Am Montag eröffneten Schweizer Hilflosenmörder eine finanziell äußerst lukrative Todesfiliale in Deutschland. Gestern Dienstag ging dagegen beim Staatsanwalt die erste Strafanzeige ein. Der Verein wird von der Polizei beobachtet.
(kreuz.net, Hamburg) Am Montag gründeten Schweizer Hilflosentöter in Hannover einen deutschen Ableger.
Der in Zürich beheimatete Verein bemüht sich, Alte, Kranke und Schwache ins Grab zu bringen. Er versteckt
sich unter dem Decknamen ‘Dignitas’ – zu deutsch „Würde“. Hannover liegt in Niedersachsen in Norddeutschland.
Die Hilflosenmörder wollen in ihrem Büro in Hannover vorerst nur „beratend“ tätig sein.
Der Generalsekretär
der Tötungsvereinigung erklärte jedoch, daß es sein Ziel sei, auf die Legalisierung der Hilflosentötung
in Deutschland hinzuarbeiten. Es sei vorgesehen, die legale Vergiftung von Hilflosen vor Gericht zu erstreiten.
Die Gründung der umstrittenen Todesfiliale ist jetzt im Visier des niedersächsischen Justizministeriums.
Die christdemokratische Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann will prüfen, ob ein Straftatbestand
geschaffen werden könne. Dieser solle die professionelle Vermittlung von Möglichkeiten zur assistierten
Selbsttötung explizit unter Strafe stellen.
„Wir werden den Verein mit Hilfe der Polizei gut beobachten“,
sagte ihre Ministeriumssprecherin in einer Stellungnahme. Die Gründung habe große Sorge hervorgerufen:
„Der Rat zum Selbstmord ist nicht strafbar, aber die Grenze zur aktiven Sterbehilfe darf nicht überschritten
werden.“
Gegenwärtig prüft der Oberlandesstaatsanwalt von Hannover, ob die Todesfiliale mit dem deutschen
Rechtssystem vereinbar ist.
Gestern Dienstag erreichte den Staatsanwalt die erste Strafanzeige. Der Absender
war der deutsche Lebensrechtler Klaus Günter Annen.
Annen demonstriert in seiner Freizeit für die ‘Initiative:
Nie wieder!’ vor Kinderschlachthöfen und Abtreibungsunternehmen. Beruflich ist er als Mitarbeiter der
‘Aktion Leben Deutschland’ für Infostände und ähnliche Aufklärungsarbeit im Einsatz.
Der kreuz.net
vorliegende Text seiner Strafanzeige richtet sich gegen den in Hannover gegründeten Verein ‘Dignitas’,
gegen den Vorsitzenden des Vereins und gegen alle weiteren Gründungsmitglieder.
Die Anzeige nennt verschiedene
mögliche Straftaten: die öffentliche Aufforderung zu Straftaten, die Anleitung zu einer Straftat, die
Störung des öffentlichen Friedens, die Bildung einer krimineller Vereinigung und nicht zuletzt die Aufforderung
zum Ungehorsam gegen Gesetze.
Selbst die linksliberale Wochenzeitung ‘Zeit’ bezeichnete den Generalsekretär
der Hilflosentöter in einer früheren Berichterstattung als „Advokaten des Todes“.
Kritiker werfen dem
Zusammenschluß auch Geschäftemacherei mit dem Tod vor. Wer Mitglied werden will, muß eine Aufnahmegebühr
von 76 Euro zahlen.
Zusätzlich gibt es einen jährlichen Mitgliederbeitrag von „mindestens“ 38 Euro.
Der höchste freiwillige Beitrag eines Mitglieds lag bei umgerechnet mehr als 20.000 Euro. Hinzu kommen
mehrere hundert Euro für den assistierenden Hilflosentöter und die Sterbebegleitung.
Die Hilflosentöter
bemühen sich, den Hilflosenmord auf ihrer Homepage mit viel Emotionen und extremen Beispielen schmackhaft
zu machen.
Sie erzählen beispielsweise den Fall einer Frau aus Norddeutschland, die unglücklich stürzte
und seither vom Kopf abwärts gelähmt war. Die Dame konnte sich kaum mehr bewegen, fast nicht sprechen
und litt an starken Schmerzen.
Knapp drei Jahre nach ihrem Unfall reiste sie mit Ehemann und Tochter
zu ‘Dignitas’ in die Schweiz. In einem Tötungszimmer sog sie über einen Strohhalm eine von den Hilflosentötern
vorbereitete Giftmischung ein und starb daran.
„Nach der Einnahme schläft der Patient oder die Patientin
innerhalb weniger Minuten ein, wobei der Schlaf absolut schmerzlos und ruhig in den Tod übergeht“, propagieren
die Hilflosentöter auf ihrer Website.
Seit der Gründung des Zusammenschlusses für den Krankenmord
im Jahr 1998 brachte die Vereinigung 453 Menschen ums Leben.
Mehr als die Hälfte davon – 253 Menschen –
reisten aus Deutschland an.
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7 Lesermeinungen
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#7 Athanasius 10:05:33 | Donnerstag, 29. September 2005
@Gallowglas Aaaahhh… Bist Du ein schlechter linksliberaler Verlierer… Geschockt dass es endlich mal
ein viel gelesenes Medium gibt das in casu die Kriminalität gegen das Leben nicht herabwässert?
#6 Gallowglas 20:57:18 | Mittwoch, 28. September 2005
schon erstaunlich … wieviele Lügen und gezielte Falschdarstellungen die Kreuz.net-Schreiberlinge in
einen einzigen Artikel packen können … Ihr überbietet euch immer wieder selber.
#5 Athanasius 20:09:45 | Mittwoch, 28. September 2005
Lob für die Redaktion… …für die gute Illustrierung der heutigen liberalistischen Todespolitik mit
dem NS-Plakat gegen die Rechte der Behinderte. Aber die Massen sind sich bewusst, dass Ältere und Behinderte
(manchmal auch die ungeborenen Babys) Menschen sind, aber man sieht es als „praktischer“. Darum geht es.
Geld, Materialismus und Bequemheit. „60.000 Reichsmark kostet dieser Erbkranke der Volksgemeinschaft jedes
Jahr. Volksgenosse das ist auch Dein Geld!“- Das Motto der heutigen Todeskultur. Die Fahnen ändern sich,
der Okkultismus und die Todeskultur bleiben in ihren Formen.
#3 Benedikt 13:59:12 | Mittwoch, 28. September 2005
@ timpressum Miles Christi hat recht. Man darf nicht so naiv sein, und denken, dass die Entwicklung bei
denen, die noch geistig klar sind, stehenbleibt. Hat man einmal das System, so wird es automatisch ausgeweitet,
missbraucht usw. Schon deshalb ist es abzulehnen. Außerdem kommt noch ein weiteres dazu: Ist der Freitod
geistig Klarer wirklich selbstgewählt? Oder basiert er auf Einflüsterungen a la „Machs dir doch nicht
so schwer“, „Du hast doch nichts mehr davon“ „Willst du wirklich deinen Enkeln zur Last fallen“ „Überleg
dir das doch“? Irgendwann kommt der Moment und das gesellschaftliche Grundklima (!), wo sich jeder, der
„zur Last fällt“ dazu verpflichtet fühlt, den Freitod zu wählen. Ein weiterer Grund, um dieses System
abzulehnen. Und wie man sieht, ich habe gar nicht mit der Lehre argumentiert, das kommt noch obendrauf
(interessiert in Deutschland aber leider immer wenigere, daher muss man auch anders argumentieren). Und
da Sie das Hospizsystem ansprechen: Dort liegen mittlerweile lauter Holländer und Belgier, die Angst
haben, dass sie in ihrer Heimat totgespritzt werden.
#2 MilesChristi 13:47:47 | Mittwoch, 28. September 2005
@ Timpressum Du schreibst, daß jeder das Recht auf einen guten Tod hätte. Echt ?? Seit wann haben wir
elende Sünder ein RECHT auf einen guten Tod ? Das ist nie und nimmer christliches Gedankengut gewesen.
Wir können Gott den Herrn anflehen, daß Er uns diesen gewährt und auf den Beistand der Heiligen, vor
allem der Gottesmutter und des Hlg. Josephs hoffen. Aber ein Recht dazu haben wir nicht. Und: siehst du
nicht, daß diese Art der Tötung sehr nah an die Euthanasie ist ? Schau dir mal was in Holland und Belgien
gerade passiert. Es wird nicht lange dauern, bis es gefordert wird, daß geistig Kranke und sonstige Menschen
umgebracht werden – wie damals bei den Nazis. Lies mal die Enzyklika „Mit brennender Sorge“.
#1 timpressum † 13:38:14 | Mittwoch, 28. September 2005
Wieder mal n Nazivergleich… …und den finde ich grundsätzlich schwierig! Zum einen handelt es sich
hier um den freiwilligen Suizid von geistig klaren Menschen, die sich das Leben nehmen wollen, weil sie
Angst vor Schmerzen haben und nicht um Menschen, die ermordet werden, weil sie anders begabt sind als
die Masse. Zum anderen: Deutschland (und auch die Kirchen) täten gut daran, die Energie, die sie verwenden,
um sich über so etwas aufzuregen, in Hospizarbeit zu stecken. Jede/r hat das Recht auf einen guten Tod.
Und wenn Menschen in der letzten Lebensphase die Nahrung verweigern oder ihnen Medikamente zur Schmerzlinderung
gegeben werden, die als Nebenwirkung lebensverkürzend wirken, ist das auch eine Art der Sterbehilfe.
Und die finde ich ethisch absolut zu rechtfertigen!