Liturgie
1000 Jugendliche. 2000 Lux. 3000 Watt – 1 Gott
Zwei österreichische Diözesen setzen auf Disko-Gottesdienste in katholischen Kirchen: „Es geht darum, Gottesdienst in der Sprache, in der Bewegung, im Sound und im Licht der Jugend zu feiern.“
(kreuz.net) Die Linzer Kirchenzeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 18. August über die Anstrengungen der Diözesen Wien und Innsbruck, für Jugendliche eigene Gottesdienstformen zu erfinden.

Linz ist die Hauptstadt Oberösterreichs im Norden des Landes und Sitz einer Diözese.

Der Titel des Artikels lautete: ‘Mit Lichtorgeln und E-Gitarren in heiligen Kirchenhallen’. Durch den Bericht soll die Diözese auf die Einführungen ähnlicher Gottesdienste vorbereitet werden.

Das Bistumsblatt beschreibt die Stimmung dieser Gottesdienste folgendermaßen:

„Tausende Jugendliche drängen schon lange vor dem angekündigten Beginn hinein, nehmen Enge und unbequemes Sitzen auf dem Boden in Kauf. Langsam steigt die Spannung, und als die Band endlich die ersten Akkorde spielt, bricht Jubel los.“

Eigentlich nichts Besonderes bei einem Jugend-Event, bemerkt das Bistumsblatt: „Aber wir sind nicht auf einem Rockkonzert, sondern bei einem Gottesdienst in einer Kirche.“

Im Jahr 2003 organisierte die Katholische Jugend in Wien die ersten Großgottesdienste im neuen Diskokleid. Mit elektronischer Musik und Licht wollte man Kirchen in „Diskos Gottes“ verwandeln.

Diese Gottesdienste benötigen Scheinwerfer, welche die Kirchengewölbe abwechselnd rot, blau oder grün erleuchten, E-Gitarren, szenische Spiele, gemeinsames Tanzen, eine große Leinwand und viele persönliche Gedanken und Bekenntnisse von Jugendlichen.

Die ersten drei Gottesdienste standen unter den Themen „Gott finden“, „Mit Gott ringen“, „Gott folgen“. Seither heißt die Reihe „find-fight-follow“ – zu deutsch: finde-kämpfe-folge. Insgesamt fanden bisher neun derartige Gottesdienste statt.

Die Katholische Jugend der Diözese Innsbruck veranstaltete heuer vier ähnlich inszenierte Gottesdienste im Innsbrucker Dom, in Zams, in Brixen in Südtirol und in Wörgl.

„1000 Jugendliche. 2000 Lux. 3000 Watt. 1 Gott“ lautet das Motto der Katholischen Jugend von Innsbruck für ihre Event-Gottesdienstreihe „wundern/warten/werden/wirken“. Es gehe darum, „Gottesdienst in der Sprache, in der Bewegung, im Sound und im Licht der Jugend zu feiern“.

In Wien geht die Katholische Jugend einen Schritt weiter:

Der nächste – inzwischen bereits zehnte – „find-fight-follow“-Gottesdienst am 9. Oktober 2005 wird zugleich die Eröffnung der ‘jugend.kirche.wien’ in der Wiener Pfarrkirche St. Florian sein. Der Wiener Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn, hat sich für den Spaß bereits angemeldet.

„Hier soll die Idee, die auch hinter den sogenannten Event-Gottesdiensten steht, einen fixen Standort bekommen: Jugendlichen Raum geben, ihrem Lebensgefühl, ihrer Sprache, ihren Talenten, ihren vielfältigen Szenen und Gesichtern, ihrer Kraft und ihren Sehnsüchten, ihrer Kritik und ihrem Ärger, ihrer Neugier und ihren Fragen“, erklärt der Wiener Seelsorger Gregor Jansen.

Daniela Krahwinkler von der Katholischen Jugend Österreichs bewertet die Disko-Gottesdienste im Linzer Bistumsblatt als Versuch, die Jugendlichen in ihrer Lebens- und Feierkultur im Gottesdienst anzusprechen:

„Damit gelingt es, auch viele, die sonst in keine Kirche gehen, zu interessieren, während wir mit herkömmlichen Jugendgottesdiensten meist nur die ,Insider’ erreichen. Dennoch werden dort, wo es tragende Gruppen gibt, weiter auch andere Formen der Jugendliturgie ihre Bedeutung haben.“

Elke (13) schrieb ins Gästebuch der Homepage:

„Ich bin völlig begeistert! Es war echt die schönste, lebendigste und modernste Messe, die ich wahrscheinlich je miterlebt habe! Die Lieder waren superschön, die Lichteffekte waren beeindruckend und die Stimmung war nicht zu übertreffen. Die Predigt war sehr gut und das Schattenspiel und kurze Theaterstück waren sehr gelungen! Sogar einige Freundinnen von mir, die nichts, aber echt gar nichts von der Kirche halten, waren total begeistert!“
      
28 Lesermeinungen
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#28   hcr   16:36:09 | Sonntag, 11. September 2005
@Wiener
Aber es sind katholische Eucharistiefeiern, es sind Feiern der Kirche mit einem jugendlichen Antlitz.
Meine Seele frohlockte als ich die Zeilen der Erkenntnis las, welcher Wiener gewürdigt wurde. Wie schwer mag er daran tragen ?
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#27   wiener   13:00:11 | Sonntag, 11. September 2005
@ sulpicius
zu ihrer bemerkung:
Bitte bleiben Sie sachlichund bemühen Sie sich um eine freundliche Diskussionsatmosphäre… Die Redaktion … behält sich aber das Recht vor, unsachliche, unflätige, blödsinnige, beleidigende, rechtswidrige sowie dogmatisch oder moralisch bedenkliche Beiträge sowie Anmerkungen, die dem Ansehen des Mediums schaden, zu löschen
ich bitte die redaktion, von ihrem recht gebrauch zu machen.
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#26   Sulpicius   21:52:47 | Samstag, 10. September 2005
@Wiener
Aber es sind katholische Eucharistiefeiern, es sind Feiern der Kirche mit einem jugendlichen Antlitz.
Was ist das bloß für ein Stuß!
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#25   Wiener2   18:50:11 | Samstag, 10. September 2005
Richtigstellungen 2
4. Der in einem Posting unterstellte Bezug zwischen den Mitgliedschaften des Kardinals und des Wiener Jugendseelsorgers in der selben katholischen Studentenverbindung und der Jugendgottesdienstreihe find-fight-follow besteht nicht. Im Übrigen ist der Wiener Jugendseelsorger nicht „Organisator“ von fff, sondern die Gottesdienste werden von der Katholischen Jugend der Erzdiözese Wien organisiert, geplant und durchgeführt (und es gab sie bereits, bevor der genannte Seelsorger im Amt war). Zelebranten waren bisher Bischöfe, (Jugend-) Seelsorger, Kapläne, Ordenspriester …
5. Kein Mensch behauptet, die fff-Gottesdienste müssten jedem katholischen Christen zusagen. Aber es sind katholische Eucharistiefeiern, es sind Feiern der Kirche mit einem jugendlichen Antlitz. Und es ist faszinierend zu entdecken, dass die Liturgie der Kirche für junge Menschen viel anzubieten hat, wenn sie in einer für sie verständlichen Sprache angesprochen werden. Ohne dass etwas vom Anspruch des Gottesdienstes weggenommen wird.
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#24   wiener   18:43:56 | Samstag, 10. September 2005
Richtigstellungen
1. Das neben dem kreuz.net-Artikel platzierte Bild stammt nicht aus einem Gottesdienst der find-fight-follow bzw. wwww-Reihen, sondern zeigt eine Aufführung eines Musicals, das schon vor mehreren Jahren von Jugendlichen im Bereich einer deutschen Jugendkirche gezeigt wurde. Dieses Bild hat demnach nichts mit den genannten Veranstaltungen zu tun.
2. Auch wenn es manche „enttäuschen“ wird: Bei fff-Gottesdiensten wurde bisher nicht ein einziges Mal zum Tanzen aufgefordert, noch haben Jugendliche dort getanzt. Selbst wenn sie es gewollt hätten: Es wäre auch gar kein Platz dazu gewesen, da die Kirchen immer gesteckt voll waren ;)
3. Der Satz
Mit elektronischer Musik und Licht wollte man Kirchen in „Diskos Gottes“ verwandeln.
ist sachlich falsch. Im Gegenteil betonen die Organisatoren von fff immer wieder, dass es gerade nicht darum geht, die Kirche in eine Disco zu verwandeln. Übrigens: Wer den Unterschied von fff-Messen und dem Angebot einer Disco nicht erkennt, hat wohl in seinem Leben bisher weder das eine noch das andere erlebt …
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#23   Yersinia   21:46:44 | Freitag, 9. September 2005
@peterchen: „eine Frau als Papst“
und die wird noch dazu schwarz sein – wirst schon sehen!
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#22   Benedikt   00:01:38 | Freitag, 9. September 2005
@ Peterchen
Ihre Schlussfolgerungen scheinen mir arg gewagt…
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#21   Peterchen   23:21:38 | Donnerstag, 8. September 2005
Konsequenz !!!
Die Disko-Messe ist eine geradlinige Konsequenz aus der heimlichen Verbreitung der s.g. Empfängnisverhüttungsmentalität unter den katholischen Laien und durch manche Priester. Die Lehre der Kirche findet diesbezüglich nur noch kaum Beachtung. Es liegt auf der Hand:
erst mache ich mit meinem Leib, was mir gefällt
dann
mache ich in der Kirche, was mir gefällt
was kommt danach?
eine Frau als Papst?
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#20   Romulus   22:57:23 | Donnerstag, 8. September 2005
Stecker raus!
Die beste Methode um die Rübe dieser Menschen freizukriegen wäre: Stecker raus! Oder gleich die Sicherung!
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#19   Sulpicius   21:41:05 | Donnerstag, 8. September 2005
@Romulus
„blöde Flapse“. Das Problem liegt glaube ich darin, daß diese Flapse schon vor acht Jahren weder von ihren Eltern noch von der Schule noch erst recht nicht von der Kirche zu einer Kultur hingeführt wurde, die diese Bezeichnung auch verdient.
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#18   MilesChristi   21:20:05 | Donnerstag, 8. September 2005
@ Rocky
Du schreibst:
„… von wegen, dass die KALSSISCHE RÖMISCHE HL. MESSE verboten ist. Im Gegenteil: Die Petrusbruderschaft zelebriert ihn offiziell überall, wo ihre Priester zelebrieren! Und kein einziger Bischof hat vor ihnen gewarnt! „
Die heilige Messe nach dem „klassischen römischen Ritus“ ist nicht verboten; das geht überhaupt nicht („„Quos Primas“ vom Hlg. Papst Pius V).
Du hättest ergänzen sollen: die Petrusbruderschaft liest die Hlg. Messe dort, wo ihre Priester zelebrieren DÜRFEN. In Deutschland sind es genau vier Diözesen: Passau, Augsburg, Stuttgart, Köln. In anderen dürfen sie offiziell nicht wirken. Dazu kommt der Institut Christus König mit einer Diözese (Passau) und das Mini-Institut Phhilipp Neri (Berlin, aber wirklich nur Berlin-Stadt).
Die Bischöfe warnen nicht davor, aber sie sorgen dafür, daß die Möglichkeiten begrenzt werden. DAzu zählen unmögliche Zeiten und Orte oder im Fall von Indult unmögliche Auflagen.
Zum Glück können Gläubige in den meisten Diözesen Deutschlands etc. die Hlg. Messe bei der FSSPX hören, ohne sich schikaniert zu fühlen.
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#17   Romulus   21:16:26 | Donnerstag, 8. September 2005
Super, super, super :-(
Die Lieder waren superschön…
Also ist euch schon mal aufgefallen, dass im Fernsehen – und die Jugendlichen quatschen fast alles nach – jede positive Gefühlsäußerung mit „super“ bezeichnet wird?
Der Verblödung sind wahrlich keine Grenzen gesetzt. Natürlich hat so ne blöde Flapse im Text oben nicht schön sonder gleich „super“schön sagen müssen.
Weiter Beispiele mit Übersetzung:
Ist super oder suuupi = sehr schön, klasse (Begeisterung)
Is ok = normale Zustimmung gemeint
Is ja der Hammer, eij = Ereignis, das überraschte
Is ja der Horror, eij = schlimmes Ereignis, das überraschte
Tschaui = Ciao
Tschüssi = Tschüß
Was ist bloß aus unserem Volk geworden? Ein Volk von Idioten?
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#16   Rocky   20:28:20 | Donnerstag, 8. September 2005
Ich darf doch bitten…
… von wegen, dass die KALSSISCHE RÖMISCHE HL. MESSE verboten ist. Im Gegenteil: Die Petrusbruderschaft zelebriert ihn offiziell überall, wo ihre Priester zelebrieren! Und kein einziger Bischof hat vor ihnen gewarnt! Dass man bei der ach so perfektemn Piusbruderschaft die hl. Messe als Alleinigut betrachtet, ist ihr Problem! Liebe Mitstreiter: Zurück zu PETRUS! Ihn führt die Vorsehung Gottes. Auf welchen Wegen dies zu SEINEM ZIEL führt – das müssen wir schon Gott selbst überlassen und nicht einigen streitbaren Pius-lern überlassen!
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#15   Sulpicius   16:54:29 | Donnerstag, 8. September 2005
Stil…
… hat auch etwas mit dem metaphysischen Menschen zu tun, mit der Gestalt seiner Seele, so daß man durchaus die Gleichung aufstellen kann: schlechter Stil – schlechte Religion! Ich höre schon die Einwände kreischen: Bin ich ein schlechter Christ, wenn ich Sacropop etc. höre… Antwort: Sicher nicht nach einem Male, aber bestimmt auf Dauer! Tut mir leid, ist nunmal so.
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#14   astragigi   16:13:25 | Donnerstag, 8. September 2005
Nunja…
Alos ich bin schon etwas enttäuscht über einige Ansichten hier.
Ich persönlich gehe auch gerne und oft in ein vorkonziliare lateinische Messe. Ich habe jedoch auch sog. Diskomessen besucht und mitgestaltet. Das Ziel dabei war nie ein Show-Event draus zu machen. – Es war auch nie eines. Es wurde ein Fest des Glaubens! Mit der Eucharistie als Mittel- und Höhepunkt.
Gott kann amn durchaus auch in einer Diskomesse erfahren und ich habe viele der Jugendlichen nach diesem Diskogottesdiesnt im regulären Gottesdienst wieder getroffen. Ich würde Ihnen allen erst einmal raten eine solche Messe mit zu feiern bevor man sich kategorisch gegen eine Messe einsetzt.
Mir persönlich ist auch sehr wichtig, dass eine Messe in würdigem Rahmen gefeiert wird und nicht zu einem Bazar verkommt! Die ist und war auch nie der Fall (vonwegen Tiere usw. es geht um das Feiern eines Gottesdienstes!)
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#13   covadonga   15:31:26 | Donnerstag, 8. September 2005
Keine falschen Hoffnungen
Daß hier irgend ein Oberer einschreitet, kann man getrost vergessen. Die Betreiber sind zu gut informell abgesichert.
So ist z.B. der Wiener Organisator zusammen mit einem Haufen seiner männlichen Verwandten bei einer Studentenverbindung, die wiederum dem Wiener Kardinal eine Ehrenmitgliedschaft verliehen hat. Ob man sich da erwarten kann, daß der Vorgesetzte „Bundesbruder Kardinal“ einschreitet? Und das ist nur ein – willkürlich – herausgegriffenes Beispiel.
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#12   hcr   13:43:23 | Donnerstag, 8. September 2005
@Petrus II
Es wird Zeit, dass Rom endlich gegen solche Missstände vorgeht.
Solange auf einer Papstmesse ( Marienfeld WJT 2005 ) bunte Scheiben durch die Luft fliegen wird sich da nichts mehr ändern. Die Modernisten werden das eher als ein positives Zeichen sehen weiter liturgisch herumexperimentieren zu dürfen.
Die Karre wurde in den Dreck gefahren und ich frage mich ernsthaft ob es einem noch so aufrichtig bemühten Hirten gelingen wird, diese Karre wieder aus dem Dreck zu ziehen.
„HERR, hilf ! “
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#11   Isidorus Hispalensis   13:24:45 | Donnerstag, 8. September 2005
Verfall jeglicher kirchlichen Kultur
Es zeigt sich eine merkwürdige Diskrepanz. Solche Dinge sind in einer katholischen Kirche also ohne weiteres möglich, aber die Feier der klassischen römischen Liturgie wird durch die Indultpraxis unter Aufsicht gestellt. Was sollte wohl eher argwöhnisch beobachtet werden?
Dass die „bunten Fenster“ und die Kirchenmusik vor 500 doch vergleichbar mit solchen Events sein, ist der größte Schwachsinn, den ich seit langem gelesen habe. Das es auch schon vor 500 Jahren Verfallserscheinungen gab, ist keine Frage. So ermahnt das Konzil von Trient, dass das Orgelspiel nicht „lascive“ sein dürfe, also im Stil von Gassen- und Trinkliedern. Betrachtet man die echte Kirchenmusik jener Zeit, so ist diese denkbar weit davon entfernt. Vergleichbar wäre nur, wenn vor 500 Jahren Jahrmarktsmusikanten und fahrende Leute in der Kirche aufgespielt hätten.
Diese „Jugendliturgie“ widerspricht sämtlichen geltenden liturgierechtlichen Bestimmungen der katholischen Kirche. Dass es so etwas zugelassen wird, dass sogar ein Kardinal dies vermutlich gutheißt, ist ein Skandal!!
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#10   PetrusII   13:14:04 | Donnerstag, 8. September 2005
Eingriff durch Rom
Es wird Zeit, dass Rom endlich gegen solche Missstände vorgeht. Was hier geschieht, ist totaler Satanskult. Satan ist schon länger ( ca 40 Jahre ) in die Kirche eingedrungen. Der einzige Weg der hier noch heraus führt, ist die Wiederherstellung der überl. hl. Messe. Nur die wahre hl. Messe darf und muss gelesen werden. Und wenn die Mehrheit jetzt aufschreit, der Glaube darf nicht verkauft und verraten werden… Mir scheint es, dass die Kirche bzw. die Hirten, Priester und das früher gläubige Volk in ein Schisma laufen. Was hier entsteht, hat mit katholischem Glauben nichts mehr zu tun. Und wenn sogar Kardinäle so was tun, so muss der hl. Vater diese aus der Kirche ausschliessen. Die Apostel haben auch „nur“ mit einer kleinen Anzahl angefangen. Diese waren aber vom hl. Geist erleuchtet. Die heutigen Kirchendiener scheinen mir aber vom Satan erleuchtet zu sein.
Warum macht man solche Veranstaltungen nicht einmal in einem KZ? Oder an einem Massenunglücksort? So was wäre doch eine richtige Gaudi für die Jugend?!
Armes Volk, arme Kirche wo steuerst du nur hin?
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#9   Benedikt   13:02:44 | Donnerstag, 8. September 2005
Error
Zu diesen Messen gehen die Jugendlichen nicht wegen Gott, sondern wegen dem Event, und zwar ausschließlich. Sie können deshalb gar keine Früchte tragen im Sinne von: „Wir gehen auf die Geschmäcker der Jugendlichen zu, um sie für Gott zu gewinnen.“ Gott bleibt hier immer außen vor. Diese Messen sind abzulehnen, ähnliches kann vielleicht am Ende einer Jugendfreizeit in einem Festzelt stattfinden als Art von Konzert mit spirituellem (?) Inhalt. Dann müsste aber noch eine extra Messe stattfinden – eine richtige…
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#8   hcr   12:39:39 | Donnerstag, 8. September 2005
@Astragigi
Die muss mit ihrer Botschaft immer im Bezug zur Lebenswirklichkeit der Menschen stehen. Also wenn sich Jugendliche daduch für das Evangelium öffnen –- ?!
Ja, ja, wenn der weltliche Wiederkennungswert hoch ist steigen die Besucherzahlen kurzfristig an. Sie werden nur noch kommen um abzurocken und sich nebenbei ein paar ihrer Lebenswirklichkeit angepasste Worte aus dem Evangelium anhören: „ Hey Jesus, cool to meet you. Lets talk and rock ! „
Irgendwann werden dann auch Goldhamster, Ratten und Wellensittiche mitgebracht, da es der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen entspricht … wie hier
Der Höhepunkt der Veranstaltung aber ist die Prozession. Handverlesene Vorzeigetiere laufen durch das Kirchenschiff, die Tierführer tragen weiße Roben, das Kamel marschiert vor einem Windhund her, es folgen ein Pfau, Pinguine, ein Esel und eine Hundestaffel von der Feuerwehr, die nach den Terroranschlägen vom 11. September nach Vermissten suchte. Ein Mann trägt eine Boa auf der Schulter, ein anderer ein kleines Terrarium, aus dem ein Stinktier lugt. Die Menschen in der Kirche lachen, klatschen, jubeln. Mehrere Pfarrer segnen die Tiere anschließend einzeln, mit heiligem Wasser, wie es sich gehört. Während ein Geistlicher einen kleinen Terrier besprenkelt, sagt er, »Sam, sei gesegnet im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes«, dann kommen die Katze Rainbow und das Meerschweinchen Taffy dran. www.zeit.de/2004/40/Blessing
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#7   Aurelius   12:38:19 | Donnerstag, 8. September 2005
Vor 500 Jahren
Vor 500 Jahren waren unsere heute üblichen Musikstile in der Kirche und die bunten Fenster doch eigentlich nichts anderes.
Vor 500 Jahren wurde in der Kirche auch noch die Messe zelebriert.
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#6   astragigi   12:10:30 | Donnerstag, 8. September 2005
Ich find das gar nicht sooo schlecht.
Kirche mit moderner Musik und Lichtgestaltung… Vor 500 Jahren waren unsere heute üblichen Musikstile in der Kirche und die bunten Fenster doch eigentlich nichts anderes.
Gott erfahren. Das kann man im traditionellen Stil. Aber warum nicht auch im modernen. Solange die Messe im Mittelpunkt steht und natürlich die Texte der „DiscoMusik“ kirchlicher Natur sind, warum nicht?
Die muss mit ihrer Botschaft immer im Bezug zur Lebenswirklichkeit der Menschen stehen. Also wenn sich Jugendliche daduch für das Evangelium öffnen –- ?!
Nicht alles was modern ist, ist auch gleich „teuflisch“. Solange der klare und wahre Inhalt vermittelt wird…
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#5   roemkath   11:42:42 | Donnerstag, 8. September 2005
Heilige Messe? Gottesdienst?
Event: Nichts als Show und Illusion! Keinerlei tiefe Spiritualität! Man kann versuchen, Jugendliche auch anders an die Heiligen Mysterien heranzuführen. Das Problem: Es ist weit unbequemer und kostet mehr Energie und Anstrengung, ja noch mehr: eigenen Glauben!
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#4   Toby   10:40:28 | Donnerstag, 8. September 2005
Ich kann dazu nur sagen …
… solange so etwas noch möglich ist in der heiligen Kirche Gottes, sind wir noch meilenweit entfernt vom „neuen Frühling“, von dem auch so manch frommer Bischof und kardinal spricht …
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#3   Aurelius   10:24:19 | Donnerstag, 8. September 2005
wenn der Glaube weg ist…
… versucht man eben die tote Hülle der „reformierten“ Liturgie mit Special Effects zu beleben. Was dabei herauskommt ist eine Show, nix weiter. Eine Eintagsfliege, die ebenso schnell wieder aus der Mode kommt, wie sie „kreiert“ worden ist.
Ein weiteres Produkt von „Reform,“ ein weiteres Zeichen des untergehenden Schiffes Novus Ordo.
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#2   Peccator   10:10:12 | Donnerstag, 8. September 2005
Brief an den Vatikan
Ich möchte alle Leser bitten, sofort einen Brief an den Vatikan zu schreiben und von diesen ungeheuerlichen Mißständen zu berichten. Erst kürzlich hat Johannes Paul II ein Schreiben zu diesen Mißständen veröffentlicht. Nun kann man sehen, ob es ernst gemeint war.
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#1   Sulpicius   09:57:08 | Donnerstag, 8. September 2005
Die Verrohung der Masse…
… wird auch von der offiziösen Kirche gebilligt. Kulturverlust und Kulturschande par excellence!
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