Die Mutter wurde entführt, betäubt und einem gefährlichen improvisierten Kaiserschnitt unterworfen.
(kreuz.net, Bogotà) Wie die kolumbianische Tageszeitung „El Tiempo“ in ihrer heutigen Ausgabe berichtet,
wurde eine kolumbianische Schwangere ihres Kindes beraubt. Das Verbrechen ereignete sich in einem Spital
der Stadt Girardot, im kolumbianischen Departement Cundinamarca (Zentralkolumbien).
Die schwangere Mutter
hatte sich in Begleitung ihrer zweijährigen Tochter ins Spital begeben, um sich einer Routineuntersuchung
zu unterziehen.
Während die Mutter auf die Behandlung wartete, trank sie ein Glas Wasser und begann
sich plötzlich sehr unwohl zu fühlen: „Ich spürte, wie ich einschlief und als ich erwachte, fand ich
mich auf einem Berg mit meiner zweijährigen Tochter neben mir“, bestätigte das Opfer vor Journalisten.
Die Kleine war imstande zu berichten, wie ihre Mutter von einer Frau aus dem Spital entführt und an
einen abgelegenen Ort gebracht wurde, wo das Kind mittels eines Klappmesser herausgenommen wurde.
Als
die Mutter erwachte, fühlte sie sich wie mit heißem Wasser übergossen und sah eine Blutlache: „Meine
Tochter begann zu schreien und mich zu rufen. Sie erzählte mir, daß die Frau das Kind in ein Leintuch
gewickelt und sich ruhig entfernt habe.“
Die Aussage der Mutter wurde von den Ärzten im Spital bestätigt:
„Bei der Untersuchung der Mutter konnten wir feststellen, daß sie operiert wurde, um ihr das Kind und
die Plazenta herauszunehmen.“
„Das ist das Ungewöhnlichste, was ich in meiner Karriere je gesehen habe
und ich meine, die Mutter hat viel Glück gehabt, daß sie das Spital lebend erreichte.“
„Das ist eine
jener Geschichten, die man hört und nicht glaubt, ein Alarmruf angesichts dessen, was in Kolumbien mit
den Kindern geschieht“, meinte der Minister für Zivilschutz, Diego Palacios.
Die kolumbianische Polizei
hat inzwischen die Kinderdiebin ausfindig gemacht. Das gestohlene Ungeborene sei den Umständen entsprechend
wohlauf.
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