20:01:01 | Montag, 26. September 2005
Benedikt XVI.
Erklärung des Heiligen Stuhls zur Begegnung von Benedikt XVI. mit Theologieprofessor Hans Küng
Heute Montag veröffentlichte der Direktor des Pressebüros des Heiligen Stuhls, Joaquín Navarro-Valls, eine Erklärung zur Audienz, die Papst Benedikt XVI. am Samstag dem Tübinger Professor Hans Küng in Castelgandolfo gewährte.

Papst Benedikt XVI.
© Catholic Church (England and Wales), CCAm Samstag, dem 24. September 2005, fand in freundschaftlicher Atmosphäre ein Gespräch zwischen Papst
Benedikt XVI. und Professor Hans Küng (Tübingen) statt.
Beide Seiten waren sich einig, daß es nicht
sinnvoll sei, im Rahmen dieser Begegnung in einen Disput über die Lehrfragen einzutreten, die zwischen
Hans Küng und dem Lehramt der katholischen Kirche bestehen.
Das Gespräch konzentrierte sich deshalb
auf zwei Bereiche, die besonders in jüngerer Zeit im Vordergrund der Arbeit von Hans Küng stehen: die
Frage des Weltethos und der Dialog der Vernunft der Naturwissenschaften mit der Vernunft des christlichen
Glaubens.
Professor Küng stellte heraus, daß es bei dem Projekt Weltethos keineswegs um eine abstrakte
intellektuelle Konstruktion gehe.
Es würden vielmehr die moralischen Werte ins Licht gesetzt, in denen
die großen Religionen der Welt bei allen Unterschieden konvergieren und die sich von ihrer überzeugenden
Sinnhaftigkeit her auch der säkularen Vernunft als gültige Maßstäbe zeigen können.
Der Papst würdigte
das Bemühen von Professor Küng, im Dialog der Religionen wie in der Begegnung mit der säkularen Vernunft
zu einer erneuerten Anerkennung der wesentlichen moralischen Werte der Menschheit beizutragen.
Er stellte
heraus, daß der Einsatz für ein erneuertes Bewußtsein der Werte, die das menschliche Leben tragen,
auch ein wesentliches Anliegen seines Pontifikates darstelle.
Ebenso bekräftige der Papst seine Zustimmung
zu den Bemühungen von Professor Küng, den Dialog zwischen Glauben und Naturwissenschaft neu zu beleben
und die Gottesfrage dem naturwissenschaftlichen Denken gegenüber in ihrer Vernünftigkeit und Notwendigkeit
zur Geltung zu bringen.
Professor Küng seinerseits drückte seine Zustimmung zu dem Mühen des Papstes
um den Dialog der Religionen wie um die Begegnung mit den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen
der modernen Welt aus.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#9
Brandenburgis 23:49:21 | Samstag, 1. Oktober 2005
#8
miles immaculatae 17:44:09 | Mittwoch, 28. September 2005
#7
Athanasius 09:04:09 | Mittwoch, 28. September 2005
#6
Marcel 15:02:31 | Dienstag, 27. September 2005
#5
Sarto 14:38:18 | Dienstag, 27. September 2005
#4
daffi 12:17:36 | Dienstag, 27. September 2005
#3
Benedikt 11:13:49 | Dienstag, 27. September 2005
#2
MilesChristi 23:09:08 | Montag, 26. September 2005
#1
Sulpicius 22:50:00 | Montag, 26. September 2005