Heilige
Die Gnade in der Form einer Kanonenkugel
Eine der größten Gnaden seines Lebens wurde dem heiligen Ignatius von Loyola in Form einer Kanonenkugel zuteil. Bei der Verteidigung der Festung Pamplona zerschmetterte sie dem 29jährigen am Pfingstmontag des Jahres 1521 ein Bein. Von Pater Martin Ramm FSSP, Thalwil/Zürich.
(kreuz.net) Die Folgen dieser Verletzung waren eine vollständige innere Verwandlung. Auf seinem Schmerzenslager hat Ignatius sich gründlich bekehrt.

Aus einem lebenslustigen und zuchtlosen Soldaten, „mutwillig im Spiel, in Frauengeschichten, in Raufhändeln und Waffentaten“, wie ihn später einer seiner Vertrauten beschreibt, wurde ein Heiliger.

Bekanntlich fallen die Heiligen nicht einfach vom Himmel.

Auch für Ignatius war es ein langer Weg, der in jener Stunde begann, als die Gnade erstmals an sein Lager trat, bis hin zu jenem gewaltigen Ringen und Reifen in der Höhle von Manresa.

Faszinierend ist, daß Ignatius diesen Weg und das stille Wirken der Gnade ganz bewußt wahrgenommen und genau beobachtet hat.

In seinem Exerzitienbüchlein finden wir nichts anderes als eine Skizze eben jenes Weges, den er selbst gegangen ist.

Nach seiner Wallfahrt auf den Montserrat in Nordspanien im Frühling 1522 suchte Ignatius einige Tage der Stille.

Man verwies ihn auf den nahe gelegenen Ort Manresa. Aus der Rast wurden zehn Monate.

In dieser Zeit erfuhr Ignatius viel Trost und Seelenqual, innere Dunkelheit und Eingießungen göttlichen Lichtes. Es waren läuternde Kämpfe, wie wir sie auch von anderen Heiligen kennen.

Ignatius erhielt Erkenntnis und Verständnis bezüglich vieler Dinge des geistlichen Lebens und der Wahrheiten des Glaubens.

In dieser Zeit entstand ein kleines Büchlein. Es hat wie kaum ein anderes die Welt bewegt und unzählige Heilige geformt: die Geistlichen Übungen, auch Exerzitien genannt.

Der hl. Franz von Sales soll gesagt haben, daß durch dieses Büchlein mehr Seelen gerettet worden seien, als es Buchstaben habe. Ignatius selber war davon überzeugt, daß die Exerzitien nicht einfach sein Werk, sondern die Frucht einer höheren Eingebung waren.

Seit ihrer ersten päpstlichen Approbation im Jahr 1548 durch Papst Paul III. († 1549) wurden die Exerzitien bis heute von allen Päpsten aufs höchste gelobt und empfohlen.

Ein besonders großer Förderer der Exerzitien war Papst Pius XI., der einmal sagt:

„In der Einsamkeit von Manresa lernte der heilige Ignatius von der Muttergottes selbst, wie er die Schlachten des Herrn zu kämpfen habe. Wie aus ihrer Hand empfing er diesen so vollkommenen Schlüssel, dessen sich jeder gute Soldat Christi bedienen muß.“

In seiner Apostolischen Konstitution ‘Summorum Pontificum’ vom Juli 1922 schreibt Pius XI., daß dieses vorzügliche Mittel zur Förderung von Frömmigkeit und christlicher Vollkommenheit, den Ignatius auf „wirklich göttlichen Antrieb“ in die Kirche eingeführt habe.

Er war der festen Überzeugung, daß in dieser Methode alles so weise angeordnet sei, daß sie überall dort, wo der Gnade kein Widerstand geleistet werde, den Menschen bis ins Innerste hinein zu erneuern vermöge.

Man kann nicht das Exerzitienbüchlein lesen, um die Exerzitien kennenzulernen. Das Werk eignet sich gar nicht zum Selbststudium, sondern ist als Anleitung in der Hand eines Exerzitienmeisters gedacht.

Wer die Exerzitien kennen lernen will, der muß sie machen.

Die ursprünglich 30tägigen Exerzitien werden von der Priesterbruderschaft St. Petrus in einer auf fünf Tage verkürzten Form gegeben.

Darin bleiben aber die ursprüngliche Ordnung und der Geist des Ignatius ganz gewahrt.

Exerzitientermine für das Jahr 2006

· Ignatianische Exerzitien vom 13. bis 18. Februar 2006 im Kloster Brandenburg bei Illertissen (Nähe Ulm).
· Ignatianische Exerzitien vom 27. März bis 01. April 2006 in Marienfried bei Pfaffenhofen (Nähe Ulm).

Thematische Exerzitien im Geist des hl. Ignatius
· Adventsexerzitien vom 30. November bis 03. Dezember 2005 in St. Pelagiberg bei St. Gallen (Schweiz).
· Heilig-Geist-Exerzitien vom 07. bis 10. Juni 2006 in Marienfried bei Pfaffenhofen (Nähe Ulm).
· Exerzitien ‘Grundlagen des geistlichen Lebens’ vom 04. bis 09. September 2006 in Wigratzbad bei Opfenbach (Nähe Wangen/Allgäu).

All diese Exerzitien sind Schweigeexerzitien. Um daran teilzunehmen ist es nicht notwendig, katholisch zu sein. Vorausgesetzt ist aber die Bereitschaft, der Ordnung der Exerzitien mit offenem Herzen zu folgen.

Die Messe wird täglich im klassischen römischen Ritus gefeiert.

Weitere Termine können erfragt werden.

Anmeldung und Informationen:

P. Martin Ramm FSSP
Ludretikonerstr. 3
CH-8800 Thalwil
0041-(0)44-772 39 33
p.ramm@fssp.ch
      
12 Lesermeinungen
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#12   Sozialkatholisch   11:41:43 | Freitag, 23. September 2005
Dann hat der hl.Geist beim V2 ja viel Einsatz gezeigt
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#11   Bonaventura   03:23:23 | Freitag, 23. September 2005
Die Geschichte mit dem Elefanten…
ist aber nichts im Vergleich zu der Geschichte vom Gespenst in der Konzilsaula *lach*
Oder kennt Ihr den? :
Vor der Himmelspforte sitzt ein kleines ganz furchtbar zerrupftes Vögelchen.
Der Heilige Petrus sieht es, nimmt es auf die Hand und sagt: „ was bist du denn für ein armes, geschundenes und zerrupftes Vögelchen?“
Da sagt der Vogel: „ Ich bin der Heilige Geist.“
Petrus: Und wo kommst du her das du so furchtbar ausschaust?“
Darauf der Vogel: „Vom II. Vatikanum“.
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#10   Lykophron   23:02:36 | Donnerstag, 22. September 2005
Elefanten
War der Elefant nicht im Porzellanladen?
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#9   Gotthard   22:10:19 | Donnerstag, 22. September 2005
@ Athanasius
Du wirst mir die Geschichte bestimmt sehr authentisch erzählen.
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#8   Athanasius   21:46:35 | Donnerstag, 22. September 2005
@Gotthard
Kennen Sie die Geschichte vom Elephanten im Porzelanschrank?
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#7   Irenäus   21:06:49 | Donnerstag, 22. September 2005
Glashaus
Na ja, wer hier mit Primitivität um sich schlägt, sollte nicht die Beiträge anderer als lächerlich diffamieren.
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#6   Gotthard   21:04:04 | Donnerstag, 22. September 2005
@ Marcel
Deine Selbstbeweihräucherungen in allen Ehren … doch Du machst Dich doch schon lange lächerlich.
Ich bin froh und dankbar Mitglied der katholischen Kirche zu sein, die auf dem Fundament ihrer fast 2000jährigen Geschichte immer wieder und neu versucht, den Menschen heute „Zeugnis von der Hoffnung zu geben, die sie erfüllt. (s. 1 Petr)“.
Ich bin froh und dankbar, nicht Mitglied in einem Museums-Verein zu sein wie Du, sondern Teil des lebendigen Leibes Christi, der Kirche
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#5   Marcel   20:36:28 | Donnerstag, 22. September 2005
Nomen est omen
Bonaventura schrieb: sollten Sie sich aber dringend einmal fragen ob ihr Exklusivgehabe Sie weiterbringt.
Ich strebe exklusiv zu Jesus Christus und Seiner wahren Kirche, nicht aber dem verfälschten V.II-Verschnitt von ihr.
Dieses „Gehabe“ brachte mich über viele Umwege immerhin weiter als bis zur FSSP, werter Petrusbruder.
Ich bin der halben Sachen leid. Keine Freude mehr an den Halbheiten des V.II und an der sich diesem V.II unterwerfenden FSSP, die daher keine Traditionskatholiken sind, sondern Konzilskatholiken. www.sspx.org/…s/q13_fraternity.htm
Der Konzils“geist“ lehrt, man könne den Irrtum und die Wahrheit „in versöhnter Verschiedenheit“ gleichzeitig vertreten, ein bißchen Modernismus, ein bißchen Tradition, usw., und die Ecclesia-Dei seien der Prototyp davon: großer Unsinn! Ihr Zweck ist die Ausschaltung der Tradition.
Unterlassen Sie, aus Liebe zur Tradition, doch in Zukunft ihre Selbsherrlichkeit und Ihren Hochmut
Ich finde doch nicht mich herrlich, sondern Erzbischof Lefebvre und sein Werk, die auf einzigartige Weise in der Kirche den ganzen katholischen Glauben lehren und leben und somit zur Veherrlichung Christi beitragen.
Es ist die traurige Hypothek der FSSP, diesen treuen Diener Gottes, Marcel Lefebvre, verraten zu haben.
Gebe Gott, daß auch Sie noch merken, daß man durch die Verteidigung des Verrates namens V.II die Kirche nicht retten hilft, sondern zu ihrer weiteren Zerstörung beiträgt.
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#4   Copertino   20:13:38 | Donnerstag, 22. September 2005
@Bonaventura
Formulieren wir Kritik doch positiv! Statt:
Unterlassen Sie, aus Liebe zur Tradition, doch in Zukunft ihre Selbsherrlichkeit und Ihren Hochmut, denn der wird Sie sonst noch ins Verderben bringen.
Zum Beispiel so:
Üben Sie, aus Liebe zur Tradition, doch in Zukunft Ihre Bescheidenheit und Ihre Demut, denn diese werden sie unfehlbar in die ewige Seligkeit bringen!
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#3   Irenäus   20:09:36 | Donnerstag, 22. September 2005
Tradition und Ramm
Ich möchte in dem Zusammenhang noch einmal darauf hinweisen, daß Pater Martin Ramm ein Sohn von Walter Ramm ist. Allein sein Vater scheint nicht gerade die Schismakeule gegenüber der FSSPX zu schwingen im Gegensatz zu manchem Mitglied der FSSP. Dennoch hoffe ich, daß beide Gemeinschaften sich nicht gegenseitig bekriegen, sondern in Zeiten der allgemeinen Verwirrung ihrem eigentlichen Aufgabenfeld nachgehen: nämlich Inseln der Frömmigkeit zu schaffen. Ich selber habe vor ca. 2 Jahren an meiner bislang einzigen Messe bei der FSSP teilgenommen, und die Predigt von Pater Hagel hat mich sehr beeindruckt.
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#2   Bonaventura   19:17:39 | Donnerstag, 22. September 2005
@Marcel
Bei aller Freude die Sie empfinden an der Tradition und die Wahrheiten an denen die Tradition festhält, sollten Sie sich aber dringend einmal fragen ob ihr Exklusivgehabe Sie weiterbringt.
Ihr gesamtes Auftreten und Gebaren hier hinterlässt doch den Eindruck von wenig innerlichkeit im Geistlichen Leben. Das werden Sie bei den Exerzitien merken wenn Sie mit bereitem Herzen an diese herangehen.
Unterlassen Sie, aus Liebe zur Tradition, doch in Zukunft ihre Selbsherrlichkeit und Ihren Hochmut, denn der wird Sie sonst noch ins Verderben bringen.
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#1   Marcel   18:17:54 | Donnerstag, 22. September 2005
Wie wahr
… man hört nur Gutes über die Ignatianischen Exerzitien!
Das Original der FSSP – die mit dem X hintendran für „eXtra“ – bieten diese natürlich auch an.
Nun, meine ersten habe ich noch vor mir und freue mich schon sehr darauf. Sie wurden mir von freundlichen Gemeindemitgliedern wärmstens empfohlen.
Dank sei Gott für diesen großen Heiligen.
Ohne ihn hätte die protestantische Irrlehre ganz Europa überflutet. Ein Papst nannte ihn die mächtigste Waffe des Himmels gegen den Lutherismus (oder Hammer statt Waffe?).
Eigentlich sollten wir ihn täglich anrufen, um die Gegenreformation erneut zu schaffen – diesesmal jedoch in der Kirche, in der protestantisierten V.II-Kirche.
Instaurare omnia in Christo.
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