Der Grund, warum ich den US-Pressesprecher der Legion Christi anrief, war die Tatsache, daß der Verlag ‘Sophia Institute Press’ kürzlich das Buch ‘Christus ist mein Leben’ des Gründers der Legion publiziert hatte. Von Michael Rose, Web-Herausgeber der ‘New Oxford Revue’.
(kreuz.net) Es handelt sich um ein 304seitiges Werk, das sich als ein offenes Interview mit Jesús Colina,
einem katholischen Journalisten der römischen Nachrichtenagentur Zenit ausgibt. ‘Zenit’ gehört der Legion
Christi.
Das Buch wurde als Propagandatraktat kritisiert, der dazu dient, um für die Legion Christi
neue Kandidaten zu rekrutieren.
Die Tatsache, daß die Legion kurz vor ihrem Chicago-Festival 16.000
Exemplare des Buches aufkaufte, verleiht dieser Behauptung einige Glaubwürdigkeit.
Ich wurde gebeten,
dieses Buch für eine US-amerikanische Zeitung zu rezensieren.
‘Christus ist mein Leben’ ist ein Werk,
das vor allem mit frommen Platitüden gefüllt ist und einen geringen geistlichen oder theologischen Tiefgang
besitzt.
Nachdem ich das Buch gelesen hatte, entdeckte ich, daß ehemalige Mitglieder der Legion das
offensichtlich autobiographische Werk beschuldigen, eine Reihe von Fabrikationen zu enthalten und eine
selbstgestrickte Heiligenlegende zu sein.
Der Interviewer ist Mitglied von Regnum Christi. Er ist kein
unabhängiger Journalist, sondern ein Angestellter der Legion. Außerdem werden die dargestellten historischen
Fakten von vielen ehemaligen Mitgliedern der Legion bezweifelten.
Darum erschien es mir, daß ich durch
eine Rezension wenig anzubieten hätte.
Mehr noch.
Die Tatsache, daß die Homepage der Legion das Buch
als das „sich am besten verkaufende katholische Buch auf dem gegenwärtigen Buchmarkt“ anpries, ermutigte
mich nicht.
‘Christus ist mein Leben’ wurde auch darum zu einem sogenannten Bestseller, weil die Legion
Christ selber 16.000 Exemplare des Werkes aufkaufte, um sie gratis zu verteilen. Das ist eine Marketing-Technik,
die nach Täuschung riecht.
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