Was tut ein ehemaliger US-Präsident mit seiner Freizeit? Er gründet ein Projekt und versammelt dazu die Größen dieser Welt. Dabei darf ein Kardinal natürlich nicht fehlen.
(kreuz.net, New York) Das Projekt nennt sich auf Englisch ‘Clinton Global Initiative’. Die Eröffnungsversammlung
fand vom 15. bis zum 17. September in der Stadt Neu York statt.
Mit dabei waren unter anderem die US-Außenministerin
Condoleezza Rice, der britische Premierminister Tony Blair, der ukrainische Präsident Viktor Juschenko,
UNO-Generalsekretär Kofi Annan, der Medienzar Rupert Murdoch und der US-Milliardär George Soros. Soros
ist für die von ihm finanzierten Projekte für eine „offene Gesellschaft’ umstritten.
Die Versammlung
verstand sich als Ergänzung zum laufenden Millenniums-Summit der UNO-Generalversammlung.
Das Ziel des
Treffens war, „unmittelbare und pragmatische Lösungen“ für einige der drückendsten Probleme der Welt
zu finden.
Aufgezählt werden: die Armut, die Religion als Instrument der Versöhnung und der Konfliktbewältigung,
der Klimawandel und die Stärkung der Regierungen.
Jeder Teilnehmer bekam den spezifischen Auftrag, die
diskutierten Themen in seinem Bereich umzusetzen.
Eine der vier Arbeitsgruppen nennt sich „Religion,
Konflikt und Versöhnung“.
„Fast vier Fünftel der Weltbevölkerung bezeichnen sich selber als religiös“ –
heißt es dazu auf der Homepage der Initiative.
Hunderte Millionen von Menschen erhielten ihre gemeinschaftlichen
Bande nicht von der Nation, sondern vom Glauben.
Ebenso stammten die wichtigsten Erklärungen nicht von
Politikern, sondern von Religionsvertretern. Die bedeutendsten sozialen und kulturellen Institutionen
würden nicht vom Staat, sondern von Glaubensgemeinschaften bereitgestellt.
Die Religion sei freilich
auch ein wichtiger Motor für tödliche Konflikte. Zugleich könnten religiöse Organisationen eine wichtige
Rolle in der Verhinderung und Lösung dieser und anderer Konflikte spielen.
Die Stimme der Religionen
werde allerdings bei Problemen oft – und sogar gezielt – vernachlässigt. Das sei manchmal zu verstehen.
Doch ohne eine klare und ehrliche Diskussion darüber, was die religiöse Dimension beitragen könne,
sei man in Gefahr einen wichtigen Katalysator für konkrete Aktionen zu verkennen.
Die ‘Clinton Global
Initiative’ will das Potential ausloten, das religiöse Organisationen und Vermittler besitzen, „ohne
die Risiken zu vermeiden, welche sie beinhalten“.
Die Aufgabe der Arbeitsgruppe sei festzustellen, welche
Vorgangsweisen zielführend seien und welche nicht.
Vorsitzender der Arbeitsgruppe ‘Religion’ ist Don
Argue. Er ist Präsident der sehr erfolgreichen evangelikalen ‘Northwest University’ im US-Bundesstaat
Washington.
Zum Beirat der „Clinton Global Initiative“ gehört auch der Erzbischof von Washington, Theodore
Cardinal McCarrick.
Ebenfalls im Beirat sitzt Dr. John DeGioia (48). Er wurde im Juli 2001 als erster
Laie zum Präsidenten der den Jesuiten gehörenden Universität Georgetown gewählt.
Die Universität
Georgetown gehört zu den führenden Bildungseinrichtungen der Vereinigten Staaten und befindet sich in
der Nähe der US-Hauptstadt Washington.
Bill Clinton hat dort an der berühmten ‘Edmund A. Walsh School
of Foreign Service’ – einer Diplomatenakademie – studiert.
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4 Lesermeinungen
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#4 Josef Gadient 06:53:41 | Samstag, 19. November 2005
Chamäleone sind anpassungsfähig… richtig, das gehört mit Sicherheit zum Programm der Welteinheitsreligion,
schon allein, weil es aus dem Eck der UNO kommt. .
@Rosa von Lima In letzter Zeit hat sich das Ansehen von Bill Clinton bei mir ins Positive gewechselt.
Er hat sich in verschiedenen wichtigen Angelegenheiten sehr engagiert. Ob der obige Bericht wohl auch
eine Wende zum Guten in der Religion bedeutet? Wir wollen es hoffen! Ich bin hier eher skeptisch, da es
sehr nach Welteinheitsreligion riecht. Clinton sprach sich für die partielle geburtsnahe Abtreibung (unter
partial birth abortion im Weltnetz zu finden). Dass beide Clintons (wie Bushs) irgendwie religiös ist,
ist ja für Amerikaner nichts Besonderes. Daher nicht davon blenden lassen.
#2 MilesChristi 17:46:00 | Montag, 26. September 2005
Clinton(s) Bill Clinton hat nur eines im Sinne, und das ist die kommende Kampagne seiner Ehefrau Hillary
für das Präsidentenamt der USA zu unterstützen. Dafür wird er einiges machen, um sein Bild zu verbessern,
einschließlich sich für „gute Zwecke“ zu engagieren. Das bringt alles doch publicity. Gott sei dank
sind die meisten Amerikaner einig in der Meinung, daß er nicht vertrauenswürdig ist.
#1 Rosa von Lima 16:50:10 | Montag, 26. September 2005
Bill Clinton In letzter Zeit hat sich das Ansehen von Bill Clinton bei mir ins Positive gewechselt. Er
hat sich in verschiedenen wichtigen Angelegenheiten sehr engagiert. Ob der obige Bericht wohl auch eine
Wende zum Guten in der Religion bedeutet? Wir wollen es hoffen!