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Escriva und Dämonen + Geschwisterliche Gratulation + Undurchsichtig + Ein neuer Johannes XXIII. + Neuer Christus
Escriva und Dämonen

Vatikan. Am gestrigen Festtag der Kreuzerhöhung versammelten sich rund 20.000 Pilger zur mittwöchlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz. Papst Benedikt XVI. legte dabei Psalm 131 aus. Er forderte in seiner Ansprache, Gott ins Zentrum des gesellschaftlichen Lebens zu rücken: „Gott und der Mensch wandern gemeinsam durch die Geschichte – und der Tempel hat die Aufgabe, diese Gemeinschaft sichtbar zu machen.“ Im Rahmen der Audienz segnete der Heilige Vater eine Statue des Gründers des Opus Dei, des hl. Josemaria Escriva († 1975). Die Statue befindet sich seit kurzem in einer Nische an der linken Außenwand des Petersdoms. Benedikt XVI. begrüßte auch die Teilnehmer eines Treffens italienischer Exorzisten. Er ermutigte die Priester, die Dämonen unter der „wachsamen Aufmerksamkeit ihrer Bischöfe“ auszutreiben.

Geschwisterliche Gratulation

„Wir gratulieren der protestantischen Vereinigung, daß sie den Mut gehabt hat, aus dem Projekt der überkonfessionellen Übersetzung der Heiligen Schrift auszusteigen. Es ist nur folgerichtig, daß verschiedene Glaubensauffassungen auch zu verschiedenen Bibelübersetzungen führen müssen. Hoffentlich nutzt die offizielle katholische Kirche diese nicht selbst erkämpfte, sondern in den Schoß gefallene Chance und legt wieder solche Bibelübersetzungen auf, die ganz und gar auf dem Fundament des katholischen Glaubens stehen.“

Pater Peter Lang fsspx im Gespräch mit kathnews.de über den jüngsten Rückzug der Protestanten aus dem ökumenischen Projekt der Einheitsübersetzung der Bibel.

Undurchsichtig

USA. US-Präsident George W. Bush ernannte kürzlich John Roberts zum Vorsitzenden des Obersten Gerichtes des Landes. In neokonservativen Medien wurde Roberts als praktizierender Katholik und – vielleicht voreilig – als energischer Gegner der Kinderabtreibung und des Homo-Konkubinates gepriesen. Ein politisch liberal ausgerichteter Jurist, der mit Roberts in der Anwaltspraxis ‘Horgan & Hartson’ zusammenarbeitete, sagte zur Person des neuen Obersten Richters: „Ich habe mit John Roberts über tausendmal zu Mittag oder zu Abend gegessen. Würden sie mich fragen, was er über irgendein Gebiet denkt – außer, ob er Speck, Blattsalat und Tomaten einem Thunfischgericht vorzieht – ich könnte es ihnen nicht sagen.“

Ein neuer Johannes XXIII.

Großbritannien. Der Oberbürgermeister von London, Ken Livingstone, erklärte am Dienstag, daß die Ansichten des islamischen Predigers Jusuf al-Qaradaui (79) mit jenen von Papst Johannes XXIII. vergleichbar seien. Dies berichtet die britische Tageszeitung ‘Times’. Imam al-Qaradaui wurde in Ägypten geboren und ist das geistliche Oberhaupt der ‘Muslimischen Bruderschaft’. Von vielen Moslems wird er als ein moderater Konservativer, von westlichen Beobachtern als ein gefährlicher Radikaler und von muslimischen Gegnern als zu lax bezeichnet. Imam al-Qaradaui setzt sich für die Gleichberechtigung der Frau ein und erklärt den Genuß von Schweinefleisch für erlaubt. Der sozialistische Bürgermeister von London sagte, daß Imam al-Qaradaui der höchste islamische Gelehrte sei, der die Öffnung seiner Religion zur Welt propagiere.

Neuer Christus

Großbritannien. Universitätsprofessoren kürten den englischen Fußballspieler David Beckham auf einem dreitägigen Kongreß an der schottischen Universität Paisley zum „Jesus der Konsumgesellschaft“. Dies berichtete die kirchenfeindliche britische Zeitung ‘The Guardian’. Der Fußballer stehe für Begriffe wie Erlösung und Auferstehung, meinte ein Professor für Sozialwissenschaft: „Nicht ich sage, daß er ein Pseudo-Christus ist: So wird er dargestellt und so stellt er sich selber dar.“ Der Professor sprach gestern abend zum Thema „David Beckham als Christus-Parabel“. Als Beweis sollen unter anderem die Kruzifix-Tätowierung des Fußballers oder seine „Jesus-Posen“ in verschiedenen Boulevardmagazinen dienen. Ein anderer Professor meinte, daß Beckham eher alle Qualitäten eines König Arthur repräsentiere. König Arthur ist eine wichtige Gestalt der britischen Mythologie. Dort tritt er als Idealtyp eines Königs auf.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Athanasius   14:27:01 | Donnerstag, 15. September 2005

Papst Johannes XXIII. ist absolut niemals „radikal“ eingeschätzt?
Schon. Als Radikaler-Progressist von Papst Pius XII.
Natürlich wurde er von den normalerweise antiklerikalen und sozialistischen Medien Frankreichs etwa geliebt und verherrlicht (noch jüngstlich lief im kommerziellen niederländischen Fernsehen in dem es abends semi-pornograhie gibt eine Verherrlichungsserie über J XXIII. in dem er als „Guter“ geschildert wird und Pius XII. als „der Böse“). Was ich nicht verstehe ist, dass Roncalli forderte die Kardinalsbiretta aus den Händen vom radikalen Sozialistischen Politiker und Freimaurer Edouard Herriot zu empfangen, und dass Rom unter Pius XII. niemals eingriff und diesen Roncalli exkommunizierte für diese Verbindung mit dem Sozialismus in kirchlichen Angelegenheiten.
Hochwürder Herr Dr. Luigi Villa
English translation of Italian Original, „Anche Giovanni XXIII, Beato?“ www.novusordowatch.org/resources/villa1.htm
Gut dokumentiert mit Referenzen (klicke oben).
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#1   Benedikt   10:37:12 | Donnerstag, 15. September 2005
Johannes XXIII.
Mir war noch gar nicht bekannt, dass Johannes XXIII. von irgendwem als „gefährlicher Radikaler“ eingeschätzt wurde…
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