10:32:22 | Sonntag, 11. September 2005
Benedikt XVI.
Der päpstliche Privatsekretär ist die Person, mit der das Oberhaupt der Kirche wohl am meisten spricht. Inzwischen hat die Presse ein Auge auf ihn geworfen – und die Italienerinnen auch.
(kreuz.net, Vatikan) „Gänswein? Ein interessanter Mann, mit einem tiefen Blick. Schade, daß er für
uns Frauen tabu ist“, bedauert eine Italienerin, die in unmittelbarer Nähe des Vatikans wohnt.
Sie wird
in einem Bericht der deutschen Tageszeitung ‘Hamburger Abendblatt’ zitiert.
Eine andere Dame schwärmt:
„Er hat wirklich Charisma, wie der Papst auch. Zusammen sind sie unschlagbar.“
Der Privatsekretär von
Papst Benedikt XVI.,
Mons. Georg Gänswein (48), ist gebürtiger Schwarzwälder. Er studierte in Freiburg
und Rom, wo er für das Erzbistum Freiburg zum Priester geweiht wurde.
Freiburg ist eine Stadt im Südwesten
Deutschlands.
Der promovierter Kirchenrechtler ist blond, 1.80 m groß und blauäugig. Er gilt als sportlich
und war – wie berichtet wird – sogar Skilehrer.
Mons. Gänswein wurde im Jahre 1996 Sachbearbeiter der
Glaubenskongregation für deutschsprachige Angelegenheiten. Nach fünf Dienstjahren erhielt er – wie im
Vatikan üblich – den Titel des Monsignore.
2003 wurde Monsignore Gänswein der Privatsekretär des damaligen
Präfekten der Glaubenskongregation. Nebenbei nahm er an der römischen Opus-Dei-Universität auch einen
Lehrauftrag wahr.
Inzwischen füllen die italienischen Boulevardmagazine ihre Seiten mit dem Privatsekretär
von Papst Benedikt XVI. Der Schatten des Heiligen Vaters wird auf Italienisch „Don Georg“ genannt.
Die
italienische Ausgabe von „Vanity Fair“ verglich ihn Ende Juli mit dem Schauspieler George Clooney. Das
Heft „Chi“ erklärte in heller Begeisterung: „Faszinierender als Hugh Grant.“
Die römische Tageszeitung
„Corriere della Sera“ publizierte kürzlich eine Beilage über die Mitarbeiter des Heiligen Vaters. Das
Foto von Monsignore Gänswein zierte dabei die Titelseite.
Auch ein Redakteur des „Corriere“ kam zum
Ergebnis: „Er ist ein Symbol – zumindest in Italien.“
Der verstorbene Papst habe eher einem liebevollen
Vater geglichen, der voll warmer Gesten für die Gläubigen war.
Dem neuen Papst werde in der Öffentlichkeit
ein strengeres Image nachgesagt – auch wenn diejenigen, die ihn persönlich kennen, das Gegenteil erklären.
Dennoch fabuliert der Journalist des ‘Corriere’ ungehemmt weiter:
„Die freundliche Ausstrahlung von Don
Georg mildert die Strenge von Benedikt XVI.“
Mons. Gänswein wird von den Medien gerne als Gegenteil
seines Vorgängers,
Erbischof Stanislaw Dziwisz, beschrieben.
Dazu erklärt der Jesuit und Leiter der
deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan, Pater Eberhardt von Gemmingen, daß Mons. Gänswein dem
tiefen Bedürfnis der Italiener für die „bella figura“ – das gute Erscheinungsbild – entspreche:
„Erzbischof
Dziwisz war für jene, die ihn kannten, schon sichtbar. Aber er hielt sich mehr zurück. Ich nehme an,
daß sich auch Mons. Georg Gänswein nicht aufdrängt. Aber er fällt nun mal auf, weil er groß ist und
die Leute überragt und weil auch die Medien auf ihn aufmerksam gemacht haben. Damit schauen alle noch
mehr hin.“
Fotoreporter warten darauf, daß Mons. Gänswein dem Heiligen Vater das Mikrofon justiert
oder die verrutschte Brille zurechtrückt.
„Er ist auch der engste Vertraute des Papstes“, erklärt ein
Journalist der römischen Tageszeitung „La Repubblica“:
„Der Sekretär des Papstes ist der Mensch, mit
dem der Papst am meisten spricht – mit dem sich ein Papst aussprechen kann.“
Mit den Jahren wachse die
Rolle eines Sekretärs. Wenn der Papst alt wird, kann sein Sekretär zu einer der mächtigsten Personen
im Vatikan heranwachsen:
„Vergessen wir nicht, daß Schwester Pasqualina, die Haushälterin und Vertraute
von Pius XII., ,die Päpstin’ – „la Papessa“ – genannt wurde.
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#4
roemkath 18:37:09 | Sonntag, 11. September 2005
#3
Benedikt 14:28:50 | Sonntag, 11. September 2005
#2
Toby 11:40:19 | Sonntag, 11. September 2005