Schweiz
Geht es dem Sonntag an den Kragen?
Ende November stimmen die Schweizer über ein Gesetz ab. Sollte es angenommen werden, dürfen künftig Geschäfte in größeren Bahnhöfen und Flughäfen am Sonntag uneingeschränkt offenbleiben.
(kreuz.net) Ein christliches Komitee bemüht sich gegenwärtig in der Schweiz, das neue Arbeitsgesetz zu Fall zu bringen:

„Wir wollen den heutigen Sonntagsverkauf von Medikamenten, Lebensmitteln und anderen Gütern für den Reisebedarf in Bahnhöfen und Flughäfen nicht verbieten.“

Aber die berechtigten Ausnahmen vom Verbot der Sonntagsarbeit solle nicht zur Regel werden, heißt es in einer Erklärung des Komitees.

Die Gesetzesrevision ist Teil einer politischen Strategie, die auf eine generelle Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten zielt.

Der schleichende Einzug der Sonntagsarbeit ist ein Schritt zur Abschaffung des arbeitsfreien Sonntags, erklärt das Komitee.

Denn früher oder später müsse man den Gewerbetreibenden außerhalb der Zentren des öffentlichen Verkehrs die gleichen Wettbewerbsbedingungen zugestehen.

Solche Bestrebungen seien bereits im Gang, erklärt das Komitee weiter.

Das ökumenische ‘Komitee für den Sonntag’ wird von Kirchgemeinden, Pfarreien und zahlreichen Gemeinschaften und Organisationen unterstützt.

Es setzt sich nicht nur für den christlichen Feiertag ein, sondern für die Bewahrung des Sonntags als Tag der Ruhe, der Freizeit, der Familie und Gemeinschaft für die ganze Gesellschaft.

Das Herzstück der Kampagne sind Plakate: „Sonntag zum Werktag machen? NEIN!“

Die Plakate können bei den Initianten bestellt werden. Das Werbematerial umfaßt auch Postkarten und Sonntagszuckerbeutel mit angeheftetem Abstimmungsaufruf.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Christin   22:34:30 | Sonntag, 27. November 2005
Die Sonntagsarbeit wird nicht einschleichen,die Abstimmung war sehr knapp
(kreuz.net, Bern) Die Schweizer Stimmbürger haben mit einem Ja-Stimmenanteil von 50,6 Prozent entschieden, daß alle bestehenden Verkaufsgeschäfte in Flughäfen und Bahnhöfen am Sonntag weiter geöffnet bleiben dürfen.
Schweizer sind sehr umweltfreundlich und fahren viel mit den öffentlichen Verkehrsmittel.da muß auch eine humanes Personal da sein für Reisende!
Da ist Sonntagsarbeit berechtigt.Bei weiteren Abstimmungen zähl ich auf die Klugheit und den -Weitblick der Schweizer,die wir uns ruhig zum Vorbild nehmen sollten.Da ist noch echte Demokratie lebendig
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#1   Yersinia   21:00:30 | Donnerstag, 22. September 2005
ach, das wird schon werden
ein bißchen Entgegenkommen von der wirtschaftsorientierten Seite in Punkto Gesetzgebung bezüglich „Abtreibung“, dann wird sich auch die religiös orientierte Seite flexibel erkenntlich zeigen
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