Es wird konkret + Einheitsübersetzung ohne Einheit + Gegendarstellung erkämpft + Gefeuert + Heil Schröder?
Es wird konkret
Vatikan. „Es ist die Absicht des Papstes, sich in die Türkei zu begeben.“ Das erklärte
der Präsident des päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper, am Rand einer
Pressekonferenz. Die Einladung des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel liege vor: „Wir warten
auf die fehlende Zustimmung der türkischen Regierung.“ Zum Andreasfest am 30. November reist jedes Jahr
eine vatikanische Delegation nach Konstaninopel (Istanbul).
Einheitsübersetzung ohne Einheit
Deutschland.
Der Rat der Evangelischen Kirche Deutschland erklärte gestern Donnerstag in Hannover, daß sich die Protestanten
nicht mehr an einer Überarbeitung der sogenannten Einheitsübersetzung der Bibel beteiligen würden.
Die Einheitsübersetzung wurde 1979 von Katholiken und Protestanten gemeinsam herausgegeben. Die evangelische
Gemeinschaft stößt sich angeblich an der vatikanischen Instruktion ‘Liturgiam authenticam’ – zum ‘Gebrauch
der Volkssprache bei der Herausgabe der Bücher der römischen Liturgie’. Einige Kriterien dieses Schreibens
aus dem Jahr 2001 könnte die evangelische Kirche nicht teilen, rechtfertigten die Evangelischen ihren
Schritt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, bedauerte die Entscheidung.
Der Kardinal erklärte, daß die Protestanten „einseitig und ohne weitere Rücksprache eine abschließende
negative Entscheidung“ getroffen hätten.
Gegendarstellung erkämpft
Österreich. Dem früheren Subregens
des Priesterseminars der Diözese St. Pölten, Wolfgang Rothe, wurde vom Oberlandesgericht Wien in einem
Medienprozeß gegen das österreichische Nachrichtenmagazin ‘News’ endgültig Recht gegeben. Während
des Kinderporno- und Homoskandals im letzten Sommer veröffentlichte das Magazin mehrmals Berichte gegen
das Priesterseminar und seine Leitung. Deswegen war das Magazin bereits in erster Instanz verurteilt worden,
eine von Rothe geforderte Gegendarstellung zu veröffentlichen. Dagegen legte ‘News’ Berufung ein. Diese
wurde nun abgewiesen. Zwei weitere Klagen von Rothe gegen das Nachrichtenmagazin ‘Profil’ sind noch anhängig.
‘Profil’ und ‘News’ gehören demselben Medieninhaber. ‘Profil’ veröffentlichte letzten Juli Photographien
vom Regens und Subregens des Priesterseminars von St. Pölten in anrüchigen Posen.
Gefeuert
Italien.
Der Bischof von Fano hat der Religionslehrerin Caterina Bonci (38) die Erlaubnis entzogen, im kommenden
Schuljahr zu unterrichten. Die Stadt Fano befindet sich an der Adria in Mittelitalien in der Nähe von
Loreto. Frau Bonci ließ ihre Ehe im Jahr 2000 vor dem Staat scheiden. Seitdem lebt sie im Konkubinat.
Die ausgebildete Grundschullehrerin unterrichtete 14 Jahre lang Religion. Frau Bonci gab sich nach dem
Entscheid ihres Bischofs kämpferisch. Sie habe ein Recht darauf, ihre Arbeit weiterführen zu können.
Außerdem fand sich auch eine eigenwillige Erklärung für ihre Entlassung. Sie sei zu attraktiv und ihre
Kleidung zu aufreizend für die katholische Kirche. Dank dieser Interpretation ist Frau Bonci mittlerweile
ein nationales Medienereignis in Italien. Entsprechend titelte die Mailänder Tageszeitung ‘Corriere della
Sera’: „Lehrerin im Mini-Rock von Diözese gefeuert.“
Heil Schröder?
Deutschland. Bundeskanzler Gerhard
Schröder kündigte an, er wolle den Rechtsschutz für ungeborene Kleinstkinder in Deutschland weiter
verwässern. Die in Paris erscheinende Tageszeitung ‘Le Figaro’ kommentiert: „Die von nationalsozialistischen
Wissenschaftlern begangenen Grausamkeiten haben dem Thema eine besondere Sensibilität verliehen.“
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94 Lesermeinungen
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#95 Marcel 08:49:54 | Mittwoch, 14. September 2005
Korankuß, Ende Hochwürden, es ist ein großer Unterschied, ob ein Schaf oder der Hirte in die Grube
fällt. Ich kann mir Ihr Leiden ob der schweren Verfehlungen der V.II-Päpste gut vorstellen. Mich als
damaligen Papalisten wies ein Protestant auf den Korankuß hin. Mein damaliges Gegenüber betrachtet das
Papstamt und die Kirche voller Abscheu. Ihr heutiges Gegenüber liebt das Papstamt und die Kirche. Der
Korankuß ist eine öffentliche Geste des Papstes von eindeutiger Symbolik und stellt eine schwerwiegende
Verfehlung des Stellvertreters Christi dar. Daß diese symbolische Geste ganz auf der Linie der päpstlichen
Theologie und Konzilskirchenpolitik liegt, sieht man an allen ökumenistischen Handlungen der Bischöfe
und des Bischofs von Rom: in der Synagoge, in der Moschee, im Empfang des Tilac-Zeichens in Indien, in
Assisi (ein Buddhist verrichtete in der Basilika seinen „Gottesdienst“), etc pp! Lauter Gesten, die der
Kirche schwerste Schäden zugefügt und die Katholiken zutiefst skandalisiert haben. Dies festzustellen,
bedeutet nicht, daß man sich als Richter über den hl. Stuhl erhebt, sondern daß man vor der Spitze
des Eisberges warnt, der das Schiff der Kirche rammt. Die Kirche erlebt seit dem V.II ihre schwerste Identitätskrise.
Anstatt ihren Anspruch zu erheben und laut zu verkünden, die unfehlbare Lehrerin der einzigen Religion
Christi zu sein, begnügt sie sich damit, soziale Gerechtigkeit und die Würde der Menschen zu verkünden.
Das genügt nicht: sie muß das ganze Evangelium verkünden.
#94 Catholicus 16:44:48 | Dienstag, 13. September 2005
@Marcel: Korankuss Der Korankuss, den der Heilige Vater vorgenommen hat, war ein falsches Zeichen. Er
wird dies getan haben aus menschlicher Reverenz vor den Überzeugungen gläubiger Muslime, ohne deren
Irrtümer zu teilen. Ihm eine Intention des Abfalls vom Christentum dabei zu unterstellen, halte ich nicht
für zulässig. – Bitte, das war ein (einmaliger) Lapsus in guter Absicht, der dem Papst vielleicht selber
nachher in seiner Problematik bewußt geworden ist. Warum soll man sich ständig dabei aufhalten und dem
Papst damit einen Vorwurf machen? Wem dient das? Und sagt nicht Christus, der Herr, wir sollten uns zuerst
bemühen, den Balken im eigenen Auge zu entfernen, bevor wir den Splitter im Auge des Bruders sehen?
#93 Marcel 16:01:40 | Dienstag, 13. September 2005
Aus glühender Liebe zu unseren heiligen Kirche Catholicus schrieb: Auch die sprachlich mögliche Übersetzung
mit „jedes Volk“ Hochwürden, danke für die Bestätigung meines Zwischenergebnisses. Warum nur wollen
manche unbedingt eine Häresie oder einen Glaubensirrtum in päpstlichen Aussagen finden? Dieses ist nicht
meine Intention im „Nachtrag zur Übersetzung“. Es geht mir vielmehr um die Klärung der Legitimität
der einen in der FSSPX-Analyse „Vom Ökumenismus zur lautlosen Apostasie“ zitierteren Referenz auf die
Botschaft JP2s an die Völker Asiens. Das Herausstellen von aus Häresien entspringenden Aussagen in den
Dokumenten des V.II und der nachkonziliaren Päpste überlasse ich den Experten in und außerhalb der
FSSPX. Mir Laie genügt es bereits, zu sehen, daß der Petrus (-Nachfolger) den Christus verrät, indem
er den Koran küßt, damit ich sicher weiß, daß ich ihm in diesem Irrtum nicht folgen darf, ohne unseren
Heiland zu verraten. Denn dieses Buch, das dem Mohamad vom Dämon direkt eingegeben worden ist, ist eine
große Leugnung, Beleidigung und Verfolgung des Dreifaltigen Gott und seiner Nachfolger – siehe nur als
winziges Beispiel Sure 9,30 in einer „fundamentlaistischen“ – d.h. originalgetreuen! – Übersetzung: »Die
Christen sagen: Christus ist der Sohn Gottes. So etwas wagen sie offen auszusprechen. Diese gottverfluchten
Leute. Allah schlage sie tot.«
#92 Catholicus 15:35:43 | Dienstag, 13. September 2005
@Marcel @Stimme aus dem Tradiland Auch die sprachlich mögliche Übersetzung mit „jedes Volk“, d.h. alles
Völker, schließt keine häretische Aussage mit ein. Der Papst spricht im missionarischen Kontext seiner
Ansprache von jenen Menschen aus allen Völkern, die das Evangelium Christi erreicht hat und die getauft
worden sind! – Warum nur wollen manche unbedingt eine Häresie oder einen Glaubensirrtum in päpstlichen
Aussagen finden? Vielleicht nur, damit sie selber recht haben?
#91 Marcel 15:29:05 | Dienstag, 13. September 2005
Nachtrag Übersetzung, Teil 2 von 2 Danke Traditionsstimme! Gibt man das italienische Original – gibt
es auch ein lateinisches? – in die Übersetzungsmaschine von Google ein (URL) translate.google.com/translate?u=http%3A%2F%2…,
ergibt sich diese Übersetzung ins Englische: >> In the Saint Spirit, every individual and every people
have become – through the Cross and the Risurrezione di Christ – son of God, partecipe of the divine life
and heir of the eternal life. << Daß es „nur“ ein Übersetzungsroboter ist, ist genauso klar, wie die
Tatsache, daß diese Roboter immer ausgeklügelter werden. Soweit ist die Übersetzung also inhaltlich
identisch mit jener der FSSPX-Analyse. Eine zweite Gegenprüfung des italienischen Originals mit dem Übersetzugnsroboter
Babelfisch (URL) babelfish.altavista.com/ ergibt ebenfalls „every people“ als englische Übersetzung.
Im Hinblick auf die im JP2-Text vorhandene Ambivalenz – ein Merkmal der V.II-Bischöfe – denke ich daher,
daß die von der FSSPX zitierte Weise legitim ist. Vielleicht liegt sie sogar näher am italienischen
Vatikan-Dokument als die von Catholicus zitierte. (Bitte nun nicht diese Übersetzungsroboter als Teil
einer „FSSPX-Verschwörung2 ansehen, weil sie „pro-FSSPX“ übersetzen…)
#89 Marcel 15:18:50 | Dienstag, 13. September 2005
Nachtrag Übersetzung, Teil 1 von 2 Viroblationis schrieb: Wenn man den einen, von mir angeführten Satz
aus der Botschaft an die Völker Asiens (1981) betrachtet, so könnte die parallele Formulierung „ogni
individuo ed ogni populo“ eine Übersetzung als „jede Person und jedes Volk“ möglicherweise nahelegen.
In der FSSPX-Analyse (URL) www.fsspx.org/…ecum/kapitel%201.htm wird der Satz so zitiert: >> Auf diese
Weise „sind jede Person und jedes Volk im Heiligen Geist durch das Kreuz und die Auferstehung Christi
Kinder Gottes geworden, Teilhaber an der göttlichen Natur und Erben des ewigen Lebens“ [18]. << Fußnote
[18] lautet: >> Johannes Paul II., Botschaft an die Völker Asiens vom 21. Febr. 1981, DC Nr. 1804 vom
15. März 1981, S. 281. << Ich weiß nicht, ob diese Angabe sich auf ein lateinisches Originaldokument
oder ein deutsches bezieht. Die englische Fassung des FSSPX-Dokumentes besagt ebenfalls „each person and
all peoples“, also „jeder Mensch und alle Völker“. Ich weiß nicht, warum Catholicus’ Übersetzung, die
laut seiner Angabe aus „Der Apostolische Stuhl 1983, S.275-281“ stammt, anders lautet als jene oben in
der FSSPX-Analyse angegebene. Verfolgen wir daher den Pfad Viroblationis’ der italienischen Fassung auf
dem Vatican-Server (URL) www.vatican.va/…a-auditorium_it.html weiter. (Dann in Teil 2)
@ Irenäus zu Häresie und Götzendienst Zitat: Der Versuch … in Ehren, den endgültigen Häresienachweis
zu führen; es gibt jedoch keinen einzigen über jeden Zweifel erhabenen Nachweis dafür, daß je irgendein
Papst ein Häretiker war. Ja, aber nur deshalb, weil wir die innere Seite dessen, der Irrlehren von sich
gibt, nicht kennen. Bisher hat kein Papst zugegeben, Häresien verbreiten zu wollen. Dies schon deswegen,
weil es eben keine Instanz gibt und gab, ihn zur Rede zu stellen bzw. ein Verfahren gegen ihn zu führen.
Ich hege keinerlei Sympathie für den Islam; aber um sachlich zu bleiben, kann ich die Mohammedaner nicht
als Götzendiener bezeichnen. Götzendienst ist die Anrufung falscher Götter, wobei es auf die subj.
Seite dabei nicht ankommen kann, weil wohl kaum ein Götzendiener ein solcher wäre, wenn er sicher wüßte,
dass der dreifaltige Gott der einzige ist. Der Allah des Islam ist ein falscher Gott, ergo ist seine Anrufung
Götzendienst. Außerdem haben die Moslems auch heidnische Kultelemente in ihre Religion eingebaut, so
unter anderem das heidnische Heiligtum Mekka. Dass die kirchliche Praxis die Moslems nicht als Götzendienst
bezeichnet, weiß ich. Der Islam ist in Wirklichkeit schlimmer als etwa der Hindu-Götzendienst, was man
an den Früchten sieht. Der Islam ist eine speziell antichristliche Religion, was der Hinduismus nicht
ist. Dass der Hinuismus nicht richtig ist, ist für dessen Anhänger außerdem potentiell leichter zu
erkennen als für die Anhänger des Islam.
Judas, Sedisvakantismus, … Bene, auf die Gefahr hin, vom Thema abzukommen, sei angemerkt, daß das Wort
unseres Heilands über Judas eindeutig ist. Von Judas, der so viele Gnaden verscherzt hat, sagt der Heiland:
„Wehe … es wäre ihm besser, wenn er nicht geboren wäre!“ (Mk 14,21). „Und Er {Christus} tauchte das
Brot ein und gab es dem Judas Iskariot, dem Sohne Simons. Nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn.“ (Jo
13, 26, 27). Mein Baseler Katechismus erwähnt den Judas mehrmals und kennt unter den (Tod-) Sünden gegen
den Heiligen Geist diese: „6. In Unbußfertigkeit vorsätzlich verharren (Ananias und Saphira, Judas).“
–-- Irenäus schrieb: Der hl. Bellarmin soll dazu seinerzeit eine interessante Studie veröffentlicht
haben. In der Tat; diese Studie wird ausführlich gewürdigt in der erwähnten englischen Sedisvakantismus-Studie
des FSSXP-Paters Boulet www.sspx.ca/…hat_Chair_Vacant.htm Aus dem FSSPX-Sedevacantism-FAQ www.sspx.org/…5_sedevacantists.htm:
„The ordinary way for the Church to ascertain pertinacity and enforce the consequences of one’s heresy
by either excommunication and/or loss of office, is through authoritative monitions to the delinquent
which he spurns. But nobody can authoritatively admonish the Pope, and the Bishops can only be admonished
by their superior, the Pope, who has not done so. Therefore, pertinacity, and so formal heresy, cannot
be proven.“
@alle 1)Es stimmt, Johannes Paul II hat strenggenommen nie direkt Götzendienst verübt. Dennoch war er
ein Götzendiener in einem weiteren moralischen Sinne, weil er Heiden mehrmals zum Götzendienst (2-mal
in Assisi, einmal in Fatima, dort allerdings nur indirekt) angestiftet hat. Moralisch gesehen ist dieser
Frevel sogar schwerwiegender als wenn ein Buddhist seine Gebetsmühle schwingt. Er ist ja nur durch seine
Kultur und Erziehung dazu verführt worden und geht dieser Tätigkeit zumindest eine zeitlang guten Glaubens
nach. 2)Der Versuch des Gatten der Evelin in Ehren, den endgültigen Häresienachweis zu führen; es gibt
jedoch keinen einzigen über jeden Zweifel erhabenen Nachweis dafür, daß je irgendein Papst ein Häretiker
war. Der hl. Bellarmin soll dazu seinerzeit eine interessante Studie veröffentlicht haben. 3)@mileschristi:
ich habe nicht die gerinste Sympathie für die Sedisvakanztheorie. Götzendienst alleine führt nach dem
Kirchenrecht nicht zur Exkommunikation. Allein Glaubensabfall und Schisma schließen jemanden automatisch
aus der Kirche aus. 4)@Catholicus: Daß Sie die traurige Realität nicht ertragen können, ist Ihr Problem.
Daß die Redaktion meinen Beitrag nicht gelöscht hat, liegt einfach daran, daß er absolut sachlich war,
und um sachlich zu bleiben, füge ich meinem Beitrag diese Bemerkung hinzu. 5)Ich hege keinerlei Sympathie
für den Islam; aber um sachlich zu bleiben, kann ich die Mohammedaner nicht als Götzendiener bezeichnen.
Die Anbiederung Roms an die Welt unter JP2 Die Traditionsstimme spricht wieder sehr stimmig. Auch gut
diesem Thema – „die unzähligen Ärgernisse des JP2“ – paßt der von Hochwürden Catholicus gestern um
20:50h referenzierte lange Leserbrief des geschätzten Dr. Barths auf den Seiten des FSSPX-Priesterseminars
„Herz Jesu“ in Zaitzkofen. Der Direkt-Verweis auf den Brief führt hierher …esterseminar-herz-jesu.de/…Nr.%209-Internet.htm.
Den Brief kannte ich noch nicht! (Mehrere in diesem Brief geäußeren Gedankengänge Dr. Barths schon;
diese wurden bereits in anderen Publikationen abgedruckt, u.a. den Mitteilungsblättern der FSSPX, woraus
ich teilweise zitierte.) Danke an Hochwürden, der offenbar auch die FSSPX-Rundbriefe liest! (Hoffentlich
aus Gründen der erbaulichen Lektüre, weniger wegen einer allumfassenden Ökumene oder dem besseren Kennenlernen
des Gegners…) P.S. Die Geschichte „4. Unglaublich – aber wahr!“ im referenzierten Brief ist auch sehr
vielsagend.
Fortsetzung zur Analogie mit dem Götzenopferfleisch Äusserlich schauen sowohl die „Allah-Sudan-Anrufung“
als auch der Koran-Kuß als auch das Niederknien und Küssen des Bodens eines nichtchristl. Staates wie
Götzendienst aus. Fraglich ist die innere Seite des Vorgangs – Interpretationen JoPaII. hiezu sind mir
nicht bekannt. Aber selbst wenn man Götzendienst verneint, bleibt das riesen Ärgernis, welches Papst
JoPaII. mit solchen Gesten verursacht hat. Es ist mindestens vergleichbar mit dem Ärgernis, welches durch
den Verzehr von Götzenopferfleisch nach einem heidnischen Opferkult verursacht wird (siehe Apg 15,1ff).
Im Falles des Koran-Kusses wird den Moslems der Weg zum Christentum und damit zum ewigen Leben verstellt.
Der Koran ist ein Buch der Daemonen, welches die Gottessohnschaft Christi ablehnt und zur Christenverfolgung
aufruft!
#83 Benedikt 12:59:52 | Montag, 12. September 2005
@ Marcel 11. Sep. 20:20h Deswegen hat die Kirche Jahrhunderte lang den Verräter (Luk 6,16) in einer Oration
am Gründonnerstag und am Karfreitag den Gläubigen als verdammt vorgestellt. (Natürlich im neuen V.II-Ritus
abgeschafft!) Ja so sicher waren sich die Gläubigen da aber wohl nie. Unlängst wurde hier im Forum die
Kunst der Nazarener hochgelobt. Ein Hauptvertreter der Nazarener ist Philipp Veit, und dieser stellte
Judas Iskariot auf seinem Bilderzyklus im Mainzer Dom mit Heiligenschein dar. Seltsam, oder?
Das Gottesbild der Modernisten ist eine Karrikatur des wahren Gottes … dies hat Irenäus vermutlich
gemeint? Die Predigt Bischof Tissier de Mallerais bei den Priesterweihen am 25.6.2005 in Zaitzkofen findet
sich im MB, in der August-Ausgabe hier (PDF), www.fsspx.info/…ne/pdf/mb-2005-8.pdf, ab S. 10. Darin
legt er die neue Religion der Modernisten dar, die die Kirche besetzen. Er erklärt, warum das modernistische
Gottesbild nicht dem wahren Gott entspricht, der übernatürlich offenbarte. Wie es für Katholiken in
früheren Kirchenkrisen auch gilt, hält die FSSPX die Päpste der Konzilskirche für gültig und lehnt
den Sedisvakantismus grundsätzlich ab, der diese Päpste als formelle, notorische Häretiker einstuft,
so daß sie ihr Amt verlören und alle ihre Handlung ungültig wären. Sehr ausführlich dargelegt hier
auf SSPX.CA www.sspx.ca/…hat_Chair_Vacant.htm, oder kürzer im FAQ hier auf SSPX.US www.sspx.org/articles_index.htm.
Die FSSPX weiß jedoch, daß diese Päpste Handlungen und Worte wählten, die der Häresie entspringen
und sie begünstigen, was bereits für wichtige Texte des V.II gilt. Deswegen darf man den diesbezüglichen
Handlungen des Papstes nicht folgen und muß für seine Umkehr zum ganzen Glauben beten, wie im JP2-FAQ
hier auf SSPX.US www.sspx.org/…SPX_FAQs/q7_pope.htm zusammengefaßt (Referenz ganz unten). P.S. Danke
an HCR für den Verweis auf Dr. Raddatz. Den Text lese ich in Ruhe durch.
Die Analogie zum Götzenopferfleisch @ hcr: Zitat aus der gleichen Quelle: Es zeigt den Papst, wie er
eine grüne Prachtausgabe des Korans küsst – eine Geste, die jeder Muslim nur als Unterwerfung unter
den Vormachts- und Absolutheitsanspruch des Korans verstehen kann und die angesichts der anhaltenden,
ja zunehmenden Christenverfolgungen in vielen Teilen der islamischen Welt (Saudi-Arabien, Sudan, Nigeria,
Indonesien usw.) mehr als befremdet. Ebenso befremdlich finde ich das Niederknien und Küssen des Bodens
eines von JoPaII. besuchten Landes. Was kann er damit ausdrücken? Sowohl Niederknien als auch Küssen
(Evangelium, Altar, Diakon beim Friedensgruß) sind Verehrungsgesten, die Gott allein gebühren. Den Kuß
könnte man vielleicht noch als Liebesgeste gegenüber dem besuchten Land interpretieren, aber auch das
ist höchst fragwürdig. Tatsächlich sind die Grenzen der Staaaten und damit die Staaten selbst durch
eine Abfolge von Kriegen, Vertreibungen, Massakern, Verrat usw. entstanden. Die heute existierenden Staaten
sind alle nicht Werkzeuge Gottes und auch nicht von der Kirche eingesetzt (z. Unterschied vom Hl. Röm.
Reich, dem Kirchenstaat und den selbständigen Bistümern). Jetzt muß man sich noch vor Augen halten,
dass es der Stellvertreter Christi ist, der so handelt.
@_______ Es war dieser Papst-Mund, der den Koran küßte; Was bedeutet es eigentlich im Gegenzug für
die islamische Welt, wenn einem in ihren Augen Ungläubigen, wie dem Papst, der Koran zum Kuss gereicht
wird und dieser Ungläubige es wagt das heiligste Buch der Moslems zu küssen? „Als der Papst den Koran
küsste …, beanspruchte er den Islam für die Mutterkirche. Als die Mullahs und Sheiks des Islam den
Papst einluden, den Koran zu küssen, übergaben sie ihm den Schlüssel von Mekka und die ganze Milliarde
Muslime der Welt. Sie haben das vielleicht nicht verstanden, aber das ist nun der legale und kirchliche
Standard für den zukünftigen Umgang des Vatkans mit den muslimischen Führern.“ …w.moschee-schluechtern.de/…ezension_raddatz.htm
#79 MilesChristi 09:52:52 | Montag, 12. September 2005
Die schleichende Apostasie… … ist eine Tatsache, die nicht zu leugnen ist. Ich habe nur Bedenken,
wenn der Papst als „Götzendiener“ bezeichnet wird. Das ist gefährlich. JP II hat ohne Zweifel zahlreiche
Fehler begangen und ist mitverantwortlich für die jetzige Situation in der Kirche. Aber er war keineswegs
ein Götzendiener im klassischen Sinne !
Folgen der lautlosen Apostasie Chatolicus schrieb: Papst {…} „Allah“ {…} D.h. es handelt sich um keinen
spezifisch moslemischen Gottesnamen, schon gar nicht auf dem Mund des Papstes! Es war dieser Papst-Mund,
der den Koran küßte; dieses von Satan eingegebene Buch, das eine einzige Antithese zum Dreifaltigen
Gott ist. U.a. der Orientalist Dr. Raddatz hat dies ausführlich nachgewiesen, sowie die ungeheuerlichen
Aussagen der V.II-Dokumente über den Islam als unwahr entlarvt. Man sieht, der nachkonziliare Ökumenismus
hat Methode: per V.II eröffnet, unter JP2 perfektioniert und der neue Papst scheint in dieselben Fettnäpfe
treten zu wollen. „Wer ist der Lügner, wenn nicht derjenige, der leugnet, daß Jesus der Christus (Messias)
ist? Das ist der Antichrist: der den Vater leugnet und den Sohn. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch
den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.“ Dies am Fest des heiligsten Namens Mariä.
Auf die Anrufung der Gottesmutter hin durch Papst Innozenz XI. bewahrte der Himmel Europa vor den moslemischen
Horden. Heute küßt der vorige Papst den Koran und ruft katholische Heilige zum Schutz des Islam auf,
dieser Irrlehre, die Satan zur Auslöschung der einzigen Religion Gottes errichtete. Als 1999 auf der
Europäische Bischofssynode der Bischof der Türkei, Bernardini, vor der Gefahr des Islam für Europa
warnte, wurde er ignoriert, totgeschwiegen. Das sind die Folgen der lautlosen Apostasie seit dem V.II
unter Federführung der nachkonziliaren Päpste.
#77 virOblationis 08:39:06 | Montag, 12. September 2005
ad Catholicum Vielen Dank für die Bereitstellung des italienischen Textes. Wenn man den einen, von mir
angeführten Satz aus der Botschaft an die Völker Asiens (1981) betrachtet, so könnte die parallele
Formulierung „ogni individuo ed ogni populo“ eine Übersetzung als „jede Person und jedes Volk“ möglicherweise
nahelegen (wobei ich einräumen muß, daß ich mir den ital. Text nur aus dem Lateinischen verständlich
machen kann). Isoliert betrachtet könnten also die Völker als Kinder Gottes bezeichnet sein. Dagegen
spricht allerdings, daß diesem Satz im Textzusammenhang das Zitat Joh. 3, 16 vorangestellt ist, wonach –
wenn auch die ganze Welt von Gott geliebt ist – allein die Glaubenden das ewige Leben empfangen. Nun könnte
man noch auf den Anfang des Abschnittes hinweisen, aus der angeführte Satz stammt. Dort ist von tutti
populi dell’ Asia die Rede. Doch im Anschluß daran heißt es, daß der Papst zu ihnen als Knecht und
Apostel Jesu Christi komme (mit Verweis auf 1. Kor. 4, 1). So wird das Zitat von Joh. 3, 16 vorbereitet.
Dem Zusammenhang nach dürfte der von mir angeführte Satz, der vielleicht nicht eindeutig formuliert
ist, also – so weit ich es zu beurteilen vermag – nicht als Hinweis auf die Nähe des verstorbenen Papstes
zur Allerlösungslehre herangezogen werden.
Die Leugnung Christi in Assisi Hochwürden Catholicus, der Kontext bleibt unklar. Dies ist nicht neu:
viele Texte des V.II und Schreiben/Ansprachen der nachkonziliaren Päpste nutzen die unklare Ambivalenz.
Dr. Barth dokumentierte die Ungeheurlichkeit der nachträglichen Veränderung der Enzyklika „Evangelium
Vitae“. Meine zitierte Stelle ist das lateinische Original, das weltweit als Leitfaden für lokale Übersetzungen
diente, bevor danach am Original herumeditiert wurde! Man muß JP2 im „Kontext“ seines ganzes Pontifikats
sehen: Ökumenismus um jeden Preis: alle Religionen führen zum Heil, wie Assisi belegt. Es wurde hier
zigfach JP2 zitiert, wie er Ungeheuerlichkeiten behauptete. Er mißbraucht katholische Heilige, die den
„Wahn des Islams“ (O-Ton vorkonziliare Kirche) schützen sollen, uvm. (Arabische Christen fügen dem Wort
„Allah“ immer hinzu: „Der Dreieinige“, um sich vom Islam-Allah zu unterscheiden, der _nicht_ der Dreifaltige
Gott ist!) wieso sollte Johannes Paul II. auch so eine ungeheuerliche Häresie aussprechen … weil er
oft mit der überlieferten Lehre brach. Obwohl diese Lehre lautete, daß wir von einem Menschen mit Sicherheit
wissen, daß er in der Hölle ist – Judas –, wagt JP2 es tatsächlich im zitierten Buch zu behaupten:
Man darf diese Erklärung nicht mit Sicherheit im Sinne der ewigen Verdammnis auffassen Er bezweifelt
offen die überlieferte Lehrmeinung der Kirche! Mit derselben Unverfrohrenheit schafft JP2 den „limbus
puerorum“ ab. Alle kommen in den Himmel! Usw.
#75 Catholicus 08:01:12 | Montag, 12. September 2005
„Allah segne den Sudan“ Der Papst fügte in einer Ansprache 1993 spontan (auf Arabisch) die Worte ein
„Baraka Allah as-Sudan“. Das Mißverständnis, hier habe der Papst „Allah“ angerufen, kann dadurch aufgeklärt
werden, dass auch Christen arabischer Herkunft Gott mitunter als „Allah“ bezeichnen. D.h. es handelt sich
um keinen spezifisch moslemischen Gottesnamen, schon gar nicht auf dem Mund des Papstes!
#73 MilesChristi 00:17:19 | Montag, 12. September 2005
@ Evelin Ich verurteile natürlich die betreffenden Aussagen des letzten Papstes und seinen Korankuß.
Aber ich muß davor warnen, ihn als „Götzendiener“ zu bezeichnen. Das würde einem zu nahe an sedisvakantistische
Positionen bringen und entspricht wirklich nicht der Wahrheit. Ich bitte das zu berücksichtigen.
Götzendiener? JoPaII. hat 1993 ausgerufen (im Original arabisch): „Allah segne den Sudan!“ Der Sudan
ist wohl in der Gegenwart einer der schlimmsten christenverfolgenden moslemischen Staaten. Da die Moslems
die Dreifaltigkeit Gottes nicht akzeptieren, ja sogar ausdrücklich ablehnen, haben sie Gott nicht und
rufen ihn – und wären sie noch so eifrig – auch gar nicht an. Vielmehr ist der „Allah“ der Moslems ein
Götze, also ein Daemon. Sollte aus diesem Ausruf – wovon aber offenbar auszugehen ist – eine Anrufung
des moslemischen Götzen abzuleiten sein – wäre das Götzendienst. Ich verwende das Wort Götzendiener
in Bezug auf JoPaII. selbst nicht. Gleichzeitig kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, wieso die Allerlösungshäresie
bei JoPaII. bestritten wird. Sie ist vielmehr eindeutig. Offenbar ist das auch unter Papst Benedikt XVI.
der geltende Kurs, denn dieser beruft sich ja auch auf den häresieverdächtigen V2-Text Nostra Aetate
und hat verfrüht den Seligsprechungsprozeß von JoPaII. eingeleitet (womit kirchenpol. V2, Interreligiosismus
und Ökumen. zu den Ehren der Altäre erhoben werden sollen). Hier noch zwei interess. Links zu JoPaII.
und insb. sein Verhältnis zum Islam: 1. Kritische Fragen gegen die geplante Seligsprechung JoPaII. durch
die „Christliche Mitte“ www.christliche-mitte.de/…7/aufruf-aus-rom.htm 2. Interview mit Dr. Hans-Peter
Raddatz (mit Korankuß-Photo) www.tendenzen.de/…nterviews/int202.htm
#70 Catholicus 23:08:31 | Sonntag, 11. September 2005
Lieber virOblationis! Ich hatte bereits unten die deutsche Quelle (in: Der Apostolische Stuhl 1983, S.275-281)
angegeben und einen längeren Abschnitt daraus zitiert. Entsprechend dieser Fassung muss es heißen „das
ganze Volk“ und nicht „alle Völker“. Auch die italienische Fassung www.vatican.va/…a-auditorium_it.html,
aus der ich zuletzt übersetzt habe, formuliert es in dieser Weise! Der Kontext ist meines Erachtens klar,
und wieso sollte Johannes Paul II. auch so eine ungeheuerliche Häresie aussprechen, wie ihm das manche
unterstellen? Er würde damit ja auch viele seiner sonstigen rechtgläubigen Ansprachen, Dokumente etc.
in Frage gestellt haben.
#69 virOblationis 22:55:36 | Sonntag, 11. September 2005
ad Catholicum Werter Catholicus! Sie schreiben, daß der von mir zitierte Text aus der „Botschaft an die
Völker Asiens“ (1981) nicht der Allerlösungslehre entspreche, da darin „jeder einzelne und das ganze
Volk“ gemeint seien; dazu führen sie auch noch die Taufe an. Doch von dieser ist in dem Text keine Rede;
und es heißt dort: „jede Person und alle Völker“: Dies scheint sich doch auf die gesamte Menschheit
zu beziehen, nicht auf das Volk Gottes allein. Leider kenne ich den Zusammenhang nicht, aus dem das Zitat
stammt. Wenn es isoliert betrachtet wird, ist die Gefahr einer Mißdeutung umso größer. – Ist Ihnen
die zitierte Schrift vielleicht zugänglich?
#68 Catholicus 22:35:24 | Sonntag, 11. September 2005
@virOblationis „Im Heiligen Geist ist jeder einzelne und das ganze Volk – durch das Kreuz und die Auferstehung
Christi – Kind Gottes geworden, teilhaft des göttlichen Lebens und Erbe des ewigen Lebens.“ – Die besagte
Aussage Johannes Pauls II. bezieht sich auf jene, die durch die Taufe tatsächlich zu Kindern Gottes geworden
sind im einen Volk Gottes, das die Kirche ist – nicht auf jeden Menschen, so als ob mit dem Menschsein
als solchen die Teilhabe an der Übernatur bereits gegeben wäre. Also keine Allerlösung!
Viroblationis liegt völlig richtig mit seinem Hinweis auf Origenismus (um 18:10h und folgend) Darauf
ging P. Pfluger ein, als er den Einfluß der deutschen Theologen und vor allem Rahners auf das V.II analysierte.
Wie Congar wollte Rahner die Trennung zwischen Gnade und Natur überwinden. Er behauptete, die Gnade sei
in die menschliche Natur eingebaut, so daß alle Menschen erlöst und gerettet seien. Nichtchristen seien
demnach „anonyme“ Christen und die nichtchristlichen Religionen alle Mittel zum Heil. Deshalb müsse die
katholische über den Ökumenismus mit diesen Religionen zusammentreffen. Unter Pius XII. wurden diese
gravierenden Irrtümer verurteilt. Doch mit V.II kam Rahners großer Augenblick. Er wurde von Johannes
XXIII. zum theologischen Experten ernannt, und von allen „Experten“ war er der am besten Vorbereitete
und am meisten Zitierte. Während der ersten drei Sitzungen (1962-64) übte Rahner enormen Einfluß auf
die Konzilsväter und ihre Theologen aus. Als z.B. ein klassischer Text über die Quellen der Offenbarung
zur Diskussion auf dem Konzil vorgeschlagen wurde, war es Rahner, der einen alternativen „ökumenischen“
Text vorbereitete. Danach schwenkten die Konzilsväter in der entscheidenden Woche vom 14. bis 21.11.1962
ein für allemal um. Sogar Experten, die gegen Rahner waren, bestaunten sein wachsendes Prestige; für
die Progressiven war er sowieso der „geniale Meister“. Doch auf der vierten Sitzung von 1965 war Rahner
nicht mehr aktiv beim Konzil: „Das Konzil ist langweilig“, schrieb er. Zweifellos hatte er seine Arbeit
getan: Die Kirche war geändert worden!
#66 Gotthard 22:27:39 | Sonntag, 11. September 2005
Quelle st es nicht bezeichnend, wenn eine päpstliche Enzyklika Joh. Pauls II. erst üpberarbeitet werden
muß, bervor sie dem Kath. Katechismus Für diese Behauptung wirst Du bestimmt auch eine echte Quelle
haben. Bitte setze sie hier rein.
#65 virOblationis 22:12:33 | Sonntag, 11. September 2005
Origenismus 1. Noch niemand hat zu dem von mir zitierten Satz Stellung genommen: „ [Es] sind jede Person
und jedes Volk im Heiligen Geist durch das Kreuz und die Auferstehung Christi Kinder Gottes geworden,
Teilhaber an der göttlichen Natur und Erben des ewigen Lebens.“ (Botschaft an die Völker Asiens, 1981) –
Ich sehe hier einen sehr deutlichen Bezug zur Allerlösungslehre. 2. Ist es nicht bezeichnend, wenn eine
päpstliche Enzyklika Joh. Pauls II. (sc. Evangelium vitae) erst üpberarbeitet werden muß, bervor sie
dem Kath. Katechismus (hier: KKK) entspricht?
#64 Catholicus 22:09:20 | Sonntag, 11. September 2005
Aufforderung an kreuz.net An die Damen und Herren von kreuz.net ergeht die höfliche, aber bestimmte Aufforderung,
Ernst zu machen mit ihrem Anspruch, „rechtswidrige sowie dogmatisch oder moralisch bedenkliche Beiträge
sowie Anmerkungen, die dem Ansehen des Mediums schaden, zu löschen“. Dies trifft sicher in jenem Fall
zu, wo jemand den verstorbenen Papst Johannes Paul II. als Götzendiener bezeichnet! Mit freundlichen
Grüßen und besten Segenswünschen Dr. theol. habil. Josef Spindelböck.
Grenzüberschreitung mit der Äusserung von Irenäus, der verstorbene Papst sei eine „Götzendiener“ ist
eine Grenze überschritten. Auch die Grenze von kreuz.net, die aber kaum beachtet wird. Dieser Beitrag
ist eine Blasphemie gegenüber dem vom Herrn eingesetzten Stellvertreter. Konrad verabschiedet sich von
der antikatholischen und antikirchlichen Hetze, die hier wieder eingezogen ist!
#60 Irenäus 21:04:47 | Sonntag, 11. September 2005
@Konrad Ich habe hier schon einmal darauf aufmerksam gemacht, daß Johannes Paul II wahrscheinlich ein
Häretiker war(„Johannes der Täufer usw.). Natürlich ist das nicht über jeden Zweifel erhaben; dennoch
empfinde ich es nur noch als zynisch, einen Götzendiener wie Johannes PaulII als Heiligen zu bezeichnen.
#59 Catholicus 20:50:09 | Sonntag, 11. September 2005
@Marcel 1) Der Satz wurde nicht richtig übersetzt, wie Heinz-Lothar Barth …esterseminar-herz-jesu.de/…Nr.%209-Internet.htm
aufzeigt. Im Original heißt es: „… la dichiarazione non può essere intesa con sicurezza nel senso
dell’ eterna dannazione“, deutsch: „Die Erklärung kann nicht mit Sicherheit im Sinne der ewigen Verdammnis
aufgefasst werden.“ Es gab schon vor dem Konzil exegetische Deutungen des Herrenwortes, wonach dieses
nicht eindeutig auf eine Verdammnis des Judas schließen lasse. Freilich heißt das nicht, dass er gerettet
ist. Die Kirche hat besagte exegetische Auffassung nie als Häresie bezeichnet. Der + Salzburger Dogmatikprofessor
Matthias Premm hat in seiner Kleinschrift über die 12 Apostel die These als mögliche Auffassung erörtert,
die dem katholischen Glauben nicht widersprechen muss. 2) Die aus „Evangelium Vitae“ zitierte Übersetzung
gibt den ursprünglichen lateinischen Text wieder. Die später amtlich in den AAS veröffentlichte Version
der Enzyklika lautet so: „Euer Kind aber könnt ihr demselben Vater und Seiner Barmherzigkeit mit Hoffnung
anvertrauen.“ Damit wurde das Missverständnis beseitigt, als ob Johannes Paul II. eine positive Aussage
über die sichere Rettung ungetaufter Kinder machen habe wollen. Die Kirche lehrt im Kompendium des KKK,
Nr. 262: „Die ohne Taufe verstorbenen Kinder werden von der Kirche in ihrer Liturgie der Barmherzigkeit
Gottes anvertraut.“
Konstruktiv? Was ist konstruktiv, wenn „Evelyn“ den schlimmsten Vorwurf, den man gegenüber dem Inhaber
des höchsten Lehramtes erheben kann, ohne sachliche Begründung und wider besseres Wissen (dieses hätte
sie nach den wirklich konstruktivenBeiträgen von Catholicus und Konrad – vor seinem Zornesausbruch! -haben
können) permanent (zusammen mit „Marcel“) erhebt: Dass er ein Häretiker sei (von Marcel etwas abgemildert
insofern er JPII gnädig die subjektive Absicht, katholisch bleiben zu wollen, konzediert)? Wer mißverstehen
will, der wird natürlich weiter missverstehen. Wer sich aber an die kirchliche Regel des hl. Ignatius
hält, die Aussage eines anderen eher zu retten als zu verdammen, erst recht diejenige eines Hl. Vaters,
der beweist kirchliche Gesinnung (wider den Geist der Sektiererei, des Schismatismus und Sedisvakantismus)
#57 virOblationis 20:45:10 | Sonntag, 11. September 2005
ad Catholicum Marcel hat den Text zitiert, den ich nur aus dem Gedächtnis anführen konnte. – Vielen
Dank. Was aber die beiden Zitate betrifft, die ich anführe, so besteht das Gewicht ihres Hinweises auf
die Nähe zur Allerlösungslehre durch Einbeziehung der Übernatur in die Natur m.E. nicht erst durch
die Verknüpfung der beiden Sätze aus verschiedenen Quellen; der zweite allein trägt meiner Meinang
nach schon die Argumentation – wenn man auch beachten muß, daß es sich um eine Übersetzung handelt.
Eine Unterscheidung zwischen objektiver Möglichkeit der Erlösung und subjektiver Annahme sehe ich nicht,
wenn von Kindern Gottes gesprochen wird, die diesen Zustand schon im Heidentum erreichen.
Die Folgen der Nähe zur Allerlösung Die Nähe JP2s zur Allerlösungs-Irrlehre zeigt sich an den schlimmen
Folgen dieser Irrlehre: 1.) In seinem Buch „Die Schwelle der Hoffnung überschreiten“ schreibt JP2 auf
Seite 211 folgenden Irrtum: „Obwohl er {Christus} von Judas, dem Verräter sagt: ‘Für ihn wäre es besser,
wenn er nie geboren worden wäre’ (Mt 26,24), darf diese Erklärung mit Sicherheit nicht im Sinne der
ewigen Verdammnis aufgefaßt werden.“ Hier bricht JP2 mit dem Wort des Herrn in Joh 17,12, wo Judas als
der „Sohn des Verderbens“ beschrieben wird, als den, der für das Verderben bestimmt ist und ihm verfällt.
Deswegen hat die Kirche Jahrhunderte lang den Verräter (Luk 6,16) in einer Oration am Gründonnerstag
und am Karfreitag den Gläubigen als verdammt vorgestellt. (Natürlich im neuen V.II-Ritus abgeschafft!)
2.) In seiner Enzyklika „Evangelium Vitae“ vom 25.3.1995 erklärt JP2 gegenüber den Müttern, die abgetrieben
haben, folgenden Irrtum: „Ihr werdet merken, daß nichts verloren ist, und werdet auch euer Kind um Vergebung
bitten können, das jetzt im Herrn lebt.“ Neben der Tatsache, daß eine Abtreibung eine Todsünde ist,
bricht das JP2-Zitat mit der katholischen Lehre, wonach das kleine Kind nicht mehr durch die Taufe zu
einem Kind Gottes werden kann, sondern nur zu einem natürlichen Glückzustand im „limbus puerorum“ unter
Ausschluß von der Anschauung Gottes gelangt, doch ohne persönliche Bestrafung. Vgl. Pius XII. an eine
Hebammenvereinigung (AAS 43/1951, 841), die die überlieferte Lehre widerspiegelt.
#54 Catholicus 18:45:51 | Sonntag, 11. September 2005
@virOblationis Hier werden zwei verschiedene Texte zitiert und nebeneinander gestellt, die nicht einfach
miteinander verbunden werden dürfen (man beachte den Kontext). Es geht, wie bereits bemerkt, um die Unterscheidung
zwischen „objektiver“ und „subjektiver“ Erlösung. Dass sich Jesus Christus kraft seiner Menschwerdung
mit jedem Menschen verbunden hat, ist ja nicht falsch. Das schließt jedoch nicht ein, dass die Gnade
des Erlösers gleichsam „automatisch“ auf jeden einzelnen überfließt oder gar mit seiner Natur gleichzusetzen
wäre!
#53 virOblationis 18:10:52 | Sonntag, 11. September 2005
Origenismus Wenn es in „Vom Ökumenismus zur lautlosen Apostasie (S. 10f.) heißt – „Jeder ist vom Geheimnis
der Erlösung betroffen, mit jedem ist Christus für immer durch dieses Geheimnis verbunden … ein Geheimnis,
an dem jeder einzelne der vier Millarden Menschen teilhat, die auf unserem Planeten leben, vom ersten
Moment an, da er unter dem Herzen der Mutter empfangen wird“ (Redemptor hominis). Auf diese Weise „sind
jede Person und jedes Volk im Heiligen Geist durch das Kreuz und die Auferstehung Christi Kinder Gottes
geworden, Teilhaber an der göttlichen Natur und Erben des ewigen Lebens“ (Botschaft an die Völker Asiens
1981). – dann wird doch die übernatürliche Gnade gewissermaßen zu einem Teil der Natur erklärt. Die
Nähe zur Allerlösung des Origenismus wurde auch deutlich als Joh. Paul II. vor nicht langer Zeit von
abgetriebenen Kindern sprach, deren – nicht natürliche Glückseligkeit, sondern – himmlische Seligkeit
ihre Mütter später sehen werden. (Leider kann ich dies nur aus dem Gedächtnis wiedergeben, da mir keine
Bibliothek zur Verfügung steht. Doch vielleicht steht ja der Text einem der Leser zur Verfügung, so
daß er genau zitieren kann.)
#52 Catholicus 17:47:32 | Sonntag, 11. September 2005
@Gatte der Evelin Wie Konrad gezeigt hat, läßt sich besagter Satz (und muss es auch) ganz „orthodox“
d.h. rechtgläubig (= römisch-katholisch) verstehen. Zu unterscheiden ist eben zwischen objektiver Erlösung
(wirklich „für alle“ ausnahmslos) und deren subjektiver Annahme (d.h. nur jene „vielen“ werden gerettet,
die sich von Jesus Christus retten lassen, indem sie die heiligmachende Gnade annehmen und in der gnadenhaften
Verbundenheit mit Gott sterben).
Danke für die überwiegend konstruktive Diskussion. Doch die Euphorie über JP2 teile ich keineswegs
Papst JP2 symphatisierte mit der Allerlösung, zusammen mit den Weggefährten Lubac, Congar, uam., und
inspiriert vom Häretiker Balthasar. Engt man den Fokus auf diese Häresie ein, sieht man nicht, daß
JP2 insgesamt ein Neues Evangelium predigte und dabei ganz im „Geiste des V.II“ handelte. Wie schon das
V.II vermischten die Konzilspäpste und JP2 Wahrheit mit Irrtum. Dadurch begünstigten und förderten
diese Päpste Häresien. Eine Kirchenkrise diesen Ausmaßes ist nicht gegen den Willen des Petrusfelsens
möglich, sondern nur mit seiner Hilfe und der seiner Bischöfe. JP2 und seine Vorgänger waren gültige,
aber auf weiten Strecken irrende Päpste, wie es leider in der Kirchengeschichte immer wieder vorkommt.
Meine referenzierte FSSPX-Analyse „Vom Ökumenismus zur lautlosen Apostasie“ – von der wir leider völlig
abgekommen sind – bringt den Nachweis, daß die ökumenische Praxis des JP2 aus der Häresie fließt und
sein Pontifikat ein großes Desaster war: für den Glauben der Kirche, die Gläubigen und die Ungläubigen.
Der Ökumenismus, das Hauptanliegen JP2s, führt die Katholiken zur „lautlosen Apostasie“ und hält die
Nichtkatholiken davon fern, „in die einzige Arche des Heiles einzutreten“. Unter dem „Deckmantel der Suche
nach Einheit zerstreut dieser Ökumenismus die Schafe; er trägt nicht das Kennzeichen Christi, sondern
jenes des Spalters schlechthin, des Teufels.“ Ich habe keinen Zweifel daran, daß JP2 von Herzen versuchte,
ganz katholisch zu sein. Sein Handeln aber war es seltenst.
An Evelyn, Sekundant des kneifenden Marcel: Hören Sie mit den beleidigenden Lügen auf! Dieser Satz von
Catholicus ist völlig orthodox. Alle Menschen sind durch Christus erlöst und zur Annahme der Erlösung
„berufen“!! Aber nicht alle folgen diesem Ruf, weil Gott die menschliche Freiheit achtet. Er will von
jedem einzelnen geglaubt, erhofft und geliebt werden. Ewige Lehre der Kirche! Im übrigen kann Konrad
mit dem zum zweiten mal erwähnten Artikel von Prof. Hauke sehr gut leben. Balthasar ist nicht JPII.,
wird aber von Prof. Hauke ebenbürtig an die Seite des großen Origenes gestellt!! Möge die hasserfüllte
Papstschmäherin Evelyn doch einmal Herrn Prof. Hauke in Lugano (email über die Theologische Fakultät
Lugano) anfragen, ob er ihr zustimmt, dass JPII ein „Häretiker“ sei (es wird mir übel beim Schreiben
dieser Charakterisierung!)
Dank an Marcel! Dafür, dass er auf diesem Forum so wacker die Stellung gehalten hat. Seine Ausführungen
und Schlußfolgerungen (bis auf die von ihm selbst korrigierten) sind durchaus zutreffend. Ich finde,
dass der Nachweis der häretischen Allerlösungslehre in Wort (damit hat Marcel sich beschäftigt) und
Tat (darauf hat Sulpicius verwiesen) durchaus gelungen ist. Catholicus hat JoPaII. am 10. September 2005
um 16.50 Uhr selbst das Urteil gesprochen, indem er diesen mit folgendem Satz zitiert: Alle sind sie erlöst
und berufen – ohne Unterschied der Sprache, Rasse, Nation oder Kultur –, an der Herrlichkeit Jesu Christi
teilzuhaben. Wenn man den Satz analysiert, stellt man fest, das der Einschub „ohne Unterschied…“ und
das Satzende beginndend mit „an der Herrlichkeit…“ sich auf das Verb „berufen“ bezieht. Damit läßt
sich der höchst bedenkliche Satz „alles sind erlöst“ JoPaII. nicht leugnen, er ist auch aus dem Kontext
nicht weginterpretierbar. JoPaII. war also ein Häretiker, ganz eindeutig! Weil des öfteren Hans Urs
v. Balthasar angesprochen wurde, dessen geistiger Erbe und Schüler der verstorbene JoPaII. gewesen sei,
hier eine vernichtende Kritik des Dogmatikers Manfred Hauke Auf den Spuren des Origenes – Über die Größe
und Grenze Hans Urs von Balthasars www.kath.net/detail.php?id=11355 Bitte über den vorsichtigen Anfang
hinaus weiterlesen! Der Gatte der Evelin
Also Marcel, kommen wir zum show-down: Sie kneifen in ihren letzten postings. Konrad schließt sich an
Catholicus an und fordert Sie auf (lassen wir das alberne „du“ der chatter): Geben Sie endlich zu, dass
der Diener Gottes Papst Johannes Paul II. kein „Rahn-Arianer“ war und kein Lehrer der „Allversöhnung“,
wie J. Dörmann argwöhnt! Distanzieren Sie sich eindeutiger von J. Rothkranz und seinen abstrusen Verschwörungstheorien
über einen häretischen Papst. Dieser Vorwurf wurde auf diesen Seiten inhaltlich widerlegt. Sie mögen
weiter bestimmte Gesten kritisieren, können aber nicht behaupten, dass er ein Irrlehrer war. Er war der
Nachfolger des hl.Petrus, der uns und viel andere im Glauben bestärkte, der uns viele Selige und Heilige
vor Augen stellte, der entscheidend zum Zusammenbruch des atheistisch-kommunistischen Systems beitrug.
Seien Sie sachlich und gerecht!
#47 Catholicus 06:42:29 | Sonntag, 11. September 2005
Bemühen um Sachlichkeit und Fairness Danke, Marcel, für Ihr Bemühen um Sachlichkeit. Wäre es denn
so schlimm für die Anhänger der „Piusbruderschaft“, wenn Johannes Paul II. entgegen manchen Behauptungen
die häretische „Allerlösungslehre“ doch nicht vertreten hätte? Ich habe mich bemüht, an einigen Beispielen
zu zeigen, dass der Nachweis dessen doch nicht so einfach ist, wie manche glauben. Ich persönlich bin
überzeugt, dass der verstorbene Papst in seiner Glaubensüberzeugung ganz und gar katholisch war!
Dies und das Peter schrieb: Was ist denn die V.II-Kirche? Siehe hier im Kommentarbereich www.kreuz.net/…ticle.1822-page.html
bitte, mein Artikel vom 7.9.2005, 16:51h. Angesichts einer fehlenden Editier-Funktion (und keiner Vorschau-Funktion)
streiche ich den letzten Absatz aus meinem Kommentar um 20:14h : >> „Alle sind sie erlöst und berufen –
ohne Unterschied der Sprache, Rasse, Nation oder Kultur –, an der Herrlichkeit Jesu Christi teilzuhaben.“
Falsch, erneut gilt: erlöst sind nur die Getauften, die Christus treu nachfolgen. Interessant, daß dieser
Satz von den Bischöfen der FSSPX nicht zitiert wurde; er drückt noch deutlicher die Anhänglichkeit
an die Allerlösungslehre aus als der Satz zuvor. << Durch die Konversation wurde mir nun klar, warum
die Bischöfe der FSSPX diesen Satz nicht bemängelten, den ursprünglichen Satz direkt davor jedoch.
Der alte Katechismus drückt prächtig aus, was ich ungeschickt aussagen wollte. Gute Nacht. In Christus
im hl. Meßopfer verbunden.
Der gute alte Katechismus In meinem Baseler Katechismus von 1947 steht es so geschrieben: >> 72. Wovon
hat uns Jesus erlöst? Jesus hat uns erlöst von Sünde und Strafe. Von Sünde hat er uns erlöst: Er
hat ihre unendliche Schuld bezahlt. Nun kann sie uns nachgelassen werden in den Sakramenten und durch
die Reue. «Sehet das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt» (Joh 1,29). Von Strafe sind
wir erlöst: Keiner kommt in die Hölle, der Christus treu bleibt. «Es gibt keine Verdammnis mehr für
jene, welche in Christus Jesus sind» (Röm 8,1). 73. Was hat uns Jesus am Kreuz verdient? Jesus hat uns
am Kreuz überreiche Gnaden verdient, durch die wir auf Erden heilig und im Himmel selig werden können.
Alle Menschen sind erlöst. Für alle Menschen ist Jesus gestorben. Der Himmel, der seit Adams Sünde
verschlossen war, ist durch das Kreuz wieder geöffnet worden. Jeder kann in den Himmel eingehen, wenn
er tut, was der Heiland befohlen hat. «Jetzt aber, da ihr von Sünde frei Gott dient, erhaltet ihr als
eure Frucht die Heiligkeit, die schließlich zum ewigen Leben führt» (Röm 6,22). << Das Problem mit
Rahners „Erlösung aller“, weil sie anonyme Christen seien: Die Öffnung des Himmels durch die Erlösungstat
Christi wird getrennt betrachtet von der zusätzlich notwendigen Treue zu Christus, ohne die das ewige
Heil nicht erreicht wird. Wir erkennen das Grundproblem der V.II-Kirche: es werden sehr ähnliche Worte
wie früher verwendet, aber sie bedeuten etwas ganz anderes.
Sehr schön schreibt Marcel über die Priester, die das Werk der Erlösung fortsetzen. Aber nicht nur
die Priester, sondern stellvertretend für die Welt der ganze Leib Christi, die Kirche – also auch die
gerechtfertigten und geheiligten Laien! Und genau dasselbe – ohne den jansenistischen Einschlag Marcels –
hat Johannes Paul II. gelehrt. Er war nie „Rahnerianer“, sondern allenfalls „Balthasarianer“. Und Balthasar
hat in einer Deutlichkeit wie niemand sonst das „anonyme Christsein“ abgelehnt (in „Cordula oder der Ernstfall“,
1966). Also wenn man sich schon das Abrichten und Verurteilen eines Hl. Vaters glaubt gestatten zu müssen,
dann bitte mit mehr Sachlichkeit und Gerechtigkeit! Sonst bleibt nur Arroganz und Rechthaberei übrig
(wofür Theologen ja bekannt sind: rabies theologica).
#42 Benedikt 21:57:05 | Samstag, 10. September 2005
@ Irenäus Habe einen Tip für Dich, rechne mal diese absoluten Zahlen in Prozente um. Ach so, da Logik
bei Dir keinen Platz hat, kannst wohl auch nicht rechnen. Philippinen: 66, 5 Mio Katholiken, 81,5 Mio
Einwohner = 81% der Bevölkerung. „Nichtexistenz“ sieht anders aus, die Philippinen sind eines der katholischsten
Länder überhaupt. In Südkorea dagegen gibt es kaum 10% Katholiken, was den Schluss nahelegt, dass der
gute Marcel hier etwas durcheinander geschmissen hat.
#41 Beatrix 21:44:44 | Samstag, 10. September 2005
? Nichtchristen seien demnach „anonyme“ Christen: durch Christus erlöst, aber sich dessen nicht bewußt.
Das ist falsch; darum geht es. Warum ist das falsch? Der Katechismus lehrt dasgleiche. Und im Gegensatz
zu früheren Katechismen ist diese Aussage verbindlich, oder nicht?
#40 Irenäus 21:39:18 | Samstag, 10. September 2005
@Gotthard O weia! Merkst Du nicht, daß Du mit Deinen primitiven Äußerungen selber disqualifizierst?!
Wir sind keine Sekte, auch behaupten wir nicht, die Kirche Christi zu sein. Der Papst sieht die FSSPX
ebenfalls als Teil der katholischen Kirche an. Und selbstverständlich gibt es einen asiatischen Distrikt
der FSSPX (www.sspxasia.com). Aber das herauszufinden, ist ja bei dem intellektuellen Niveau ja zu viel
verlangt.
Stört unsere Kreise nicht Streiche mein früheres Wort „nichtexistent“. Gemeint war der prozentual niedrige
Anteil Katholiken in Asien, sowie deren Auslöschung in Hiroshima und Nagasaki. Gotthard, Sie stören
unsere Kreise. Es geht um die katholische Lehre, nicht um Ziffern. Konrad schrieb: Hat Christus nur die
Getauften erlöst, oder nicht vielmehr „die Welt“. Rabulistik. Freilich sagen wir, daß Christus die Welt
erlöst hat. Gemeint ist, daß Er durch Seinen Kreuzestod den Weg zu Gott als Seinem barmherzigen Vater
dem Menschen geöffnet hat. Er wollte, daß alle Menschen erlöst werden. Er starb für uns alle. Dennoch
werden nicht alle Menschen gerettet, es wird nur ein Bruchteil von ihnen das ewige Leben erreichen. Die
Erlösung ist nach katholischer Lehre nicht abgeschlossen – für die irrenden Protestanten ist sie es
–, denn die Priester, die besonders geweiht sind, setzen diese Erlösung fort und teilen das Blut und
den Leib Unseres Herrn Jesus Christus aus an die Gläubigen: die Gegenwart Christi unter uns ist die Fortführung
der Erlösung. Sie ist es also logischerweise nicht für alle. (Über die Begierdetaufe brauchen wir nicht
zu reden, das ist bekannt.) Im Hinblick auf die Allerlösungs-Häresie ist zu sagen, daß Rahners „anonymes
Christentum“ irrigerweise behauptet, die Gnade sei in die menschliche Natur eingebaut, so daß alle Menschen
erlöst seien. Nichtchristen seien demnach „anonyme“ Christen: durch Christus erlöst, aber sich dessen
nicht bewußt. Das ist falsch; darum geht es.
#38 Gotthard 21:28:55 | Samstag, 10. September 2005
Sekte noch kein Sektierer hat eingestanden, zu einer Sekte zu gehören. Die Pius_leute haben sich von
der katholischen Kirche getrennt im glauben, sie seien die wahre. Solche „Sonderüberzeugungen“ sind immer
Kennzeichen von Sekten.
#36 Gotthard 21:03:54 | Samstag, 10. September 2005
@Irenäus Wahrscheinlich gibt es in Asien keine Pius-Sekte … deshalb sind diese Länder für euch so
zahlenmäßig uninteressant … Wer allerdings die Welt so sieht, wie sie sich tatsächlich darbietet,
wird erkennen, dass eines der zahlenmäßig katholischsten Länder in Asien liegt! …ich lasse Dich jetzt
mal überlegen und suchen.
#35 Irenäus 20:47:11 | Samstag, 10. September 2005
@Gotthard Habe einen Tip für Dich, rechne mal diese absoluten Zahlen in Prozente um. Ach so, da Logik
bei Dir keinen Platz hat, kannst wohl auch nicht rechnen.
Ambivalenz Catholicus schrieb: Nun, in diesem Satz sehe ich überhaupt kein Problem. Es handelt sich hier
um das Volk Gottes! Warum drückt JP2 sich so aus, daß man ihn mißverstehen muß? Warum sagt er nicht
klar, daß er nur die Getauften meint – in einer Ansprache an die Völker Asiens? Warum drückt er das,
was er – angeblich! – sagen wollte, nicht in zwei Sätzen aus? – denn das geht leicht, wenn man will.
Es ist diese Dialektik des V.II – alles undeutlich, verwaschen, ambivalent. Grauenhaft. Hätte ein „Traditionspapst“
die Ansprache gehalten, würde man alle Worte ohne weiteres im Sinn des überlieferten Glaubens der Kirche
deuten. Bei den glasklaren, kurzen und bündigen Aussagen der vorkonziliaren Päpste gibt es in fast keinem
Fall etwas zu deuten: jeder Laie versteht diese Päpste gut, so wie Jesus Christus, als er sprach! Je
mehr man von den vorkonziliaren Päpsten liest, desto aufgeblasener und unverständlich kommt einem die
Papierflut der V.II-Päpste vor. Vor allem uns Laien. Wie unendlich traurig!Weil es aber Johannes Paul
II. war, wird ihm unterstellt, er vertrete eine „Allerlösungslehre“![kursiv] Keineswegs nur anhand dieser
kleinen Passage. Denken Sie an die restlichen Fußnoten der Analyse, an die vielen Arbeiten anderer Männer
zum Thema Allerlösung, an die unzähligen praktischen Beispiele des JP2 – Aussagen über den Islam; die
Hölle, in der nicht einmal Judas sei; usw., vgl. Sulpicius –, die Sie leider geflissentlich übergehen.
#33 Gotthard 20:43:21 | Samstag, 10. September 2005
ach Marcel Je weniger Faktenwissen, umso besser läßt sich doch palavern! JP2 wendet sich an die Völker
Asiens, wo das katholische Christentum – bis auf (Süd-) Korea – zahlenmäßig inexistent ist. Der höchste
Anteil Katholiken Asiens war in Japan, bis 1945, als der Freimaurer Truman diesen durch die Atombomben
auf Hiroshima und Nagasaki – „zufällig“ die Städte mit dem höchsten Katholikenanteil – ermorden ließ.
Hier das zahlenmäßig inexistente Christentum in Asien: 1. Indien 26.4 Mio Christen … davon 17.5 Mio
Katholiken 2. Indonesien 17 Mio Christen …davon 6.5 Mio Katholiken 3. Philipinen 74 Mio Christen …
davon 66.5 Mio Katholiken 4. Sri Lanka 1.5 Mio Christen …davon 1.4 Mio Katholiken Studiere lieber das
päpstliche Jahrbuch – oder auch den Fischer Weltallmanach – statt Pius-Sekten Pamphlete.
Wer ist erlöst, Marcel? Hat Christus nur die Getauften erlöst, oder nicht vielmehr „die Welt“. Warum
fällst du wieder in den Jansenismus zurück? Der hl. Augustinus hat doch gelehrt, dass viele außerhalb
der Kirche sind, die eigentlich in ihr sind, und viele in der Kirche (also unter den Getauften), die eigentlich
außerhalb ihrer sich befinden. Es gibt Getaufte, die verdammt werden, und es gibt Ungetaufte, die gerettet
werden. Warum habt ihr FSSPX-Freunde nur manchmal solche Scheuklappen an, wenn es um JPII geht?
#31 Catholicus 20:23:33 | Samstag, 10. September 2005
@Marcel „Im Heiligen Geist sind jeder einzelne und das ganze Volk durch das Kreuz und die Auferstehung
Christi Kinder Gottes, Teilhaber der göttlichen Natur und Erben des ewigen Lebens geworden.“ Nun, in
diesem Satz sehe ich überhaupt kein Problem. Es handelt sich hier um das Volk Gottes! Hätte ein „Traditionspapst“
die Ansprache gehalten, würde man alle Worte ohne weiteres im Sinn des überlieferten Glaubens der Kirche
deuten. Weil es aber Johannes Paul II. war, wird ihm unterstellt, er vertrete eine „Allerlösungslehre“!
Sulpicius liegt richtig, und nochmal zu Catholicus Hochwürden, danke für den Kontext. Dieser belegt,
was die Bischöfe der FSSPX sagten in der momentan behandelten Stelle der Pontifikats-Analyse. Zudem sind
wir erst bei einer von über 140 Fußnoten dieser Analyse, die nur knappe 30 DIN-A5-Seiten umfaßt: das
Lesen der ganzen lohnt. JP2 wendet sich an die Völker Asiens, wo das katholische Christentum – bis auf
(Süd-) Korea – zahlenmäßig inexistent ist. Der höchste Anteil Katholiken Asiens war in Japan, bis
1945, als der Freimaurer Truman diesen durch die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki – „zufällig“ die
Städte mit dem höchsten Katholikenanteil – ermorden ließ. „Im Heiligen Geist sind jeder einzelne und
das ganze Volk durch das Kreuz und die Auferstehung Christi Kinder Gottes, Teilhaber der göttlichen Natur
und Erben des ewigen Lebens geworden.“ Falsch, nur die getauften Nachfolger Christi werden das ewige Leben
haben. Einmal abgesehen davon, daß JP2 sein Wort an Asien richtet, denn welches Volk und welcher „jeder
einzelne“ dort hat das ewige Leben? Direkt darauf: „Alle sind sie erlöst und berufen – ohne Unterschied
der Sprache, Rasse, Nation oder Kultur –, an der Herrlichkeit Jesu Christi teilzuhaben.“ Falsch, erneut
gilt: erlöst sind nur die Getauften, die Christus treu nachfolgen. Interessant, daß dieser Satz von
den Bischöfen der FSSPX nicht zitiert wurde; er drückt noch deutlicher die Anhänglichkeit an die Allerlösungslehre
aus als der Satz zuvor. Allen Katholiken morgen einen gesegneten Tag des Herrn wünsche ich.
#29 Sulpicius 17:54:02 | Samstag, 10. September 2005
@Catholicus JP II. hat für Menschen, die keinen Einblick in Theologie haben (können), aber oft so gehandelt,
als seien die Religionen weitestgehend gleich: Assisi, Korankuss, Schiva-Verehrung. Auch wenn er es nicht
so gemeint hat (das unterstelle ich ihm jetzt mal), hat er durch seine Handlungeneine Gleichwertigkeit
der Religionen in den Köpfen der Menschen verankert. Das ist schlimmer, als wenn irgendwo im Text, den
sowieso kein Mensch liest, eine Häresie auftritt. Seine diesbezüglichen Handlungen sind der große Fehler
im Pontifikat JP II., der viele Seelen verwirrt.
#28 Catholicus 16:50:42 | Samstag, 10. September 2005
@Marcel – Papstbotschaft an die Völker Asiens 21.02.1981 Mir steht besagtes Dokument in der zitierten
gedruckten Fassung zur Verfügung. Hier einige Sätze, um den näheren Kontext der Aussagen zu illustrieren:
„Meine Mission ist ihrer Natur nach religiös und spirituell. Wenn ich mich an alle Völker Asiens wende,
tue ich das nicht als Staatsmann, sondern als Diener und Apostel Jesu Christi und ‘Verwalter von Geheimnissen
Gottes’ (vgl. 1 Kor 4,1). Ich bin nach Asien gekommen, um Zeuge des Geistes zu sein, der in der Geschichte
der Völker und Nationen am Werk ist, der vom Vater und vom Sohn ausgeht und von dem geschrieben steht:
‘Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt,
nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat’ (Joh 3,16). Im Heiligen Geist sind jeder einzelne und
das ganze Volk durch das Kreuz und die Auferstehung Christi Kinder Gottes, Teilhaber der göttlichen Natur
und Erben des ewigen Lebens geworden. Alle sind sie erlöst und berufen – ohne Unterschied der Sprache,
Rasse, Nation oder Kultur –, an der Herrlichkeit Jesu Christi teilzuhaben. Die Frohbotschaft, welche Christus
verkündet hat und welche die Kirche weiterhin verkündet, muss, dem Willen des Herrn gemäß, ‘allen
Geschöpfen’ (Mk 16,15) und ‘bis an die Grenzen der Erde’ (Apg 1,8) verkündet werden.“
Kontext Catholicus schrieb: „zitieren Sie bitte den Absatz Ihres erwähnten Dokumentes, oder einen URL,
woraus mein Satz JP2s stammt.“ Ich bezog mich in meiner letzten Kritik auf die von Ihnen angegebene Darstellung!
Hochwürden, das ist deutlich geworden, aber Ihr erwähntes Originaldokument meinte ich, das Sie angaben
mit: „(in: Der Apostolische Stuhl 1983, S.275-281)“. Weil Sie doch vom wichtigen Kontext sprachen, ist
also der Gesamtkontext interessant, aus dem die Bischöfe der FSSPX JP2 zitierten – nach Ihrer Aussage
im falschen Kontext zitieren –, als sie schrieben: >> Auf diese Weise „sind jede Person und jedes Volk
im Heiligen Geist durch das Kreuz und die Auferstehung Christi Kinder Gottes geworden, Teilhaber an der
göttlichen Natur und Erben des ewigen Lebens“[18]. {…} [18] Johannes Paul II., Botschaft an die Völker
Asiens vom 21. Febr. 1981, DC Nr. 1804 vom 15. März 1981, S. 281. << Leider gibt es das Dokument auf
dem Vatican-Server nur auf italienisch. Gottes Segen! Danke.
#26 Catholicus 13:32:50 | Samstag, 10. September 2005
@Marcel Hochwürden, zitieren Sie bitte den Absatz Ihres erwähnten Dokumentes, oder einen URL, woraus
mein Satz JP2s stammt. Ich bezog mich in meiner letzten Kritik auf die von Ihnen angegebene Darstellung
www.fsspx.org/…ecum/kapitel%201.htm! Im übrigen habe ich meinen Ausführungen vorerst nichts hinzuzufügen
und überlasse sie einfach Ihrem (wohlwollenden) Nachdenken! Gottes Segen!
Sage mir, mit wem Du gehst, und ich sage Dir, wer Du bist Hochwürden, zitieren Sie bitte den Absatz Ihres
erwähnten Dokumentes, oder einen URL, woraus mein Satz JP2s stammt. Sie scheinen noch nicht die Dialektik
der V.II-Revolutiontheologen inkl. JP2 zu kennen: sie sagen A=1 und A=2 in einem Text. Ein X für ein
U. Kürzlich wurde in einem MB auf das Werk „Der theologische Weg JP2s zum Weltgebetstag der Religionen
in Assisi“ von J. Dörmann hingewiesen, der zeigt, daß JP2 Sympathien für die Allerlösung hegte: Alle
Menschen seien – wie von Rahner propagiert – für ihn „anonyme Christen“ und mit Gott verbunden, ob sie
dies wissen oder nicht, ob sie es wollen oder nicht. „Missionsarbeit“ heiße daher, die Tatsache des Erlöstseins
den Menschen bewußt zu machen, nicht etwa sie überhaupt erst zu ihrem Heil zu führen. Eine solche Lehre
wurde benötigt, damit man jenen „Dialog“ mit allen anderen Konfessionen/Religionen führen konnte, der
sich heute überall etabliert hat: Ökumenismus. Nur so versteht man, wie JP2 den Moslems zurufen „konnte“:
der hl. Johannes schütze den Islam! Weil JP2 sie alle für anonyme Christen hält. Man denke an die enge
Freundschaft JP2s mit den Häretikern Congar und Lubac. Lubac wurde 1983 von JP2 zum Kardinal erhoben,
nachdem er 33 Jahre zuvor unter Pius XII. Lehrverbot erhalten hatte, weil die Neuthologie Lubacs – inkl.
seiner „Allbegnadung“ (=Allerlösung ) – mit der katholischen Lehre bricht. Kein Zufall, daß Wojtyla
und Lubac auf dem V.II entscheidend die diesbezüglichen Texte von Gaudium et Spes ausarbeiteten…
#24 Catholicus 11:20:31 | Samstag, 10. September 2005
@Marcel Abschnitt bitte vollständig im Kontext lesen. Was nützt das, wenn in diesem Abschnitt aus päpstlichen
Schreiben und Botschaften eben nicht im Kontext zitiert wird? Z.B. wird der Satz Johannes Pauls II. als
Beweis für eine angebliche Allerlösungslehre angesehen: „Auf diese Weise ‘sind jede Person und jedes
Volk im Heiligen Geist durch das Kreuz und die Auferstehung Christi Kinder Gottes geworden, Teilhaber
an der göttlichen Natur und Erben des ewigen Lebens.’“ – Wenn ich im Originaldokument nachlese (in: Der
Apostolische Stuhl 1983, S.275-281), beschreibt der Papst dort den Weg, den die Verkündigung und Annahme
der Frohbotschaft in Asien genommen hat. Es handelt sich also dem wirklichen Kontext nach um jene, die
das Evangelium Christi durch seine Kirche angenommen und durch die Taufe das göttliche Leben empfangen
haben bzw. empfangen werden! – Lieber Athanasius, lieber Marcel und Ähnlichdenkende: Ihr verfälscht
sowohl den Wortlaut wie auch die Intention dessen, was Johannes Paul II. verkündet hat. Läutert Euer
Herz und seid nicht mehr länger „Wölfe im Schafspelz“, die uns ein X für ein U vormachen!
Lieber Marcel, nun pass mal auf, dass du den Theorien über Johannes Paul II. (wie sie J. Dörmann, ein
ehemaliger Schüler des heutigen Papstes, „systematisierte“) nicht auf den Leim gehst. Wenn Johannes Paul
II., was „Catholicus“ klar widerlegt hat, wirklich die „Allerlösungslehre“ vertreten würde, dann bräuchte
es keine Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit mehr, weil ja alles „automatisch“ zum Guten sich entwickelt.
Aber die Bitte um Barmherzigkeit prägt das Pontifikat Johannes Pauls II. von Anfang an (Enzyklika „Dives
in misericordia“) und erreichte mit der Heiligsprechung Sr. Faustynas im Hl. Jahr 2000 einen Höhepunkt.
Am Vorabend des Festes der Barmherzigkeit verstarb dieser große Heilige Vater. Wenn er an „Allerlösung“
glauben würde, hätte er nicht die Verehrung der Barmherzigkeit mit Ablässen bedacht. Am 25. August
war der 100. Geburtstag der bedeutenden Mystikerin und prophetischen Ordensfrau. Im fe-Verlag Kisslegg
erschien soeben zum Preis von nur 5,-€ eine vorzügliche Biographie der Heiligen aus der Feder des Kölner
Kaplans und theologischen Schriftstellers Ulrich Filler („Geschichte einer großen Sehnsucht“).
Die Allerlösung des JP2 Leider hing Papst JP2 der Allerlösungs-Häresie an, untrennbar verbunden mit
der Rahner-Häresie der „anonymen Christen“. Dies zeigen unzählige Reden des JP2 (er leugnete, daß Judas
mit Sicherheit in der Hölle sei) und seine Lehrschreiben. Als V.II-Dialektiker ist er schwer zu fassen.
Die FSSPX-Bischöfe machten sich die Mühe, seine 25 Jahre Pontifikat zusammenzufassen in diesem beachtlichen
Dokument: Vom Ökumenismus zur lautlosen Apostasie www.fsspx.org/…EtudeOecum/index.htm Der Text sei
jedem empfohlen, der offen für die Wahrheit ist! Übrigens legt die FSSPX großen Wert auf die Unterscheidung
zwischen einer materiellen Häresie (wie bei JP2) und einer formellen. Passender Auszug : >> 3. {…}
Dann wäre der Traum {JP2s} verwirklicht: „Alle Völker der Welt machen sich von verschiedenen Punkten
der Erde aus auf den Weg, um sich vor dem einen Gott als eine einzige Familie zu versammeln.“ {…} 4.
{Grundlage des Konzeptes liegt in der} Behauptung, Christus habe „‘sich in seiner Menschwerdung gewissermaßen
mit jedem Menschen vereinigt’ (GS 22), auch wenn dieser sich dessen nicht bewußt ist“. {JP2 erklärt},
daß die uns durch Christus gebrachte Erlösung allumfassend ist, und zwar nicht nur in dem Sinn, daß
sie für das gesamte Menschengeschlecht überfließend und jedem seiner Glieder im besonderen angeboten
ist, sondern vor allem, weil sie auf jeden einzelnen Menschen tatsächlich angewendet wird. << Abschnitt
bitte vollständig im Kontext lesen.
#21 Catholicus 10:00:29 | Samstag, 10. September 2005
@Athanasius Unter dem (sedisvakantistischen) „Athanasius-Link“, den Sie angegeben haben, findet sich auf
S.11 folgende „Interpretation“ der päpstlichen Aussagen in „Redemptor hominis“: „Durch die Menschwerdung
des Wortes wäre dann jeder Mensch mit der heiligmachenden Gnade versehen, da die menschliche Natur Anteil
an der göttlichen Natur gewonnen hätte. Die Folge dieser Theorie wäre, daß jeder Mensch ohne sein
eigenes Zutun und auch ohne seine eigene Zustimmung durch den einmaligen Akt der Menschwerdung Christi
gerechtfertigt, erlöst wäre.“ Diese Irrtümer, ja Häresien werden jedoch in der besagten Enzyklika
mitnichten behauptet. Es ist vielmehr eine verfälschende Interpretation des päpstlichen Dokuments durch
besagte Sedisvakantisten, welche hier zutage tritt. Klar, dass jemand, wenn er sich auf solche Interpretationen
stützt und sie für bare Münze nimmt, zu unhaltbaren Vorwürfen gegenüber der Rechtgläubigkeit päpstlicher
Dokumente und Aussagen kommen muss! Lieber Athanasius, bitte besinnen Sie sich und seien Sie im guten
Sinn maßvoll. Dazu gehört es, dem „Gegner“ nicht Dinge vorzuwerfen, die er nie behauptet hat. Noch besser
wäre es allerdings, Sie würden auch im nachkonziliaren Lehramt der Päpste nicht einen modernistischen
„Feind des Glaubens“ sehen, sondern das vom Geist Christi mit dem sicheren Charisma der Wahrheit ausgestattete
Amt des Stellvertreters Christi auf Erden aus ganzem Herzen anerkennen!
Allerlösungsmythos Wer glaubt, Papst Johannes Paul II. vorwerfen zu müssen, eine Allerlösungslehre
vertreten zu haben, möge bitte zuvor die von ihm „mit sicherem Wissen und kraft seiner apostolischen
Autorität“ bestätigte und zur Veröffentlichung angeordnete Erklärung der Glaubenskongregation (damals
noch geleitet vom heutigen Papst Benedikt XVI.!) „Dominus Iesus“ vom 6. August 2000 studieren. Die Behauptung,
Papst Johannes Paul II. habe eine wie auch immer geartete Allerlösungslehre vertreten, ist ein Mythos.
#19 Athanasius 23:31:00 | Freitag, 9. September 2005
– Die Allerlösungslehre von Johannes-Paul II. fand ich auf deutsch leider nur in „Athanasius“, einer
sedisvakantistischen Zeitschrift die auf S. 10 des folgenden Links die Allerlösungtheorie bespricht.
Zwar wird mir die „Todsünde“ aus solch ner Zeitschrift zu zitieren nicht vergeben, da können sie aber
eine haarfeine Analyse lesen. link-athanasius.de/…thanasius2001321.pdf Dass die Zeitschrift meinen Forumnamen
trägt ist reiner Zufall! Hier wird’s auch behandelt. www.sspx.ca/…bMar/Book_Review.htm Ich verstehe
„Redemptor Hominis“ sehr gut. Der Universalismus ist eine verurteilte Häresie und deswegen wurde auch
„für alle“ eingefügt.
#17 Catholicus 22:24:55 | Freitag, 9. September 2005
@Athanasius Das „Heil aller“ wird in „Redemptor hominis“ in dem Sinn angesprochen, wie es in 1 Tim 2,4
ausgedrückt ist: Gott „will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.“
Dass sich „der Sohn Gottes … in seiner Menschwerdung gewissermaßen mit jedem Menschen vereinigt“ hat
(RH 8; vgl. RH 13), ist auch nichts Häretisches. Ich verstehe nicht, wo hier die Erbsünde geleugnet
wird! Unterstellen wir Papst Johannes Paul II. nicht dort eine Irrlehre, wo jemand etwas nicht versteht!
#16 Athanasius 22:17:02 | Freitag, 9. September 2005
– @Catholicus: Über die interne Ausrichtung Johannes-Pauls II. bin ich mir nicht sicher, und natürlich
gibt es auch Taten seinerseits die implizieren könnten er glaube nicht daran. Das ändert aber nichts
an der Tatsache, dass die Irrlehre in Redemptor Hominis enthalten ist. Lesen Sie die Enzyklika mal über
das „Universale Heil aller Menschen“ und die „Einigung Christi mit jedem Menschen in seiner Menschwerdung“.
(Als gäbe es nicht die Erbsünde die bis zur hl. Taufe jedes heiligmachende Gnadenleben ausschliesst.)
Es bezeugt viel davon, dass JP II. glaubte auch Heiden und Juden seien gerettet durch Werke alleine. War
es nicht „Kardinal“ Urs von Balthasar, der behauptete die Hölle wäre leer? Wer war doch grösster Anhänger
des Irrlehrers Von Balthasar? Hinweis: ich war es nicht.
kreuz.net läßt sich offenbar weiter manipulieren, schade Na, was hat denn da Herr Justus eingesandt?
In der obigen „Jubelmeldung“ über eine „erkämpfte Gegendarstellung“ wird verschwiegen, um was es wirklich
ging. Um ein Nebengeleis, nämlich um eine Gegendarstellung, daß es sich beim Fenstersturz nicht um einen
Selbstmordversuch gehandelt hätte, sondern um einen Unfall, eine sogenannte „akute Belastungsreaktion“,
der weder eine bewußte Absicht noch eine willentliche Steuerung zugrunde gelegen haben soll. Auch hätte
der ehemalige Subregens keineswegs „bis weit nach Mitternacht mit seinen Gästen Wein“ getrunken. Was
lernen wir daraus? Die obige „Jubelmeldung“ hat mit dem skandal- und visitationsauslösenden Vorfällen
wenig zu tun. Komisch, daß kreuz.net nicht über alle rechtlich interessanten Belange berichtet. So wird
z. B. über einen brandaktuellen Beschluß des OLG Wien nicht berichtet, der feststellt, daß die Veröffentlichung
eines balkenlosen Fotos des ehemaligen Regens nicht rechtswidrig war. Wenn diese Argumentation auch in
den anderen Verfahren an Boden gewinnt, so scheinen die Chancen bei den restlichen Klagen gegen Profil
nicht besonders rosig zu sein. Wozu aber dann der ganze sinnlos-teure „Kampf“ um die eigene sexuelle Privatsphäre?
#14 Catholicus 21:26:43 | Freitag, 9. September 2005
@Athanasius … da es ihrer Allerlösungslehre widerspricht, jene Irrlehre die man leider auch in „Redemptor
Hominis“ von JP II. zurückfindet. Jetzt reicht’s! Den Heiligen Vater lassen wir katholischen Christen
uns nicht als „Irrlehrer“ beschimpfen, zumal sich in „Redemptor hominis“ für die häretische Allerlösungslehre
wirklich keine Grundlage findet. Ein bißchen Logik sei dem werten (Pseudo-)Athanasius auch empfohlen:
Wenn Johannes Paul II. tatsächlich die Allererlösungslehre vertreten hätte, warum gibt es dann von
ihm wiederholt klare Aussagen, wonach wir unser Heil sowohl mit Zuversicht, als auch mit Furcht und Zittern
wirken sollen? Warum hätte er dann in dem von ihm approbierten „Katechismus der Katholischen Kirche“
die Lehre der Kirche von der Todsünde und der Hölle deutlich zum Ausdruck gebracht? Bitte, wachen Sie
auf und kämpfen Sie nicht länger geben selbst konstruierte Feindbilder!
#13 Gotthard 21:26:24 | Freitag, 9. September 2005
Tragödie Der Abbruch des Projektes „Einheitsübersetzung“ ist ein echte Tragödie. Wenn wir deutschen
Christen uns im Wortlaut der Bibel nicht mehr verständigen können … Die Anhänglichkeit der evangelischen
Christen an ihre „Luther-Übersetzung“ kann ich aus dem Leben dieser Christen mit der Bibel verstehen…
es gibt nichts Vergleichbares bei uns Katholiken. Bis zur Liturgiereform bedurfte es keiner „katholischen
deutschen Bibelübersetzung“ im Gottesdienst. Der evangelische Gottesdienst lebte seit Jahrhunderten davon!
Es gab eine Vielzahl von Übersetzungen mit Imprimatur… Lehrer und Priester konnten nach eigenem „Geschmack“
eine aussuchen. Ich bin mit Leo Karrer groß geworden! Es bleibt die Aufgabe bestehen, eine deutsche ökumenische
Bibelübersetzung zu schaffen!
#12 Athanasius 21:03:17 | Freitag, 9. September 2005
–-- wird es wohl (endlich) auch im Deutschen wieder korrekterweise heißen dürfen „…das für euch und
für VIELE vergossen wird“. Huh! Irre dich nicht! Die Modernisten im Vatikan sowie in den deutschen Diözesen,
werden das nie tolerieren, da es ihrer Allerlösungslehre widerspricht, jene Irrlehre die man leider auch
in „Redemptor Hominis“ von JP II. zurückfindet. Wie sehr der falsche Ökumenismus noch regiert, beweist
der Besuch Benedikt XVI. an den schismatischen Patriarch von Konstantinopel. Das hat mit „Mortalium Animos“
(1928) von Papst Pius XI. nichts mehr zu tun! Jeder muss „Mortalium Animos“ gelesen haben um den Widerstand
der Treuen Katholiken gegen den Ökumenismus zu verstehen! Es geschieht nicht aus „persönliche Überzeugung“,
sondern auf Drängen des heiligmässigen Pius XI.!
Für euch und für viele Wenn die Instruktion der Gottesdienstkongregation „Liturgiam authenticam“ der
Anlass dafür war, dass die Protestanten das „Projekt“ Einheitsübersetzung haben platzen lassen, darf
man auf die projektierte Neuübersetzung des Missale Romanum gespannt sein: Sollte nämlich tatsächlich
auch die Nr. 63 der Instruktion zur Anwendung gelangen, derzufolge vor allem „die Übersetzungen der approbierten
Eucharistischen Hochgebete mit größter Sorgfalt zu erarbeiten (sind), vor allem hinsichtlich der sakramentalen
Formeln“, wird es wohl (endlich) auch im Deutschen wieder korrekterweise heißen dürfen „…das für
euch und für VIELE vergossen wird“. Bis dahin wird vielleicht so mancher (kryptoprotestantische) Liturgieexperte
schon längst das Weite gesucht haben…
@ Hans Mohrmann Ich kann Ihnen in jedem Wort nur zustimmen. Literarisch ist die Luther-Bibel unerreichbar.
Die katholischen Übersetzungen sind meistens Schrott.
#7 Gallowglas 15:03:09 | Freitag, 9. September 2005
schon seltsam … das die „Konkurenz“ IDEA zu den Meldungen „Gefeuert“ und „Heil Schröder“ ziemlich abweichenden
Inhalt bietet … „Wer es fassen kann, der fasse es.“
Hurra! Wer die Lutherbibel kennt (habe sie sozusagen in die Wiege gelegt bekommen) wer gequälte Versuch
von Neuübersetzungen kennt (Zinks „Bibel in heutigem Deutsch“, mit der meine liebe ehemals baptistische
Ehefrau gepeinigt wurde), und wer schließlich die schröcklichen „ökumenischen Gemeinschaftsübersetzungen“
(z.b. die „ökumenische Variante von Lukas 1, 28) in der sogenannten Einheitsübersetzungen kennt, kann
sich eigentlich nur wundern, warum da immer noch an einer Eiheitsübersetzung gebastelt wird. Soweit die
existierende Einheitsübersetzung „ökumenisch“ sein will ist sie doch nur ökumenisch im Sinne des kleinsten
gemeinsamen Nenners. Und dieser Nenner ist weder literarisch, noch theologisch und schon gar nicht liturgisch
brauchbar. Die Protestanten werden niemals „ihre“ Lutherbibel aufgeben, und sie tun damit das richtige,
denn sie ist von einzigartiger poetischer Qualität. Kunstwerke dieser Güte waren die katholischen Konkurrenzprodukte
nie, die Einheitsübersetzung schon gar nicht. Was not tut, wäre eine bewußt katholische Bibel, die
die theologische Präzision des lateinischen Katholizismus mit der mystischen Tiefe der Ostkirche verbindet,
in einer Sprache, die die poetische Kraft der Lutherbibel erreicht. Um das zu schaffen, braucht es keine
klugscheißerischen Professoren, sondern Heilige.
#5 wolfgang e. 12:45:49 | Freitag, 9. September 2005
ein Grund zu Feiern Jetzt können wir die Einheiz-Übersetzung endlich tatsächlich zum Einheizen benutzen,
wie es ihr gebürt (obwohl ich mich frage, ob etwas so wässriges gut brennt) und endlich wieder ordentlich
und richtig übersetzen. Vielen Dank an die Protestanten für ihren Ausstieg aus dem Projekt. Gleich zwei
Bitten an die Bischöfe: 1. Der Name Gottes: „Ich-Bin“ statt „Ich-Bin-Da“ (sonst versteht man nicht, dass
Christus sich mit Gott identifiziert, wenn er sagt: „Wisst ihr denn nicht, dass ichesbin?“) 2. „Gegrüße
seist Du Maria voll der Gnade“ statt „du begnadete“. „Begnaded“ sind wir alle durch die Taufe, voll der
Gnade ist nur Maria.
#4 MilesChristi 11:02:12 | Freitag, 9. September 2005
katholische Übersetzungen Es gab/gibt aber viele katholischen Bibelübersetzungen, die entweder noch
im Buchhandel zu finden sind (Kürzinger zB) oder antiquarisch erhältlich (Allioli, Mainzer „Grünwälder“-Bibel,
die ALTE Herder-Bibel – gerade wieder veröffentlicht), plus verschiedene NT-Übersetzungen (Karrer, etc.).
Die Einheitsübersetzung heißt meines Wissens allerdings so, nicht weil sie der Einheit zwischen Katholiken
und Protestanten dienen sollte, sondern weil ihr Ziel es war, allen Katholiken im deutschsprachigen Raum
eine einheitliche Bibelübersetzung anzubieten. Das NT wurde dann von Protestanten mitübersetzt; die
Betreiber des Projektes wollten in guter ökuMANISCHER Tradition erreichen, daß nur diese NT-Übersetzung
in der Hlg. Messe und in den protestantischen Versammlungen benutzt wird – die Katholische Kirche hat
das gemacht, die Protestanten aber nicht – noch ein Beispiel dafür, daß die Ökumania zum Verlust des
Katholischen führt, und daß die Protestanten „Ökumenismus“ als Aufgabe des Katholischen verstehen.
Ich finde die Sprache der EInheitsübersetzung einfach nicht schön. Gerade bei den Psalmen !! ist sie
zum Jammern.
EÜ nie richtig angekommen Die Protestanten sind von der Tradition stärker abhängig, als sie sich bewußt
sind. Im reformatorischen Überschwang wurde diese allenthalben über Bord geworfen, um sofort eine völlig
neue, diesmal minderwertigere zu bilden. Echte Wurzeln sind rar, die eigene Identität wackelt allenthalben.
Ein Teil der protestantischen Identität im deutschen Sprachraum ist die gewohnte Bibelsprache. Hierin
ist wohl der eigentliche Grund für die Ablehnung einer erneuten Zusammenarbeit zu suchen. Es fehlt den
Protestanten an Möglichkeiten, das eigene Profil darzustellen und sichtbar zu machen. Abgrenzung muß
der katholische Partner liefern, der Voraussetzung für die eigene Existenz ist. Die ewige Pupertät des
Protestantismus.
Einheitsübersetzung Die Einheitsübersetzung ist schlecht. Wer sich auch nur halbwegs mit alten Sprachen
beschäftigt hat, weiß das. Besser ist die Luther-Übersetzung. Warum die katholische Kirche in Deutschland
nie an einer eigenen Übersetzung gearbeitet hat ist mir schleierhaft. Die Protestanten haben zurecht
an ihrer Übersetzung festgehalten und diese Wischiwaschi Übersetzung nie in ihren Gottesdiensten benutzt.
Die Katholiken waren natürlich übereifrig und haben diese miese Übersetzung gleich für die liturgischen
Bücher benützt.
Das Verhängnis des Ökomenismus Die FAZ berichtet heute in Ihrem Leitartikel über den Abbruch der Gespräche
zur Einheitsübersetzung einschließlich eines unverschämten Kommentars. Schon bei der jetzt verwendeten
Einheitsübersetzung haben die protestantischen Kirchen faßt bis zum Schluß mitgearbeitet und sind dann
ausgestiegen. Seither verwendet die deutsche katholische Kirche eine an verschiedenen Stellen häretisch
durchsetzte Bibelübersetzung, während die Protestanten ihre eigene Lutherübersetzung verwenden. Der
jetzige Ausstieg aus der gemeinsamen Übersetzung sollte dazu verwendet werden, wieder zu einer wirklichen
katholischen Übersetzung zurückzukehren und alle weiteren Verhandlungen mit diesen Gemeinschaften zu
beenden. Alle Protestanten sind herzlich eingeladen, zu einzigen und wahren Kirche Jesu Christi, der Hl.
römisch-katholischen Kirche zurückzukehren, da sie sich in ihren Gemeinschaften „des Heiles nicht gewiß
sein können“ (Pius XII).