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Donnerstag, 25. November 2004 10:38
kreuzmeldungen
Zwei-Kind Politik in Indien + Keine Intoleranz gegen das Christkind + Revolutionsgedenken verblaßt + Trauriger HIV-Rekord + Meßbesucher ausgeraubt
Zwei-Kind Politik in Indien

Indien. Die indische Regierung hat ein Gesetz vorgelegt, nach dem niemand in einem parlamentarischen Büro angestellt werden darf, der zuhause mehr als zwei Kinder sitzen hat. Der Gesetzesentwurf möchte die Familienplanung im Land erzwingen. Gesundheitsminister Anbumani Ramdoss gab bekannt, sich dem Gesetz zu widersetzen. Der Entwurf würde einem Zwang gleichkommen. In mehreren Regionen Indiens wurden bereits ähnliche Gesetze erlassen. Dort bleiben betroffenen Familien Wohnkredite, staatliche Anstellungen oder der Zugang zur Universität versagt.

Keine Intoleranz gegen das Christkind

Schweiz. Die Religionslehrer in Zürich wollen sich weigern, Weihnachtserzählungen zu unterrichten. Der Ausländeranteil in den Klassen sei zu hoch. Gerold Lauber, der städtische Fraktionschef der CVP, die früher Katholisch-konservative Partei hieß, meinte diesbezüglich in einem Interview mit ‘20 Minuten’: „Rücksicht auf Andersgläubige in allen Ehren, aber das Christkind muß in der Schule Platz haben“. Bei einer Meinungsumfrage wollten 85 % der Befragten Maria und Josef weiterhin in der Schule beherbergt wissen.

Revolutionsgedenken verblaßt

Rußland. Bisher war der 4. November der russische Feiertag für die Oktoberrevolution. In Zukunft wird Rußland dieses kommunistischen Ereignisses nicht mehr gedenken. Stattdessen hat das rußische Parlament (Staatsduma) einen „Tag der Einheit“ auf den 7. November festgesetzt. Bei der „Oktoberrevolution“ handelt es sich um den Aufstand der russischen kommunistischen Partei im Jahre 1917. Sie gilt als der Beginn des Boschewikenterrors unter Wladimir Ilitsch Lenin und als das Geburtsdatum der 1989 verstorbenen Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR).

Trauriger HIV-Rekord

UNO. Nach Angaben der UNO steigt die Zahl der HIV-Infektionen weiter an. Mit 39,4 Millionen infizierten Menschen weltweit hat die Krankheit einen neuen Höchststand erreicht. Ein besonders hoher Anstieg ist bei Frauen zu verzeichnen. Mittlerweile ist die Infektion bei ihnen fast genauso weit verbreitet wie bei Männern. In den Gebieten Afrikas südlich der Sahara sind fast 60% der Erkrankten Frauen. Insgesamt hat sich das Virus vor allem in Asien und Osteuropa stark verbreitet.

Meßbesucher ausgeraubt

USA. Am vergangenen Sonntag, kurz vor Beginn der heiligen Messe, haben zwei maskierte Männer die Kirchenbesucher einer katholischen Kirche in Fort Lauderdale (Florida) überfallen. Einer der Männer war mit einer Pistole bewaffnet. Die Täter forderten die etwa zehn Frühmeßbesucher auf, ihre Taschen zu leeren. Eine Frau wurde auf den Altar niedergeworfen, mit der Pistole bedroht und sodann ihrer Geldtasche entledigt. Verletzt wurde niemand, die Diebe machten sich mit zwei Geldbeuteln davon.
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