderem die schwierige Situation dar, in der sich Papst Benedikt XVI. befindet: Auf der einen Seite mehrere
hundert Bischöfe, die alles tun werden, um eine Rückkehr der Kirche zum traditionellen katholischen
Glauben und zur Messe aller Zeiten zu verhindern. Und auf der anderen Seite die vier Bischöfe der Priesterbruderschaft.
Eindringlich rief Bischof Fellay deshalb alle Gläubigen auf, die Weihe Deutschlands an das Unbefleckte
Herz Mariens ernst zu nehmen und die Maria-Sühne-Samstage und den täglichen Rosenkranz einzuhalten,
damit die Glaubenskrise überwunden werden kann.
Es war für mich das erste Mal, daß ich an einer größeren
Wallfahrt teilgenommen habe.
Ich muß gestehen, daß ich ein wenig verbitterte und verbissene Gläubige
erwartet hatte. Doch das Gegenteil war der Fall: Ich begegnete überall freudigen, fröhlichen und hoffnungsfrohen
Menschen, bei denen etwas von dem Glück, katholisch zu sein, zum Ausdruck kam.
Ich freue mich bereits
darauf, wenn im kommenden Jahr die Wallfahrt wiederholt wird.
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67 Lesermeinungen
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Bilder von der Deutschlandweihe verfügbar … in der Bildergallerie der FSSPX-Internet-Seite hier www.fsspx.info/special/?id=img11264675…
Einen gesegneten Festtag des heiligsten Namens der Gottesmutter wünsche ich allen Katholiken!
#67 Benedikt 14:38:04 | Sonntag, 11. September 2005
@ sebastian kann mir jemand bitte erklären ob man exkommuniziert ist wenn man bei fsspx in die messe
geht- wenn möglich mit beweisen. hab das nämlich mal gehört. (Noch eine Bestätigung von einem Nicht-FSSPX
Anhänger) Niemand ist exkommuniziert, wenn er zum Messen der FSSPX geht, dort seinen Beitrag zur Kollekte
leistet oder sich stärker beteiligt. Das einzige Problem ist das mit den unerlaubten Bischofsweihen,
was einen Messbesucher bzw. Anhänger der FSSPX aber nicht kümmern muss. Man kann also auch Messen der
exkommunizierten Bischöfe besuchen (siehe das zutreffende Beispiel von Athanasius), ohne selbst exkommuniziert
zu sein. Wem die (ganz ganz reine und alleinige ) Tradition am Herzen liegt, oder wem die Hl. Kirche durch
lächerliche Messimitationen allmählich vergrault zu werden droht, der ist bei der FSSPX sogar besser
aufgehoben als anderswo.
#66 Athanasius 10:22:57 | Sonntag, 11. September 2005
– kann mir jemand bitte erklären ob man exkommuniziert ist wenn man bei fsspx in die messe geht- wenn
möglich mit beweisen. hab das nämlich mal gehört. Solch ein Quatsch habe ich noch nie gehört. Lass
dich nicht abschrecken. Leute die das sagen, sind Lügner und Hetzer. Nicht mehr, nicht weniger. Einfach
Hetzer. Als in 1991 eine Gruppe von sechs katholischen Intellektuellen auf Hawaï (USA) – die eine FSSPX-Kapelle
eingerichtet hatten, und immer noch ein bekanntes traditionell-Röm.-Kath. Rundfunkstation betreiben –
S.Exz. Bischof Richard Williamson FSSPX einluden zur hl. Firmung ihrer zahlreichen Kinder, versuchte der
modernistische Ortsbischof sofort diese Katholiken zu exkommunizieren. Direkt darauf appelierten diese
an das Hl. Offizium in Rom. Vom damaligen Josef Kardinal Ratzinger wurde diese „Exkommunikation“ nichtig
und ungültig (ohne Grund) erklärt. Daraus kann man schlussfolgern, dass nicht nur Spende und Messbesuch
erlaubt ist (was immer auch die Kath.net-Hetzer behaupten mögen), sondern sogar aktive Unterstützung,
ja Verbreitung des FSSPX-Apostolates nicht unter Strafen fällt. Mach’s deswegen! Sicherlich gerechtfertigt.
Tolle Missam – Tolle Ecclesiam. (Luther) >> Donate sanctae Traditionis Missae – Donate sacrosanctae Romanae
Ecclesiae! (Mgr. Lefebvre)
Mgr. Perles Brief an Una Voce Folgend ein Dokument von vielen, das belegt, daß kein Katholik exkommuniziert
ist, wenn der die hl. Messen der FSSPX besucht… P.S. In jeder hl. Messe der FSSPX wird für den Papst
gebetet! Es gibt kein Schisma. Nicht von der Schisma-Keule abschrecken lassen: selber hören, lesen und
mitdenken. –-- Der Sekretär der päpstlichen Kommision „Ecclesia Dei“ für innerkirchliche Angelegenheiten,
die für die Priesterbruderschaft St. Pius X. und die Priesterbruderschaft Str. Petrus zuständig, Mgr.
Camille Perl, hat in einer Antwort auf eine Anfrage der „Una Voce“ USA vom 18. Januar 2003 klargestellt,
daß Katholiken, die bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. die heilige Messe besuchen, damit ihre Sonntagspflicht
erfüllen, nicht sündigen, und sogar ihr Scherflein zur Sonntagskollekte beitragen dürfen. *Englischer
Originalbrief: www.unavoce.org/…2003/perl-011803.htm * Deutsche Übersetzung (der Fsspx): www.fsspx.info/mbonline/artikel.php?show=157
#64 sebastianus 18:07:53 | Samstag, 10. September 2005
Seelsorgepflicht!!! ich meine, dass sich die priester von fsspx nirgendswo ein recht herausnehmen irgendwelche
bücher zu lesen verbieten. vielmehr denke ich, dass sie damit ihrer seelsorglichen pflicht nachkommen,
die freilich nicht nur im verbieten von büchern besteht. ich finde das gebet für die gemeinschaft ganz
toll und schließe mich an damit sie bald wieder in die kirche zurückkommen- dann kann man wenigstens
zu ihnen in die messe gehen! traditionsbewusst sind sie ja und das gefällt mir. kann mir jemand bitte
erklären ob man exkommuniziert ist wenn man bei fsspx in die messe geht- wenn möglich mit beweisen.
hab das nämlich mal gehört.
#63 Athanasius 20:34:29 | Freitag, 9. September 2005
– Johannes Rothkranz scheint mir eine ganz nette Person zu sein. Er ist aber durchaus frustriert über
mehrere Sachen, u.a. Ausschliessung von einer FSSPX-Kapelle wegen Streitereien. Er glaubt auch zu viel
hinter jedem Baum steht direkt ein Bär, wie man es bei uns zu sagen pflegt. Beispiel dafür ist seine
Behauptung in der FSSPX seien die Freimaurer (Fellay, Schmidberger, De Galaretta) an der Arbeit. Da würde
man an der fünfspitzigen Sterne in einem Mitteilungsblatt sehen können… (Natürlich ist dann auch
jeder Priester der ein Velum mit dem „allmächtigen Auge“ [Dreifaltigkeitssymbol von Freimaurern missbraucht]
trägt „bei der Loge drin“.) Nicht jeder sedisvakantistische Autor ist zugleich „instabil“ oder „geisteskrank“.
Rothkranz übertreibt nur. Und die heutige Lage der Kirche macht einem auch fast geistlich instabil.
#62 Marcel 10:18:40 | Donnerstag, 8. September 2005
Ein Jammer Catholicus schrieb: {Rothkranz} war ursprünglich ein hochtalentierter, sehr kirchlich eingestellter
Theologe {…} Was zu seinem Wandel geführt hat, weiß ich nicht. Beten wir für ihn und andere Verirrte!
Dem Gebet schließe ich mich gerne an. Sowie dem Bedauern über die Verirrung dieses ursprünglich talentierten
Streiters für die Kirche. Der Widersacher Gottes lacht. Malachias schrieb: Was gibt der FSSPX eigentlich
das Recht, Ihren Gläubigen vorzuschreiben, was sie lesen dürfen und was nicht? _Die_ FSSPX schreibt
das nicht vor, sondern warnt vor schlechten Schriften. Wie früher. Das entspricht der Seelsorgepflicht
jedes katholischen Priesters. Die Lektüre des jüngsten Flugblatts aus dem Verlag Anton Schmid „Da ist
doch der WURM drin!“ soll den Gläubigen sogar unter Androhung schwerer Sünde verboten worden sein. _Den_
Gläubigen sicher nicht. Was jeder einzelne Seelsorger seinen Gläubigen sagt, ist mir unbekannt. Offensichtlich
muss vor Anton Schmid und Johannes Rothkranz gewarnt werden, weil diese Leute schonunglos die Wahrheit
über die freimaurerische Unterwanderung auch der FSSPX und die wahren Ziele ihrer Oberen aufdecken (wollen)!
Die echten Gründe nannte P. Heggenberger in meiner referenzierten Warnung. Gönnen Sie sich bitte mehr
als zehn Wochen, die FSSPX zu studieren. Dann sehen Sie, daß sie nicht zu den Feinden der Kirche zählt,
und haben mehr Zeit für die vielen echten Kirchenfeinde.
@ Gotthard Der Index ist nicht abgeschafft. Alle dort befindlichen Schriften gelten weiterhin als für
Katholiken verboten. Der Index wird nur nicht fortgeführt, weil die Index-Kommission abgeschafft wurde.
#60 Gotthard 23:02:09 | Mittwoch, 7. September 2005
Index Was gibt der FSSPX eigentlich das Recht, Ihren Gläubigen vorzuschreiben, was sie lesen dürfen
und was nicht? Man scheint sich Rechte herauszunehmen, die eigentlich nur dem kirchlichen Lehramt, sprich
der Glaubenskongregation und Bischöfen mit Jurisdiktion zustehen… Du läßt Dir also vorschreiben,
was Du lesen darfst und was nicht? Ich lass mir von niemandem vorschreiben, was ich lesen darf … Der
Index ist abgeschafft! Gott sei Dank!
#59 Catholicus 22:41:58 | Mittwoch, 7. September 2005
Aufklärung Danke, Marcel, für die Bereitstellung der Warnung der FSSPX vor den Schriften von Johannes
Rothkranz. Dieser Mann, der sich nun offenbar völlig im Sedisvakantismus und Antisemitismus verrannt
hat, war ursprünglich ein hochtalentierter, sehr kirchlich eingestellter Theologe (Studium an der Phil.-Theol.
Hochschule Heiligenkreuz, Diplomarbeit über den Opfercharakter der hl. Messe bei + Prof. Holböck). Was
zu seinem Wandel geführt hat, weiß ich nicht. Beten wir für ihn und andere Verirrte!
#58 Malachias † 22:38:31 | Mittwoch, 7. September 2005
Zensur bei der FSSPX Was gibt der FSSPX eigentlich das Recht, Ihren Gläubigen vorzuschreiben, was sie
lesen dürfen und was nicht? Man scheint sich Rechte herauszunehmen, die eigentlich nur dem kirchlichen
Lehramt, sprich der Glaubenskongregation und Bischöfen mit Jurisdiktion zustehen… Die Lektüre des
jüngsten Flugblatts aus dem Verlag Anton Schmid „Da ist doch der WURM drin!“ soll den Gläubigen sogar
unter Androhung schwerer Sünde verboten worden sein. Wenn das mal keine hyperreaktionäre Gedankenkontrolle
ist…! Offensichtlich muss vor Anton Schmid und Johannes Rothkranz gewarnt werden, weil diese Leute schonunglos
die Wahrheit über die freimaurerische Unterwanderung auch der FSSPX und die wahren Ziele ihrer Oberen
aufdecken (wollen)!
Die FSSPX warnt vor Anton-Schmid-Verlag & Rothkranz Zu Konrads Warnung von gestern möchte ich noch untenstehende
der FSSPX anfügen. Dem Malachias versichere ich, daß es mir sehr leid tut, daß ein ehemalig katholischer
Autor sich immer stärker in seiner Wahrnehmung trüben ließ. Wir müssen davon ausgehen, daß der Widersacher
Gottes auf diese Weise so manchen ehemals tapferen Streiter für die Kirche lahmlegt. Die Kirchenkrise
ist eine Tragödie; so viele Gutgläubige verirren sich. Trotz alledem der Warnhinweis… Ich habe recherchiert
und festgestellt, daß 1998 P. Heggenberger als deutscher Distriktsober das grundsätzliche zum Anton-Schmid-Verlag
und dem Autoren Rothkreuz im FSSPX-Mitteilungsblatt (MB) des Oktober 1998 gesagt hat: Seite 1 img273.imageshack.us/…3/4893/seite11hz.png
Seite 2 img273.imageshack.us/…73/994/seite29he.png Im MB des Juli 1999 erfolgte dann noch einmal eine
deutliche Warnung, auf einer halben DIN-A5-Seite in Fettdruck: –-- Warnung Die Priesterbruderschaft St.
Pius X. warnt vor unseriösen Broschüren, die vom Verlag A. Schmid („Pro fide catholica“) und dessen
Autor J. Rothkranz Gläubigen unverlangt zugeschickt wurden. Von diesen Broschüren distanzieren wir uns
in jeder Hinsicht und erklären, daß, soweit sich deren Inhalt auf angebliche okkulte Signale und Botschaften
erstreckt, die die Bruderschaft verbreiten soll, es sich um krankhafte oder böswillige Unterstellungen
oder Verleumdungen handelt. –--
@Malachias Meine Behauptung, dass vorrangig der Anton-Schmid-Verlag katholische Literatur publiziere (bitte
Wortstellung beachten!), halte ich weiterhin aufrecht, allerdings nicht im quantitativen (Umfang des Sortiments),
sondern im qualitativen Sinn verstanden: Ich bin unschuldig , da ich weder behauptet habe, – dass der
Anton-Schmid Verlag vorrangig keine katholische Literatur publiziert noch, – dass er dieses tut. Meine
Empfehlung galt !!! drei Büchern von Rothkranz und einem Buch von Prof. Spirago die in dem genannten
Verlag erschienen sind. Andere Zusendungen dieses Verlages sind je nach Standpunkt mit mehr oder weniger
Vorsicht zu geniessen. Ich geniesse sie mit Vorsicht.
#55 Gotthard 19:34:42 | Mittwoch, 7. September 2005
Verlag sollte zum anderen aber auch versuchen, (letztgültige) Antworten auf möglichst viele, in jedem
Fall aber auf alle den kath. Glauben unmittelbar betreffenden, Zeitfragen zu liefern. Ein Verlag als letzte
Instanz in Glaubensfragen … toll!
#54 Malachias † 19:22:59 | Mittwoch, 7. September 2005
Verlage, Sedisvakanz @hcr: Meine Behauptung, dass vorrangig der Anton-Schmid-Verlag katholische Literatur
publiziere (bitte Wortstellung beachten!), halte ich weiterhin aufrecht, allerdings nicht im quantitativen
(Umfang des Sortiments), sondern im qualitativen Sinn verstanden: Von einem katholischen Verlag unserer
Tage erwarte ich, dass er „das Ohr am Herzen Gottes, die Hand am Pulsschlag der Zeit“ (J. Kentenich) hat.
Er muss zum einen das Depositum fidei (das uns von der Kirche überlieferte Glaubensgebäude) unverkürzt
weitergeben, sollte zum anderen aber auch versuchen, (letztgültige) Antworten auf möglichst viele, in
jedem Fall aber auf alle den kath. Glauben unmittelbar betreffenden, Zeitfragen zu liefern. In diesem
Sinn ist der Schmid-Verlag so schnell von keinem anderen (deutschen) Verlag einzuholen! @Dr. Regazzoni:
Eine nicht rechtmäßige Besetzung des Stuhles Petri, d.h. eine Besetzung durch einen Kandidaten, der
nicht die nötigen kanonischen Voraussetzungen – und dazu gehört m.E. auch seine Rechtgläubigkeit im
Sinne des kath. Glaubens – mitbringt, ist für mich gleichbedeutend mit einer Nicht-Besetzung, also eine
„Sedisvakanz“.
#53 Agiafortuni 16:55:38 | Mittwoch, 7. September 2005
Sedesvakantismus, eine ungeeignete Bezeichnung Eine sachliche und ohne Verteufelung des jeweiligen Gegners
geführte Diskussion über den sollte für jeden glaubenstreuen Katholiken ein Herzensanliegen sein. Dabei
sollte er den Grundsatz des heiligen Augustinus beherzigen: im Notwendigen die Einheit, im Zweifel die
Freiheit aber über alles die Liebe. Doch kommen wir zur Sache. Sedesvakanz setzt sich zusammen aus den
beiden lateinischen Worten : sedes = der Sitz und vaccare = unbesetzt sein. In den Geisteswissenschaften
kommt dem Wort Sitz auch eine symbolische Bedeutung zu, denn es bezeichnet den Ort, von wo aus die Herrschaft
ausgeübt wird, spricht man doch vom Sitz einer Regierung, vom Hauptsitz einer Bank usw. Vaccare dagegen
bedeutet frei im Sinne von unbesetzt. Daraus kann man eine zweifache Bedeutung von Sedesvakanz ableiten.
Wörtlich übersetzt bezeichnet es einen Stuhl, auf dem zur Zeit niemand sitzt, im übertragenen Sinne
bedeutet es jedoch: der Ort, von wo aus regiert wird, ist zur Zeit von Niemandem in Besitz genommen. Das
kanonische bezeichnet seinerseits mit Sedesvakanz den beim Tode eines regierenden Papstes eingetretene
status ecclesiae. Weil der Sitz bis zur Wahl des Nachfolgers wird die Kirche nicht mehr regiert, sondern
nur noch verwaltet. Kurzum mit Sedesvakanz wird zunächst ein soziologischer Tatbestand bezeichnet. Es
ist deshalb falsch von Sedesvakanz zu sprechen, denn der Stuhl Petri ist zur Zeit – rechtmässig oder
unrechtmässig – besetzt.
@ hcr Zitat: Aus irgendeinem Grund müssen Henoch und Elija eine besondere Gnade zugeteil geworden sein,
zu der es m.W. ( noch ) keine Lehre der Kirche gibt. Ja, aber diese besondere Gnade muß nicht aus einer
Empfängnis ohne Erbschuld resultieren. Diese Gnade kann von Gott ohne Vorbedingungen direkt gewährt
werden. Dazu muß man wissen, dass es für die Heiligen des Alten Bundes von Adam bis Johannes den Täufer,
nicht die Möglichkeit gab, das ewige Leben zu erreichen. Ihre Seelen lebten alle im Limubs Patrorum,
der Vorhölle. Nach dem Tod das ewige Leben zu erreichen, ist eine Frucht von Christi Opfertod und wurde
von im direkt bei seinem Hinabstieg in die (Vor-)hölle nach seinem Tod verkündet. Dies mag erklären,
warum Gott bei zwei Heiligen des Alten Bundes die Gnade der direkten Aufnahme mit Leib und Seele gewährt
hat, ohne dass jene unbefleckt empfangen waren. @ VirOblationis: Die Tötung der Baalspriester durch Elija
dürfte in göttlichem Auftrag erfolgt sein. Es sind ja offenkundig nicht einmal die Anhänger der Baalspriester,
die ebenfalls zugesehen haben, dagegen eingeschritten. Offenbar erkannte man das durch GOTT von Elija
angenommene Tieropfer zugleich als – negatives – Gottesurteil über die Baalspriester, die durch ihren
geistlichen Betrug (und ihre Irrlehren) ein todeswürdiges Verbrechen begangen hatten (Gotteslästerung,
wahrscheinlich aber noch mehr).
@Stimme @ vir… ohne Sünde ? @ hcr: Wenn schon, müßte man auch Elija hinzufügen, der mit Leib und
Seele in den Himmel aufgefahren ist. Es ist aber nicht kirchliche Lehre, dass Henoch und Elija ohne Erbschuld
empfangen worden wären. virOblationis: ad hcr Die Erzählung einer Entrückung in den Himmel mag zwar
an Mariae Himmelfahrt erinnern. doch kann man von daher nicht auf Sündlosigkeit schließen. Maria ist
die einzig Unbefleckt Empfangene. Niemand sonst ist von Beginn von der Erbsünde frei gewesen, niemand
sonst. Von einer Entrückung in den Himmel ist aber auch beim Propheten Elias die Rede, der einmal sterben
will und dann im Übermaß seines Zornes so viele Baalspriester abschlachten käßt, daß er m.E. keineswegs
ganz sündlos erscheint Richtig, ich hatte Elija nicht vergessen, – nur gibt es keine dermassen herausragenden
Stellen zur Person, wie die zitierten Stellen zu Henoch. Römer 6,23 Denn der Lohn der Sünde ist der
Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. Wenn also der Lohn der
Sünde der Tod ist, wie Paulus schreibt, dann hatten beide keine Sünde, da leiblich entrückt, sie den
Tod nicht schauen mussten. Aus irgendeinem Grund müssen Henoch und Elija eine besondere Gnade zugeteil
geworden sein, zu der es m.W. ( noch ) keine Lehre der Kirche gibt.
Verschiedenes zu Links, Himmelfahrt und Verlagen @ Marcel: Danke für die Links! Vor allem der Artikel
der canadischen FSSPX über den Sedisvakantismus erscheint mir sehr sorgfältig gearbeitet und theologisch
exakt! @ hcr: Wenn schon, müßte man auch Elija hinzufügen, der mit Leib und Seele in den Himmel aufgefahren
ist. Es ist aber nicht kirchliche Lehre, dass Henoch und Elija ohne Erbschuld empfangen worden wären.
@ Malachias: Die Behauptung, dass vorrangig der Anton A. Schmid Verlag katholische Literatur puliziere,
kann so nicht aufrecht erhalten werden. Mir fallen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – auf Anhieb mehrere
katholische Verlage ein wie die Edition Kirchliche Umschau, Sarto Buch, Rex Regnum (Jaidhof, Niederösterreich),
Priesterbruderschaft St. Pius X. (Eigenverlag), Stella Maris, Christiana Verlag (Stein am Rhein, Schweiz),
Theresia Verlag (Lauerz, Schweiz), Verax Verlag (Müstair), Mediatrix (Wien). Und das sind nur die deutschsprachigen
Verlage. Es gibt auch Verlage außerhalb des deutschen Sprachraums, die deutschsprachige Literatur herausbringen.
Dass zum Beispiel der letztere auch Literatur zu falschen „Erscheinungen“ herausgibt und der vorletzte
einen Inhaber hat, der persönlich sedisvakant ist, schadet in Hinblick auf das gesamte Verlagsprogramm
nicht. Aufpassen muß man heute ohnedies, sogar bei hervorragenden Quellen, Herausgebern und Verlagen.
#49 virOblationis 14:03:10 | Mittwoch, 7. September 2005
ad hcr Die Erzählung einer Entrückung in den Himmel mag zwar an Mariae Himmelfahrt erinnern. doch kann
man von daher nicht auf Sündlosigkeit schließen. Maria ist die einzig Unbefleckt Empfangene. Niemand
sonst ist von Beginn von der Erbsünde frei gewesen, niemand sonst. Von einer Entrückung in den Himmel
ist aber auch beim Propheten Elias die Rede, der einmal sterben will und dann im Übermaß seines Zornes
so viele Baalspriester abschlachten käßt, daß er m.E. keineswegs ganz sündlos erscheint.
#48 Malachias † 13:29:00 | Mittwoch, 7. September 2005
Anton-Schmid-Verlag in Durach „Konrad“ behauptete: „aus Durach kommen die sedisvakantistischen Bücher
des paranoiden Johannes Rothkranz und seines Verlages verlag-anton-schmid.de, der sich lügnerisch ‘pro
fide catholica’ nennt“ An dieser Behauptung ist eigentlich nur richtig, dass die Rothkranz-Bücher aus
Durach kommen, alles andere ist falsch und irreführend. Zur Klarstellung: 1. Der Verlag heißt „Verlag
Anton A. Schmid“ und nicht „pro fide catholica“. 2. Inhaber des Verlags ist Herr Anton A. Schmid und nicht
Herr Johannes Rothkranz. 3. Das Verlagsprogramm heißt „pro fide catholica“ (auf dt. „für den kath. Glauben“),
vollkommen zu Recht, denn dieser Verlag tut mehr als jeder andere in D ansässige Verlag alles für den
katholischen Glauben, seine Rettung und seine Verbreitung. 4. Das Verlagsprogramm umfasst nicht nur Bücher
von Herrn Rothkranz, sondern auch solche zahlreicher anderer Autoren (z.B. Frank Hills) sowie Devotionalien,
wovon man sich unter www.verlag-anton-schmid.de leicht selbst überzeugen kann.
@Marcel jeder Mensch außer Jesus und Maria hat Fehler. … es sei mir erlaubt ergänzend Henoch anzuführen
und einige belegende Stellen … Sir 44,16Henoch ging seinen Weg mit dem Herrn und wurde entrückt: /
ein Beispiel der Gotteserkenntnis für alle Zeiten. Gen 5,24 Henoch war seinen Weg mit Gott gegangen,
dann war er nicht mehr da; denn Gott hatte ihn aufgenommen. Sir 49,14 Kaum einer auf Erden kommt Henoch
gleich, / darum wurde er auch lebend entrückt. Hebr 11,5 Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt
und musste nicht sterben; er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; vor der Entrückung
erhielt er das Zeugnis, dass er Gott gefiel. Wenn Henoch nicht sterben musste und lebend entrückt wurde,
dann muss auch er ohne Fehler gewesen sein.
Zweiter Versuch, diesmal mit – hoffentlich – korrigierter Formatierung Malachias, als traditioneller Katholik
hat man mit den Vertretern des liberalen Katholizismus schon alle Hände voll zu tun. Warum zählen Sie
die FSSPX auch noch dazu? Was in den Gesamtzusammenhang gestellte, nichtgehäßige Kritik an der FSSPX
und ihrem Gründer angeht: jeder Mensch außer Jesus und Maria hat Fehler. (Vgl. mein Text von gestern
um 16:31h) Ihre Behauptung, Mgr. Lefebvre sei bis 1978 Sedisvakantist gewesen, deckt sich nicht mit seinen
öffentlichen Aussagen. Leicht nachprüfbar anhand seiner älteren öffentlichen Briefe, Predigen, usw.
www.fsspx.info/erzbischof/index.php?kat=dokumente Guter Start: – Grundsatzerklärung von Mgr. Lefebvre
vom 21.11.1974 www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=211 – Erster Brief von Mgr. Lefebvre an Papst
Paul VI. vom 31.5.1975 www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=160 – Zweiter Brief von Mgr. Lefebvre
an Papst Paul VI. vom 24.9.1975 www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=165 – usw. So spricht kein
Sedisvakantist. (Ich würde an Ihrer Stelle Herrn Rothkranz nicht glauben, wenn er „die dunkle Seite des
Liberalisten Lefebvre“ hervorzaubert.) Die FSSPX spricht häufig und fundiert gegen den Sedisvakantismus.
Guter Einstieg: Is that Chair vacant? www.sspx.ca/…hat_Chair_Vacant.htm (SSPX-Canada, 12-2004). Man
staune über die in „3. The heretical pope“ zitierten Aussagen früherer Päpste.
#45 Ignatius 11:45:40 | Mittwoch, 7. September 2005
Killfile @Pelagius Was ist das: ein „Killfile“? (Hier gestehe ich ernsthafte Wissenslücken.) Vermutlich
ein freundlicher Wunsch von Ihnen, für den ich herzlich danke www.faqs.org/faqs/killfile-faq/ … aus
der guten alten Zeit des Usenet. Als man noch keine blöden Icons brauchte, das Netz nicht von Fuzzies
überflutet war und Männer noch echte Männer waren. ;)
Unnötiger Streit Malachias, als traditioneller Katholik hat man mit den Vertretern des liberalen Katholizismus
schon alle Hände voll zu tun. Warum zählen Sie die FSSPX auch noch dazu? Was in den Gesamtzusammenhang
gestellte, nichtgehäßige Kritik an der FSSPX und ihrem Gründer angeht: jeder Mensch außer Jesus und
Maria hat Fehler. Hatte ich gestern um 16:31h hier geschrieben in einem Vorgriff auf Ihre neueste Unterstellung.
Ihre Behauptung, Mgr. Lefebvre sei bis 1978 Sedisvakantist gewesen, deckt sich nicht mit seinen öffentlichen
Aussagen. Leicht nachprüfbar anhand seiner älteren öffentlichen Briefe, Predigen, usw. www.fsspx.info/erzbischof/index.php?kat=dokumente
Guter Start: – [link]Grundsatzerklärung von Mgr. Lefebvre vom 21.11.1974[link]-[link]www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=160[link]…
Brief von Mgr. Lefebvre an Papst Paul VI. vom 31.5.1975[link]-[link]Zweiter Brief von Mgr. Lefebvre an
Papst Paul VI. vom 24.9.1975[link]www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=165[link]… usw. So spricht
kein Sedisvakantist. (Ich würde an Ihrer Stelle Herrn Rothkranz nicht glauben, wenn er „die dunkle Seite
des Liberalisten Lefebvre“ hervorzaubert.) Die FSSPX spricht häufig und fundiert gegen den Sedisvakantismus.
Guter Einstieg:[link]Is that Chair vacant?[link]www.sspx.ca/…hair_Vacant.htm[link] (SSPX-Canada, 12-2004).
Man staune über die in „3. The heretical pope“ zitierten Aussagen früherer Päpste.
#43 Malachias † 09:48:19 | Mittwoch, 7. September 2005
Lefebvre und Sedisvakantismus, die 3. @Marcel: Dafür, dass Sie noch ein „ganz frischer“ Laie, „gerade
ein halbes Jahr dabei“ sein wollen, sind Sie m.E. nun doch schon sehr linientreu und zwar nicht nur im
Sinne von „linientreu zu Christus“, sondern ganz im Sinne des in der FSSPX gezüchteten autoritätsgläubigen,
jeglicher Kritik (an Bruderschaft und Lefebvre) gegenüber verschlossenen Massenmenschen. Ansonsten würden
Sie die hier verbreitete Hetze über den Anton-Schmid-Verlag und den als Autor vermuteten, um die katholische
Sache äußerst verdienten Johannes Rothkranz nicht einfach so übernehmen und sie kurzerhand als „verlogen“
bezeichnen! Bei der „Verfinsterung der Kirche“ handelt es sich nicht um ein Werk des Magisters Rothkranz,
sondern um eine Übersetzung des 1999 in 3. Auflage erschienen Werkes des französischen Autorenteams
„Amis du Christ Roi“ (Christkönigsfreunde) mit dem Titel „L’Eglise Eclipsée? Réalisation du complot
maconnique contre l’Eglise“. Die betreffende Äußerung des Erzbischofs („und übrigens ist er nicht der
Papst“) ist kein Einzelfall – es lassen sich über ein Dutzend ähnliche Äußerungen bei ihm nachweisen!
Sedisvacantismus, die zweite Front gegen die FSSPX Malachias, die Massen von liberalen Priestern, die
Mgr. Erzbischof ausgebildet habe, werden also vom Autoren des Buches behauptet, der danach den Abbé zitiert.
Das habe ich falsch gelesen. Macht es den angeblichen Hörensagen-Satz des Abbé glaubwürdiger, wenn
von einem verlogenen Autoren in einem verlogenen Verlag zitiert? Klug sagte die Traditionsstimme: „Im
übrigen darf man eine allenfalls im Zorn gesprochene Bemerkung, die auch anders gedeutet werden kann,
nicht auf die gleiche Waagschale legen wie eine Enzyklika, die beliebig lange vorbereitet werden kann.“
Es ist angesichts des – durch die Kirchenkrise bedingten – schmalen Grades der FSSPX zwischen Liberalismus
und Sedisvacantismus natürlich, daß sich sedisvacantistische Priester in den Reihen der FSSPX fanden.
Wer dies zu erkennen gibt, muß gehen. So wie der liberalere Flügel sich in die FSSP abspaltete. Es ist
kein Geheimnis, daß Mgr. Lefebvre Paul VI. schlimmer fand als JP2, weil die Kirche die schlimmsten Momente
unter Paul VI. erlebte (V.II, NOM, etc.) und Mgr. das ganze Pontifikat kannte. Sollte sich die Gangart
des Mgr. gegen den Sedisvacantismus verschärft haben: es ändert an der Haltung seines entscheidenden
Lebensabends und der klaren Absage an den Sedisvacantismus durch sein Werk (siehe SSPX-FAQ) www.sspx.org/articles_index.htm
nichts. Insbesondere löst es nicht Ihr Problem des Sedisvacantismus, wenn sie den Mgr. zum Verräter
an Ihrer (falschen) Position konstruieren.
#41 Pelagius 23:13:41 | Dienstag, 6. September 2005
Einige Fragen „Rothkranz ist eine arme Person, seine Schwester ein noch ärmeres Mauerblümchen. Irgendwie
eine psychologisch interessanter Fall.“(Andreas) Was haben die kritikwürdigen Schriften des Magisters
mit seiner Schwester zu tun? „… die von Ihnen laufend durchgeführte – meistens ironisch verbrämte –
Rufschädigung, die Sie selbst der Priesterbruderschaft Pius X. angedeihen lassen“ (Evelins Gatte) Wo
habe ich jemandes Ruf geschädigt? Wäre dazu ironische Verbrämung wohl das geeignete Mittel? „Sonst
hast du die Klappe ja oft und gern auf (viel zu oft genaugenommen wenn man es daran misst, wie wenig du
weisst).“(Ignatius) Woher wissen Sie, was ich weiß? Aber vielleicht müssen wir alle noch über das sokratische
„Ich weiß, daß ich nichts weiß“ nachsinnen. „Jammerschad, dass es hier kein Killfile gibt. Dein Nickname
täte sie ganz oben zieren.“(Ignatius) Was ist das: ein „Killfile“? (Hier gestehe ich ernsthafte Wissenslücken.)
Vermutlich ein freundlicher Wunsch von Ihnen, für den ich herzlich danke.
#40 Malachias † 22:28:46 | Dienstag, 6. September 2005
Lefebvre und Sedisvakantismus II Zur Behauptung von „Marcel“: „…der Abbé beraubt sich der Glaubwürdigkeit
durch folgende Lüge, neun Sätze vorher: Um den Erfolg seines langen und beharrlichen Strebens nach Anerkennung…“
Wer das Zitat genau liest, erkennt, dass der von „Marcel“ zitierte Satz nicht von dem erst später erwähnten
Abbé stammen kann, sondern dem/den Autor(en) des Buches (Les amis de Christ Roi) zugeschrieben werden
muss. Wie in dem – übrigens äußerst aufschlussreichen – Buch plausibel dargelegt wird, lassen sich
bei Marcel Lefebvre in der Frage des Sedisvakantismus und davon abhängig in seinem Verhältnis zu sedisvakantistischen
Priestern in der PB zwei Phasen ausmachen: Bis kurz nach der Wahl Wojtylas zum „Papst“ (16.10.1978) tendierte
er selbst – wie gesehen – zur sedisvakantistischen Position und duldete daher auch Sedisvakantisten in
der PB. Erst als er kurz nach Wojtylas Wahl in Verhandlungen mit Rom in Gestalt des neugewählten „Papstes“
eintrat und diesem bei einer Audienz in den Armen lag, trat die Wende ein. In einem Brief vom 8.11.1979
machte Lefebvre dann der Bruderschaft seine neue Position klar.
@ Pelagius Zitat: Ohne die geringsten Sympathien für Herrn Mag. Rothkranz’ Theorien zu haben: Es geht
nicht an, hier derart über eine Person und ihre Familie herzuziehen. Das ist menschlich erbärmlich.
Aber freilich: Wer gegen die Priesterbruderschaft St. Pius X. (die bekanntlich die goldene Mitte zwischen
Liberalismus und Sedisvakantismus einnimmt) schießt, der macht sich damit vogelfrei. Dass Herr Mag. Rothkranz
gröbere Probleme hat, ist mir spätestens seit dem Zeitpunkt bekannt, als er mittels „Computeranalyse“
auf jenem Bild des Hl. Papstes Pius X., welches die Priesterbruderschaft St. Pius X. jahrelang auf dem
Titelbild ihres Mitteilungsblattes abgedruckt hat, Teufelsmerkmale, Ratten usw. entdeckt hat und mit der
„These“ untermauert hat, dass die Piusbruderschaft eigentlich die Vorhut der Freimaurerei, des Satanismus
usw. sei. Das Ganze war 1999 (seither haben wir aufgrund Wohnungswechsel diese Elaborate nicht mehr erhalten).
Wenn nun Andreas Schizophrenie feststellt – was ihm als vermutlich Nicht-Psychiater vermutlich nicht zusteht –
so ist dies in Relation zu den Dingen, die Herr Rothkranz selbst von sich gibt, nicht rufschädigend.
Störender ist da schon die von Ihnen laufend durchgeführte – meistens ironisch verbrämte – Rufschädigung,
die Sie selbst der Priesterbruderschaft Pius X. angedeihen lassen! Denn Andreas hat nie behauptet, dass
er für die Priesterbruderschaft St. Pius X. spricht. Der Gatte der Evelin
#37 Pelagius 19:01:00 | Dienstag, 6. September 2005
Erbärmlich Ohne die geringsten Sympathien für Herrn Mag. Rothkranz’ Theorien zu haben: Es geht nicht
an, hier derart über eine Person und ihre Familie herzuziehen. Das ist menschlich erbärmlich. Aber freilich:
Wer gegen die Priesterbruderschaft St. Pius X. (die bekanntlich die goldene Mitte zwischen Liberalismus
und Sedisvakantismus einnimmt) schießt, der macht sich damit vogelfrei.
#36 Andreas 18:17:56 | Dienstag, 6. September 2005
@Rotkraut vom Rothkranz Hallo, Marcel! Ich selbst kenne Rothkranz lange genug persönlich, um sagen zu
können, er ist schizophren! Aus seiner noch „aktiven“ FSSPX-Zeit ist er mir noch als „vergeistigter Wandler“
bekannt. Ich habe einige seiner Bücher gelesen, und eigentlich ist für ihn die ganze heutige Welt nur
eine Scheinwelt, die in Wirklichkeit von Illuminaten und Freimaurern regiert wird. Einige seiner Thesen
gehen ja so weit, daß schon im 18. Jhr. die Kirche „illuminiert“ war. Die logisch Folge schien mir bei
ihm zweifelsohne zu kommen: Sedisvakantismus. Rothkranz ist eine arme Person, seine Schwester ein noch
ärmeres Mauerblümchen. Irgendwie eine psychologisch interessanter Fall. Die Hilfe liegt nahe, liegt
doch auch Rothkranz so nahe bei Rosenkranz… Zu Durach ist zu sagen, daß nicht immer alles Schund war,
ganz im Gegenteil. Aber seit dem dort die Sedi-Keule geschwungen wird, laß ich das mal lieber. Gruß,
Andreas
Durach, die II. Was Konrad (*) zum Verlag „Pro fide catholica“ sagt, deckt sich mit einer Warnung, die
die FSSPX 1999 in ihrem Mitteilungsblatt (MB) aussprach. MB Oktober 1999: „Hexenwahn – ‘Besagungen’ –
Pentagramm und Drudenfuß“, von P. Werner Bösiger: Vom Verlag „Pro fide catholica“, Durach, und dessen
Autor Rothkranz wurden in den vergangenen Monaten rufschädigende Pamphlete an unsere Gläubigen verschickt,
in denen die Priesterbruderschaft und einzelne ihrer Mitglieder scharf angegriffen wurden. Es wurde unterstellt,
daß in die Bruderschaft Zeichen und Symbole finsterer Mächte eingedrungen seien, die angeblich beweisen,
daß insgeheim eine andere Ausrichtung bestehe, als offiziell vorgegeben werde. Die vorgebrachten Verdächtigungen
sind grober Unfug. Dies wird im folgenden am Beispiel des Sternes als Symbol in der Kunst und in der Heraldik
(Wappenkunde) dargelegt. Wir empfehlen unseren Gläubigen dringend, den unseriösen Verlag nicht mehr
zu unterstützen und künftig unerbetene Zusendungen postwendend an den Absender zurückgehen zu lassen.
(Wer sich für den Artikel interessiert, bitte melden, er ist 15 DIN-A5-Seiten lang.) Die – auch Konrad
zugesandte – Anti-FSSPX-Schmähschrift „Da ist doch der Wurm drin“ vomselben Verlag wurde kürzlich vor
unserem FSSPX-Priorat durch eine Dame ausgeteilt, die sich partout nicht in ein Gespräch mit mir oder
anderen einlassen wollte. (*) Es ist interessant, was Konrad seit kurzem über Erzbischof Lefebvre und
seine Freunde schreibt.
Zusammenleben vor der Ehe? @ Andreas: Auch ich bin liiert und verlobt, … Ich gehe nicht zur Kommunion,
bis ich geheiratet habe. Ich weiß nicht, ob ich Sie da nicht mißverstehe; aber wenn ich es richtig verstehe,
sollten Sie mit Ihrer Verlobten vor der Ehe nicht weiter zusammenleben. Eine derartige räumliche Trennung
ist zwar eine ernsthafte Beanspruchung der Beziehung, wird aber zeigen, ob diese tragfähig ist oder nicht.
#33 Andreas 17:05:19 | Dienstag, 6. September 2005
@ Messen mit zweierlei Maß… Dieses Messen geht runter bis auf Pfarreienebene. Beispiel: Bei uns gibt
es ein Homo-Pärchen. Ob die beiden „alles“ ausleben, keine Ahnung. Einer der beiden geht jeden Sonntag
zur Messe und bekommt von unserem Pater auch die Kommunion. Beide sind ihm bekannt. Zwei andere (Männlein/Weiblein)
heiraten jetzt, leben schon lange zusammen, sie ist Lehrerin an einer katholischen Bistumsschule, er ebenso.
Sie liegt im Sommer am liebsten „oben ohne“ im Schwimmbad der Nachbargemeinde. Beide sind in der Singgruppe
unseres Klosters aktiv. Kein Problem! Gerne willkommen! Auch ich bin liiert und verlobt, aber unserem
Pater zu konservativ und habe ihm seine Renovierungspläne zur „Umgestaltung“ unserer Barockkirche „versaut“.
Ich gehe nicht zur Kommunion, bis ich geheiratet habe. Trotzdem bin ich nicht willkommen. Es gab Paare,
„Mischlinge“, hat er nicht getraut. Wegen der bösen Protestanten. Ehepartnern, evangelischen, von im
Kloster gern gesehenen „Pfarrkindern“ reicht er problemlos die Kommunion. Das ist Pharisäertum! Und traurige
Realität der V2-Kirche! Gruß, Andreas
#32 MilesChristi 17:03:09 | Dienstag, 6. September 2005
@ Toby – Anglikaner in Fulda Tatsächlich hat der Bischof von Fulda, Msgr. Algermissen, der fleißig die
großartige Erbe des verstorbenen Bischofs Dyba zerstört, den Dom zu Fulda anglikanischen kostümierten
Laien („Priestern“ oder „Bischöfen“) zur Verfügung gestellt, damit sie dort den Hlg. Bonifatius gedenken.
Bischof Algermissen hat aber im letzten Jahr sogar den Domplatz für die Deutschlandweihe der FSSPX sperren
lassen, auch damals durfte die Gruppe den Dom nicht mal betreten (soweit ich weiß nicht mal einzeln).
@ Marcel: Gut gesprochen! Was an sich die Sedisvakantisten betrifft, so glaube ich, dass sie überwiegend
katholisch sind. Nicht gilt dies für die – aufgrund einer falschen „Privatoffenbarung“ entstandene und
mit einer eigenen kirchlichen Hierarchie (vom Papst abwärts) ausgestattete „Kirche“ von Palmar de Troya.
In deren Lehrschriften sind – aus pseudotradi. Übereifer – mittlerweile sogar Häresien enthalten. Aber
die anderen wollen eigentlich weder bewußt häretisch noch bewußt schismatisch sein, auch wenn sie aus
subjektivem Notstands-Denken heraus auch eigene Bischöfe haben. Sie befinden sich mindestens teilweise
im Irrtum hinsichtlich des exakten Inhalts des Dogmas der Unfehlbarkeit des Papstes und haben Sonderlehren
darüber entwickelt, wann ein Papst sein Amt verliert oder gar nicht gültig gewählt werden kann. Sie
wollen auch nicht schism. sein, gehen aber überwiegend davon aus, dass es seit 1958 keinen gültig gewählten
Papst gibt. Letzteres – scheinbar vorrangig – mit der Begründung, dass Johannes XXIII. als Freimaurer
oder Rosenkreuzer nicht gültig zum Papst gewählt werden konnte. Im wesentlichen sind sie ein Krisenzeichen
der Post-V2-Kirche. Denn in dieser speziellen Konstellation sind sie weder vergleichbar mit den Protestanten
oder Altkatholiken, die sofort Sonderlehren entwickelt haben noch mit den Orthodoxen oder Anglikanern,
die bewußt schismatisch waren (obwohl der Papst für sie wenigstens der Patriarch des Westens ist) und
erst nach Jahrhunderten auch häretisch wurden.
#30 Benedikt 16:59:18 | Dienstag, 6. September 2005
@ Mimi Gegen die Plakat-Aktion konnte er nichts unternehmen, weil sie von einem privaten Verein organisiert
wurde. Er hätte höchstens ein Verbot erlassen können, wenn die Plakate in Kirchen oder kirchlichen
Häusern gehangen hätten oder wenn die Aktion von Diözesanpriestern organisiert worden wäre. Hier handelte
es sich aber um die Aktion eines einfachen Vereins, bei dem bezweifelt werden darf, ob es sich überhaupt
um eine katholische Organisation handelt
@ Stimme aus Wien Die frage nach der Vermietung eines privaten Festsaals gehört keineswegs in den Jurisdiktionsbereich
eines Bischofs, sehrwohl aber die liturgische Handlungen auf dem Gebiet seiner Diözese. Ich verstehe
durchaus das Problem der Diözesanleitung. Seit wann interessiert sich der Bischof für die liturgischen
Handlungen von leuten, die er ansonsten als exkommuniziert betrachtet? Was mich aufregt, ist dieses Messen
mit zweierlei Maß, das die meisten Ordinariate anlegen. Wäre es eine Gruppe von anglikanischen Pilgern
gewesen, hätte sich der Bischof mit Sicherheit nicht dagegen gestellt. Im Gegenteil: Möglicherweise
hätte er noch zur Teilnahme eingeladen …
„Man erkläre etwas so kurz wie möglich, aber nicht kürzer!“ und die 1500 Zeichen… Zur Klarstellung,
die mir um 14:39h angesichts von maximal 1500 Zeichen nicht möglich war, damit es niemand in den falschen
Hals bekommt: Als ich auf die unwahre Unterstellung des sedisvacantistischen Abbés, die da lautete: Um
den Erfolg seines langen und beharrlichen Strebens nach Anerkennung durch den modernistischen Vatikan
zu sichern, glaubte Mgr. Lefebvre Heerscharen von dialog- und kompromißbereiten Priestern ausbilden …
zu müssen. … antwortete: Kein Priester der FSSPX geht bezüglich der katholischen Lehre irgendeinen
Kompromiß oder Dialog ein. … so war durch die gebotene Kürze gemeint, daß die Unterstellung des Abbés
großer Unsinn ist. Jeder, der sich ernsthaft mit der FSSPX und ihren Priestern beschäftigt (persönlich
und/oder über ihre Schriften und ihr Wirken), kennt die Qualitäten der Mehrheit dieser Priester: sie
sind nicht dialog- und kompromiß-bereit die katholische Dogmatik betreffend. Doch dies suggerierte der
Abbé durch seinen Kontext vom „modernistischen Vatikan“ (der leider seit dem V.II immer wieder Kompromisse
eingeht und Dialoge führt, die nicht mehr mit der überlieferten Lehre vereinbar sind.) Nicht gemeint
habe ich, daß alle Priester der FSSPX perfekt seien, Engel sozusagen. Jeder Katholik weiß um die Fehlerhaftigkeit
und Sündhaftigkeit von uns Menschen und um die Tatsache, daß es nur zwei perfekte Menschen gibt: Jesus
Christus (als Gottmensch) und die Jungfrau Maria (als Mensch).
Toby Die frage nach der Vermietung eines privaten Festsaals gehört keineswegs in den Jurisdiktionsbereich
eines Bischofs, sehrwohl aber die liturgische Handlungen auf dem Gebiet seiner Diözese. Ich verstehe
durchaus das Problem der Diözesanleitung.
Wirklich seltsam… … insbesondere wenn man berücksichtigt, dass Kardinal Meisner angeblich keine Möglichkeit
gehabt hätte, etwas gegen die Kondom-Plakate-Kampagne in Köln zum WJT zu unternehmen… und die warf
ja nun wirklich ein falsches Bild auf die katholische Kirche und das, wo Tausende junger Pilger aus aller
Welt bei uns waren. Wo hört denn nun die Macht der Bischöfe tatsächlich auf?!
#25 Benedikt 16:21:17 | Dienstag, 6. September 2005
@ Toby Das mit der Anmietung kommt mir auch seltsam vor… vorstellbar ist, dass ein Irrtum vorliegt und
in Wirklichkeit gemeint war, dass der Bischof die Veranstaltung verbieten wollte. Denn dazu hat er sehr
wohl das Recht. So konnte Meisner zB den Auftritt von Gaillot in seinem Erzbistum verbieten.
Dr. Peter Enderfers Und dagegen kann man gar nichts tun? Muss man sich das alles gefallen lassen? Unabhängig
von der Frage, wie man nun im einzelnen zu den Positionen der Piusbruderschaft steht: Dass ein Bischof
sogar über die private Anmietung eines profanen Festsaal hineinbestimmen darf, kann einfach nicht sein!
Das wäre eigentlich ein Fall für die Redaktionen von „Monitor“, „Panorama“ etc.
#23 Beatrix 15:52:29 | Dienstag, 6. September 2005
@ Toby Tja, so ist das nunmal. Diesmal trifft es die Piusbrüder, das nächste mal irgendeinen anderen.
Ich halte das für gängige Praxis, die mich also auch nicht wirklich überraschen kann. Überraschend
finde ich nur, daß Msgr. Algermissen sowas macht…
@ Dr. Peter Enderfers Moment Mal: Seit wann gehört es zur Jurisdiktionsvollmacht eines Bischofs, die
private Anmietung eines profanen Festsaals oder die Berichterstattung einer „unabhängigen“ Tageszeitung
zu verbieten???
#21 Beatrix 14:55:37 | Dienstag, 6. September 2005
@ Toby: Vielleicht verhält es sich in diesem Punkt wie z. B. bei Auftritten von Leuten wie Küng in bestimmten
Diözesen. Der Ordinarius kann das verbieten. Womöglich gilt die Jurisdiktionsgewalt des Bischofs Algermissen
in Fulda auch für die FSSPS, was ja im übrigen durchaus auch aussagekräftig über deren Kirchenzugehörigkeit
ist.
Sedisvacantistische Schmähschrift: „Da ist der Wurm drin“ Mimi und die Traditionsstimme trafen den Nagel
auf den Punkt. Es geht um den goldenen Weg zwischen Schisma und Liberalismus. Mein Wort „vollkatholisch“
galt jenen, die den Freunden der FSSPX ihre ganze Katholizität absprechen. Im Normalfall gilt: entweder
man ist katholisch oder nicht. {Was ist katholisch?} Da halte ich es mit dem hl. Athanasius, der sagte:
Jene sind katholisch, die treu zur Tradition stehen – selbst wenn es nur noch eine Handvoll ist – und
jene sind es, die die wahre Kirche Jesu Christi darstellen. Nach Ihnen, Pelagius, hätte der hl. Athanasius
nur katholisch sein können, wenn er in sichtbarer Einheit mit dem irrenden Papst gestanden hätte. Übertragen
Sie das bitte selbstständig auf das Heute. Standen Sie z.B. in sichtbarer Einheit mit dem irrenden Papst,
als er den Koran küßte? –-- Mimi schrieb: Ich halte so ein aus dem Zusammenhang gerissenes mündliches
Zitat wie von @Malachias aus diesem Buch nicht für sonderlich glaubwürdig. Zusätzlich zu der guten
Anmerkung der Traditionsstimme: der Abbé beraubt sich der Glaubwürdigkeit durch folgende Lüge, neun
Sätze vorher: Um den Erfolg seines langen und beharrlichen Strebens nach Anerkennung durch den modernistischen
Vatikan zu sichern, glaubte Mgr. Lefebvre Heerscharen von dialog- und kompromißbereiten Priestern ausbilden
{…} zu müssen {…} Kein Priester der FSSPX geht bezüglich der katholischen Lehre irgendeinen Kompromiß
oder Dialog ein.
aus Durach kommen die sedisvakantistischen Bücher des paranoiden Johannes Rothkranz und seines Verlages
verlag-anton-schmid.de, der sich lügnerisch „pro fide catholica“ nennt (wobei Rothranz subjektiv von
seiner Katholizität wohl überzeugt ist und nicht bewusst lügt, das tun psychisch kranke Menschen ja
auch nicht). Wenn „Malachias“ aus solch einem Buch („Die Verfinsterung der Kirche“) zitiert, dann ist
diese verseuchte Quelle zu beachten. Jüngst erhielt Konrad aus Durach per Post ein Pamphlet, in dem P.
Schmidberger und Msgr. Fellay als von „Würmern“ befallen dargestellt wurden. Nein, es ist der Herr selbst,
der einen Sedisvakantismus Seiner Kirche nicht zulässt. Insofern sind dann Erzbischof Lefebvre und die
wirklich Seinen unverbesserliche „Papalisten“.
Die Verfinsterung der Kirche @ Malachias: Das Zitat aus „Die Verfinsterung der Kirche“ (Durach 2004) bezweifle
ich. Im übrigen darf man eine allenfalls im Zorn gesprochene Bemerkung, die auch anders gedeutet werden
kann, nicht auf die gleiche Waagschale legen wie eine Enzyklika, die beliebig lange vorbereitet werden
kann. @ Pelagius: Natürlich gibt es „Halbkatholiken“, auch „Viertelkatholiken“ und welche die gar nicht
katholisch sind, aber sich so nennen. Dies bezogen auf das Ausmaß des Glaubens und der Lehre Christi
und der Kirche, die von den betreffenden Personen anerkannt, bewahrt und gelebt wird. Die Äusserung „Vollkatholiken“
bezogen auf die FSSPX-Meßbesucher beinhaltet nicht, dass es nicht auch noch andere Katholiken gäbe.
Deren Konsequenz und Logik in Hinblick auf die leicht feststellbare Realität ist allerdings i.d.R. mäßig.
Die Kritik an „Dominius Iesus“ wiederum befaßt sich mit jenen Sentenzen, die als ökumenistisch anzusehen
sind – nachfolgende V2 – nämlich als alternative Wege zum Heil, dass der Hl. Geist diese getrennten Gemeinschaften
(die aber auch wirklich getrennt sein wollen) als Mittel des Heiles gewürdigt hätte udgl. Ein Widerspruch
besteht wiederum nicht.
Für mich ist es sehr erstaunlich und durchaus interessant… … zu sehen, dass die FSSPX von zwei Seiten
im Kreuzfeuer der Kritik steht… auf der einen Seite von der Konzilskirche, auf der anderen Seite von
den Sedisvakantisten. Auch in Fulda stand nach der Hl. Messe am Sonntag gegenüber ein junger Mann und
verteilte Flugblätter der Sedisvakantisten, die vom Stil her primitiv wie die BILD-Zeitung aufgemacht
waren… Ich hätte es ja – gerade nach dem ausgezeichneten und eindeutigen Vortrag von P. Schmidberger –
mal ganz interessant gefunden, die Thesen der Sedis zu lesen, aber das war einfach unlesbar… Jedenfalls
würde es zu weit führen, wenn ich an dieser Stelle versuchen wöllte darzulegen, wie P. Schmidberger
die Sedisvakanz widerlegt hat, doch er sagte klar, dass der Erzbischof diesen Gedanken stets klar verworfen
habe. Die Kirche wurde vom Herrn selbst auf Petrus gegründet, und Er hat die heutige Krise durchaus vorhergesehen.
Der Erzbischof jedenfalls wollte keine eigene Kirche aufbauen, Petrus ist wesensmäßig notwendig. Ich
halte so ein aus dem Zusammenhang gerissenes mündliches Zitat wie von @Malachias aus diesem Buch nicht
für sonderlich glaubwürdig.
#15 Malachias † 14:04:25 | Dienstag, 6. September 2005
Marcel Lefebvre und der Sedisvakantismus „Mgr. Lefèbvre hat trotz aller Kritik an den Konzilspäpsten
nicht einen Augenblick daran gezweifelt, daß diese Päpste rechtmäßige Nachfolger des Hl. Petrus sind.“
Diese Behauptung P. Schmidbergers widerspricht den historischen Tatsachen! Das folgende Zitat aus dem
Buch „Die Verfinsterung der Kirche“ (Durach 2004) belegt dies deutlich: „Um den Erfolg seines langen und
beharrlichen Strebens nach Anerkennung durch den modernistischen Vatikan zu sichern, glaubte Msgr. Lefebvre
Heerscharen von dialog- und kompromißbereiten Priestern ausbilden und die Opposition entweder für sich
zu gewinnen oder ausmerzen zu müssen… Der Sedisvakantismus wurde in Acht und Bann getan. Entweder anerkannte
man Johannes Paul II. als Papst, oder man konnte sein Bündel schnüren und fortan arm in der Verbannung
leben… Einer von ihnen, Abbé Guépin, besaß den Mut, die Veröffentlichung seines Zeugnisses zu genehmigen.
Noch als Seminarist chauffierte er Msgr. Lefebvre von Ecône nach Weisbad, um Pater Schmidberger zum Diakon
zu weihen. Dies war im Dezember 1974. Während der Fahrt unterhielten sie sich über das damals ins Kraut
schießende Gerücht, wonach ein Doppelgänger die Rolle Paul VI. spielte. Abbé Guépin erinnert sich,
daß Msgr. Lefebvre erregt ausrief: ‘Es gibt keinen Doppelgänger; Paul VI. und kein anderer ist für
all die Übel verantwortlich, unter denen wir heute in der Kirche zu leiden haben, und übrigens ist er
nicht der Papst!’“ (S. 234)
#14 Pelagius 13:21:25 | Dienstag, 6. September 2005
Ekklesiologische Frage an Marcel „(…)„nur“ die vier FSSPX-Bischöfe (…) mit ihren gerade mal 200.000+
vollkatholischen Gläubigen.“(Marcel) Werter Marcel, wenn ich mich recht erinnere, wurde vonseiten der
Priesterbruderschaft St. Pius X. der (z.B. in „Dominus Jesus“ vorkommende) Ausdruck „nicht in voller Gemeinschaft
mit der katholischen Kirche“ kritisiert. Man insistierte stattdessen auf dem klaren „Entweder-oder“. Aus
der Sichtbarkeit der Kirche ergebe sich eben die eindeutig-sichtbare Zugehörigkeit zu ihr. Nun aber sprechen
Sie selbst von „200.000+ vollkatholischen Gläubigen“. Frage: Gibt es neuerdings auch „halbkatholische“
Gläubige? Zugleich legen Sie den Gedanken nahe, „vollkatholisch“ seien jene „200.000+“ hinter den vier
FSSPX-Bischöfen. Frage: Soll demnach nicht mehr die eindeutig-sichtbare Zugehörigkeit zum römischen
Pontifex und den mit ihm eindeutig-sichtbar geeinten Bischöfen Kriterium dafür sein, daß jemand „vollkatholisch“
ist, sondern vielmehr die Tatsache, daß sich einer hinter Bischöfe stellt, die gerade nicht eindeutig-sichtbar
mit dem Papst geeint und in ihrer kirchlichen Sendung von ihm nicht anerkannt sind (denn wozu sonst die
Verhandlungen mit Rom?)? Man mag diese Fragen als „überkritisch“ abtun. Sie stellen sich dennoch.
Noch einmal meine Frage: Wieso bedarf die Anmietung des Festsaals eines nichtkircheneigenen Hotels einer
Erlaubnis des Bistums??? Und warum wwurde und wird diese Großveranstaltung in Fulda von der lokalen Presse
ignoriert???
Kritik Der Satz: „Sieg der Tradition über die Glaubenskriese“ finde ich fast protestantisch hochmütig.
Ich freue mich immer bei der Tradition noch alte Kath. Werte zu erleben. Was mich stört ist, das sie
meinen immer alles richtig zu machen und der Rest der katholischen Welt alles verkehrt. Unser Papst Benedikt
ist katholisch (allgemein) und wird versuchen zu verhindern das die ganze kath. Kirche auseinanderbricht.
Das Auserwähltendenken ist auch bei vielen Sekten zu finden. Und alles schlechte immer auf’s V2 zu schieben
ist auch nicht richtig, denn der Zeitgeist, die immer weiter voranschreitende Entwicklung, die demokratisierung
und vieles andere mehr, nehmen ständig Einfluß auf die Kirche. Das der Papst die Reform der Reform anstrebt
und mit der Tradition im Kontakt Steht(stand) läßt mich auf ein gutes Ende hoffen.
Vor die Wahl gestellt Auf der einen Seite mehrere hundert Bischöfe, die alles tun werden, um eine Rückkehr
der Kirche zum traditionellen katholischen Glauben und zur Messe aller Zeiten zu verhindern. Und auf der
anderen Seite die vier Bischöfe der Priesterbruderschaft. Das muß im Zusammenhang gesehen werden. Mimi
hat es schon geklärt. An den hyperkritschen Pelagius noch die Anmerkung, daß Mgr. Fellay die Bedeutung
des obigen Absatzes – der nicht wörtlich vorliegt – bereits früher ausdrücklicher erklärte: Daß der
Papst folgende zwei „Optionen“ hat: a) Er geht auf die Bitten der vier FSSPX-Bischöfe ein und hat dafür
dann den offenen Krieg mit hunderten liberalistischen Bischöfen und ihren Millionen liberalistischen
Anhängern weltweit am Hals. Tatsächlich _drohten_ bereits französische Bischöfe Papst JP2, daß eine
Einigung mit der FSSPX ein Schisma in Frankreich produzierte; ausgesprochen durch Lustiger, glaube ich.
Unverholener kann man das liberalistische Schisma, das nur verdeckt wird, nicht bezeichnen. b) Er gibt
dem Drängen der liberalistischen Bischöfe nach und hält die (Anliegen der) FSSPX weiterhin zurück,
und hat dafür eben „nur“ die vier FSSPX-Bischöfe am Hals mit ihren gerade mal 200.000+ vollkatholischen
Gläubigen. Dies nur in eigenen Worten. Mgr. Fellay hat es viel besser gesagt; ich glaube in einem Artikel
auf „The Angelus“, den ich kürzlich referenzierte. Weiß noch jemand, wo genau? P.S. an Mimi: Sie bestätigen
meine Vermutung. Danke für Ihren Bericht.
#10 zwobbel 11:48:53 | Dienstag, 6. September 2005
marcel hat es richtiggestellt – danke aurelius hat es mißverstanden – marcel hat es richtiggestellt.
Lieber Aurelius, locker bleiben und genauer lesen. WIR wissen das nicht die Mehrheit die Wahrheit bestimmt.
Aber die Minderheit die durch angeblichen Mehrheitsbeschluß (der nur in den Medien behauptet wird) die
Kirche verändern will, denkt es. Und da schlage man sie doch mit ihren eigenen Sprüchen. Denn sie werden
ja wohl wenigstens ihre eigenen Argumente gelten lassen, wenn weder Glaube noch Vernunft noch Erfahrung
noch Logik etwas auszurichten vermögen. Im übrigen bin ich davon überzeugt, daß die allermeisten (90%
war ja nur geschätzt) Bischöfe dem Papst treu sein und bleiben würden, wenn er heute bestimmen würde,
daß die liturgischen Bücher von 1962 wieder allgemein/bedingungslos genutzt werden dürfen.
@Pelagius Ich hab ja auch versucht, in Stichworten mitzuschreiben. Es ging in diesem Zusammenhang zum
Ende seiner Predigt nochmal um das Gespräch mit Papst Benedikt. Er sagte, die Lösung werde vom lieben
Gott kommen. Das Gespräch mit dem Papst sei eine Mischung aus Wohlwollen und Güte aber auch großem
Unverständnis gewesen. Der Papst habe die Erwartung bzw. Forderung, dass die FSSPX in die heutige Kirche
eingegliedert werde, die dieser die Kirche von „Vat 2“ nannte, dieser „Geist“ müsse angenommen werden.
Aber, so sagte der Bischof, gerade dieser Geist zerstöre nun mal die Kirche, es gehe also weiter, und
nach menschlichem Ermessen sei der Weg noch lang. Das Unglück der Kirche könne eine Lösung beschleunigen,
aber das wolle man natürlich auch nicht wünschen. Wir sind in Gottes Hand. Es sei aber klar, dass die
Progressisten Druck machen würden nach dem Motto „sie oder wir“, da ständen Hunderte modernistischer
Bischöfe gegen vier Bischöfe der Tradition, vor einer solchen Wahl stände der Papst, das müsse man
so sehen, und er – der Bischof – möchte nicht vor einer solchen Wahl stehen, wir haben viel zu beten.
So ungefähr waren seine Worte… ich kann aber auch kein Steno…
#8 Pelagius 11:27:18 | Dienstag, 6. September 2005
Kirchenbild „Auf der einen Seite mehrere hundert Bischöfe, die alles tun werden, um eine Rückkehr der
Kirche zum traditionellen katholischen Glauben und zur Messe aller Zeiten zu verhindern. Und auf der anderen
Seite die vier Bischöfe der Priesterbruderschaft.“ Diese Formulierung ist wohl mit der sympathischen
Naivität des Schreibers zu entschuldigen. Oder sollte das der Bischof wirklich so gesagt haben?
Tradition? „Der Sieg der Tradition über die Glaubenskrise“. Die Kirche spricht ausdrücklich von der
Heiligen Tradition. Nicht alles, was tradiert ist, ist heilig und muss für immer beibehalten werden.
Das gilt auch für die Liturgie. Ein Messe im neuen Ritus ist, wird sie mit Andacht zelebriert, um nichts
schlechter als eine im alten Ritus. Und eine im neuen Ritus gespendete Kommunion ist vollkommen gültig.
Wir sind also zur Überwindung der Glaubenskrise nicht auf den alten Ritus angewiesen. Warum soll die
Tradition siegen? Siegen kann nur Jesus, und der ist weder Traditionalist noch Modernist, sondern Erlöser.
Kurz: ein Leben aus dem Gebet und ein regelmäßiger, häufiger Empfang der Sakramente tut not, nicht
ein Herumpochen auf alten Gepflogenheiten.
Unzulässige Einmischung Wie ich später erfuhr, sollte sogar zunächst noch verhindert werden, daß wir
den Festsaal des Hotels bekommen. Erst kurz vor Beginn der Veranstaltung hat das Bistum seinen Widerstand
aufgegeben und der Priesterbruderschaft die Anmietung dieser sehr teuren Räume gestattet. Soweit ich
weiß, ist das Bistum Fulda weder Eigentümer noch Gesellschafter jenes Hotels. Wieso bedarf dann die
Anmietung des Festsaals einer Erlaubnis des Bistums??? Es ist unglaublich, welche politische Einflussnahme
die Diözese Fulda ausübt, auch bzgl. der Berichterstattung der „unabhängigen“ Fuldaer Zeitung oder
der Kandidatur des parteilosen Bundestagskandidaten Martin Hohmann …
Mißverständnis? Ich bin mir sicher, daß Zwobbel mit der Minderheit die modernistischen – angenommenen –
„400“ Bischöfen meinte, die zu Hinterhältigkeit und noch mehr neigen würden (was sie sicherlich tun),
usw. Vgl. auch seinen Hinweis auf die Rotarier. In diesem grausam schnellebigen Internet neigen wir viel
zu häufig dazu, zu schnell zu lesen und zu schreiben. –-- Ob der Himmel wohl die bedingte Weihe Deutschlands
an die Jungfrau Maria durch die FSSPX annehmen wird, die diese in der Notsituation durchführt, weil die
offizielle Ortskirche Deutschlands die allerseligste Jungfrau Maria auf dem Ökumenismus-Altar geopfert
hat und daher nicht mehr die in Fatima geforderten Länder-Weihen durchführt bzw. ihre Erneuerungen?
#4 Aurelius 10:49:42 | Dienstag, 6. September 2005
@zwobbel Diese 10% sind eine kleine Minderheit, wenn auch militant bis hinterhältig. Zum Einen wissen
wir ja nun, daß es nicht die Mehrheit ist, welche die Wahrheit bestimmt (was nicht heißen soll, daß
es immer die Minderheit ist, aber… na ja.) Während Ihr argumentum ad numerum keine Aussagekraft hat,
ist Ihre Unterstellung, die Bischöfe der FSSPX seien „militant bis hinterhältg“ eine Unverschämtheit.
Aber die reden ständig von einer demokratischen Kirche. Na, dann. Nehmen wir sie beim Wort. Die haben
mit 10% gegen 90% verloren. Lassen wir sie würdevolle Verlierer sein und geben wir ihnen freies Geleit
in ein beschauliches Kloster. Dann zitieren Sie mal wo die Bischöfe der FSSPX „ständig“ von „einer demokratischen
Kirche“ reden. Nur zur Erinnerung: es geht hier um die FSSPX. Nicht um „Kirche von unten“ oder sonstige
linke Knüngelgrüppchen.
10% ? In seiner Predigt stellte er unter anderem die schwierige Situation dar, in der sich Papst Benedikt
XVI. befindet: Auf der einen Seite mehrere hundert Bischöfe, die alles tun werden, um eine Rückkehr
der Kirche zum traditionellen katholischen Glauben und zur Messe aller Zeiten zu verhindern. Und auf der
anderen Seite die vier Bischöfe der Priesterbruderschaft. Wieviele auf der anderen Seite? Die meisten
Bischöfe folgen, wenn es hart auf hart kommt, dem Papst! Lassen wir konkret die mehreren hundert (passend
zu den 4 der FSSPX) 400 Bischöfe sein, die massive Gegner sind. Aber 400 von über 4000 Bischöfen gesamt
weltweit sind nur 10%. Diese 10% sind eine kleine Minderheit, wenn auch militant bis hinterhältig. Aber
die reden ständig von einer demokratischen Kirche. Na, dann. Nehmen wir sie beim Wort. Die haben mit
10% gegen 90% verloren. Lassen wir sie würdevolle Verlierer sein und geben wir ihnen freies Geleit in
ein beschauliches Kloster. Die Rotarier werden doch wohl genug Geld aufbringen können um zwei, drei Klöster
für 400 Bischöfe im vorzeitigen Ruhestand zu bauen und zu unterhalten.
Sind wir nicht alle „Piusisten“ ? Danke an den feinfühligen Autor dieses beeindruckenden Berichtes und
an die Redaktion für den Abdruck! –-- P.S. Der – vermutlich von der Redaktion gewählte – Begriff „Lefèbvristen“
hinterläßt eine seltsame Eindruck, weil er in der Vergangenheit leider geprägt worden ist von Gegnern
der katholischen Tradition. Wir sind traditionelle Katholiken, die zu den hl. Messen und Wahllfahrten
der Priesterbruderschaft St. Pius X. gehen und den Erzbischof Lefebvre verehren in der festen Überzeugung,
daß er eines Tages zur Ehre der Altäre erhoben werden wird. Wir verehren ihn nicht als Volkshelden –
wie das Wort „Lefèbvristen“ andeuten könnte –, sondern als einen weiteren der vielen treuen Diener Gottes.
Mit gleicher „Logik“ müßte man uns Katholiken, die wir die hl. Maria, den hl. Athanasius, den hl. Pius –
immerhin den Patron der FSSPX! –, und viele mehr verehren, dann Marianisten, Athanasiusisten und Piusisten
nennen. Das klänge doch auch genauso seltsam.