Gomorrhismus
Homos ins Kloster?
Der Vatikan will angeblich die Aufnahme von Homos in die Priesterseminarien des Weltklerus verbieten. Die Ordensgemeinschaften der USA scheinen sich dagegen zu wehren, einen ähnlichen Schritt zu setzen.
(kreuz.net) Die Orden in den USA wollen sich im Vatikan für die Zulassung von Homosexuellen zur Priesterweihe stark machen. Das berichtete die US-Tageszeitung ‘New York Times’ am Freitag.

Seit Anfang Juli kursiert das Gerücht, daß der Heilige Stuhl ein neues Dokument zur homosexuellen Unzucht im Klerus veröffentlichen will.

Verschiedene Medien beziehen ihre Angaben auf „hochrangige vatikanische Quellen“.

Das Dokument soll sich dafür aussprechen, Männer, die sich sinnlich zu Männern hingezogen fühlen, vom Priesteramt fernzuhalten.

Auf keine Gegenliebe würde eine solche Maßnahme bei den US-amerikanischen Ordensgemeinschaften stoßen.

Das beweist ein Brief, den die ‘US-Koordinationsstelle der Männerorden’ am letzten Montag an die Oberen zahlreicher Ordensgemeinschaften des Landes schickte.

Die ‘Koordinationsstelle’ verbindet 250 verschiedene Kongregationen. Unter ihnen befinden sich die Franziskaner, Dominikaner und Jesuiten.

In den Vereinigten Staaten sind rund ein Drittel der Priester Ordenskleriker.

Der Brief der Ordensleute wurde der ‘New York Times’ von einem Sympathisanten des Homo-Klerus zugespielt.

Aus dem Brief geht hervor, daß die US-Ordensoberen in Rom vorsprechen wollen, um gegen das neue Homo-Dokument zu protestieren.

Die Gerüchte um ein bevorstehendes Homo-Dokument hätten viele beunruhigt. Auch Ordensmitglieder ohne widernatürliche Versuchungen seien besorgt.

Man fürchte eine stärkere römische Einflußnahme.

Die ‘New York Times’ gelangte noch in Besitz zwei weiterer Briefe. Sie stammen von zwei Jesuitenprovinzialen und sind an die Priester und Seminaristen ihrer Zuständigkeitsbereiche geschrieben.

Der erste Brief stammt vom Provinzial – Oberen – der Jesuitenprovinz Oregon.

Der US-Bundesstaat Oregon liegt im Westen der USA am Pazifik. Der Jesuitenprovinzial ist für 254 Ordensangehörige verantwortlich.

Man wolle niemanden aus dem Boot stoßen, erklärte der Provinzial in seinem Schreiben:

„Wir werden den bisherigen Maßstab beibehalten. Dieser beinhaltet die Ausrichtung auf die Keuschheit und das“ – der Jesuit macht ein Wortspiel mit „orientation“, das man im Deutschen nicht wiedergeben kann – sei die „Ausrichtung“, um die man sich vordergründig kümmere.

Der zweite Brief stammt vom Jesuitenprovinzial in New York. Dieser ist für 437 Ordensmänner verantwortlich und bricht für die Homos ebenfalls eine Lanze:

„Gott diskriminiert niemanden. Wir wissen, daß homosexuelle Männer, die ihrer Berufung gefolgt sind, der Kirche als Priester und Ordensmänner sehr gut gedient haben.“

Der Jesuit fragt, mit welchem Recht man einzig aufgrund der „sexuellen Orientierung“ jene diskriminiere, die Gott gerufen habe.
      
9 Lesermeinungen
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#9   Andreas Erz-Bistum Berlin   09:31:24 | Montag, 10. Oktober 2005
bonny
es gibt weder Perversionen noch krankhafte Neigungen in diesem Zusammenhang.
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#8   Bonaventura   21:56:14 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
Ekelhaft!
Ekelhaft und Erschreckend sind die Meldungen zu diesem Artikel, ganz besonders von Ihnen lieber User aus Berlin!
Das Kloster soll ein Ort sein in dem der Himmel vorweg genommen wird und nicht der Ort an dem Homos Ihren Perversen und Krankhaften Neigungen frönen sollen!
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#7   Andreas Erz-Bistum Berlin   21:38:08 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
An alle
was ist schon dabei, sich in einem Kloster zu lieben. Einen besseren, friedlicheren Ort für die Liebe kann es doch gar nicht geben. Irgendwo müssen wir doch schließlich einen Raum finden.
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#6   Lilith   13:26:26 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
Klar doch
Wer dagegen verfehlt… das ist klar… wenn eine Ordensschwester vom Pater ein Kind erwartet, dann knn ich das genauso verstehen, wie wenn sie sich mit einer Mitschwester zusammentut… Wenn dies aber gar nicht der Fall ist und diese Menschen, wie alle anderen im Orden, enthaltsam leben, dann kann man ihnen doch nicht ihre Homosexualität vorwerfen!
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#5   Ignatius   17:32:06 | Dienstag, 4. Oktober 2005
Quatsch
@ Ilse : Aber wie will man es anstellen, Homosexuelle zu erkennen und auszuschließen? Das steht ihnen ja nicht auf der Stirn geschrieben.
Man merkt es in den meisten Fällen schon wenn man es merken will.
Was ist mit denen, deren Coming-Out erst viel später erfolgt, wenn sie schon einem Orden angehören? Die kann man ja nicht auf die Straße setzen.
Ja sicher. Wer sich gegen die Lehre oder Moral verfehlt, fliegt. Basta!
Was die beiden Mannsbilder weiter unten schrieben war vollkommen OK.
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#4   Frl.Ilse   17:14:47 | Dienstag, 4. Oktober 2005
@Lilith
Im Prinzip hast Du recht. Wahrscheinlich ist aber die Gelegenheit in einer rein weiblichen oder männlichen Umgebung für Homosexuelle etwas größer als im normalen Leben.
Aber wie will man es anstellen, Homosexuelle zu erkennen und auszuschließen? Das steht ihnen ja nicht auf der Stirn geschrieben.
Was ist mit denen, deren Coming-Out erst viel später erfolgt, wenn sie schon einem Orden angehören? Die kann man ja nicht auf die Straße setzen.
Und ist es gerecht, einem Menschen, der als sein Lebensziel eine Ordensgemeinschaft sieht, dieses Ziel zu verwehren? Schließlich verspricht auch der/die Homosexuelle die Enthaltsamkeit, die er/sie genauso wie der/die Heterosexuelle brechen kann. Ich meine, es widerspricht der Gerechtigkeit, Homosexuelle, die sich berufen fühlen, von ihrem Ziel auszuschließen.
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#3   Lilith   22:01:01 | Montag, 3. Oktober 2005
Warum auch?
Im Kloster ist es doch so, das Zucht und Ordnung herrschen sollte, da sollte es demnach auch nicht dazu kommen, dass Sexualität ausgelebt wird. Daher gehe ich davon aus, dass hier Homosexualität eine ebenso geringe Rolle spielt wie Heterosexualität, denn letztendlich ist es doch gleich, wie man sich enthält, wenn man sich enthält.
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#2   Dolfus   13:10:36 | Montag, 3. Oktober 2005
Nur strenge Klöster sind Klöster, alles andere ist zu vergessen
Die strenge Reformerin der Karmeliter, die große heilige Theresia von Ávila, stellte schon fest: „Es ist besser, seine Töchter zu verheiraten, als in ein Kloster ohne Zucht zu stecken.“
Tatsächlich hat sich bis jetzt noch jedes Kloster ohne Zucht und Disziplin in ein Sündenpfuhl verwandelt, im dekadenten Mittelalter ebenso wie in der dekadenten Nachkonzilszeit, in der wir heute leben.
Selbst die Frage ob reformiert-volkssprachlicher oder lateinischer Ritus ist hier nachrangig. Es müssen die alten scharfen katholischen Richtlinien voll verwirklicht sein, Autorität und strenge Klosterdisziplin.
Auch Cardinal Ratzinger hat diesen Gedanken schon klar erfaßt: Die Gebetszeiten zu später und früher Stunde wurden verringert, dafür erhielten die Mönche Zimmer-TV etc.
Das Gleiche gilt für die liberale Priesterseminare, St. Pölten ist ein Musterbeispiel, doch ist es typisch für den ganzen Westen.
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#1   virOblationis   12:19:09 | Montag, 3. Oktober 2005
Ordensleben
In bezug auf Orden:
Es kann nicht nur um Priester gehen, auch Laienbrüder sollten m.E. keinerlei sodomitische Neigungen zeigen. – Als ich mich vor knapp zwanzig Jahren in einem deutschen Kloster zu Exerzitien aufhielt, wurde ich das Gefühl nicht los, daß mein Exerzitienmeister und ein Novize ein Liebespaar bildeten. Man stelle sich nur einmal vor, Mitbruder in einer solchen Gemeinschaft zu sein! Was für eine Atmosphäre herrscht dort, wo das Leben, statt ganz auf Gott ausgerichtet zu sein, in solcher Weise an Irdisches gebunden wirtd!
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