Pfadfinder
Ein Kämpfer wird 75
Heute am 3. Oktober feiert Pater Andreas Hönisch SJM seinen 75. Geburtstag. Trotz des nachkonziliären Zusammenbruchs gelang ihm in Deutschland der Aufbau eines blühenden Jugendapostolates.
(kreuz.net) Andreas Hönisch wurde am 3. Oktober 1930 in Habelschwerdt in Schlesien geboren und dort am 12. Oktober getauft. Die Stadt heißt heute auf polnisch Bystrzyca Klodzka.

Die Volksschule besuchte er in Langenau – Grafschaft Glatz. Anschließend wechselte er für drei Jahre an das altsprachliche Gymnasium der Stadt.

Langenau heißt heute auf polnisch Dlugopole Zdroj.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Familie Hönisch enteignet und aus ihrer Heimat zuerst nach Ostfriesland vertrieben.

Im Westen setzte der junge Hönisch sein Gymnasialstudium bei den Jesuiten im Aloisiuskolleg in Bad Godesberg bei Bonn fort.

Nach dem Abitur trat er 1952 in die Gesellschaft Jesu ein. Er absolvierte sein Noviziat unter der Leitung von Pater Otto Pies SJ auf dem Jakobsberg bei Bingen am Rhein.

Von dort wechselte der junge Jesuit im Jahr 1954 ins österreichische Tisis bei Feldkirch, direkt an der Schweizer Grenze. Dort begann er sein Juniorat.

Das Juniorat ist bei den Jesuiten die Ausbildungszeit, die auf das Noviziat folgt.

Von Ende 1954 an bis 1957 studierte Hönisch Philosophie in Pullach bei München.

Danach reiste er in die Philippinen und vertiefte in Manila seine englischen Sprachkenntnisse.

Anschließend besuchte er von 1958 bis 1960 die Sprachschule in Yokosuka in Japan.

Auf der von den Jesuiten geführten ‘Sophia Universität’ in Kojimachi in Tokio dozierte er sodann zwei Monate lang Englisch und Deutsch. Doch aus gesundheitlichen Gründen mußte er wieder in die deutsche Heimat zurückkehren.

In Deutschland studierte er von 1960 bis 1964 an der Jesuitenfakultät in Sankt Georgen bei Frankfurt Theologie.

1963 wurde er vom Erzbischof von Berlin, Alfred Kardinal Bengsch, zum Priester geweiht.

Von 1964 bis 1965 absolvierte er in Paray-le-Monial sein Tertiat. Der Ort befindet sich im Burgund. Das Tertiat ist eine im Jesuitenorden übliche dritte Ausbildungsphase.

Anschließend wurde Pater Hönisch als Jugendseelsorger und Religionslehrer an das Rathenau-Gymnasium nach Berlin berufen.

Von 1966 bis 1977 war er in Gießen in der Pfarrei St. Albertus elf Jahre lang Kaplan. Gießen befindet sich 50 km nördlich von Frankfurt am Main.

1976 gründete er zusammen mit dem Oberstudiendirektor Günther Walter die ‘Katholische Pfadfinderschaft Europas’ (KPE), um dem Niedergang katholischer Jugendarbeit entgegenzuwirken.

Er war von Anfang an auch Bundeskurat bei der KPE.

Ein Jahr später wechselte er nach Langen in Hessen, wo er bis 1981 als Religionslehrer am Gymnasium tätig war. Langen befindet sich 15 km südlich von Frankfurt am Main.

Seine erfolgreiche katholische Jugendarbeit brachte den Jesuiten schon bald in Konflikt mit seinem Orden. Schließlich wurde der eifrige Pater deswegen aus der Gesellschaft Jesu ausgeschlossen.

Bischof Josef Stimpfle inkardinierte ihn als Weltpriester in die Diözese Augsburg.

1988 gründete Pater Hönisch in Mussenhausen – Diözese Augsburg – eine neue Ordensgemeinschaft, die ‘Servi Jesu et Mariae’ (SJM).

Der junge und aufstrebende Orden ist eine neojesuitische Gründung im Geist des heiligen Ignatius von Loyola.

Mit der Ankunft eines neuen Bischofs von Augsburg im Jahre 1993 begann die Diözesanleitung immer mehr gegen den jungen Orden zu arbeiten.

Die Servi Jesu et Mariae mußten schließlich ihre Niederlassung in Mussenhausen verlassen und fanden in Blindenmarkt – 55 km östlich von Linz – Unterschlupf. Dort ist der Orden noch heute ansässig.

Die Gemeinschaft wurde im Jahre 1994 als Kongregation päpstlichen Rechtes anerkannt.

Mitglieder des Ordens arbeiten in deutschen und österreichischen Pfarreien sowie in Kasachstan, Albanien, Rumänien, der Ukraine und Frankreich. Neben der Pfarrseelsorge bietet die Gemeinschaft Exerzitien, religiöse Bildungskreise und Katechesen an.

Sie ist auch in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert, führt ein Internat in Norddeutschland und begleitet die Gruppenarbeit der ‘Katholischen Pfadfinderschaft Europas’.

Der Orden ist auch im Lebensschutz und Presseapostolat tätig und führt einen eigenen philosophisch-theologischen Lehrbetrieb.

Pater Hönisch ist der gegenwärtige Generalobere.
      
11 Lesermeinungen
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#11   Ignatius   17:43:56 | Dienstag, 4. Oktober 2005
Dran bleiben!
Ja bleibt doch mal beim Thema liebe Leute!
Der Marcell setzt ein Seitenhieblein auf Medju –- obwohl man sagen muss das Hönisch viel mit Medju zu tun HATTE –- und dann kommt natürlich der Elendstesünder und haut die Fsspx und so geht das Herumbuben weiter und weiter.
Aber mal was zum Thema : so gut Pater Hönisch in vielen Belangen auch sein mag –- es ist doch abzusehen dass seine Organisationen den Bach runter gehen werden sobald der gute Mann nicht mehr alles in der Hand hält. Da ist kein traditionalistischer Nachschub da (ODER?) und so einige progressistischen Einschläge gibts LEIDER auch schon unter Pater Hönisch. :-|
Ein Elend ist das. Trotzedem : Happy Birthday und Gott mit ihnen.
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#10   Elendester Sünder   15:30:32 | Dienstag, 4. Oktober 2005
Hanging loose
Danke, Benedikt, für Deinen erhellenden Beitrag.
Demnach hat die Prüfung dieses hawaianischen Einzelfalles durch Kardinal Ratzinger ergeben, daß es sich hierbei nicht um die formale Zustimmung zu einem Schisma handelte.
Keineswegs zutreffend ist also die Behauptung Athanasii, die kirchenrechtliche Bestimmung, nach der Schismatiker von der Exkommunikation betroffen sind, wäre grundsätzlich für Piusbrüder aufgehoben worden.
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#9   esra   11:54:41 | Dienstag, 4. Oktober 2005
Ein Kämpfer wird 75
Lieber Hw. Herr P. Hönisch !
Herzlichen Glückwunsch und den besonderen Segen der
Hl.Mutter Gottes für Sie, Ihren Orden und die KPE_Pfad-
inderschaft.
Ja, die Überschrift trifft wahrlich zu, ein wahrer Gottes-
kämpfer, der vielen Jugendlichen den katholischen
Glauben eingewurzelt und ihnen ganzheitliche Orien-
tierung dauerhaft mitgegeben hat.
(p.s. der Feind lauert nicht in Medjugorje oder Sieverich,
sonern treibt seine iskariotsche Zersetzung in fast allen
Gemeinden. )
Herzlichen Dank!
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#8   bonifatius   01:09:00 | Dienstag, 4. Oktober 2005
Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen!
Schätze P. Hönisch sehr und hoffe, daß ihm Gott noch genügend Zeit schenkt, weiterhin für guten Priesternachwuchs zu sorgen. Betet für ihn!
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#7   Benedikt   23:15:04 | Montag, 3. Oktober 2005
gunther maria michel
Es handelt sich um Vorkommnis von 1993. Gläubige auf Hawaii hatten einen Bischof der FSSPX eingeladen, bei ihnen die Firmung zuspenden. Daraufhin wurden sie vom Ortsbischof exkommuniziert.
Die Exkommunikation wurde durch ein Schreiben von Kardinal Ratzinger vom 28. Juni 1993 aufgehoben. Dort heiß es:
»Aufgrund der Prüfung des Falles, durchgeführt auf der Grundlage des
Kirchenrechts, hat es sich nicht ergeben, daß die in der oben
erwähnten Verfügung berichteten Tatsachen formelle schismatische Akte
im strengen Sinne sind, da sie nicht das Vergehen eines Schismas
begründen.«
Siehe auch (hier) www.uomocervo.it/…_144918_2661301.html oder mal mit den entsprechenden Stichwörtern bei google. Auch bei kreuz.net ist das irgendwo dokumentiert.
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#6   gunther maria michel   22:42:41 | Montag, 3. Oktober 2005
+
Guten Abend, Athanasius,
Du schreibst:
>In Hawaii erklärte Kardinal Ratzinger alle „Exkommunikationen“ gegen Gläubige der FSSPX für ungültig.
Kannst Du mir dafür den Beleg finden?
Wie konnte Ratzinger das erklären (falls er es getan hat), nachdem zufolge dem Motu proprio Johannes’ Pauls II. „Ecclesia Dei“ alle, die die exkommunizierten Bischöfe unterstützen, ebenfalls exkommuniziert sind?
Gunther.
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#5   Athanasius   20:43:25 | Montag, 3. Oktober 2005
Erstens…
…ist es unverschämt diesen Thread zu Hw. H. P. Hönisch zu versauen mit Gerede von dem „Erscheinungsort“ Medjugorje und nebenbei jemanden zu „exkommunizieren“. Worauf begründest Du Deine Anmassung kanonischer Autorität, ES? In Hawaii erklärte Kardinal Ratzinger alle „Exkommunikationen“ gegen Gläubige der FSSPX für ungültig. Dann wissen wir, dass Du einfach Hetze betreibt, weil Marcel die „Erscheinungen“ in M. für Unsinn hält (wie ich).
Ich kann mir aber denken, daß man nach einem Joint in einem Coffeeshop die eine oder andere Erscheinung hat. Der Bezug zu Medjugorje ist mit jedoch neu.
Die Erscheinungen in Amsterdam sind älter und hundertfach glaubwürdiger als die in M. Trotzdem halte ich sie für nicht authentisch. Aber dieses Kotzen auf Amsterdam, während man für Medjugorje Leute exkommunizieren will, ist ungeheuerlich. Übrigens hat man in Medjugorje etwas mit Häretikern und Exkommunizierten, in dem man einen altkatholischen „Bischof“ zur „Firmung“ einlud (P. Jozo, und die SeherInnen).
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#4   Elendester Sünder   15:38:18 | Montag, 3. Oktober 2005
Armer Marcel
Ach Marcel, wärst Du doch in den „Fängen“ Medjugorjes geblieben und nicht Anhänger der schismatischen Piusbruderschaft geworden, dann wärst Du heute nicht exkommuniziert.
Übrigens ist mir der Erscheinungsort Amsterdam unbekannt. Ich kann mir aber denken, daß man nach einem Joint in einem Coffeeshop die eine oder andere Erscheinung hat. Der Bezug zu Medjugorje ist mit jedoch neu.
Du schuldest mir noch die Antwort zu den Zeichen und Wundern in Medjugorje insbesondere zum wundersamen Bronzekruzifix.
Könnte es sein, daß es nicht in Dein Weltbild paßt, daß es nach dem Konzil noch Marienerscheinungen in der Kirche gibt?
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#3   Athanasius   10:06:59 | Montag, 3. Oktober 2005
Herzlichen Glückwunsch…
…für P. Hönisch!
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#2   Marcel   10:04:33 | Montag, 3. Oktober 2005
Segenswünsche
… auch von mir die besten Segenswünsche zum Geburtstag des mutigen Paters!
Ihm verdanke ich viel: durch sein mutiges Beispiel inspiriert, gelang es meiner Familie, sich aus den Fängen des falschen Erscheinungsortes Medjugorje zu befreien und dann in Folge vom falschen Erscheinungsort Amsterdam (die Orte und ihre Protagonisten sind sehr eng miteinander verbunden).
Ich weiß, manche können Medjugorje schon nicht mehr hören, so auch ich, und daher beende ich das Kapitel mit diesem Satz: Dank sei Gott für diese gewichtige Korrektur in meinem Leben durch das Beispiel des P. Hönisch.
Gelobt sei Jesus Christus.
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#1   Justus   09:07:05 | Montag, 3. Oktober 2005
Herzlichen Glückwunsch!
P. Hönisch ist eine Lichtgestalt in finsterer Zeit, glaubensfroh und leidbegnadet. Seine Treue zur Kirche ist unerschütterlich. Ad multos annos!
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