St. Pölten
Wie geht es in St. Pölten weiter?
Vor rund einer Woche haben die beiden gestrauchelten Ex-Regenten von St. Pölten ihren Prozeß gegen das Wiener Boulevardmagazin ‘Profil’ verloren. Jetzt werden sie auch den Mühlen des Kirchenrechtes nicht entkommen.
(kreuz.net) Nach Angaben von Beobachtern sind Prälat Ulrich Küchl (61) und Dr. Wolfgang Rothe (38) nicht nur durch den Ausgang des Wiener Prozesses, sondern auch aufgrund der dort gemachten Aussagen weiter belastet worden.

Darum ist die augenblickliche Stunde für ihren vorgesetzten Bischof Mons. Klaus Küng nicht ungünstig, um gegen die zwei Härte zu zeigen.

Dazu hört man in St. Pöltner Kirchenkreisen, daß der Hauptfehler der beiden Gestrauchelten nicht darin bestehe, sich homosexuell vergangen zu haben, sondern kirchenpolitisch in der falschen Ecke zu stehen.

Der eklatante Beweis dafür sei der Fall des als Pfarrer abgesetzten Benediktinerpaters Udo Fischer. Er wurde von Bischof Küng wieder in Amt und Würde eingesetzt, ohne daß die schweren Probleme, die zu seiner Absetzung geführt hatten, überhaupt zur Sprache gekommen wären.

Auf solche Gnadenakte kann Prälat Ulrich Küchl – der ehemalige Regens des Priesterseminars – nicht hoffen. Er muß jetzt um seine Pfarreien und seine Propstei fürchten.

Das Amtsenthebungsverfahren gegen ihn als Pfarrer von Eisgarn und Eggern ist eingeleitet.

Beide Ortschaften befinden sich im Waldviertel, in der Nähe der tschechischen Grenze. Das Waldviertel ist der Teil Niederösterreichs nördlich der Donau.

In der Pfarrei Eisgarn ist Prälat Küchl in Personalunion auch der Vorsteher der dortigen Weltpriesterpropstei. Auch dieses Amt dürfte er verlieren.

Eine Propstei ist ein Weltpriesterstift. Die Kanoniker müssen nicht notwendigerweise in der Propstei wohnen. Ebenso ist die Mitgliedschaft im Stift nicht mit Ordensgelübden verbunden. Weltpriesterpropsteien dieser Art sind sehr selten.

Es sieht allerdings danach aus, daß der Ex-Regens und Noch-Propst seine vom Bischof angestrebte Absetzung nicht kampflos hinnehmen wird.

Prälat Küchl scheint entschlossen, dagegen in Rom Berufung einzulegen.

Ein Amtsenthebungsverfahren kann sich kirchenrechtlich in die Länge hinziehen, da es die Möglichkeit gibt, gegen jeden Bescheid des Bischofs in Rom zu rekurrieren.

Bischof Küng würde sich dagegen einen kurzen Prozeß wünschen, um die Angelegenheit schnell vom Tisch zu bekommen.

Dieser Wunsch dürfte eher nicht in Erfüllung gehen.

Der Bischof erklärte am Freitag in St. Pölten nicht ohne Zweckoptimismus, daß das Verfahren noch „einige Wochen“ dauern werde.

Eine Rückkehr von Prälat Küchl in die Seelsorge wäre denkbar gewesen, meinte der Bischof weiter. Doch der Ex-Regens habe auf die bischöflichen Maßnahmen „so unglücklich reagiert“, daß die Amtsenthebung notwendig geworden sei.

Ex-Subregens Wolfgang Rothe habe dagegen die Auflagen im Wesentlichen erfüllt. Er werde voraussichtlich in einer anderen Diözese in der Seelsorge eingesetzt.

Der Ex-Subregens wohnt gegenwärtig mit reduziertem Gehalt in seiner Privatwohnung in St. Pölten und ist im Augenblick ohne seelsorgliche Beschäftigung.

Bischof Küng erklärte weiter, daß das im letzten Jahr geschlossene Priesterseminar mit 14 Seminaristen beginnen werde. Davon seien 13 aus dem von Ex-Regens Küchl geführten Seminar übernommen worden.

Die Auswahl der Kandidaten sei nach vielen persönlichen Gesprächen und mit Unterstützung durch Psychologen erfolgt.

Es scheint, daß der Bischof mit diesen Zahlenangaben nicht auf dem letzten Stand der Dinge ist.

Denn der angeblich zu den dreizehn alten Seminaristen hinzugekommene vierzehnte Seminarist hat die Diözese offenbar bereits wieder verlassen.

Ebenso sind mehrere polnische Seminaristen abgesprungen.

Es ist wohl realistischer die Zahl der Neubeginner auf ungefähr sieben Kandidaten zu reduzieren. Von diesen sind die meisten nicht unter Ex-Regens Küchl, sondern noch unter seinem Vorgänger, Prälat Franz Schrittwieser aufgenommen worden.

Zu ihnen gehört auch ein ehemaliger Seminarist aus der Umgebung von St. Pölten. Er war unter Ex-Regens Küchl ausgetreten und wurde jetzt wieder aufgenommen. Nächstes Jahr soll er zum Diakon geweiht werden.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Rudolphus   15:34:44 | Dienstag, 25. Oktober 2005
St. Pölten-Propaganda
Ein Unterschied zwischen St. Pölten und anderen Concilsseminaren, worin liegt er?
St. Pölten war voll, fast ausschließlich mit Ausländern, die anderen Seminare sind leer.
Ansonsten war Bischof Krenns Seminar nicht weniger liberal als die Konkurrenzseminare der Regentenmafia, insofern auch Bischof Krenns Diözese von den modernistischen Prälaten regiert wurde.
Die große Ausnahme, und die brachte alles zufall: Exzellenz Krenn akzeptierte unter „jeden“ auch Papst- und Glaubenstreue, wenn sie auch nur wenige Elemente in Bistum und Seminar stellten. Die Politik wurde und wird wie auch jetzt unter Mons. Küng vom modernistischen Ordinariat gemacht.
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#14   muntu   10:08:11 | Samstag, 22. Oktober 2005
was ist nun mit den Seminaristen
In st. Pölten geht anscheinend gar nichts weiter nach dem glaubwürdigen Neubeginn. Nach der Reihe lassen sich die alumni beurlauben oder treten gar sofort aus. Wenn sie nach der glaubwürdigen Überprüfung plötzlich das Alumnat verlassen, stimmt mit der neuen Leitung eindeutig etwas nicht. Anstatt die paar Maxerl für den glaubwürdigen Neubeginn zu begeistern, schrecken sie diese anscheinend ab. Das Alumnat wird bald zusperren können, wenn es mit dieser Hausleitung so weiter geht. Auch wenn Dr. Leichtfried meint, am Anfang habe Christus auch nur mit 12Apostel angefangen, hat er anscheinend vergessen, dass dazwischen jetzt 2005 Jahre Kirchengeschichte liegen. Bald steht er vielleicht alleine dar…wem wird man dann die Schuld geben?? Altbischof Krenn vielleicht??? oder gar den glaubwürdigen Neubeginn von DDr. Küng??
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#13   Evelin   20:57:28 | Sonntag, 2. Oktober 2005
@Hr. Turk
Wenn es sich um Weihnachtsfeierteilnehmer und solche Kreise handelt, kann St. Poelten getrost auf diese dubiosen Kandidaten verzichten. Beten wir fuer den Neubeginn!
Genau meine Meinung, aber erwarten tue ich mir persönlich von der neuen Leitung auch nicht viel (vielleicht gut, dann wird man nicht enttäuscht).
Man hört aber (wohl zu Recht?), dass im interdiözesanen Propädeutikum in Horn angeblich Husch-Pfusch-Gruppendynamik-Praktiken angewandt werden, die, finde ich nirgendwo angewandt werden müssen (weder in den Sozial- und Gesundheitsberufen, noch in Managementseminaren, noch in Priesterausbildungen).
Wie war das in den Pastoralkursen unter Altregens Schrittwieser?
Wenn man sich auch nur teilweise gruppendynamischer Methoden bedient bzw. glaubt, nicht ohne das auszukommen, muss man schon in Psychologie und geistlicher Begleitung sehr versiert sein.
Man kann Leute geistlich und psychologisch sehr gut begleiten, ohne die Integrität der Persönlichkeit zu verletzen.
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#12   turk   17:17:19 | Sonntag, 2. Oktober 2005
Unterschiedliche Meinung ist kein Problem, aber …
Was bitte ist ein „rechtglaeubiger Seminarist“? Die Vorposter sind weiterhin verhangen im voellig zurecht zerbrochenen Lagerdenken, das der Vergangenheit angehoeren sollte. Wer in diesen Kategorien wie z. B. „konservativ“ und „progressiv“ weiterdenkt und so alle einteilt, uebersieht leider die andere Ebene des Falles St. Poelten. Gerade sogenannt „konservative“ Kandidaten haben nicht oder zu spaet erkannt, dass es nicht sein kann, sich ins Boot einer selbsternannt „konservativen“ Homogruppe zu setzen. Und genau deshalb ist es so schwierig fuer Bischof Kueng, die richtigen Personen fuer die richtigen Aemter zu finden. Diskreditierte „Konservative“ sind absolut abzulehnen, und von daher gehen bisher alle Personalia, die Bischof Kueng zu entscheiden hatte, in Ordnung.
Wer nicht absolut klarstellt, mit der alten Vorstehung nicht mehr im Boot zu sitzen, sollte auch nicht mehr in St. Poelten mit dabei sein. Alles Geheule ueber gesunkenen Seminaristenzahlen ist daher voellig laecherlich und sinnlos. Es spricht fuer Bischof Kueng, dass einige auch selbst aufgegeben haben. Wer sich nicht sicher ist, sollte lieber einkehren und weiter nachdenken, welcher Weg wo im besten dem Willen Gottes entspricht.
Es bleibt dabei: es kann und darf keine Rueckkehr zum gescheiterten St. Poeltener Homokurs des im Vorjahr durch Bischof Krenn selbst geschlossenen Seminars mehr geben.
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#11   muntu   11:37:06 | Sonntag, 2. Oktober 2005
die ausgetretenen
Tja herr turk, frag selber mal nach wer von den glaubwürdig geprüften alumni gegangen sind. Dr. Küng hat immer angegeben, dass die Kommission sehr streng geprüft hat und dass psychologische Gutachten eingeholt wurden… naja, scheint nichts geholfen zu haben… Wieso sollten alumni trotz glaubwürdiger Neubeginn das Handtuch schmeißen???
Gestern wurde bei der Wiedereröffnung bekannt gegeben, dass voraussichtlich nur 3(!!) ständig im Haus sein werden. Eine sehr kleine, aber bescheidene Zahl.
Meines Eachtens lächerlich. Wo sind die ganzen Berufungen hingekommen???
Keiner kann mir von diesem glaubwürdigen Neubeginn überzeugen.
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#10   Evelin   21:32:39 | Samstag, 1. Oktober 2005
@ turk
Ich weiß konkret, dass durch und seit der Küchl-Rothe-Affäre mehrere rechtgläubige Seminaristen verlorengegangen sind. Es sind nicht nur die meisten „Homos“ hinausexpediert worden, sondern auch die meisten konservativen Priesteramtsanwärter. Im wesentlichen ist nur das modernistische Mittelmaß à la Regens Schrittwieser (Vor-Vor-Vorgänger des jetzigen) übriggeblieben. Insoferne hat muntu schon Recht, auch wenn ich ihm sonst nicht Recht gebe.
Es wurde eine modernistische Seminarleitung eingesetzt, damit kommt praktisch nichts nach, denn der Modernismus produziert ja neben PastoralassistentInnen nur ein paar durch gruppendynamische Berührungsspiele und andere „therapeutische“ Maßnahmen aus der Bahn geworfene rückgratlose Milchgesichter (solche wie die heute typischen V2-Priester).
Warum wurde beispielsweise der letzte Zeremoniär von Bischof Krenn noch nicht zum Priester geweiht – dieser ist seit 2 Jahren mit seinem Studium fertig?
Der Gatte der Evelin
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#9   turk   16:11:52 | Samstag, 1. Oktober 2005
Muntu bestaetigt Verbohrtheit der Ex-Regenten-Verteidiger, …
No Herr Muntu, Ihre Beitraege bleiben konsequent auf einem nicht ernstnehmbaren Niveau. Der von Ihnen genannte „Zeitungsbericht“ war ein regionaler Artikel, der in jeder Hinsicht in Ordnung gegangen ist. Was aber sehr klar in die Hose gegangen ist, ist der Versuch des sogenannten „13.“ und der entsprechender puritanischer Einsender an kreuz.net, daraus ein Problem zu machen. Aber es ist ja nichts Neues, dass die Kreise um den „13.“ einerseits die Fakten im Fall St. Poelten nicht wahrnehmen wollen, sogar nachdem eine von derselben Gruppe mit irrationalen Hoffnungen versehene Richterin erklaert hat, dass „Profil“ bei seinen Homogeschichten ueber die ehemaligen Vorsteher den Wahrheitsbeweis im Kern erbringen konnte, und andererseits verzweifelt versuchen, bei jenen, die sich in keiner Weise zum verlogenen Schweigen bestechen haben lassen, irgendwelche Laecherlichkeiten aufzubauschen.
Somit haben Sie, Herr Muntu – Ihre Daten sind ja bekannt – sich und Ihre Gruppe mit Ihrer Meldung nicht nur verraten, sondern auch Ihre voellig unglaubwuerdige Haltung bestaetigt, was die Leser sicherlich interessiert. Nennen Sie doch die Namen der „verlorengegangenen“ Seminaristen. Wenn es sich um Weihnachtsfeierteilnehmer und solche Kreise handelt, kann St. Poelten getrost auf diese dubiosen Kandidaten verzichten. Beten wir fuer den Neubeginn!
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#8   muntu   12:09:51 | Samstag, 1. Oktober 2005
glaubwürdiger Neubeginn
Dieser unglaubwürdiger Neubeginn scheint in die Hosen gegangen zu sein – wie Dr. Pytlik sich bis auf die Badehosen (Zeitungsbericht) blamiert hat.
Seit der glaubwürdiger Regens Toni im Amte ist hat er 4 Seminaristen verloren. Ihnen ist anscheinend der glaubwürdiger Neubeginn zu viel geworden.
Die Pressekonferenz von letzten Freitag hat falsche Zahlen veröffentlicht – vielleicht absichtlich? Nun gibt es mal nicht einmal 14 Seminaristen. 4 sind ausgetreten, 5 werden im Haus sein und die restlichen 4/5 Maxerl sind auswerts.
Eine merkmwürdige Geschichte. Bin gespannt welche Ausreden die Oberen suchen werden, wieso 4 glaubwürdige Alumni wieder ausgetreten sind – noch bevor das Sodomat wiedereröffnet wurde…
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#7   turk   15:18:03 | Sonntag, 25. September 2005
Visitator gab es doch bekannt
Ja, Frl. Ilse, der Apostolische Visitator selbst hat anläßlich der Schließung des Seminars von St. Pölten von suchtartigem Pornokonsum und von aktiven homophilen Beziehungen in diesem Haus gesprochen. Die Kinderpornos konnten schließlich von Staats wegen nur noch einem Seminaristen mit Sicherheit zugeordnet werden, weshalb dieser auch verurteilt worden ist. Ratsam ist es daher, für die Zukunft, in öffentlichen Einrichtungen immer jeder Einzelperson auch eigene Zugangsdaten zu geben, damit im nachhinein die Verantwortung und Zuordnung leichter fällt.
Für die Kirche ist es irrelevant, was im Staatsbereich strafbar ist oder nicht, wenn es sich um eine himmelschreiende Sünde handelt. Wenn – wie am letzten staatlichen Prozeßtag der beiden Ex-Regenten nochmals ziemlich deutlich geworden – „Homo-Eheringe“ zu Weihnachten gesegnet worden sein sollen, dann kann dies nicht ohne öffentliche Sühneleistung einfach durchgehen. Es geht um die Glaubwürdigkeit der Kirche: es hilft nichts, wenn gegen eingetragene Partnerschaften gewettert wird, aber ausgerechnet aus sich selbst als „konservativ“ und „traditionell“ definierten Gruppen und Einzelpersonen dann solche angeblich bekämpften Früchte hervorgehen. Es ist bedauerlich, daß die Redaktion des „13.“ dieser Gruppe auch prozeßmäßig vollkommen auf den Leim gegangen ist. Tja, wann wird sich der „13.“ für seine fast völlig Desinformation bei den Lesern entschuldigen?
[fett]Der MilAk-Dompfarrer Mag. Lochner hatte mit seinem frühzeitigem Kommentar zu St. Pölten offenbar rech…
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#6   Frl.Ilse   14:10:16 | Sonntag, 25. September 2005
@Erinnerung
Ich möchte in dieser Diskussion daran erinnern, dass es bei Aufdeckung des Skandals Meldungen in der Presse gab, auf Rechnern des Seminars hätten sich kinderpornographische Seiten gefunden. Ich weiß nicht, ob sich das bestätigt hat und ob heute noch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen bestehen. Man sollte aber bedenken, dass Homosexualität zwar von der Kirche nicht gern gesehen wird, aber strafrechtlich nicht relevant ist. Kinderpronopgraphie hingegen ist eines des scheußlichsten Verbrechen, die die Welt kennt – und wird auch entprechend bestraft. Mit Personen, die in den Geruch der Kinderpornographie geraten, wollte ich nichts mehr zu tun haben – die Kirche sicherlich auch nicht.
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#5   Yersinia   20:51:09 | Freitag, 23. September 2005
@evelin: Homosexualität an sich
ist nichts Verwerfliches und wird von den Medien auch bei Geistlichen nicht mehr beachtet – die Medien berichten, völlig zu Recht, über den oft zweischneidigen oder vielleicht treffender „lebensfremden“ Umgang mit sexuellen Themen in der katholischen Kirche – („Thema“ meint hier, dass auch jedes Ereignis in Medien ja berichtet, geschrieben etc wird und somit zuerst einmal eine „Geschichte“ oder eben ein „Thema“ ist); und fünf Kinder eines katholischen Geistlichen? na, da wär derjenige sicher „fleißig“ gewesen, aber „skandalfähig“ ist das auch nicht;
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#4   Benedikt   19:46:40 | Freitag, 23. September 2005
Mir reicht es schon…
…wenn ich mal drei vier Monate nichts mehr aus St. Pölten hören würde.
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#3   Evelin   19:42:54 | Freitag, 23. September 2005
Hww. Küchl und Rothe
Dazu hört man in St. Pöltner Kirchenkreisen, daß der Hauptfehler der beiden Gestrauchelten nicht darin bestehe, sich homosexuell vergangen zu haben, sondern kirchenpolitisch in der falschen Ecke zu stehen. War es wirklich das?
Propst Küchl ist ein Progressiver mit einem Hang zu einer gediegenen schönen Liturgie, außerdem ist er ein wirklich begabter Künstler. Dr. Rothe war nach außen hin zwar rechtgläubig, in vielen Bereichen wird das auch seine Auffassung sein – aber was hilft es, wenn er – jetzt amtlich – ärgerniserregende widernatürliche Handlungen gesetzt haben sollte. Natürlich stürzen sich Medien etc. in solchen Fällen mit größerer Begeisterung auf vorgeblich konservative als progressive Kleriker. Wenn jemand z. B. aufdecken würde, dass ein progressiver Kleriker homosexuell oder 5 ledige Kinder hätte, würde das niemand vom Hocker werfen.
Meines Wissens war Bi. Küng sehr geduldig und behutsam mit beiden. Hätten sie es nicht auf diesen Prozess ankommen lassen, könnte Küchl wohl wenigstens Pfarrer bleiben (Die Eisgarner und Eggerner Katholiken wollen ihn sowieso).
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#2   wolfgang e.   17:24:36 | Freitag, 23. September 2005
Hau die Bischöfe
Weiter im lustigen Spiel „Hau die Bischöfe“. Die sind ja immer an allem schuld…
Hat die Kreuz.net-Redaktion noch nicht bemerkt, dass das Böse manchmal auch woanders sitzt? Ich kann die Schuld von Hw. Rothe und Küchl nicht beurteilen, aber günstig sieht es für sie bisher nicht aus. Jedenfalls haben sie, wenn sie an sonst nichts schuld sind, zumindest durch Unfähigkeit der Kirche einen schweren Schaden zugefügt. Das sollte doch für einen Absetzungsgrund reichen, abgesehen davon, dass HW Küchl wie ein trotziges Kind reagiert. Und „Der andere (P. Udo Fischer) ist auch böse“ ist ein Kindergartenargument. Warum P. Fischer wieder Eingesetzt wurde ist mir auch schleierhaft. Vielleicht ist Bischof Küng hier genauso machtlos wie sein Vorgänger?
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#1   Rosa von Lima   16:54:50 | Freitag, 23. September 2005
St. Pölten
Eine möglichst rasche und angemessene Strafe würde der Kirche wieder etwas vom abgekratzten Image zurückgeben. Diese Sache hat ihr nämlich sehr geschadet. Ich kenne einige Mitglieder, welche wegen dieses Vorkommnisses in St. Pölten aus der RKK ausgetreten sind.
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