Heute Vormittag wählten die in Fulda tagenden Deutschen Bischöfe ihren bisherigen Vorsitzenden für eine vierte Amtsperiode. Im Frühjahr hatte sich die vatikanische Bischofskongregation noch gegen eine erneute Wiederwahl des Bischofs von Mainz gestellt.
(kreuz.net, Fulda) Der 69jährige Bischof von Mainz präsidiert die Deutschen Bischöfe seit 1987. In
den Jahren 1993 und 1999 wurde er bereits in seinem Amt bestätigt.
Stimmberechtigt waren heute in Fulda
68 Bischöfe. Auch der stellvertretende Vorsitzende und Bischof von Aachen, Mons. Heinrich Mussinghoff
(64), wurde in seinem Amt bestätigt.
Die Vollversammlung wählte außerdem den Sekretär der Deutschen
Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer SJ (53), für eine weitere sechsjährige Amtszeit.
Noch im
Frühjahr sandte Giovanni Battista Kardinal Re, der Präfekt der vatikanischen Bischofskongregation, einen
Brief nach Deutschland.
Das Schreiben war an den Bischof von Mainz in seiner Eigenschaft als Vorsitzender
der Deutschen Bischofskonferenz gerichtet.
Im Brief wurde dem Kardinal mitgeteilt, daß er sich kein
viertes Mal für das Amt bei der Deutschen Bischofskonferenz bewerben könne.
Offensichtlich hat der
Vatikan in dieser Frage in der Zwischenzeit einen Rückzieher gemacht.
Kardinal Lehmann war bis zu seiner
Ernennung zum Bischof von Mainz im Juni 1983 ein bekannter Theologe und Professor für Dogmatik und Ökumenische
Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau.
Er ist der 87. Nachfolger des heiligen
Bonifatius auf dem Mainzer Bischofsstuhl und der vierte Kardinal in dieser Eigenschaft.
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22 Lesermeinungen
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#22 sedia 22:29:12 | Donnerstag, 22. September 2005
Die dümmsten Kälber… wählen ihre Vorsitzenden selber!!! Kann man da nur sagen! Arme deutsche Kirche.
Nochmal den Ultrakarrieristen Lehmann und es geht weiter bergab in Deutschland, kein klarer Kurs im eigenen
Bistum, wegen ständiger Abwesenheit. Beispiele: Schlingerkurs im Blick auf die Wichtigkeit von Priestern
in Gemeinden, hinter vorgehaltener Hand kritische Aussagen gegen den Papst, bei verschiedenen Gruppierungen
jeweils deren Meinung bestätigen. Eine Frage: Ist es akzeptabel, daß ein Bischof Zeit hat für irgend
welche dubiosen „Ordensverleihungen“ oder Fotosessions mit Schafen auf den Rheinauen und zuhause nie zu
sehen ist. Man kann die Priester in Mainz nur bedauern: Ihren Bischof kennen sie nur aus dem Fernsehen.
Eine Frage: Welche Meinung hat er überhaupt? Antwort: Seine eigene! Und die heißt KARRIERE. Weil es
heißt, hier solle respektvoll geurteilt werden: Ich beobachte Lehmanns Aussagen und Äußerungen schon
seit Jahren. Wer ein bischen mitdenkt muß begreifen, daß er eine Windfahne ist! Trotz allem: Betet für
ihn, das meine ich ernst. Und betet für einen Wechsel, der wirklich katholisch ist, das meine ich auch
ernst. Und das ist ausnahmsweise mal kein Widerspruch.
#21 Malachias † 23:34:37 | Mittwoch, 21. September 2005
Kentenich und Lefebvre Wenn „die“ Schönstätter ihren Gründer (Kentenich) richtig verstanden haben,
werden sie sicher auch M. Lefebvre richtig verstehen und beide als Repräsentanten echt katholischer Antworten
auf die heutige Zeit begreifen lernen. Auch wenn es Unterschiede z.B. in der Bewertung des Konzils und
anderer, mehr ins Konkrete gehender Fragen geben mag. Grundanliegen Kentenichs war es, einen „neuen“ Menschen
zu erziehen, der sich – gegen den Trend und die Beeinflussung durch die Masse(nmedien) – eigenständig
entscheidet. Genau diese Fähigkeit ist aber – und das scheint mir von den Mitgliedern der Schönstattbewegung
nicht ausreichend erkannt zu werden – gerade auch im Bilck auf das Konzil und seine Schattenseiten (die
nicht zu leugnen sind) gefordert! Die auf schönstattischer Seite mitunter geäußerte Kritik an Fehlformen
des traditionellen Katholizismus mag davon unberührt teilweise berechtigt bleiben.
??? Wann erkennst du endlich die Sendung der Hll. Ludwig Maria Grignion von Montfort und Vinzenz Pallotti,
der Pius-Päpste des 19. und 20. Jahrhunderts und der Diener Gottes Josef Kentenich und Marcel Lefebvre
für die heutige, so sehr verirrte Zeit? Kentenich und Lefebvre??? Da werden sich die Schönstätter aber
freuen …
#19 Malachias † 23:08:55 | Mittwoch, 21. September 2005
Armes Deutschland… …wann wirst du endlich (wieder) katholisch = marianisch = apostolisch? Wann erkennst
du endlich die Sendung der Hll. Ludwig Maria Grignion von Montfort und Vinzenz Pallotti, der Pius-Päpste
des 19. und 20. Jahrhunderts und der Diener Gottes Josef Kentenich und Marcel Lefebvre für die heutige,
so sehr verirrte Zeit? Veni Sancte Spiritus!
#17 bonifatius 21:55:45 | Dienstag, 20. September 2005
Das Deutsche Kreuz Voll d’accord mit Evelin. P.s. So führungslos wie die Deutsche Kirche ist auch die
Deutsche Politik. Vor Jahren nannte ein Geschichtslehrer dies das Deutsche Kreuz. Der waagrechte Balken
trennte den Norden vom Süden in die unterschiedlichen Konfessionen, der senkrechte politisch den Westen
vom Osten. Doch jetzt kommt noch innerhalb der Kirche ein heftiger Streit über die Anerkennung des Dekalogs
und über die Auslegung der Glaubenswahrheiten hinzu. Schlaft gut, werte Hochwürden im Bischofsamt!
#16 Evelin 20:57:47 | Dienstag, 20. September 2005
Rom hat im Bereich der deutschen Bischofskonferenz nichts mehr zu melden Im übrigen ist es auch egal:
Es wäre ohnedies nichts besseres nachgekommen. Wenn Gotthard fragt, inwieweit sich die deutsche Bischofskonferenz
der röm. Jurisdiktion entzogen hat, so ist auf die nach wie vor geltende häretisch-schismatische Königsteiner
Erklärung hinzuweisen. Dass der Lehmann-Kurs der DBK eine klare Mehrheit hat, war ja an dem bisherigen
Verhalten der Mitbrüder im Bischofsamt schon gut abzulesen. Wer hat denn der Beteiligung der Kirche an
der Abtreibung durch die Beratungsscheinausstellung widersprochen? Nur ein bereits verstorbener Bischof.
Und wer hat die Donum Vitae-Leute offiziell exkommuniziert bzw. eine entsprechende Erklärung abgegeben?
Kein einziger deutscher Bischof. Lehmann & die DBK: Damit es in Deutschland und der katholischen Kirche
in Deutschland weiter abwärts geht. Ähnlich negativ wie die Bundestagswahl… Der Gatte der Evelin
#15 sani † 19:19:46 | Dienstag, 20. September 2005
Herzliche Gratulation, lieber Bischof Lehmann Entgegen allen Unkenrufen diverser Splittergruppen ist der
hervorragende Theologe und Rahnerschüler wieder zum Vorsitzenden der DBK gewählt worden. Halleluja und
Gott sei’s gedankt GzG sani
#14 Pelagius 16:53:36 | Dienstag, 20. September 2005
Bildwechsel? War da nicht anfangs ein weitaus sympathischeres Photo Seiner Eminenz über dem Artikel zu
sehen? (Anlaß für Theoriebildungen; z.B. Existenz eines Doppelgängers, der jetzt den deutschen Katholizismus
repräsentiert, während der wahre Lehmann in den Kellern unter dem Mainzer Dom seines Comeback harrt…)
#13 Benedikt 16:35:30 | Dienstag, 20. September 2005
@ Hans Mohrmann Ja gegen das Lob ist man immer machtlos. Hr. Schröder wurde auch schon von der NPD gelobt.
Aussagen kann man darüber aber kaum treffen. Meine Lieblingskatholiken (die, die netten „KatholikInnen
benutzen Kondome“-Plakate beim Weltjugendtag geklebt haben Abgesehen davon, dass höchst zweifelhaft ist,
ob es sich bei WsK um einen katholischen Verein handelt, war der Spruch in Köln noch schlimmer: Er lautete
nämlich: „GUTE Katholiken benutzen Kondome“, was im Umkehrschluss ja bedeutet, dass nur schlechte Katholiken
keine benutzen.
Lehmann und „Wir sind Kirche“ Folgender Text findet sich bei „n-tv.de“ Die KirchenVolksBewegung „Wir sind
Kirche“ begrüßte ebenfalls die Wiederwahl von Lehmann. Dies sei „ein deutliches Zeichen der deutschen
Bischöfe, dass Lehmann als langjähriger Vermittler zwischen vatikanischen Positionen und deutscher Kirchenrealität
weiterhin ihr Vertrauen hat“, heißt es. Nach Ansicht der katholischen Reformbewegung ist die erneute
Wahl des Mainzer Bischofs „vor allem aber ein positives Signal, dass ein weiteres fundamentalistisches
Abdriften der katholischen Kirche nicht von der Mehrheit der deutschen Bischöfe mitvollzogen wird“. Meine
Lieblingskatholiken (die, die netten „KatholikInnen benutzen Kondome“-Plakate beim Weltjugendtag geklebt
haben)
#11 Beatrix 15:55:34 | Dienstag, 20. September 2005
ad Romulus Soweit ich es, gab es keine offenen Aussprachen und somit auch keine Gegenkandidaten. Ambitionen
werden einigen nachgesagt – Zollitsch, Marx und Schick, vielleicht auch Mussinghoff und Mueller. Aber
nach meinen Informationen waehlt man aehnlich dem Konklave, indem jeder einfach einen Namen auf einen
Zettel schreibt. Dass Lehmann gleich im ersten Wahlgang gewaehlt wurde, zeigt ja, dass seine Akzeptany
hoeher ist als viele (einschliesslich mir) dachten. Wer weiss, welche Rolle das Wahlverhalten der Weihbischoefe
spielte…
#9 Beatrix 14:38:10 | Dienstag, 20. September 2005
Eine Begrenzung der Amtsdauer… … ist keine rechtliche Norm. Es handelt sich dabei lediglich um eine
angedachte Sache, wie auch beim Gotteslob, wo noch nichts passiert ist. Lehmanns Wahl, die ich selbst
im uebrigen sehr bedauere, ist damit wohl kanonisch sauber ueber die Buehne gegangen. Von irgendwelchen
Briefen an Card. Lehmann weiss ich nichts, jedenfalls wuerden diese dann wohl eher von einer neuerlichen
Wahl abraten. Von Verbot kann keine Rede sein. Mal sehen, wie es weiter geht. 2011 ist Lehmann 75, womoeglich
wird er dann noch nicht von seinem Bischofsstuhl entbunden und kandidiert dann auch fuer den DBK-Vorsitz
erneut ,)
#7 Benedikt 14:29:04 | Dienstag, 20. September 2005
@ Hans Mohrmann Na, also Leiter ihrer Ortskirchen sind immer noch die Bischöfe. Wenn, dann haben die
Bischöfe in ihrer Gesamtheit diesen Niedergang zu verantworten. Da die Zahlen aber zwischen Bistümern
mit „konservativen“ und Bistümer mit „liberalen“ Bischöfen nicht wirklich unterschiedlich sind, kann
man es mit einer derart einfachen Aussage: „Der Vorsitzende ist an allem Schuld“ nicht mehr wirklich erklären.
Dies ist eine viel kompliziertere Frage.
Erfolgsteam Von dem Jahr der Wiedervereiigung bis zum Jahr 2003 ist die Zahl der deustchen Katholiken
um 2 Millionen gesunken. Könnte es sein, daß dies mit der Präsentation der deutschen Katholiken im
Lehmannschen Sinn zu tun hat?
#3 Peccator 13:09:52 | Dienstag, 20. September 2005
Weitere sechs Jahre… in denen ich in der deutschen katholischen Kirche die anti-römische und anti-katholische
Tendenz fortsetzen wird. Wie soll das nur weitergehen…?
#2 Gotthard 12:50:37 | Dienstag, 20. September 2005
Prima Herzlichen Glückwunsch Kardinal Lehmann zu dieser Wiederwahl, die eine gute Entscheidung für die
Kirche in Deutschland ist. Gut auch, dass sich manche Privatmeinungen von Kurialen nicht in die Tat umsetzen
lassen…
#1 Benedikt 12:34:44 | Dienstag, 20. September 2005
q.e.d. Er ist der 87. Nachfolger des heiligen Bonifatius auf dem Mainzer Bischofsstuhl und der vierte
Kardinal in dieser Eigenschaft. Na, wenn das mal keine Ähnlichkeit hiermit de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lehmann
hat .