Der Katholik und designierte Oberste Bundesrichter der USA, John G. Roberts, wird gegenwärtig vom US-Senat auf seine Amtstauglichkeit geprüft. Dabei hat er weder die Senatoren noch die Presse zu fürchten.
(kreuz.net, Washington) Richter John G. Roberts ist kein einsamer katholischer Kämpfer für Recht und
Wahrheit, sondern ein Mann, der eng mit dem Washingtoner Machtapparat verbunden ist.
Das erklärte Kim
Isaac Eisler, der Herausgeber des monatlich erscheinenden ‘Washingtonian Magazine’ in einem Artikel, der
am 11. September in ‘Newsday’ publiziert wurde.
‘Newsday’ ist eine Boulevardzeitung, die in der Agglomeration
von New York herauskommt.
Roberts kenne die politische Szene in Washington in- und auswendig. Und die
Szene kennt ihn.
Er besitze als ehemaliger Mitarbeit der sehr großen Washingtoner Rechtsanwaltfirma
‘Hogan & Hartson’ hervorragende Beziehungen. Die Firma gilt seit Jahren als Treffpunkt einiger der liberalsten
Rechtsanwälte in der US-Hauptstadt.
Bill Clinton ist ein ehemaliger Partner der Firma.
Roberts arbeitete
13 Jahre für ‘Hogan & Hartson’. Diese Tätigkeit gibt ihm jetzt – nach Eisler – eine Armee von tausend
Rechtsanwälten in die Hand, die für ihren ehemaligen Partner die Daumen halten.
Der Rest der USA kümmere
sich um Ideologie, erklärt Eisler: „Hier in Washington liegt der Nachdruck darauf, wer dir am meisten
helfen kann. Einen ehemaligen Partner oder Freund am Obersten Gericht zu haben – sogar noch als Chef –
das verachtet niemand.“
Roberts’ Ehefrau – Jane Sullivan Roberts – ist Rechtsanwältin bei der Firma
‘Pillsbury Winthrop Shaw Pittman’. Diese ist mit dem konservativen Magazin ‘U.S. News & World Report’
verknüpft.
Mit einem Wort: Alle – ob links oder rechts – können das Gefühl haben, den neuen Obersten
Richter zu kennen.
Auch kirchlich sind Jane und John Roberts gut verknüpft.
Die beiden heirateten 1996
bei Mons. Peter Vaghi (57), einem konservativen, katholischen Pfarrer in der Erzdiözese Washington. Das
Ehepaar Roberts gehört gegenwärtig zu dessen Pfarrei.
Mons. Vaghi ist selber ein ehemaliger Rechtsanwalt.
Er studierte unter anderem auch in Salzburg und ist mit zwei weiteren Mitgliedern des Obersten US-Gerichtes
befreundet: mit Antonin Scalia and mit Clarence Thomas.
Der Katholik Scalia spielte eine wichtige Rolle,
als er seinen Kollegen Clarence Thomas vor einigen Jahren überzeugte, katholisch zu werden.
Richter
Thomas ist wiederum ein Absolvent des Holy Cross College in Worcester im US-Bundesstaat Massachusetts
im Nordosten der USA. Einer seiner dortigen Klassenkollegen und besten Freunde war – Mons. Peter Vaghi.
Frau Jane Roberts ist ebenfalls Absolventin des Holy Cross College. Als Ex-Alumnin hat sie immer wieder
mit Richter Thomas zu tun. Sie ist eine gute Freundin der Ehefrau des Richters.
Auch vor dem US-Senat
befindet sich Roberts keinesfalls auf feindlichem Gebiet, erklärt Eisler:
Kein US-Senator möchte die
einflußreiche Rechtsfirma ‘Hogan & Hartson’ ohne Grund beleidigen. Denn was geschieht mit Senatoren,
die sich aus ihrem Amt zurückziehen oder nicht mehr gewählt werden?
Antwort: Sie werden Partner bei –
Sie haben es erraten – ‘Hogan & Hartson’.
Die Presse ist ebenfalls kein wirklicher Feind von John Roberts.
Zwar glaubt der Rest der USA, daß die Washingtoner Presse einem liberalen Vorurteil anhängt.
Darauf
antwortet Eisler: „Das wirkliche Vorurteil in der Washingtoner Presse besteht darin, daß man jene deckt,
die hilfreich sind – unabhängig von der Ideologie.“
„Kürzlich traf die Lobbyistin einer der profiliertesten
liberalen Interessengruppen Washingtons auf einen Reporter, der ihrer Gruppe gewöhnlich positiv gegenübersteht:
»Sie müssen etwas gegen John Roberts tun«, flehte die Lobbyistin: »Er ist furchtbar.« Doch der Journalist
antwortete: »Ich werde nichts über John Roberts sagen. Er beantwortet meine Telefonanrufe seit Jahren«.“
Sollte Roberts in seinen zukünftigen Entscheidungen nach links abdriften, dürfte er vom konservativen
Kolumnisten Robert Novak ebenfalls keinen großen Widerstand erfahren:
„Als sich der ehemals jüdische
Kolumnist dem Katholizismus zuwandte, war einer der involvierten Priester Mons. Peter Vaghi, der Freund
und Pfarrer von Richter Roberts. Damit steht Novak ebenfalls solide in der Ecke von Roberts.“
Roberts
hofiert die Presse.
Das ist nicht schwierig. Er beantwortet ihre Telefonanrufe und geht freundlich und
geduldig auf ihre Fragen ein. Arroganz oder Stolz sind ihm fremd.
„In Roberts Ernennung fügen sich alle
Teile der Washingtoner Macht zu einer Einheit“, urteilt Eisler:
„Wenn die Fragen der demokratischen Senatoren
in den Anhörungen hart erscheinen, dann darf man nicht vergessen, daß sich die meisten von ihnen anstrengen,
auf diese Weise linkslastige Interessengruppen zu besänftigen, die für demokratische Kandidaten viel
Geld auftreiben. John G. Roberts ist letztlich Mitglied des Klubs.“
Wer Washington kennt, weiß, daß
Roberts Segelreise keine Stürme zu fürchten braucht.
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3 Lesermeinungen
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#3 Athanasius 17:09:33 | Freitag, 16. September 2005
– daß er sein Kreuz bis zum Ende getragen hat. Vielleicht. Wir wissen das nicht. Er hat wohl bis zum
Ende gelitten körperlich und seelisch. Aber das beweist noch keine Heiligkeit wie Sie mit ihrem Emotionalismus
behaupten und fordern. Der falsche Hohepriester Alkimos hat auch exakt gelitten wie Johannes-Paul II.
1 Makk 9:55-56. War aber kein Heiliger. Gar nicht. seine Feinde gedemütigt. Vielleicht. Obwohl ich eher
davon ausgehe, dass die Feinde der Kirche nicht unbedingt seine Feinde waren. Und diese Feinde hielten
sich leise, „aus Respekt“ und vor Furcht vor den Emotionen. Viele haben sich bekehrt oder sind in ihrem
Glauben gestärkt worden. der ganzen Welt viele Gnaden geschenkt. Beweise? Oder ist dies ihre „wissenschaftliche“
Logik? Wenn ja, wozu bekehrten sie sich? Egal, ob es die Piusbrüder wahrhaben wollen oder nicht, denn
nach deren Ideologie dürfte so etwas ja in der „V2-Kirche“, wie diese die wahre Kirche bezeichnen, nicht
möglich sein. die Wahre Kirche, ist die Hl. Römisch-Katholische Kirche. Wenn Sie das Kirchenbild der
FSSPX (das nicht häretisch ist) verwerfen, dann müssen Sie doch wenigstens zugeben, dass es das Kirchenbild
des ven. Pius XII., Pius XI. (Mortalium Animos) und hl. Pius X. war. „V2-Kirche“ und „Konzilskirche“ sind
übrigens keine FSSPX-Polemik, sondern Terminologie von Paul VI. selbst! Aber das wissen Sie natürlich
wieder nicht.
Darf nicht sein Dieser Cowboy und designierte oberste Bundesrichter der USA ist vermutlich Freimaurer
und soll den US-amerikanischen katholischen Bürgern das Gefühl vermitteln, daß sie Einfluß hätten.
Der Vergleich mit Johannes Paulus II. leuchtet mir nicht ein. Die Menschen haben bei seinem Tod erkannt,
daß er sein Kreuz bis zum Ende getragen hat. Er hat mit seinem Beispiel viele erschüttert und seine
Feinde gedemütigt. Viele haben sich bekehrt oder sind in ihrem Glauben gestärkt worden. Sein Leiden
und Sterben hat der ganzen Welt viele Gnaden geschenkt. Egal, ob es die Piusbrüder wahrhaben wollen oder
nicht, denn nach deren Ideologie dürfte so etwas ja in der „V2-Kirche“, wie diese die wahre Kirche bezeichnen,
nicht möglich sein.
#1 Ignatius 15:07:21 | Donnerstag, 15. September 2005
Muss sein Wer so von allen geliebt wird, muss ganz einfach richtig liegen. Das war schon beim verstorbenen
Papst so. („Seltsam“ – bei Christus war es genau andersherum! Hm…)