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Betrübliche Bibelübersetzung + Großes Fragezeichen + Falsche Toleranz + Aids außer Kontrolle + Besorgter Kardinal
Betrübliche Bibelübersetzung

Deutschland. Karl Kardinal Lehman kündigte gestern Freitag an, den Dialog mit der Evangelischen Kirche bezüglich der Einheitsübersetzung wieder aufzunehmen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sagte beim Abschluß der Herbstvollversammlung der Bischöfe in Fulda, er habe intensiv mit dem Ratsvorsitzenden der evangelischen Kirche gesprochen. Die katholische Kirche und die evangelischen Gemeinschaften wollten „nüchtern und realistisch an die Sache herangehen“. Für Kardinal Lehman sei die Entscheidung der Evangelischen, aus der Einheitsübersetzung der Bibel auszusteigen, „betrüblich“.

Großes Fragezeichen

USA. Der Rechtsausschuß des US-Senates in Washington hat am Donnerstag die Bestätigung des Republikaners John Roberts (50) zum neuen Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs der USA empfohlen. Die Entscheidung fiel mit 13 gegen fünf Stimmen. Drei der acht Senatoren der oppositionellen Demokraten schlossen sich dem positiven Votum der zehn republikanischen Ausschußmitglieder an. Die Bestätigung des Juristen im Senatsplenum gilt nach der Entscheidung des Ausschusses als sicher. Die einzige Frau im Ausschuß begründete ihre Nein-Stimme mit der Weigerung Roberts’, die Fragen der Demokraten während seiner Anhörung vollständig zu beantworten: „Ich weiß genauso wenig, welche Ansichten Richter Roberts wirklich vertritt, wie zuvor.“ Roberts war von den Mitgliedern des Justizausschusses mehrere Tage lang zu Themen wie Bürgerrechte, Abtreibung oder Todesstrafe befragt worden.

Falsche Toleranz

Deutschland. Der protestantische Landesbischof von Berlin, Wolfgang Huber, hat vor einer falschen Toleranz zwischen den Religionen gewarnt: Ein friedliches Miteinander der Religionen sei „noch nicht mit der Ausrufung eines ‘Projekts Weltethos’ beantwortet“, wird der Landesbischof von der ‘kna’ am Freitag zitiert. Das ‘Projekt Weltethos’ entsprang der Feder des suspendierten Tübinger Theologen Hans Küng. Es spricht sich für eine Reduktion aller Religionen und Weltanschauungen auf gemeinsame Werte aus, um ein friedliches Zusammenleben der Weltbevölkerung zu sichern.

Aids außer Kontrolle

Estland. Die Gesundheitsbehörden in Estland schlagen wegen der weiten Verbreitung des HIV-Virus in der baltischen Republik Alarm. Eine Sprecherin des nationalen Gesundheitsinstituts erklärte am Freitag in der Hauptstadt Tallinn: „Die Ansteckung der Menschen in Estland mit dem Virus ist außer Kontrolle.“ Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, daß ein Prozent aller Esten zwischen 15 und 49 Jahren HIV-positiv sind. Damit hat Estland mit seinen 1,4 Millionen Einwohnern die höchste HIV-Rate nördlich von Afrika. Am stärksten betroffen sind junge Menschen in der Hauptstadt Tallinn und Russen im Osten der Republik.

Besorgter Kardinal

Österreich. „Ein zweiter Schwerpunkt muß die Sorge um die sein, die bei Scheidungen übrig bleiben, über die viel zu wenig gesprochen wird. Sie sind oft die großen Verlierer, finden keinen neuen Partner, werden mit dem Alleinsein nicht fertig – Männer und Frauen. Daher die Frage: Wie sieht die Situation des zurückgelassenen Partners aus, wie sieht unsere pastorale Aufmerksamkeit für die Zurückgebliebenen aus?“

Christoph Kardinal Schönborn, in ‘Der Sonntag’, Kichenzeitung für die Erzdiözese Wien, 18. September 2005
      
7 Lesermeinungen
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#7   Yersinia   21:02:18 | Sonntag, 25. September 2005
wie ist das eigentlich mit dem „Urtext“?
geht es nicht vor allem darum, dass diesbezglich neue Erkenntnisse in eine Übersetzung einfließen sollen?
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#6   joergx2000   00:27:35 | Sonntag, 25. September 2005
Bei der Einheitsübersetzung…
…hat der Teufel mitgewirkt.
Z.B. fehlt in Luc 1,28 die Übersetzung für die in der Vulgata stehenden Worte …BENEDICTA TU IN MULIERIBUS… Also das im Rosenkranz „gebenedeit bist du unter den Weidern“. Widerlich finde ich so eine Auslassung. Da kann man ja gleich eine Zeugen-Jehowa-Bibel zur Hand nehmen.
Am besten finde ich immer noch die alte deutsch-lateinische Vulgata-Übersetzung von Dr.franz von Allioli
( es gibt noch eine etwas neuere Nachfolgeausgabe von Arndt). Vor allem mit Super Fußnoten. Eine echte Fundgrube. Das ganze leider nur antiquarisch. Zumindest solange bis endlich der Sarto-Verlag die Arndt-Ausgabe fertig hat.
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#5   sacerdos helveticus   00:00:16 | Sonntag, 25. September 2005
Romanische Bibel
Zur von Rosa von Lima erwähnten rätoromanischen ökumenischen Bibel ist zu präzisieren, dass im Jahr 1988 nur das Neue Testament erschien, die Arbeiten am Alten Testament jedoch noch andauern: Geplant ist eine Ausgabe in mehreren Bänden. In 2004 erschien nun nach langer Arbeit der erste Band des Alten Testamentes, der die Propheten enthält.
Im Übrigen betrifft diese Ausgabe nur das sogenannte Sursilvan, eines der fünf rätoromanischen Idiome, die in der Schweiz verwendet werden.
In den anderen Idiomen liegen bestenfalls nur konfessionelle Bibelausgaben vor.
Der Band des Neuen Testaments enthält zwar kein ausdrückliches Imprimatur (kirchliche Druckerlaubnis), wohl aber ein empfehlendes Vorwort des damaligen Churer Generalvikars (selbst romanischsprachig).
Der jüngst erschienen Band mit den Propheten enthält nur den Vermerk, dass er von katholischer Seite vom zuständigen Dekanat herausgegeben wurde.
Meines Wissens sind die katholischen Übersetzer zumindest nicht ausdrücklich vom zuständigen Bischof beauftragt.
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#4   Rosa von Lima   20:32:57 | Samstag, 24. September 2005
Bibelübersetzung
Die Deutschen sollten sich ein Beispiel an den Rätoromanen nehmen. Die ökumenische, rätoromanische Bibel gibt’s schon seit 1988. Die Uebersetzungen, an denen 2 reformierte und 3 katholische Theologen während Jahren arbeiteten, gingen kampflos über die Bühne.
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#3   Ignatius   17:54:07 | Samstag, 24. September 2005

‘was ist eigentlich der Grund für dieses Zerwürfnis?’
Dem einen oder anderen wurden die Jahrzehnte nun einfach zu lang in denen die katholischen Ökumene-Lemminge diese miese durchlutherisierte Bibelübersetzung verwendeten, während die Lutheraner die „Ökumene“-Übersetzung schon von Anfang an einfach ignorierten. Doch an Statt beide Lager sie nun endlich ignorieren und Gras über die dumme Geschichte wachsen lassen würden : Rotary-Lehmann muss wieder vorpreschen weil die katholische Kirche ist noch nicht zerstört genug, so dass er schon aufhören könnte… Doch auch er wird der gerechten Strafe nicht entkommen und am Ende kommts halt immer so wie der HERR will, und nicht wie der Mensch will. Wenn das ihr Freimaurer und anderweitige Gottesleugner endlich kapieren würdet.
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#2   Lykophron   14:30:03 | Samstag, 24. September 2005
Bibelübersetzung
www.faz.net/…402F96E964EF8CE790E1
/Doc~EE52C201F8D5A4677B6A7A0F64E261777~ATpl~Ecommon
~Scontent.html
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#1   Yersinia   12:42:00 | Samstag, 24. September 2005
„Betrübliche Bibelübersetzung“
was ist eigentlich der Grund für dieses Zerwürfnis? erichte darüber finden sich allenthalben, Hintergründe kaum;
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