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Donnerstag, 22. September 2005 13:15
Ein Kardinal bittet Allah
Anläßlich eines Besuchs von König Abdallah II. von Jordanien in der Rechtsfakultät der Katholischen Universität von Washington hielt der dortige Erzbischof und Großkanzler, Theodore Kardinal McCarrick, am 13. September die folgende Ansprache.
Kardinal McCarrick
Kardinal McCarrick
Ihre Majestät, König Abdallah

Ihre Majestät, Königin Rania

Prinz Ghadsi

Mitglieder der Delegation des Haschemitischen Königreiches von Jordanien

Hochwürdiger Präsident der Universität

Verehrte Gäste aus vielen Glaubensgemeinschaften

Freunde,

Ihre Majestät,

Vor einigen Monaten hatte ich das Privileg, für Sie bei einer anderen Gelegenheit in dieser Hauptstadt zu beten. Damals bat ich Allah, den barmherzigen und allerbarmenden Herrn der ganzen Welt, Sie zu segnen und Ihnen zu helfen, Ihr Land zu einer Brücke zu machen, durch die alle Nationen in Einheit, Freundschaft und Liebe ziehen können.

Nachdem ich heute Ihre Worte gehört habe, glaube ich, daß mein Gebet erhört wurde.

Meine Amman-Botschaft im letzten November ist nicht nur ein Wegplan und eine Herausforderung für die große Welt des Islam, sondern für die ganze Menschheit.

Ihre weise Führung ist eine lebhafte Einladung an uns alle, besonders an das Volk des Buches, die Familie Abrahams, die an so vielen Dingen Anteil hat und die berufen ist, Brüder und Schwestern in der einen Familie Gottes zu sein.

Sie haben sich die Worte von Papst Benedikt XVI. zu Herzen genommen, die er zu den moslemischen Religionsvertretern sprach, welche sich letzten Monat mit ihm in Deutschland versammelt hatten. Er lud sie alle ein, gemeinsam mit ihm das Haßgefühl aus den Herzen auszurotten, jede Form von Intoleranz zu verwahren und jeder Manifestation von Gewalt entgegenzutreten.

Wie Sie in Ihrer brillanten Ansprache an uns heute zitierten, rief Papst Benedikt seine Zuhörer auf, den Weg des grausamen Fanatismus hinter sich zu lassen, der das Leben von so vielen Menschen bedroht und den Fortschritt des Weltfriedens behindert.

Der Aufruf Ihrer Majestät und des Heiligen Vaters sind auf so viele Weisen identisch.

Möge Allah, der Barmherzige und Allerbarmende, Ihre Schritte weiterhin auf diesem edlen Pfad begleiten.

Möge er Sie, Ihre Familie und Ihr geliebtes Land führen und beschützen und möge durch Ihre Anstrengung, Ihre Vision und durch Ihren Mut Friede und Gerechtigkeit zu allen Ländern und Völkern kommen.

Darum bitten wir im Namen Allahs, des barmherzigen und allerbarmenden Gottes. Amen.

Das Grußwort wurde auf Englisch gesprochen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 44 Lesermeinungen:
Freitag, 2. Dezember 2005 15:59
josefjosef: Allah ist nicht Gott, denn Gott hat einen Sohn
Allah ist nicht Gott, denn Gott hat einen Sohn, aber Allah nicht. Der Islam ist laut der Bibel die Lehre des Antichristen. Die entsprechenden Bibelverse hier:

www.euroislam.info
Mittwoch, 28. September 2005 17:45
Marcel: Mohammed is not the prophet of the same God as that of Jesus
Folgend ein wirklich schöner und gut zum Thema passend kurzer Artikel eines indischen Paters der Tradition, 1999 zum Priester geweiht.
Ergänzt sich gut mit Raddatz’ Arbeiten und erhellt den Skandal, über den der Kreuznet-Artikel berichtet, auf seine Weise!

„Understanding Islam“ by Fr. Gnana Pragash Suresh, October 2001, The Angelus (URL).

Leider nur in Englisch… (Was daran liegt, daß viele gläubige US-Katholiken einen sehr aktiven und offensiven Missionsdrang bewahrt haben. Dies wird wahrlich nicht nur von „The Angelus“ bewiesen, auch wenn dieser Verlag eine echte Perle darstellt mit seinem riesigen Angebot an exzellenten Artikeln der katholischen Tradition, wovon sehr viele auch im Internet verfügbar sind.)
Dienstag, 27. September 2005 22:21
daffi: REDAKTION und ALLE
Einen Vorschlag zu diesem „Allah“-Wort Streitpunkt:

– Wenn der Kardinal die Ansprache in der Landessprache von König Abdallah II., oder einer Arabisch-ähnlichen Sprache gehalten hat, könnte man – wenn in dieser Sprache wirklich von Katholiken das Wort „Allah“ für den Dreifaltige Gott verwendet wird (werden kann) – das nochmal als unglückliche Formulierung gelten lassen.

Nur sehr klug wäre es vom Kardinal nicht so eine gefährlich verwechselbare Formulierung zu verwenden.

– Wenn Kardinal McCarrick die Ansprache wirklich in Englisch abgehalten hat, dann ist das, was er mit „Allah“ meinte irgenwie eindeutig, oder?

Soweit ich die Englische Sprache kenne, verwendet man dort nicht „Allah“ für den „Dreifaltigen Gott“.
Kein Katholik sagt „Allah bless you“.

BITTE DIE REDAKTION UM AUFKLÄRUNG:
In welcher Sprache wurde diese Ansprache von Kardinal McCarrick gehalten? In Englisch, oder in Arabisch?


@Athanasius:
Ich finde deine Kommentare und Ausarbeitungen wirklich gut. Aber ein emotionales Posting untergräbt deine vorhergegangenen guten Stellungnahmen.
Wenn einer deine Meinung angreift, dann musst du einfach sachlich bleiben.
Die anderen Posting leser und schreiber lesen ja eh immer den ganzen Zusammenhang.
Also so manche Kritik nicht zuviel zu Herzen nehmen.
Die guten alten Diskussionsregeln: Nicht emotional werden, nicht beleidigen; Ruhe, Geduld und Sachlichkeit…

Laudetur Jesus Christus!
Freitag, 23. September 2005 19:43
Stimme aus Wien: Athanasius
Tut leid, wegen der Verwechslung – mein Gerät spinnt und ich habe es nicht gemerkt.

Die Mauer wurde abgerissen vom Volke, zumindest materiell. Das II. Vaticanum entworfen von einer modernistischen, progressistischen Elite. Was sind die Parallele?

Man kann sich mit einem Schmetterling nicht über den Winter sprechen und mit einem Frosch nicht über das Meer. (Ein chinesisches Sprichwort)
In unseren Breiten würde man sagen – wer sehen kann, der sieht ohnehin das, was zu sehen ist – wer aber diese gabe nicht hat, dem kann man es nicht erklären.

Daraus, dass Sie zwischen dem friedlichen Vorgang der Wende und dem Christentum nach dem V2 keine Verbindung sehen, muss ich schließen – Sie gehören zu der zweiten Gruppe.

Diese Tatsache stimmt mir zwar traurig, ich kann aber nichts dagegen tun.
Freitag, 23. September 2005 18:02
@Wiener Spätzchen: Ich habe ihr Zitat nicht geschrieben… Weshalb dann mich anschreiben?

Übrigens verstehe ich die Verbindung zwischen Fall der Mauer und Vaticanum II. nicht gerade. Ja, vielleicht die falsche Ostpolitik von nach dem Konzil? Aber hat diese die Mauer gesprengt. Die Mauer wurde abgerissen vom Volke, zumindest materiell. Das II. Vaticanum entworfen von einer modernistischen, progressistischen Elite. Was sind die Parallele?

Und ob der Kommunismus und dessen Irrtümer wahrhaft gefallen sind? Das glaube ich nicht.

@Sirilo: Weshalb stürzen Sie sich in linguistischen Auseinandersetzungen. Darum geht es doch gar nicht? Übrigens wird Aramäisch neben Hebräisch von den Maronitischen Katholiken verwendet. Nie hört man da „Allah“. Es is „El-Lah“ oder „-ël“ im Kontext.
Natürlich sind es alles semitische Sprachen. Aber McCarrick war doch nicht bei einem Kollegium Semitische Linguistik als er das Wort „Allah“ verwendete und Sure 112 zitierte als eigner Wunsch!?? Oder?
Freitag, 23. September 2005 17:49
Sirilo: Wie sagte Jesus für „Gott“?
Nur eine Fußnote: Jesus sprach und predigte Aramäisch, und in dieser seiner Muttersprache sagte er für Gott „elâhâ“ bzw.„allâhâ“, das natürlich mit dem arabischen „allah“verwandt ist.

Wer sich also am realen Jesus orientiert, wird also nicht krampfhaft aus „allah“ ein Unwort machen wollen…
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