Benedikt XVI.
Faszinierender als Hugh Grant
Der päpstliche Privatsekretär ist die Person, mit der das Oberhaupt der Kirche wohl am meisten spricht. Inzwischen hat die Presse ein Auge auf ihn geworfen – und die Italienerinnen auch.
(kreuz.net, Vatikan) „Gänswein? Ein interessanter Mann, mit einem tiefen Blick. Schade, daß er für uns Frauen tabu ist“, bedauert eine Italienerin, die in unmittelbarer Nähe des Vatikans wohnt.

Sie wird in einem Bericht der deutschen Tageszeitung ‘Hamburger Abendblatt’ zitiert.

Eine andere Dame schwärmt: „Er hat wirklich Charisma, wie der Papst auch. Zusammen sind sie unschlagbar.“

Der Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., Mons. Georg Gänswein (48), ist gebürtiger Schwarzwälder. Er studierte in Freiburg und Rom, wo er für das Erzbistum Freiburg zum Priester geweiht wurde.

Freiburg ist eine Stadt im Südwesten Deutschlands.

Der promovierter Kirchenrechtler ist blond, 1.80 m groß und blauäugig. Er gilt als sportlich und war – wie berichtet wird – sogar Skilehrer.

Mons. Gänswein wurde im Jahre 1996 Sachbearbeiter der Glaubenskongregation für deutschsprachige Angelegenheiten. Nach fünf Dienstjahren erhielt er – wie im Vatikan üblich – den Titel des Monsignore.

2003 wurde Monsignore Gänswein der Privatsekretär des damaligen Präfekten der Glaubenskongregation. Nebenbei nahm er an der römischen Opus-Dei-Universität auch einen Lehrauftrag wahr.

Inzwischen füllen die italienischen Boulevardmagazine ihre Seiten mit dem Privatsekretär von Papst Benedikt XVI. Der Schatten des Heiligen Vaters wird auf Italienisch „Don Georg“ genannt.

Die italienische Ausgabe von „Vanity Fair“ verglich ihn Ende Juli mit dem Schauspieler George Clooney. Das Heft „Chi“ erklärte in heller Begeisterung: „Faszinierender als Hugh Grant.“

Die römische Tageszeitung „Corriere della Sera“ publizierte kürzlich eine Beilage über die Mitarbeiter des Heiligen Vaters. Das Foto von Monsignore Gänswein zierte dabei die Titelseite.

Auch ein Redakteur des „Corriere“ kam zum Ergebnis: „Er ist ein Symbol – zumindest in Italien.“

Der verstorbene Papst habe eher einem liebevollen Vater geglichen, der voll warmer Gesten für die Gläubigen war.

Dem neuen Papst werde in der Öffentlichkeit ein strengeres Image nachgesagt – auch wenn diejenigen, die ihn persönlich kennen, das Gegenteil erklären. Dennoch fabuliert der Journalist des ‘Corriere’ ungehemmt weiter:

„Die freundliche Ausstrahlung von Don Georg mildert die Strenge von Benedikt XVI.“

Mons. Gänswein wird von den Medien gerne als Gegenteil seines Vorgängers, Erbischof Stanislaw Dziwisz, beschrieben.

Dazu erklärt der Jesuit und Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan, Pater Eberhardt von Gemmingen, daß Mons. Gänswein dem tiefen Bedürfnis der Italiener für die „bella figura“ – das gute Erscheinungsbild – entspreche:

„Erzbischof Dziwisz war für jene, die ihn kannten, schon sichtbar. Aber er hielt sich mehr zurück. Ich nehme an, daß sich auch Mons. Georg Gänswein nicht aufdrängt. Aber er fällt nun mal auf, weil er groß ist und die Leute überragt und weil auch die Medien auf ihn aufmerksam gemacht haben. Damit schauen alle noch mehr hin.“

Fotoreporter warten darauf, daß Mons. Gänswein dem Heiligen Vater das Mikrofon justiert oder die verrutschte Brille zurechtrückt.

„Er ist auch der engste Vertraute des Papstes“, erklärt ein Journalist der römischen Tageszeitung „La Repubblica“:

„Der Sekretär des Papstes ist der Mensch, mit dem der Papst am meisten spricht – mit dem sich ein Papst aussprechen kann.“

Mit den Jahren wachse die Rolle eines Sekretärs. Wenn der Papst alt wird, kann sein Sekretär zu einer der mächtigsten Personen im Vatikan heranwachsen:

„Vergessen wir nicht, daß Schwester Pasqualina, die Haushälterin und Vertraute von Pius XII., ,die Päpstin’ – „la Papessa“ – genannt wurde.
      
6 Lesermeinungen
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#6   mariamagdalena76   21:09:09 | Montag, 11. September 2006
wirklich sexy
also ich finde pfarrer hin oder her mir gefällt georg gänswein er ist richtig sexy solche Männer müsste es mehr geben
kann man ihn schreiben oder wo gibts Autogramme??
weiss das jemand
grüsse an alle hier
maria
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#5   have a look   18:55:41 | Donnerstag, 22. September 2005
schön zu lesen
Ich finde es nett, dass mal so viele Pressestimmen zu Monsignore Gänswein zusammengetragen werden.
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#4   roemkath   18:37:09 | Sonntag, 11. September 2005
@kreuz.net
Wollen Sie sich wirklich an diesem oberflächlichen Personenkult um Mons. Georg Gänswein beteiligen? Na bitte. Ich finde aber, er hat besseres verdient!
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#3   Benedikt   14:28:50 | Sonntag, 11. September 2005
Naja…
…ich hab schon gehört, das die Aufdringlichkeit einiger Verehrerinnen mittlerweile durchaus ein Problem ist…
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#2   Toby   11:40:19 | Sonntag, 11. September 2005
Irgendwie peinlich …
… die Qualität eines Menschen nur nach seinem Äußeren ausmachen zu wollen.
Der Mann scheint aber durchaus auch innere Qualitäten zu haben und vor allem ein guter Theologe und frommer Mann zu sein.
Über seine Theologie erfährt man hier inhaltlich aber leider nichts.
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#1   Beobachterin   10:43:25 | Sonntag, 11. September 2005
Prima!
Ich als Frau mag gutaussehende Männer überall – und natürlich auch in einer hohen Funktion in der katholischen Kirche. Mehr davon :-)
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