Inhalt und Didaktik + Homo- Versuchskaninchen? + Christliches Stadtgepräge + ‘Tötungspille danach’ gestoppt + Hilflosentötung: 3% der Kinder + Richter für US-Höchstgericht
Inhalt und Didaktik
Belgien. Kardinal Godfried Danneels, der Erzbischof von Mechelen und Brüssel, nannte
Papst Benedikt XVI. einen „weisen Lehrer mit einem offenen Geist“. Vor belgischen Medien sagte er gestern
Dienstag: „Johannes Paul II. war ein Athlet Gottes mit viel Charisma.“ Für Benedikt XVI. seien dagegen
die Inhalte und das Didaktische viel wichtiger als die Atmosphäre. Der Primas der belgischen Kirche wird
dem linken Kirchenflügel zugeordnet. Nach der Wahl des Papstes hatte er vor der Presse öffentlich seine
Unzufriedenheit über den neuen Heiligen Vater geäußert. Damals sei er müde gewesen, rechtfertigte
er sich nun. Mittlerweile habe es mit Papst Benedikt XVI. eine Aussprache gegeben.
Homo-Versuchskaninchen?
Schottland. Der schottische Kardinal Keith O’Brien hat sich am Sonntag gegen die geplante Legalisierung
der Kinderadoption in Schottland durch gleichgeschlechtliche Unzüchtige ausgesprochen. In der Sunday
Times warnte er davor, daß adoptierte Kinder in eine „schlimme unmoralische“ Situation gebracht würden:
Die adoptierten Kinder in Schottland dürften nicht als Versuchskaninchen für irgendein entstelltes soziales
Projekt gehalten werden, dessen Ziel es sei, den Begriff der Ehe neu zu definieren, die Familie zu zerrütteln
und das Wohl der Gesellschaft zu bedrohen.
Christliches Stadtgepräge
Deutschland. Der Erzbischof von
Bamberg, Mons. Ludwig Schick, will keine Kirchen verkaufen oder zweckentfremden: „Kirchen sind Zeugnisse
des christlichen Glaubens und Orte der Gegenwart Christi. Sie bezeugen und verkündigen die Frohe Botschaft
Jesu. Sie erhalten unsere christliche Kultur“, so Mons. Schick in einer Pressemitteilung des Bistums.
In einer Zeit, in der eine Neuevangelisierung dringend erforderlich sei, müßten die Kirchen, die unsere
Städte und Dörfer prägen, erhalten werden. Die Christen dürften das Feld nicht anderen Religionen
oder Ersatzreligionen überlassen: „Sollen denn in Zukunft Kaufhäuser, Gourmettempel, Sparkassen, Sportstadien
das Bild unserer Städte und Dörfer prägen?“
‘Tötungspille danach’ gestoppt
Peru. Eine Nichtregierungsorganisation
in der peruanischen Hauptstadt Lima erwirkte eine gerichtliche Verfügung, daß die ‘Tötungspille danach’
nicht mehr verteilt werde. Dies berichtete die Nachrichtenagentur ‘CNA’. Peru liegt im Westen von Südamerika,
nördlich von Chile. Ein Zivilgericht entschied, daß die Gesundheitsämter die ‘Tötungspille danach’
nicht verbreiten dürfen, bis erwiesen sei, daß die Droge keine Kinder frühabtreibe oder die Bevölkerung
über die abtreibende Wirkung und allfällige Gesundheitsrisiken des Präparates informiert werde.
Hilflosentötung:
3% der Kinder
Niederlande. Die Hilflosentötung ist in den Niederlanden auch bei Kindern und Jugendlichen
keine Ausnahme mehr. Dies berichtete das ‘Deutsche Ärzteblatt’ gestern Dienstag unter Bezugnahme auf
eine Studie in der Fachzeitschrift ‘Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine’. In 2,7 Prozent der
Todesfälle im Alter von einem bis 17 Jahren wurden Drogen mit der expliziten Absicht eingesetzt, das
Kind umzubringen. Dies geschah bei 0,7 Prozent der Fälle auf Wunsch des Kindes und bei zwei Prozent auf
Wunsch der Eltern.
Richter für US-Höchstgericht
USA. US-Präsident George W. Bush hat Richter John
Roberts (50) am Montag als Vorsitzenden am Obersten Gerichtshof nominiert. Der bisherige Vorsitzende,
der konservative Richter William Rehnquist (80), ist am Samstag abend nach schwerem Krebsleiden gestorben.
Der US-Senat will seine Anhörungen zur Besetzung des Obersten Richteramts am kommenden Montag beginnen.
Ursprünglich wollte der Senat das Bestätigungsverfahren für Roberts als Nachfolger einer zurückgetretenen
Richterin gestern Dienstag anfangen. Nach dem Tod von Rehnquist hatte Bush Richter Roberts für die Spitze
des 9köpfigen US-Gerichts nominiert. Vertreter des Senats hoffen, daß die Entscheidung bis 3. Oktober
fallen werde. Danach beginnt die neue Sitzungsperiode des Obersten Verfassungsgerichtes.
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2 Lesermeinungen
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Daneels Er war wohl wirklich müde. Früher hat er oft gut Kommentare gegeben, z. B. zum grassierenden
Pelagianismus und zu New Age. Nicht die Lobeshymnen und die „Umarmungen“ sind entscheidend, sondern ob
man dem Lehrer und Didakten auf dem Stuhl Petri zu folgen bereit ist.
Weisung von „oben“?: „umarmen“ Anscheinend hat es hinter den Kulissen eine Änderung der Marschroute gegeben.
Wurde Card. Ratzinger noch während des Konklaves durch den Dreck des westlichen Mediensaustalles gezogen
und direkt nach dem Konklave über seine Wahl gestöhnt, gab es dann eine Denk- und Laaberpause. Nun gibt
es scheinbar die Weisung das alle Linken, Modernisten u. ä. ihn „umarmen“ sollen. Plötzlich wird er
als einer der ihren hingestellt. Und die Konservativen und Traditionalisten sollen denken er sei umgekippt.
Wenn er von der Ranke-Heinemännin und dem Daneels plötzlich „umarmt“ wird, dann wohl nicht aus Liebe
sondern um ihm die Luft zum Atmen zu nehmen. Mal sehen wer ihn als nächstes lobt.