In der Apsis der Basilika unserer Lieben Frau von Fourvière in Lyon finden sich auf dem Boden hinter dem Hauptaltare einige Mosaikdarstellungen, welche die Feinde der Kirche verdammen. Jetzt wurde eine dieser Darstellungen korrigiert.
(kreuz.net, Lyon) Am 11. September begann in Lyon das dreitägige Internationale Treffen ‘Menschen und
Religionen’.
Es wurde zum 19. Mal von der römischen ‘Gemeinschaft von Sant’ Egidio’ veranstaltet.
Die
‘Gemeinschaft von Sant’ Egidio’ ist eine Laienbewegung, die sich nach dem Zweiten Vatikanum in Rom bildete.
Lyon befindet sich in Ostfrankreich unweit von Genf.
Die Gemeinschaft konnte auf die Unterstützung der
Erzdiözese Lyon sowie auf finanzielle Beiträge der Stadt und anderer Institutionen zählen.
Der etwas
ausdrucksschwache Titel der Veranstaltung lautete: „Der Mut eines Humanismus des Friedens“.
Im Rahmen
des Treffens versammelten sich am Dienstag in der Basilika von Fourvière Katholiken, Orthodoxe, Anglikaner
und Reformierte zum gemeinsamen Gebet.
Dabei erinnerte man sich auch an die Bodendarstellungen hinter
dem Hauptaltar.
Diese erwähnen den Manichäismus, Naturalismus, Jansenismus und die Häresie von Martin
Luther. Luther wird dort als „fur et latro“ – „Gauner und Dieb“ bezeichnet.
Am Ende des ökumenischen
Gebetes befestigte man darum an der Wand vor der anti-lutherischen Bodeninschrift ein Schild.
Darauf
wird festgestellt, daß die christlichen Kirchen von Lyon die Konflikte der Vergangenheit hinter sich
lassen und beabsichtigen, auf der Straße der „Friedensstifter“ zu wandeln.
Lyon gilt generell als weltoffenes
Pflaster.
Der dortige Erzbischof ist Philippe Kardinal Barbarin (54). Erst vor einigen Wochen empfing
er den 1995 von Rom abgesetzten ehemaligen Bischof von Evreux, Mons. Jacques Gaillot. Der Kardinal vertraute
ihm eine Fortbildungsveranstaltung für Priester an.
Mons. Gaillot war vor allem wegen seiner unhaltbaren
Ansichten zur Homo-Ideologie in Ungnaden gefallen.
Während der Eröffnungsmesse für die christlichen
Teilnehmer des Kongresses holte Kardinal Barbarin den Katholikos der armenisch-orthodoxen Kirche, Karakin
II., an seine Seite.
Die Predigt wurde von beiden gehalten.
Der Kardinal beschäftigte sich mit der
Kategorie der Versöhnung als Schlüssel für den Fortschritt des ökumenischen Dialogs. Der armenische
Katholikos konzentrierte sich eher auf politische Stellungnahmen.
Die politischen Parolen holte der Kardinal
nach der Messe bei einer Ansprach auf dem Vorplatz der Basilika bei stürmischem Windgang nach.
Allgemein
waren die Wortmeldungen auf dem Kongreß weniger religiöser als politischer und sozialpolitischer Natur.
Das bemerkte auch der Korrespondent der italienischen linkskatholischen Wochenillustrierten ‘Famiglia
Cristiana’:
„Besteht nicht die Gefahr, daß diese Treffen nach 19 Jahren zu einem Ritus verkommen?“,
fragte er darum den Leiter der Gemeinschaft von Sant’ Egidio – und erhielt eine ziemlich ritualisierte,
nichtssagende Antwort.
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16 Lesermeinungen
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??? Wenn man also die Lüge zurücknimmt, Luther sei ein „Gauner und Dieb“ gewesen, ist das „an Häresie
grenzend“? Also manche haben hier Vorstellungen vom Glauben, daß es einen nur graussen kann. Naja, den
Teufel wirds freuen und einige werden sich dereinst sehr wundern
#14 Yersinia 20:59:37 | Sonntag, 25. September 2005
@sarto: wie heißt es doch gleich? „wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“ – also bin ich wohl naiv; „Freimaurer“
bin ich mit Sicherheit keiner – allerdings: muß ein Mensch naiv oder Freimaurer sein, um nicht eine Religion,
eine Ideologie absolut zu stellen? umgekehrt: willst du wirklich den großen Kampf, das „Harmaggedon“?
#12 Ignatius 16:39:19 | Sonntag, 25. September 2005
Orig @Sirilo Da Papst Pius X. und Anna Katharina Emmerich nicht auf Englisch gesprochen haben, wäre es
eine selbstverständliche Geste der Höflichkeit gegenüber den Lesern … wenn man den Pius-Text auch
im Original-Latein zitiert? ;)) Athanasius ist ja kein Deutscher –- ich hoffe er hat dennoch deine Erlaubnis
hier mitzudiskutieren? Das ist der Grund warum er eben öfter mal was in Englisch bringt –- immer noch
besser als nix zu bringen. Mit dem Pius-Text kann ich nicht aushelfen aber mit dem von Emmerich : „ …
Sie bauten eine große, wunderliche, tolle Kirche, da sollten alle darin sein und einig und mit gleichen
Rechten, evangelisch, katholisch und alle Sekten, und es sollte eine wahre Gemeinschaft der Unheiligen
sein und ein Hirt und eine Herde werden. Es sollte auch ein Papst sein, er sollte aber gar nichts besitzen
und besoldet werden. Es war alles schon vorbereitet und vieles fertig; aber wo der Altar war, da war es
wüst und gräulich. Das sollte die neue Kirche werden, und so steckte er das Haus der alten Kirche an… „
(P.K.E. Schmöger, Bd.I, 1870, S.563)
@Athanasius Da Papst Pius X. und Anna Katharina Emmerich nicht auf Englisch gesprochen haben, wäre es
eine selbstverständliche Geste der Höflichkeit gegenüber den Lesern einer deutschsprachigen Website,
diese Außerungen auf Deutsch zu zitieren. Zitate auf Englisch in diesem Rahmen sind ein Zeichen der Arroganz
des Autors: „Wenn ihr nicht Enhlisch könnt, seid ihr selber schuld…“
#10 Athanasius 18:11:13 | Samstag, 24. September 2005
Wieder Frankreich. Die Initiativen zur Errichtung einer Eine-Welt-Kirche/-Religion bleiben bestehen. Bereits
der hl. Papst Pius X. hatte 1910 dagegen zu kämpfen. Er schrieb in seinem Motu Proprio „Notre Charge
Apostolique“, 5. August 1910: >>…And now, overwhelmed with the deepest sadness, We ask Ourselves, Venerable
Brethren, what has become of the Catholicism of the Sillon? Alas! this organization which formerly afforded
such promising expectations, this limpid and impetuous stream, has been harnessed in its course by the
modern enemies of the Church, and is now no more than a miserable affluent of the great movement of apostasy
being organized in every country for the establishment of a One-World Church which shall have neither
dogmas, nor hierarchy, neither discipline for the mind, nor curb for the passions, and which, under the
pretext of freedom and human dignity, would bring back to the world (if such a Church could overcome)
the reign of legalized cunning and force, and the oppression of the weak, and of all those who toil and
suffer.<<<<
#9 Ignatius 17:42:41 | Samstag, 24. September 2005
Der Heilige Thomas definiert die Dummheit anders als viele heut @ Sarto zu Yersinia Sie sind entweder
extrem naiv oder selbst Freimaurer! Naiv ist ES nicht dieses Erreger-Bakterium, das gern die Diskussion
infiziert, und die deutschenhassende Zionistin Chatwin als politischen Referenzpunkt zitiert. Dumm jedoch
schon im Sinne Thomas von Aquins –- weil es sich willentlich gegen Gottes Offenbarung stellt. (Hat mit
fehlendem iq nix zu tun. Das gleich vorbeugend gesagt weil irgendein Liberaler denken täten könnte es
sei polemisch/beleidigend gemeint –- ist nicht.)
#7 Yersinia 15:02:52 | Samstag, 24. September 2005
@sulpicius: ts, ts, da sieht man wieder in welchen Gegenden des www du dich herumtreibst – Spaß beiseite,
der Begriff an sich steht „für das Göttliche, Numinose“ und ist per se nichts Schlechtes; „freimaurerisch“
Denkende haben eben diese Auffassung vom Göttlichen; aber was soll der Verweis auf die Freimaurerei bei
einem Beitrag über den Versuch, früheren Hass der Konfessionen aufeinander abzubauen?
#6 Athanasius 14:42:14 | Samstag, 24. September 2005
Wurde ja bereits gesehen. Und Lyon wird auch im modernistischen Rom kommen. Die Ehrwürdige Westfalens
hat es alles schon gesehen. „They built a large, singular, extravagant church which was to embrace all
creeds with equal rights: Evangelicals, Catholics, and all denominations, a true communion of the unholy
with one shepherd and one flock. There was to be a Pope, a salaried Pope, without possessions. All was
made ready, many things finished; but, in place of an altar, were only abomination and desolation. Such
was the new church to be, and it was for it that he had set fire to the old one; but God designed otherwise.“ –
1822, Anna-Katharina Emmerick.
#4 Yersinia 13:30:42 | Samstag, 24. September 2005
@Sulpicius: dein Link funktioniert nicht aber nichtsdestotrotz – ein „Humanismus des Friedens“ ist doch
ein sehr positiver Ansatz, v.a. wenn man bedenkt, dass nichtchristliche oder kirchenferne Menschen damit
sicher in Bemühungen um eine gerechtere, friedlichere Welt eingebunden werden können; und Gott-sei-Dank
sind die uralten Querelen von anno dazumal zwischen Katholiken und evangelischen Christen schon sehr relativiert;