Katholiken müssen heute die feige Hinterlist der Christdemokraten nicht weniger fürchten als die freche Offenheit der Sozialisten. Darauf weist ein neues österreichisches Internet-Tagebuch hin.
(kreuz.net) Im Internet ist jüngst ein frischgeborenes Internet-Tagebuch aufgetaucht. Es trägt den Namen
‘Ein Archiv zur ÖVP’.
Das Internet-Tagebuch bringt Stellungnahmen von Politikern der ‘Österreichischen
Volkspartei’ (ÖVP) ans Licht. Die ÖVP ist nach eigener Aussage eine politische Formierung christdemokratischer
Prägung.
Unter den publizierten Dokumenten findet sich auch eine Stellungnahme der ÖVP-Politikerin
Benita Ferrero-Waldner.
Die Erklärung stammt aus dem österreichischen Präsidentschaftswahlkampf im
April 2004. Damals unterlag die gegenwärtige EU-Außenkommissarin gegen den jetzt amtierenden Sozialisten
Heinz Fischer.
Während des Wahlkampfes stellten sich beide Kandidaten einem Doppelinterview mit der
österreichischen Frauenillustrierten ‘Woman’.
Die Katholikin Ferrero-Waldner bekundete dabei keine Probleme,
heiße Fragen im Brustton einer überzeugten Überzeugungslosigkeit zu beantworten.
So antwortete sie
auf die Frage, ob die derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen zur Abtreibung in Österreich ideal seien,
mit einer klaren Ja-Nein-Antwort:
„Ich bin für den Schutz des Lebens. Aber ich würde die geltenden
Abtreibungsgesetze nicht ändern.“
Das Internet-Tagebuch ‘Ein Archiv zur ÖVP’ merkt an, daß das von
Frau Ferrero-Waldner unterstützte österreichische Abtreibungsgesetz die Tötung aller Kinder bis zum
Ende des dritten Schwangerschaftsmonats erlaubt.
Geburtsunwillige Mütter, die diese Frist verpassen,
können ihre unwillkommenen Kinder in Österreich aufgrund von verschiedenen Hintertüren noch bis zur
Geburt legal loswerden.
Dazu erlaubt das Gesetz soziale und psychologische Einwände gegen den heranwachsenden
Sproß sowie mehr oder weniger konkrete Bedenken wegen seiner Gesundheit.
Email-Adressen der Empfänger
23 Lesermeinungen
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#23 Yersinia 20:17:01 | Mittwoch, 2. November 2005
@bonifatius: gell, du hast keine Familie zu ernähren? trotzdem wär ich neugierig, wodurch du deinen
Lebensunterhalt bestreitest; auch, ob du schon mal arbeitslos warst? im übrigen schreibst du – gerade
heraus gesagt – hanebüchenen Unsinn über „Genügsamkeit“, den Vergleich von Sozialsystemen und die weltweite
Wirtschaftsdynamik;
#22 bonifatius 13:05:02 | Dienstag, 27. September 2005
Yersinia. Das soziale Netz… ist so dicht, daß bei uns ein Empfänger von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld
schon im Vergleich mit Arbeitern in den Osteuropäischen Ländern zu den „Besserverdienenden“ gehören.
Ja, und weil die Asiaten so selbstgenügsamsind, können bei uns Nutzer des Sozialsystems günstig die
von den Asiaten produzierte Waren wie Kleidung , Fernseher, ja sogar Autos erwerben. Folge: Verlagerung
deutscher Wertarbeit in Billiglohnländer, Heimische Arbeitslosigkeit, Schulden der öffentlichen Hand.
Und nun zum Märchen von der Kaufkraft. Kaufkraft ist „wertvolles“ Geld. Dies hängt aber von der Produktivität
und vom Erlös der verkauften Waren ab. Da wir unseren Wohlstand über den Export erzielten und nur halten
können, müssen wir gegen Wettbewerber antreten, die billiger und z.T. sogar besser sind. Und da haben
wir schlechte Kartenaber einen Berg von Schulden, die das viele Geld einmal wertloser machen ( Inflation,
derzeitiges Defizitverfahrenin Brüssel !!).Leider sind wir auf die süßen Wahlversprechen der Politiker
immer wieder reingefallen und werden uns wegen Uneinsichtigkeit noch einmal die Augen reiben.
#21 covadonga 19:03:48 | Montag, 26. September 2005
Hallo … … wofgang e. Kommst grad von der VP-Kampfposterschulung? Zum Thema SPÖ will Herausnahme
aus dem Strafrecht: Das sind sie nicht die einzigen –> Link oevp.blogspot.com/…ol-ist-kein-fan.html
#20 Yersinia 18:53:01 | Montag, 26. September 2005
@bonifatius: wie verdienst du deinen Lebensunterhalt? von einer „satten Gesellschaft“ kann man angesichts
der Bedingungen der heutigen Arbeitswelt bestenfalls metaphorisch sprechen; und von einer „Übersozialisierung“
können auch nur jene reden, die selbst nicht auf das Sozialsystem angewiesen sind; nicht zuletzt: Arbeit
in Westeuropa ist gegenüber den Arbeitspreisen in China und anderen Ländern immer „zu teuer“ – andererseits
kann die Kaufkraft nur durch entsprechende Entlohnung erhalten oder gesteigert werden;
#19 wolfgang e. 13:03:08 | Montag, 26. September 2005
Feigheit Ja, es stimmt, in der österreichischen Volkspartei herrscht große Feigheit, was die Abtreibungsfrage
betrifft. Keiner will etwas gegen die Fristenlösung sagen, aus Angst, sich die Finger zu verbrennen.
Bis vor kurzem war es daher in dieser Frage vollkommen egal, ob man ÖVP oder SPÖ gewählt hat, da beide
den Status Quo beibehalten wollten. Die Situation hat sich jetzt dramatisch geändert: Laut einstimmigem
Parteitagsbeschluss der SPÖ (2004) möchten die Sozialdemokraten die Abtreibung ganz aus dem Strafgesetzbuch
herausnehmen und im Gesundheitsrecht verankern! Abtreibung soll laut SPÖ also in Zukunft ein Recht sein
(statt bisher straffrei unter gewissen Bedingungen). Das würde in Zukunft ermöglichen: 1. Uneingeschränkte
Abtreibung bis zur Geburt 2. Bezahlung der Abtreibung durch Krankenkassa (d.h. jeder Österreicher zahlt
mit) 3. Möglichkeit, jedes Spital mit Frauen-/Geburtenabteilung zur Abtreibung gesetzlich zu verpflichten.
(Kein Scherz: in Frankreich bereits Realität) Die SPÖ wehrt sich momentan gerichtlich gegen diese Interpretation
ihres Beschlusses (Klage gegen „Jugend für das Leben“). Ich bin aber überzeugt, dass wir genau das erwarten
können,wenn die nächste Regierung eine SPÖ-Regierung ist. Somit ist die SPÖ für Katholiken unwählbar.
Bitte das weiterzusagen!
In Polen hat das Christentum gesiegt! Wieso fehlt auf dieser news site diese für ganz Europa wichtige
Meldung! Polen ist und bleibt das einzige Land der EU, wo Satanisten nicht an der Macht sind. Hallo!!!
Verbreitet diese frohe Botschaft. [-:
#17 bonifatius 21:52:12 | Sonntag, 25. September 2005
Chris:Problem des satten Menschen Wirtschaftspolitik und Glaubensführung sind zwei verschiedene Ebenen.
Nie kann und soll sich die Kirche in Aufgaben des Staates einmischen. Dies gilt auch umgekehrt. Die Kirche
soll aber die Gläubigen aufrütteln, wenn Gesetze verabschiedet werden, die gegen Gottes Gebote sind:
Du sollst nicht töten (Straffreiheit bei Abtreibung ). Du sollst nicht Unkeuschheit treiben ( Liberalisierung
der Sexualität, wie Anerkennung der Homos als Gesellschaftsform vor dem Gesetz, Pornographie in den Medien
etc.). Wie haben sich die christlich-sozialen Politiker über einen Mahnbrief Kardinal Ratzingers an die
Bayerische Staatskanzlei wegen der Abtreibung mokiert. Alle Bischöfe in Deutschen Landen gingen auf Tauchstation!Leider
sind aber die großen und kleinen Glaubenswächter und Hirten wie auch ihre Schafe satt, müde und feige.
Das Salz ist schal geworden! Zum anderen führten die Wahlgeschenke der Parteien zu einer „Übersozialisierung“,
die weder finanzierbar noch Anreize für den Investor (Arbeitgeber) noch Hunger auf Arbeit (des Arbeitnehmers)
weckt. Ja, es gäbe viel Arbeit in unserem Lande. Sie ist nur zu teuer!
#13 Yersinia 21:18:52 | Sonntag, 25. September 2005
was wäre wünschenswert? eine Antwort? da geh’ ich d’accord! dass Abtreibung ein Übel ist, ebenfalls;
dass sie nicht abschaffbar ist, darüber besteht in weiten politischen Bereichen Übereinstimmung; dass
dagegen der Drang zur Leistungs- und Konsumgesellschaft und auch die fehlenden Väter ein Grund (und zwar
ein änderbarer Grund) sind, dass wollen viele bis heute nicht so ganz wahrhaben;
#11 Yersinia 20:50:31 | Sonntag, 25. September 2005
soll Abtreibung wieder unter Strafe gestellt werden? wie soll dies politisch durchgesetzt werden? – zwei
Fragen, auf die man von „Konservativen“ niemals klare Antworten bekommt!
Welche Partei! Jede Wahlaufforderung der Kirche verfolgt einen Zweck. Natürlich spekuliert die Kath.
Kirche damit, dass ihre schafe die CDU wählen. Andererseits ist es absurd zu Glauben, Katholiken sollten
NPD, PDS, Grüne, APPD, MLPD oder wählen!
@ Chris Ihr Gedankengang wirkt etwas sehr vereinfacht. Es ist im übrigen falsch, daß (ich hoffe, ich
habe Sie da richtig verstanden) zwischen Union und Kirche so eine Art Agreement besteht.
Der ganz normale Wahnsinn Man muss sich an diesen Gedankengänge erst gewöhnen! Für mich wirkte es am
Anfang auch sehr paradox, aber die Realität ist bei genauer Untersuchung gar nicht so paradox wie es
scheint. Immer wieder ließt man von Feuerwehrleuten, die selbst ein Brand legten, um sich zu profilieren,
dass sind nicht zu leugnende Tatsachen. In der Politik geht es nicht anders. Kirche ist übrigens ein
guter oder schlechter Teil der Politik geworden. Wenn Lehmann dann in einer anderen Meldung von einer
„sozial Gerechten Marktwirtschaft“ redet, warum hört man dann von Ihnen nicht. WAT?
_ Wenn die CDU noch mehr Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger durch Neoliberalismus produziert, könnte
das ja einen höheren zulauf dieser Opfer den kirchlichen Organisationen bringen, die sich im Gegenzug
wieder in den Medien profilieren können und Ihre Wichtigkeit/Notwendigkeit als humanitäre Institute
zu unterstreichen. Wat???
Die Diabolik der Kirche Fakt ist, dass sich in keiner Partei die christliche Religion wiederspiegelt und
aus der Erkenntnis heraus ist es nicht zu verstehen, warum sich die Kath. Kirche nicht selbst um eine
Partei bemüht, die Ihre Interessen vertritt. Stattdessen ruft sie das Kirchenvolk zur Wahl auf, um eine
dieser zweifelhaften Parteien zu wählen, wie die CDU/CSU, die sich doch absolut unsozial gegenüber den
sozial Schwachen verhält. Was steckt aber dahinter? Wenn die CDU noch mehr Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger
durch Neoliberalismus produziert, könnte das ja einen höheren zulauf dieser Opfer den kirchlichen Organisationen
bringen, die sich im Gegenzug wieder in den Medien profilieren können und Ihre Wichtigkeit/Notwendigkeit
als humanitäre Institute zu unterstreichen. Man lässt also das Raubtier los, damit man Patienten für
seine Krankenhäuser erhält und nur so ist es zu verstehen, das sowohl Lehmann alls auch sein Kollege
von der Ev. Kirche die unsozialen Reformen von Schröder (Hartz IV.) positiv begrüßten und Unterstützten.
Freimaurer Berlusconi brachte es auf den Punkt: „Die dümmsten Schafe wählen ihre Schlächter selbst!“