Protestantismus
Einen Kurzkatechismus für Frau Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann
Eine Gruppe katholischer Weblogger sandte kürzlich einer evangelischen Landesbischöfin in Deutschland ein Exemplar des ‘Kompendiums des Katechismus der Katholischen Kirche’. Die Protestantin hatte sich durch ihre Unkenntnis des katholischen Glaubens blamiert.
(kreuz.net) Die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche von Hannover, Margot Käßmann, äußerte sich im August in einem Interview negativ über den Ablaß.

Frau Käßmann sprach am 23. August mit der protestantischen Nachrichtenagentur ‘idea’. Anlaß des Gesprächs war der Ablaß, den Papst Benedikt XVI. anläßlich des Weltjugendtags allen Teilnehmern gewährte.

Die Bischöfin erklärte dazu, daß die Menschen nach reformatorischem Verständnis nicht von Sünden freigesprochen werden könnten: „Wir sind ganz auf die Gnade Gottes angewiesen.“

Der Kommentar der Landesbischöfin weckte den Widerspruch einiger katholischer Weblogger. Ein Weblog – oder kurz Blog – ist ein Online-Tagebuch, wo Personen, die sich selber als Blogger bezeichnen, ihre Gedanken und Meinungen ins Internet stellen. Die einzelnen Einträge werden in chronologischer Reihenfolge veröffentlicht.

Die Weblogger stellten fest, daß der Ablaß nach katholischer Lehre keine Sünden vergibt, sondern die zeitlichen Sündenstrafen tilgt.

Die zeitlichen Sündenstrafen sind die Genugtuung, welche der Christ für jene Sünden leisten muß, die ihm in der Beichte bereits vergeben wurden.

„Vielleicht hat Frau Käßmann nur mißverständlich formuliert. Vielleicht hat sie aber auch die katholischen Konzepte von Beichte und Ablaß verwechselt“, spekuliert ein Weblogger.

Ein anderer erklärte, daß die Unkenntnis der Positionen der Gegenseite im ökumenischen Dialog leicht zu unnötigen Spannungen führen könne.

Darum beschlossen die Weblogger, der Landesbischöfin ein Exemplar des kürzlich erschienenen ‘Kompendiums des Katechismus der katholischen Kirche’ zuzusenden:

„Wir als Katholiken wollen Frau Käßmann als Mitchristin helfen, den katholischen Glauben besser zu verstehen.“

Im Begleitbrief zur Buchsendung erklären sie, daß man sich keineswegs über die Landesbischöfin lustig machen wolle oder sie bloßzustellen gedenke:

„Wir wollen Sie, unsere Mitchristin, mit diesem Geschenk einladen, unseren Glauben besser kennen zu lernen“, heißt es im Brief.

Frau Käßmann reagierte auf die Initiative eher gereizt.

Am 7. September ließ sie über ihre persönliche Referentin ausrichten, daß sie die Internetseite „Katechismus für Bischöfin Käßmann“ schlicht geschmacklos finde:

„Sie können davon ausgehen, daß Frau Dr. Dr. h.c. Käßmann sich in ökumenischen Fragen gut auskennt und Ihrer Nachhilfe an dieser Stelle nicht bedarf“ – heißt es in der Stellungnahme der Referentin.

Der Katechismus kam postwendend zurück.
      
22 Lesermeinungen
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#23   Toby   08:18:14 | Sonntag, 11. September 2005
@ Miles Christi
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das mit der Isis-Statue doch Frau Jepsen war. Leider kann ich dazu aber keine Quellenangabe machen.
Mit einigem Grauen erinnere ich mich auch noch an das schreckliche Pressefoto von 1998, auf dem zu sehen ist, wie Kardinal Ratzinger bei einem Besuch in Hamburg gemeinsam mit Frau Jepsen den Segen spendet …
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#21   MilesChristi   22:26:09 | Samstag, 10. September 2005
Isis
Ich glaube, die Besitzerin der Isis-Statue ist doch die Käßmann. Als das publik wurde hat sie sich irgendwie zu rechtfertigen versuchen. Jepsen geht noch weiter in der Häresie, sie verteidigt zB die Segnung von homosexuellen Paaren. Es gab mehrere ökumenische „Gottes“dienste, wo Prälaten Seite an Seite mit der Häretikerin zussammentrafen (darunter der damalige Kardinal Ratzinger).
Käßmann war jahrelang führendes Mitglied des kommunistisch verseuchten Weltrats der Kirchen.
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#20   virOblationis   21:49:24 | Samstag, 10. September 2005
theol. Fachkenntnisse
Wenn ich mich recht entsinne, entgleiste Fr. Käßmann vor einigen Jahren schon einmal im Fach Bibelkunde, als sie nämlich meinte, die Zeugung des Heilands durch den Heiligen Geist sei in nur einem Ev. bezeugt.
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#19   Sulpicius   21:18:31 | Samstag, 10. September 2005
Frauen…
…mit kurzen Haaren sind mir sowieso ein Greul! Haben wohl ein Problem mit ihrer Weiblichkeit. :-)
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#18   Gotthard   20:05:31 | Samstag, 10. September 2005
Behauptungen
(wird nicht auch behauptet, kurti sei schwul?)
mit Behauptungen kannst Du jeden fertig machen … das ist einfach hinterhältig…
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#17   Toby   20:01:19 | Samstag, 10. September 2005
Jepsen
Das mit der Isis-Statue ist Bischöfin Jepsen und nicht Bischöfin Käßmann. Wer weiß, was sie auf ihrem Schreibtisch stehen hat …
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#16   Kurti   19:50:56 | Samstag, 10. September 2005
Kässmann
Von Frau Kässmann ist man das schon gewähnt, dass sie sich regelmässog druch unqualifizierte Äusseungen zum katholschen Glauben äussert. Da Kreuz als christliches Symbol scheint ihr auch nicht wichtig zu sein. Es wird ja auch behauptet sie habe in ihrem Arbeitszimmer eine Statue von Isis.
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#15   Gotthard   19:47:07 | Samstag, 10. September 2005
@ Römisch-Katholisch: @Gotthard
Du beziehst Dich auf den Bericht im Pfarrblatt …mehr steht mir ja nun nicht zur Verfügung. Aus diesem Bericht sind Deine Schlussfolgerungen nun nicht herzuleiten …
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#14   Beatrix   18:30:48 | Samstag, 10. September 2005
@ Romulus: Ich kenne den Unterschied zwischen Jepsen und Käßmann nicht!
Wäre nett, wenn Sie ihn erklären könnten.

Es ist schon eine dreiste Aktion, obwohl sie in der Sache richtig ist.
Und wenn Frau Käßmann dies nicht lustig findet, ist es ihr gutes Recht.
Aber selbst in dem Fall wäre sie trotzdem besser beraten gewesen, entweder gar nicht oder ein wenig „erhabener“ zu reagieren, aber so hat sie der Aktion (die gewiß nicht so brüderlich gemeint war, wie von den Urhebern dargestellt) zu großer Popularität verholfen und sich selbst ein Eigentor geschossen, das ihren offensichtlichen Karriereambitionen als EKD-Chefin (nachdem sie vor zwei Jahren gescheitert ist) nicht unbedingt zuträglich sein wird.
Ich jedenfalls lache sehr herzlich über die ganze Sache…
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#13   Römisch-Katholisch   18:07:00 | Samstag, 10. September 2005
@Gotthard
Im Gegensatz zu dir kenne ich das Pfarrblatt der Stadt Luzern sehr gut, da ich jede Ausgabe erhalte.
Im Übrigen geht es nicht nur um den Beitrag im Pfarrblatt, sondern um ihren Vortrag generell, den du ja wohl kaum gehört hast.
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#12   sttn   17:53:07 | Samstag, 10. September 2005
Ergänzung zum Artikel
Das Weblog um das es sich handelt ist unter www.fonolog.com www.fonolog.com/ zu erreichen.
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#11   Benedikt   17:36:36 | Samstag, 10. September 2005
@ Toby…
Mich verwundert die Reaktion nicht… typisch verbiestertes Protestantentum ;-))
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#10   methusalix †   17:29:15 | Samstag, 10. September 2005
@Toby
Richtig lustig wäre es doch nur gewesen, wenn sie Kardinal Meisner diese Lutherbibel zugesandt hätte! Aber sie hat anscheinend mehr Takt gefühl als einige von unseren Hau-drauf-Katholiken hier. Er hätte sich ja, angesichts dieses Höllenstücks in der Hand, möglicherweise zu tode erregt.
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#9   Gotthard   17:22:33 | Samstag, 10. September 2005
@r-k
Dieses Pfarrblatt ist, wie die Kirchgemeinde in der Stadt auch, eher antikirchlich eingestellt.
Die angebliche „antikirchliche Einstellung“ des angegebenen Pfarrblattes wird allerdings aus dem Bericht über den Vortrag von Frau Bischöfin Käsmann nicht deutlich.
Es wird auch nicht deutlich, dass sie angeblich von der katholischen Kirche nichts verstehen soll.
Deine Aussagen stehen also im luftleeren Raum …
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#8   Römisch-Katholisch   16:17:29 | Samstag, 10. September 2005
Frau Bischöfin und die Ökumene
Der Lehrstuhl der Dogmatik der Theologischen Fakultät der Universität Luzern bot dieses Frühjahr schon zum dritten Mal eine sog. Otto-Karrer-Vorlesung statt. Da geht es immer irgendwie um Ökumene. Im Jahre 2004 sprach Karl Kardinal Lehmann in der Jesuitenkirche und in diesem Jahr war es die Frau Landesbischöfin Kässmann, die am 26. April sprach. Ich möchte nicht gross kommentieren, was sie gesagt hat, nur, dass sich mit dieser Eindruck bestätigt, dass sie nicht viel von der katholischen Kirche versteht. Im folgenden Link einen Beitrag, der danach im Pfarrblatt der Stadt Luzern erschienen ist. Dieses Pfarrblatt ist, wie die Kirchgemeinde in der Stadt auch, eher antikirchlich eingestellt. www.unilu.ch/…iblattLU_TF_6103.pdf
Unter dem zweiten Link ist ein Interwiev, welches in der ebenfalls antikirchlichen „Neuen Luzerner Zeitung“ am 6. Mai 2005 erschienen ist. Hier kommt meiner Meinung nach auch klar zum Ausdruck, dass Frau Landesbischöfin nicht viel von der katholischen Kirche versteht. www.unilu.ch/…n_NeueLZ_TF_6103.pdf
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#7   Toby   13:46:14 | Samstag, 10. September 2005
Humorlos
Ich hätte Frau Käßmann etwas mehr Humor zugetraut. Als Fernsehgast und bei Kirchentagen gibt sie sich immer sehr jovial, lächelnd, gut gelaunt, geschwisterlich … und jetzt sooo böse und gereizt. Sie hätte ja beispielsweise ‘ne Lutherbibel zurückschicken können oder so …
Im Übrigen ist es in der Tat sehr erstaunlich, wie wenig protestantische Religionsdiener auch nach Jahrzehnten praktizierter Ökumene das Wesen der katholischen Religion kennen. Im letzten Jahr des Bonifatius-Jubiläums schrieb beispielsweise EKD-Chef Huber in einem Beitrag, dass Protestanten die Heiligen im Unterschied zu den Katholiken nicht anbeten, sondern allenfalls als Vorbilder verehren! Super Ökumene!
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#6   Justus   13:44:15 | Samstag, 10. September 2005
Glaubenswissen
Dass eine evangelische „Bischöfin“ nicht weiß, was ein Ablass bewirkt, ist – zumal im vielgepriesenen Zeitalter der Ökumene – schade, aber verzeihlich.
Wirklich schlimm ist hingegen, dass viele katholische Religionslehrer(innen), Pastoralassistent(innen) und Priester(Gott sei Dank keine …innen) über ebenso wenig oder gar noch weniger Glaubenswissen verfügen: Die Beichte reduzieren viele darauf, dass „Gott uns so annimmt, wie wir sind“, und aus dem allerheiligsten Altarssakrament wird „Jesus im heiligen Brot“.
Frau Käßmann hätte gut daran getan, den Katechismus – wenn sie ihn schon nicht haben will – beim nächsten ökumenischen Gespräch einem ihrer katholischen „Kollegen“ dezent in die Hand zu drücken…
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#5   Romulus   13:31:38 | Samstag, 10. September 2005
@ Bonaventura
Im Zeichen des Kreuzes sei schon soviel Schlimmes geschehen. Sie wünsche sich beispielsweise einen Hügel mit spielenden Kindern und einem Regenbogen.
Das war nicht Frau Käßmann, sondern meiner Erinnerung nach Frau Jepsen. Und zwischen Käßmann und Jepsen liegen Welten.
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#4   Bonaventura   12:47:04 | Samstag, 10. September 2005
Volltreffer Frau Käßmann!
Also ich muss sagen, dass ich es durchaus gut fand as diese Internetuser Frau Käßmann den Katechismus haben zukommen lassen, denn das bei dieser Dame ein genereller Nachholbedarf in der Theologie besteht ist unleugbar!
Frau Käßmann disqualifiziert sich ja am laufenden Band mit ihren doch etwas seltsamen Äusserungen.
Man denke nur an ein Interview im letzten Jahr mit der Deutschen Tagespost, in dem sie sagte das Kreuz sei nicht mehr das der Zeit entsprechende Symbol der Christen. Im Zeichen des Kreuzes sei schon soviel Schlimmes geschehen. Sie wünsche sich beispielsweise einen Hügel mit spielenden Kindern und einem Regenbogen.
Muss man denn da noch mehr zu sagen?
Frau Käßmann, Setzen! Sechs!
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#3   Romulus   11:27:34 | Samstag, 10. September 2005
Unverschämtheiten und Ablass
Die Blogger haben sich Fr. Käßmann gegenüber ungehörig und ungehobelt benommen. Das gehört sich nicht. Scheinbar waren das vielleicht noch Leute, die ihren WJT-Drall noch nicht ausgepennt hatten. Selbst erklären wäre gescheiter gewesen, ihr Super-Blogger! Ihr habt dem Katholizismus einen Bärendienst erwiesen.
Nochmals Ablass mit einfachen Worten erklärt, dass es jeder kapiert:
Das Tempo ist auf 60 km/h begrenzt. Du fährst 85 km/h. Die Polizei blitzt dich. Strafe: 100 Euro und ein Punkt in Flensburg. Du bezahlt die 100 Euro (= entspricht der Beichte, die Sache ist erledigt.) Die Punkte bleiben stehen bis sie verfallen sind. So und jetzt gibt es übertragen auf den Katholizismus die Möglichkeit die Punkte „abzutragen“ und dazu dient der Ablass.
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#2   Marcel   11:22:41 | Samstag, 10. September 2005
Ökumenismus versus Katholizismus
im überigen geht die aussage der referentin am ziel vorbei es hat ja niemand behaupten frau käßmann wwürde sich in der ökumene nicht auskennen sondern im kath glauben
Die Referentin ging zwar am Ziel der katholischen Postsendung vorbei, aber sie schnitt das Problem – unfreiwilligerweise! – sehr gut an: die Tatsache, daß die größten Ökumeniker sich am wenigsten mit dem katholischen Glauben auskennen. Das ist vor allem auf katholischer Seite so (Mgr. Kasper, usw.).
Andersherum formuliert: je besser jemand den katholischen Glauben kennt, desto stärker lehnt er den Ökumenismus ab und desto klarer spricht er sich für die einzig möglichen Ökumene aus: die Rückkehr bzw. Eingliederung in die eine heilige katholische Kirche, die die Kirche Christi ist.
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#1   ottaviani   11:15:38 | Samstag, 10. September 2005
naja
ich finde es schade wie die dame reagiert im überigen geht die aussage der referentin am ziel vorbei es hat ja niemand behaupten frau käßmann wwürde sich in der ökumene nicht auskennen sondern im kath glauben
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