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Im Krankenhaus + Diözesane Homo-Seminare + Solange der Vorrat reicht + Fünf mal so hoch + Veto + Ökumenischer Gestus
Im Krankenhaus

Deutschland. Der Bruder des Papstes, Mons. Georg Ratzinger, ist gestern Mittwoch mit Herzrhythmus- Störungen in das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg eingeliefert worden. Wie die Klinik gestern abend mitteilte, gehe es dem ehemaligen Domkapellmeister der Regensburger Domspatzen den Umständen entsprechend gut. Schon in wenigen Tagen werde er die Klinik wieder verlassen können. Mons. Ratzinger war erst im August in der römischen Gemelli-Klinik ein Herzschrittmacher eingesetzt worden.

Diözesane Homo-Seminare

Österreich. Mag. Ernst Siebenhofer vom Familienreferat der Diözese Graz-Seckau erklärte im Gespräch mit der Lokalzeitung ‘Neuer Grazer’, daß die Kirche mehr Beziehungsseminare anbiete als je zuvor. In Veranstaltungen wie „Weil du es mir wert bist…“, „Aber bitte mit Sahne“, „Ein Tag mit dir in Graz“ oder „Frauenphantasien – Männerphantasien“ sollen steirische Eheleute lernen, an ihren Partnerschaften zu arbeiten: „Wir haben auch sehr gute Kontakte zu Homosexuellen-Paaren“, unterstrich der Familienreferent: „Wenn es gewünscht wird, veranstalten wir auch gerne partnerschaftliche Lernprogramme sowie Seminare für Homosexuelle.“

Solange der Vorrat reicht

Deutschland. Unter dem Namen „Ich glaub’ dran!“ hat das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken eine bundesweite Katechismus-Aktion gestartet. Nach Angaben des Werkes bekommt jeder Haushalt – solange der Vorrat reicht – ein kostenloses Exemplar des „Kompendiums des Katechismus der Katholischen Kirche“. Nur die Versandkosten müssen von den Bestellern bezahlt werden.

Fünf mal so hoch

Belgien. Belgische Ärzte werden seit September 2002 für die Hilflosentötung nicht mehr bestraft. Die Ärzte sollten der zuständigen Kommission jeden Fall einer Hilflosentötung melden. Die Behörde erhält rund 30 Meldungen assistierter Selbstmorde pro Monat. Der Vorsitzende dieser Kommission, Wim Distelmans, erklärte laut belgischen Medienberichten, daß die Dunkelziffer weitaus höher liegt: „Wenn wir unsere Situation mit den Anfängen der legalen aktiven Sterbehilfe in den Niederlanden vergleichen, können wir davon ausgehen, daß die wirkliche Zahl der Patienten, die Euthanasie erhalten, fünf mal so hoch liegt – also 150 Fälle.“

Veto

USA. Der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, hat sein Veto gegen die Einführung des staatlich anerkannten Homo-Konkubinates angekündigt. Das teilte die Sprecherin des Republikaners gestern mit. Kalifornien liegt an der Westküste der Vereinigten Staaten. Zuvor hatte das Repräsentantenhaus in der Landeshauptstadt Sacramento für das neue Homo-Gesetz gestimmt.

Ökumenischer Gestus

USA. Die Trauerfeier für den am Samstag nach einem schweren Krebsleiden verstorbenen Obersten US-Richter, William Rehnquist (80), fand gestern Mittwoch in der katholischen Kathedrale von Washington D.C. statt. Rehnquist ist Lutheraner. Washinton D.C. liegt im Osten der Vereinigten Staaten. Der zuständige Kardinal, Erzbischof Theodore McCarrick, genehmigte die Beisetzung. Gewöhnlich wird für die Trauerfeierlichkeiten protestantischer Politiker die Kathedrale der US-Anglikaner benutzt. Die Kirche war zu dem Termin, den Rehnquists Familie wünschte, nicht frei.
      
3 Lesermeinungen
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#3   Konrad   11:15:28 | Donnerstag, 8. September 2005
Hallo, Aufwachen!
Was hier über das Grazer Familienreferat, das Kurse für Homo-paare anbieten will, ist ja unfassbar. Wo ist der Protest? Eine Sache für den „Staatsanwalt“. Entweder Kapellari schreitet umgehend ein, oder es ist der erste deutschsprachige Fall für EB Levada!
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#2   Stimme aus dem Tradiland   09:42:02 | Donnerstag, 8. September 2005
Ökumenischer Gestus?
Die Kirche war zu dem Termin, den Rehnquists Familie wünschte, nicht frei.
Das deutet darauf hin, dass hier kein ökumenistischer Hintergrund vorliegt; ergo die Überschrift in der entsprechenden Meldung von kreuz.net falsch ist.
Im übrigen finde ich es auch in einem solchen Falle falsch, die Beisetzung in einer katholischen Kirche zu genehmigen. Die Beisetzungfeierlichkeiten hätten außerdem in einer lutherischen Kirche stattfinden sollen, nicht einmal in einer anglikanischen (da Rehnquist doch Lutheraner war!). Da wird heute wirklich Schindluder getrieben!
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#1   stimme der vernunft †   09:24:21 | Donnerstag, 8. September 2005
„Ökumenischer Gestus“
Wäre es nicht der ultrakonservative Rehnquist sondern ein auch nur gemäsigter Lutheraner, dessen Trauerfeier in der katholischen Kathedrale von Washington stattfindet, dann wäre kreuz.net an der Spitze derer, die „Missbrauch“ schreien würden, und dann würden hier die altbekannten Gesellen darüber pöbeln, daß maskierte Laien an einem heiligen Altar ein mißbräuchliches Schauspiel aufführen.
Aber Rehnquist war ja ein Ultrakonservativer.
Da ist das dann natürlich kein Mißbrauch, sondern eine schöne, ökumenische Geste.
Sowas nennt man Pharisäertum.
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