15:37:24 | Dienstag, 4. Oktober 2005
Roy und Silo, eines der berühmtesten männlichen Homo-Paare in den Vereinigten Staaten, hat sich getrennt. Silo brannte mit einer hübschen Kalifornierin durch. Von Dr. Warren Throckmorton.
(kreuz.net) Nein, es handelt sich nicht um Rosie und Kelli. Die beiden heißen Roy und Silo. Roy und Silo
sind männliche Pinguine. Sie gehören – um es ganz exakt zu nehmen – zur Gattung der Chinstrap Pinguine.
Ungefähr vor sechs Jahren, zogen Roy und Silo im ‘Central Park Zoo’ in New York in einen gemeinsamen
Haushalt. Sie machten sich den Hof, versuchten sich zu begatten und waren – wie man hört – ziemlich unzertrennlich.
Die zwei adoptierten sogar ein gemeinsames Kind. Vor einigen Jahren schon wurde die kleine Tango von
Roy und Silo ausgebrütet und wie ein eigenes Kind aufgezogen.
Dennoch ist Silo kürzlich zum vielleicht
weltweit ersten dokumentierten Ex-Homo Pinguin avanciert.
Silo verließ das gemeinsame Nest mit Roy und
bandelte mit Scrappy an. Scrappy ist eine heiße kleine Vogeldame, die kürzlich vom ‘Sea World Zoo’ in
San Diego kommend in New York eingezogen ist.
Ich vermute, Silo hat Sehnsucht nach einem kalifornischen
Mädchen gehabt.
Für jene, die auf Roy und Silo als Vorbild für uns alle gezeigt haben, ist diese Entwicklungen
enttäuschend. Einige Homo-Aktivisten dürften sogar erzürnt sein.
Als deutsche zoologische Gärten
versuchten, männliche Pinguin-Paare, die zu einer seltenen Art gehörten, zu zwingen, Pinguindamen zu
begatten,
erhielten sie Haßpost von Homo-Lobbyisten.
Schließlich gaben die Zoos den Druckversuchen
nach und stoppten die Zuchtversuche.
Unter den ersten Empörten sind vielleicht auch die Autoren eines
Kinderbuches über Roy und Silo und ihre adoptierte Tochter.
Das Buch nennt sich ‘Und Tango macht drei“.
Die Zeitschrift ‘The School Library Journal’ schwärmte darüber: „Diese freudenvolle Geschichte über
die Bedeutung von Familie ist ein Muß für jede Bibliothek.“
‘Publisher’s Weekly’ schrieb, daß die
Liebesgeschichte von Silo und Roy ein Bild von „nicht-traditionellen Familien“ zeichne, „das Kinder verstehen
können“.
„Diese zärtliche Geschichte kann auch als angenehmer Ausgangspunkt für Diskussionen über
Homo-Partnerschaften in der menschlichen Gesellschaft dienen.“
Ich denke, daß dieser Ausgangspunkt zwischenzeitlich
weniger angenehm geworden ist.
Noch keinen Kommentar gab es in der Tageszeitung ‘The New York Times’,
die einen Artikel über das Pinguin-Paar mit dem Titel „Die Liebe, die es nicht wagt, ihren Namen zu nennen“
publizierte.
Der Artikel unterstellte, daß Homo-Rechte am Pinguin-Pride hängen könnten.
„Homo-Gruppen
erklären, daß die Homosexualität natürlich ist, wenn homosexuelle Verhaltensweisen bei Tieren vorkommen,
und die Rechte der Homosexuellen darum geschützt werden müssen“, schrieb Denitia Smith, die Autorin
des Artikel.
Werden Homo-Gruppen jetzt zugeben, daß die sexuelle Orientierung sich ändert, nachdem
Silo und Scrappy gegenwärtig gemeinsam beim Aussuchen der Vorhänge sind?
Die Vorstellung einer permanenten
Pinguin-Homosexualität, wie sie vom Magazin ‘Times’ und vom Kinderbuch ‘Und Tango macht drei’ präsentiert
wurde, erscheint jetzt mehr als eine Erfindung denn als Wegweiser für politische Entscheide.
Sollten
darum ehemalige Homosexuelle unter uns erklären: „Habe ich es dir nicht gesagt?“
Weil Homo-Aktivisten
das Verhalten von Tieren als Argument benützen, daß sich Menschen nicht ändern können, lohnt es sich
darauf hinzuweisen, daß das sexuelle Verhalten und die Paarbildung bei Tieren nicht notwendigerweise
unveränderlich sind.
Dennoch würde ich grundsätzlich raten, vom tierischen Verhalten keine Lektionen
über die Eigenschaften des Menschen abzuleiten.
Vermutlich ist das einzige, was wir über das Liebesdreieck
von Roy, Silo und Scrappy sagen können, daß die Sexualität bei Tieren flexibel ist, vom Kontext abhängt
und von Faktoren beeinflußt ist, die wir nicht ganz verstehen können.
Liebeskinder aus den 60er Jahren
sagten ziemlich genau das gleiche, aber ich glaube nicht, daß ihre Erkenntnis von den Pinguinen kam.
Ob es die konservative Überschwenglichkeit bezüglich des Films ‘Marsch der Pinguine’ und dessen Anerkennung
von Familienwerten ist oder der Schluß der Homo-Gruppen von der Natur auf die Natürlichkeit – Analogien
zu dem, was Tiere im halbprivaten Bereich ihrer Nester tun, können keine Morallehrstunden für Menschen
sein.
Wenn ich einen Ratschlag für Fragen der öffentlichen Ordnung will, gehe ich nicht in den Zoo.
Wenn Aktivisten über Homosexualität im Königreich der Tiere sprechen, sollten wir uns daran erinnern,
daß wir nicht viel darüber wissen, welche Funktion gleichgeschlechtliches Verhalten in einer Tiergattung
besitzt.
Einige Wissenschaftler, die zugleich Homo-Aktivisten sind, anerkennen das Durcheinander, in
das wir geraten, wenn wir in Fragen sexueller Kategorien bei Tieren anthropomorph werden.
So wiesen die
beiden Theoretiker eines angeblichen Homo-Gens, Dean Hamer und Peter Copeland in ihrem Buch ‘Science of
Desire’ – Wissenschaft des Verlangens – darauf hin, daß „es kein gutes Tiermodell für die menschliche
Heterosexualität gibt und noch weniger für die Homosexualität.“
Mit anderen Worten: „Schweine unterhalten
keine Liebschaften – und Pferde heiraten nicht.“
Und Pinguine marschieren nicht für die Familie oder
für Homo-Rechte.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.