Die chinesische kommunistische Partei sendet Schergen aus, um schwangere Mütter und geburtswillige Frauen zu überfallen. Kinder im Mutterleib werden zerstochen und Frauen auf dem Operationstisch geschändet.
(kreuz.net, Peking) Das ‘Times Magazine’ veröffentlichte am 12. September in ihrer Onlineausgabe eine
Reportage über brutale Zwangsabtreibungen- und Sterilisationen in China.
Ein Fall ist jener von Frau
Li Dschuan. Zwei Tage vor dem Geburtstermin ihres Kindes drangen Männer mit einer Giftspritze zur Frau
vor. Sie fesselten die Frau in einer örtlichen Klinik an ihr Bett und stachen mit einer Nadel auf das
neun Monate alte Kind im Mutterleib ein.
„Zuerst spürte ich, wie mein Kind strampelte“, berichtet die
23jährige Mutter. Doch nach einige Zeit bewegte es sich nicht mehr.“
Zehn Stunden später brachte Frau
Li ein Mädchen zur Welt, das sie Shuang nennen wollte. Das Kind war tot.
Um sicher zu gehen, daß das
Kind wirklich ermordet war, tauchten die kommunistischen Schergen das Mädchen mehrere Minuten in eine
Schüssel, die sich neben dem Bett der Mutter befand.
Alles, was sie an diesem Tag denken konnte – erzählt
die geschändete Mutter – war, wie sie sich für diese Tat rächen würde. Sie wolle es denen heimzahlen,
die ihr Mädchen umbrachten, weil dessen Geburt – wie sie sagten – die Familienplanungspolitik des Landes
verletzt hätte.
Chinas Ein-Kind-Politik erlaubt es Eltern nur unter gewissen Umständen, mehr als ein
Baby zur Welt zu bringen.
Seit 2002 ist es möglich, ab einer Strafe von rund 300 Euro – dies entspricht
viermal dem durchschnittlichen jährlichen Nettoverdienst in ärmlichen Gebieten Chinas – ein weiteres
Kind großzuziehen.
Wenn das erste Kind ein Mädchen oder behindert ist, fällt die Geldstrafe für einen
weiteren Nachkommen weg.
Frau Li lebt in Linji, einer armen Region in der ostchinesischen Provinz Schandong.
Linji weist die höchste Geburtenrate der Provinz auf.
Aus diesem Grund schrecken die örtlichen Beamten
nicht vor brutalen Strafexpeditionen zurück. Alleine zwischen März und Juli wurden in Linji rund 7000
Frauen zur Sterilisation gezwungen.
Eine von ihnen ist Frau Hu. Sie ist 33jährig.
Als sie im Mai die
Schergen des Regimes kommen sah, versuchte sie mit ihren beiden Töchtern zu fliehen. Sie verbarg sich
im Haus ihrer Eltern in einer nahegelegenen Ortschaft.
Einige Tage später drangen dort sieben Beamte
ein und zerrten ihre jüngste Tochter in ein Auto.
Weil sie fürchtete, daß ihre Tochter entführt würde,
sprang die besorgte Mutter ebenfalls in das Fahrzeug. Die Beamten lieferten sie bei einer örtlichen Abtreibungs-
und Sterilisationsanstalt ab.
Frau Hu wurde mit Gewalt auf einen Operationstisch gezwungen.
Vor Schmerzen
konnte sie nach der Zwangssterilisation kaum aufstehen. Noch immer leidet Hu körperliche Qualen.
Mehr
noch: „Sie sagten mir, sie würden das für mein eigenes Wohlergehen machen“, berichtet sie.
„Aber sie
haben mein Leben zerstört.“
Email-Adressen der Empfänger
10 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Wenn es die katholsiche Kirche schafft in ihrem ureigensten katholischen Elendshaus Lateinamerika für
würdige Lebensumstände zu sorgen, dort die Not-wendigkeit der Abtreibung zu beseitigen… dann dürfen
sie gern als Licht der Welt sich vor den (aus ihrer Sicht, schlechtesten Menschen) darstellen.
#9 Yersinia 07:59:53 | Samstag, 17. September 2005
abseits dieses Artikels: die Überbevölkerung der Erde insbesondere das Bevölkerungswachstum in China
und Indien ist sehr wohl ein Problem; bei China und in noch nicht so gravierender Form bei Indien kommt
das Drängen nach wirtschaftlicher Entwicklung dazu; und wenn in China und Indien die Autodichte, der
Ressourcenverbrauch und das Konsumverhalten einmal europäischen oder gar amerikanischen Ausmaßen entsprechen,
dann „Gute Nacht, Mutter Erde!“ – dass China eine brutale Politik durchzieht und ein sehr „pragmatisches“
Verhältnis zum menschlichen Leben hat, läßt sich häufig in Berichten verfolgen; kein Zweifel, dass
diese Art der Politik diktatorisch ist und im Grunde erst eine demokratische Entwicklung (die in weiter
Ferne liegt) das Land auch in seinen bevölkerungspolitischen Zielen weiterbringen kann. Es gab bereits
in den 80er Jahren Studien der UNO, die zeigten, dass die Geburtenentwicklung eines – armen – Landes sehr
mit dem Bildungsgrad der Frauen zusammenhängt; je selbstbestimmter diese ihr Leben zu führen vermögen,
desto mehr sank die Geburtenrate bei zugleich steigenden Überlebenschancen der geborenen Kinder. Insofern
bietet die Entwicklung in China ja Anlaß zu Hoffnung.
#8 Beobachterin 00:55:02 | Samstag, 17. September 2005
Kommentar Noch einmal: Einer schreibt: „Unterstützt wird das Ganze von der Uno“. Keineswegs. In der chinesischen
Verfassung ist die „Pflicht zur Familienplanung“ festgeschrieben. Allein darauf stützt sich die Forderung
nach der Einkindpolitik (die übrigens inzwischen spezifiziert ist). Die UNO hat damit überhaupt nichts
zu tun. Ferner: Ich weiß nicht, wie vertrauenswürdig das „Times Magazin“ ist. Vielleicht sind dort verdeckt
„Falun Gong“ Leute am Werk – Feinde des chinesischen Staates, die zu Recht von der chinesischen Regierung
bekämpft werden.
#7 astragigi 22:07:19 | Freitag, 16. September 2005
Warum so empört?? Da in China das Exekutieren von Schwangeren nicht gestattet ist, werden Frauen die
zum Tode verurteilt wurden auch zur Abtreibung gezwungen. Dannach kann man sie ja dann juristisch korrekt
exekutieren. Also warum bitte nicht auch so? Und sind wir doch mal ehrlich in unserer westlichen Welt
passiert das ja fast eben so fein. Abtreibung ist doch nichts anderes mehr als „Verhütung“.
#6 Beobachterin 18:22:50 | Freitag, 16. September 2005
Unglaubwürdig Rund 300 Euro sollen viermal dem durchschnittlichen jährlichen Nettoverdienst in ärmlichen
Gebieten Chinas entsprechen – das ist falsch. Selbst wenn es einmal dem durchschnittlichen jährlichen
Nettoverdienst entspricht, scheint es mir immer noch zu wenig. Ebenso scheint mir der Bericht in Gänze
in dieser Form unglaubwürdig.
#3 Benedikt 15:57:03 | Freitag, 16. September 2005
@ bonifatius „So etwas ähnliches“. Ja also um da eine „Ähnlichkeit“ zu sehen braucht man schon eine
größere Interpretationgabe. Die Abtreibung gegen den Willen der Frau steht in Deutschland unter Strafe
und ich habe auch noch nicht gehört, dass deutsche Polizisten schwangere Mütter aus ihren Häusern holen,
um eine Abtreibung vorzunehmen. Zwangssterilisationen hat es gegeben, aber da gab es die Demokratie in
Dtl. noch nicht… Man sollte meiner bescheidenen Meinung nach nicht so relativieren. Es ist ein Unterschied,
ob ein Verbrechen staatlich _angeordnet_ wird, oder ob das Begehen eines Verbrechens (in D nur Vergehen)
aus freien Stücken beim Eintritt bestimmter Umstände uU straffrei ist. Ich glaube nicht, dass man im
Kampf um das Verbot der Abtreibung mit solchen Parallelen wirklich weiter kommt.
#2 bonifatius 15:36:06 | Freitag, 16. September 2005
Diabolus läßt grüßen Das ist ein Vorgeschmack zur Hölle! Wir in der demokratischen „heilen“ westlichen
Welt machen allerdings so etwas ähnliches , nur eleganter.