Alte Messe
Ohne zu fragen
Er selbst lese manchmal die überlieferte Messe, erklärte ein emeritierter Kurienkardinal. Für einen leichteren Zugang zur Feier der überlieferten Messe sieht der Kardinal „keine Schwierigkeit“.
(kreuz.net) Der emeritierte chilenische Kurienkardinal Jorge Medina Estevez hofft, daß Papst Benedikt XVI. die Zelebration der tridentinischen Messe schon bald freigeben wird.

Kardinal Medina war bis 2002 Präfekt der Gottesdienstkongregation. Er ist immer noch Mitglied der päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, die sich um die Gemeinschaften bemüht, welche die Messe im Alten Ritus feiern.

Der chilenische Kardinal wurde weltbekannt, als er am 19. April auf der Loggia von Sankt Peter die Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst verkündigte.

Das Interview mit dem Kardinal wurde am 26. September vom amerikanischen katholischen Nachrichtendienst ‘CWNews’ veröffentlicht.

Auf das Treffen zwischen dem Traditionalistenbischof Mons. Bernard Fellay und dem Heiligen Vater angesprochen, erklärt Kardinal Medina, daß es bereits zuvor „zahlreiche andere Kontakte“ zwischen Vertretern des Vatikan und Lefèbvristen gegeben habe.

So sei der Präfekt der Kleruskongregation, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, bereits mehrere Male mit Bischof Fellay zusammengetroffen.

Auch er selbst sei in seiner Funktion als Präfekt der Gottesdienstkongregation dem Generaloberen der Piusbruderschaft öfters begegnet.

Folglich könne man nicht sagen, daß „das Treffen mit dem Heiligen Vater unerwartet“ gewesen sei.

Auch die Oberen der Priesterbruderschaft des Heiligen Pius X. seien sich darüber im klaren, daß Papst Benedikt XVI. „über die volle Gemeinschaft zwischen allen Katholiken – allen Christen – und im besonderen jenen, welche die Entscheidungen und Positionen von Erzbischof Lefebvre hochhalten, besorgt sei.

Die Versöhnung zwischen den Traditionalisten und dem Vatikan würde die Klärung einer Reihe lehramtlicher Schwierigkeiten voraussetzen. Der Kardinal schlägt vor, eine Arbeitsgruppe einzuberufen, um diese Probleme zu besprechen.

Der chilenische Prälat ist sich bewußt, daß es auch innerhalb der Lefèbvristen verschiedene Strömungen gibt. Manche seien „unflexibel“, andere offener für den Dialog mit Rom.

Ein Problem sei, daß manche die nachkonziliare Messe als „häretisch“ oder „ungültig“ bezeichneten. Das erzeuge eine „äußerst schwierige Situation“.

Der Vatikan werde darauf bestehen – so Kardinal Medina –, daß die Priesterbruderschaft des Heiligen Pius X. die Gültigkeit der reformierten Messe anerkenne und die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils akzeptiere.

Für einen leichteren Zugang zur Feier der überlieferten Messe sieht der Kardinal „keine Schwierigkeit“. Dennoch glaubt er, daß ein derartiger Schritt die grundlegenden Probleme mit den Lefèbvristen noch nicht lösen könne.

Auf die Frage, ob das Zweite Vatikanum eine Abschaffung der tridentinischen Messe angestrebt habe, meinte der emeritierte Kurienkardinal, daß diese Frage nicht abschließend geklärt sei.

Dennoch habe jeder Ritus seine Gültigkeit und „die „Meßbücher von Papst Paul V. und Papst Paul VI. sind beide absolut rechtgläubig“.

Der ehemalige Präfekt der Gottesdienstkongregation streicht hervor, daß jeder Ritus „verschiedene Sensibilitäten“ anspreche. Die Opfergebete des tridentinischen Ritus würden im Speziellen den Opfercharakter – einen wesentlichen Aspekt der Heiligen Messe – betonen.

Die allgemeine Erlaubnis zur Feier der überlieferten Messe bringe kanonische und liturgische Probleme mit sich – nicht aber große theologische Bedenken, erläutert der Kardinal.

Er hoffe, daß die Möglichkeit zur Feier der alten Form des Römischen Ritus schon bald gewährt werde.

Als Mitglied der Kommission ‘Ecclesia Dei’ – berichtet Kardinal Medina abschließend – werde er manchmal gebeten, die Messe im tridentinischen Ritus zu zelebrieren.

Wenn ihn eine solche Bitte erreiche, dann „tue ich es – ohne irgend jemanden um Erlaubnis zu fragen.“
      
39 Lesermeinungen
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#39   Bernado   18:05:04 | Freitag, 30. September 2005
Cardinal Medina und der alte Ritus
Cardinal Medina unterstreicht seine optimistische Haltung in Sachen „überlieferte Form des lateinischen Ritus“ am 9. 10. auf nachdrückliche Weise: Er wird an diesem Tag nach Berlin kommen, um am Institut St. Philipp-Neri, das sich dem alten Ritus verpflichtet weiß, die Priesterweihe zu spenden. Selbstverständlich findet auch der Gottesdienst zur Priesterweihe im klassischen Ritus statt.
Falls jemand zufällig in der Nähe ist: Kirche St. Afra, Graunstr. 31, 13353 Berlin. Beginn 10:00.
St. Afra liegt im Stadtbezirk Wedding, der früher als „rot“ galt und heute wohl als „grün“ gelten muß. Nicht wegen der Wahlergebnisse, sondern wegen der Fahne des Propheten, dessen Anhänger dort zahlreich Wohnung genommen haben. Die Kleriker des Instituts tragen übrigens ausnahmslos Soutane und werden im „grünen“ Umfeld als Männer Gottes erkannt und respektiert.
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#38   MilesChristi   18:04:26 | Donnerstag, 29. September 2005
@ Benedikt
Doch, in den meisten genannten Staaten war die Katholische Kirche nicht nur die Religion der Bevölkerungsmehrheit, sondern AUCH Staatsreligion. So in Spanien, Irland, Malta, Liechtenstein, in den meisten lateinamerikanischen Staaten (Chile, Ecuador, Argentinien, Kolumbien…, in Brasilien bis 1889 dh bis zum freimaurerisch inspirierten und geführten „republikanischen“ Putsch gegen den rechtsmäßigen Kaiser).
In allen diesen Ländern wurde Toleranz gegenüber nicht-Katholiken und ncihdt-Christen ausgeübt, dh sie durften ihre Gottesdienste abhalten, allerdings durften sie nicht aktiv missionieren und ihre Versammlungsorte durften zB keine Türme haben (damit sie nicht ausschauen wie Kirchen). Was nach katholischem Verständnis zu begrüßen ist: indem jemand vom wahren katholischen Glauben abfällt setzt er seinen Seelenheil in Gefahr, daher konnte der Staat nicht erlaubten – durch Duldung der anti-katholischen Missionierung – daß dies passiert.Klingt für die jetzigen Ohren komisch, ist aber katholische Lehre.
Nach dem II Vatikanum verlor Brasilien einen Viertel seiner katholischen Bevölkerungen an verschiedene protestantische Gruppierungen, vor allem an charismatische Gemeinschaften. In Guatemala, früher auch zu fast 100% katholisch, sind die Protestanten innerhalb von 40 Jahren auf mindestens 40% der Bevölkerung aufgestiegen.
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#37   Irenäus   18:03:32 | Donnerstag, 29. September 2005
Realität
Nur zur Information: Franco regierte im 20., nicht im 19.Jahrhundert; soviel zum Thema Realitätsverlust…
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#36   Bernado   17:59:12 | Donnerstag, 29. September 2005
@Benedikt: In Sachen Realität
Sie schrieben:Genauso wenig bringt es was, katholische Staaten zu fordern, in denen dann lauter Atheisten leben.
Nun ja. Wenn ich die Eifrigeren unter den Kirchenlehrer-Doubles hier im Forum richtig verstehe, hätten sie schon ein paar Mittel parat, dem abzuhelfen: Die eine oder andere falsche Religion und den öffentlichen Atheismus allemal verbieten, dazu die Demokratie nach dem Vorbild Francos abschaffen, zunächst mal nur zur Warnung auf dem einen oder anderen Marktplatz einen Scheiterhaufen errichten – was glauben Sie, wie schnell sich dann die Atheisten und anderen Ketzer bekehren und in den Schoß der einzig wahren Kirche zurück fliehen.
Denn das ist unbestreitbar: Oft reicht schon das Vorzeigen der Instrumente.
Genug davon.
Man könnte über den gezeigten Realitätsverlust laut lachend zur Tagesordnung übergehen, wenn nicht das Problem selbst überhaupt nicht zum lachen wäre: Der Versuch des 2. Vat. Konzils, sich den Herausforderungen der säkularisierten Moderne zu stellen, hat die Kirche vielfach dorthin „geführt, wohin sie nicht gehen will“ – und wo sie auch nicht bleiben kann. Aber die geistige Rückkehr ins 19. Jh, dafür sind die hier agierenden Ursupatoren der guten Namen von Kirchenlehrern der beste Beweis, die ist unmöglich.
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#35   Benedikt   17:25:42 | Donnerstag, 29. September 2005
@ Athanasius
Franco-Spanien war katholisch
Auf dem Papier katholisch, wollten Sie wohl sagen.
Bayern
Bayern war auch schon vor dem Konzil Teil der BRD.
Ich rede nicht von Staaten mit katholischer Mehrheit, wie Sie offenbar meinen, sondern von Staaten mit katholischer Staatsreligion. Irland, OK einverstanden. Aber der Rest? Katholisch geprägt, aber keine katholischen (König-)Reiche.
War „Quanta Cura“ von Pius IX. „hohles Gebilde“, und war Leo XIII. dumm?
Sie missverstehen, wass ich sagen will. Es ist natürlich von einem katholischen Geist geleitet. Aber wenn das, was darin gefordert wird, nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, so nutzt auch das Etikett nichts mehr.
Z.B. Eine katholische Schule zu gründen ist eine lobenswerte Sache, die dem Gründer im Himmel vergolten wird. Wenn aber in der Schule immer weiter von der Lehre abgewichen wird, so hat es keinen Sinn, weiterhin auf dem Etikett katholisch zu bestehen, es ist so oder so nicht vorhanden. Genauso wenig bringt es was, katholische Staaten zu fordern, in denen dann lauter Atheisten leben.
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#34   Athanasius   16:56:11 | Donnerstag, 29. September 2005
Huh? @Benedikt
dass sie NUR diese Schriften kennen würden.
Gar nicht, die Enzykliken sprechen für sich. Ich wage aber zu behaupten, dass viele hier im Forum unwissend über Ökumenismus-Frage usw. mitplappern eben weil sie die genannten Dokumente gar nicht kennen. Die Enzyklikas wurden 1965 wie viele Missalen massenhaft entfernt aus Bibliotheken usw. denn „die Neue Zeit“ war gekommen.
und auch vor dem Konzil nicht mehr gab.
Nein? Franco-Spanien war katholisch, viele Kantone der Schweiz (etwa auch von Écône: Wallis/Valais) hatten ein katholisches Grundgesetz, Irland, Bayern, Portugal, Liechtenstein, einige afrikanischen Nationen, fast alle Länder Südamerikas… Und sie wurden alle vom Hl. Stuhl gezwungen die katholische Staatsreligion abzuschaffen. Alle! Sie haben kein Sachkenntis, lieber Benedikt!
Als Adenauer bekannt gab, protestierte dagegen Kardinal Frings
Was habe ich mit Adenauer zu tun. Er war ein liberaler Christdemokrat. Frings war damals noch gut, gehorsam, meine ich.
Das Festhalten an uralten Prinzipien mag ja zunächst lobenswert sein, wenn sie aber bloß noch ein hohles Gebilde sind, dann bringt ihre Weiterverfolgung auch nichts.
War „Quanta Cura“ von Pius IX. „hohles Gebilde“, und war Leo XIII. dumm?
Heutzutage muss die Kirche um Religionsunterricht an Schulen kämpfen.
Übrigens hat die Konzilskirche die Apostasie mit ihrem Klerus herbeigeführt, nicht die Bundesrepublik.
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#33   Aurelius   12:21:47 | Donnerstag, 29. September 2005
@MilesChristi
Redemptionis Sacramentum ist da, und was ist passiert ? Das erste was die (deutschen) Bischöfe sagten war es, wir akzeptieren keinen Denunzianten. Nochmals, was ist seit dem Erschein von RS passiert ? Worte sind zwar gut, aber sie reichen nicht; es müssen Taten folgen.
Tja, RS an sich war natürlich überfällig aber gleichzeitig nutzlos, denn diejenigen, für die es bestimmt ist, lesen es eh nicht oder setzen sich darüber hinweg (wo kommt man denn dahion, wenn man sich von Rom vorschreiben lassen muß, wie man seine Messe zu feiern hat???) und für diejenigen, welche die heilige Messe in Würde zelebrieren, war RS ja gar nicht gedacht.
Bewirkt hat RS in erster Linie, wie Du geschrieben hast, eine „Denunziationsdebatte,“ die wirklich fehl am Platz war und die vom eigentlichen Punkt, nämlich den allerorts verbreiteten Mißbräuchen der Liturgie, abgelenkt hat.
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#32   MilesChristi   12:02:50 | Donnerstag, 29. September 2005
@ Belisar
Du schreibst:
„Nachdem ich die Konzilsdokumente gelesen habe war ich bestürzt darüber was hier in Deutschland los ist. Nicht ohne Grund ist z.B. „Redemptoris sacramentum“ herausgegeben worden. (…)
Levebre sollte dem Papst gehorsam folgen „
Ich finde gut daß du dich fragst, was hier in D los ist. Natürlich nicht nur in D, sondern auch in Frankreich, Italien, Spanien, Lateinamerika, USA, Indien, Neuseeland, sprich: in der ganzen katholischen Welt.
Wieso fordertst du Gehorsam von Erzbischof Lefebvre und nicht von den anderen Bischöfen weltweit, die zahlreiche Anordnungen des Papstes einfach ignoriert haben ? Die tatenlos zugeschaut haben als in ihren Pfarreien Revoluzzer-Priester die Zerstörung der Kirche mit voll Gas betrieben (und noch betreiben) ? Als die Liturgie, auch die protestantisierte Messe Pauls VI., zu einem Menschendienst (=Show) degradierte ? Als die Liturgie in Namen einer „Inkulturation“ in vielen Ländern paganisiert wurde (Indien, Afrika, Mexiko). Oder bleiben wir in Deutschland, wie war das nochmal mit dem angeordneten Ausstieg aus dem „Beratungssystem“ ?
Redemptionis Sacramentum ist da, und was ist passiert ? Das erste was die (deutschen) Bischöfe sagten war es, wir akzeptieren keinen Denunzianten. Nochmals, was ist seit dem Erschein von RS passiert ? Worte sind zwar gut, aber sie reichen nicht; es müssen Taten folgen.
Ja, ich gehöre auch „zu denen“, weil sie noch römisch-katholisch sind.
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#31   Benedikt   11:29:21 | Donnerstag, 29. September 2005
@ Athanasius
Sie haben eindeutig „Mortalium Animos“, „Pascendi Dominci Gregis“, die ex-cathedra Bullen „Cantate Domino“ (1442), „Quo Primum“ (1570, obwohl disziplinarisch), „Pastor Aeternus“ (1870, Unfehlbarkeit), und das Konzil von Trient nicht gelesen.
Bei Ihnen dagegen hat man bisweilen den Eindruck, dass sie NUR diese Schriften kennen würden.
Der katholische Staat muss die katholische Religion anerkennen als einzig wahre, und darf falsche Religionen – in Grenzen – verbieten (öffentlich). Das wird vom II. Vatikanum nun gerade verworfen.
Blöd nur, dass es diese katholischen Staaten nicht mehr gibt und auch vor dem Konzil nicht mehr gab. Als Adenauer bekannt gab, dass es in der BRD eine Trennung von Kirche und Staat geben würde, protestierte dagegen Kardinal Frings und sagte, dass die Kirche dies niemals akzeptieren würde, worauf Adenauer lakonisch erwiderte, die Kirche habe dazu höchstens „Amen“ zu sagen.
Das Festhalten an uralten Prinzipien mag ja zunächst lobenswert sein, wenn sie aber bloß noch ein hohles Gebilde sind, dann bringt ihre Weiterverfolgung auch nichts.
Heutzutage muss die Kirche um Religionsunterricht an Schulen kämpfen und da kommen Sie und fordern einen katholischen Staat. In Deutschland sind nur 1/3 der Menschen katholisch, wie stellen Sie sich das eigentlich vor? Das ist doch abenteuerlich und wird NIE kommen.
Die Bewahrung von Traditionen darf nicht zur Realitätsverdrängung führen!
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#30   Marcel   10:22:15 | Donnerstag, 29. September 2005
Antwort 2v2 – Verdammung der Kultfreiheit
Belisar schrieb: Was spricht den gegen die Religionfreiheit?
Wie Athanasius richtig sagte: die vorkonziliaren Päpste verdammten die Kultfreiheit. Das Wort Religionsfreiheit verdunkelt das Problem, deshalb verwandten sie es selten.
Mgr. Lefebvre: „Die {vorkonziliaren!} Päpste haben immer von der Religionsfreiheit gesprochen. Allerdings sprachen die Päpste von der Freiheit der Religion, nicht von der Freiheit der Religionen. Das ist ein Unterschied. Die Päpste haben immer die Freiheit der Wahrheit und die Freiheit der wahren katholischen Religion verkündet. Sie sprachen weder von der Freiheit aller Religionen, noch von der Freiheit des Irrtums. Diesen Religionen kann Toleranz zuteil werden, jedoch nicht mit den gleichen Rechten. {…}
Eben dadurch, daß man die Freiheit aller Kulte ohne Unterschied einführt, vermengt man die Wahrheit und den Irrtum. Man stellt damit die heilige und makellose Braut Christi, die Kirche, außerhalb welcher es kein Heil geben kann, auf die Ebene der Sekten {…}.
Alle Päpste hatten die gleiche Meinung. Lesen Sie das Konzilsdokument „Die Erklärung über die Religionsfreiheit“. Sie werden sehen, daß man praktisch von allen Staaten verlangt, alle Religionen auf die gleiche Ebene zu stellen und die gleichen Rechte zu verleihen.“
Das ehemals katholische Südamerika beweist auf tragische Weise, daß die Kultfreiheit die Kirche zerstört und die Irrlehren etabliert – und als Folge davon den Staat und die Menschen.
Fragen Sie Mileschristi.
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#29   Athanasius   10:18:59 | Donnerstag, 29. September 2005
@Belisar
Bitte um Beweise wann das Ratzinger gesagt haben soll bzw. eine Schrift von ihm.
Er schrieb’s schwarz auf weis. Sieh Beitrag von Marcel.
Es ist mir wurscht ob Levebre Dokumente unterschrieben hat oder nicht.
Welch ein „Spezialist“ Du bist ist deutlich. Es ist LeFebvre >>> Ohne V. Also Seine Exzellenz Marcel Lefebvre, Erzbischof von Dakar, ehem. Admin. Apost. des Hl. Stuhles in West-Afrika.
solche Leute als super und toll zupreisen ist für mich unverständlich, genauso wie so „Startheologen“ wie Drewermann oder Hans Küng.
In der Konzilskirche wurden aber diese Häretiker nicht exkommuniziert. Nein, sie erhielten sogar vom heutigen Benedikt XVI. Respekt für ihren theologischen Weg. Küng wird von Ratzinger „respektiert“, Lefebvre und der Traditionalismus dagegen stellen für ihn ein „sektarisches Treiben“ dar (Ratzinger, J., Principles of Catholic Theology, 1982, pp. 389-390).
Cardinal Joseph Ratzinger, Salt of the Earth, 1996, S. 95-96: [Über Küng] „I respect his path, which he takes in accord with his own conscience.“
Was spricht den gegen die Religionfreiheit? nicht toleriere.
Lies mal „Quanta Cura“ (Pius IX.) und „Libertas“ (Leo XIII.) Wenn Du überhaupt liest. Der katholische Staat muss die katholische Religion anerkennen als einzig wahre, und darf falsche Religionen – in Grenzen – verbieten (öffentlich). Das wird vom II. Vatikanum nun gerade verworfen.
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#28   Marcel   09:46:13 | Donnerstag, 29. September 2005
Antwort 1v2 – V.II oder der Gegensyllabus
Belisar schrieb: Bitte um Beweise wann das Ratzinger gesagt haben soll bzw. eine Schrift von ihm.
Ratzinger gab offen zu, daß das V.II mit der überlieferten katholischen Lehre bricht. In seinem Buch „Theologische Prinzipienlehre“. Bausteine zur Fundamentaltheorie“, München 1982, S. 398ff, schrieb er in Bezug auf „Gaudium et Spes“:
„Wenn man nach einer Gesamtdiagnose für den Text sucht, könnte man sagen, daß er (in Verbindung mit den Texten über Religionsfreiheit und über die Weltreligionen) eine Revision des Syllabus Pius’ IX., eine Art von Gegensyllabus darstellt {…} daß der Text die Rolle eines Gegensyllabus spielt und insofern den Versuch einer offiziellen Versöhnung der Kirche mit der seit 1789 gewordenen neuen Zeit darstellt.“
Die Vermählung der Revolution mit der Kirche!
Folgen Sie den nachkonziliaren Päpsten und ihrer neuen Lehre. Wir Traditionellen folgen den vorkonziliaren Päpsten und ihrer überlieferten Lehre.
Der Einwand, daß der Syllabus nur das fehlbare Werk eines einzelnen hl. Papstes sei, zieht nicht. Der Syllabus ist 1.) eine Lehrzusammenfassung des Pontifikates des hl. Papst Pius IX. und 2.) eingebettet in die beständige Lehrtradition der vorkonziliaren Päpste: Pius VI., Pius VII., Gregor XVI., Pius IX., Leo XIII., Pius X., Pius XI., Benedikt XV., uam. sprachen alle die Sprache des Syllabus. Sie alle verdammten klar und deutlich die Fehler des V.II im Voraus (Ökumenismus, Kultfreiheit, Öffnung für Liberalismus und Modernismus, usw.).
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#27   virOblationis   08:42:06 | Donnerstag, 29. September 2005
ad Belisarem
Gewiß konnte sich auch der Arianismus auf Konzilien berufen, z.B. die Synoden von Antiochia (341), Arles (353) und Mailand (355). Außerdem stand die weit überwiegende Mehrheit der Bischöfe (zumindest im Osten) auf Seiten der Irrlehre, und Papst Liberius (352 – 366) unterschrieb 357, nachdem er durch Verbannung unter Druck gesetzt worden war(*), zumindest mißverständliche Formulierungen, die ihn häresieverdächtig machten.
(Während seiner Abwesenheit wurde zu Rom ein Gegenpapst von den Arianern gewählt.
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#26   Irenäus   22:25:10 | Mittwoch, 28. September 2005
@Belisar
Dieser Beitrag ist leider wieder ein Tiefpunkt unter mehreren; ich persönlich würde mir mehr Ernsthaftigkeit wünschen.
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#25   Belisar   21:31:20 | Mittwoch, 28. September 2005
Marcel & Athanasius
Bitte um Beweise wann das Ratzinger gesagt haben soll bzw. eine Schrift von ihm.
Das einzige was er wirklich kritisiert sind die falschen Neuheiten die gar nicht da sein sollten (Zur Lage des Glaubens). z.B. haben Chorale immer noch Vorrang und ihren bestimmten stellenwert, die lateinische Sprache sollte in der Messe benutzt werden, obwohl die Landessprache erlaubt ist.
Nachdem ich die Konzilsdokumente gelesen habe war ich bestürzt darüber was hier in Deutschland los ist. Nicht ohne Grund ist z.B. „Redemptoris sacramentum“ herausgegeben worden.
Es ist mir wurscht ob Levebre Dokumente unterschrieben hat oder nicht. Falls alle anderen Bischöfe mit dem Papst es unterschrieben haben, hat es Gültigkeit, Levebre sollte dem Papst gehorsam folgen und nicht einfach Bischöfe weihen ohne Zustimmung des Heiligen Stuhls, dieses hat dann natürlich zur Exkommunikation geführt, solche Leute als super und toll zupreisen ist für mich unverständlich, genauso wie so „Startheologen“ wie Drewermann oder Hans Küng.
Was die Sache mit den Arianern betrifft haben diese sich nicht auf ein Konzil berufen können, ausserdem haben wir heute das Jahr 2005 und leben nicht im Zeitalter der Väter.
Was spricht den gegen die Religionfreiheit?(Nein schlagt sie tot wenn du sie keine Katholiken werden wollen!) Klar ist der katholische Glaube der einzig wahre, aber das kann nicht bedeuten, dass ich die Juden etc. dafür verfluche und sie nicht toleriere.
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#24   Marcel   20:03:16 | Mittwoch, 28. September 2005
Inakzeptable V.II-Dokumente
Seminarist, zusätzlich zu dem, was Athanasius schon Gutes schrieb, haben Mgr. Lefebvre und Mgr. de Castro Mayer in ihrem offenen Brief an Papst JP2 vom 21.11.1983 (URL) www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=186 kurz skizziert, was die Hauptprobleme des V.II sind.
Der damalige tragische Papst hatte in Richtung Mgr. Lefebvres angeregt, daß man das V.II im Licht doch der Tradition sehen solle (wie liberal). Daraufhin sagte der Erzbischof klar, was es heißt, das Konzil im Licht der Tradition zu sehen: „Alles, was dann der Tradition widerspricht, wäre zu verwerfen!“
Dazu gehören neben vielen Korrekturen an 14 Dokumenten jene zwei Dokumente, die gänzlich zu verwerfen sein werden und vom Erzbischof auf dem Konzil entsprechend nicht unterschrieben wurden: die Erklärung über die Religionsfreiheit (Dignitatis Humanae), die völlig unvereinbar mit der überlieferten katholischen Lehre ist, sowie die Pastoralkonstitution (Gaudium et Spes), die ihrer Gesinnung nach inakzeptabel unkatholisch ist.
Allgemeiner gesprochen, in FAQ-Form auf englisch: What are Catholics to think of Vatican II? (URL) www.sspx.org/…AQs/q6_vaticanII.htm
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#23   Athanasius   19:55:12 | Mittwoch, 28. September 2005
@Belisar
Sie haben eindeutig „Mortalium Animos“, „Pascendi Dominci Gregis“, die ex-cathedra Bullen „Cantate Domino“ (1442), „Quo Primum“ (1570, obwohl disziplinarisch), „Pastor Aeternus“ (1870, Unfehlbarkeit), und das Konzil von Trient nicht gelesen.
Sonst hätten Sie gewusst, dass es einen Bruch gibt. Der damalige Kardinal Ratzinger hat das selber beschrieben. Gaudium et Spes und Dignitatis Humanae sind seiner Meinung nach in der Tat „Gegensyllabus“, also direkt gegen die Lehre des Papst ven. Pius IX. gerichtet!
Und in „Ecclesia Dei“ (1988) spricht man von den Schwierigkeiten die die Traditionalisten um Erzbischof und ehem. Apostolischer Administrator Lefebvre haben mit „bestimmten neuen Lehren“ (Ökumenismus, Universalismus, Religionsfreiheit). Nun aber wurde „der Geist Christi dem römischen Papst nicht versprochen um etwa mit seiner Hilfe neue Lehren zu offenbaren“ (Pastor Aeternus, I. Vatikanisches Konzil, 1870). Wo gibt’s der Bruch?
Bei den Modernisten im Vatikan.
Der hl. Athanasius war im 4. Jh. auch nicht falsch als er Papst Liberius I. anklagte, alle Arianer verwarf, und nicht zum kirchlichen Gericht in Rom kam.
Es geht nicht um die Freigabe der alten hl. Messe alleine. Es geht um den unverzerrten Glauben der Kirche bis 1958!
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#22   Belisar   17:05:04 | Mittwoch, 28. September 2005
Nunc satis est!
Dolfus: Piusbrüder sind auf dem rechten Weg Das heutige Rom weiß selbst nicht, ob nun verboten […] Die Piusbrüder waren in ihrem Ungehorsam dem despotischen Paul VI. gegenüber auf dem richtigen Weg. Auch Johannes Paul II. blieb leider in der unseligen Montini-Neutradition.
Der Papst ist der Stellvertreter Jesu Christi auf Erden, und die Konzilien sind kein Bruch mit der Tradition dieses wird in der Schrift ECCLESIA DEI beschrieben. hier der Link zum selber lesen eccldei.htm www.fssp.org/de/eccldei.htm dieser Text gibt finde ich genügend Antwort auf solch lächerlichen Kritik. Die Piusbruderschaft ist weiterhin schismatisch . Sie sind auf dem falschen Weg, weil sie nicht zur katholischen Kirche dazugehören und das selbstverschuldet. Der Kathechismu der Katholischen Kirche schreibt doch Das Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils über den Ökumenismus erklärt: (UR 3). KKK www.vatican.va/…ve/DEU0035/__P2E.HTM Den Kathechismus sollten sich die ganzen Kritiker der Päste und der Kirche erst einmal durchlesen bevor sie so etwas schreiben bzw. Vertreten. Nein die Piusbruderschaft ist nicht zuloben.
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#21   MilesChristi   16:37:49 | Mittwoch, 28. September 2005
@ Bonaventura
Zusätzlich zu den empfohlenen Büchern von Marcel:
„Der Rhein fließt in den Tiber“, auch über Sarto-Buch zu beziehen (der Autor war kein Anhänger Msgr. Lefebvres), über die Geschichte des II. Vatikanischen Konzils.
Leider nur auf Englisch verfügbar: „The Great Facade“, über Amazon.de etc. zu beziehen.
Bücher von Michael Davies, insb. Pope John’s Council und Pope Paul’s Mass (nur auf Englisch).
Diese Bücher können problemlos übers Internet bestellt werden, z.B. bei www.allcatholicbooks.com. Man braucht nur eine Kreditkarte oder Paypal.
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#20   Marcel   15:51:23 | Mittwoch, 28. September 2005
Die großen vorkonziliaren Päpste
Bonaventura schrieb: {Krise und Unterwanderung}
Mit „Pascendi“ beschäftige ich mich immer wieder ausführlich. Welche Bücher, vielleicht auch direkt von Erzbischof Lefebvré würden Sie empfehlen?
Einen sauberen Querschnitt der Unterwanderung der Kirche durch ihre Feinde bietet das erwähnte Buch des Erzbischof: „Sie haben Ihn entthront. Vom Liberalismus zur Apostasie. Die Tragödie des Konzils.“
Eigenverlag FSSPX, 1988, ~270 Seiten. Gibt es bei Sarto (siehe fsspx.info bitte).
Das Buch entstand anhand von Vorlesungen in Ecône. Sehr oft zitiert Mgr. die vorkonziliaren Päpste. Wer „Pascendi“ liebt, wird auf seine Kosten kommen.
Eine EDV-Version ist mir momentan unbekannt.
Dann das Buch des Mgr. „Offener Brief an die ratlosen Katholiken“. An uns Laien gerichtet und leicht lesbar. Es schneidet u.a. ebenfalls das V.II an und somit die _lange vorausgegangene_ Unterwanderung der Kirche.
Eine englische Fassung gibt es im Netz: „An open Letter to confused Catholics (URL). www.sspxasia.com/Documents/index.htm
Kenner des Mgr. und der Materie mögen bitte weitere Bücher empfehlen.
Ich bin noch am Einlesen und habe einige Zeit über die Predigen und Briefe des Mgr. verbracht, die immer wieder diese Themen behandeln und z.T. hier auf deutsch im Netz verfügbar sind (URL). www.fsspx.info/erzbischof/
(Durch Klick auf die Navigation oben gelangt man zu den Rubriken: Person | Rundbriefe | Vorträge | Predigten | Dokumente)
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#19   Bonaventura   15:15:20 | Mittwoch, 28. September 2005
@Marcel
da ich nur einen begrenzten Fundus an Büchern habe die von der FSSPX vertrieben werden, wüßte ich gerne welche zu dieser, aber auch generell zur Krise und Unterwanderung lesenwert sind.
Mit „Pascendi“ beschäftige ich mich immer wieder ausführlich. Welche Bücher, vielleicht auch direkt von Erzbischof Lefebvré würden Sie empfehlen?
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#18   Marcel   14:57:53 | Mittwoch, 28. September 2005
Papst Leo XIII.
Mgr. Lefebvre führt in seinem Buch „Sie haben Ihn entthront“ u.a. aus, wie das Komplott der freimaurerischen Satanssekte gegen die Kirche darin besteht, den Angriff gegen die Kirche unter Benützung ihrer eigenen Hierarchie vorzunehmen, die man bis in die Spitze zu verderben plant.
Die vorkonziliaren Päpste kannten die Pläne, einige von ihnen veröffentlichten die dies beschreibenden Freimaurerschriften.
Leo XIII. wurde sogar die von Vorrednern erwähnte Vision mit den Dämonen in der Kuppel zuteil. Er hat die Zerrüttung des Hauptes der Kirche beschrieben, als er den „kleinen Exorzismus“ gegen Satan und die bösen Engel verfaßte.
Folgender Abschnitt dieses kleinen Exorzismus’ ist nur in der Originalfassung enthalten und wurde in späteren Fassungen entfernt (unter welchem Papst, ist dem Mgr. unbekannt). Die Vision deckt sich mit der Vision der hl. K. Emmerich, die kürzlich hier veröffentlicht wurde.
>> Siehe, gar schlaue Feinde haben die Kirche, die Braut des unbefleckten Lammes mit Bitterkeit erfüllt, haben sie mit Wermut getränkt; sie haben unheilige Hände an alles gelegt, was zu ersehen war an ihr. Dort, wo der Sitz des seligen Petrus und der Stuhl der Wahrheit aufgestellt war als ein Licht der Nationen, dort haben sie den Thron des Greuels ihrer Gottlosigkeit hingesetzt, auf daß, sowie der Hirte geschlagen wäre, sie die Herde zerstreuen könnten. <<
Der hl. Papst Pius X. führte diese drohende Vision durch viele Beispiele anhand der Modernisten in der Kirche aus.
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#17   Bonaventura   14:30:36 | Mittwoch, 28. September 2005
@MilesChristi Leo XIII.
Das aufgrund dieser Vision die Leonischen Gebete nach der stillen Heiligen Messe verbindlich wurden wsste ich.
Ich dachte vielleicht hat jemand noch mehr Informationen, auch ganz generell dazu. Hatte Leo XIII. noch andere Visionen ? Vielleicht in bezug auf die Weltweihe an das Heiligste Herz Jesu ?
Wer kennt die Vision der Seligen Anna Katharina Emmerich, in der St. Peter von zwei großen Tieren und unter Mithilfe von Freimaurern aber auch Priestern und Ordensleuten, Bischöfen etc. abgerissen wird ?
Danke nochmal für den Hinweis mit der Thuc Linie, ich hatte mich da auch schon weiter durchgeklickt.
Es ist schon Haarsträubend was sich da im Bereich des Sedesvakantismus tut.
Ich sage nur „ Pater Andreas Endl“ selbsternannter Herz Jesu Franziskaner (die es ja ausser Ihm auch nicht gibt), dazu Weihbischof der Thuc Linie und seit drei Jahren Tot.
Das erstaunliche daran ist nur das man jenen „Pater“ in Wien besuchen kann und dort ist er äusserst lebendig =)
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#16   Didimus   13:54:03 | Mittwoch, 28. September 2005
Der richtige Weg
Kardinal Medina Estevez zeigt, wie die Frage des klassischen römischen Ritus auf gute Weise gelöst werden kann.
Der erste Schritt wäre, die Ecclesia-Dei-Gruppen deutlich aufzuwerten. Eine weitgehende Freigabe des klassischen Ritus wäre wünschenswert. Dabei sollten die Priester, die das wünschen, eine verpflichtende Erklärung abgeben, daß sie den neuen Ritus, als gültig anerkennen, die ganze Tradition einschließlich des Zweiten Vatikanischen Konzils anerkennen und sich vorbehaltlos dem Papst unterwerfen.
Daß dabei das jüngste Konzil im Rahmen der gesamten kirchlichen Lehre unterschiedlich interpretiert werden kann und darf, gehört zum legitimen innerkirchlichen Pluralismus. Mit der Forderung, die Kirche solle sich vom Zweiten Vaticanum distanzieren oder lösen, wird eine Einigung mit der FSSPX allerdings unmöglich.
Abschließend: der Kardinalprotodiakon ist mir wirklich sympathisch und das nicht nur, weil er mich am 19. April zu einem glücklichen Menschen gemacht hat…
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#15   MilesChristi   13:43:55 | Mittwoch, 28. September 2005
Papst Leo XIII
Aus seiner Vision ist ja das Gebet „Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe…“ entstanden, das nach den stillen Heiligen Messen gebetet wird. Sogar Papst Johannes Paul II hat vor einigen Jahren diese Gebete (es sind 3 Aves, ein weiteres Gebet, dieses, und eine 3fache Aufrufung an das Herz Jesu) an die Gläubigen empfohlen.
Allerdings: Vorsicht mit der verlinkten Website, sie gehört einer sedisvakantistischen Pfarrei die Teil der CMRI (Bischof Pivarunas – Thuc-Linie) ist.
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#14   Seminarist   12:52:01 | Mittwoch, 28. September 2005
Hinter das 2. Vaticanum zurück
@Marcel & andere
Einem „Lefevrianer“ würde ich in Bezug auf die Anerkennung des 2. Vaticanums erst einmal die Frage stellen, welche Dokumente überhaupt von S.E. M. Lefevre unterzeichnet und welche abgelehnt wurden?
M.W. handelt es sich einzig und allein um das Dokument Nostra Aetate, dem eine Zustimmung verweigert wurde?!
Insofern dürften andere Dokumente nicht (grundsätzlich) abgelehnt werden und Unklarheiten wären im Sinne einer „Hermeneutik der Tradition“ klarzustellen.
Gruß
Seminarist
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#13   Benedikt   12:38:36 | Mittwoch, 28. September 2005
@ Marcel
Nur der katholischen Dogmatik zuwiderlaufende Strömungen? Was ist mit dem Zölibat? Der Zölibat ist kein Dogma, also darf ein FSSPX-Priester seine Aufhebung fordern?
Das ist abenteuerlich: Kein Mensch, der nichts von Zölibat hält wird Priester in der FSSPX, schon aus eigenem Antrieb nicht. Daher gibt es in der FSSPX auch solche Strömungen nicht, wohl aber in der weiten Kirche.
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#12   Marcel   12:33:45 | Mittwoch, 28. September 2005
Starkströme
Benedikt schrieb: {Eine kleine FSSPX} hat es da auch ein wenig leichter als die große Kirche, in welcher es viele Strömungen gibt und immer gegeben hat.
Es geht doch um der katholischen Dogmatik entgegengesetzte „Strömungen“; diese haben in der Kirche keinen Platz, jedenfalls nicht in Amt und Würde, und dafür sorgte bis 1958 die hl. Inquistion im großen und ganzen überaus erfolgreich.
Sie stellte noch jene Häretiker ins Aus, die dann auf dem V.II zum Zuge kamen und seither ihr Unwesen treiben.
Wir dürfen sicher sein, daß unser Herr nicht mehr sehr lange zusieht, was sie mit seiner Kirche anstellen und wie sie sie entstellen.
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#11   Bonaventura   12:27:06 | Mittwoch, 28. September 2005
Vision des Papstes über den Zerfall der Kirche
Hier nochmal als direkte Verlinkung:
stjosephschurch.net/leoxiii.htm
Ich bitte den geneigten User sofern er nähere Informationen zu der Vision von Papst Leo XIII. es mich wissen zu lassen. Ebenso die Visionen der Seligen Anna Katharina Emmerich
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#10   Benedikt   12:11:31 | Mittwoch, 28. September 2005
@ Marcel
So ist es – ohne „höchstens“.
Ich weiß ja nicht, wie weit die Befugnisse des Generaloberen gehen, daher das „höchstens“.
In dieser werden Priester nicht geduldet, die sich gegen die Glaubens- oder Morallehre verfehlen. In der V.II-Kirche wird fast alles geduldet.
Eine Bruderschaft, zumal eine, die allein durch ihren Ruf so beschaffen ist, dass sie nicht eben viele Strömungen vertritt, sondern eben nur eine, hat es da auch ein wenig leichter als die große Kirche, in welcher es viele Strömungen gibt und immer gegeben hat.
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#9   Bonaventura   11:59:58 | Mittwoch, 28. September 2005
Vision Leo XIII.
Habe gestern folgenden Link erhalten…erstaunlich (aber nicht verwunderlich) wie gut alles zusammenpasst.
stjosephschurch.net/leoxiii.htm
Wer mehr über die Vision von Leo XIII. weiß, kontaktiere mich doch bitte.
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#8   Marcel   11:55:48 | Mittwoch, 28. September 2005
Vorgesetzt
Benedikt schrieb : Eine Ausnahme stellt höchstens Bischof Fellay dar, der seine Amtsgewalt aber nicht aus seinem Weihegrad, sondern nur aus seiner Aufgabe als Generaloberer ableiten kann.
So ist es – ohne „höchstens“. Danke für die Gelegenheit, daß Irenäus noch einmal daran erinnern konnte, daß diese Bischöfe keine Territorial-, sondern nur Weihbischöfe sind.
Meine Rede vom Tonangeben meinte keinen juristische Angelegenheit auf dem Papier, sondern den Ton in der Moral und der Praxis vor Ort innerhalb der Bruderschaft. In dieser werden Priester nicht geduldet, die sich gegen die Glaubens- oder Morallehre verfehlen. In der V.II-Kirche wird fast alles geduldet. Obwohl die Diözesanbischöfe über eine echte Gewalt verfügen – offenbar nur auf dem Papier.
Der momentan bischöfliche Generalobere der FSSPX – dessen Posten früher auch schon einmal „nur“ von einem Pater besetzt war (P. Schmidberger, ehemals rechte Hand Erzbischof Lefevbres) – hat ein enges Vertrauensverhältnis zu seinen anderen Weihbischöfen und den Distriktsoberen.
So wie ein Distriktsoberer weisungsbefugt seinen untergeordneten Priestern ist, so kann der Generalobere jeden Priester aus der FSSPX entlassen – und tut es auch, wie in der Vergangenheit mit einigen untragbaren Priestern geschehen.
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#7   Irenäus   11:21:21 | Mittwoch, 28. September 2005
@Benedikt
Das stimmt; den vier Bischöfen wurde nur eine sakramentale Würde übertragen. Sie behielten jedoch auch nach ihrer Weihe ihre Ämter ihre jeweiligen Ämter in der FSSPX: Williamson z.B. blieb auch nach seiner Weihe Regens des Seminars St.Thomas Aquinas bis 2003, bis er dann an das dortige Seminar (ebenfalls als Regens) in Argentinien versetzt wurde.
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#6   Benedikt   11:13:57 | Mittwoch, 28. September 2005
@ Marcel: Bischöfe der FSSPX
Im Gegensatz zu den meisten V.II-Ortskirchen geben innerhalb der FSSPX die Bischöfe und unter ihnen die Distriktoberen den Ton an.
Dafür haben die FSSPX Bischöfe aber keine Gewalt! Diese wurde ihnen ausdrücklich nicht zu Teil, sie bekamen mit ihrer Weihe keine Jurisdiktionsgewalt. Hört der dt. Distriktsobere zB auf Bischof Richard Williamson, dann nur aus freiwilliger Ehrenbezeugung und nicht, weil er es muss. Tut er es nicht, kann Williamson dagegen nichts unternehmen. Eine Ausnahme stellt höchstens Bischof Fellay dar, der seine Amtsgewalt aber nicht aus seinem Weihegrad, sondern nur aus seiner Aufgabe als Generaloberer ableiten kann.
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#5   Marcel   10:57:13 | Mittwoch, 28. September 2005
FAQs
Wer sich mit der FSSPX befaßt, sieht, daß sie keine Einheit auf Kosten der Wahrheit anstrebt. Die Bischöfe lehnen in Einklang mit allen Distriktsoberen die Irrtümer des V.II kategorisch ab. Eine Unterordnung unter das V.II steht grundsätzlich nicht zur Debatte.
Im Gegensatz zu den meisten V.II-Ortskirchen geben innerhalb der FSSPX die Bischöfe und unter ihnen die Distriktoberen den Ton an.
Der Kardinal irrt in seiner Einschätzung bzgl. verschiedener FSSPX-Strömungen: diese gibt es bei einer so elementaren Frage wie V.II nicht.
Es bleibt die – ich weiß nicht mehr, von wem – angeschnittene und momentan noch unwahrscheinliche Option, daß Rom eine volle Anerkennung der FSSPX gewährt mit dem Recht, das V.II auch weiterhin kritisieren zu dürfen.
Doch würde, wie Mgr. Fellay kürzlich sagte, bereits die Freigabe der hl. Messe aller Zeiten in der Gesamtkirche viele Gnaden bewirken: Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Benedikt, Ihre erwähnte FAQ der FSSPX drückt die Haltung zum NOM korrekt aus, d.h. der NOM wird nicht grundsätzlich für ungültig gehalten, sondern für mit schwersten Mängeln behaftet. Aus diesen Defekten heraus und dem zusätzlichen Ausgeliefertsein an Massen von Experimental-Priestern ergeben sich die großen Gefahren für die Gläubigen. Deswegen empfiehlt die FSSPX ihren Katholiken nachdrücklich, den NOM zu meiden. Das US-FAQ (URL) www.sspx.org/…AQs/q5_novusordo.htm führt es noch ausführlicher und natürlich trefflicher aus als mein Laiengerede.
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#4   Dolfus   10:51:49 | Mittwoch, 28. September 2005
Piusbrüder sind auf dem rechten Weg
Das heutige Rom weiß selbst nicht, ob nun verboten oder nicht, mit Erlaubnis ja oder nein, der Papst selbst bewundert den Römischen Ritus aller Zeiten etc.
Die Piusbrüder waren in ihrem Ungehorsam dem despotischen Paul VI. gegenüber auf dem richtigen Weg.
Auch Johannes Paul II. blieb leider in der unseligen Montini-Neutradition.
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#3   ottaviani   10:34:57 | Mittwoch, 28. September 2005
der Kardinal
hatt einen guten vorschlag gemacht die einrichtug einer arbeitsgruppe im die strittigen fragen zu klären
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#2   Irenäus   10:33:56 | Mittwoch, 28. September 2005
Unterstellung
Ich möchte an der Rechtschaffenheit Seiner Eminenz nicht zweifeln, aber mir kommt es wie eine übliche Verschleierungstaktik vor, um den kritischen Einwänden der FSSPX einfach auszuweichen.
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#1   Benedikt   10:29:21 | Mittwoch, 28. September 2005
NOM & FSSPX
Der Vatikan werde darauf bestehen – so Kardinal Medina –, daß die Priesterbruderschaft des Heiligen Pius X. die Gültigkeit der reformierten Messe anerkenne und die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils akzeptiere.
Na also zu mindest auf der deutschsprachigen Seite der FSSPX wird die Gültigkeit des NOM nicht bestritten. Es wird lediglich angezweifelt, ob durch gewisse Neuerungen nicht der Glaube einiger Priester geschwunden sei, so dass die zur Wandlung notwendige Intention manchmal fehlen könnte (!).
Was stimmt denn nun?
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