USA
Der Kardinal beim Präsidenten
Am Vorabend des US-Angriffes auf den Irak sandte Johannes Paul II. einen Kardinal nach Washington. Kürzlich lieferte dieser einige brisante Details über seinen Besuch bei US-Präsident Bush.
(kreuz.net, Rom) Im März 2003 schickte Papst Johannes Paul II. seinen Sondergesandten, Pio Kardinal Laghi (83), nach Washington. Der Kardinal hatte den Auftrag, US-Präsident George W. Bush davon abzuhalten, im Irak einen Krieg loszutreten.

Kardinal Laghi gab am Dienstag Einzelheiten über seinen Besuch im Weißen Haus bekannt.

Dort angekommen, sei er zuerst einem „strengen Verhör“ unterworfen worden.

Anschließend habe er sich mit dem US-Präsident getroffen. Dieser habe den von ihm mitgebrachten Brief des Papstes nicht gelesen und stattdessen begonnen, vierzig Minuten lang auf ihn einzureden.

Der Kardinal machte seine Aussagen vor dem italienischen Sender ‘Radio3mondo’.

Pio Kardinal Laghi lebt als emeritierter Kurienkardinal in Rom. Von 1980 bis 1990 war er Apostolischer Nuntius in Washington. Dann wurde er von Johannes Paul II. zum Präfekten der Kongregation für die katholische Erziehung ernannt. 1999 zog er sich ins Privatleben zurück.

„In Washington angekommen traf ich mich mit Frau Condoleezza Rice – der gegenwärtigen US-Außenministerin“, erinnert sich Kardinal Laghi:

„Frau Rice unterwarf mich einem strengen Verhör, auf das ich natürlich Rede und Antwort stand.“

Der Kardinal unterstrich die „Unverblümtheit“ seines Treffens mit Frau Rice.

Anschließend wurde er in das ovale Arbeitszimmer des Weißen Hauses geführt. Dort traf er sich mit US-Präsident Bush. Diesem übergab er das päpstliche Schreiben zugunsten des Friedens.

„Doch der Präsident nahm den Brief und legte ihn beiseite. Dann begann er, auf mich einzureden. Ich möchte nicht sagen, um mich zu indoktrinieren, aber um auf der Tatsache zu beharren, daß er bereits eine Lösung gefunden hatte und daß diese Lösung richtig war.“

Bush habe während vierzig Minuten ununterbrochen auf ihn eingeredet, erklärte der Kardinal.

„An einem gewissen Augenblick unterbrach ich ihn, um ihm zu sagen: »Präsident, ich bin gekommen, um zu ihnen zu sprechen, nicht nur, um ihnen zuzuhören«.“

Papst Johannes Paul II. unternahm im Vorfeld des Irak-Krieges große Anstrengungen, um den Angriff der USA auf den Irak zu verhindern und das voraussehbare Blutbad zu verhindern.

Dazu empfing der Heilige Vater viele Politiker wie den UNO-Generalsekretär Kofi Annan, den britischen Premierminister Tony Blair und den damaligen Vize-Premierminister des Irak, Tarek Asis.
      
30 Lesermeinungen
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#30   Benedikt   16:55:06 | Freitag, 16. September 2005
@ Splattergay
Ach so, ich wusste nicht, dass ich es mit einem völlig ahnungslosen zu tun habe.
Da mal für dich zum mitschreiben:
Der Papst ist nur unfehlbar, wenn er eine Entscheidung in Glaubens und Moralfragen EX CATHEDRA trifft. Ansonsten nicht! Wenn der Papst sagt, dass 2+2=5 sind, dann ist das natürlich nicht unfehlbar. Wenn Papst Urban II. zu einem Kreuzzug aufruft, so ist das auch nicht unfehlbar. Der Zölibat ist gleichfalls kein Dogma, ist demnach auch nicht unfehlbar.
Und noch eines für dich: Die letzte Entscheidung eines Papstes „ex cathedra“ war 1950!! Das war auch gleichzeitig das erste Mal, dass nach dem Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit 1870 überhaupt etwas ex cathedra verkündet wurde. Allerdings gelten auch früher verkündete Dogmen als absolute Glaubenswahrheiten.
Informieren Sie sich doch einmal über das, worüber Sie hier sprechen und repetieren Sie nicht diese ganzen Klischees, die von Ahnungslosen oder irgendwelchen Polemisierern in die Welt gesetzt werden.
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#29   Stimme aus Wien   16:47:39 | Freitag, 16. September 2005
benedikt
Ich kenne sehr wohl die Lehre der Kirche betreffend der Gewalt und Gewaltlosigkeit.
Dass die Terroristen, die sich bei der Rechtfertigung ihrer Tat auf den Koran beziehen ebenso falsch liegen wie christliche Extremisten im Irland (egal welcher Konfession) – ist klar. Ich kritisiere weder das Christentum, noch den Islam oder eine andere Religion. Und ich hütte mich davor, einer dier Religionen oder Konfesssionen als gewalt – fördernd darzustellen (trotz dem 11.9. oder 11.3. oder den Juli dieses Jahres, oder Bagdad seit langen). Alle dieser vorgänge sinde eine Perversion der betreffenden Religion, so wie die Kreuzzüge, 30-Jähriger Krieg, usw.
Ich behaupte aber, dass das Christentum (egal welche Konfession) ebenso wie der Islam oder irgend eine andere Religion sehr leicht dazu missbraucht werden kann, als Fundgrube für eine Doktrin atemberaubender Religionskriege zu werden.
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#28   splattergay †   16:27:55 | Freitag, 16. September 2005
Verfehlungen der Kirche
Ich frag mich immer wenn von Verfehlungen der Kirche in der Vergangenheit, besonders wenn es um Verfehlungen der „Leitung“ also des Papstes geht, dies mit seiner Unfehlbarkeit zu vereinbaren ist. Vielleicht sagt ein Papst in 50 jahren, daß das Zölibat aufgehoben wird oder homosexuelle Partnerschaften anerkannt werden und stellt damit auch die Unfehlbarkeit v. Johannes Paul oder Benedikt XI in Frage.
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#27   Benedikt   15:50:40 | Freitag, 16. September 2005
@ Stimme aus Wien
Man sollte die Gesetzlichkeiten in der Weltpolitik kennen.
Und wissen, was die Kirche von einigen Gesetzlichkeiten hält.
Was isr die „Religion an sich“?
Die Botschaft losgelöst von dem, was die Gläubigen vielleicht daraus machen. Wenn man das Verhalten derer, die behaupten, sich auf den Islam zu beziehen, nicht als für den Islam an sich als gültig ansieht, dann darf man das auch nicht für das Christentum tun. Das bedeutet das alles, was jene, die in den letzten 2000 Jahren die Kirche geleitet haben und dabei Fehler begangen haben NUR DIESEN Personen anzulasten ist, nicht aber dem Christentum, das von den Verfehlungen einzelner nicht berührt werden kann, genauso wie Sie das für den Islam voraussetzen. Damit ist aber die Argumentation von Splattergay und auch Ihnen bezügl. der Kritik am Christentum nicht zutreffend. Vielmehr müssten Sie den einzelnen Fehlermachenden kritisieren.
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#26   Stimme aus Wien   15:38:26 | Freitag, 16. September 2005
Benedikt
Ich wollte niemanden was unterstellen.
So ein Pech, wenn Sie mir nicht glauben – es ist ehrlich – wirklich.
Angehörige dieser Religion zu eliminieren zwingend
2X2=4 also: 2X4=8
Man sollte die Gesetzlichkeiten in der Weltpolitik kennen.
Unsere Diskussion hat ja gezeigt, dass dies keine Rückschlüsse auf die Religion an sich zulässt.
Was isr die „Religion an sich“?
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#25   Benedikt   15:09:13 | Freitag, 16. September 2005
@ Stimme aus Wien
Ich wollte niemanden was unterstellen.
So? Entschuldigen Sie, dass ich Ihnen das nicht abnehme:
Behauptung, eine Religion sei gewalt-stiftend,
Das habe ich nicht behauptet. Ich habe die friedensstiftende Identität des heutigen Islam bezweifelt. Man kann auch friedfertig sein, ohne Friedensstifter sein. Die Schweizer Neutraliät hat das Land zu einem friedfertigen gemacht, aber friedensstiftend ist es nicht.
Angehörige dieser Religion zu eliminieren zwingend
Völliger Unsinn, die nächste Unterstellung. Genau dieser Eliminierungszwang wird von der christlichen Lehre bestritten.
Religionen, auch das Christentum, sehr wohl als Fundamt für gewaltsiftende Ideen missbraucht werden können
Unsere Diskussion hat ja gezeigt, dass dies keine Rückschlüsse auf die Religion an sich zulässt.
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#24   Stimme aus Wien   14:59:06 | Freitag, 16. September 2005
Benedikt
Ich wollte niemanden was unterstellen. Lediglich wollte ich die Schusskonsequenz Ihrer Meinung zeigen: nach der Behauptung, eine Religion sei gewalt-stiftend, ist die Forderung, die Angehörige dieser Religion zu eliminieren zwingend (ganz so, wie im Fall der „Judenfrage“ im Dritten Reich, wobei ich anmerken muss, in der jüngste Geschichte leider nicht der einzige Fall: Ex-Jugoslawien, Ruanda, Sudan sollen als Belege dienen. Die Situation im „Dritten Reich“ ist allerdings wesentlich genauer erforscht als die genannte Beispiele, deswegen beziehe ich mich auf diese. Alle diese Situationen sprechen jedoch dafür, dass die Menschheit, leider, nichts aus der Geschichte lernt).
Dass meine Meinung mit der Meinung von Splattergay identisch sei, habe ich nie behauptet. Der Ausgangspunkt der Diskussion mit Ihnen war nämlich, dass nicht alles dumm sei, was Splattergay behauptet. Und zwar: dass Religionen, auch das Christentum, sehr wohl als Fundamt für gewaltsiftende Ideen missbraucht werden können. Und dass nicht alles „Quatsch sei“ (wie bonifatius bahauptet) was Splattergay geschireben hatte.
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#23   Benedikt   14:07:41 | Freitag, 16. September 2005
@ Stimme aus Wien
Deine Meinung wäre Grund für einen nächsten Kreuzzug der christlichen Welt gegen die Welt des Islam.
OK, wenn Sie mit völlig haltlosen Verleumdungen weitermachen wollen bitte schön. Auf mich müssen Sie dann allerdings verzichten.
Islam ist nicht deckungsgleich mit der Religionsüberzeugung der Attentäter.
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Bezogen auf alle Relgionen widerlegt Ihr Argument aber auch die Argumentationsweise des Teilnehmers Splattergay, der genau das dem Christentum anlasten wollte. Sie sollten sich angewöhnen nicht nur bei der einen Seite zu differenzieren, sondern bei jeder. Oder die Differenzieren bei jeder Seite weglassen.
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#22   Stimme aus Wien   13:43:51 | Freitag, 16. September 2005
Benedikt
Islam ist nicht deckungsgleich mit der Religionsüberzeugung der Attentäter.
Deine Meinung wäre Grund für einen nächsten Kreuzzug der christlichen Welt gegen die Welt des Islam.
Gott sei Dank, deine Meinung bleibt nur eine vereinzelte Meinung.
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#21   Benedikt   12:58:55 | Freitag, 16. September 2005
@ Stimme aus Wien
Jetzt sind wir aber schon weit weg vom eigentlichen Religionsbegriff. Und wenn der Islam tatsächlich friedensstiftend sein sollte, so ist in diesen Tagen (und a meine ich bein weitem nicht nur den Internationalen Terrorismus) nicht allzu viel davon zu sehen…
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#20   Stimme aus Wien   12:47:02 | Freitag, 16. September 2005
Benedikt
Der Islam kann ebenso friedensstiftend sein wie das Christentum.
Was die Totalität der Religionskirege betrifft: lies bitte im
AT nach – nicht nur Menschen, sogar das Vieh der Göttzendiener wird abgeschlachtet.
Der Vergelich zwischen Ideologie und Religion ist zutreffend: in der Situation eines Krieges aus ideologischen Gründen versucht man sehr wohl die betreffende Ideologie als den wahren, unhinterfragbaren Glauben darzustellen. Z.B. „die Judenfrage“ vor und im 2. WK. Daher auch der Totalitätsanspruch der Lösung dieser Frage. Daher könnte man auch sagen: die fanatischen Nazis waren auch „rechtgläubige“ Nazis – im Sinne der Nazi – Glaubensideologie.
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#19   Benedikt   12:27:37 | Freitag, 16. September 2005
@ Stimme aus Wien
Was im Islam an Gesetzen gilt kann nicht auf „die Religionen“ allgemein bezogen werden. Dass die Relgionskriege totaler waren bestreite ich entschieden. Man sehe sich nur die Kriege Schingis Khans an, die nicht eben zimperlich abliefen. Man kann daher sagen, dass Kriege, die aus ideologischen Gründen durch Fanatismus gelenkt werden, durchaus total sein können. Auch das lässt sich aber nicht auf eine Religion reduzieren.
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#18   Stimme aus Wien   12:00:21 | Freitag, 16. September 2005
Benedikt
„in einem Religionskrieg gebietet das Gewissen das Töten“
Es ist kein Umfug: lies mal das Alte Testament und schau danach auf die Einstellung der islamischen Fundamentalisten, die sich als Krieger Gottes verstehen.
In einem „Religionskireg“ ist kämpft der Krieger auf der seite Gottes gegen die Widersacher Gottes – er ist durch sein Gewissen dazu verpflichtet, sie zu bekämpfen und sie zu eliminieren.
Die blutige Beschreibungen im AT sind kein „Jüdisches“ Spezificum, solche kriege führten auch alle andere Völker damals – ich wollte nur sagen das diese Kriege wesentlich „totaler“ waren, als die Waffengänge, die zur Sicherung von politischen oder wirtschaftlichen Monopols auf einem Gebiet dienten.
Ob die Kirche an diesen Kriegen schuld war oder nicht, ist keine Frage – die wage ich auch nicht zu beantworten. Dass aber eine religiöse Einstellung, nicht nur christliche, sehr leicht für die „Entfesselung der Gewalt“ missbraucht werden kann, das ist eine tatsache.Z.B.: 11.9., 11.3., Juli dieses Jahres.
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#17   Benedikt   11:30:42 | Freitag, 16. September 2005
@ Stimme aus Wien
Wenn einer Religion bloß als Vorwand für einen Krieg benutzt wurde, wie du selber schreibst, dann kann eine Kirche überhaupt nichts dafür. Wer kann sich schon wirklich gegen Instrumentalisierungen wehren?
Tatsächlich gab es christl. Religionskriege:
-Die Sachsenmission Kaiser Karls des Großen
-EINIGE Kreuzzüge (der „Kreuzzug“ der Venediger gegen Konstantinopel war nichts als ein Wirtschaftskrieg – pure Instrumentalisierung, die der Kirche nicht angelastet werden kann)
-Der 30-jährige Krieg
Für 2000 Jahre sind das nicht eben viele. Während dieser Zeit ereigneten sich zehntausende Kriege, die mit Religion überhaupt nichts zu tun haben oder Religion bloß instrumentalisieren.
Es ist sogar wahrscheinlich, dass es zu diesen Zeiten Kirchenfürsten gab, die geirrt haben (wobei immer zu klären ist, ob der Kirchenmann oder der Fürst Krieg führten). Auch muss man sehen, dass der Begriff vom Krieg bis ins 18. Jh ein anderer als heute war. Krieg war ein völlig legitimes Mittel zur Durchsetzung landesherrlicher Politik. Den heutigen Stand kann man nicht von Leuten verlangen, die vor 1000 Jahren gelebt haben.
>„in einem Religionskrieg gebietet das Gewissen das Töten“
Was für ein Unfug…
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#16   Stimme aus Wien   11:11:27 | Freitag, 16. September 2005
Splattergay’s Quatsch …
So ein Quatsch ist das in Wahreit gar nicht:
keiner kann die Tatsache leugnen, dass eine Religion sehr leicht als Vorwand für die Entfesselung der Gewalt benutzt wurde und wird. Auch das Christentum wurde schon sehr oft dazu mißbraucht: 30-jähriger Krieg, die Kreuzzüge…
Es gibt nämlich nichts schlimmeres als einen Religionskrieg. Im normalen Krieg muss man sich bemühen, das Gewissen irgendwie ruhig zu stellen, in einem Religionskrieg gebietet das Gewissen das Töten.
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#15   bonifatius   17:45:31 | Donnerstag, 15. September 2005
Splattergay’s Quatsch …
sollte man nicht kommentieren
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#14   Benedikt   16:33:58 | Donnerstag, 15. September 2005
@ Splattergay
Bei Religionen kommt noch erschwerend hinzu, daß jede Religion die einzige Wahrheit für sich gepachtet hat.
Ja wirklich entsetzlich, nicht wahr? –-- Meine Güte ist das so schwer zu kapieren? Bei Religion handelt es sich um Überzeugung und eine Überzeugung kann man eben nur haben, wenn man diese für WAHR hält, sonst wäre es eben keine Überzeugung, sondern bestenfalls eine Meinung.
Jede Religion zieht ihr Wesen daraus, dass sie ihre Lehre für wahr hält. Täte sie das nicht, so wäre es eine überflüssige Lehre, denn eine Lehre, die unter dem Vorzeichen verkauft wird, dass sie möglicherweise falsch sei, nebenan vermutlich sogar das Richtige gelehrt würde, kann man sich gleich schenken.
Und da ich katholisch bin, bin ich halt der Überzeugung, dass die katholische Kirche Recht hat und ihre Lehre wahr ist. Die Wahrheitsansprüche anderer Religion nehme ich zur Kenntnis, sie kümmern mich aber nicht, weil ich eine andere Überzeugung habe. So einfach ist das.
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#13   Beatrix   16:16:14 | Donnerstag, 15. September 2005
In Pauschalismos ;-)
Bei Religionen kommt noch erschwerend hinzu, daß jede Religion die einzige Wahrheit für sich gepachtet hat.
Das kann man so allgemein nicht sagen.
Die fernöstlichen „Religionen“ sind nämlich zunächst einmal keine, sondern Lebensphilosophien wie New Age oder sonst was und somit frei von absoluter = göttlicher Wahrheit.
Das Judentum ist der Ausgangspunkt der göttlichen Offenbarung, daß sich im Christentum vollendete, aber (noch) nicht von allen Juden erkannt worden ist.
Der Islam ist ein satanisch inspirierter Unglauben.
Und die „kleinen Religionen“ wie Scientology oder Mormonen sind doch ganz offensichtlich von Menschen GEGRÜNDETE und KONSTRUIERTE Pseudo-Religionen, denen allein schon die Systematik fehlt, als daß man von Wahrheit sprechen könnte.
Sie sehen, es ist nicht so, daß ein Haufen Religionen nebeneinander existieren, die alle glauben, die seien die tollsten und alle sind in Wahrheit doof.
Richtig ist, das Judentum/Christentum der Stamm am Baum des Lebens sind, der von Gott, detr Wurzel ausgeht, und leider in viele kleine schwäche Äste sich zeitweilig auch verliert.
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#12   splattergay †   16:09:42 | Donnerstag, 15. September 2005
Verschiedene Gründe
Ich habe auch nicht behauptet, daß Religion u. Glauben die einzigen Gründe für große Konflikte sind, aber sie sind ein Baustein um sich von anderen Gruppen abzugrenzen. Bei Religionen kommt noch erschwerend hinzu, daß jede Religion die einzige Wahrheit für sich gepachtet hat.
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#11   Elendester Sünder   16:00:28 | Donnerstag, 15. September 2005
An den Splattergay
1.Thess 5,3: „Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr –, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.“
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#10   Benedikt   15:57:30 | Donnerstag, 15. September 2005
@ splattergay: Falscher Schluss
Den Frieden in Europa hat nicht man nicht der „untergeordneten Rolle“ von Religion zu verdanken, sondern dem stabilen Staatswesen innerhalb stabiler Bündnisse, zT zusammengeschweißt durch den 2. WK oder den Kalten Krieg. Ihr Argument ist unzutreffend. Die „untergeordnete Rolle der Religion“, womit Sie vermutlich meinen, dass es keine Staatskirchen und kein Gottesgnadentum gibt, gab es in Frankreich schon 1789, was erwiesernermaßen nicht eben zum Frieden geführt hat. Auch im Bismarckreich spielte die politische Religion wegen der Verfolgung nur eine untergeordnete Rolle, dennoch kam es zum Krieg (Erster Weltkrieg). Bei der Naziherrschaft kann ebenfalls nicht wirklich von einer tragenden Rolle von Religionen gesprochen werden, ebenso nicht wie beim Kommunismus, was aber alles Kriege mit jeder Menge Toten zur Folge hatte.
Ihr Argument ist nicht zutreffend.
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#9   Beatrix   15:55:16 | Donnerstag, 15. September 2005
@ splattergay
Die Behauptung, die christliche Religion als Werk der Liebe, die die Grundlage allen Friedens ist, sei kriegstreibend, ist schon amüsierend abenteuerlich.
Zutreffend allerdings ist: Die zunehmende Säkularisierung in Europa und der dadurch schwindende Einfluß der Kirche hat zu einem faulen Frieden geführt, dem Frieden des Alles-Dürfens und Alles-Wollens, der in Wahrheit ein Krieg gegen das Leben ist (s. Abtreibung).
Wenn Sie Ihren schändlichen Lebenswandel verherrlichen wollen, dann doch bitte weniger grotesk und wirklichkeitsflüchtig.
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#8   splattergay †   15:49:43 | Donnerstag, 15. September 2005
Friedensengel Kirche
Noch nie war so lange Frieden wie in den letzten 60 Jahren in Mitteleuropa, wo Religionen nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Dort wo sich Menschen in Gruppen unterscheiden, sei es Rasse, Religion u.s.w. führt es über kurz oder lang immer zu größeren Konflikten. Dafür gibt es in der Menschheitsgeschichte ja genug Beispiele (auch religiöse). Konflikte wegen Glaubensfragen finde ich besonders verwerflich, da man sich die Religion im Gegensatz z.B. der Hautfarbe selbst aussuchen kann.
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#7   Beatrix   15:16:33 | Donnerstag, 15. September 2005
@ Athanasius
Exakt!!!
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#6   Athanasius   14:33:39 | Donnerstag, 15. September 2005
=
Man muß sich nur Nordirland, islamische Staaten u.s.w. ansehen.
Ach Mensch, hör doch auf. In Nordirland ist es schon seit 1973 reine Sache von Banden die sich nur selbst so „labeln“, im weiteren aber reine Gewaltsbanden von Drogen- und Waffenhändlern sind. Der Grund ist nicht Religion. In Islamischen Staaten ist der Grund zwar in der Religion zu suchen (Mohammed war selber fanatischer Gewalttäter), aber auch in der Interpretation.
Dort wird Krieg im Namen der Religion geführt (wenn man in Einzelfällen auch unterscheiden muß, ob der Krieg durch die Religion direkt bedingt wird oder Religion nur als Vorwand benutzt wird).
Darf ich daran erinnern, dass die meisten Toten je nicht wegen Religion sondern wegen Etnos und Staatsordnung gefallen sind (sieh nur WW II.)? Müssen wir deswegen den Staat abschaffen?
Über Telefon werden tausende von Todesurteilen und Bombenbefehle berichtet, ist denn deshalb Alexander Graham Bell (oder gar alle Benutzer des Telefons) dafür schuldig zu betrachten? – Sprach ein Deutscher Raketenwissenschaftler.
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#5   Benedikt   14:28:07 | Donnerstag, 15. September 2005
@ Splattergay: Behauptungen
Der Vatikan stellt sich heute ja nur gegen Kriege und setzt sich für Menschenrechte ein, weil er sonst in den reichen, demokratischen Staaten jeden Machteinfluß verlieren würde
Für diese abenteurliche Kritik können Sie sicher Beweise vorbringen.
Auch der Fall des Kommunismus, an dem der Vatikan ja auch seinen Anteil hatte, geschah zum größten Teil nur aus Eigennutz, um die Kirche in diesen Ländern wieder zu etablieren.
Leider auch falsch. In Polen ist die Kirche heute schwächer als 1982. Zitat Johannes Paul II. „Die Polen haben mich enttäuscht.“ In den übrigen ehemals kommunistischen Ländern kann von „Etablierung“ der Kirche auch keine Rede sein, wie sich am Beispiel Russlands einfach erkennen lässt. Dort war man nicht einmal bereit, den Papst auch nur zu empfangen.
Im Grunde ist die kath. eine Machtmonopol wie andere Staaten auch, deren Ziel es ist, Macht u. Reichtum anzuhäufen.
Auch unsinnig. Von großer tatsächlicher Macht kann heute keine Rede mehr sein, eher von großem moralischen Anspruch. Das Reichtumargument ist auch Blödsinn. Wenn eine Gemeinde ein Messgewand für 2000 € kauft, dann verwendet sie dieses auch Jahrzehnte, was den Preis auf ein relatives Minimum senkt. Solche Überlegungen muss man auch anstellen.
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#4   splattergay †   14:00:23 | Donnerstag, 15. September 2005
Irakkrieg
Der gesunde Menschenverstand geht aber gerade durch Religionen oft flöten. Man muß sich nur Nordirland, islamische Staaten u.s.w. ansehen. Dort wird Krieg im Namen der Religion geführt (wenn man in Einzelfällen auch unterscheiden muß, ob der Krieg durch die Religion direkt bedingt wird oder Religion nur als Vorwand benutzt wird). Auch die kath. Kirche hat sich hierin in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der Vatikan stellt sich heute ja nur gegen Kriege und setzt sich für Menschenrechte ein, weil er sonst in den reichen, demokratischen Staaten jeden Machteinfluß verlieren würde und sich noch mehr Menschen v. der Kirche abwenden würden. Das die Kirche andererseits sich gegen „die Moderne“ wendet (Themen wie Homosexualität, Zölibat u.s.w.) zählt auch zu dieser geschickten Politik, da man sich gleichzeitig als Friedensengel darstellen kann, aber gleichzeitig auch eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber dem Zeitigeist bewahrt. Die Friedenspolitik des Vatikans ist m.M nach zum größten Teil reine Marketingpolitik. Da stellt man sich auch mal gerne gegen den „mächtigsten Mann der Welt“ George Bush. Auch der Fall des Kommunismus, an dem der Vatikan ja auch seinen Anteil hatte, geschah zum größten Teil nur aus Eigennutz, um die Kirche in diesen Ländern wieder zu etablieren. Im Grunde ist die kath. eine Machtmonopol wie andere Staaten auch, deren Ziel es ist, Macht u. Reichtum anzuhäufen.
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#3   Benedikt   12:54:38 | Donnerstag, 15. September 2005
@ Splattergay
Was du „gesunden Menschenverstand“ nennst ist das, was sich durch die Kultur in der du lebst entwickelt hat. An dieser war die Kirche vermutlich nicht ganz unbeteiligt.
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#2   splattergay †   12:52:46 | Donnerstag, 15. September 2005
Irakkrieg
Da braucht man nicht auf die katholische Kirche zu hören, da reicht schon der gesunde Menschenverstand.
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#1   Aurelius   09:46:53 | Donnerstag, 15. September 2005
King George the Last
Vielelicht wäre ein Exorzismus angebracht gewesen…
Spaß bei Seite, Bush und der amerikanische Generalgouvaneur in Großbritannien, Mr Tony Blair, haben sich übelst die Finger am Irak verbrannt, trotz aller Beteuerungen, die Welt sei ein sicherer Ort ohne Saddam Hussein. Hätten sie doch besser mal auf die katholische Kirche gehört.
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