Österreich
Ganz im Geist seines Vorgängers
Bei seiner gestrigen Amtseinführung ernannte der neue Bischof von Linz einen neuen Generalvikar und einen neuen Regens für sein Bistum. Letzterer hat sich in der Vergangenheit bereits die Titulierungen „Seminarleerer“ und „Diözesenzerstörer“ verdient.
(kreuz.net, Linz) Der neue Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz (65), wurde gestern Sonntag in Anwesenheit von 21 Bischöfen in sein Amt eingeführt. Zur Feier waren 4000 Menschen gekommen, darunter auch die Prominenz aus der Politik.

Höhepunkt der Zeremonie war der Augenblick, als Bischof Schwarz aus der Hand seines Vorgängers Bischof Maximilian Aichern den sogenannten Rudigierstab übernahm.

Der Rudigierstab ist der Bischofsstab des früheren Linzer Bischofs Franz Josef Rudigier († 1884). Er beschloß im 19. Jahrhundert den Bau einer neuen gotischen Bischofskirche und führte den Bau auch durch. Der Linzer Dom ist die größte Kirche Österreichs.

Bischof Schwarz erklärte in seiner Predigt, daß er gerne nach Linz gekommen sei: „Im Herzen trage ich eine große Liebe zu allen Menschen dieser Diözese, die mir von der göttlichen Vorsehung anvertraut wurde.“

Seine bischöfliche Aufgabe betrachte er als Dienst an der Kirche von Linz gemäß seinem Wahlspruch: „Dienet dem Herrn in Freude!“

Bischof Schwarz unterstrich in seiner Predigt, daß er den Weg seines Vorgängers, der sich durch Toleranz und Sozialcharisma ausgezeichnet habe, fortsetzen wolle:

„Im Hinblick auf das pastorale Leitungsamt möchte ich mich von Anfang an bemühen, alle positiven Kräfte zu vereinen.“

Hilfreich sei dabei die Treue zum Zweiten Vatikanischen Konzil.

Neben dem Dienst an der Einheit sei ihm das Sakrament der Eucharistie, der Schutz von Ehe und Familie und das Engagement für die Kinder und Jugendlichen wichtig.

Der oberösterreichische Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer hieß den neuen Bischof in seiner Ansprache am Schluß der Amtseinführung herzlich willkommen:

„Ich freue mich, daß er mehrmals betont hat, im Geist seines Vorgängers weitern wirken zu wollen.“

Am Ende der feierlichen Amtsübernahme gab Bischof Schwarz seine engsten Mitarbeiter in der Leitung der Diözese bekannt.

Neuer Generalvikar wird Pater Severin Johann Lederhilger, Prämonstratenser des Stiftes Schlägl. Das Stift befindet sich im oberösterreichischen Mühlviertel unweit der bayerisch-tschechischen Grenze. Es gilt als sehr liberal.

Der neue Generalvikar ist Professor für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität.

Sein Vorgänger, Maximilian Mittendorfer, wird neuer Regens des Linzer Priesterseminars. Mittendorfer hatte dieses Amt bereits vor seiner Ernennung zum Generalvikar im Jahr 2003 inne.

Damals kommentierte ein Leser auf dem österreichischen katholischen Internetportal kath.net:

„Mittendofer neuer Generalvikar? Das darf doch nicht wahr sein. Zuerst hat der das Seminar ausgeleert und jetzt soll er dafür Generalvikar werden? Da ist ja „Pfarrer Breitenbach“ ein kleiner Wurm dagegen. Der ruiniert eine Pfarre – Mittendorfer wird die Pfarrer und damit die ganze Diözese ruinieren. Leider.“
      
14 Lesermeinungen
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#14   covadonga   16:17:13 | Dienstag, 20. September 2005
Immer mit der Ruhe
Danke, Didimus, das ist genau die Info, die ich wollte. Sie können von der Palme wieder runterkommen.
Wörtlich heitß es auf der Site der Diözese www.dioezese-linz.at/redaktion/index.php?action_new=Les…:
Im Hinblick auf das pastorale Leitungsamt möchte ich mich von Anfang an bemühen, alle positiven Kräfte zu einen. Es ist mir ein großes Anliegen, dass die Kirche von Linz in Harmonie mit der Weltkirche lebt und in enger Beziehung zu Rom und zum Papst steht. Gerade die Treue zum Zweiten Vatikanischen Konzil wird uns da sehr hilfreich sein.
So gesehen, haben beide kath.-Weblogs mit ihrer jeweiligen Schlagseite Recht. Der Bischof hat in den drei zitierten Sätzen offenbar versucht, es allen Richtungen in Sachen Liturgiegezänk Recht zu machen. Und die jeweiligen Adressaten legen das in ihrem Sinn aus. Kann man ihnen nicht wirklich vorwerfen.
Messen wir den Bischof an seinen Taten. Und die sind eindeutig liberal (z.B. Personalentscheidungen). Befremdlich, daß sowas neuerdings Geld.net Jubelschreie entlockt. Aber wie hieß es doch so schön bei den Bänkelsängern: Wes Brot ich eß, des Lied ich sing.
Eigentlich paradox: Denn den Verweis auf die … positiven Kräfte … werden vielleicht manche (Liberale?) so verstehen wollen, daß Personen wie Herbert Lindner und Roland Biermeier samt ihren jeweiligen Vereinen beim Dialogeln draußen bleiben sollen.
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#13   Didimus   15:05:16 | Dienstag, 20. September 2005
Meine Güte!!!
Liebe(r) covadonga, vielleicht bemühen Sie sich auf die Homepage der Diözese Linz. Dort gibt es den vollständigen Wortlaut der Predigt. Wenn Sie wollen, können Sie sich sogar ein Video von der Predigt anschauen.
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#12   covadonga   14:53:00 | Dienstag, 20. September 2005
Hmm?
Wer sagt denn, daß die Version von Geld.net www.kreuz.net/article.1244.html und nicht die von kreuz.net stimmt?
Gibt es dazu eine Urquelle? Presseaussendung der Diözese o.ä.
Oder haben die jeweiligen Redakteure bei dem Event mitgeschrieben?
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#11   Didimus   11:24:02 | Dienstag, 20. September 2005
Mal ein Vergleich…
hier die kreuz.net-Version:
„Im Hinblick auf das pastorale Leitungsamt möchte ich mich von Anfang an bemühen, alle positiven Kräfte zu vereinen.“
Hilfreich sei dabei die Treue zum Zweiten Vatikanischen Konzil.
Und hier die Anprache im Wortlaut:
„Im Hinblick auf das pastorale Leitungsamt möchte ich mich von Anfang an bemühen, alle positiven Kräfte zu einen. Es ist mir ein großes Anliegen, dass die Kirche von Linz in Harmonie mit der Weltkirche lebt und in enger Beziehung zu Rom und zum Papst steht. Gerade die Treue zum Zweiten Vatikanischen Konzil wird uns da sehr hilfreich sein.“ (Quelle kath.net)
kreuz.net unterschlägt die Aussage, daß der neue Linzer Bischof die enge Beziehung zum Papst und die Harmonie mit der Weltkirche so stark betont und stellt die Aussagen von Bischof Schwarz damit völlig verzerrt dar.
Ich habe in einem früheren Posting schon mal geschrieben, daß mir der Hurra-Katholizismus von kath.net nicht sonderlich behagt. Die Personalentscheidungen des Linzer Bischofs sind höchst bedenklich, aber auch gegen Bischof Schwarz ist journalistische Fairness geboten.
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#10   Stimme aus dem Tradiland   16:29:09 | Montag, 19. September 2005
Äpfel und Birnen?
@ Na gut, ich ziehe den Ausdruck „Phobie“ mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. Allerdings hat Ihre von mir kritisierte Äusserung eindeutig mir gegolten.
Auch ist es völlig sinnlos, irgendwelche alten nicht mehr relevanten Geschichten aufzurühren und Äpfel mit Birnen zu vergleichen: wenn schon, dann legen Sie mit Name und Adresse Ihre Beweise gegen Linz auf den Tisch. Ahnungslosigkeit zeigen SIe vor allem darin, daß Sie nicht wissen, wie umfassend der Problemfall rund um den früher als Fels in der Brandung gelegenen Bischof Krenn geworden war
Die Fälle Diözese Linz und Diözese St. Pölten gleichen eher wie ein Ei dem anderen. Die Beweise für hs. Umtriebe im Linzer Priesterseminar haben Herbert Lindner, Herausgeber der Wahrheit, und andere längst dem Nuntius, Cardinal Schönborn und Rom vorgelegt. Es hat sich nicht um „alte Geschichten“ gehandelt, sondern auch aktuelle. Dennoch hat es dort viel länger gedauert, weil die Medien den Fall Linz ignoriert haben. Dort galt es ja auch nicht, einen Bischof Krenn auszuhebeln.
Über Bischof Krenns Schwächen bin ich mir durchaus bewußt, allerdings hatte er auch Stärken, was man von Bischof Aichern zu keiner Zeit behaupten konnte.
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#9   turk   15:56:06 | Montag, 19. September 2005
Zum Analysieren und Vergleichen gehört mehr als nur Vermutung
Nein, liebe „Stimme“, Analysieren scheint nicht ihre Stärke. Ich habe zu Ihrem material definierten Vergleich überhaupt nicht Stellung genommen, sondern allgemein dazwischengerufen. Sie wissen ganz genau, daß keine Phobie vorliegt. Allerdings – und das werden Sie zugeben müssen – sind auf diesem Portal sowohl artikelmäßig als auch forumsmäßig ständig Desinformationen à la „13.“ gelandet, die die ehemaligen Regenten des wegen Pornosucht und Homosexualität gesperrten Priesterseminars von St Pölten (Wiedereröffnung: 1. Oktober 2005) indirekt fast zu Heiligen hochstilisierten. Erst seitdem der „13.“ mit den Prozeßklägern grandios gescheitert ambrosius.patched.de/ ist, weil nämlich nicht eine „Kardinalsintrige“ aufgedeckt wurde beim staatlichen Prozeß, sondern ein Urteil erging, daß betreffend die Profilberichterstattung den Wahrheitsbeweis als erbracht ansah, ist es hier ein wenig stiller geworden. Pseudo-Angriffe gegen jene, die immer schon vor der Umdeutung der wahren Faktenlage in ein Lügengebäude warnten, haben stark abgenommen.
Auch ist es völlig sinnlos, irgendwelche alten nicht mehr relevanten Geschichten aufzurühren und Äpfel mit Birnen zu vergleichen: wenn schon, dann legen Sie mit Name und Adresse Ihre Beweise gegen Linz auf den Tisch. Ahnungslosigkeit zeigen SIe vor allem darin, daß Sie nicht wissen, wie umfassend der Problemfall rund um den früher als Fels in der Brandung gelegenen Bischof Krenn geworden war. Ihre Vergleiche sind daher leider sinnlos.
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#8   Stimme aus dem Tradiland   15:38:44 | Montag, 19. September 2005
@ turk
Wenn Sie das Verderben unschuldiger Kinderseelen durch blasphemisch-pornographisch-sodomistische Zeichnungen nicht schlimmer finden als den hs. Verkehr unter Erwachsenen (die für ihr Tun – mindestens weitgehend – selbst verantwortlich sind), dann hat Ihre Anti-Küchl-Rothe-Phobie, die an sich eine berechtigte Grundlage hat, schon zu einer völligen Desorientierung geführt.
Zwischen Bösen und noch Böserem muß man halt unterscheiden können. Und was den Vergleich der Maßnahmen zwischen St. Pölten und Linz betrifft, so hat man im Falle von Linz 25 Jahre lang den Mißständen (die auch hs. Aktivitäten im Seminar und in der Linzer Kirchenzeitung betrafen) zugesehen und dann offenbar „nur“ wegegen liturgischer Mißstände den Bischof aus dem Verkehr gezogen, während man in St. Pölten zwischen dem Beginn der Mißstände und der Absetzung des Bischofs nur 2 Jahre gebraucht hat.
George Orwell: Alle sind gleich, doch manche sind gleicher…
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#7   turk   15:19:44 | Montag, 19. September 2005
Schonen Sie Ihre „Stimme“ ;-)
Diakonos hat nicht schlecht argumentiert. Da Sie, liebe „Stimme“, nicht an einer Apostolischen Visitation der Diözese Linz oder der Diözese St. Pölten teilgenommen haben, ist Ihre Meinung, daß ein sogenannter „Linzer Mist“ mehr zum Himmel stinkt als der nunmehr von einer unabhängigen Richterin erkannte ehemalige „St. Pöltner Mist“ (wobei Mist natürlich unterschiedlichen Inhalt haben kann) so unnötig wie ein Kropf und von einer Relevanz, die etwa jener von drei einschlafenden Gelsen entspricht. Irgendwann werden Sie erkennen, daß dauerndes Senf-Dazugeben zu allem und jedem nicht besonders erhellend sein kann.
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#6   Stimme aus dem Tradiland   14:53:03 | Montag, 19. September 2005
Modernistenterror in Linz
Zitat Bischof Ludwig Schwarz: Treue zum Zweiten Vatikanischen Konzil wird uns da sehr hilfreich sein.
Diese Annahme wird durch die Entwicklung – die Früchte – seit V2 wiederlegt. Hilfreich wäre die Rückkehr zur Tradition! Wieder einmal werden die offenkundigen falschen Weichenstellungen vorgenommen!
@ diakonos: Weil Hw. Küchl (und sein Stellvertreter, Hw. Rothe) versagt hat, ist das keine Rechtfertigung dafür, dass der Mist, der in der Diözese Linz aufgeführt wird und offenbar jetzt prolongiert wird, gerechtfertigt ist! Der Linzer Mist stinkt noch viel mehr zum Himmel, als der St. Pöltner Mist jemals stinken konnte!
Beispiel: In die pornographisch-blasphemische-sodomistische Kunstausstellung von Keith Haring, einem verstorbenen hs. Künstler, der an AIDS gestorben ist, wurden hunderte Schulklassen geführt und zwar mit Empfehlung des Pastoralamtes der Diözese Linz!
Diese konnten dann u.a Engel, welche mit Hunden kopulieren, betrachten.
Es ist eine Schande, dass überhaupt jemand von der „geistlichen“ Bande, die seit Jahrzehnten die Gläubigen der Diözese Linz drangsaliert, in Führungspositionen gehoben oder in solchen belassen wird!
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#5   diakonos   14:14:51 | Montag, 19. September 2005
kreuz.net – ein Kreuz!
Der Name Ihrer Internetseite, kreuz.net, wird immer mehr zur Blasphemie und Ihre Seite zu einem wirklichen Kreuz für die Mehrzahl der Christen (für jene die nicht fundamentalistisch sind).
Was Sie hier in diesem Artikel, aber auch in vielen anderen zusammenschreiben, ist geradezu verantwortungslos.
Übrigens, ich bin zwar kein Oberösterreicher, aber ich durfte Regens Max Mittendorfer – vor seiner Ernennung zum GV – persönlich kennenlernen, und ich habe ihn mehrmals getroffen, und ich muss sagen, ich halte ihn für eine sehr kompetente Person. Apropos „Seminarentleerer“: das ist ein schlechter Witz, denn erstens kann ein Regens den Priesternachwuchs einer Diözese nicht MACHEN und zweitens bedeutet Quantität allein noch lange nicht Qualität. Was sagen Sie etwa zum „Seminarfüller“ Probst Ulrich Küchl von St. Pölten???
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#4   Andreas Erz-Bistum Berlin   14:02:32 | Montag, 19. September 2005
Tradilein
keinen Priesternachwuch mehr geben wird, und wenn, dann homosexuellen
das ist ja sowieso schon der Fall.
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#3   Stimme aus dem Tradiland   12:46:25 | Montag, 19. September 2005
? Weil er die Menschen seiner Diözese so sehr „liebt“
mutet Bischof Ludwig Schwarz ihnen in den beiden Schlüsselpositionen zwei der radikalsten Modernisten seiner Diözese zu. Typisch perverse V2-Dialektik! Mit „Liebe“ in christlichem Sinne hat dies natürlich überhaupt nichts zu tun! Die Diözese Linz ist ja in einem „so tollen Zustand“, dass sie unbedingt weiter kaputt gemacht werden muß.
Damit es noch mehr überbezahlte PastoralassistentInnen als „Quasi-Pfarrerinnen“ gibt. Vielleicht kommt bald ein „Schuß Algermissen“ in die Diözese, weil durch diese Personalmaßnahmen gesichert ist, dass es praktisch keinen Priesternachwuch mehr geben wird, und wenn, dann homosexuellen.
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#2   jolie   10:13:44 | Montag, 19. September 2005
deswegen
sind wir ja so froh, dass es kreuz.net gibt.
oder?
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#1   covadonga   07:22:26 | Montag, 19. September 2005
Komisch?
Auf Geld.net www.kath.net/detail.php?id=11503 liest sich das ganz anders.
Wes’ Brot ich ess’, des’ Lied ich sing?
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