Gomorrhismus
Der italienischen Familie droht die Umnachtung
Am Montag fand ein italienischer Kardinal deutliche Worte gegen die drohende staatliche Anerkennung von wilden Ehen und Homo-Konkubinaten. Ein entsprechendes Gesetz sei überflüssig.
(kreuz.net, Rom) Die gegenwärtig in Italien vorgeschlagene Gesetzgebung zur staatlichen Anerkennung von wilden Ehen und Homo-Konkubinaten sei weitgehend der Ehe nachgebildet. Sie sei aber unnötig.

Außerdem verdunkle sie die Natur und den Wert der Familie. Damit würde dem italienischen Volk ein übler Schaden zugefügt.

Das erklärte der Kardinalvikar für die Stadt Rom und Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Camillo Kardinal Ruini (74), am Montag.

Der Kardinal sprach bei der Eröffnungssitzung des Ständigen Rates der Italienischen Bischofskonferenz.

Kardinal Ruini kündigte an, daß die Kirche die politische Diskussion um gesetzliche Rahmenbedingungen für unzüchtige Paare „kritisch begleiten“ werde.

Er glaube allerdings, daß für ein solches Gesetz gar kein Bedarf bestehe.

Wilde Paare strebten entweder nach der Ehe oder wollten ihren ungebundenen, anonymen Status bewahren.

Auch Homos suchten nicht unbedingt eine öffentliche Anerkennung: „Im Gegenteil, viele laufen aus Prinzip davor weg, um im ausschließlich privaten Rahmen bleiben zu können.“

Es sei falsch, die verschiedenartigsten Lebensformen als gleichwertig zu bezeichnen, erklärte der Kardinal weiter. Außerdem würde im Fall einer staatlich anerkannten Wilden Ehe möglichen Kindern ein dauerhafter Raum des Schutzes und der Geborgenheit vorenthalten.

Gleichzeitig ließ der Kardinal ein Hintertürchen offen. Zwar könne das bestehende Gesetz auf alle möglichen Situationen angepaßt werden.

Sollten aber weitere spezifische und wirkliche Bedürfnisse entstehen, solle dafür nicht ein vorgegebenes eheähnliches Rechtsmodell geschaffen werden, sondern es seien einfach Rechte und Pflichten zu bestimmen.

Das entsprechende Modell müsse natürlich auch für Lebensgemeinschaften gelten, die nicht auf Zuneigung und Geschlechtskontakte gründen.

Die Stellungnahme des Kardinals bezog sich auf eine Äußerung des italienischen Oppositionschef Romano Prodi. Dieser brach vergangene Woche gezielt eine Diskussion zur staatlichen Anerkennung des Homo-Konkubinates vom Zaun.

In einem Brief an eine Gruppe von Homo-Ideologen erklärte der bekennende Katholik seine Unterstützung für die Einführung des sogenannten „Zivilen Solidaritätspakts“ – kurz: PACS – wie er seit 1999 in Frankreich existiert.

Der französische PACS sieht für Homo-Paare die gemeinsame steuerliche Veranlagung, Gütergemeinschaft sowie bevorzugte Erbbestimmungen vor.

Prodi erklärte, daß der zivile Solidaritätspakt in 96 Prozent der Fälle nichts mit dem Problem der Homosexuellen zu tun habe, sondern eher Wilde Ehen betreffe:

„Millionen von Menschen, die seit Jahren zusammen leben, gemeinsam Kinder oder Erbschaftsprobleme mit der Wohnung haben, sind am Solidaritätspakt interessiert.“

PACS sieht keine Steuerbegünstigungen für Geschwister oder andere zusammenlebende Menschen – wie zum Beispiel in religiösen Hausgemeinschaften – vor.

Prodi erhielt für seinen Homo-Vorstoß sogar Rückendeckung von einem Kardinal.

Homo-Ideologen reagierten auf den Vorstoß Prodis mit einer obszönen Plakat-Aktion.

Deren Ideator ist der Fotograf Oliviero Toscani (63), der in der Vergangenheit durch die provokativen Werbemotive der Modemarke ‘Beneton’ bekannt wurde.

Die unzüchtigen Plakate zeigen zwei Männer in verschiedenen widernatürlichen Posen. Italienische Familienverbände forderten die Entfernung der Homo-Propaganda.

Der verantwortliche Fotograph rechtfertigte sich vor der britischen Tageszeitung ‘Observer’. In Italien sei eine weitläufige Diskussion über die Homosexualität losgebrochen. Deshalb sei jetzt die Zeit, eine solche Aktion zu starten. Er glaube nicht, daß sie vulgär sei.

Gleichzeitig bekannte Toscani, daß Elternvereinigungen und der Vatikan „nicht erfreut“ seien.
      
13 Lesermeinungen
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#14   methusalix †   01:03:34 | Freitag, 23. September 2005
@Andreas Berlin
Zitat Andreas: Daß immer mehr Ehepaare auf Kinder verzichten, oder 40% aller Akademikerinnen, ist ein ernstes Problem, daß mit politischen Mitteln kaum zu lösen ist, da es doch immer wieder um den Status des Wohlstandes geht, der höher geschätzt wird als Kinder.
Das ist, nach den Armutsberichten, falsch. Kinder sind in Deutschland der häufigste Grund, dass eine Familie nicht nur „nicht im Wohlstand“ lebt sondern in Armut. Man hat mit Kindern automatisch auch eine Verantwortung, die sich ein katholischer Kirchenbeamter nicht im entferntesten vorstellen kann.
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#13   Frl.Ilse   22:12:31 | Donnerstag, 22. September 2005
@Andrija
Es gibt etliche Straftatbestände, die aus dem StGB herausgenommen wurden, weil sie nicht mehr nachvollziehbar waren (z. B. Kuppelei). Das die Abschaffung des § 175 irgendwelche negativen Folgen für die Sicherheit in Deutschland gehabt hätte, ist mir nicht bekannt.
Die Entkriminalisierung der Homosexualität hat die Anzahl der Homosexuellen nicht erhöht, genausowenig wie durch die Einführung der Lebenspartnerschaft – wie auch? Genausowenig sinkt dadurch die Geburtenrate – dazu trugen früher und tragen heute die Homosexuellen nur in sehr geringem Maße bei. Deswegen ist es absurd, auf Kinder von Westerwelle zu hoffen. Das Beispiel Skandinavien soll zeigen, dass die Veränderung der Rahmenbedingungen durch den Staat (Bereich Kinderbetreuung, Akzeptanz von Eltern durch den Arbeitgeber, Schulsystem, kinderfreundliche Gesellschaft, usw.) durchaus Erfolge haben kann. Ich halte einen Streit um Zahlenwerte für irrelevant – Gesellschaften wurden in der Geschichte immer wieder mal größer oder kleiner – je nach Lebensumständen.
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#12   Andrija   19:31:46 | Donnerstag, 22. September 2005
@ilse
sie scheinen zu vergessen daß die homo.-tät bis vor kurzem ein straftatbestand in deutschland war. aus gutem grund. und jetzt soll es gefördert wwerden. als ob dadurch auch nur ein problem gelöst wird. es werden aber tausende kommen. sie beeschleunigen nur den gesellschaftlichen selbstmord in deutschland. in jeder generation fehlt ein drittel an eltern. bis anno 2100 sinkt die bevölkerungszahl deutschlands auf ca. 27 mio. davon über 50% ausländer. –>die deutschen hören auf genetisch zu existieren. aber warten sie nur darauf daß herr schwesterwelle und von essen kinder kriegen. schweden hat mit ach und krach ne geburtenrate von 2,0. benötigt werden aber 2,1. im vergleich zu asiatischen und afrikanischen staaten ein witz.
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#11   Frl.Ilse   18:48:49 | Donnerstag, 22. September 2005
@Abendlandes Untergang
Oh weh, die Schwulen sollen in Italien endlich auch die Ihnen zustehenden Rechte bekommen, und schon geht das Abendland wieder unter. Allerdings ist das noch nicht passiert, seit 1989 nicht, als die ersten Gesetze in Dänemark in Kraft traten. Die Menschen wurden nicht scharenweise schwul oder lesbisch, flohen die heterosexuelle Ehe und setzten keine Kinder mehr in die Welt. Ich weiß gar nicht, warum dieses Thema hier so aufregt. Niemandem wird etwas weg genommen, sondern einigen etwas gegeben. Niemand wird von einer Ehe abgehalten, nur einigen auch die Möglichkeit dazu eingeräumt. Sollte Homosexualität tatsächlich eine Sünde sein, werden sich die Betroffenen im Jenseits damit auseinandersetzen müssen – hier auf Erden richten sie keinen Schaden.
Den Taliban unter den Postern sei gesagt, dass die liberalen, protestantischen Skandinavier (die auch als erste die Ehe für Schwule/Lesben einführten) die meisten Kinder in die Welt setzen. Es hängt halt allein von den Rahmenbedingungen ab, und die können ein Staat u. eine Gesellschaft nachweislich herstellen.
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#10   Stimme aus dem Tradiland   17:54:21 | Donnerstag, 22. September 2005
@ Berliner Andreas
Warum hast du eine Freimaurerphobie? Was haben dir die Freimaurer angetan? Die sind doch völlig harmlos
Woher wissen Sie das?
Im übrigen lösche ich keine Beiträge, weil ich nicht der Administrator bin. Ich heiß auch nicht Gandalf…
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#9   Andreas Erz-Bistum Berlin   15:31:41 | Donnerstag, 22. September 2005
Tradilein
Warum hast du eine Freimaurerphobie? Was haben dir die Freimaurer angetan? Die sind doch völlig harmlos.
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#8   Benedikt   15:29:07 | Donnerstag, 22. September 2005
@ Elendester Sünder
Dein prähistorisches Gesellschaftsbild ist manchmal kaum zu fassen. Wir sind hier nicht bei den Taliban.
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#7   Andreas Erz-Bistum Berlin   15:24:26 | Donnerstag, 22. September 2005
Tradilein
Warum hat Tradilein meinen Beitrag wieder gelöscht?
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#6   Elendester Sünder   15:15:52 | Donnerstag, 22. September 2005
An Andreas
Daß immer mehr Ehepaare auf Kinder verzichten, oder 40% aller Akademikerinnen, ist ein ernstes Problem, daß mit politischen Mitteln kaum zu lösen ist…
Doch. In traditionellen Gesellschaftsformen ist das Weib vom Studium ausgeschlossen.
Letztlich leiden auch das Weib unter dem Zwang zur Emanzipation.
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#4   Stimme aus dem Tradiland   14:27:13 | Donnerstag, 22. September 2005
Schlußlicht
@ Berliner Andreas: Der letzte in der Reihe der „Lemminge“, die in den Abgrund drängen, hat die größte Chance noch umzukehren. Noch ein Glück also, würde Tante Jolesch von Friedrich Torberg sagen, wenn ein Land in der freimaurerisch inspirierten Homo-Ehe-Stampede „Schlußlicht“ wäre. Tante Jolesch meinte: „Gott möge abhüten, vor dem, was noch ein Glück ist!“
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#3   Andreas Erz-Bistum Berlin   14:04:40 | Donnerstag, 22. September 2005
Kinder
Daß immer mehr Ehepaare auf Kinder verzichten, oder 40% aller Akademikerinnen, ist ein ernstes Problem, daß mit politischen Mitteln kaum zu lösen ist, da es doch immer wieder um den Status des Wohlstandes geht, der höher geschätzt wird als Kinder.
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#2   Benedikt   13:35:52 | Donnerstag, 22. September 2005
Schlusslicht
Ich bin gespannt, ob der italienische Staat auch so viel Kraft in die Familienpolitik steckt. Denn bei den Kindern pro Familie ist er längst Schlusslicht, also sogar noch schlechter als Deutschland.
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#1   Andreas Erz-Bistum Berlin   13:24:13 | Donnerstag, 22. September 2005
Interessant
Italien möchte offenkundig nicht das europäische Schlußlicht bilden, wenn es darum geht Rechte einzuräumen, die längst hätten eingeräumt werden müssen. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben
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