Martyrologium überarbeitet + Heilung mit adulten Stammzellen + Rapider Einbruch der Katholikenzahlen in Deutschland + Zeremonie für homosexuelle Paare + Von Delphinen gerettet
Martyrologium überarbeitet
Vatikan. Die vatikanische Liturgiekongregation wird sich am 4. Dezember,
anläßlich ihres alljährlichen Studientages, dem römischen Martyrologium zuwenden. Eine zweite Auflage
des Textes ist geplant. Da die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils, ‘Sacrosanctum Concilium’,
am 4. Dezember 1963 promulgiert wurde, organisiert die Gottesdienstkongregation alljährlich zum „Geburtstag“
des Dokuments einen Studientag zu einem liturgischen Thema. Heuer steht er unter dem Titel „Das römische
Martyrologium: Theologie, Liturgie und Heiligkeit“. Das römische Martyrologium ist das offizielle Register,
das alle Märtyrer der Kirche nach ihren Festtagen auflistet und Details aus ihrem Leben berichtet.
Heilung
mit adulten Stammzellen
Brasilien. Der 54-jährigen Brasilianerin Maria da Graça Pomeceno wurden nach
einem Schlaganfall mit Halbseitenlähmung adulte Stammzellen eingespritzt. Nach 17 Tagen begann sie wieder
zu gehen und zu sprechen. Dies bestätigte am 19. November der Direktor des Spitals ‘Pro-Cardiaco’ in
Rio de Janeiro, Hans Fernando Dohmann. Die Behandlung wurde erstmals „als Experiment“ durchgeführt. Das
gleiche Verfahren soll nun 14 weiteren Patienten helfen. Die medizinische Verwendung von adulten Stammzellen
stellt ethisch kein Problem dar. Für die Gewinnung adulter Stammzellen muß kein Mensch im embryonalen
Stadium getötet werden.
Rapider Einbruch der Katholikenzahlen in Deutschland
Deutschland. Gemäß einer
von der Deutschen Bischofskonferenz am 3. November veröffentlichten Statistik gab es 2003 in Deutschland
ungefähr 26.160.000 Katholiken. Das sind 300.000 Katholiken weniger als im Jahr zuvor. In den Diözesen
des Ostens, das heißt, Berlin, Dresden, Erfurt, Görlitz, Magdeburg und einem Teil der Erzdiözese Hamburg,
hat sich die Zahl der Katholiken von einer Million auf 903.000 verringert. Der Anteil der Katholiken ist
in ganz Deutschland von 32,1% der Gesamtbevölkerung auf 31,7% zurückgegangen. Bei den praktizierenden
Katholiken ist der Einbruch weniger ausgeprägt. Der durchschnittliche Meßbesuch ist von 4 Millionen
auf 3.980.000 gefallen, was einem Anteil von 15,2% praktizierender bzw. 84,8 % nichtpraktizierender Katholiken
entspricht. In den 15,2% sind sogenannte ‘Gelegenheitsbesucher’ enthalten. Die Zahl der Katholiken, die
jeden Sonntag praktizieren, wird mittlerweile auf unter 10% geschätzt. Auch die Zahl der Kirchenaustritte
ist gestiegen: von 119.405 im Jahr 2002 auf 129.600 im vergangenen Jahr. Dagegen gab es im letzten Jahr
ungefähr 8.500 Neueintritte. Am Einbrechen sind auch die Priesterzahlen. Den 16.777 Priestern im Jahr
2002 standen ein Jahr später 16.523 Priester gegenüber.
Zeremonie für homosexuelle Paare
Schweiz.
Im Kanton Zürich bietet die evangelisch-reformierte Kirche seit dem 1. Oktober 1999 versuchsweise liturgische
Feiern für homosexuelle Paare an. Der Versuch war auf vier Jahre angelegt und ist nun abgeschlossen.
Am Dienstag entschied die Synode des Kantons Zürich, die Rituale nun definitiv anzubieten. In den vergangenen
vier Jahre wünschten sich nur zehn Paare im Kanton Zürich, von einem evangelisch-reformierten Pfarrer
eingesegnet zu werden.
Von Delphinen gerettet
Neuseeland. Am 30. Oktober haben einige Delphine laut
Presseberichten vier Neuseeländer vor einem Haifisch beschützt. Aus heiterem Himmel hätten die Tiere
einen dichten Kreis rund um die ahnungslosen Schwimmer gebildet. Erst bei einem Fluchtversuch aus dem
Schutzkreis hätten die Sportsleute die Anwesenheit eines Haies bemerkt. Nach einer Weile, habe sich der
Hai zurückgezogen und die Erschreckten seien ans Ufer zurückgekehrt. Neuseeland ist ein Inselstaat im
Pazifischen Ozean, etwa 2000 km südöstlich von Australien.
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