Gestern wurde das Treffen zwischen Papst Benedikt XVI. und dem suspendierten Theologen Hans Küng, welches am letzten Samstag in Castelgandolfo stattfand, bekannt. Heute Dienstag sorgt sich die Presse um den Anlaß.
Samstag, 1. Oktober 2005 23:44
Brandenburgis: Lebende Leichen
@Methusalix
Sie haben da was verwechselt. Ich sehe in diesem Mob durchaus noch die von Gott geschaffenen „Individuen“, die Gott auch noch zu geistlichem Leben erwecken kann. Insofern ist Ihr Getöse mit der „Kriegführung“ völlig überzogen.
Es ist nur in den vom Kommunismus verwüsteten Steppen Nord-Ostdeutschlands erschütternd zu beobachten, wie der durch die massive Gewalt der Sünde entfremdete Mensch, der zudem jedes Angebot der Versöhnung brüsk ablehnt, sein Humanum bis auf einen hypothetischen Minimalbestand selbst! zerstört und somit zum lediglichen Menschenmaterial wird.
Sie haben da was verwechselt. Ich sehe in diesem Mob durchaus noch die von Gott geschaffenen „Individuen“, die Gott auch noch zu geistlichem Leben erwecken kann. Insofern ist Ihr Getöse mit der „Kriegführung“ völlig überzogen.
Es ist nur in den vom Kommunismus verwüsteten Steppen Nord-Ostdeutschlands erschütternd zu beobachten, wie der durch die massive Gewalt der Sünde entfremdete Mensch, der zudem jedes Angebot der Versöhnung brüsk ablehnt, sein Humanum bis auf einen hypothetischen Minimalbestand selbst! zerstört und somit zum lediglichen Menschenmaterial wird.
Donnerstag, 29. September 2005 11:34
Benedikt: @ methusalix
Was haben die Katharer mit Hitler zu tun? Im übrigen sollten Sie ein bißchen weniger selbstgerecht sein. Die Leute 1933 wussten nicht, was wir heute wissen und das politische Klima von heute ist ein anderes als damals.
Donnerstag, 29. September 2005 11:21
methusalix †: Na die Katharer sind aber weg! Warum nur?
Nein, da hat man in Rom das Kokordat mit Adolf Hitler vorbereitet!
Donnerstag, 29. September 2005 11:14
Irenäus: @methusalix
Den Vorwurf der Polemik und Geschichtsklitterung gebe ich Ihnen gerne zurück; alleine die Fakten sprechen für sich. Oder meinen Sie ernsthaft, um 1930 habe es in der Kirche solche Grabenkämpfe wie heute gegeben? Da bin ich mal gespannt, was Sie da anführen.
Donnerstag, 29. September 2005 11:08
methusalix †: Hallo Irenäus,
würde es Ihnen ohne Polemik und katholischer Geschichtsklitterung überhaupt noch Spass machen? Das ist doch das Salz in der Suppe und die Facts stehen doch; oder etwa nicht?
Donnerstag, 29. September 2005 11:01
Irenäus: @methusalix
Müssen Sie hier umbedingt hier antikatholische Polemik nachplappern. Die Lutheraner und Kalvinisten waren, was die Täufer anging, ja auch nicht gerade zimperlich. Die Jansenisten hingegen gaben teils ihren Widerstand auf, teils bildeten sie die schismatische Kirche von Utrecht, aus der die altkatholische Kirche entstand. Die Katharer waren jedoch nie eine Srömung innerhalb der Kirche (im Gegensatz zu den Arianern).
Donnerstag, 29. September 2005 10:57
methusalix †: Hallo Irenäus!
Ja, die Jansenisten gehören da wohl auch dazu. Dass diese ganzen „Probleme“ der sancta ecclesia nicht lange dauerten, dafür hat sie ja selbst gesorgt. Siehe eben die Katharer.
Donnerstag, 29. September 2005 10:12
Irenäus: @methusalix
Katharer?! Meinen Sie das echt ernst?! Die waren doch immer eine von der Kirche getrennte Sekte. Ich an ihrer Stelle hätte da bessere Beispiele gebracht: z.B. die Jansenisten. Allerdings waren solche Streitereien grundsätzlich ein vorübergehendes Phänomen, dauerten meist nur ein bis zwei Generationen. Hingegen ist die Zersplitterung dem Protestantismus inhärent; es hat seit dem 16.Jahrhundert eine Phase der Einheit noch nicht einmal als Ausnahmesituation gegeben.
Donnerstag, 29. September 2005 07:18
Ignatius: Keine Antwort
@ Methusalix : Für Sie Ignatius gilt dasselbe wie für Brandenburgis oben. Menschen als Zombies zu bezeichnen,
gleich welcher Couleur, ist nur noch ekelerregend.
Na na! Du als Kommunist im soziochristlichen Mäntelchen hast dich mal wieder doof gestellt wie so oft hier im Forum, auf meine originalen Hinweis mit dem Kommunismusproblem, das denen Mensch entstellt : und ich habe dir geantwortet, dass diese kommunistische Entseelung eine Form von „geistlichem (nicht geistigem) Zombie-ismus“ heisst. Dass du nun daraus verdrehst dass ich Menschen als Zombies deklariere –- dein Bier. Verdrehen bist ja gewohnt vom Politbüro und dem Propagandaministerium.
Ich kann dir schon die zünftigen Verurteilungen des Kommunismus durch unsere grossen Päpste vor der V2-Räubersynode darlegen („Werk des Teufels“ habe ich mir geborgt zB) aber was würd es dich jucken? Progressistische Befreiungstheologen“christen“ hassen die Heilige Katholische Überlieferung und deswegen wurde diese Satanslehre Kommunismus auch von der progressistischen V2-Räubersynode nicht verurteilt. Also lassen wir es doch. (Ein Jammer dass wir wegen Deiner Totalfixierung aufs Polit“christentum“ nie zum Pudelkern vorstossen : zu dem was das katholische Christentum wirklich meint –- geistige Erlösung und keinen Materialismus.)
Na na! Du als Kommunist im soziochristlichen Mäntelchen hast dich mal wieder doof gestellt wie so oft hier im Forum, auf meine originalen Hinweis mit dem Kommunismusproblem, das denen Mensch entstellt : und ich habe dir geantwortet, dass diese kommunistische Entseelung eine Form von „geistlichem (nicht geistigem) Zombie-ismus“ heisst. Dass du nun daraus verdrehst dass ich Menschen als Zombies deklariere –- dein Bier. Verdrehen bist ja gewohnt vom Politbüro und dem Propagandaministerium.
Ich kann dir schon die zünftigen Verurteilungen des Kommunismus durch unsere grossen Päpste vor der V2-Räubersynode darlegen („Werk des Teufels“ habe ich mir geborgt zB) aber was würd es dich jucken? Progressistische Befreiungstheologen“christen“ hassen die Heilige Katholische Überlieferung und deswegen wurde diese Satanslehre Kommunismus auch von der progressistischen V2-Räubersynode nicht verurteilt. Also lassen wir es doch. (Ein Jammer dass wir wegen Deiner Totalfixierung aufs Polit“christentum“ nie zum Pudelkern vorstossen : zu dem was das katholische Christentum wirklich meint –- geistige Erlösung und keinen Materialismus.)
Donnerstag, 29. September 2005 01:58
methusalix †: Antworten
Irenäus: Allerdings gibt es dieses Phänomen erst seit 40 Jahren. (Gemeint war wohl die Aufsplitterung
in Gruppen und Grüppchen)
Leider Nein Irenäus! In der katholischen Kirche gibt es die Aufsplitterung schon SEHR VIEL LÄNGER. Ich erinnere Sie nur an die Katharer.
Dr. Peter Enderfers:…Gebricht es Ihnen da nicht ein ganz klein wenig an der Nächstenliebe?
Sie nehmen offensichtlich bezug auf die Bezeichnung „schismatisch-apostatisch“?
Nein Herr Doktor, ich nehme Bezug auf Ihre Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, die Sie mit deren Religionszugehörigkeit begründen.
Brandenburgis: …daß die Entchristlichung einer ganzen Staatsbevölkerung auch zu einer Art Ent-Menschlichung derselben führt und dieses jahrhundertelang christliche, blühende Land in eine Vorhölle lebender Leichen verwandelt.
Diese Entmenschlichung von Menschen, die Sie hier verbal ausdrücken, ist ein Mittel der Kriegführung. Nur wenn Sie dem Gegner das Menschsein absprechen, können Sie vollkommen enthemmt und mit aller Brutalität gegen ihn vorgehen. Das ist eines Katholiken, nein jedes Menschen, vollkommen unwürdig und zutiefst sündhaft. Sie begeben sich damit selbst auf die Seite des von ihnen so angefeindeten Kommunismus. Ignatius:…Mehrheitlich geistliche (nicht geistige) Zombies –…Nehmen wir nurmal dich als Beispiel. ;)
Für Sie Ignatius gilt dasselbe wie für Brandenburgis oben. Menschen als Zombies zu bezeichnen, gleich welcher Couleur, ist nur noch ekelerregend.
Leider Nein Irenäus! In der katholischen Kirche gibt es die Aufsplitterung schon SEHR VIEL LÄNGER. Ich erinnere Sie nur an die Katharer.
Dr. Peter Enderfers:…Gebricht es Ihnen da nicht ein ganz klein wenig an der Nächstenliebe?
Sie nehmen offensichtlich bezug auf die Bezeichnung „schismatisch-apostatisch“?
Nein Herr Doktor, ich nehme Bezug auf Ihre Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, die Sie mit deren Religionszugehörigkeit begründen.
Brandenburgis: …daß die Entchristlichung einer ganzen Staatsbevölkerung auch zu einer Art Ent-Menschlichung derselben führt und dieses jahrhundertelang christliche, blühende Land in eine Vorhölle lebender Leichen verwandelt.
Diese Entmenschlichung von Menschen, die Sie hier verbal ausdrücken, ist ein Mittel der Kriegführung. Nur wenn Sie dem Gegner das Menschsein absprechen, können Sie vollkommen enthemmt und mit aller Brutalität gegen ihn vorgehen. Das ist eines Katholiken, nein jedes Menschen, vollkommen unwürdig und zutiefst sündhaft. Sie begeben sich damit selbst auf die Seite des von ihnen so angefeindeten Kommunismus. Ignatius:…Mehrheitlich geistliche (nicht geistige) Zombies –…Nehmen wir nurmal dich als Beispiel. ;)
Für Sie Ignatius gilt dasselbe wie für Brandenburgis oben. Menschen als Zombies zu bezeichnen, gleich welcher Couleur, ist nur noch ekelerregend.
Mittwoch, 28. September 2005 21:57
Dr. Peter Enderfers: Die Folgen des Kommunismus
Ich möchte mich den Ausführungen meiner Vorredner unbedingt anschließen und in diesem Zusammenhang noch einmal an entsprechende Äußerungen des brandenburgischen Innenministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten Schönbohm zu einer Kindsserienmörderin erinnern, die zwar infolge des üblichen Political-Correctneß-Diktats relativiert bzw. dementiert wurden, aber im Kern doch sehr wohl das aussagen, was wir hier festhalten!
Mittwoch, 28. September 2005 21:53
Ignatius: Kommunismus ein Werk des Teufels
@ Methusalix : Sie schreiben:
Generell sind die Ossis leider vom Kommunismus TOTAL entseelt.
Was soll der Unsinn? Laufen dort nur Tote herum?
Mehrheitlich geistliche (nicht geistige) Zombies –- ohne jetzt irgendjemandem auf den Fuss treten zu wollen!
Und ich sag dazu dass die Wessis nicht die Richtschnur sind, gar nicht.
Aber die Früchte des halben Jahrhunderts antichristlichen Kommunismus der Ossis sind doch SEHR deutlich erkennbar und das ist ein ganz großes Problem.
Nehmen wir nurmal dich als Beispiel. ;)
Generell sind die Ossis leider vom Kommunismus TOTAL entseelt.
Was soll der Unsinn? Laufen dort nur Tote herum?
Mehrheitlich geistliche (nicht geistige) Zombies –- ohne jetzt irgendjemandem auf den Fuss treten zu wollen!
Und ich sag dazu dass die Wessis nicht die Richtschnur sind, gar nicht.
Aber die Früchte des halben Jahrhunderts antichristlichen Kommunismus der Ossis sind doch SEHR deutlich erkennbar und das ist ein ganz großes Problem.
Nehmen wir nurmal dich als Beispiel. ;)
Mittwoch, 28. September 2005 21:46
Brandenburgis: Mauer
@Methusalix
Ich habe 27 Jahre als DDR-Bürger gelebt und die Ossis weitere 23 JAhre aus fast unmittelbarer Nähe beobachtet und kann nur bestätigen, daß die Entchristlichung einer ganzen Staatsbevölkerung auch zu einer Art Ent-Menschlichung derselben führt und dieses jahrhundertelang christliche, blühende Land in eine Vorhölle lebender Leichen verwandelt. Ich möchte nicht die vorbereitende Rolle von Preußentum und Kalvinismus verschweigen, doch damals waren noch alle getauft, immerhin.
Die Folge der Entchristlichung ist auch eine Art geistiger Degeneration und die Verwandelung einer Gemeinschaft in einen Mob.
Ich habe 27 Jahre als DDR-Bürger gelebt und die Ossis weitere 23 JAhre aus fast unmittelbarer Nähe beobachtet und kann nur bestätigen, daß die Entchristlichung einer ganzen Staatsbevölkerung auch zu einer Art Ent-Menschlichung derselben führt und dieses jahrhundertelang christliche, blühende Land in eine Vorhölle lebender Leichen verwandelt. Ich möchte nicht die vorbereitende Rolle von Preußentum und Kalvinismus verschweigen, doch damals waren noch alle getauft, immerhin.
Die Folge der Entchristlichung ist auch eine Art geistiger Degeneration und die Verwandelung einer Gemeinschaft in einen Mob.
Mittwoch, 28. September 2005 18:49
Dr. Peter Enderfers: Methusalix schrieb:
Eine schöne Meinung haben Sie von unseren evangelischen Geschwistern! Gebricht es Ihnen da nicht ein
ganz klein wenig an der Nächstenliebe?
Sie nehmen offensichtlich bezug auf die Bezeichnung „schismatisch-apostatisch“?!
Daß die Reformation ein Schisma war, steht fest. Ebenso daß evangelische Christen viele Glaubenswahrheiten nicht akzeptieren und stattdessen eigene erfunden haben (die „sola“-Dogmen). Insofern kann ich nicht nachvollziehen, warum Sie von meiner „Meinung“ sprechen; ich beschreibe lediglich den Ist-Zustand, soweit er mir bekannt ist.
Was das mit einem Mangel an Nächstenliebe zutun hat, müßten Sie mir bitte erklären. Ich bestehe allerdings auf der Festellung, daß ein Unterschied besteht zwischen der Liebe zum Nächsten und vorgeschobener Anbiederung, der Lieblingsmethode des Ökumene-Hypes!
Sie nehmen offensichtlich bezug auf die Bezeichnung „schismatisch-apostatisch“?!
Daß die Reformation ein Schisma war, steht fest. Ebenso daß evangelische Christen viele Glaubenswahrheiten nicht akzeptieren und stattdessen eigene erfunden haben (die „sola“-Dogmen). Insofern kann ich nicht nachvollziehen, warum Sie von meiner „Meinung“ sprechen; ich beschreibe lediglich den Ist-Zustand, soweit er mir bekannt ist.
Was das mit einem Mangel an Nächstenliebe zutun hat, müßten Sie mir bitte erklären. Ich bestehe allerdings auf der Festellung, daß ein Unterschied besteht zwischen der Liebe zum Nächsten und vorgeschobener Anbiederung, der Lieblingsmethode des Ökumene-Hypes!
Mittwoch, 28. September 2005 17:59
miles immaculatae: Der Sack Reis
Nicht nur für Nicht-Christen, ist die Nachricht so langweilig, wie von dem umfallenden Sack Reis im fernen China. Auch für Christen kann es kaum was sterbenslangweiligeres geben. Wen interessiert schon ein protestantisierender Ex-Professor dessen großes Vorbild – der deutsche Protestantismus – an grassierender Schwindsucht leidet. Daß Benedikt XVI den Professor lädt kann eigentlich nur atmosphärische Gründe haben. „Schön das wir mal darüber geredet haben.“ Küngs Bedeutung dürfte durch dieses Gespräch eher ab- als zugenommen haben.
Mittwoch, 28. September 2005 15:46
Stimme aus Wien: Benedikt
Dass das System der Autokephalen Kirchen nicht die beste Lösung ist – das habe ich nicht bestritten.
Ich weiß es ganz genau, dass die Orthodoxen, wenn auch nicht offiziel, die Katholiken sehr wohl um Vatican beneiden.
Ich wollte mit diesem Beispiel nur zeigen – die Zersplitterung muss nicht ausschließlich auf die fehlende Zentralmacht zurückgeführt werden.
Ich weiß es ganz genau, dass die Orthodoxen, wenn auch nicht offiziel, die Katholiken sehr wohl um Vatican beneiden.
Ich wollte mit diesem Beispiel nur zeigen – die Zersplitterung muss nicht ausschließlich auf die fehlende Zentralmacht zurückgeführt werden.
Mittwoch, 28. September 2005 15:27
Didimus: Zersplitterung
Es ist richtig, daß die orthodoxen Kirchen nicht so zersplittert sind wie die evangelischen Gemeinschaften.
Das hängt einerseits meiner Meinung nach damit zusammen, daß die Liturgie dort eine so bedeutende Rolle
spielt. Die Feier der Eucharistie, des Sakramentes der Einheit, sorgt sowohl auf übernatürliche (durch
die Gande) als auch auf natürliche Weise (Riten bilden in allen Gruppen ein wichtiges Element des Zusammenhalts)
für eine gewisse Einheit.
Ein anderer Punkt ist die von Benedikt genannte Aufteilung in Nationalkirchen. Da die orthodoxen Kirchen in der Regel einen wichtigen Bestandteil der staatlichen Einheit und der nationalen Identität bilden, wirkt die enge Verbundenheit mit dem Staat zusätzlich stabilisierend. Vergleichbar mit dem Bündnis zwischen Thron und Altar im protestantischen Deutschland, wo die Zersplitterung längst nicht so groß ist, wie in den USA. Dieser Aspekt birgt jedoch genauso große Gefahren, nämlich eine Vereinnahmung durch den Staat.
Ein anderer Punkt ist die von Benedikt genannte Aufteilung in Nationalkirchen. Da die orthodoxen Kirchen in der Regel einen wichtigen Bestandteil der staatlichen Einheit und der nationalen Identität bilden, wirkt die enge Verbundenheit mit dem Staat zusätzlich stabilisierend. Vergleichbar mit dem Bündnis zwischen Thron und Altar im protestantischen Deutschland, wo die Zersplitterung längst nicht so groß ist, wie in den USA. Dieser Aspekt birgt jedoch genauso große Gefahren, nämlich eine Vereinnahmung durch den Staat.
Mittwoch, 28. September 2005 15:24
Benedikt: @ Stimme aus Wien
Sicher ist es nicht so schlimm wie bei den Protestanten. Ganz glücklich scheint man aber auch nicht zu sein, wie man an der Kritik sehen kann. Ich habe jetzt keinen Einblick in die Details der Orthodoxen, daher weiß ich nicht, wie es dort um den Einheitsgedanken bestellt ist. Allerdings muss man zur Kenntnis nehmen, dass ja auch Ostkirchen sich wieder mit Rom uniert haben. So toll kann das System auch nicht sein, obwohl es natürlich stabiler ist als bei den Protestanten.
Mittwoch, 28. September 2005 15:08
Stimme aus Wien: Benedikt
Naja: diese Splitterung ist aber nicht mit Splitterung der Evangelischen vergleichbar.
Obwohl in Nationalkirchen aufgesplittert haben die Othodoxen die gleiche Lehre und eine sehr ähnliche Kirchendisziplin und Vorschiften. Da könnte man ohne weiters Paralellen zu den Teilkirchen in der Kath. Kirche finden.
Von den verschiedenen Gruppen der Evangelikalen kann man das keineswegs behaupten.
Obwohl in Nationalkirchen aufgesplittert haben die Othodoxen die gleiche Lehre und eine sehr ähnliche Kirchendisziplin und Vorschiften. Da könnte man ohne weiters Paralellen zu den Teilkirchen in der Kath. Kirche finden.
Von den verschiedenen Gruppen der Evangelikalen kann man das keineswegs behaupten.
Mittwoch, 28. September 2005 14:18
Benedikt: @ Stimme aus Wien
Ja aber sie ist in Nationalkirchen zersplittert!
Mittwoch, 28. September 2005 14:00
Stimme aus Wien: Benedikt
Soweit ich weiß wird das System der Autokephalkirchen in der Orthodoxie auch zunehmend kritischer gesehen.
Mag sein – ich weiß es nicht – könnte ich mir aber sehr gut vorstellen.
Allerdings ist die Orthodoxie, ohne dass sie in zahllose Gruppen und Grüppschen zerrissen wurde, ohne einer richtigen Zentrale ausgekommen.
Mag sein – ich weiß es nicht – könnte ich mir aber sehr gut vorstellen.
Allerdings ist die Orthodoxie, ohne dass sie in zahllose Gruppen und Grüppschen zerrissen wurde, ohne einer richtigen Zentrale ausgekommen.
Mittwoch, 28. September 2005 13:49
Benedikt: @ Stimme aus Wien
Soweit ich weiß wird das System der Autokephalkirchen in der Orthodoxie auch zunehmend kritischer gesehen.
Mittwoch, 28. September 2005 13:32
Didimus: Gruppierungen in der katholischen Kirche
Es hat immer und nicht erst seit dem letzten Konzil verschiedene Gruppierungen, theologische Meinungen,
Strömungen in der katholischen Kirche gegeben. Das war von Anfang an so. Ein Blick in die Paulusbriefe
genügt. Oder man denke an den Gnadenstreit zwischen Dominikanern und Jesuiten im 16./17. Jahrhundert.
Die katholische Kirche hat es aber immer wieder geschafft, verschiedene Strömungen zu integrieren, solange diese Einigkeit in grundsätzlichen Fragen bewahrten und die oberste Autorität des Papstes in Leitungs- und Lehrfragen anerkannten. Wo das nicht geschah, kam es zu Abspaltungen und bald darauf zu Abspaltungen von Abspaltungen.
Dagegen ist im Protestantismus jeder sein eigener Papst. Paßt mir die Richtung meiner „Kirche“ nicht, mache ich eben eine neue auf, mal salopp gesagt. In den USA gibt es Dörfer mit 250 Einwohnern und vier Kirchengebäuden.
Ein nicht nachahmenswertes Beispiel für eine dezentrale Struktur sind für mich auch die Anglikaner. Die haben ja weltweit größtenteils nur noch den Namen gemeinsam, de facto gehen sie in jedem Land in eine andere Richtung.
Die katholische Kirche hat es aber immer wieder geschafft, verschiedene Strömungen zu integrieren, solange diese Einigkeit in grundsätzlichen Fragen bewahrten und die oberste Autorität des Papstes in Leitungs- und Lehrfragen anerkannten. Wo das nicht geschah, kam es zu Abspaltungen und bald darauf zu Abspaltungen von Abspaltungen.
Dagegen ist im Protestantismus jeder sein eigener Papst. Paßt mir die Richtung meiner „Kirche“ nicht, mache ich eben eine neue auf, mal salopp gesagt. In den USA gibt es Dörfer mit 250 Einwohnern und vier Kirchengebäuden.
Ein nicht nachahmenswertes Beispiel für eine dezentrale Struktur sind für mich auch die Anglikaner. Die haben ja weltweit größtenteils nur noch den Namen gemeinsam, de facto gehen sie in jedem Land in eine andere Richtung.
Mittwoch, 28. September 2005 12:35
Stimme aus Wien: Benedikt
Dass die Katholische Kirche nicht in zahlreiche Gruppen und Grüppchen zerfallen ist, so wie die Kirche
der Evangelischen, ist nicht unbedingt auf den Aufbau der Kirche zurückzuführen – es reicht nur der
Blick in die Welt der Orthodoxie – die kommen auch ohne einer richtigen Zentrale aus. Viel wichtiger für
die Katholische Kirche ist nämlich die zentrale Instanz der Galubenslehre – diese Instanz ermöglicht,
außer der Bewahrung des wahren Glaubens, auch eine Weiterentwicklung des Glaubensgutes – dies geht der
Orthodoxie allerdings ab.
Was der richtige Galube ist und was nicht – darüber kann man natürlich nicht abstimmen – das wird aber auch vom Papst nicht einfach vorgelegt – hier ist die Kollegialität aller Bischöfe der Welt sehr wohl im Spiel.
Ob der Hl. Vater wirklich ein absoluter Monarch sein muss, oder ob es auch andere Lösungsmodelle gäbe, ist hier zweitrangig. Meines erachtens ist diese Regierungsart besser; stellen Sie sich vor, alle 4 oder 5 Jahren gäbe es Parlamentswahlen in Vatican – wer wird der Kanzler, wenn die Stimmen nicht eindeutig verteilt wurden (so wie jetzt in Deutschland).
Die absolute Monarchie ist zwar eine altmodische – aber im Fall des Vatican noch die effizienteste Lösung.
Was der richtige Galube ist und was nicht – darüber kann man natürlich nicht abstimmen – das wird aber auch vom Papst nicht einfach vorgelegt – hier ist die Kollegialität aller Bischöfe der Welt sehr wohl im Spiel.
Ob der Hl. Vater wirklich ein absoluter Monarch sein muss, oder ob es auch andere Lösungsmodelle gäbe, ist hier zweitrangig. Meines erachtens ist diese Regierungsart besser; stellen Sie sich vor, alle 4 oder 5 Jahren gäbe es Parlamentswahlen in Vatican – wer wird der Kanzler, wenn die Stimmen nicht eindeutig verteilt wurden (so wie jetzt in Deutschland).
Die absolute Monarchie ist zwar eine altmodische – aber im Fall des Vatican noch die effizienteste Lösung.
Mittwoch, 28. September 2005 11:57
Benedikt: @ methusalix
Sie wollen uns doch wohl nicht weismachen, dass es dies im Katholizismus nicht gibt?
Bei uns existieren doch auch Gruppen und Grüppchen, die sich bis aufs Messer bekämpfen, weiter aufspalten, sich für die alleine seligmachenden halten und alle anderen zum Teufel wünschen.
Das beste Beispiel sind doch die Lefebvristen selbst
Also zunächst einmal handelt es sich bei der FSSPX um keine vollständige Abspaltung. Sonst könnte man dort seine Sonntagspflicht nicht erfüllen. Wirkliche Abspaltungen sind die Altkatholiken, Sedisvakantisten usw. Schön. Nur: Wie viele sind das? Die katholische Kirche umfasst mehr als 1 Mrd. Menschen, da sind die abgefallen Altkatholiken usw. allerhöchstens verschwindend kleine Grüppchen. Der Protestantismus dagegen besteht eigentlich nur ais solchen kleinen Grüppchen, und diese Zersetzung hat bereits zu Luthers Zeiten begonnen und ist der beste Beleg dafür, dass ein Papstamt eben doch notwendig ist. In diesem Sinne wurde Luther bereits zu Lebzeiten wiederlegt.
Bei uns existieren doch auch Gruppen und Grüppchen, die sich bis aufs Messer bekämpfen, weiter aufspalten, sich für die alleine seligmachenden halten und alle anderen zum Teufel wünschen.
Das beste Beispiel sind doch die Lefebvristen selbst
Also zunächst einmal handelt es sich bei der FSSPX um keine vollständige Abspaltung. Sonst könnte man dort seine Sonntagspflicht nicht erfüllen. Wirkliche Abspaltungen sind die Altkatholiken, Sedisvakantisten usw. Schön. Nur: Wie viele sind das? Die katholische Kirche umfasst mehr als 1 Mrd. Menschen, da sind die abgefallen Altkatholiken usw. allerhöchstens verschwindend kleine Grüppchen. Der Protestantismus dagegen besteht eigentlich nur ais solchen kleinen Grüppchen, und diese Zersetzung hat bereits zu Luthers Zeiten begonnen und ist der beste Beleg dafür, dass ein Papstamt eben doch notwendig ist. In diesem Sinne wurde Luther bereits zu Lebzeiten wiederlegt.
Mittwoch, 28. September 2005 11:49
Stimme aus Wien: Irenäus
Bei uns existieren doch auch Gruppen und Grüppchen, die sich bis aufs Messer bekämpfen, weiter aufspalten,
sich für die alleine seligmachenden halten und alle anderen zum Teufel wünschen.
Das beste Beispiel sind doch die Lefebvristen selbst.
Jedenfalls ganz klar ein Beweis der Protestantisierung der Kirche seit V2.
Alles klar!
Das beste Beispiel sind doch die Lefebvristen selbst.
Jedenfalls ganz klar ein Beweis der Protestantisierung der Kirche seit V2.
Alles klar!
Mittwoch, 28. September 2005 11:36
Irenäus: @methusalix
Allerdings gibt es dieses Phänomen erst seit 40 Jahren. Bei den Protestanten war es jedoch so von Anfang an (Verfolgung der Täufer, Verketzerung Kalvins durch Luther). Jedenfalls ganz klar ein Beweis der Protestantisierung der Kirche seit V2.
Mittwoch, 28. September 2005 11:33
methusalix †: Hallo Benedikt,
Sie schreiben:
Ach seien Sie doch so nett und werfen Sie einen Blick auf den kollegial geführten Protestantismus und in wie viel e Strömungen er sich inzwischen aufgespalten hat. Es dürften über 1000 sein.
Sie wollen uns doch wohl nicht weismachen, dass es dies im Katholizismus nicht gibt?
Bei uns existieren doch auch Gruppen und Grüppchen, die sich bis aufs Messer bekämpfen, weiter aufspalten, sich für die alleine seligmachenden halten und alle anderen zum Teufel wünschen.
Das beste Beispiel sind doch die Lefebvristen selbst.
Ach seien Sie doch so nett und werfen Sie einen Blick auf den kollegial geführten Protestantismus und in wie viel e Strömungen er sich inzwischen aufgespalten hat. Es dürften über 1000 sein.
Sie wollen uns doch wohl nicht weismachen, dass es dies im Katholizismus nicht gibt?
Bei uns existieren doch auch Gruppen und Grüppchen, die sich bis aufs Messer bekämpfen, weiter aufspalten, sich für die alleine seligmachenden halten und alle anderen zum Teufel wünschen.
Das beste Beispiel sind doch die Lefebvristen selbst.
Mittwoch, 28. September 2005 10:47
Benedikt: @ Methusalix
Im übrigen: warum sollte eine kollegial geführte katholische Kirche nicht funktionieren? Nur weil wir
im deutschsprachigen Raum auf Führerfiguren fixiert sind?
Ach seien Sie doch so nett und werfen Sie einen Blick auf den kollegial geführten Protestantismus und in wie viel e Strömungen er sich inzwischen aufgespalten hat. Es dürften über 1000 sein. Beantwortet das Ihre Frage?
Für viele Vorschläge, die heute von angeblichen Kirchenreformern gemacht werden genügt übrigens ein Blick auf den Protestantismus, wo diese Reformen zum großen Teil verwirklicht sind. Den „Erfolg“ kann man nicht wirklich entdecken.
Ach seien Sie doch so nett und werfen Sie einen Blick auf den kollegial geführten Protestantismus und in wie viel e Strömungen er sich inzwischen aufgespalten hat. Es dürften über 1000 sein. Beantwortet das Ihre Frage?
Für viele Vorschläge, die heute von angeblichen Kirchenreformern gemacht werden genügt übrigens ein Blick auf den Protestantismus, wo diese Reformen zum großen Teil verwirklicht sind. Den „Erfolg“ kann man nicht wirklich entdecken.
Mittwoch, 28. September 2005 10:42
methusalix †: Hallo Ignatius,
ganz dringend bitte ich Sie vor dem Schreiben eines Textes wenigstens etwas nachzudenken.
Sie schreiben:
Generell sind die Ossis leider vom Kommunismus TOTAL entseelt.
Was soll der Unsinn? Laufen dort nur Tote herum?
Sie schreiben:
Generell sind die Ossis leider vom Kommunismus TOTAL entseelt.
Was soll der Unsinn? Laufen dort nur Tote herum?
Mittwoch, 28. September 2005 05:32
Ignatius: Mauer
Die Analogie „Mauerfall“ für das Küng-Treffen ist gar nicht übel : der Kirche blüht ähnliches wie
Deutschland nach der „Wiedervereinigung“ … was brachte die Verschmelzung von kommunistischer DDR und
veramerikanisierter BRD? Gesamtdeutschland wurde noch VIEL atheistischer als vorher, noch roter als vorher,
noch viel näher an Finanzkollaps oder schon drüber.
„Einige meiner besten Freunde“ sind Ossis ; natürlich total areligiöse, noch mehr als unsre Papierkatholiken. Generell sind die Ossis leider vom Kommunismus TOTAL entseelt. Noch entseelter als die kaptitalisierten Wessis –- kaum zu glauben eigentlich (vgl. Studie Innenminister Schönbohm die er feigerweise nicht verwendete, um die im Ansatz richtige These Stoibers zu untermauern.)
Jedenfalls bin ich aus heutiger Sicht für die Mauer. Man hätte zuerstmal irische Missionare in den Osten UND Westens schicken müssen und nach 2-3 Generationen hätte sie dann fallen können die Mauer. So hat man das Pferd mal wieder von hinten aufgezäumt, wie immer in den Materialismus-Gesellschaften.
Das selbe in grün mit der EU, aber auch mit der Analogie des Ketzertreffens mit Küng: Zuerst Missionare nach Rom UND zum Küng. Dann Audienz. Obwohl… die beiden waren ja gute Kumpels auf der V2-Räubersynode, haben zusammen am gleichen Strang gezogen. Es wächst zusammen was zusammengehört bzw war gar nie richtig auseinander, mehr formell nur.
„Einige meiner besten Freunde“ sind Ossis ; natürlich total areligiöse, noch mehr als unsre Papierkatholiken. Generell sind die Ossis leider vom Kommunismus TOTAL entseelt. Noch entseelter als die kaptitalisierten Wessis –- kaum zu glauben eigentlich (vgl. Studie Innenminister Schönbohm die er feigerweise nicht verwendete, um die im Ansatz richtige These Stoibers zu untermauern.)
Jedenfalls bin ich aus heutiger Sicht für die Mauer. Man hätte zuerstmal irische Missionare in den Osten UND Westens schicken müssen und nach 2-3 Generationen hätte sie dann fallen können die Mauer. So hat man das Pferd mal wieder von hinten aufgezäumt, wie immer in den Materialismus-Gesellschaften.
Das selbe in grün mit der EU, aber auch mit der Analogie des Ketzertreffens mit Küng: Zuerst Missionare nach Rom UND zum Küng. Dann Audienz. Obwohl… die beiden waren ja gute Kumpels auf der V2-Räubersynode, haben zusammen am gleichen Strang gezogen. Es wächst zusammen was zusammengehört bzw war gar nie richtig auseinander, mehr formell nur.
Mittwoch, 28. September 2005 02:07
methusalix †: Hallo Doktor!
Eine schöne Meinung haben Sie von unseren evangelischen Geschwistern! Gebricht es Ihnen da nicht ein
ganz klein wenig an der Nächstenliebe?
Im übrigen haben Sie natürlich recht. Die katholische Kirche ist kein Staat im eigentlichen Sinn mehr (Dank sei Gott!). Umso mehr ist zu fordern, dass die Kirchenbeamten sich wie Seelsorger, denn wie Politiker aufführen.
Im übrigen haben Sie natürlich recht. Die katholische Kirche ist kein Staat im eigentlichen Sinn mehr (Dank sei Gott!). Umso mehr ist zu fordern, dass die Kirchenbeamten sich wie Seelsorger, denn wie Politiker aufführen.
Mittwoch, 28. September 2005 01:39
Dr. Peter Enderfers: @ Methusalix
Ein merkwürdiges Kirchenverständnis ist es, wenn sich Kirche dem Vergleich mit Staaten, Firmen und schismatisch-apostatischen
Gruppen stellen soll.
Zwar läßt sich die Organisationsform der Kirche mit dem Begriff der absoluten (Wahl-)Monarchie am zutreffensten beschreiben, es bleibt aber eine politische Kategorisierung und wir der hl. Kirche somit nicht gerecht.
Die Struktur der Kirche ist biblisch begründet, theologisch elaboriert und historisch gewachsen. Jede Diskussion darüber halte ich nur für postmodernen Aktionismus.
Und ob die Protestanten nun gut oder schlecht gefahren sind mit ihrem Modell, ist gelinde gesagt schnuppe pippe…
Zwar läßt sich die Organisationsform der Kirche mit dem Begriff der absoluten (Wahl-)Monarchie am zutreffensten beschreiben, es bleibt aber eine politische Kategorisierung und wir der hl. Kirche somit nicht gerecht.
Die Struktur der Kirche ist biblisch begründet, theologisch elaboriert und historisch gewachsen. Jede Diskussion darüber halte ich nur für postmodernen Aktionismus.
Und ob die Protestanten nun gut oder schlecht gefahren sind mit ihrem Modell, ist gelinde gesagt schnuppe pippe…
Mittwoch, 28. September 2005 01:28
methusalix †: @Didimus, Stimme aus Wien, Rosa von Lima
Also am besten hat mir noch die Antwort der Stimme gefallen. Ja, man nennt das auch absolute Monarchie.
Aber so weit ist die nicht von der Diktatur entfernt (siehe fehlende Gewaltenteilung und Kontrolle). Allzuoft
hat sie in den Untergang geführt, oder was glauben Sie hat die französiche Revolution ausgelöst und
warum ist die Donaumonarchie untergegangen? Weil die Herrscher so vernünftig und gütig waren?
Didimus hat auch recht; über Glaubensfragen lässt sich nicht abstimmen. Genausowenig kann man aber Glaubensinhalte befehlen!
Haha Rosa von Lima, bitte erst nachdenken und dann schreiben! Sie glauben doch nicht allen ernstes, dass Firmenbosse tun und lassen können was sie wollen? Da gibt es viele Kontrollen. Die Aktionäre und Anteilseigner, den Betriebsrat und das Betriebsverfassungsgesetz und die Gesetze mitsamt der ordentlichen Gerichtsbarkeit; und um gleich vorzubeugen, nein die Firmenbosse machen die Gesetze NICHT! Das macht die Legislative, also auch hier: Gewaltenteilung.
Dass es bei „den Reformierten“ nicht funktioniert, weil die keinen Papst haben, halte ich für katholisches Wunschdenken. Das läuft ganz gut bei denen, seit etwa fünfhundert Jahren. Was Sie als „Sekten“ bezeichnen sind Gruppierungen, die es bei uns doch auch gibt: Opus Dei, Gesellschaft Jesu etc., Laienorganisationen zuhauf, also was solls.
Im übrigen: warum sollte eine kollegial geführte katholische Kirche nicht funktionieren? Nur weil wir im deutschsprachigen Raum auf Führerfiguren fixiert sind?
Didimus hat auch recht; über Glaubensfragen lässt sich nicht abstimmen. Genausowenig kann man aber Glaubensinhalte befehlen!
Haha Rosa von Lima, bitte erst nachdenken und dann schreiben! Sie glauben doch nicht allen ernstes, dass Firmenbosse tun und lassen können was sie wollen? Da gibt es viele Kontrollen. Die Aktionäre und Anteilseigner, den Betriebsrat und das Betriebsverfassungsgesetz und die Gesetze mitsamt der ordentlichen Gerichtsbarkeit; und um gleich vorzubeugen, nein die Firmenbosse machen die Gesetze NICHT! Das macht die Legislative, also auch hier: Gewaltenteilung.
Dass es bei „den Reformierten“ nicht funktioniert, weil die keinen Papst haben, halte ich für katholisches Wunschdenken. Das läuft ganz gut bei denen, seit etwa fünfhundert Jahren. Was Sie als „Sekten“ bezeichnen sind Gruppierungen, die es bei uns doch auch gibt: Opus Dei, Gesellschaft Jesu etc., Laienorganisationen zuhauf, also was solls.
Im übrigen: warum sollte eine kollegial geführte katholische Kirche nicht funktionieren? Nur weil wir im deutschsprachigen Raum auf Führerfiguren fixiert sind?
Dienstag, 27. September 2005 21:32
engeldesherrn: @Methusalix
Der Papst ist nicht die einzige Person, die alle Macht in den Händen hält. Er ist nur Stellvertreter!
Er ist Stellvertreter Christi!
Und wenn das eine Diktatur ist, dann wäre Christus ein Diktator!
Das kannst Du doch nicht meinen?
Er ist Stellvertreter Christi!
Und wenn das eine Diktatur ist, dann wäre Christus ein Diktator!
Das kannst Du doch nicht meinen?
Dienstag, 27. September 2005 21:28
Lykophron: @Rosa von Lima
Fribourg ist durchaus offiziell – auf französisch.
Der offzielle Name von Stadt und Staat ist auf deutsch Freiburg. www.freiburg.ch
Vgl. die Verfassung: http://admin.fr.ch/…pdf/publ/035_d11.pdf
Egal, ob Sie mit dem Wagen oder Zug dorthin fahren, die Stadt ist immer zweisprachig ausgeschildert, die Namen in beiden Sprachen sind offiziell.
Und auch wenn nur der französische Name offiziell wäre, ist das noch lange kein Grund, in einem deutschsprachigen Text einen französischen Namen zu benutzen. Wenn von Moskau die Rede ist, schreibt man nicht Moskwa, obwohl wahrscheinlich nur der russische Name offziell ist.
Wenn in einer englischen Zeitung die Rede von München ist, wird Munich geschrieben – und das ist auch gut so. Nur die Deutschen stehen ihrer Sprache offenbar so ablehnend gegenüber, daß sie alle möglichen Fremdwörter und fremdsprachigen Namen benutzen.
Der offzielle Name von Stadt und Staat ist auf deutsch Freiburg. www.freiburg.ch
Vgl. die Verfassung: http://admin.fr.ch/…pdf/publ/035_d11.pdf
Egal, ob Sie mit dem Wagen oder Zug dorthin fahren, die Stadt ist immer zweisprachig ausgeschildert, die Namen in beiden Sprachen sind offiziell.
Und auch wenn nur der französische Name offiziell wäre, ist das noch lange kein Grund, in einem deutschsprachigen Text einen französischen Namen zu benutzen. Wenn von Moskau die Rede ist, schreibt man nicht Moskwa, obwohl wahrscheinlich nur der russische Name offziell ist.
Wenn in einer englischen Zeitung die Rede von München ist, wird Munich geschrieben – und das ist auch gut so. Nur die Deutschen stehen ihrer Sprache offenbar so ablehnend gegenüber, daß sie alle möglichen Fremdwörter und fremdsprachigen Namen benutzen.
Dienstag, 27. September 2005 21:21
Rosa von Lima: haha methusalix!
Bei jeder grösseren Firma, Institution, Staat etc. gibt’s in Gottes Namen einen Führer, oder nicht? So muss es auch bei der RKK einen Papst geben, sonst funktioniert ja nichts. Bei der Reformierten gibt’s das nicht, darum haben sie soviele Sekten! Jesus hat selbst gesagt: Du bist Petrus (der Fels), und auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen. Also muss dieser Petrus auch seine Kirche führen. Das hat mit Diktatur nichts zu tun. Diktatoren gibt’s höchstens in gewissen kommunistischen Ländern (z.B. Kuba) und in afrikanischen Armutsstaaten (Simbabwe etc.).
Dienstag, 27. September 2005 21:10
Stimme aus Wien: methusalix
Wenn eine einzige Person die ganze Macht, gesetzgebende, rechtsprechende und executive in Händen hält
und keinerlei Kontrolle unterliegt – diese Staatsform heißt nicht Diktatur sondern Absolute Monarchie.
Unter Diktatur versteht man die Zwangsgerrschaft einer Person oder einer Partei oder Minderheit über das Volk – dies trifft für die Katholische Kirche nicht zu.
Unter Diktatur versteht man die Zwangsgerrschaft einer Person oder einer Partei oder Minderheit über das Volk – dies trifft für die Katholische Kirche nicht zu.
Dienstag, 27. September 2005 21:10
Didimus: @methusalix
Diktatur und Demokratie sind politische Kategorien. Die katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft,
der man beitreten und die man verlassen kann.
Über Glaubensfragen läßt sich nicht abstimmen, man kann an etwas glauben und daraus seine Konsequenzen ziehen oder an etwas nicht glauben und daraus seine Konsequenzen ziehen.
Über Glaubensfragen läßt sich nicht abstimmen, man kann an etwas glauben und daraus seine Konsequenzen ziehen oder an etwas nicht glauben und daraus seine Konsequenzen ziehen.
Dienstag, 27. September 2005 20:50
methusalix †: @have a look
have a look: okAlso – zum Glück handelt es sich bei der katholische Kirche ja nicht um eine Diktatur.
Na was ist sie denn sonst? Eine Demokratie etwa?
Wenn eine einzige Person die ganze Macht, gesetzgebende, rechtsprechende und executive in Händen hält und keinerlei Kontrolle unterliegt, dann ist dies sehr wohl eine Diktatur.
Na was ist sie denn sonst? Eine Demokratie etwa?
Wenn eine einzige Person die ganze Macht, gesetzgebende, rechtsprechende und executive in Händen hält und keinerlei Kontrolle unterliegt, dann ist dies sehr wohl eine Diktatur.
Dienstag, 27. September 2005 18:39
Pelagius: Seit niemals…
… ist der Papst unfehlbar in allen Bereichen. Woraus nicht zu folgern ist, er sei in allen fehlbar. Und in vielen Bereichen besteht ernormer Ermessensspielraum. Da kann ein Papst sich ebenso großartig wie miserabel verhalten.
Dienstag, 27. September 2005 17:10
MilesChristi: @ Pelagius
Seit wann ist der Papst nach katholischem Verständnis unfehlbar in ALLEN Themen ??
Dienstag, 27. September 2005 16:32
have a look: ok
Also – zum Glück handelt es sich bei der katholische Kirche ja nicht um eine Diktatur. Es gibt viele Meinungen und der Papst scheint intelligent genug, um sich widerstreitende Meinungen anzuhören, um sich selbst ein Bild zu machen. Außerdem kennt er Küng ja schon sehr lange. Ein Abendessen unter alten Bekannten… das ist modernes Networking. Kann auch der Kirche nicht schaden. Und nicht alles, was Küng meint, ist schlecht.
Dienstag, 27. September 2005 16:29
Rosa von Lima: @Lykophron
Die offizielle Schreibweise des schweizerischen Freiburg
lautet Fribourg. Im obigen Artikel ist es also völlig richtig geschrieben.
lautet Fribourg. Im obigen Artikel ist es also völlig richtig geschrieben.
Dienstag, 27. September 2005 16:22
Pelagius: Ob Hochw. Prof. Dr. Küng
sich wohl zu dem Treffen in Soutane geworfen oder zumindest römischen Kragen getragen hat? –-
Im übrigen sollte man wohl nicht voreilig den Empörten spielen (und sich dabei wieder einmal so herrlich bestätigt fühlen: Na, da sieht man’s ja wieder!).
Der Papst dürfte wohl intelligent genug sein, die Vorbehalte gegen sein Treffen mit Küng vorauszusehen. Wenn er sich in Abwägung des Pro et Contra so entschieden hat, gibt es dafür bestimmt Gründe.
Aber wie gehabt: Alle wissen es schon immer besser als der Papst.
Im übrigen sollte man wohl nicht voreilig den Empörten spielen (und sich dabei wieder einmal so herrlich bestätigt fühlen: Na, da sieht man’s ja wieder!).
Der Papst dürfte wohl intelligent genug sein, die Vorbehalte gegen sein Treffen mit Küng vorauszusehen. Wenn er sich in Abwägung des Pro et Contra so entschieden hat, gibt es dafür bestimmt Gründe.
Aber wie gehabt: Alle wissen es schon immer besser als der Papst.
Dienstag, 27. September 2005 16:14
Stimme aus Wien: Benedikt
Naja: Ihre Logik ist zwar einleuchtend aber nicht bindend – zwischen Ratzinger und Benedikt XVI. ist ein qualitativer Unterschied – so wie zwischen einem Professor der Theologie und dem Hl. Vater.
Dienstag, 27. September 2005 16:06
Benedikt: @ Stimme aus Wien
Naja, wie man es nimmt. Das Treffen Papst – Bischof Fellay war einfach eine Audienz, das Treffen Papst – Küng war auch ein Treffen ganz alter Bekannter. Küng holte einst Ratzinger nach Tübingen…eine einfache Audienz wäre einfach lächerlich gewesen…
Dienstag, 27. September 2005 16:00
Stimme aus Wien: Sarto
Es gibt wohl noch einen Unterschied: das Treffen von Msgr. Fellay dauerte nur 35 Minuten, das Treffen mit Hans Küng aber etwa 2 Stunden. Ich glaube die Wertung der beiden im Augen des Hl. Vaters ist somit ganz klar.
Dienstag, 27. September 2005 14:41
Sarto: „Zwei Rebellen“
Daß Benedikt XVI. so kurz nach Mgr. Fellay nun den Kirchenhasser Küng empfängt, ist gewiß kein Zufall, sondern wohl bewußt so geplant, um darzustellen, daß für ihn Küng auf gleicher Stufe mit Fellay steht. „Der Papst empfängt eben zur Zeit ein paar Rebellen.“ Der Unterschied ist nur, daß Mgr. Fellay offiziell exkommuniziert und a divinis suspendiert ist, also eigentlich nicht einmal eine Messe lesen dürfte, während man bei Lehmann-Freund Küng beide Augen zudrückt und ihn hofiert.
Dienstag, 27. September 2005 12:11
Lykophron: Fribourg? Freiburg!
Ich habe bis jetzt gedacht, daß nur die politisch Korrekten „Fribourg“ schreiben. Warum ist diese Unart
in Deutschland so verbreitet? Normalerweise schreibt man auch nicht Geneve, Warszawa, Milano, sondern
Genf, Warschau, Mailand. Will man zeigen, daß man Französich kann?
Vom deutschen Freiburg im Breisgau kann man das schweizerische Freiburg durch den Zusatz „im Üchtland“ (i.Ü.) unterscheiden. Wenn man sich übrigens dem deutschen Freiburg von der französischen Seite des Rheins her nähert, ist die Stadt als „Fribourg en Brisgovie“ ausgeschildert. Außerdem ist die Stadt in der Schweiz zweisprachig, meine dortigen Verwandten regen sich regelmäßig auf, wenn in deutschsprachigen Publikationen von „Fribourg“ die Rede ist.
Vom deutschen Freiburg im Breisgau kann man das schweizerische Freiburg durch den Zusatz „im Üchtland“ (i.Ü.) unterscheiden. Wenn man sich übrigens dem deutschen Freiburg von der französischen Seite des Rheins her nähert, ist die Stadt als „Fribourg en Brisgovie“ ausgeschildert. Außerdem ist die Stadt in der Schweiz zweisprachig, meine dortigen Verwandten regen sich regelmäßig auf, wenn in deutschsprachigen Publikationen von „Fribourg“ die Rede ist.
Dienstag, 27. September 2005 11:20
zwobbel: geschickt aber gefährlich
Es ist vom Papst zwar geschickt aber gefährlich.
Meistens wird sowas von den Modernisten ausgeschlachtet.
Aber wenn er den Küng empfängt, dann kann er auch mit den Weihbischöfen der FSSPX reden (und Kaffee trinken?).
Meistens wird sowas von den Modernisten ausgeschlachtet.
Aber wenn er den Küng empfängt, dann kann er auch mit den Weihbischöfen der FSSPX reden (und Kaffee trinken?).
Dienstag, 27. September 2005 11:10
Benedikt: Treffen
Wenn das Treffen dazu führt, dass Küng wegen seines besseren persönlichen Verhältnisses zum Papst endlich darauf verzichtet, seine Häresien im Fernsehen unter die Leute zu bringen, dann war es ein Segen.
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