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Morgen beginnt sie + Der übliche billige Trick + Druck auf die Homepage + Zuviel Sex schadet dem Verstand + Ich habe viel gelernt
Morgen beginnt sie

Vatikan. Der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst, Francis Kardinal Arinze, sprach gestern mit ‘Radio Vatikan’ über die morgen im Vatikan beginnende Weltbischofssynode zur Eucharistie. Der nigerianische Kurienkardinal ist der erste von drei Präsidenten, die für den Ablauf der Synode verantwortlich sein werden. Das Volk Gottes erwarte – so der Kardinal – von der Synode eine Bekräftigung des katholischen Glaubens an die Eucharistie: Opfer, Sakrament und Realpräsenz. Es werde nicht darum gehen, eine neue Doktrin zu entwickeln, sondern die bestehende zu beleben: „Unser Glaube drückt sich in dieser Feier aus, aber gleichzeitig nährt auch die Feier unseren Glauben.“

Der übliche billige Trick

Italien. Ein japanisches Unternehmen entwarf anläßlich des zehnjährigen Jubiläums der von ihm produzierten Spielkonsole ‘Playstation’ ein Bild, auf dem ein Mann mit Dornenkrone hämisch lächelt. Als Text zur Werbung las man „Zehn Jahre Passion“. Die Werbekampagne war erfolgreich und sehr billig. Es genügte, den Entwurf vorab und gratis an die italienischen Medien zu schicken. Die Meldung erhielt – wie erwartet – eine große Resonanz. Der italienische Kardinal Ersilio Tonini (91) kritisierte die geplante Kampagne als respektlos. Die Reklame wurde auch von italienischen Politikern und Journalisten kritisiert. Die Verantwortlichen der Firma in Italien reagierten – wie geplant – natürlich umgehend. Die Botschaft sei mißverstanden worden, heuchelte die Firma: „Daher haben wir beschlossen, auf die“ – erfolgreich zuende gegangene – „Werbekampagne zu verzichten.“

Druck auf die Homepage

Schweiz. Pfarrer Reto Müller hat im Namen des Priesterrates des Bistums Chur erneut Druck auf die diözesane Homepage gemacht. In einem jüngst veröffentlichten Bericht erklärte er, daß viele Mitglieder seines Rates mit deren Inhalt nicht zufrieden, „ja: nicht einverstanden“ seien. Dieser besteht fast zur Gänze aus amtlichen Nachrichten aus dem Bistum. Gegenwärtig wird die Seite von Pfarrer Martin Grichting betreut. Grichting leitete unter dem Vorgängerbischof Wolfgang Haas das Vorbereitungsjahr für Priesteramtskandidaten. Nach der Absetzung des Bischofs wurde Grichting von dessen Nachfolger entlassen. Er leitet seither eine winzige Pfarrei. Der Priesterrat der Diözese Chur ist vollständig in der Hand der früheren Bischofsgegner.

Zuviel Sex schadet dem Verstand

Niederlande. Ein niederländisches Ehepaar (46 und 31) schloß vor einem Notar ein staatlich anerkanntes Konkubinat mit einer weitern Frau (35). Die zweite 35jährige verließ ihren früheren Ehemann, um in die jetzige Liaison einzutreten. Der Polygamist rechtfertigte die Verbindung vor niederländischen Medien. Es gebe keine Eifersucht, weil sich beide Frauen für bisexuell hielten. Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis sich der liebeshungrige holländische Hund des Hauses vor den fortschrittlichen niederländischen Behörden als vierter Konkubinatspartner eintragen kann, meinte ein Kommentator.

Ich habe viel gelernt

„Ich habe viel gelernt. Die Kirche hat die Kultur einer Korporation. Keine Unruhe erzeugen. Im Team spielen. Wer Schwierigkeiten macht, wird nicht befördert. Man will nicht mit jemandem in Zusammenhang gebracht werden, der Alarm schlägt.“

Pfarrer Frederick Riegler während seiner Predigt am letzten Sonntag in der Pfarrei von Quakertown bei Philadelphia.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Benedikt   22:37:02 | Montag, 3. Oktober 2005
@ Yersinia
Ich erwarte mir keine großen Wunder davon, aber schon ein paar Dinge:
1. Der Aufhänger für viele Traditionalisten wäre hinfällig.
2. Es wäre das Ende der Verteufelung des „Früheren“. Viele heute lebende Katholiken sprechen vom alten Ritus wie von einem okkulten Ritual.
3. Es wird (hoffentlich) eine Diskussion über die rechte Vermittlung der Liturgie angestoßen.
4. Es wird deutlich werden, dass die Richtung der Liturgie nicht Richtung Selbstbestimmung geht, sondern Richtung Überlieferung.
5. Gemeinden, in denen liturgische Missbräuche vorherrschen kann endlich etwas entgegen gesetzt werden.
Denn: Wir diskutieren hier, und kennen das Spektrum, aber frag mal „draußen“ jemanden, ob er weiß, was eine Indultmesse ist oder was die FSSP oder FSSPX ist. Der „Durchschnittskatholik“ weiß davon nichts. Erlaubt der Papst aber die Zelebration im überlieferten Ritus immer und für jeden, dann wird die Diskussion endlich auf eine breitere Basis gestellt und mit ihr auch die Diskussion um die rechte Feier der Hl. Messe.
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#14   Yersinia   20:23:56 | Montag, 3. Oktober 2005
nochmals vielen Dank an alle für die vielen Zuschriften
eine wesentliche Frage tut sich mir da noch auf: was erwartet ihr euch von einer Rückkehr zu jenem Ritus, den die „Piusbruderschaft“ pflegt?
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#13   Petrus Radii   22:56:19 | Sonntag, 2. Oktober 2005
@ Yersinia
Das Wesen der hl. Messe ist nicht die Opferung (od. Opferung zu sein), sondern daß sie das wahre Opfer Christi selber ist: dasselbe Kreuzesopfer Jesu, das am Kalvarienberg geschehen ist, nur auf unblutiger Weise. Deshalb ist Jesus körperlich auf dem Opferaltar nach der Wandlung während der hl. Messe, obwohl unter dem Anschein v. Brot u. Wein. Die hl. Messe macht gegenwärtig durch die Zeit das ein für allemal geschehene Kreuzesopfer. Das ist das Wesentliche der hl. Messe, wodurch wir das Seelenheil empfangen.
Wenn man die Versammlung, bzw. das Mahl, zu sehr betont, betont man etwas 2. od. gar 3. Ranges, und bleibt im rein Menschlichen verhaftet, anstatt mit Christus gen Himmel emporzusteigen und Gott Anbetung, Dank, Bitte, und Sühnopfer darzubringen. Man riskiert durch die falsche Betonung, das Wesentliche ganz und gar zu verlieren. Hoffentlich hilft diese Erklärung?
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#12   Yersinia   02:51:47 | Sonntag, 2. Oktober 2005
@Petrus: Danke!
auch, wenn mir die Sache trotzdem noch nicht ganz klar ist; warum ist das „Wesen“ der Hl. Messe die Opferung und welche Konsequenzen ergeben sich theologisch aus den beiden unterschiedlichen „Ansätzen“?
@miles: das fragen wir uns bekanntlich alle – oder was meinst du?
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#11   Petrus Radii   02:09:45 | Sonntag, 2. Oktober 2005
@ Yersinia
Wozu ist die Betonung des Opfercharaktersgegenüber dem Mahl- oder Versammlungscharakter einer Hl. Messe so wichtig?
Der Opfercharakter gehört zum Wesen der hl. Messe. Ist die hl. Messe kein echtes und reales Opfer des Leibes, des Blutes, der Seele, und der Gottheit Christi an Gott (und zwar in substanzieller Weise), ist sie denn keine hl. Messe mehr.
Es ist nicht genau richtig zu sagen, „Mahl- oder Versammlungscharakter“ der hl. Messe, da diese eher Aspekte sind, unter welchen das Opfer zeitlich und räumlich stattfindet, und sind infolge nur Akzidenzen des hl. Opfers. Eins der vielen Probleme in der dem Novo Ordine zugrunde liegenden Theologie ist, wie im obigen Punkte, daß diese neue Theologie mindestens gewisse „Akzentverschiebungen“ begeht (und manchmal noch schlimmeres!), und Symbolisches mit Wirklichkeit (Realität) verwechselt.
Der Opfercharakter ist weitaus viel wichtiger als die Mahl- und Versammlungsaspekte, und deshalb muß er so hoch betont werden.
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#10   MilesChristi   22:07:21 | Samstag, 1. Oktober 2005
@ Yersinia
Wozu bist du hier ?
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#9   Yersinia   21:55:23 | Samstag, 1. Oktober 2005
Wozu ist die Betonung des Opfercharakters
gegenüber dem Mahl- oder Versammlungscharakter einer Hl. Messe so wichtig?
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#8   Marcel   16:12:47 | Samstag, 1. Oktober 2005
Bugnini, 3 von 3
(Weiter im Interview mit Msgr. Marinelli)
Die Methoden der liturgischen Zerstörung waren subtil. Ein winziges Beispiel aus der Gregorianik: Ich war in meiner Seminarzeit Lehrer für gregorianischen Gesang. Die Gregorianik basiert auf den lateinischen Texten, sie empfängt ihr Maß vom Text. Wenn man etwas am Text ändert, kann man ihn nicht mehr singen. Schauen sie sich die Texte an. Man hat manchmal nur ein Wort geändert, zwei Buchstaben umgestellt, ein Synonym eingesetzt. Anstatt „dextera Domini“ sagt man heute „manus Domini“. Und schon passen die Noten nicht mehr. Man fragt sich, warum diese unnützen Änderungen? Es ging darum, den Choral zu zerstören. Damit fällt auch das Latein, dann folgen alle anderen liturgischen Zerstörungen.
Seit 1717 versucht die Freimaurerei, ihr Projekt der „Globalisierung“ durchzusetzen: ökonomisch, militärisch und religiös. Alles soll dem „großen Architekten der Welt“ untergeordnet werden. Wie oft hat die Kirche davor gewarnt, besonders die Päpste. Es gibt über 150 Verlautbarungen der Päpste gegen die Freimaurerei. Sie war mit der strengsten Exkommunikation belegt. Wie offensichtlich ist heute die weltweite Politik von ihr bestimmt. Ohne das versteht man heute nichts. <<
(Ende)
Auch andere Teile des langen Interviews wären interessant. So werden u.a. auch schwere Vorwürfe gegen Mgr. Montini (den späteren Papst Paul VI.) erhoben, als er noch unter Pius XII. gegen dessen Willen agierte, usw.
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#7   Benedikt   16:03:19 | Samstag, 1. Oktober 2005
@ Marcel: und weiter
weiter mit Teil 3/3
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#6   Marcel   15:59:29 | Samstag, 1. Oktober 2005
Bugnini, 2 von 3
(Weiter im Interview mit Msgr. Marinelli)
Es kam heraus, daß Bugnini sich dem Großmeister zur Verfügung gestellt hatte und von ihm monatlich eine ausführliche Weisung erhielt.
Eine dieser Anweisungen konnte abphotographiert werden und wurde in einer bekannten Zeitschrift im Sommer des Jahre 1975 veröffentlicht.
Im darauffolgenden Oktober berichteten die Zeitungsglossen, daß Bugnini von der kurialen Szene abgetreten war und niemand wußte, wo er sich versteckt hielt.
Die Schnelligkeit, mit der Msgr. Bugnini von heute auf morgen aus seinem Amt geworfen wurde, war ein Lehrstück für diplomatischen Zynismus und auch ein Beispiel für eine gewisse politische Neurose.
Die freimaurerischen Prälaten der Kurie gewährten den beiden Brüdern Bugnini und Baggio, letzterer Präfekt der Kongregation für die Bischöfe, Schutz vor dem Zorn Pauls VI. Dieser wurde nämlich vom Geheimdienstgeneral Enrico Mino von diesem Komplott informiert.
Als die montinianische Wut sich gelegt hatte, wurde Bugnini am folgenden 4. Januar als Nuntius in den Iran geschickt. Dort verblieb er bis zum Juli des Jahres 1982, als er eines natürlichen Todes starb.
Msgr. Bugnini hat die ihm vom großen Architekten des freimaurerischen Universums anvertraute Aufgabe der Schändung der Heiligen Liturgie vollkommen erfüllt.
(Fortsetzung dann in „3 von 3“)
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#5   virOblationis   15:47:27 | Samstag, 1. Oktober 2005
Ergänzung
… und Paul VI. hielt schützend seine Hand über die Zerstörer der Liturgie (vgl. T. Casini, Die zerissene Tunika, Zürich 1967).
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#4   Marcel   15:00:43 | Samstag, 1. Oktober 2005
Bugnini, 1 von 3
Zu Athanasius’ Text passend:
Msgr. Luigi Marinelli, Mitautor des 1999 erschienenen Buches „Wir klagen an“ („Via col vento in Vaticano“, geschrieben von der Gruppe namens „I Millenari“, die zwanzig römische Prälaten darstellen), sagte über die im Buch erhobenen schweren Vorwürfe unter anderem gegen die freimaurerische Unterwanderung der Kirche folgendes. Er starb am 23.10.2000 kurz vor „seinem“ Cardinal.
>> Nehmen wir Msgr. Annibale Bugnini als ein Beispiel. Eine Person alleine konnte eine Liturgie zerstören, die in zwanzig Jahrhunderten unter Einfluß des Heiligen Geistes entstanden ist. Wie kann man das verstehen? In der nachkonziliaren Epoche, die auf das {V.II} folgte, versuchten viele, mit allen Kräften herauszufinden, woher die Anweisung kam, die ältesten liturgischen Traditionen zu zerstören.
Das bis dahin unantastbare Erbe der Kirche hatte seine jahrhundertealten Wurzeln doch in der apostolischen Zeit und diese wiederum im Alten Testament des auserwählten Volkes.
Diese Personen folgten den Spuren von Erzbischof Annibale Bugnini. Er war als Sekretär der päpstlichen Kongregation für den Gottesdienst der hauptsächliche Architekt eines großen Teiles der liturgischen Verfälschungen.
Man observierte ihn und heftete sich an seine Fersen.
Seine Fährte brachte sie in die Gegend des Gianicolo-Hügels (römisches Villenviertel in der Nähe des Vatikan) zum Vascello-Palast, dem Sitz des Großmeisters des Großen Orient von Italien.
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#3   Benedikt   13:54:45 | Samstag, 1. Oktober 2005
@ Elendster Sünder
Stimmt haargenau ;-)))
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#2   Elendester Sünder   11:29:26 | Samstag, 1. Oktober 2005
Dr. Evil?
Der Polygamist auf der Photo sieht aus wie Dr. Evil.
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#1   Athanasius   10:51:51 | Samstag, 1. Oktober 2005
Na…
Es werde nicht darum gehen, eine neue Doktrin zu entwickeln, sondern die bestehende zu beleben
Daß Arinze so etwas überhaupt sagen muss, beweist schon wie entfernt das Klerikale Establishment ist vom überlieferten Glauben an die Hl. Eucharistie.
Aber das geht auch nicht anders mit einem Novus Ordo Missae-Meßritus in dem die Institutio Generalis und seine Definition der hl. Messe („die Messe oder das Herrenmahl ist die Versammlung des Volkes Gottes unter Vorsitz der Priesters“) 1969 ganz genau die modernistisch-protestantische Ansichten der Liturgiekommission „Commissio ad Sacrae Liturgiae Constitutionem exsequendam“ verriet. Geht ja auch nicht anders mit sechs Protestantischen Mitarbeitern bei der Schaffung des neuen häretischen Ritus.
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