Kinderabtreibung
„Wir zeigen Bilder abgetriebener Kinder“
Kürzlich unterbrach die schwedische Polizei eine Demonstration gegen die Abtreibung, bei der Bilder von Abtreibungsopfern gezeigt wurden. Die Darstellungen würden Passanten schockieren, meinte der mitleidige, zuständige Beamte.
(kreuz.net, Stockholm) Anfang Juli versammelten sich Lebensschützer in Stockholm zu einer Demonstration. Stockholm ist die schwedische Hauptstadt. Sie liegt im Süden des Landes an der Ostsee.

Die Demonstration war als Trauerkundgebung angemeldet. Sie wurde vom ‘Zentrum für bioethische Reform’ organisiert.

Die schwarz gekleideten Lebensrechtler zeigten vier Plakate mit großformatigen Abbildungen abgetriebener Kinder. Auf den Transparenten waren Aussagen zu lesen wie: „Ich wollte glauben, daß du ein Teil meines Körpers bist – vergib mir.“

Die Reaktion der Passanten war erwartungsgemäß unterschiedlich – von freundlich ermutigend bis grobschlächtig abschätzig. Dies berichteten die kanadischen Lebensrechtsnachrichten ‘LifeSiteNews’ Ende August.

Nach Angaben der Lebensrechtler sei die zornigste Reaktion von einer christlichen Krankenschwester gekommen. Sie habe behauptet, daß sowieso jedermann wisse, wie ein abgetriebenes Kind aussehe.

Es sei herzlos und grausam die Bilder in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Eine Gruppe 12-15jähriger anarchistisch geprägter pubertierender Mädchen habe sich sehr lange aufgehalten, um zu diskutieren.

Bereits nach wenigen Stunden wurde die Trauerkundgebung von der Polizei jählings gestoppt. Der zuständige Beamte rechtfertigte das Demonstrationsverbot damit, daß die Bilder die Passanten schockieren würden.

Die Lebensrechtler besaßen eine schriftliche Genehmigung für den Trauerzug. Einer der Verantwortlichen erklärte, daß die Begründung des Polizisten fadenscheinig sei: „Das ist nichts anderes als eine Einschränkung unserer demokratischen Rechte.“

Das Bilderverbot sei ein schwerer Schlag gegen die Redefreiheit: „Abbildungen sind unser bestes und mächtigstes Argument.“

Die Gruppe zeige diese Bilder aus zwei Gründen, erklärte der Lebenrechtler:

„Erstens wollen wir sichtbar machen, daß ungeborene Kinder richtige Menschen sind. Und zweitens wollen wir zeigen, daß die Abtreibung gegen diese Kleinen eine tödliche Gewalt darstellt.“

Viele Leute seien der Auffassung, die Kinderabtreibung sei etwas Abstraktes, der Gegenstand ethischer Diskussionen oder ein theoretisches, politisches Thema. Doch die Abtreibung sei weder für die Mutter noch für das ermordete Kind abstrakt:

„Mit den Bildern wollen wir zeigen, wie die Kinderabtreibung aus dem Blickwinkel des Schwächsten, nämlich des Ungeborenen aussieht.“

Eine Vertreterin der Lebensrechtler, Sigrid Bergstrom, bezog sich auf das bekannte Zitat des Baptistenpastors und Bürgerrechtlers Martin Luther King „I have a dream“ – Ich habe einen Traum:

„Martin Luther Kings Traum wurde in den 60er Jahren wahr. Die rassistischen Gesetze des amerikanischen Südens bekamen den Todesstoß.“

Die Abbildung der Wahrheit sei im Kampf für die Farbigen zur wichtigsten Waffe geworden: „Das Bild eines verstümmelten Jugendlichen in einem offenen Sarg.“

Frau Bergstrom erklärt, daß sie von einer neuen Zeit träume: eine Zeit, in der man auf diese Epoche der Kinderabtreibung zurückblicken und sie „Barbarei“ nennen werde.

In dieser neuen Zeit werde sich die Menschheit fragen: „Wie war das möglich? Wie konnte es für Jahrzehnte so dahingehen? Wie konnte der Staat dieses Gemetzel sogar rechtlich legitimieren?“

Sie sei davon überzeugt, daß die Bilder von Abtreibungstoten den Weg in diese neue Zeit abkürzen werde:

„Das ist der Grund, warum wir die furchtbaren Bilder veröffentlichen.“
      
12 Lesermeinungen
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#12   wi-bi   17:44:23 | Mittwoch, 14. September 2005
Ignatius
Ich bin sprachlos!
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#11   Ignatius   17:17:36 | Mittwoch, 14. September 2005
Wibi
@wibi : Es tut mir leid, aber glauben kann ich das irgendwie nicht. Leider ist das wohl jetzt auch nicht mehr nachvollziehbar, oder gibt es eine seriöse Quelle dafür?
Ja doch, die seriöse Quelle ist Dr. Heinz Nawratil, bayerischer Jurist sudetendeutscher Abstammung, Autor juristischer Taschenbuchbestseller und Mitarbeiter an einer Einführung in die Sozialpsychologie. Er schreib ua „Der Kult mit der Schuld“, „Schwarzbuch der Vertreibung“ usw
Er sagte das Wort für Wort in einem Interview www.jf-archiv.de/archiv03/343yy09.htm was ich schrieb. (Au au, jetzt kommt gleich unsre Antifa-Tante „Alles Faschisten“ Yersina… Tipp: Vergiss sie, hat keinen Taug.)
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#10   engeldesherrn   00:53:35 | Mittwoch, 14. September 2005
Dr.Peter E.
Danke, ich probiere es mal.
Für diesmal gute Nacht. Vielleicht begegnen wir uns wieder im Kreuz-net
Per Mariam ad Jesum
Der Erzengel Gabriel (mein Namenspatron)
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#9   Beatrix   00:36:13 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Engel
So ganz genau weiß ich das leider auch nicht, aber soweit ich es verstanden habe, kann man Artikel bei der Redaktion einreichen (redaktion@kreuz.net) und diese kann ihn dann mit oder ohne Verfassernamen, wie es Ihnen am besten paßt, veröffentlichen.
Ich finde dies sehr erfreulich und würde bei Gelegenheit selbst gern davon Gebrauch machen.
Weiterhin viel Freude bei Wort und Tat für die Schöpfung!!!
LG
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#8   engeldesherrn   00:29:43 | Mittwoch, 14. September 2005
Dr.Peter Enderfers
Ja gern, weil mir das Thema wirklich am Herzen liegt. Ich sehe das Engagement der Abtreibungsgegner, aber ich sehe auch, das sie so gar nicht viel erreichen und warum.
Wie macht man das, einen solchen Artikel ins Kreuz -net zu stellen? Ich bin ganz neuals Mitredner oder besser -Schreiber. Habe immer nur interessiert gelesen.
Und vielen Dank für den Segen und vorallem: Gleichfalls zurück
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#7   Beatrix   23:39:52 | Dienstag, 13. September 2005
@ Angelus
Sie legen ja gleich ein pastorales Projekt vor. Interessant finde ich das! Vielleicht finden Sie ja einmal die Zeit, dies ein wenig auszuführen. Das könnten Sie doch dann als Artikel hier einreichen. Ich würde mich sehr freuden. Jeder Artikel über Lebensschutz ist ein guter Artikel. Und Ihre Idee hat dort gewiß einen Platz verdient.
Ich möchte Ihnen danken.
Gottes Segen!
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#6   engeldesherrn   23:27:43 | Dienstag, 13. September 2005
wir zeigen Bilder…
Die Fragen sind: Will Ich schocken? Was erreiche ich damit?
1. Schock und Ablehnung in vielen Fällen. Wenn man erstmal die Faust ins Gesicht bekommt , gerade in der heutigen zeit, in der viele direkt oder indirekt durch Beihilfe betroffen sind, dann macht man zu, geht weg, ist empört oder schlägt zurück.
2. einige werden aufgerüttelt und erkennen die Greuel der Abtreibung.
Aber wollen wir nur Abtreibung verhindern, oder Seelen retten?
Nur Abtreibung verhindern ist reiner Humanismus!
Es geht um Bekehrung, und die ist nur in Liebe und vorallem durch die Gnade Gottes möglich. Wer sich bekehrt, treibt nicht mehr ab.
Mein Vorschlag:
Drei tafeln wie ein Thryptichon:
1.Vater unser im Himmel: Bilder von Ungeborenen, Babys, jungen und alten Menschen, einfach die Schöhnheit der Schöpfung.
2.Und vergib uns unsere Schuld: ein oder höchstens zwei Bilder von abgetriebenen Kindern
3.sondern erlöse uns von dem Übel: Das Kreuz mit Maria und Johannes
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#5   Sulpicius   19:46:19 | Dienstag, 13. September 2005
Früher…
… war ich Schockbildern gegenüber auch skeptisch. Mittlerweile muß ich sagen, daß man anders unsere verblödete Massengesellschaft nicht mehr erreicht. Daher: 1+ für die Aktivisten!
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#4   wi-bi   12:49:24 | Dienstag, 13. September 2005
Ignatius
Es tut mir leid, aber glauben kann ich das irgendwie nicht. Leider ist das wohl jetzt auch nicht mehr nachvollziehbar, oder gibt es eine seriöse Quelle dafür?
Ich habe in der Sesamstrasse noch keinen redaktionellen Geschichtsbeitrag gesehen. Meintest Du vielleicht die „Sendung mit der Maus“? Wobei das ebenso unwahrscheinlich wäre wie die Ausstrahlung eines Holocaustbeitrags beim Sandmännchen. Auch durch googeln konnte ich nichts finden…
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#3   Ignatius   11:37:09 | Dienstag, 13. September 2005
Jugendschmutz
Jugendschutz?
Z.B. in der „Sesamstraße“ des Kinderkanals von ARD und ZDF, der angeblich „geeignet für Kinder ab drei Jahren“ ist… (Die Eltern, die ihre Kleinen von der Glotze verblöden lassen gehören doch abgewatscht … also nur im Bildersinn gell):
Am 12.4.2000 mussten dort die Kleinkinder plötzlich einen Kurzbeitrag über Hitler und die Konzentrationslager mit Schreckensbildern und Texteinblendungen wie „sechs Millionen“ über sich ergehen lassen.
1997 gab es eine Tagung „Holocaust – ein Thema für Kindergarten und Grundschule“, und vor nicht langer Zeit wurde das Thema wieder von Politikern der roten Volksfront auf den Tisch geknallt: Holocaust-Filme an Kindergärten!
Natürlich gibt es auch Holocaust-Bilderbücher für die ganz Kleinen…
Über den Holocaust an den Armeniern nicht und auch nicht für die Großen in der Schule… weil das politisch sehr inkorrekt ist für die Multikultikommunisten.
Das mal zur Relation und zu dem Thema, dass nur „politisch korrekte“ Scheusslichkeiten gezeigt werden dürfen.
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#2   wi-bi   10:59:33 | Dienstag, 13. September 2005
es gibt da auch noch…
…den Jugendschutz. Wenn man eine solche Aktion durchführt – und dagegen sage auch gar nichts – sollte man darauf achten, dass Kleinkinder von diesen Bildern verschont bleiben. Eine Ausstellung in einer Fußgängerzone halte ich für unverantwortlich. Das selbe gilt m. E. auch für Teile dieser Homepage. Sie sollten durch ein Alterverifikationssystem (zumindest durch einen Dienst wie NetNanny o.ä.) sicherstellen, dass Kleinkinder von manchen Bildern und Themen verschont bleiben und nicht in Ihrer Entwicklung gestört werden. Unschuldigen Kindern unvorbereitet Bildern von zerstückelten Föten zu zeigen ist pervers und völlig unverantwortlich.
Wenn man sichergestellt hat, dass eben unschuldige Kinder nicht bloßgestellt werden, kann man gerne Aufklärung durch solche Schockbilder durchführen. Hier bieten sich allerdings andere Örtlichkeiten besser an.
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#1   philosophus   16:00:31 | Montag, 12. September 2005
Abtreibung als Tat
Aber die Abtreibung als solche – die schockt die Bevölkerung nicht? Ein Mord wirkt nicht schockierend – aber die Bilder dieser grauenvollen Taten?
Good bye, Gesellschaft. – Bitte bloß keine Bilder zeigen, ich könnte ja verletzt sein. Aber der Abtreibung als solcher stimme ich zu.
So könnte man die Worte der Herrschaften interpretieren.
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