Benedikt XVI.
Erklärung des Heiligen Stuhls zur Begegnung von Benedikt XVI. mit Theologieprofessor Hans Küng
Heute Montag veröffentlichte der Direktor des Pressebüros des Heiligen Stuhls, Joaquín Navarro-Valls, eine Erklärung zur Audienz, die Papst Benedikt XVI. am Samstag dem Tübinger Professor Hans Küng in Castelgandolfo gewährte.
Papst Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI.
© Catholic Church (England and Wales), CC
Am Samstag, dem 24. September 2005, fand in freundschaftlicher Atmosphäre ein Gespräch zwischen Papst Benedikt XVI. und Professor Hans Küng (Tübingen) statt.

Beide Seiten waren sich einig, daß es nicht sinnvoll sei, im Rahmen dieser Begegnung in einen Disput über die Lehrfragen einzutreten, die zwischen Hans Küng und dem Lehramt der katholischen Kirche bestehen.

Das Gespräch konzentrierte sich deshalb auf zwei Bereiche, die besonders in jüngerer Zeit im Vordergrund der Arbeit von Hans Küng stehen: die Frage des Weltethos und der Dialog der Vernunft der Naturwissenschaften mit der Vernunft des christlichen Glaubens.

Professor Küng stellte heraus, daß es bei dem Projekt Weltethos keineswegs um eine abstrakte intellektuelle Konstruktion gehe.

Es würden vielmehr die moralischen Werte ins Licht gesetzt, in denen die großen Religionen der Welt bei allen Unterschieden konvergieren und die sich von ihrer überzeugenden Sinnhaftigkeit her auch der säkularen Vernunft als gültige Maßstäbe zeigen können.

Der Papst würdigte das Bemühen von Professor Küng, im Dialog der Religionen wie in der Begegnung mit der säkularen Vernunft zu einer erneuerten Anerkennung der wesentlichen moralischen Werte der Menschheit beizutragen.

Er stellte heraus, daß der Einsatz für ein erneuertes Bewußtsein der Werte, die das menschliche Leben tragen, auch ein wesentliches Anliegen seines Pontifikates darstelle.

Ebenso bekräftige der Papst seine Zustimmung zu den Bemühungen von Professor Küng, den Dialog zwischen Glauben und Naturwissenschaft neu zu beleben und die Gottesfrage dem naturwissenschaftlichen Denken gegenüber in ihrer Vernünftigkeit und Notwendigkeit zur Geltung zu bringen.

Professor Küng seinerseits drückte seine Zustimmung zu dem Mühen des Papstes um den Dialog der Religionen wie um die Begegnung mit den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen der modernen Welt aus.
      
9 Lesermeinungen
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#9   Brandenburgis   23:49:21 | Samstag, 1. Oktober 2005
Benedikt = KÜng
Das ist kinderleicht nachvollziehbar. Beide kommen aus dem gleichen Elternhaus, sein Name heißt „Modernismus“.
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#8   miles immaculatae   17:44:09 | Mittwoch, 28. September 2005
Weltwassersuppe
Wer sich mit den ethischen Grundlagen des Hinduismus und Buddhismus, des Islam und des Christentums beschäftigt hat, wird wissen, wenn er es nur wissen will, daß nicht nur spirituell, sondern auch ethisch Welten zwischen vor allem den östlichen und den orientalischen Religionen, einschließlich des Christentums liegen.
Wie bei Küng die Ökumene nur eine des kleinsten gemeinsamen Nenners sein kann, so kann die Schimäre „Weltethos“ eigentlich nicht viel mehr sein als die Weltwassersupppe einer für alle und damit für niemanden gültigen Ethik. Daß Benedikt XVI mit dem geschwätzigen Herrn Professor sein Zeit verplempert, kann ich nicht ganz nach vollziehen.
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#7   Athanasius   09:04:09 | Mittwoch, 28. September 2005
Wie Anna Katharina Emmerick, venerabilis, sah:
Eine graue Kirche in die alle Denominationen eingehen durften: Evangelische, Katholiken (=wahre Katholiken)…“ Und die „Mitglieder der Sekten“ und die Mitglieder der „Sekte“ (Freimaurer) führten an.
Wenn Hans Küng diese Audienz als Aufbruch betrachtet, heisst das, es hat sich nicht viel geändert. Und wenn Küng den Ökumenismus Benedikt XVI. preist, heisst das da ist sehr viel schief.
Wann wird diese Große Kirche zu stande kommen, eine „wahre Gemeinschaft Unheiliger“ wie die Venerabilis Seherin Westfalens sah?
Küng kann drinne sein, und Fellay auch. Alle Fraktionen. Kein Unterschied. Alle Religion ist ja Erfahrungsfolge, und also ist jede Religion mehr oder weniger wahr. Das liest man leider („Erfahrung“) auch in Ratzingers Werken. Die Erfahrungslehre ist Modernismus pur sang, man liest es buchstäblich in Pascendi zurück.
Und der „Ethos der Weltreligionen“ deutet daraufhin, dass man die Eine Welt Kirche auch will.
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#6   Marcel   15:02:31 | Dienstag, 27. September 2005
Rebellen
Sarto, so ist es.
Was Sie sagen, ging mir just durch den Kopf, als ich die praktisch identischen Worte las, die für die Beschreibung der Audienz der FSSPX-Bischöfe und nun der Audienz Küngs verwendet wurden: freundschaftliches Verhältnis, etc pp.
Das ist es, was die neue Kirche seit dem V.II stets macht: Die Wahrheit und den Irrtum auf dieselbe Stufe zu stellen.
Die FSSPX repräsentiert die Wahrheit durch das Wahren der ewigen Lehre der Kirche. Die neue Kirche tut so, als ob sie diese ewige Lehre nicht mehr kennt, bekämpft sie sogar und noch jene, die es „wagen“, sie hochzuhalten.
Küng repräsentiert den Irrtum durch seine Häresien. (Es sei angemerkt, daß die anderen Revolutionäre, die zusammen mit Küng dem V.II ihr häretisches Denken aufprägten, heute in Amt und Würden stehen, soweit noch nicht verstorben. Sie haben kein grundsätzlich anderes Denken als er, sondern gingen nur geschickter vor.)
Der Gründer der FSSPX, der heiligmäßige Erzbischof Lefebvre, war kein Rebell. www.sspxasia.com/…three/Chapter_34.htm Vielmehr sind die V.II-Repräsentanten die wirklichen Rebellen.
Die Zeit kommt, in der diese Tatsachen wieder klargestellt werden, und somit die Gerechtigkeit Gottes auch wieder in der Kirche wirken wird.
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#5   Sarto   14:38:18 | Dienstag, 27. September 2005
Zwei „Rebellen“
Daß Bekedikt XVI. so kurz nach Mgr. Fellay nun den Kirchenhasser Küng empfängt, ist gewiß kein Zufall, sondern wohl bewußt so geplant, um darzustellen, daß für ihn Küng auf gleicher Stufe mit Fellay steht. „Der Papst empfängt eben zur Zeit ein paar Rebellen.“ Der Unterschied ist nur, daß Mgr. Fellay offiziell exkommuniziert und a divinis suspendiert ist, also eigentlich nicht einmal eine Messe lesen dürfte, während man bei Lehmann-Freund Küng beide Augen zudrückt und ihn hofiert.
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#4   daffi   12:17:36 | Dienstag, 27. September 2005
Sptizfindig:
Es ist schon (fast) egal, ob du die Kirche durch den Dreck ziehst, ob du Dogmen widersprichst, ob du Glaubenswahrheiten verleugnest, …
Das Wichtigste ist, dass du deinen Beitrag zur Welteinheitsreligion lieferst, dann ist dir niemend böse, solange du dieses eine Ziel verfolgst…
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#3   Benedikt   11:13:49 | Dienstag, 27. September 2005
Tja wen wunderts
Nach can. 1364 ist jeder Häretiker ipso facto exkommuniziert…Das über Küng nichts offizielles dazu gesagt wurde ist eine Gnade der Kirche, die er permanent in den Dreck zieht.
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#2   MilesChristi   23:09:08 | Montag, 26. September 2005
@ Weltethos
… ist ein SChritt in Richtung Einheitsreligion; es wundert mich (eigentlich nicht), daß der Häretiker Küng immer noch Priester ist und wegen Häresie nicht exkommuniziert ist. Es werden ja andere exkommuniziert (bzw. für exkommuniziert erklärt).
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#1   Sulpicius   22:50:00 | Montag, 26. September 2005
So,so…
Professor Küng stellte heraus, daß es bei dem Projekt Weltethos keineswegs um eine abstrakte intellektuelle Konstruktion gehe. Nein, nein, aber um ein Coca-Cola-(und im übrigen auch Vatikan-)finanziertes One-World-System, das dem doch sonst eingeforderten Pluralismus Hohn spricht!
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