Legionäre Christi
Exorzismuskurs geht in die zweite Runde
Die römische Ordenshochschule der Legionäre Christi wiederholt in Kürze die letztes Semester eingeführte Lehrveranstaltung zum Thema Exorzismus und Satanismus: „Dieser neue Kurs soll den Priestern ganz konkrete und nützliche Hilfsmittel in die Hand geben.“
(kreuz.net, Rom) Der Exorzismus-Kurs an der päpstliche Hochschule ‘Regina Apostolorum’ ist für das kommende Semester vorgesehen und beginnt am 13. Oktober.

Die Universität befindet sich in der Trägerschaft der ‘Legionäre Christi’. Es handelt sich um eine stark wachsende Ordensgemeinschaft, die 1941 in Mexiko gegründet wurde.

Ein ähnlicher Kurs fand bereits im letzten Frühjahr statt. In zwölf Lektionen sollen Phänomene rund um den Satanismus, die Magie und die Esoterik interdisziplinär behandelt werden.

Der Lehrgang steht Priestern und Studenten offen, die ein fertiges Theologiestudium vorweisen können und sich auf das Priestertum vorbereiten.

Man kann am Kurs auch mittels Videokonferenz teilnehmen. Zugeschaltete Räume gibt es in Bologna, Perugia, Assisi, Maddaloni unweit von Neapel sowie in verschiedenen Städten auf der Welt.

Die römische Nachrichtenagentur ‘Zenit’ – die ebenfalls von den Legionären Christi geführt wird – sprach mit Carlo Climati (42), über Ziele und Hintergründe des Kurses. Climati ist der Verantwortliche der Pressestelle der Hochschule ‘Regina Apostolorum’ und auch einer der Dozenten am Exorzismuskurs.

Der Exorzismuskurs werde – so Climati – erneut angeboten, weil der Bedarf groß sei.

Die erste Durchführung der Lehrveranstaltung sei ein großer Erfolg gewesen: „Insgesamt gab es 127 Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, der Slowakei, Italien, Afrika, Mexiko, Brasilien und den USA.“

Der Kurs habe versucht, dieses äußerst schwierige und heikle Thema von einem oberflächlichen und sensationalistischen Zugang wegzuführen.

Zum Erfolg habe auch das große Echo in der Medienberichterstattung beigetragen:

„Überall sprach man in Zeitungen und Zeitschriften, Radio und Fernsehen über unsere Initiative, und man hat das auf eine sehr korrekte, ausgewogene Weise getan, wie sie dem Geist des Kurses entsprach.“

Im Exorzismuskurs werde man sich eingehend mit dem Problem des Satanismus und der Sekten auseinandersetzen:

„Diese Vorlesung soll den Priestern konkrete Hilfsmittel geben, damit sie bei ihrer seelsorglichen Tätigkeit informieren und den Familien wirklich helfen können.“

Einige Vorfälle, die in jüngster Vergangenheit durch die Medien aufgegriffen wurden, seien Alarmsignale. Das steigende Interesse für den Satanismus werde immer noch unterschätzt, müsse aber ernstgenommen werden: „Wenn der Priester eine gute Ausbildung erhalten hat, dann kann er hier einen wichtigen Beitrag leisten.“

Den Jugendsatanismus bezeichnete Climati als hausgemachtes Phänomen. Immer mehr Jugendliche würden in einer düsteren und schwermütigen Welt den besonderen Reiz der Teufelsanbetung verspüren:

„Auf viele von ihnen scheinen Schatten eine größere Faszination auszuüben als das Licht.“

Der Jugendsatanismus sei gefährlicher als die Sekten. Letztere könne man verhältnismäßig leicht aufspüren und kontrollieren. Dagegen gerate die spontane Unternehmungslust von drei oder vier Jugendlichen schnell außer Kontrolle:

„Meistens kann man erst einschreiten, wenn es schon zu spät ist.“
      
3 Lesermeinungen
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#3   Beatrix   14:53:13 | Freitag, 16. September 2005
Problem des Exorzismus heute…
… ist -so äußert sich ja auch P. Amorth- daß der Klerus weitreichend selbst ja gar nicht mehr an das Böse glaubt. Ein beklemmendes Zeugnis dieser Torheit ist der Exorzismus von 1999 (auf Lehmanns Initiative), der durch hinterlistige Klauseln seine eigene Anwendung beinahe unmöglich macht.
Dank P. Amorth und seiner (wenigen aber einflußreichen) Fürsprecher im Kardinalat kann der „wahre“ Exorzismus von 1614 alternativ angewandt werden, ich denke, nach diesem arbeiten mittlerweile alle.
Daß die Exorzimuskurse derart gut besucht sind, gibt ja Hoffnung. Hoffentlich färbt dies auch ein wenig auf den Episkopat ab…
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#2   Sozialkatholisch   14:17:29 | Freitag, 16. September 2005
Gute Ausbildung
Priester die sich um Besessene kümmern brauchen eine „Gute Ausbildung“.
1. Um Besessene von psychisch Kranke zu unterscheiden
2. Um möglichst effektiv zu arbeiten
Priester die sich um Jugendliche kümmern die in den Fängen esoterischer oder anderer dunklen Sekten geraten sind brauchen zuallererst gute seelsorgische fähigkeiten
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#1   Stimme aus dem Tradiland   13:11:12 | Freitag, 16. September 2005
Da sieht man, dass kreuz.net versucht, gerecht zu sein
… und möglichst die Wahrheit herauszufinden. Einmal etwas Kritisches über die Legionäre Christi, einmal etwas Positives. Beide Berichte waren zuverlässig. Es gibt Licht und Schatten bei den Legionären Christi; Schatten auch deswegen, weil sie NOM und V2 keineswegs kritisch hinterfragen und damit diese großen Fehlerquellen innerhalb der katholischen Kirche inhalieren…
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