In den USA verunglückte am letzten Donnerstag ein Fahrzeug mit vier Seminaristen. Einer starb kurz nach dem Unfall. Der andere verschied am Tag darauf. Gegen die beiden überlebenden Seminaristen läuft jetzt ein Strafverfahren.
(kreuz.net, Mundelein) Der schwere Verkehrsunfall ereignete sich am vergangenen Donnerstag um 01.42 Uhr
Lokalzeit. Der Personenwagen mit den vier Seminaristen fuhr auf dem Gelände der Universität St. Mary
of the Lake gegen einen Baum.
Das berichtete die bei Chicago erscheinende Tageszeitung ‘Daily Harald’.
Die Universität St. Mary of the Lake befindet sich in der Ortschaft Mundelein und ist die wichtigste
Priesterausbildungsstätte der Erzdiözese Chicago.
Die Ortschaft Mundelein hat 30.000 Einwohner und
befindet sich unweit von Chicago. Der Ort ist nach George Kardinal Mundelein († 1939) benannt.
Zum Unfallhergang
glaubt die Polizei, daß Alkohol und eine zu hohe Geschwindigkeit dazu führten, daß der Fahrer die Herrschaft
über den Wagen verlor und gegen einen Baum prallte.
Keiner der vier Insassen trug die Sicherheitsgurte.
Der Seminarist Matthew Molnar (28) aus Overland Park im US-Bundesstaat Kansas starb am Morgen des Unfalls
in einem Notfallkrankenhaus.
Einen Tag später erlag auch ein zweiter Seminarist, Jared Cheek (23), von
St. Marys im US-Bundesstaat Kansas seinen schweren Verletzungen.
Am Steuer saß der Seminarist Robert
Spaulding (27) aus der Stadt Evansville im US-Bundesstaat Wyoming. Er wurde nach dem Unglück ebenfalls
in ein Krankenhaus gebracht, konnte aber schon am Freitag wieder entlassen werden.
Kurz darauf wurde
er von der Polizei im Priesterseminar verhaftet.
Spaulding ist zwischenzeitlich der fahrlässigen Tötung
und des Fahrens im alkoholisierten Zustand angeklagt.
Im Visier der Polizei ist auch der zweite überlebende
Beifahrer, der Seminarist Mark Rowlands (36), aus Columbus im US-Bundesstaat Ohio.
Rowlands ist der Besitzer
des Unglücksfahrzeuges. Die Polizei fand im Handschuhfach des Wagens einen Revolver. Bei der weiteren
Durchsuchung kamen auch Polizeiabzeichen zum Vorschein.
Jetzt läuft ein Strafverfahren gegen Rowlands
wegen illegalen Waffenbesitzes und Selbstdarstellung als Polizeioffizier.
Es ist nicht klar, unter welchen
Umständen sich Rowlands als Polizist ausgegeben hat.
Rowlands wurde nach seiner Entlassung aus dem Spital
ebenfalls im Priesterseminar verhaftet. Er kam aber nach Bezahlung einer Kaution von umgerechnet 40.000
Euro wieder frei.
Der Unfallfahrer befindet sich immer noch in Haft.
Ein Sprecher der Erzdiözese Chicago
erklärte, daß das Priesterseminar keine disziplinarischen Maßnahmen erwäge, solange die Faktenlage
unklar sei.
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13 Lesermeinungen
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#13 Irenäus 22:24:40 | Mittwoch, 21. September 2005
@Andreas Erzbistum Berlin Nun ja, wenn es ihn stört, dass kreuz.net im Gegensatz zu diversen andere konziliar
erleuchtete Machwerke (etwa die Polemik Albrechts) keine primitive Schelte gegen die FSSPX betreibt, ist
das sein Problem. Er läßt wahrlich keine Verunglimpfung ernsthafter Christen aus.
Verunglimpfung willkommen Kreuz.net ist ein Sprachrohr der Priesterbruderschaft Pius X. und läßt keine
Verunglimpfung anderer aus. Ein Wunder nur daß sich die „Stimme aus dem Tradiland“ noch nicht gemeldet
hat.
#11 Beatrix 20:35:16 | Mittwoch, 21. September 2005
@ Marcel: Da Sie sich nun auf persönliche Anfeindungen und Halbwahrheiten beschränken, muß wohl an
der Stelle auch nicht weiter diskutiert werden. Daß kreuz.net der schönfärbenden Darstellung der FSSPX
und der Meinungsmache nah ist, ist doch offenkundig. Entsprechend wird durch zweifelhafte Titel-Foto-Artikel-Kombinationen
u. dgl. auch teilweise Hetze gegen die Würdenträger der Kirche betrieben. Den Vorwurf, daß der Tod
der Seminaristen indirekt gegen die sogenannte Konzilskirche instrumentalisiert wird, was ja auch offensichtlich
ist, bleibt auch weiterhin richtig. Wer will ernsthaft bestreiten, daß der Artikel fehl am Platze erscheint,
sofern er ohne Hintergedanken erscheint?
#10 Romulus 20:35:07 | Mittwoch, 21. September 2005
kreuz.net ist schon ok Auch wenn mich die Auswahl und die Gewichtung mancher Artikel manchmal schon in
Verwunderung versetzen, so möchte ich diese Seite nicht vermissen. Gibt sie doch weit mehr her als die
miefigen Bistumsblätter, die immer langweiliger und schlechter werden. Außerdem bin ich überzeugt,
dass diese Seite mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von Leuten gelesen wird, die an manch entscheidender
Position sitzen. Wer gut zwischen den Zeilen liest, der hat hier schon so einige Insiderinfos erfahren.
Also: Weiter machen, kreuz.net!
#9 Gotthard 20:33:59 | Mittwoch, 21. September 2005
@ marcel Ich frage mich immer noch, welche Gründe die „Redaktion“ (wer das auch immer sein möge) bewogen
haben könnte, diesen Artikel online zu stellen, der für die Leserschaft auf diesem Portal keinerlei
Nachrichtenwert hat. Es werden jedes Jahr mehr als diese 2 Seminaristen ums Leben kommen durch Unfälle
jeder Art … Was mag also die „Redaktion“ zu dieser Nachricht bewogen haben? … Es darf weiterhin gerätselt
werden … und in alle Richtungen spekuliert … ich befürchte, diese beiden getöteten Seminaristen
werden leider instrumentalisiert …
Frage an Dr. Enderfers: Was machen vier Seminaristen an einem Donnerstag um 01.42 Uhr Lokalzeit außerhalb
ihres Seminars? Heimfahrt von Exerzitien? Abwesenheiten um diese Uhrzeit sind in einem traditionellen
Priesterseminar undenkbar! Der Gatte der Evelin
Noch einmal deplazierter Eiertanz; Ende Peter schrieb: Propaganda-Seite ist ein hartes Hand, aber völlig
von der Hand zu weisen ist es nicht angesichts zahlreicher recht merkwürdiger Artikel hier. Also doch
Ihre Verschwörungstheorie: Kreuznet sei der verlängerte Arm der FSSPX, weil sie gelegentlich über ein
Ergeigniss der FSSPX berichtet. Absurd. Ansonsten neigt Marcel ein wenig zu pauschalen Extremen Sprach
der Verschwörungsfreund. Sie reden von Schadenfreude?! Diese potentielle Idee konstruierten Sie und ich
schrieb vorbeugend gegen sie an. Richtig ist, kreuz.net instrumentalisiert den Tod der Seminaristen, um
ein zweifelhaftes Bild auf Seminare der nicht-FSSPX-Kirche zu werfen. Diese Projektion findet nur in Ihrem
Hirn statt. Aus dem sehr sachlichen Artikel läßt sich das nicht – auch nicht „zwischen den Zeilen“ –
herauslesen. Kreuznet ist eine katholische Nachrichtenseite. Es sollte erlaubt sein, über Vorkommnisse
innerhalb der Kirche zu berichten! Sie schwärzen den Überbringer einer schlechten Nachricht an. Wo bleibt
Ihre Verschwörungstheorie, weil Kreuznet über den ermordeten Missionar in Afrika berichtete? Ist Kreuznet
der verlängerte Arm der Anti-Afrika-Liga? Sie reden davon, daß man kreuz.net vorschreiben wolle, welche
Artikel publiziert werden, wahr ist, es handelt sich um Kritik an den Artikeln. Ihre Kritik ist keine,
sondern die unwahre Unterstellung, Kreuznet sei das Sprachrohr der FSSPX.
#6 Beatrix 18:46:33 | Mittwoch, 21. September 2005
_ Propaganda-Seite ist ein hartes Hand, aber völlig von der Hand zu weisen ist es nicht angesichts zahlreicher
recht merkwürdiger Artikel hier. Ansonsten neigt Marcel ein wenig zu pauschalen Extremen: Sie reden von
Schadenfreude?! Richtig ist, kreuz.net instrumentalisiert den Tod der Seminaristen, um ein zweifelhaftes
Bild auf Seminare der nicht-FSSPX-Kirche zu werfen. Sie reden davon, daß man kreuz.net vorschreiben wolle,
welche Artikel publiziert werden, wahr ist, es handelt sich um Kritik an den Artikeln. Wer dazu zu dünnhäutig
ist, sollte sich Gedanken machen. Von Verschwörungstheorien kann keine Rede sein, dafür ist der obige
Artikel einfach zu eindeutig. Er wäre nie veröffentlicht worden, wenn die Todesumstände sich nicht
negativ auf die gesamte Kirche projizieren ließen. Das kann doch ernsthaft niemand bestreiten! Und das
ist einfach unanständig!
Bitte keine Verschwörungstheorien Schreiben die Forumsteilnehmer neuerdings der Kreuznet-Redaktion vor,
was sie zu berichten hat? Es wird immer besser. Oder meinen manche, weil sie eine Spende abgaben, ihnen
stünde nun redaktioneller Einfluß zu? Das wäre keine katholische Haltung. Herr Enderfers, bitte keine
Verschwörungstheorien im Stile von: „Kreuznet ist eine verkappte FSSPX-Propaganda-Seite“. Solche Absurditäten
ist man bisher eher vom armen elenden Sünder gewohnt (den ich durch einige seiner katholischen Haltungen
durchaus schätze), der aber auch dem Medjugorje-Spuk aufsitzt. Das Geschehnis, über welches der Artikel
berichtet, ist tragisch. Er mag typisch sein für die heutige Haltung von V.II-Seminaren und tatsächlich
ist es so, daß ähnliches in traditionellen Priesterseminaren höchst selten vorkommt, weil dort die
Seminaristen zu äußerster Disziplin erzogen werden im paulinischen Sinne. Dennoch ist Schadenfreude
oder Fingerzeigen fehl am Platz. Seien wir einerseits dankbar für jene Priesterausbildungsplätze, die
ähnlichem Verhalten ihrer Teilnehmer vorbauen. Andererseits haben wir zu bedenken, daß ein Unfall ein
Unfall ist und weil die katholische Kirche tatsächlich eine Weltkirche ist, können auch wir hier „über
dem Teich“ die beiden verünglückten Seminaristen ruhig in unser Gebet / Meßintention einschließen.
Instaurare omnia in Christo!
#3 Beatrix 17:35:57 | Mittwoch, 21. September 2005
Eine sehr traurige Meldung! Aber auf mich wirkt das ein wenig, als stünde dort zwischen den Zeilen: – Typisch
V.II-Priesterseminar: Alkohol und Autoraserei! – Und: In einem FSSPX-Seminar wäre das nicht passiert.
Vielleicht überinterpretiere ich dies auch, aber selbst wenn diese Nachricht unter „Kreuzmeldungen“ auftauchen
würde, empfände ich das als verdächtig. Daß sie nun als eigenständiger Artikel publiziert wird, läßt
schon vermuten, daß damit mehr bezweckt wird, als das Andenken an zwei junge Diener Gottes zu fördern.