Gomorrhismus
Homo-Marsch abgesagt
Roy und Silo, eines der berühmtesten männlichen Homo-Paare in den Vereinigten Staaten, hat sich getrennt. Silo brannte mit einer hübschen Kalifornierin durch. Von Dr. Warren Throckmorton.
(kreuz.net) Nein, es handelt sich nicht um Rosie und Kelli. Die beiden heißen Roy und Silo. Roy und Silo sind männliche Pinguine. Sie gehören – um es ganz exakt zu nehmen – zur Gattung der Chinstrap Pinguine.

Ungefähr vor sechs Jahren, zogen Roy und Silo im ‘Central Park Zoo’ in New York in einen gemeinsamen Haushalt. Sie machten sich den Hof, versuchten sich zu begatten und waren – wie man hört – ziemlich unzertrennlich.

Die zwei adoptierten sogar ein gemeinsames Kind. Vor einigen Jahren schon wurde die kleine Tango von Roy und Silo ausgebrütet und wie ein eigenes Kind aufgezogen.

Dennoch ist Silo kürzlich zum vielleicht weltweit ersten dokumentierten Ex-Homo Pinguin avanciert.

Silo verließ das gemeinsame Nest mit Roy und bandelte mit Scrappy an. Scrappy ist eine heiße kleine Vogeldame, die kürzlich vom ‘Sea World Zoo’ in San Diego kommend in New York eingezogen ist.

Ich vermute, Silo hat Sehnsucht nach einem kalifornischen Mädchen gehabt.

Für jene, die auf Roy und Silo als Vorbild für uns alle gezeigt haben, ist diese Entwicklungen enttäuschend. Einige Homo-Aktivisten dürften sogar erzürnt sein.

Als deutsche zoologische Gärten versuchten, männliche Pinguin-Paare, die zu einer seltenen Art gehörten, zu zwingen, Pinguindamen zu begatten, erhielten sie Haßpost von Homo-Lobbyisten.

Schließlich gaben die Zoos den Druckversuchen nach und stoppten die Zuchtversuche.

Unter den ersten Empörten sind vielleicht auch die Autoren eines Kinderbuches über Roy und Silo und ihre adoptierte Tochter.

Das Buch nennt sich ‘Und Tango macht drei“.

Die Zeitschrift ‘The School Library Journal’ schwärmte darüber: „Diese freudenvolle Geschichte über die Bedeutung von Familie ist ein Muß für jede Bibliothek.“

‘Publisher’s Weekly’ schrieb, daß die Liebesgeschichte von Silo und Roy ein Bild von „nicht-traditionellen Familien“ zeichne, „das Kinder verstehen können“.

„Diese zärtliche Geschichte kann auch als angenehmer Ausgangspunkt für Diskussionen über Homo-Partnerschaften in der menschlichen Gesellschaft dienen.“

Ich denke, daß dieser Ausgangspunkt zwischenzeitlich weniger angenehm geworden ist.

Noch keinen Kommentar gab es in der Tageszeitung ‘The New York Times’, die einen Artikel über das Pinguin-Paar mit dem Titel „Die Liebe, die es nicht wagt, ihren Namen zu nennen“ publizierte.

Der Artikel unterstellte, daß Homo-Rechte am Pinguin-Pride hängen könnten.

„Homo-Gruppen erklären, daß die Homosexualität natürlich ist, wenn homosexuelle Verhaltensweisen bei Tieren vorkommen, und die Rechte der Homosexuellen darum geschützt werden müssen“, schrieb Denitia Smith, die Autorin des Artikel.

Werden Homo-Gruppen jetzt zugeben, daß die sexuelle Orientierung sich ändert, nachdem Silo und Scrappy gegenwärtig gemeinsam beim Aussuchen der Vorhänge sind?

Die Vorstellung einer permanenten Pinguin-Homosexualität, wie sie vom Magazin ‘Times’ und vom Kinderbuch ‘Und Tango macht drei’ präsentiert wurde, erscheint jetzt mehr als eine Erfindung denn als Wegweiser für politische Entscheide.

Sollten darum ehemalige Homosexuelle unter uns erklären: „Habe ich es dir nicht gesagt?“

Weil Homo-Aktivisten das Verhalten von Tieren als Argument benützen, daß sich Menschen nicht ändern können, lohnt es sich darauf hinzuweisen, daß das sexuelle Verhalten und die Paarbildung bei Tieren nicht notwendigerweise unveränderlich sind.

Dennoch würde ich grundsätzlich raten, vom tierischen Verhalten keine Lektionen über die Eigenschaften des Menschen abzuleiten.

Vermutlich ist das einzige, was wir über das Liebesdreieck von Roy, Silo und Scrappy sagen können, daß die Sexualität bei Tieren flexibel ist, vom Kontext abhängt und von Faktoren beeinflußt ist, die wir nicht ganz verstehen können.

Liebeskinder aus den 60er Jahren sagten ziemlich genau das gleiche, aber ich glaube nicht, daß ihre Erkenntnis von den Pinguinen kam.

Ob es die konservative Überschwenglichkeit bezüglich des Films ‘Marsch der Pinguine’ und dessen Anerkennung von Familienwerten ist oder der Schluß der Homo-Gruppen von der Natur auf die Natürlichkeit – Analogien zu dem, was Tiere im halbprivaten Bereich ihrer Nester tun, können keine Morallehrstunden für Menschen sein.

Wenn ich einen Ratschlag für Fragen der öffentlichen Ordnung will, gehe ich nicht in den Zoo.

Wenn Aktivisten über Homosexualität im Königreich der Tiere sprechen, sollten wir uns daran erinnern, daß wir nicht viel darüber wissen, welche Funktion gleichgeschlechtliches Verhalten in einer Tiergattung besitzt.

Einige Wissenschaftler, die zugleich Homo-Aktivisten sind, anerkennen das Durcheinander, in das wir geraten, wenn wir in Fragen sexueller Kategorien bei Tieren anthropomorph werden.

So wiesen die beiden Theoretiker eines angeblichen Homo-Gens, Dean Hamer und Peter Copeland in ihrem Buch ‘Science of Desire’ – Wissenschaft des Verlangens – darauf hin, daß „es kein gutes Tiermodell für die menschliche Heterosexualität gibt und noch weniger für die Homosexualität.“

Mit anderen Worten: „Schweine unterhalten keine Liebschaften – und Pferde heiraten nicht.“

Und Pinguine marschieren nicht für die Familie oder für Homo-Rechte.
      
2 Lesermeinungen
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#2   thaumaturgos   21:05:27 | Dienstag, 4. Oktober 2005
gehts noch irgendwie *deppater*
(wie man in tirol sagt!)
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#1   Ignatius   19:59:49 | Dienstag, 4. Oktober 2005
Ich weiss nen Witz …
Kommt die kleine Tochter zum Vater und strahlt: „Pappi ich habe fünf Fliegen gefangen! Zwei Männchen und drei Weibchen!“
Fragt der Vater woher sie das mit den Weibchen und Männchen wissen täte.
Darauf sie: „Die zwei Männchen erwischte ich an der Schnappsflasche und die drei Weibchen am Spiegel“…
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