Medjugorje
Im Auftrag der Muttergottes
In Sievernich bei Köln erscheint seit drei Jahren angeblich die Muttergottes bei den Treffen einer Gebetsgruppe. Jetzt versammelt sich die Pfarrei, um über einen Auftrag der Himmelskönigin zu beraten.
(kreuz.net, Sievernich) Heute Donnerstag, den 22. September, wird sich die katholische Gemeinde Sievernich in der Pfarrkirche versammeln. Das Treffen steht im Zusammenhang mit den seit Jahren im Ort stattfindenden Marienerscheinungen.

Sievernich liegt 40 km westlich von Bonn.

Die angeblichen Erscheinungen stehen im Zusammenhang mit der Seherin Manuela Strack (38) und der Gebetsgruppe ‘Blaue Gebetsoase’.

Frau Strack ist verheiratet und besitzt einen Sohn.

Während der Treffen der ‘Blauen Gebetsoase’ – jeweils am ersten Montag im Monat – kam es zwischen dem 4. September 2000 und dem 7. Oktober 2002 in der Pfarrkirche von Sievernich zu 15 Erscheinungen mit offiziellen Botschaften.

Die Muttergottes offenbart sich der Seherin, wie es scheint, noch immer an jedem ersten Montag im Monat. Dabei hinterläßt sie kurze Botschaften.

Die Seherin bringt ihrerseits eigene und fremde Anliegen und zu segnende Rosenkränze vor die Muttergottes.

Inzwischen hat die Gebetsgruppe einen Verein mit dem Namen ‘Katholisches geistliches Zentrum Sievernich’ konstituiert.

Der Verein beabsichtigt auf Geheiß der Gottesmutter im Ort Sievernich ein Haus für spirituelle Aktivitäten aufzubauen.

Wie dieses Zentrum aussehen soll, ist Gegenstand von gegenwärtig laufenden Abklärungen. Heute Donnerstag soll die Pfarrei über die Pläne informiert werden und Gelegenheit bekommen, sich dazu eine Meinung zu bilden.

Als Fachmann für Fragen von Erscheinungen und ihrer kirchlichen Anerkennung soll an diesem Tag ein Diplomtheologe anwesend sein.

Vermutlich wird ein Mitglied des Vereins ‘Katholisches geistliches Zentrum Sievernich’ das geplante Projekt vorstellen.

Abschließend erläutert der Ortspfarrer Alfred Bergrath mögliche Auswirkungen eines solchen Zentrums auf die Pfarrei Sievernich.

Am Ende der Pfarrversammlung haben alle Anwesenden die Möglichkeit, anonym abzustimmen, ob sie in ihrem Ort überhaupt ein geistliches Zentrum wünschen.

Mit dieser geheimen Meinungsäußerung könne auch deutlicher werden, wie die Pfarrei zur ‘Blauen Gebetsoase’ und zu den Erscheinungen der Gottesmutter steht, erklärt die Pfarrei in einer Aussendung.

Das Ergebnis soll dem zuständigen Bischof von Aachen mitgeteilt werden.

Doch während man in Sievernich über Zukunftsprojekte brütet, scheint sich die Muttergottes von dort zu verabschieden.

Beim monatlichen Gebetstreffen vom 5. September 2005 sagte sie:

„Unser Wiedersehen wird unser Abschied sein. Ich segne euch liebe Kinder und wünsche, daß ihr in Dankbarkeit, Frieden und Liebe miteinander lebt! Gelobt sei Jesus Christus!“

„Diese Worte bedeuten wohl, daß die Gottesmutter am 3. Oktober 2005 zum letzten Mal in Sievernich erscheinen wird“, heißt es auf der Webseite der Erscheinungen:

„Dies macht uns alle sehr traurig, wir wissen aber, daß sie in unseren Herzen weiterhin anwesend sein wird.“
      
4 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#4   Dolfus   16:21:14 | Donnerstag, 22. September 2005
Ein Titel der Madonna von Medjugorje
ist ja neben „Königin des Friedens“ auch „Unsere Liebe Frau vom Geschwafel“. Merkwürdig ist ja, daß seit ca. 25 Jahren Botschaften am laufenden Band kommen, fast immer dasselbe, von der alarmierenden Ökumenismus-Botschaft mal abgesehen.
Welch Gegensatz zu kirchlich anerkannten Botschaften, welche jedes Mal präzise zum Punkt kommen.
Dämonisch oder menschlich inspiriert, das ist die Frage.
Redaktion benachrichtigen
#3   Stimme aus dem Tradiland   14:22:58 | Donnerstag, 22. September 2005
Ich habe die näheren Umstände schon nachgelesen
einschließlich des entweder zwanghaften (=daemonischen) oder sonst unglaubwürdigen („um sich die Botschaften zu merken“) Mitschreibens der „Seherin“, über die Fasel“botschaften“ und über die Person der „Seherin“, die m. Erinnerung nach schon früher falsche „Erscheinungen“ hatte, um sagen zu können: Eindeutig falsche „Erscheinungen“!
Redaktion benachrichtigen
#2   Sozialkatholisch   10:31:06 | Donnerstag, 22. September 2005
Privatoffenbarungen
Man kann nicht alle Privatoffenbarungen sofort abwürgen, man solte aber auch nicht sofort absolut dahinter stehen. Bei Sievernich bin ich Vorsichtig, denn bei der Botschaft:„Mein Werkzeug wird ein Bild erstellen lassen, so wie ich zu euch nach Sievernich gekommen bin und kommen werde als Maria, die Makellose. Es wird euch meinen Segen spenden. Es wird euch von aller Finsternis befreien, denn ich segne meine Bilder.“ soll das Bild Segen spenden, komisch, brauch ich nicht.
@Marcel: Hauptsache du wiedersetzt dich nicht dem Willen der Gottesmutter.
Gott segne Papst Benedit
Redaktion benachrichtigen
#1   Marcel   10:04:55 | Donnerstag, 22. September 2005
Inflation
Kein Wunder, daß in dieser Kirchenkrise, die eine Krise der Bischöfe ist, in der die Mehrheit der Hirten ihre Schäfchen den Wölfen ausliefern, Privatoffenbarungen wie Pilze aus dem Boden schießen. Die inflationäre Zunahme und ihre Gründe hat David Berger in einem Frühjahrs-Heft von „Theologisches“ aufgezeigt.
Wenn das Einheitsamt nicht mehr in der Lage oder Willens ist, die Einheit zu stiften, suchen die Gläubigen Zuflucht bei – ganz überwiegend – imaginären „Bestätigungen“ von oben. Eine ungute Entwicklung.
Selbst der eine oder andere Priester der Tradition ist davor nicht gefeit.
Gleichzeitig ignoriert man Fatima, den bedeutsamen tatsächlichen Erscheinungsort, ignoriert die Forderungen der Jungfrau Maria und schweigt sie tot, sieht zu, wie ein Sakrileg nach dem anderen in und neben der Fatimakirche veranstaltet wird, uam.
Wir dürfen gespannt sein, wie lange unser Papst den Gewissenskonflikt erträgt: denn als einer der wenigen kennt er die ganze Botschaft Fatimas, auch wenn er sie nicht vollständig veröffentlicht hat. (Er sagte vor nicht langer Zeit, daß er so handeln mußte – es blieb leider offen, wer oder welche Gründe ihn dazu zwangen, sich dem ausdrücklichen Willen der Muttergottes zu widersetzen.)
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
MedjugorjeWieviele Geheimnisse und Botschaften gibt es in Medjugorje? MedjugorjeDas „einst Maria“ lautete MedjugorjeMedjugorje-Erscheinungswoche in Alabama MedjugorjeWie sehen Sie den Segen von Medjugorje in Ihrer Diözese? MedjugorjeEinem Seher von Medjugorje ist der Papst erschienen MedjugorjeWieviele Seher und Erscheinungen gibt es in Medjugorje? MedjugorjeDie Frau mit dem blutigen Nastuch und das herunterfallende Christkind
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net